Indiana Tribüne, Volume 24, Number 123, Indianapolis, Marion County, 20 January 1901 — Page 10

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Jndiana Tribüne, Sonntag, Den 20. Januar Hwl

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E.G.SIGGEflS,:

Vor bet Donna Jnes Fenster Steht Raimondo mit fcxr Laute Und besingt in süßen Weisen Die Geliebte, fiolbe, Traute. Neidisch hören's rings im Kreise ' All' die Mädchen und die Frauen? Nach dem schlanken Don Raimondo Heimlich viele Augen schauen. Weithin tönet seine Stimme Durch die nächtlich 'öden Gassen; Sie bewegt die Frau'n zur Liebe Und die Männer, ihn zu hassen. Sie allein hört nichts von Allem, Der sein Singen gilt und Klagen; Denn wenn Jnes schläft, so kann man Sorglos selbst die Pauke schlagen.

patcr und Soyn. Mit dem Abschlagen vor Äem Hotel Di Kronen" am Markt war der Zapfenstreich zu Ende. Die Truppen marschirten ab und das Publikum zerstreute sich. Nur ein paar Dutzend Menschen von Denen, die nicht genug kriegen können, wenn was los ist", umstanden ton Doppelposten oder gafften zu ber von blühenden Schling pflanzen umrankten Terrasse hinauf, wo Seine Excellenz der kommandirende General von Hösch mit den Stabs-Qf-fizieren des Regiments soupirte. Die mit rothseidenen Schirmchen umkleideten Windlichter warfen einen matten rosigen Schein bis zur halben Fronth'öhe des Hotelgebäudes und durch die Oeffnungen der hohen Brüstung auf den Markt. Dazwischen die eilenden Schatten der Kellner und rier und da die aufblitzenden Kandil len eines Majors öder Ob:rstlieutenants, der sich erhob, wenn der General ihm zutrank. Das diskrete Klirren und Klingen der Teller. Messer und Gläser nahm eb, dagegen ging die Unterhaltung etwas aus ihrer gedämpften Reserve. Manchmal hörte man sogar ein kurzes, sozusagen militärisches Auflachen. Rauchwolken zogen durch die Ranken der Glyzinen und verwehten in der linden Mailuft. Nach ein paar Minuien ein allgemeines Scharren und Rücken der Stühle. Das Souper war zu Ende. Excellenz hat!e sich erhoben und besprach mit dem Regimentskommandeur einige Einzelheiten der morgigen Be sichtigung. Die hohe Gestalt des Generals mit dem graublonden Kaiser bart überragte um Haupteslänge den rundlichen Oberst, dessen Dicnstgesicht gu der Weinröthe, die auf ihm lagerte, nicht recht harmonirte. Es machte sich, cls wenn man einen Menschen, der Lust hat, sidel zu sein, zum Ernst zwingt. Und noch Eins. Herr Oberst,- sagte der General, indem er die Asche seiner Cigarre abstrich der Zapfenstreich wurde von meinem Sohne kommandirt?" Zu Befehl. Excellenz Oberlieutenant von Hösch." Der General verbeugte sich leicht, als wollte er für eine ihm erwiesene Aufinerlsamkeit seinen Dank ausdrücken. Aber nur ganz flüchtig und ohne von seiner Cigarre aufzusehen, deren Bock"-Binde er anscheinend interessirt prüfte. Nach ein paar Sekunden sah er auf und faßte den kleinen Herm so scharf ins Auge, daß dieser aus der le geren Liebesmahlhaltung in die strammste Dienstlichkeit sich zusammen riß. Sind Sie mit meinem Sohne zufrieden, Herr Oberst?" Vollkommen, Excellenz." Auch außerdienstlich?" Oberst Graf Schtraut ließ das Dop. pellinn etwas tiefer auf den mit dem Johanniterkreuz geschmückten Unifcrmlragcn sinken und machte ein nachdenkliches Gesicht. Es kam ihm eigentlich erst jetzt zum Bewußtsein, daß er dem Lieutenant v. Hösch im letzten Jahre gesellschaftlich auffallend wenig begegnet war. Seit der gemeinsamen Reise zu der Hochzeitsseier Seiner Excellenz der verwittwete General v. Hösch hatte vor etwa zehn Monaten zum zweiten Male geheirathet eigentlich gar nicht mehr. Herr Lieutenant von Hösch." äußerte er dann langsam, als müßte er jedes Wort aus dem Gedächtnisse herausholen. scheint sich in letzter Zeit gesellschaftlich zurückzuhalten im Uebrigen " Glauben Sie .daß er Schulden hat oder eine ernstere Liaison, die ihn in Anspruch nimmt?" Da der Oberst bei dieser fast grimmig hervorgestoßenen Frage seine', hohen Vorgesetzten doch etwas befren.'det dreinschaute, fügte dieser verbindlich hinzu: Verzeihen Sie die Besorgniß eines Vaters, Herr Oberst und nehmen Sie meine Frage als die vertrauliche eines Kämeraden." Graf Schtraut klirrte die Sporen zusammen. Excellenz, von dergleichen ist mir absolut nichts bekannt. Scheint auch völlig ausgeschlossen in unserer kleinen Garnison würde so etwas kaum verborgen bleiben." Der General reichte dem Oberst die Hand. Ich danke Ihnen herzlich. Herr Kamerad. Es beruhigt mich das umsonrehr, als ich nachträglich erfahren, daß mein Sohn auf der Kriegsschule keimswegs der Duckmauser gewesen ist, als den er sich jetzt auch dem El-temba-ust gegenüber geben zu wollen scheint. Er ist niemals um Urlaub bei Ihnen eingekommen?" Nein, Excellenz. Auch von meinem gelegentlichen Anerbieten meinerseits hat Herr Lieutenant von Hösch bis jetzt keinen Gebrauch gemacht." Der General nickte vor sich hin. Scbon bet der UkttxiJZiß&&dütjjt.tl

nem ZIellner einen WinI gegeben?Ym Mantel und Mütze zu reichen. Jetzt hing er ersteren über die Schultern und nahm die Handschuhe aus der Mütze. Die Herren vom Regiment hatten bei dem Aufbruch Seiner Excellenz ihre Conversaiion unterbrochen und Haltung genommen. An Jeden richtete der General ein paar freundliche Worte und verabschiedete sich dann von dem Oberst mit nochmaligem Händedruck. Auf Wiedersehen, meine Herren, morgen Früh!" Allgemeines Zusammenschlagen der Hacken. Der General legte zwei Finaer der Rechten an den Mützenschirm

und schritt die Freitreppe hinab auf

Erich ! ! !" Zu spät.

Als Ihrer Excellenz der Frau Generalin von Hösch das Telegramm ihres Gemahls überreicht wurde und sie von der Unglllcksbotschaft Kenntniß nahm, wechselte sie die Farbe. Ihre weißen Zähnchen bohrten sich in die Unterlippe und ein paar Minuten starrte sie auf

goren roir darüm aucy Die andere ar tei. und wäre es auch nur. um die Lacherlichkeit und Perfidie solcher lügen- j haften Entstellungen der Wahrheit nie- ; dnger zu hängen: j Die Taschen der Frauen" so eifert da ein schwer in seiner Eigenliebe gekränkter Correspondent sind eigentlich nur für die Diebe gemacht.

Die Damen selbst können ihre Hand

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merzen

die .Arabesken des persischen Teppichs , fn icht in sie hineinbringen. Manchzu ihren Fußen. , ml ht man solch ein holdes Wesen 4n tt Vrtt" en itttn . ' i

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pxpneie nacr-ccnuicD an oen iirnioa

chen ihres reichen rothblonden Haares. Er war immer schon ein Bischen

verdreht der gute Erich schließ

den in Dunkel und Schweigen liegen- j die Lage ist jetzt unbedenklicher

den Marktcklatz.

Der Doppelposten präsentirte in klappenden Griffen das Gewehr. General von Hösch hatte den ihm von seinem Sohne angebotenen Sitz mit einer kurzen ungeduldigen Handbewegung abgelehnt. Im Mantel, die Mütze in der Hand, stand er mitten im Zimmer. Mit einem einzigen Blick hatte er die bescheidene von dem grünen Schein einer Arbeitslampe matt beleuchtete Einrichtung ins Auge gefaßt. Der Lieutenant war noch in Uniform, mit der Adjutantenschärpe. Da sein Vater sich nicht setzte, verharrte er in strammer Mensthaltung. Die Aehnlichkeit Beider war unverkennbar. Dieselbe hohe Stirn mit einer sonderbaren tiefen Falte zwischen den Brauen, dieselbe grade, nur an der Spitze leicht ge bogene Nase. Selbst die ernsten, graublauen Augen des jungen Offiziers blickten mit demselben Ausdruck unnachsichtiger Schärfe wie die des Vaters. Und mit diesem Ausdruck begegnete er dem im aanzen Armeekorps gefürchteten Blick des Generals. Ist es Dir nicht bekannt, mein Sohn, daß der den Zapfenstreich kommandirende Offizier sich bei seinem General zu melden hat?" Sehr wohl, Papa aber ich habe strikte Ordre von Dir. jede persönliche Begegnung zu vermeiden " So lange Du die seltsame Marotte hast, Dein Vaterhaus in einer so lieblosen, mir absolut unverständlichen Form zu meiden!" Der General sprach das mit erhöbener Stimme, streng und schneidend. Im Uebrigen," fügte er gemäßigter hinzu, gilt meine Ordre natürlich nur insoweit, als sie ntit den Gesetzen und Reglements vereinbar ist. denen wir Leide unterworfen sind. Doch das nur beiläufig. Ich bin gekommen, um Dich persönlich zur Taufe Deines jüngsten Bru'ders einzuladen. .Du wirst kommen." Das klang so ruhig und selbstversicindlich, daß Wohl Niemand sonst einen Widerspruch gewagt hätte. Aber ebenso ruhig erwiderte Erich von Hösch: Nein Papa." Eine Minute herrschte Schweigen. Man hörte nur das geschäftige Ticken der kleinen Standuhr auf der Spiegel, konsole. Dann trat 'der General so dicht an seinen Sohn heran, daß die rothen Aufschläge seines Mantels ihn berührten und der junge Offizier das schwere Athmen des Vaters auf feinem Gesicht fühlte. So also," knirschte der General ihn an, sieht ein Offizier aus. der wie ein hysterischer Backfisch in seiner Stiefmutterangst so weit geht, daß er dem Vater die schuldige Achtung, den Gehorsam verweigert. Ruhe. Herr, jetzt spreche ich!" rief er fast brüllend, als der Sohn den Mund zu einer EinWendung öffnete. Dann legte er beide Hände mit der Mütze auf den Rücken und wiegte den Oberkörper auf und nieder, um der schneiidenden Ironie seiner Worte noch verletzenderen Nachdruck zu geben. Dieser Offizier ist auch derselbe Musterknabe, der nach außen hin vor der Liebe und den Weibern den Respekt eines lyrischen Sekundaners heuchelt, im Stillen aber ein windiges Verhältniß mit einer fidelen Wittib unterhal ten hat mit einer Dame von Rang, wie ich gehört habe, aber einem Frauenzimmer von Gesinnung Nimm diese Worte zurück. Vater! Du weißt nicht, was Du thust! Du darfst die Dan e nicht beleidigen! Hörst Du! Du darfst nicht!" Der General schüttelte verächtlich die zitternden Hände ab, die sich beschwörend auf seine Schulter gelegt hatten. , Ich werde Dich fragen, wie ich Deine lockeren Poussaden zu bezeichnen ha-' be, nicht wahr?!" höhnte er mit grimmigem Auflachen. Im Uebrigen wollen wir's kurz machen, mein Verehrtester. Entweder Du erbittest morgen einen achttägigen Urlaub und bist binnen sechsunddreißig Stunden zu Hause oder der General von Hösch hat keinen Sohn Namens Erich, da dieser Sahn eine eigensinnige pietätlose Eanaille ist." In demselben Moment aber trat der General einen Schritt zurück. Der junge Offizier hatte eine Bewegung gemacht, als wollte er sich auf ihn stürzen. Aber nur für ein flüchtige Sekünde, dann erschlaffte jede Muskel an Ttjm. Ausstöhnend wie ein geschlagenes Thier, lehnte er sich an den Schreibtisch. So verharrte er minutenlang und große Thränen perlten aus deS Königs Rock. Aber keine Antwort. Der General setzte die Mütze aus und wandte sich brüsk zum Gehen. Ein Klirren und Rasseln veranlaßte ihn, noch in 'der Thür sich umzuschauen Sein Sohn schnallte den Säbel ab und legte ihn mit der Schärpe auf den, Tisch. Dann riß er die Epaulettes von den Achseln und legte sie dazu. Ohne aufzusehen, ging er in sein Schlafzimmer und ehe der General nacheilen konnte, war die Thür verrie-eilt

eine Lösung . .

Sofie Anton soll sofort anspannen ich muß zu Gerson wegen der Trauertoilette."

Die böse ZllänncrklcidungZ Seit den glorreichen Tagen der Mrs. Bloomer, der unsterblichen Erfinderin des nach ihr benannten Radfahrerinnen - Beinkleides böse Zungen behaupten, auch schon lange vor dem Auftreten dieser schneidigen Dame haben die Frauen den Stolz der Männerkleidung, die Manneshose, mit stillem Neide angesehen. Denn diese zweizinkige Beinbekleidung galt und gilt noch immer als das Attribut der Oberherrschaft, und man kann einem das Haus un'o den Gatten beherrschenden Weibe keinen größeren Ruhmestitel geben, als von ihr zu sagen, sie habe die Hosen an". Um den Besitz der Unaussprechlichen also dreht sich vor allem der Kampf zwischen den beiden Geschlechtern. Glücklicherweise kommt dem bedrängten Manne dabei hier und dort ein geradezu zerschmetternder Beistand in der Gestalt des Straßenjungen zu Hilfe. Dieses gefürchtete Zwerglein ist immer in den ersten Reihen der Vertheidigungslinien zu finden gewesen, dies Ltnirpslein hat den Männern stets das schon verlorene Terrain zurückgewinnen helfen, sein Spottschlachtruf, sein höhnisch gespitzter Zeigefinger hat oft die Herren der Schöpfung vor gänzlicher Vernichtung bewahrt. Doch das Weib ist findig genug, um vom Feinde zu lernen. Man scheint im Frauenlager jetzt zur Ueberzeugung gekommen zu sein, daß nur noch eine Kriegslist zu retten vermag. Was man selbst nicht haben kann, dessen Besitz muß man dem Inhaber durch Satire und Vcrunglimpfung zu verleiden und unmöglich die Angriffe zu interpretiren, die in der Londoner Truth" von Fräulein Madge, Amy und Genossinnen gegen unsere altehrwürdige Männerkleidung geschleudert werden. Die schönen Kinder erklären da u. a. in ihrem Schmähartikel": Wir Frauen können es nicht länger mitansehen, wie abgeschmackt und sinnlos die lieben Männer sich kleiden. Es ist die höchste Zeit, daß wir ein Protestmeeting einberufen und gegen die Abscheulichkeit der Herrenmodcn Verwahrung einlegen. Ja, ist es nicht wahr? Kann es zum Beispiel etwas Unvernünftigeres geben als das Mannerbeinkleid? Man sehe sich nur einmal an, wie seine Enden im Schmutz einherschleifen, wie sie den Staub und Schlamm der Straße auf die Strümpfe und den Körper ihrer Träger ab setzen! Die guten Männer wären am Ende gar keine so üblen Geschöpfe, wenn sie sich nur menschlich kleiden wollten!" Nun sollte man meinen, mit diesen schrecklichen Angriffen auf unsere Beinbekleidung, allein würde sich der Zorn der holden Wesen zufrieden geben. Ganz und gar nicht. Auch unsere Weste fordert ihre Geringschätzung heraus, das Kleidungsstück, unter dem unser edles Herz so tapfer und so warm gegen eben die Rippen schlägt, aus deren einer einst die Krone der Schöpfung gebildet worden. Ein Kleidungsstück" sagen Madge und Amy das nicht einmal im Stande ist. seinen Träger zu schützen, das die Brust kaum deckt und den Rücken bloß läßt, so daß bei jeder Unbill des Wetters die Lunge den schwersten Erkältungen ausgesetzt wird." Und dann die Taschen der Männer! Die unsinnigen Stellen, an denen diese angebracht sind, so daß die Herren sie gar nicht erreichen können. Da müssen sie erst ihren Ueberzicher aufknöpfen, wenn sie mal nach ihrer Uhr schauen wollen, die tief im Innern vergraben ist. wobei ihnen dann der Winterwind bis in die Knochen bläst. Was aber sollen wir erst von ihren Hüten sagen, die ihnen jedes Lüftchen vom Kopf reißt, besonders aber von den Ofenröhren", mit denen sie ihre Köpfe verunzieren?" In solchem und ähnlichem Ton ziehen Madge, Amy und Genossinnen über unsere heiligsten Güter her. Ist es da ein Wunder, daß die Männerwelt sofort mit einer wahren Fluth von Entrüstungsschreiben in die Redaction der Truth" auf diese schlimmen Anklagen geantwortet bat; daß nun die Damen selbst Dinge zu hören bekommen.aus denen dieHöflichkeit und Galanterie gegen die Frauen nicht als oberste Tugenden heraustönen? .Der schleifenden Männerhose wird die segende Schleppe der Damen gegenübergestellt, die dem Weibe behilflich sein muß, dem Mann Sand in die Augen zu streuen". Die allergrößte Wuth aber entfesselt sich über die schon so oft verspotteten Taschen der Frauen. Mögen uns unsere schönen Leserinnen verzeihen, wenn wir diese vom Geiste der Rache und Vergeltung inspirirten Attacken hier wiedergeben! Wir haben ja ihren berufenen Vertreierinnen in ihren Angriffen aus unsere eigenen Taschen..kierdas Wort verstattet

zu erreichen, sich selbst in einen Dop-

pelknoten zusammenbinden. Sie krihnmen und winden sich dabei in einer Art, die einem berühmten Schlangenmenschen zur Ehre gereichen und nn Circuspublikum zu wahren Beifallsstürmen begeistern würde. Wenn ein Mann eine Seereise unternimmt, so theilt er sein Gepäck in zwei Theile. Die eine Hälfte. Gegenstände, die zum

Gebrauch während der Fahrt an Bord Versichert in der 4. n. i IS v

oes Kämpfers oeuimmt nno, ent lotend, läßt er sich in seine Kajüt: bcingen, die übrigen Sachen, die er erst beim Landen wieder nöthig haben wird, läßt er in den Gepäckraum des Schiffes tragen, wo sie in Sicherheit liegen. Ein solcher Gepäckraum ist die Tasche einer Dame. In ihr ist allcZ weggepackt, was sie nicht unmittelbar braucht; es ist eben der Schisfs-Kof-serraum, zu dem während der Fahrt die Matrosen nur mit größter Mühe und unter Schimpfen und Fluchen gelangen können. Was sie aber jeden Augenblick nöthig hat. 'das trägt die Dame in der Hand, als ein: bcständige Auffordeiung an den sonst schuldlosen Bürger zum Straßenraub. Die Uhr heftet sie sich auf die Brust wieder eine Verleitung zum TiebstahZ. denn wo sie sie ehedem getragen h'.t, da war ihr das zierliche Schmuckstück noch weit unerreichbarer als demMann die seine. Und ihre Hüte na. darüber wollen wir lieber schweigen! Ueber die. besonders über die neuen Wagenrädcr im Theater, ist schon mehrmals genug gezetert worden. Und daß der Wind die nicht wegbläst, das erreichen die Damen auch nur mit Hilfe von Dolchnadeln, von Mordwaffen, an deren spitzen Enden der unvorsichtige Mann sich Nase und Augen zerstechen darf. . ." Was soll nun der unparteiische Urtheilssprecher zu all diesen schrecklichen Dingen sagen? Wer hat nun recht? Der Mann oder das Weib? Was ist besser und praktischer in seiner Art das Costüm der Dame oder die böse MännerkleÄung?

im Rücken, den Muökeln und den Gliedern ent springen einem gestörtenZustandc der Nieren. Korni's Alpenkräntev Slntveleder

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Ein Ltudentensikkich. Wie Studenten einem Fürftm diz Zeit vertrieben, erzählt Alexander Büchner in seinem Buche Das tolle Jahr" wie folgt: Büchner kam um 1 Uhr in der Nacht mit einem Studirenden der Medizin etwas angesäuselt" aus einem Wirthshause in Gießen. Gegenüber lag die Post, eine Postchaise wurde dort umgespannt und die Studenten erfuhren, daß der neue Kurfürst von Hessen (Friedrich Wilbelm, der 1866 Tepossedirte; sein Vater, Wil'Helm II.. war am 20. November 1847 gestorben), auf der Reis: von Frankfurt nach Kassel begriffen, im Wagen saß. Sie hielten es für billig, ihm die Zeit zu vertreiben, und so öffneten sie den Wagenschlag; zwei Herren saßen im Fond. Königliche Hoheit," sagte der Mediziner. Sie stehen im Begriff, ein deutsches Land zu regieren; wollen Sie uns daher erlauben, Ihnen einige Examenfragen zu stellen, deren BeantWartung uns beweisen würde, daß Sie jener Aufgabe gewachsen sind?" Keine Antwort. Erste Frage." begann Büchner, wer lacht über Griechenland?" Keine Antwort.

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a Sie das nicht zu wissen schei

nen. so muß ich es Ihnen sagen: Ein ewig heiterer Himmel." Zweite Frage." siel der Mediziner ein. von was sind die Sterne nicht?" Keine Antwort. Ei. ei." rief der Fragende. Sie bestehen schlecht, Herr Kandidat, Sterne sind nicht von Goldpapier." Dritte Frage," fuhr Büchner fort, warum soll daS Meer nicht salzig sein?" Keine Antwort. Es schwimmen ja so viele Heringe drein," rief Büchner in den Wagen. Inzwischen stieg der Begleiter des Kurfürsten, ein Generalmajor v. Habelschwerdt. auf der anderen Seite aus dem Wagen, schritt auf die Studenten zu und zog den Degen. Eine? der Postillone warnte ihn jedoch und saite, wenn er die Studenten angreife, würden diese den Ruf, Burschen heraus!" erschallen lassen und dann würden Hunderte von Studenten kommen und die Herrschaften tüchtig durchprügeln. Der General steckte den Degen wieder ein, und zwei Pedelle, die auf den Lärm herbeieilten, scheuchten die Studenten nach Hause.' Die Sache machte Aufsehen und wurde mit Zuthaten und Uebertreibungen in den Zeitungen besprechen. Der Kurfürst erhob am Bundestage und in Darmstadt Klage wegen Beleidigung, aber eine im Hin blick auf die Februarrevolution erlassene Amnestie schützte die Studenten. P5 Jeftorsoii Hans, 115-119 Ost South Strahc, ist eine Herberge nach deutscher Art. Der vurstige findet einen kühlen Trunk, der hungrige einen reich besetzten Tisch, der vküde ein gutes, reines Bett und jeder Gast nne zuvorkommende Behandlung. Kost und .ogiö beim Tag oder bei der Woche.

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