Indiana Tribüne, Volume 24, Number 119, Indianapolis, Marion County, 16 January 1901 — Page 7

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Argus äugen. Rc::an von Paui Cäsar Höckcr. (Fortsetzung.) Weindel bettkt mit (Staunen, w,: iUn und elegant und dabei roic sorgfÜttg gepflegt die Hände seines Gegenuders waren. Man f$ solch' sch'.onke. spin zulaufend Fma.er sonst 1 1 jt. . s:.

nur f: JMrr.en. ?tieuiai irai nu,r r.hn Ptt.ni.m und rar ZI ZLZZ rom.w& c., VÜZZ fi l Blicke m ! seinen nd-n b;n und so oft er die ' frtias"N selten 7'.nacr des '.unaen l . , . Mannes s Auge fa?.te. ericdien vor ibm die seitens des Gericbts angefertigte Zeichnung jener blutigen Fingerabdrücke am Geländer und an der Hausflurwand , des Hauses Große Bleichen 11c. Nach dem Frübstück unternahm man zu dritt in einem Freshwater'schen Gefäbrt einen Ausilug nach den Needles". Der deutsche Hauvtrnann wick Dem jungen Ebepcar? nicht von der Seite. Selbst Felicia ward die Auidrinalichteit des gar zu cordialen Fremden schließlich lästig. Die jungen Leute atbmeten erleichtcrt auf. als sie endlich wieder in ihrem Wagen saßen, der sie räch dem E?c?ls?O? - Valace ?urückbrinoen sollte. Da I , I I mß - r v I der Reiseqenoffe fem Reitvterd denn am mußte, so waren sie doch nicht fort. , aesetzt auf die Unterhaltung mit ihm , . , nn.iemieien. Ueberall aber, wo Station gern w5de. fand slck auch cr .z'sz-i&z antön trz So ging es bis nach t. Lawrence zurück. Theo war zu Felicias grötztern Leidwesen sehr vennrnrnt und emfilbig auf der Rückfahrt. Er jagte , seiner Frau, uin sie zu beruhigen, daß er das gute Leben nicht gewöhnt sei ' und dak er den Gedanken an die daheim seiner darrenden Arbeiten nicht los werden könne. Auch beunruhige ihn der Umstand, daß er vom Geschäftshaus noch keinerlei Nachricht bekommen habe. Schon gestern sei ein Brief der Hammonia" fällig gewesen. Vor dem Hotel angekommen, fanden sie auch bereits den Hauptmann wieoer vor. Felicia wollte ihm entrinnen; doch vergebens. Weindel kam hinter ihr her. Ich möchte Ihnen gleich Lebewohl sagen, gnädige Frau. da ich leider keine Zeit habe, noch zum Dwer zu erscheinen." Sofort war auch Hüttl zur Stelle. Um wieviel Uhr reisen Sie. Herr Hauptmann?" Weindel rief den Hotelsekretär heran und fragte ihn nach der nächsten Gelegenheit. Es qehen morgen früh um fünf und Vormittags um acht Uhr Dampfer nach Hamburg. Wollen Sie das erste Schiff The Solent" erreichen, so müssen Sie in ungefähr einer halben Stunde mit dem Hotelwagen nach Dentno? fahren und dort die Bahn besteigen nach Ryde. So erreichen Sie noch die regelmäßige Postbootverbindüng mit PortSmouth. Zwischen zwölf und fünf Ubr Nachts setzt sie aus. Benutzer Sie aber lieber den morgen um acht Uhr fälligen Southampton". so brauchen Sie nicht vor Mitternacht von hier aufzubrechen." Ich werde mit Tbe Solent" fahren: stellen Sie. bitte, meine Rechnung fertig." Weindel zog nun seinen Hut und verabschiedete sich überaus herzlich von dem jungen Paare. Hüttl war auffallend zerstreut. Aber es war ihm sehr deutlich die große Erleichterung anzumerken, die ihm die Abreise des Landsmannes verschaffte. Der Commiffär ging, fröhlich den Hut schwenkend, in's Hotel. Dicht hinter der Office, hinter einem großen Garderobenregal, machte er aber wieder Halt, um das Paar genauer zu beobachten. Er sah, daß Hüttl seine Frau allein nach der Cottage gehen ließ. Düster blickte er ihr nach; dann trat er in das Vestibüle des Hotels, sah sich forfchend nach allenSeiten um. und als er den Deutschen nicht in der Office bemerkte, knüpfte er mit dem Hotelsekretär ein Gespräch an. dessen Inhalt den in seinem Versteck lauschenden Eriminal - Commiffarius lebhaft interessirte. X. Us Thco Hüttl eine Viertelstunde späicr vom Hauptportal des Hotels aus den Kiesweg nach der Cottage beschritt, die er mit seiner Frau bewohnte, bemerkte er nicht, daß ihm in einiger Entfernung der verhaßte Landsmann folgre. den er längst beim Kofferpacken wähnte. Der Director schien mit seelischen Vorgängen auch viel zu sehr ausgefüllt, daß er seiner Umgebung irgend r,uw u n' 'nä m dm Hut s Vstch.w welche Beachtunq geschenkt hatte. Er die Stirn dann setzte er seufzend Via. STT a rniaSj. ?nr4 Ulll -CiTV IVlVWfcl Vt. Zaudernd hielt er vor der Thür inne. die zu seiner Wohnung führte. Er schien mit sich zu kämpfen. Plötzlich gab er sich einen Ruck, richtete sich entschlossen auf und trat in die noch dunkle Stube ein F ttcw ha', sich in den Schauleluh, am Kamm gesetzt. De. Mo.d ; .S l!.,.. i. k , sckien in's Zimmer und spielte mit den Monden gaat verengen Frau. Ueber-

sss , s V y " ' J " ' I T - ' - ' rc, ,.ff, ßtntten fnmmen hnren. Als sein Ge- ! enaliscbe Gouvernanten-Ron.ane lesen. ,

U1" iTilhlH l.Ujiiy. i i viU) uiu ' . . . -7 I - " ' c r i!, kl.-stii'.'',? Gestalt, nosie nun plötzlich in derTHür erschien, nicht wahr, wem Liebling? Das ist!

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xaicnt Don Dem anmmqigen SBUD uno der intimen traulich - dämmriqen Beleuchtung blieb der Dircctor aus der Schwells'stehen 1 Er ahnte nicht, datz in demselben Augenblick sein Verfolger um das ! kleine Landbaus herumgeeilt war. um. den rückwärtigen Eingang benutzend. ! in die Wohnung des Nachbars ein?utreten, Mr Stanway lag dort fckon seit mer mif der Lauer. Kr statte ;

orh nnh : zuer t euia und oeoen aucd inren .. vawn-iennts vielen uno ianaweiiiae

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ervov er warnend Den jeiaennqer uno t I murmelte: ..Keinen Laut Hüttl ist ! da!" Wemdel Nickte zustimmend. Aus den i pf.-r.rK-i t ':(... nji . ,:r-. UVip'öc" luiki rl ,mi,ci. cinciinum 1

mit dem Amerikaner verließ er dann Freude für uns. Freude nichts als das Zimmer durch die nach der Ter- Freude." raffe führende Thür. Dicht neben der ! Aber müssen wir denn hier in der Rollschutzwand ließen sie sich auf der Fremde die ersten Wochen der Ehe verBank nieder. Hüttl hatte, um die bal- bringen? Wäre es nicht traulicher, samische Abendluft hereinzulassen, die I wenn wir Deinen Urlaub dazu benutzThür nicht hinter sich geschlossen. Er ten, unser Nest in Berlin einzurichhatte ja keine Ahnung, daß Argus- ten?" äugen ihn bewachten ja. daß nicht Und auf Schritt und Tritt Be-

einmal die Umarmung, mit der er seine junge Frau jetzt so zärtlich und bewegt begrüßte, den forschenden Blicken der ungehindert durch Fenster und Thür spähenden Verfolger entging. Tu bist erregt, Theo. Was ist Dir?" Der junge Gatte küßte seine Frau. die tnn zwingen wollte, 'ein veruoric Antlitz dem Mondlicht zuzukehren, auf die Auqen. n.,' . , m . . . rn .rjtv Zl ..cy dave aajncni vom eicya,! bekommen!" versetzte er gepreßt. Nachricht wann?" Soeben, drüben in der Office. Zwei Briefe vom stellvertretenden Director der Hammcnia". sowie ein Telegramm." Er klopfte sich leicht an bic rechte B ruft sei te. um anzudeuten, daß er die Briefschaften bei sich trage. Und das macht Dir Sorge?" .Theo umsct'lang seine Frau und hob sie zu sich empor. Felicia wenn ich Dick) nun verlassen müßte für ein paar Tag??" Die junge Frau glitt aus seinen Armen und stieß einen überraschten Ausruf aus. Verlassen Du mich für ein paar Tage?" Er setzte sich in die Fensternische, 50g das zitternde Weib aus seinen Schooß und sagte trüb läckelnd: Tu mußt mir's nicht schwer machen. Felicia, dadurch, daß Du mich'fühlen lässest, wie hart es Tich ankommt. Es ist mir ja selbst so schrecklich. so entsetzlich. Dich verlassen zu sollen. Aber der Beruf erfordert Opfer. Nicht wahr. Felicia, und wir werden tapfer fein?" Sie küßten einander, und Felicia weinte an seiner Schulter. Kann ich denn nicht mit Dir.Tbeo? Weshalb soll ich allein hier bleiben? Die Zeit wird mir ja unerträglich!" Lieber Schatz, wir hätten ja keine Stunde ungestört sür uns. Ich muß gleich von Portsmouth aus den Ai'fsichtsrath zu einer Sitzung zusammenrufen in Hamburg und Berlin werde ich fortgesetzt auf den Füßen jein müssen. . . . Es ist also etwas Unangenehmes?" Im Gegentheil, ich hoffe nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für mich Vortheile zu erwirken. Die kurze Trennung liegt also auch in unserem Interesse. Ich bin ja jetzt kein flügger Junggeselle mehr, fondern muß an die Zukunft denken um meinem jungen Weibe ein trauliches Heim zu schasfen." Er zog sie näh.'r an sich heran. Ach. Felicia, es wird Dir anfangs noch kahl zwischen unseren vier Wänden erscheinen. Aber, nicht wahr. Du wirst Sonne und Freude in unser bescheidenes Heim hineintragen!" Ach. laß mich doch mit. Theo!" dat die junge Frau. Ich verspreche Tir, Dich nicht zu stören. Ich will mäuschenstill am Fenster sitzen und schwierige Muster sticken, die meine ganze Anfmerkfamkeit erfordern, so daß ich Dir ja nicht im Wege bin. während Du arbeitest. Und während Du fort bist, werde ich unser Haus einrichten, zusehen, was angeschafft werden muß. Ja. liebster Theo. Du hast ein armes Waisenkind geheirathet. und das kommt zu Dir wie eine Bcttelxrinzessin Aber ich verspreche Dir. ich will so sparsam und vernünftig fein nur nimm mich mit. jetzt gleich. ich bitte Dich fo innig!" Die beiden ernst gewordenen Lauscher draußen warfen einander einen vielsagenden Blick zu. als Theo nun nach langem, aiischeinend schwerem Kampfe tief aufseufzend sagte: ..Es geht nicht. Felicia. Du mußt hier bleiden. Ich reise um Mitternacht, um morgen früh um acht Uhr in Portsrnouth den Dampfer Southampton" zu erreichen. Aber in fünf, sechs Tagen bin ich wieder bei Dir." Felicia brach in ein erschütterndes Weinen aus. Theo suchte fie im Tone 5u"sch"a's,. ch und " ' ' zauberönen Abend hinaus. man vernaym nur das gedämpfte Rauschen der Brandung. Zu ihren Füßen lag das weite Meer. Der Mond lugte über einen Felsvorsprung und zog eine gitternoe. fiivergianzende Bayn au? dem Waner. rechts und " " ira Äft schroffen hmmeg traf der B,c auf rITAVl VZL: Ät ZLZ . mün"W unen

Jndiana Tribüne, Mittwoch,

i .(j i tn oeien ,en?irn oer '.jcdud tan, ai3 ob tausend elektrische Lampen den unscheinbaren Ort erhellten. Jetzt klang aus dem Speisesaal beä Hotels, wo ; man zur Tafel geschritten war. Musik , herüber eine leichtrathmisirte. lustiae Weise, in Tbränen beroorlocken- ; dem Con traft mit der sckwermüthigen. I banaen Abschiedsstimmung. . Du wirst Tich pflegen. Felicia." i flüsterte ihr der iunae Gatte scherzend ; in's Cfir. ..wirst mit den Misses mcqi auiregeno. errjcm geiuno. unv ; i . r . V i r C V. ' wenn ich dann wiederkomme, dann wollen wir wie der Sturm uns begrü- : tzen. uno nacy der langweiligen. c,.i x v,,, knsr uucii oru utl -ciiiuiu..y ivwum ivuvvt kannten zu begegnen, die uns allen m l.l.lin JtCUlU ICUCIi CJ.fl erzählen und uns nicht mehr loslassen?" Felicia lächelte. Wi? ,TI r Haupt...Will lr firnte ihr die Thränen V5N Aucien und Wanken. Nein. nein, mein ind! Und bis zu meiner Abreise , wirst Tu keine Kopfbängerin sein. Liebling, ja? Komm. Du wirst Tich schön machen, damit ich ein recht liebes vild von Tir mit forttrage, und dann wollen wir drüben bei Tisch uns zur Fröhlichkeit zwinaen bei einem Ulase französischen Champagners willst Tu? Als die iunacn Leute tu Tisch ka men, von dienernden Kellnern zu ihren rr,,". t '1 1 4 r:. ' Planen geleitel, ieniieii im; cimyc zwanzig Augengläser von neugierigen Misses auf das deutsche Hochzeitspaar. Unter den Gästen befand sich auch , bereits der schweigsame Mr. Stanway. I Er hatte sich so gesetzt, daß der mäch- ' m Im 1 i- cktlL. V tiae Tafelaufsatz, sein AntliN dem Paare vollkommen verbarg. Die jungen Gatten kümmerten sich aber auch so wie so um nichts aus ihrer Umgebung. Sie sprachen flüsternd miteinander einmal küßte auch Theo ganz heimlich Felicias Hand, während er sich nach seiner Serviette bückte. Felicia saß mit großen, seuchtschimmernden Augen da. Sie konnte es noch immer nicht fassen, daß su am nächsten Morgen sich allein sehen und dann einen ganzen Tag und wieder einen, und ewen dritten, vierten, fünften, wohl gar sechsten ohne ihren Gatten hier an dem fremden Ort, in der Umgebung dieser steifen Engländer, verleben sollte! Nach Aufhebung der Tafel promenirten sie noch ein Viertelstündchen lang durch den Park. Ter Director hatte dem Hotel - Sekretär bereitmitgetheilt, daß er für mehrere Tage fortbleiben werde, hatte für seine Frau auch eine weibliche Bedienung verlangt, so daß sie während seiner Abwesenheit in keiner Weise sich genirt fublen konnte. Vom Gepäck nahm er nur eine kleine Handtasche mit. die er mit dem Nöthigsten für die Reise versehen hatte. Als er an der Office wieder vorüber kam. fragte er nach dem Hauptmann Weindel Die Deutschen erfuhren, daß ihr Landsmann bereits um acht Uhr nach Ventnor gefahren fei. Kurz vor zwölf Uhr öffnete sich die von der Hutti ichen cottage nach der Terrasse führende Thür. Theo, reisefertig gekleidet, die Tasche in der Hand haltend, trat heraus. Man hörte ihn noch einmal zärtliche Worte des Abschieds sagen. Ta stürmte eine weiße Gestalt aus dem Zimmer ihm nach, umarmte und küßte ihn unter Schluchzen. Aber es ist mir so bange, Theo!" rief Felicia aus. Nimm mich mit!" Noch einmal ein Kampf dann ein letztes ernstes Abschiedswort. Mar hörte den Kutscher vor dem Portal mit der Peitsche knallen, die Pferde aufgeregt stampfen. Ich muß eilen, sonst erreiche ich in Ventnor den Zug nicht mehr. Leb' wohl. Felicia! Aber geh' hinein Du wirst Dich erkälten in Deinem leichten Kleid!" Ich will Tir doch zum Abschied zuwinken. Und wenn ich nicht das helle Kleid anhätte, würdest Du mich in der Dunkelheit nicht sehen können. Wirst

Du auch hcraubliclen, wenn der Wa- ! mich daran hindern zu können, daß ich ncn unten am Strand entlang vorbei- ! die Glocke für das Hotelpersonal erfährt?" - ; reiche so bleibt mir noch das Hilfe-3-e küßten einander unter Thrä- ! rufen, mein Herr. Die Wohnung bier nen; endlich riß sich Theo los und nebenan ist besetzt. Ich bin also nicht

eilte, ohne sich umzuschauen, nach dem Hotelportal. Gleich darauf horte man Sprechen, das Zuschlagen einer Wagenthür, Scharren und dann das schneller und schneller werdende Pferdegetrabe und das Rollen der Rader. Felicia war an das Geländer der ' Terrasse aeeilt. Der Mond war im Auaenblick zwar hinter den Wolken verboraen. dennoch war ihre Gestalt von der Strane aus deutlich erkennbar. Fare well, Theo!" rief die juige Frau in die Nacht hinaus. - Fare well!" tönte es von unten zuück. Und indem das dunkle Gefährt, das sich von der kreidigen Straße marfan abhob, um die Serventinenwindung herumbog. sah Taschentuch aus de, Nattern. man ein weißes dem Wagensenster

gegen ioicn oruiaie ueoerjaue ma)i

licia hatte eilig, den langen Creve

den I. Jaar 1901

uz vmt - w" wu blondes Haar einbäilie. oem ftrrf gewunden. In weicden Linien, vorn lauen Luftzug gehoben, ergoß sich die j lichte Seide über die Brüstung lange, lange noch dem dahinsausenden Reisenden Grüße zuwinkend, auch als die anmuth'tge Frauengestalt in dem hellen, lose niederwallenden Gewand ' und dem frei über die Schulter fallenden Blondhaar den Blicken des jungen ; Gatten längst entschwunden war. n ii h'vid i. ,r. l,i3t i-rr thr nn hui! inDitcn rume die grüßende ano. ; Dann ward der Schleier emporgezo- i gen und sein seines Gewebe ward vor ' tT" - iislMAn l tl AOhruhr amä Kaiian uiuuu.umi.,) n1 Augen es Hech medertropste aus die schimmernden Seldenfaden, Ein kühler Luftzug machte Felicia plötzlich erschauern. Seufzend begab sie sich der auch jetzt noch zauberisch j schönen, aber unendlich melancholisch? , Landschaft einen letzten Blick gönnend ' in die Cottage zurück. j Sie lauschte. Es war ihr. als träfe ein kn .rschender Laut ihr Ohr. Doch es wa' nichts nur das letzte verhak lende Geräusch des mit der Brandung verschwimmenden Rädergerolls. Sie trat in das Wohnzimmer ein. Doch in demselben Augenblick sprang eine Gestalt, die in der dunklen Ecke zwischen der Hauswand und der Rollschutzwand sich verborgen gehalten hatte, auf sie zu und ehe sie noch ' einen Ruf des Entsetzens, emen Hilfe-! schrei hatte ausstoßen können, sah sie sich von dem Fremden in's Zimmer ge i drängt. Trchend erhob er. nachdem j er rasch die Thür hinter sich in'sSchlfz I geworfen, die Hand. Verursachen Sie keinen Lärm. Fe- ! licia Beyer! Es geschieht Ihnen nichts, wenn Sie mir Rede und Antwort iteoen: Taumelnd wich die Uebersallene zurück. Sie sah sich nach der Thür um. j ,. , . X r. 4, V. Vr (Hr'neoni der ich der Rnopt der eienrischen Glocke befand. Was wollen Sie von mir? Mit welchem Recht dringen Sie hier ein?" Ich bin Criminalbeamter und bin Ihrem Gatten von der Hamburger ( C 1 I, , I, ' V , t. s ,Vi .,. -S " Criminalbehörde nachgesandt worden Barmherziger Himmel!" kreischte Felicia auf. Sie wissen um die Schuld Ihres Gatten?" forschte Mr. Stanway in strengem Ton. Um welche Schuld?" stammelte die junge Frau. Der Amerikaner blickte ihr drohend in's Gesicht. Felicia sah nur das Funkeln seine? Augen. Es war, nachdem der Mond hinter den Felsen über dem Hause verschwunden war, fast stockdunkel geworden. Das Unheimliche der Situation, das plötzliche Gefühl der Verlassenheit und der furchtbare, drohende Ernst des Fremden machten Felicia wehrlos. Sie wußte nicht weshalb; aber plötzlich begannen ihreKniee zu zittern, und sie sank erschöpft in vtv nächsten Fauteuil. Ich weiß nicht, nach welcherSckuld Sie forschen!" sagte sie noch einmal. Sie geben zu, am Dienstag vor acht Tagen, früh halb neun Uhr. die Rheoe von Hamburg verlassen zu haben?" begann der Criminalbeamte in scharfern, kühlem Verhörton. Weshalb sollte ich ein Hehl daraus machen?" sagte Felicia, in der ein gewisser Trotz sich zu regen begann. Sie fuhren in Begleitung des Dirertors Hüttl nach Portsmouth. ließen sich dort in der St. Thomaskirche mit ihm trauen und begaben sich, nach kurzem Aufenthalt im Wintergarten von Southfea. hierher auf die Jnfcl Wight?" Ich wüßte nicht, warum ich Ihnen darüber Rede stehen sollte. trotzdem ich. wie gesagt, auch keine Ursache habe, irgend etwas zu verschweigen oder zu verbergen." Frau Felicia Hüttl. ich rathe Jhnen in Ihrem eigenen Interesse, mir osfen Rede zu stehen. Ich habe Ihnen bewiesen, daß die Criminalpolizei über jeden Ihrer Schritte unterrichtet ist; aber nicht allein über Ihre Handlungen nach Ihrer Abreise von Hamburg, sondern auch über jeden JkrerSchritte, den Sie unternommen haben, nachdem Sie -Dienstag früh um fünf Uhr das Haus Ihrer Tante Hölderlin in Uhlenhorst verlassen hatten." Zornig preßte Felicia dieZähne aufeinander. Auch da gibt es für mich nichts zu verschweigen!" stieß sie trotzig hervor. Aber ich weigere mich. Rede zu ueyen. uno wenn ?ie glauben. schutzlos merken Sie sich das. ..In diesem ganzen Hause sind wir Beide allein. Denn der Nachbar, auf , dessen Unterstützung Sie rechnen, ! bin ich selbst. Felicia fuhr empor. 'Sie tastete angstvoll um sich. ..Worauf haben Sie's also abgesehen?" Ein Geständn'ß will ich von Jhnen erzwingen. Frau Felicia Hüttl!" Ich habe nichts verbrochen habe nichts zu gestehen." Und Ihr Gatte? Ich beobachtete, daß er den Wagen nach Ventnor bestieg. Er will entfliehen." Das ist nicht wahr!" schrie die ; junge Frau auf ..Worum verlänt er Sie dann mitten in der Nacht? , glauben Sie nicht, daß er mir , beisteben würde." Um den zudrinali-

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s 'iw1 u3tt,viv"i i i. ,.(5r wird morgen schon zurückkehren und dann wehe Ihnen!" Mr. Stanway lachte höhnisch. Und was thut er also in Ventnor?" Felicia redete sich damit aus. daß ihr Mann die Einladung zu einerJagd auf Eidergänse angenommen habe, die beim ersten Morgengrauen stattfinden solle. Der Amerikaner that, als ob er sich dabei beruhige. Wenn Ihr Gatte al o wirklich nichts zu furchten, wtr!ljch nichts zu verbergen hat so können ja auch Sie mir ohne Gefahr für tl (nv h m hat! w-v - -1 u ! lv ivu wissen muß." Gern. Aber gestatten Sie. daß ich Licht mache und Zeugen rufe." Es könnte Ihnen angenehmer sein, dieses Verhör ohne Zeugen zu bestehen nachträglich." Ich sage Ihnen noch einmal, ich scheue die Wahrheit nicht." So sagen Sie mir auf der Stelle, wie Sie in den Besitz des Schlüssels vom Hause Große Bleichen 11c gekommen sind, der sich in Ihrem Radfahreranzug befand? ..Wie kam man dazu, mein Eigentdum zu durchforschen?" Reden Sie!" Felicia überwand endlich den Groll, Nun denn, auf die natürlichste Weise: mein Vetter hat ihn mir gegeben den Abend zuvor. In diesem Augenblick hatte Mr. Stanway die elektrischen Birnen durch eine rasche Trtt'ng des Leitung--knopfes zum Erglühen gebracht; das Zimmer ward dadurch tagbell. Erkennen Sie mich?" fragte der Amerikaner die von dem Licht Geblendete. Die iunae rau war vor ihm erschrocken zurückgewichen. Starr blickte s an kommen mir aller ' ' " . e dings bekannt vor. Aber wo und wann ich Sie gesehen habe " Edward Stanway ist mein Name. Ich bin der Compagnon Ihres Vetters Fritz Beyer. Mitinhaber des Argus". Das Antlitz Felicias nahm einen bitteren, verächtlichen Ausdruck an. ..Sie sind der speculative Kopf, der meinen schwachen, beklagenswerthen Vetter zu einem so erbärmlichen, hinterlistigen Vertrauensbruch verleiten .m. (Fortsetzung folgt.) Ircabc Kneipe. cine importirte und einheimische VV" Weine. "WU ttute Cigarren. ?as beste Bier in der Stadt stets frisch an Zapf .I0 WEBER, Eigenthümer. Joshua E. Floren. Veorge Seidenfticke' Adolph Eeidenstickrr. Florea & Seidensticker, Advokaten und Notare. lVt m Umtt ötr. Telephon 1772. Gelder auf hypothekarische Eiche? beit zu verleihen. An alle Arbeiter, deren Frauen und Freunde. Wenn Ihr die Lage der Bäckersrbcitcr verbessern helfen wollt, so kauft nur Brod, welcheö mit diese? abel versehen ist. iHWS ? UÜISTEASJ Alles Brod, welches nicht dieses Labet trägt, ist kci Union - Brod. Srnitl) & 3on, Zork Wanne Ave.: J.P.Bruce, tvi Virginia Ave. ! Bernhard Tdau, Hosbrook und Grove -tr. ; Henry Kichert. 810 Indiana Ave. PM tag saioon !

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