Indiana Tribüne, Volume 24, Indianapolis, Marion County, 17 January 1901 — Page 1

WWF r fcA; irii saP fiiPSiÄJM Ändimm " Mit D' Sonntags- J Blau ' lOcperfBodjr t i Ssr S IScnt Cfr Zag t&r es. S 4 V ir S. Erlckxcint jeden Nacknnittcig und Sonntag Morgens. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Donnerstag, den 17. Januar 1901.

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Ausland Depeschen

ÄN5 strrn öenlschm Jlridj. Hohe Dividenden der deut schen Dampfer-Gesell-schaften.

, ,. . tAaA . .. . . m . c t6 ihm. Emlaß in einige der exklusiv5!cktn;ttat lm Eljenbahn-Betneb. ffen Klubs zu erhalten. Zuletzt stahl

Außerordentlich erfolgreiche perimente damit gemacht. . Nochmals der Konitzer Mord. Aus Süöafrika. DeWct soll uördlich über dcn Baalfluß gegangen sein luo sich mit den TranSvaalern vcr einigt haben. 3iuc schlappe für Den Ver. st. Ge sandten in Mio de Janeiro. Zl U s dem deutschen Reich. Berlin. 17. Januar. Die Rezimmg da: dem Reichstag ein Doku?ient zugeschickt, in dem dargelegt wird, velchcn Fortschritt cie öffentlichen Arbeiten in ftiac Tschou. in der Provinz Shan Tung, gemacht haben. Es wird tortt erklärt, daß trotz der unruhigen Zeiten in China die Arbeiten ohne Unterbrechung weitergeführt wurden ind namentlich die Hafenbauten einen solch zünftigen Fortschritt gemacht hatlen, daß binnen Kurzem sichere AnkerPlätze selbst für die größten Schiffe vorbanden sein würden. Auch seien sie Wasserwerke für Tsing Tau bei--ahe vollendet und es sei eine Verbinung mit dem unterseeischen Kavelsytem hergestellt morden. Zum Schluß heißt es, daß die Eisenbahn von Kiao Tschou nach Tsing Tau im Frühjahr :röffnet werden würde. Im Budget-Kommitt?: des Reichs30.5 drückte am Mittwoch Dr. Lieber, der Fübrer des Centrums, die Hofftung aus. daß die Mitglieder des Reichstags für Elsaß-Lothringen in Zukunft nicht nur an allen auf die eickslande Bezug habenden Debatten Theil nehmen würden, sondern, als Repräsentanten des gesammten deutschen Volkes, auch an allen anderen Debatten im Reichstag, obne Ausnahne und einerlei welcher Art. Herr Riff, Liberaler, Abgeordneter 'ür Straßburg, versprach daraufhin. ?aß er und seine Kollegen von ElsaßLothringen in Zukunft bereitwilligst H allen parlamentarischen Diskussionen Theil nehmen wollen. Die Norddeutsche Lloyd-Dampferae-sellschaft hat eine Dividende von 8i Prozent erklärt. Die letzte Dividende betrug 1 Prozent. Der Verlust durch oas Hobokener Feuer im Betrag von 5.000,000 Mark, wurde aus dem Ueberschuß-Fonds gedeckt. Die Kompagnie erwartet in diesem Jahr ein noch lebhafteres Geschäft mit den Ler. Staaten. Die deutsche Leoante-Linie hat eine Dividende von 10 Prozent .'rklärt. während die letzte Dividende nur 1 betrug. Württemberg wird eine Jprozentige Anleihe von 9.000.00) M. aufnehmen. Die Subskriptions - Bücker für die sächsische Anleihe werden am 21. Januar aufgelegt werden. Schwere elektrische Bahnzüge, die kürzlich versuchsweise zwischen Berlin und Zehlendorf liefen, dürften bald das Eisenbahnwesen des ganzen Landes revolutioniren. weil die Versuche überraschend gut ausgefallen sind. Der Kaiser interessirt sich sehr für die Sache und hat sich genauen Bericht erstatten lassen. Siemens u. Halske. sowie die Potsdamer Elektrizität - Gesellschafs bauen bereits die nothwendigen Maschinen. Zunächst werden die Züge, v; ?inc Schnelligkeit von 250 Kilometer' per Stunde erreichen sollen, auf d Militärbabn Berlin Zofsen eingefühDer Bankier Sternberg trägt Gefängniß zu Plötzensee ein kühles, messenes Wesen zur schall. Der i tu minalkommiffär Thiel wird näaV auf die Anklagebank kommen. Q furchtbar gealtert, und man gl daß er bei der ersten besten Gelea einen Selbstmordversuch machen Im Logengarten zu Konitz man die Hose, welche der er : Gymnasiast Winter getragen h ; unbekannten Mörder scheinen erst aus Angst des Kleidu' entledigt zu haben. Georg Monolesco. alias" George De La Howard, bei woch Morgen in Genua. 5 Verlangen der Berliner K le: ans 0fc zei verhaftet wurde, hat Gesellschaftskreisen, wie o n

Sportsleuten eine Ant lang eine aroke

Rolle gespielt. Der Mann war früher rumänischer Offizier, entfloh aber aus Rumänien, als entdeckt worden war, daß er Fälschungen begangen habe. Er , machte dann Paris, London. New Dort und andere Städte unsicher, sich überall als PrinT ausgebend. Es gelang ihm überall Gimpel zu fangen und mit dem ergaunerten Geld herrlich und in Freuden zu leben. In Berlin qelana er aber in einem hiesigen Hotel einer russischen Aristokratin ein Diamant Halsband im Werth von 40,000 Mark, worauf er entfloh. Eine Schlappe für den Gesandten Bryan. Rio de Janeiro. 17. Jan. Herr Charles Paae Bryan, der hiesige amerikanisu?e Gesandte, hat sich eine schwere Demüthigung von Seiten seiner Collegen vom diplomatischen Corps gefallen lassen müssen. Herr Bryan hatte dem neuernannten Gouverneur von Rio de Janeiro zu Fhren ein Bankett veranstaltet und dazu die höchsten Militärs und Civilbeamten der Stadt eingeladen. Dem Einladungsschreiben hatte er aber die Mittheilung hinzugefügt, daß die sämmtlichen Gesandten zu dem Bankett eingeladen worden seien. Als das Bankett stattfand, glänzten die Gesandten ohne Ausnahme durch ihre Abwesenheit. Sie waren fortgeblieben, weil, wie einer der Gesandten erklärte, sie Herrn Brran keineswegs autorisirt hätten, anzukündigen, daß sie kommen würden. Herr Bryan steht auch gerade nicht auf dem freundschaftlichsten Fuße mit dem Gesandten von Argentinien, weil er sich die größte Mühe giebt, Zrasilien zu veranlassen, den Zoll auf argentinisches Mehl zu erhöhen. Die Mörder des Rev. Rieg e l. London, 17. Jan. Die an ge eignete? Stelle gemachten Nachfragen haben ergeben, daß die Ver. Staaten soweit noch nickt um die Auslieferung bezw. Verhaftung von Michael Judson und James Frenck nach?esnmt haben, die im Verdacht stehen, an der Ermordung des katholischen Priesters Rev. Charles P. Riegel in Philadelphia betheiligt gewesen zu sein. Die Männer. wenigstens einer von ihnen, soll sich auf dem Dampfer Jkbel" einqeschifft haben, der am 4. Januar von Philadelphia nach Liverpool abging. Aus San Domingo. S a n D o m i n g o. 17. Jan. Die Handelskammer hat eine Resolution angenommen, dahinlautcnd. daß die Ankündigung der San Domingo Improvement Company, in der das Edikt der Regierung in Bezug auf die Uebernähme der Finanzkontrolle des Landes für null und nichtig erklärt wurde, gänzlich ignorirt werden solle und daß die Direktoren der Kompagnie sofort die Notiz, die große Irritation verur sacht hat. zurücknehmen sollte. Der Minister des Aeußeren wird am Donnerstag nach den Ver. Staaten abreisen, um mit der Regierung in Washington zu konferiren. Die Passagiere gerettet. Havanna. 17. Jan. Die Passagiere des Dampfers Vigilancia" von der Ward-Linie, der am Montaq bei Los Colorados. 100 Meilen westlich von Havanna strardete. sind von dem Dampfer Orizaba" hierher gebracht worden. Der Wind ist nach Süden umgeschlagen und die See ist jetzt wieder ganz ruhig. Wenn das Wetter so anhält, ist Hoffnung vorhanden, den Dampfer retten zu können. Urbain G o h i e r verwundet. P a r i s , 17. Jan. Urbain Gohier, ein bekannter Schriftsteller und Verfas-'--s Werkes ..Die Armee gegen die vurde am Mittwoch in einem ell. das er mit einem JourSamens Latapie hatte, schwer .rleib verwundet. -uhen in D a h o m ? y . i s , 17. Jan. Nachrichten aus ,.ey zufolge sind die muhamedal Stämme in jenem Lande bereit, elliren. Sie weigern sich, die Au,t des von den französischen Bede eingesetzten Königs Taffa ankennen, und der französische Goueur war gezwungen, seine Reise ii den nördlichen Theil des Landes zugeben. Er hat die Abberufung es Beamten verlangt, der für die 'ltuation verantwortlich sein soll. agd auf einen Durchbren ner. London. 17. Jan. Die Ver. St. Botschaft hat um die Auslieferung eines Mannes Namens Sigmund Hertz, alias Emden. nachgesucht. D:r Mann soll sich an Bord des Dampfers Corinthian" befinden, ver am 7. Januar nach Queenstown und Liverpool abging, und am Donnerstag in Liverpool erwartet

wird. Die Polizei von Queenstown und Liverpool ist l)en:chr:chlizt morden. Hertz war der vertraute Clerk einer großen Firma an Walker Straße. New York und soll $80,000 von den Geldern der Firma mitgenommen haben, nachdem r schon vorher $200,000 unterschlagen. Der Storni der Firma war nicht in Erfahrung rd bringen. Hohes Bergegeld. London. 17. Jan. Im Admiralitäts - Gerichte wurde den Eigenthümern des britischen Dampfers

''Uden" welcher jetzt auf der Reise nach Galveston i,t. für Bergung des Dampfe-rs ..Frissland" von der Red Star Linie im letzten November 7500 Pfund ($36,450) Bergegeld zugespro chen. Die ..Friesland" fuhr am 7. NovemI ber von New York nach Antwerpen ab. ! Als sie am 15. November noch 210Mei- ! len westlich vo B'shop's Rock war, brach das Steuerrutier und der Dmn Pfer trieb hilflos auf den Wellen umher, j 24 Stunden war das Schiff den Wogen ! preisgegeben, bis derDampfer Cluden" ' in Sicht kam. welcher die ..Frieslandnach ?outhampton bugirte. Die 36er kehren zurück. M a n i l a . 17. Jan. Der Ver. St. Transportdampfer ..Buford" kam hin im Mittwoch von Vigan, an der NordWestküste von Luzon gelegen, mit dem 86. Jnfantene-Regrment an. Die Gruppen weroen am onnernag ans Jand gehen, auf der Luneta lagern und zm 25. Januar auf dem Transport zampfer Pennsylvania" nach San Francisco eingeschifft werden. Einige der Leute werden sich der neuen Manilaer Polizei anschließen, die unter Befehl des Provost-Mar schalls General I. Franklin Bell steht, ver das Regiment zuerst kommandirte. Des Wucherers Gold. London. 17. Jan. Der Geldzerleiher und Wucherer Samuel Lewis, Der am Sonntag hier starb, hat 4 Mit lionen Pfund Sterling hinterlassen. welche, mit Ausnahme von 200.000 Pfund, die Angehörige erhalten, seiner m : ll, r v : . o-.st l Wittwe zufallen. In seinem Tes: le.t bittet er die Wittwe, in ihrem eigenen amen folgende Legate auszusetzen : . ' . V ' lOO.O(X) tund sur Armenwobnunaen. 250.000 Pfund für das Prinz of . 1'. ' Wales Hospital. 100,000 Pfund sur den jüdischen Waisenverein von Lonvon und 200.000 Pfund an verschieoene andere Hospitäler. Der Krieg in Südafrika. London. 17. Januar. Die iwinHc viuuuui ueu ui;uiuicuuiu, . fls,:.4. v oyt c ÜU5 4JK.1X UCU OUUl(lUZ UÜCtmiUC und sich mit den Kommandos im Transvaal vereinigt Hat. bedeutet, daß in den nächsten Tagen 7000 Boeren mit ihren Geschützen wieder eine Offen-siv-Bewegung in großem Maßstabe ausführen werden. In Kapstadt verlautet, daß mehrere .r. x siicf..c :: c rjc-ui.-.

fuhrer der Boeren zu einem Angriff schadet hätten, wie er auch in bde ZUsdK Mlnen.drangen. Da man ze- , stellte, daß dem Mädchen Chloral ein- dogut b- oloeten Si.slb lnera DeWe sich j 'eben worden sei. I Ze Nachbarn n

; möglichst bald an der Invasion in die ! i. . -4 ' . L.iL.lr!. . . r ei c

, apioivnie zwingen wm y H oas ; einander den Zeugenftand und ihre Gerücht wahrscheinlich nur in Umlauf , Aussagen stimmten fast buchstäblich gesetzt worden um einem Vorstoß der , mit derjenigen ihres Anwalts überein. boeren nach uden die Bahn frei zu Es wurde nur ein schwacher Bersuch gemaenm .. m 1 macht, das Vorhandensein von zehn Zn Pretoria ch ein Befehl erlassen &xcll Chloral im Mädchen des Mädoorden. welcher Cwil-Pcrsonen verbie- ran Chloral im Magen des Mädtek. Kakhi-Anzuge zu tragen und alle , fiärte nämlich, daß er sich einen ..Cock-

WüKzn um ersiung uno besangnlßsirafe bedroht, welche Kleidung tragen, die mit britischen Uniformen ver wechselt werden kann. B e u l e n p e st. H u l l. England. 17. Januar. Drei ! Mann von der Besatzung des britischen ! Dampfers Friarh". der am 22. De- ! zember von Alerandria, Aegypten, ' nach Hull abging, sind seit letztem Frei- ! tag gestorben. Zwei andere befinden j sich im Hospital. Man glaubt, daß die ! Leute an der Beulenpest erkrankt und gestorben sind. lZin Reinfall. P a r i . 17. Jan. Der Figaro" veröffentlicht ein amüsantes Sequel zu kürzlich von dem nationalistischen Abgeordneten Lasies in der Kammer abgen Erklärung, daß er tausend ?ks emePhgeb imuuc, uic ueu iciiuci, nrru vaioell , Rousseau zeigen wurde, wie er mit dem ere u .ae lonterlre. rt a r u - es v , Der Premier soll nun Herrn Laues , - - . ti "alhot - Photographie zugeschickt haben, die Madmm Rousseau gelegentlich des Besuches, den v . t ;:t 1. tv.r..: m . .c V dHHjllilV JVUll 11t.V.IIl VUllllI UUj seinen Landsitz abgestattet, angefertigt hatte, mit dem höflichen Ersuchen, die tausend Francs irgend einer Wohlthätigkeitsanstalt zuzuwenden. Herr Lastet, dem dies höchst unerwartet und unerwünscht kam, weigerte rt r 11 ri' rirriTi rpiiirr rnrpn lYinrTOTT .tut

sich der Aufforderung nachzukommen. ! Jahre lang in der Bank angestellt und ! bei festlichen. Gelegenheiten sich beEr sagte, daß er nur bildlich gesprochen , e in den letzten Jahren ein Salär l hängte, einen Werth von $75.000. Ein

habe.

Juland Depeschen.

Der Bosschietcr Mord-Prozeß. Die Vertheidigung stellt Alles in Abrede. Die drei Angeklagten ans Zeugenftand. dem j Ein Diamanten-HSndler in New York uYiui ermordet. Cornelius L. Alvord, jr., Zu 13 Jahren $uMatö verurtheilt. Schiffbruch bei Cap Flattery. Der Bosschieter Mord Prozeß. Paters o n. N. I.. 17. Jan.

Nachdem die Anklage in dem Bosschie-' Kunden betrüge, wenn er ihnen 7$ ter Mordprozeß am Dienstag Abend Pfd. Leinöl für eine Gallone verkaufe, erklärt hatte, mit ihre? Zeugenaufnah-! Das Gericht ordnete gleichzeitig an. me zu Ende zu sein, eröffnete am ! daß der Trust an die Heath u. MilliMittwoch Moraen der Anwalt Michael ' aan Manufacturina Comvanv 512.012

Dunn den Fall für die Vertheidigung. , Er erklärte in seiner Rede, er wolle den Nackweis liefern, daß der Tod Jennie Bosschieter's nicht die Folge eines verbrecherischen Angriffs gewesen sei. und . aU( Dan die auf Mord lautenden Anklagen nicht vom Staat aufrecht er - halten werden können. Tunn letzte dann ausemander. daß die Zusammenkunft von McAllister, Campbell, Death und Kerr nicht vorher verabredet, sondern eine zufällige gewesen sei. und daß das Mädchen die ersten Avancen g?macht. die zu der Zulammen llNil in aais iri.asr gefuhrt habe. Des Wetteren sagte er r , cl : t crr i l r f. r i ann, van enme m oer Mrtyichatt ' emen ocnau , einen Äviynly und ' Zwei Glas Champagner getrunken ha- ' be. worauf sie betrunken geworden sei. j Die vier Angeklagten seien dann zu , der Ansicht gekommen, daß eine Fahrt ! in Xr frnrnon Cuts wt?hr orrt i i Hfl - tern würde, und aus diesem Grunde i n-i-fv.. . iv ..vwvv i Men sie die Kutsche gemiethet, die sie ... ri r r . on w c..t cr..e t. l uoer oie kdojjic -jxoao sllyr. AUs oer einsamen Rock Road angekommen, ha- ! f. r . i be Jennie erklärt, schlecht zu fühlen und verlangt, daß man sie aus der Kutsche bringe. Dies sei aeschehen und die Männer hätten sie au? die Pferdedecke gelegt und versucht, neben ihr knieend und ihr das Gesicht reibend, sie wieder an firfi in vrinaen. Als ibnen dies 0 O- '1 ' " u,; rf hsittfn sie von Sckrecken ' ' ' ' ' ' . erfaßt, dem -Kutscher befohlen, zum nächsten Arzt zu fahren, der Jennie aber für todt erklärte. Die Leiche sei dann wieder hinausgefahren und an einem Platz niedergelegt worden, wo man sie leicht finden konnte. Der Anwalt bestritt, daß die drei Angeklagten Hönnnunzslo e aev le drei Angeklagten betraten nach - tail- Abwath und Chamvazner aus Saal's Wirthschaft geholt, diese mit Einbalsamirungs - Flüssigkeit vermischt und dann verduftet habe, woraus eine feine krystallartige Masse zurückgeblieben sei. Eine solche Masse könne auch Professor Witthaus in dem Magen des Mädchens gefunden haben. Der Chemiker wollte aber nicht behaupten, daß der von ihm gefundene Ruckstand Chloral gewesen sei. ,r v' it 'W im 1 ii l Auch die Vertheidigung ist letzt Mit m m . ) . , -v I v-v fc - - - 1 f ibrer Zeugenaufnahme, die zum aller größten Theil aus dem Verhör der drei Angeklagten bestand, zu Ende, und die Plaidoyers der Anwälte werden am , Donnerstag beginnen. Der Fall wird ; vielleicht schon am Donnerstag Abend j den Geschworenen unterbreitet werden. Nach A l v o r d ' s Muster New York. 17. Jan. I. Pre. ost Mason. der dritte Teller ver fTKn(nirtr mrt;rtnns u. vviituiviiiu. viutiviiu) ;üiu wlll Ulvl. yt auf bic Anklage hin verhaftet wor....r., Wlu Vitiuti üti uuiu UlllCUUliaCieu imh hi ;rf.r .fss ,.. uuZ a v v vu uvv V yw uj u 14 UtlVtll. , ie Unterscklaaunaen Msn's h,s im Ganzen auf $12,000 hJm femm, h,r vaJ k.:' wv.vmv wv. hhiv v . ..imhh iiimii, ui . - - . . ... i ' ka llnUrfin flnor ..s ! Vi.Il lli..t Tii., lititi uustjkkden zu Haben. Mason. der 48 Jahre m e i . , r . i alt ist. wohnte mit seiner ??rau und

einer 22 Jahre alten Tochter an Wash. i Schneidern anfertigen und sie soll kein ington Avenue. wo er verhaftet wurde. ! Kleid mehr als ein halbes Dutzend Mal Er befand sich bereits seit Sonntag un- , getragen haben. Nach einem Jahr hatkr mniiaiifinrfmnn (5r 07 ! len die Diamanten, mit denen die nme

texi $1,300 das Jahr.

C. t ( i ll . M A

: w n Kein Monat verging, ohne daß das o XJ g2sffü LJü ?fk A I Aloord'sche Paar irgend eine glänzen?n. Das deutsche Schiff ..Flottbeck". I be stlichkeit veranstaltete. Die Nachdas südlich vom Cap Flattery getran- j barn munkelten zwar allerlei über die det ist. wird wahrscheinlich ganz zu Herkunft des Reichthums, aber sie kaGrunde gehen, und es ist kaum wahr- mm dock. Sin . indies sttoftmnhr-

scheinlich, daß die Mannschaft mit dem Leben davongekommen ist. Es wüthet ein furchtbarerSwrm und die See geht k S Hrt. H " 3 SiM sCI A W V V.-. MM kiM so hoch, daß es den Schleppdampfern nicht möglich ist, auch nur in die Nähe des verunglückten Schiffes zu gelangen. Der Kapitän des von dem Wrack zu ; :ükehrten Schleppes Holyoke ist j der Ansicht, daß das Schiff bereits m Stücke gegangen sein muh. Entscheidung gegen de L e i n ö l - T r u st. Chicago. Jlls., 17. Jan. In Folge einer Entscheidung des Richters Horton vom Appellationsgericht, wird der Leinöl-Trust eine sehr große Summe an Entschädigungen zu bezahlen haben. Das Gericht hat nämlich entschieden, daß der Leinöl-Trust eine ungesetzliche Handlung beaehe und seine ' Schadenersatz und die Kosten bezahlen müsse. Es war dies ein Probsfall, der von Heath u. Milligan in den Gerichten an- : hängig gemacht wurde, nachdem A. W. Heath die Thatsache entdeckt, daß eine ! Gallone Leinöl 7 Pfund wiegt und j nicht 7-k Pfund, wie es von dem Trust vertauft wurde II Jahre Zuchthaus für C. L. A l v o r d, i r. New York, 17. Jan. Corne lius L. Alvord jr., der unehrliche Bankbeamte, der von den Geldern der Ersten i - Dtwnalöank $690.000 unterschlagen ,m mittw , ia wahren ( Zuchthaus verurtheilt worden. Richter Thomas verurteilte Alvord ; ?U ai)t Jähren tn Sing Sing auf die ; Anklage hin. die Bücher der Bank ge - fälscfct zu haben, und zu fünf Jahren ! Zuchthaus, weil er die Clearing House c-w r. .r"rj.i ir,' " i 7i crecDTiunaen ucrai a n uuut. xjic luiii' jährige Strafe ist nach Ablauf der acht - iährize7. .busitzen. Die größte Strafe, die Alvord hatte erhalten können, war M Iah Zuchthaus I v ' v ' ' Es sind das beinahe drei Jahre

Zuchthaus für jedes Jahr, in dem Al-. vord wieder abnahm, wurden ve,m vord mit dem von ihm gestohlenen Geld Zwangsverkauf $42.000 realisirt. soin geradezu fürstlicher Weise gelebt hat. daß die Bank insgesammt $650.000 Bor fünf Jahren noch war der im I verloren hat. Bewußtsein seiner Schuld heute körver- Sensationeller Mord, lich und geistig gebrochene Mann, wie er New V o r k . 17. Jan. In einem seinem Anwalt und dem öffentlichen I Koffer nahe dem Ende von Pier No. Ankläger kürzlich erklärte, ehrlich. Mit ! n am East Rriver wurde kurz vorMitseinem Jahresgehalt von $3500 kam er jag die Leiche eines Mannes gefunden,

man nur au-, zonoern er eruongu aucy j dessen Kehle von w zu Nyr durchgenug, um ein hübsches Haus in Mount schnitten war und der auch sonst SvuBernon kaufen zu können. Das Speku-, rcn D0rt Gewaltthätigkeiten aufwies.

l.itionssieber. das an Wall Street all iäb,rli üunderte von Existenzen veri j., i..u. sf,; iiiriiiri . .i , i r in in i Liiiiii il i ' 1 u i i u ij l l " ; . . . ; r ; . j ' , oqajewenen unv II, i ! -rl. um.iu to-lMuiiuj. 2;:ne Nachbarn in Mount Bernon

waren Makler, die d:e an der Börse ge- in Raubmord begangen, da sein auj ma&::v Tausende mit vollen Händen ! 0 hrtheter Vorrath vonSchmuckUM sich warfen und ihre Ehehälften in ! fgcben sowie sein Baargeld und ander, Sammet und Seide kleideten und mit ! Wertbgegenstände nicht an der Leiche Diamanten bedeckten. Frau Alvord, j gefunden wurden, eine schöne, lebenslustige Frau, fühlte ie Leiche war theilweise entkleidet sich durch die Nachbarinnen überschat- unh ?beile der blutaetränkten Klei-

te! und drang Tag für Tag in ihren Ga:t?n. sich nach besserem Verdienst -usv'l'en. damit auch sie glänzen könne und sich nicht länger wegen ihrer Armutk" vor ihren Freundinnen zu '.. 'rnrtn brauche. Da, eines Tages, es ist jetzt fast fünf ahre her. that der bis dahin ehrlich ae-! wesene Clerk den ersten Schritt auf der abschüssigen Bahn. Er veruntreute von den ihm anvertrauten Geldern $3000. Zwei Tage später war die Citmmf hnn Tvn .Senf tfffipn sltt 1 " -V "1-1 I ' Str. verschlungen. Das Fieber hatte . mm. i m - W . ledoch Alvord ersatzt und das alte Spruchwort: ..Wer A sagt, muß auch, v sagen", bewährte sich an ihm. Er stahl : weiter. , Einige Monate später nttt seine stolze Gattin ihre Diamanten und kost baren Toiletten. Das bescheidene Heim in Mount Vernon wurde mit einem Aufwand von 512,000 neu möblirt. In den Ställen stanven sechs prächtiae MNf.rW h.r.n Vnf.if n;nnn deren Ankauf $15.000 verI y uiini ninwiii .k,jjj vn- ! schlang. Drei Equipagen mit goldenem ! n-h (s.; k,rk.. -üJUL'fU uuu rnu öuvu vi. U4uuiiitn mrhirr jnfn mur C7rnn y vvvvwwi vvi . v v .vvvv 1 fiir Gemälde und Kuriositäten wurden $13.000 ausgegeben. Madnme Alvord die Hrfi in d,, fürWichm .(Smtbnlt fr r(rfif in ihrm , 7 I i.". V " I i. i Elemente fühlte, ließ ihre Toiletten bei w ... i . n f. v. rn;r. den berühmtesten hiejigen und Pariser kleines Heer von Magden und Zofen geborckte ibrem Befeble.

,. I 7- .... .Weniger als $2000 wurden für die ? T einfachste Soiree" nicht ausgegeben. Am 21. Februar v. I. veranstaltete Alvord auf Drängen seiner besseren Hälfte eine sog. Barn Party". Für dieselbe wurde im Stallgebäude ein neuer Fußboden gelegt, dessen Polirung allein auf $600 zu stehen kam. Die den Gästen bei dieser Gelegenheit aufgetischten Weine und Delikatessen kosteten $2500. Ein Clam Bake" verschlang die Kleinigkeit von $2000. In den vornehmsten New Jorker Theatern hatte Frau Alvord LogenAbonnements und im Pabst-Hotel standen beständig zwei Zimmer für sie bereit, in denen sie vor dem Theaterbesuch mit Hilfe ihrer Zofe Toilette machte. Der Aufwand des Paares belief sick auf $3125 monatlich oder $37.500 jährlich, für die Haushal tung allein, und diese Riesensummen wurden folgendermaßen verwerdet : Fleischer monatlich $150. Bäcker $50. Grocer $100, Kutscher $80. Kammerdiener Alvord'? $5. zwei Diener $60. Koch $100, Mägde und Zofen der Frau Alooro 5100. allerlei sonstige Auslagen $500, Gesellschaftsabende und Gastmähler $2000. Etwa $200,000 verlor der jetzt einer langen Zuchthausstrafe Verfallene an Wall Street und $100,000 am grünen Tisch. Auf keinem Rennplatze fehlte er und in Saratoga logirte er während der Saison" mit seiner Gemahlin im Grand Union Hotel, wo er $150 per Woche bezahlte. An Trinkgeldern bezahlte er nie weniger als $2. meistens jedoch $5 oder $10. Was aus dem von ' ihm gestohlenen Gelde wurde, zeigt foU gende Zusammenstellung : Diamanten ; $75,000. Pferde und Kutschen $17,000, an Wall Street und am Spieltisch ver. ; loren, $300,000; für Reisen. Dampf- , jl l i. . i . CifC ... i C;if. naun. .ueaic'auuiuicuiciuij, .uiu ' gelder u. s. w.. $90.000; Kosten der j Haushaltung in 4 Jahren. $250,000, Aus dem Kostbarkeiten, Kutschen, Möbeln. Gemälden. Pferden u. s. w.. ! welche die beiroytene anr der rau u. Der Todte wurde später als Michael Weißberqer identifizirt , ein jüdu r- ? c-r.. . r.-- , iiii,"- v,vfc e v- "inrror ro r 1 iiiim ins 1 nii' r t 1 1 w ; c;nc uweherrirma Schmuck achen in ,, w on f t . I MinociTnüulem vertaune. Jiam VtNrTsf,t h.r n(Ti?t wurde an Meikberaer ; ung wurden im Koffer bei der Leich gefunden. Der Koffer war ein altes viel gebrauchtes Möbel und eine Wachs tischdecke. wie sie zur Bedeckung von Eßtischen in ärmeren Haushaltungen gebraucht wird, lag unter der Leiche. Beide Gegenstände waren nicht Eigentbum des Todten und die Polizei ist ! bemüht, die Besitzer derselben zu ermit teln. Nach Ansicht des Coroners war der Tod etwa 10 Stunden vor Auffini duna der Leiche eingetreten. cr;i,a ftf nm Wfionh , iIVUl'l. IIU5 luuit. um vwi, n ; der richtige Name des Ermordeten j Mor.er Weisbard sei. Er laqte weiter. daß er die Spur Weisbard's bis um drei Uhr Morgens verfolgt habe uni erwarte, oen Mörver bald in Händen zu haben. Schiffsnachrichten. New Y o r k . 16. JaZ. Angekommen: Southwark" von Antwerpen, Majestic" von Liverpool. Bremen. 16. Jan. Angekommen: Oldenburg" von New Dork. Rotterdam. 16. Jan. Angekommen: Statendäm" von New York. L i v e r p o o l . 16. Jan. Anqekommen: ..ösvlvania von Aotton - " -- I" Q u e e n s t o w n . 16. Jan. Abae- . . rv. k m - . . gangen.- ocrnia oonlverpoot) nach Boston. Southampton. 16. Januar. Abgegangen : ..Lahn", von Bremen nach New Jork. Weitere Depesche ans

das vor drei Jahren von Frau Alvord arrangirt wurde, kostete baare $6000.

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