Indiana Tribüne, Volume 24, Number 119, Indianapolis, Marion County, 16 January 1901 — Page 1

Jndiann Tribüne. Mit X SonotagsBlatt lOcperWocbe Grscixeittt srdcn ladimittag gotintaQ Morgens. Indianapolis, Ind.. Mittwoch, den 16. Januar 1901. Jahrgang 24 No. Ilst

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tttf. Nr-Ä I Ausland Tepeichen

Berftärtungen MilW Mich Eilglankl nach M-Mika schilken. Die Lage in der Kap-Ko-lonie eine gefährliches Die britischen Truppen unfähig die Boeren aufzuhalten. , Verschiedenes aus China. ioro Roberts lehnt alle weiteren Ehrcttbczcugttugen ab. oin d.'Utschcu Reichstag. 5ou Gohler über das Ducllircn w der Armee. Uiivcriöbnlichc Wclicn. er Krieg in Südafrika. London. 16. Jan. Der frühere siegesaewisse Ton der Presse ist seil einlzen Tagen einem solchen in SKD und Zäbneknirschens gewichen. Die Presse sct-eint lhatsächU ganz entmu'hiat ..Was nützt uns die Weltmack:Kellung. wenn wir sie nicht böbaupten tonnen ?" seufzt die Morning Post . Zu wissen, dah die Boeren in der z?-Kolonie sich seit ewigen Wochen zu ause fühlen unv die Kapstadt langst genommen Yätten. wenn die Geschütze -er Flotte nickt wären, ist ein depriml render Gedanke. Dieselbe Kriegsmuoigkeit die bei den 200.0W halb demorali'sirten Truppen in Afrika zeigt, ritt beim engliscken Volke starker denn dervor und die Stimmen, hit den Krieg verdammen, mebren sich mit jeder Hiobsbotschaft, die aus Südafrika eintrifft. Eine Tepescbe aus Kroonstadt. im Oranje Staat, sagt, daß die erfolgreiche Lertbeilunz von Paul Botha s Buch Von Boer zu Boer" unter die Burer des Oranje Staates den General De Wet in grotze Wuth versetzt habe. De Wet soll geschworen haben. Paul Lotha bei der ersten Gelegenheit ersckieJen zu wollen. Das bei Kroonstadt gebildete Lager p jetzt von 2000 Personen bewobnt. )ie von den Farmen und kleinen Ortschaften der Umgebung dorthin gebracht wurden. Ein anderes Lager wird bei henostes gebildet. Die Borräthe aller Art nehmen in den Städten und Ortkchaften schnell ab. Die Boeren sind sowohl im Norden. vie auch in der Umgegend von Linoleu zehr aktiv. Eine ganze Anzahl Komlnandos scheinen sick De Wet im Süden angeschlossen zu haben. London. 16. Jan. Die Regierung hat beschlossen. Lord Kitckener be seutende Verstärkungen zu schicken unv ,as Kriegsamt hat deshalb beschlossen. eitere 5000 Mann freiwillige Kavallerie (Ieomanry) aufzubringen. Am Nachmittag fand im Kriezsamt eine Becathung darüber statt, wie die nöthigen Mannschasten am besten aufzetrieben werden könnten. London. 16. Jan. Aus der heute angetroffenen Verlustliste geht hervor. -k ein heftiges Gefecht bei Murraysiurg. 16 Meilen westlich von Graaf keinet in der Kapkolonie. stattgefunotn hat. wo die Kapholländer sich den Joeren angeschlopen haben. Der !'rust der Briten belief sich auf sechs Too:e. 17 Verwundete und fünf Vermißte. Allem Anschein nach hat die Regiecung keinen Äugenblick zu früh be'chlossen. Verstärkungen nach Südafri!a zu schicken. Die mobile Kolonne des Obersten Coloille. welche die Boeren oom Oranje Fluß aus verfolgt hat. war gezwungen, in Greylingstad Halt a machen, zu ihrer Vertheidigung ein Blockhaus zu errichten und die Operahonen einzustellen, bis sie Verstärkn gen von Kavallerie erhält. Pferde und Mannschafen und gänzlich erschöpft. Und General Paget hat seine Brigade nach Pretoria zurückgeführt, da sie ganz untauglich für den Felddienst ist. Viele der Soldaten leiden am Unt:rleibs'Typhus. Dreihundert Boeren erbeuteten einen kleiner, britischen Convoi bei Bronkhorstsprull, in derNähe vonPretoria.sie gaben die gefangenen aber sofort wieder frei, nachdem sie ihnen die Waffen abgenommen. General Bra bant sagie zu einer Versammlung voi'ürgermeistern in Kap- , stadt. daß die öehöroen alles aufbieten würden, den K-rieg. wenn möglich, von Kapstadt fern zuhalten, dies aber nur möglich sei, we nn sofort tausend Mann nach der Fro -nt geschickt würden. Er

fUgke ytnzu. van alles aufgeboten werU miiij!, ben 3eino ZU Verbindern. . weiter nach Süden vorzurücken. i

Aus China, kaiserliche Siegel bewachte. Sie gab das Siegel heraus, die Papiere wurden in ihrer Gegenwart gesiegelt und das i für die Chinesen so werthrolle Objekt ; rni.rAi Sr a-ifprin nn mi.Kr I wurde der Wackterin dann wieder ' übergeben. Die Papiere werden am 1 Mittwoch den Gesandten uoergeven , werden. Im amerikanischenDistrikt in Peking wird am Mittwoch ein chinesisches Ge richt seine Funktionen beginnen. Mord. Todtschlag. Mordversuch. Raub. Plünderung. Einbruch und Falschmünzerei werden mit dem Tod bestraft werden. Auch solche, die einer Borer-Organisa-iion angebort haben und von denen nun uniicuun ijuucu uiiu uvh ututi man weih, dah sie Schaden an Leben i " . - int Ei.ientbum anaericktet baden, tot. ien mit dem Tod bestraft werden. Izu. . . , - J. . Die französischen Eisenbahn-Jnge lieure haben eine Bresche in die westliche Mauer der Chinesenstadt geschla?en. durch welche die Pao Ting Fu Eisenbahn bis in die Stadt geführt werden soll. Die Tien Tsin Eisenbahn wird bis an die Mauer der Tar-Wren-Stadt geleitet werden. Shanghai. 16. Jan. Yuan Shi Kai, der Gouverneur ver Provinz Shan Tung. hat Befehl erhalten, sich nach Peking zu begeben, um bei den Friedensunterhandlungen zu helfen, man glaubt aber, daß er die Ehre ablehnen wird. Noch gut abgelaufen. London. 16. Jan. Die Herzo zin von Mariborough. geborene Consuelo Vanderbilt. stürzte am Montag auf der Jagd mit ihrem Pferd, als sie über einen Zaun hinwegsetzte. Das Pferd rollte über sie hin. sie kam aber mit einigen Quetschungen davon. Aus dem deutschen Reich. Berlin. 16. Jan. Die RegieI rung wurde am Dienstag im Reichstag j in Bezug auf ein Ereigniß interpellirt. ' Das sich in Köln abgespielt hat. Meh rere junge katholische Einjährig-Frei-willige, die nach ihrem Abgang für Keserve-Leutnants qualifizirt hatten, varen trotz der Regulationen. die solches streng verbieten, um ihre Ansichten I in Bezug auf das Duelliren befragt i rwrden, und sie wurden nicht in's Of- ! fizierskorps aufgenommen, weil sie sich geweigert hatten, anzuerkennen, daß oas Duelliren in der Armee obligato:isch sei. Der Kriegsminister, General ?on Goßler, antwortete, der kaiserliche

f- ----- Or r "W ' a , llUll lV I Ivlllt V 1JIVIVHV und sein Stab brachten am Dienstag Aufgabe wie zur Feit der Jeanette"lange Zeit in der verbotenen Stadt zu. Expedition, weil die Polarsee jetzt mehr

e r x n a. Jt. can. umtu nara? 1 fsr i- r srt frhmtrt,t

Von dem Ober - Eunuchen begleitet i offenes Waffer hab? wie damals, sackten sie eine Dienerin auf. die das w rmnfr hi7rr m -sb

Befehl, daß keine Fragen in Bezug auf i Cruz. Merico, nach Progresso, Haoana oie Stellungnahme zum Duelliren ge- und New York unterwegs. Es befinftoiu mprd?n dürfen soi .i-n,'i,i?nd b?- ' den sich 58 Vassaaier? an Bord. Er

folqt worden, indem die betreffenden ' " ' . , . ' l .. fOigi woroen, inoeni oie vtircssenocn Zraaen und Antworten aus den bezüglichen Akten gestrichen worden seien. Die Militärbehörden hätten aus dem Grunde keine Veranlassung, noch etwas Weiteres in dieser Sache zu thun. Redner aller Parteien verdammten oie Kölner Affaire und einige deuteten an. daß die Zeit gekommen sei. den Uebelstand abzuschaffen, dan das Ofslwmm m w , (j , " ( I f u ' I ! Iav - (stfrtr .isluin Vttj-hl Uftht 11s fl jlCl?lUl3 UUllU UU7 UkUl lUVV, l". - stimmen, wer in das Korps aufgenommen werden dürfe oder nicht. Gen. von Goßler sagte, daß im Zahre 1900 nur vier Duelle stattgefunoen hätten, von denen drei unblutig verlaufen seien. Das System der Auswahl der Offiziere, sagte er. datire .uf die Zeit zurück, in der die Armee cegenerirt worden sei und dürfe unter keinen Umständen abgeschafft werden. Die Ardeiter-Statistiken für Dezemoer 1900 weisen eine Verschlechterung ver Zustände gegen das Vorjahr auf. Im Dezember waren für jede hundert i Wtf W f tlftff . 4 L rf i , r L . m t-t' treuen lbz 'Aroens ucyenoe vorvan-

?en, gegen nur lz im lezemoer iyy. j ympanzle mit ynen und mir oer In München wurde am Dienstag : Sache des Rechts und der Freiheit, die Zlbend zum ersten Mal die dreiaktige j Sie vertreten. Ausdruck und sie HofOper Cupiö und Psyche'', von Max fen, daß schließlich der Allmächtige dem Zenger. einem Münchener Komponi- , Boerenvolke und den Hannoveranern sten. mit außerordentttchem Erfolg j Sieg verleihen wird."

zuigesuyn. Neue N o r d p o l-E r p e d i t i o n. London, 10. Jan. Capt. D. Edzar Berier von Quebec, der sich erboten .?at. den Versuch machen zu wollen, auf einem neuen Weg den Nordpol zu erreichen mit Hilfe einer von ihm selbst gemachten Erfindung, die das Reisen auf dem Eis wesentlich erleichtert, hat seine Vorbereitungen für die Reise bereit in England getroffen. Er wird in einigen Tagen nach Canada abreisen. um sein? Pläne dem Premier Sir Wilfrid Laurice zu unterbreiten. Der Plan des Kapitäns Berier besteht darin, durch die Behring Straße und dann die Küste von Sibirien entlang zu fahren. Zwischen dem 165. und 170. Grad östlicher Länge rvill er in das Eis eindringen und so weit nach Norden fahren wie dies unter den Umständen möglich ist. Wenn es ihm ge-

liNgt. weit genag r.aen worden vorzu- j Gingen, hofft Berier, daß iln die Strömung allmahlig mit dem Eis dem : cyv -v , ...zr.t w : s.--: t.:s

jiu i ul'lh uiüLjrea uno er in oiu ui , vier anren Zurückkehren wird. Er ung ungefähr 14 Mann stark sein wird. ist ein verbesserter Fram". Cavt. Berier sagt, dah er so lange wie möglich an Bord seines Schiffes i .. '... KX i , c , MHwn m niw w hnrfi reiten werde. 'dasselbe u verlassen, um über das Eis den Pol zu erreichen. Das FortEoquard genomm e n. T r o y e s . Frankreich. 16. Jan. Ein Armee-Offizier und ein PolizeiKommissär beschlossen am Dienstag Morgen das Haus in Saint Savine zu betreten, in dem sich der Mann Eoquard am letzten Freitag, um der - - Berhattun zu entgeh,, verbarr,,ad,rt kU. A.v mit arr, V rtha S.nhnn Xu. vw.v '"" "ff"' Ri Ytrrt nnhprn YriitrYe it trtn L K i dann nach der Scheune, wo sie. von ! Soldaten umgeben, ein Fenster etn I . ... . ?. ' . cyiugen und yleraus emnregen. jn j.'n..t c c R. w:. o rc . Dachstuhl fanden sie die Leiche Co-! quards an einem Balken hangend. Der Mann hatte sich auch eine Kugel in den Kopf geschossen. Coquard hat sich wahrscheinlich schon am Montag getidtet, nachdem er einen Nachbar, der ibm gütlich zureden wollte, erschoyen hatte. m . LordRoberts wünscht keine "S. ri

eiriicnieiien. i aeiovici zu uutu, iuuiuc wen u London, 16. Jan. Lord Ro. des Sheriffs von einer wüthenden berts hat auf's Neue auf den unbefrie- Volksmenge entrissen und auf der digenden Stand der Dinge in Süd- ' Stelle, wo er sein Verbrechen beging, afrika hingewiesen, indem er in einem etwa ein halb Dutzend Blocks vom Cenan den Mayor von Portsmouth ge- trum der Stadt, lebendig verbrannt, richteten Schreiben ersucht, daß die Ce. Als Marterpfahl diente ein in die Erde remonie der Ueberre:chung eines ihm gegrabene ausrecht stehende Bahnschrene. gestifteten Ebren-Säbels aufgeschoben Ungefähr 8000 Leute sahen dem graust, werden solle. In dem Schreiben heißt ' gen Schauspiele zu. es unter Anderem: Es ist mir im hoch- : Alexander wurde um 4 Uhr 30 Mlsten Grade unangenehm, geehrt, fetirt ' nuten Nachmittags vom Zuchthause m und aezwungen zu werden, mich zu Lansing nach hier gebracht und im freuen, während, so viele vom tiefsten County - Gefängniß intermrt. Eine Kummer heimgesucht sind; und ehe wir Z große, Anzahl aufgeregter Leute muim Gtande sind, mit Recht dafür zu . sterte das Gefangnttz und schließlich danken, daß die Wolke endlich ver ; wu.de der Versuch gemacht, m dassckwunden ist, die seit mehr als einem selbe einzudringen. Da die Menge ?!ahre unser Leben verdunkelt und so die Thüren nicht einbrechen konnte, so

manches Herz in unserem Lande zer druckt hat." Die Vigilancia" gestrandet. H a v a n a , 16. Jan. Der Dam hfr Jltntsi-rrrrtri" hnn Sr flNnirh 0 tn Ktvv mwrn wv -wu.v iinv ist bei Los Colorados. 100 Meilen i i -X v- i v- - i f r - X - f iuciuui uuh uuuua, ycitiuuuci. xjh Dampfer befand sich zur Zeit von Vera sitzt in den Riffen fest und wird zu rzj -- . cn-s.: w I i9 ii1 " ! Grunde geben, wenn der Nordwind, der ! jetzt bläst, nicht bald aufhört. Der i Dampfer Orizaba" ist Mit zwer ! Schleppdampfern der Vigilancia" zu HUfe geschickt worden. Spat am Nach- ! mittag wurden die Passagiere ans ' Land georackt und es wurde auch mrt , dem Ausladen der Fracht begonnen. ; Johann Faber gestorben, Nürnberg. 16. Jan. Johann , Faber, der Gründer der weltberühmten ! Faber'schen Bleistift-Fabrik in hiesiger , Stadt ist gestorben.

llt(.ll, UMfcVW vw... --j , , ' 1 Welfen und Boeren. abgelehnt. Hannover. 16. Jan. Eine j Atzt wurde das Gefängniß von Massenversammlung von Welfen, in mehreren Seiten angegriffen, die äuder Baron von Schele-Wunstorf. der crc üt aus den Angeln gehoben einen der hannoverschen Distrikte im j und die eiserne Thür zu dem ZellenReichstag vertritt und selbst ein eifriger j taum durch Rammstöße so verbogen. Welfe ist. den Vorsitz führte, sandte am ! durch die entstandene Oeffnung Dienstag die folgende Depesche an Prä- ! Leute durchschlüpfen konnten. Auch sident Krüger: Dreitausend Hanno- Seitenthür zu dem Zellenraum, veraner, deren Land von Preußen an- ! che aus starken Eisenpl.tten hergenektirt wurde, aeben hiermit ihrer ! rm mr vn Vr lAewalt derSckmie-

i ' l yfc . w i fX. i. i S a t t e n m o r d. mu, in n JluU !42i' ' r' K. Shaw todiete am Dienstag in rnesier Stadt seine Frau, mdcm er ,hr den Hal5 abschnitt, und er versuchte dann auf seiche Weise einem eigenen ven c.n noe zu uiaMn. Waz befand sich m einem Restaurant unter i!l, is,s-oi-,iNl linh nur hoä . Schwindelns angeklagt, als der Mann die verzweifelte That beging. An dem Manne wurde ein an Frau ! I. F. Smith. Crown Point, Ind.. ge- ! richtetes Schreiben gefunden, in dem mitgetheilt wird, daß ihr Shaw all i r . . r-" rci lx . i -4 v 1 I M i - llUV W W icin periviltiuc uigcuuiurn, cilvas Grundeigenthum in Florida und Z3000 Lebensversicherung hinterlassen habe. Shaw wird des Moroes angeklagt werj den.

tilAttS'' ftitrfitt mano, ?epeia)en.

MeMchk5 cynchgencht. Der Reger Alexander In Leavenworth, Kas., lebendig verbrannt . ,77 I . . . El tttttt lttTt1 M ttNBNNIIM UN Sis zum letzten Augenblicke be hauptete er unschuldig zu sein. Und nichts von der Ermordung der Pcarl Forbes zu wiffen. EW Versuch, elnen Mann auch j Ohio lebendig zu verbrennen. lN Neue Bundesscnatorrn. M. S. om m m wslmr von Vtmnmmm rr . . , . w fr x ... ;uf. kruo iaj roicocr in orn cimi gcuiuiiu. Scheußlicher Lynchmord. Leavenworth, Kas., 16. Jan. Dr Neger Fred. Alexander, welcher am Samstag Frl. Eva Rath zu vergewaltigen versuchte und außerdem dringend nar A4 ynnr im (fllsrt f) n Wm flir utimuny iimi, im iiguu wm. Pearl Forbes von hier vergewaltigt und 1 .i'.'vl.l ... 1. l, . AM C h 3 M holte sie verschiedene Stücke Eisenbahnschienen herbei, welche sie als Rammen brauchten und vor deren Gewalt d Thore des Gebäudes schließlich nachzaben. Alexander wurde ergriffen und von der rasenden Menge nach dem i m(IUpiaHC (CHICS OC l V l. tU.lt Ii3 uiui. ' Port wurde eine Eisenbahnschiene in . . i 4 1. Schauplatze seines Verbrechens gezerrt. t rde getrieben und Älexanoer mir cettcn an dieselbe gebunden. Hierauf wurde Petroleum über ihn gegossen und die menschliche Fackel in Brand gesteckt. Alerander betheuerte seine UnUZ j- ' ii Ckf . j , cuid vl zum ieyien '.llgcllvu,. an hgte Alerander unter umiassenden Vorsichtsmaßregeln von Lanfcjj. nach hier gebracht. 50 Hilfs' ! Marschälle eskortirten den Wagen, in welchem der Gefangene saß, und es geI lang pcr Polizei dadurch, daß sie die Aufmerksamkeit der erbitterten Vo'ks- , man momentan ablenkte, den Gei fangeren sicher in s (Äesangnin bin- ! ter Schloß urd Riegel zu bringen 111 , Thoren des Gebäudes wurden sofort eschloyen und die Ausforderung der ' Lyncher. ihnen den Gefangenen auszuiirr nur'rtp nnm Ch?rttT lDertiar DU livut vv . i vm v w- ' " 1 I m debämmer und Meißel, mit welchen dieselbe bearbeitet wurde, und der Zellenraum füllte sich augenblicklich mit einer nach Rache lechzenden Menge an. Nach längerem Suchen wurde Alexander zusammengekauert in der äußersten Ecke einer dunklen Zelle entdeckt. Mit einem unmenlwlicyen ulygeyeut stürzte die Menge auf die elle los, Schmiedehammer und Meißel thaten wenigen Minuten ihr Werk Raubthiere stürzten sie sich aus das einen Schrei des Ent! "sstief, Alle versuchten gleichr j ber die sonneren vertheidigten ihn gegen die , ,t, v.t'.'." ? ' n o Angriffe der wüthenden Meng und zerrten den Unglücklichen, der einen Schlag mit dem Hammer auf den Kops erhalten hatte, aber noch bei Bewußtsein war. beim Rockkragen in die Straße. Über die Dritte Straße hinweg wurde Alexander in den Hos des oi"-,,,,-? ,,, i s aufgefordert, sein Verrechn und dort zu ge stehen. Er betheuerte seine Unschuld und sagt!, daß er für ein Verbrechen sterben

müse, daß ein 'Rnverer begangen. Du .Geist" meyr Zupfer verlange. Wal?renl lügst' schrie ein großer KerZ und schlug I eines Tage durchschnitt die Squaw eiihn drei Mal mit der ??aust vor den ! nes äuptlings ihrem Jüngsten die

Kopf, aber Alerander betheuerte mit fester Stimme seine Unschuld. Die Lyncher zerrten ihn dann an einen Baum heran und suchten nach einer Kette. Wiederum forderte ihn die Menge auf, zu gestehen, aber er betheuerte abermals seine Unschuld und weigerte sich mehr zu sagen. Bringt ihn nach dem Schauplatze seines Verbrechens!" schrieen einige und der Aufforderung folgte sofort die That. Um ein Viertel nach 5 Uhr war der Platz erreicht, wo Pearl Forbes ermordet worden war. Eine Bahnschiene wurde aufrecht in die Erde gerammt und befestigt. Holz darum geschichtet und Alexander mit Ketten an die Schiene befestigt. Dann wurde Petroleum über ihn ge- : gössen und der Scheiterhaufen in Brand gesetzt. Schon während bxt Flammen an ihm emporschlugen, betheuertc er noch, nicht den Mord an Pearl Forbes begangen zu haben, aber ' die blutdürstige Menge übertönte sein Flehen mit einem wahren Jnmanergeheul, und fünf Minuten spater hing , . . tr yy. . , m ,, ri , f, j formlose Masse des Gelynchten leblos von dem nnpromsirten Marterpfähle nieder Trotzdem an der Schuld !) ier,iniir'ä flitrn Mn 'Ümctfpl flpftphpn . Alerander's kaum ein Zweifel bestehen kann, so gereicht die Art und Weise, wie i ! er sein Verbrechen büßte, dem Staate ! Kansas zur dauernden Schande. Gouverneur Stanley ist im höchsten Grade über die Lnncherei aufgebracht ' : und verdammt die Handlungsweise des Sheriffs Everhardy in ven matzlosesten j Ausdrücken. Der Sheriff von Leavenworth ist entweder ein bodenloser Schuft oder ein verächtlicher Feigling," sagte der Gouverneur. Es gab avso lut keinen Grund, warum der Neger nicht bis auf's Aeußerste vertheidigt werden sollte, und wenn ich die gesammte Militärmacht des Staates hätte aufbieten müssen. Die Truppen von Leavenworth und Topeka hatten bereits Marschordre erhalten und nur auf die ausdrückliche Versicherung des Sheriffs Everhardy hin. dah er den Gefangenen unter allen Umständen be- . . .' schützen könne, habe ich mich bewegen lassen, die Marschordre zu widerrufen Der Superintendent des Zuchthauses , in Lansing hatte kein Recht, Alerander

' . ' ' . 5 . und es ist eine unauslöschliche Schande fwf ho .imdon spinnt Qnninä. hnfc in u i ctii ytvjj.n w i u u i uiuiiua, v. solch grauenhaftes verbrechen nn Schatten seiner Hauptstadt stattfinden konnte, um so mehr, als genügend Militär in jedem Augenblicke zur Disposition stand, um Recht und Ordnung aufreckt zu erkalten. Die Todesstrafe muß in Kansas wiej der eingeführt werden. Dann werden l c.uck solche Greuelthaten vermieden werI den." .t:. :tl ormifi.w. -i;ic riKiiiru j.'iuyucuci uci ccij9t bung sprachen sich in demselben Sinne aus. A u g u st a , Ga., 16. Jan. Ein unbekannter Neger ist bei Elko, S. C.. weaen eines kriminellen Angriffs auf eine Frau Wilkin Hair gelyncht worden. C'in anderer Neger ist wegen desselben Verbrechens verhastet worden. C- ist aber nickt bekannt, ob er auch gelyncht worden ist. Abergläubische Roth Häute, Wickita. Kansas. 16. Jan. Schauerliche, fast unglaubliche Vorgänge werden v m der Cheyenne-Reser-vation im Jndianr-Territorium gemeldet. Die abergläubischen Roihhäute. die zur Zeit einen ihrer gräulichen Todtentänze abhalten, sollen bereits über hundert Kinder gekocht und deren Fleisch verzehrt haben. Vor einigen Wochen starb das Erst-

dort zu behalten, da er keines Vordre-' nach -ione ouniy. n rurzer eii chens überführt war. und konnte nichts ' verlor er seinen ganzen Reichthum und anderes thun, als den Gefangenen an 1 verarmte nach und nach so sehr, dah er den Sheriff Everhardy auszuliefern, seinen Kindern nicht einmal eine orals dieser darauf bestand. Aber das dentlicke Erziehung zu geben vermochte. Leben des Gefangenen hätte unter allen , In den letzten Jahren seines LebenS Umständen besckünt werden müssen. war er auf die Mildthätigkeit seiner

geborene der Frau des 5äuptlings tern" erst recht heiß machen werde. AnNellow Bear". Die junge Mutter ! dere Temperenz-Frauen wurden 'hr

wurde wahnsinnig und im Dlirium rief i - Ll sie den Fluch des großen Geistes" auf die Jugend des Stammes herab. Thatsächlich brach bald nachher eine Seuche unter den Kindern aus und sie starben ; massenhaft dahin. vorletzte Woche zog sich der Medizin- ! mann auf mehrere Tage in die Ein- ! samkeit zurück und als er wieder erschien. erklärteer, daß der große Geist" ; nur durch einen Todtentanz versöhnt

werden könne. Sofort begab sich der , Pool. ganze Stamm nach den Wäldern bei S t. I o h n, N. F.. 15. Jan. AnStroud und die gräßlichen, haarstrau- j kommen: Ontarian" von Glasgow benden Ceremonien begannen. Die d Liverpool, nach Halifax und PhiLeichen der in den letzten zehn Tagen j elpbia bestimmt, verstorbenen Kleinen wurden in arosten ; m . n..w ir v .

Kesseln gekochl und ihr Fleisch von den Erwachsenen, die sich nach und nach in eine wahnsinnige Aufregung hineinarbeiteten. verschlungen. Die Sterblichkeit unter den Kindern dauerte jedoch fort und der Medizinigann erklärte, daß der erzürnte große ' . . . r

Kehle und beschmierte mit dem Blute des unglücklichen Geschöpfes die nocb nicht von der Seuche, deren Natur nicht bekannt ist, dahingerafften Kinder. Der Jndianer-Ägent Mitchncr ist von den Tänzen und der Mordthat benachrichtigt 'worden und wird versuchen, die über die Heimsuchung ihres Stammes völlig verrückt gewordenen Rothhäute wieder zur Vernunft zu bringen. Die Erben WilliamMarsh Rice's gefunden. P o p l a r Bluff, Mo.. 16. Jan. Drei junge Leute von Stone County, die bisher nur bittere Armuth kannten, werden in absehbarer Zeit im Besitze ungeahnter Reichthümer sein. Sie sind die Erben des am 23. September vorigen Jahres in New Aork unter so mysteriösen Umständen verstorbenen und allem Anschein nach vergifteten Multimillionärs Wm. Marsh Rice. In einem der von ihm hinterlassenen Testamente, das von den Gerichten als das einziq echte anerkannt werden

mff4 k?tmmf ftir fftnn ftrmn ' VUUll. wiiiiiiiiii wnw iiiivn uimiti Verwandten bekanntlich einen großen l a mm Dclans , Vermögens. Mills C. 3 Owens, der Vertreter eines New Do? ker Anwalts, kam letzte Woche in Galena an und stellte Nachforschungen nach Col. David Rice. den Bruder des er ! mordeten Millionärs, an. Duich den t. Ff ? . T C-P. T Sheriff Oliver erfuhr er, daß Col. Rice am 30. Dezember 1898 das Zeit, liche gesegnet hatte und seine drei Kinder, B. F. Rice. Bird Rice und Frau Lottie Clark, im südlichen Theile des Counties wohnen. Die bitter armen und ungebildeten Leute waren, als sie ! von der Ire erwartenden Millionen ! Erbschaft hörten, vor Erstaunen sprach, ' los. Der verstorbene Col. Rice, dessen : Kindern nun fürstlicher Reichthum ' winkt, war vor vielen Jahren mit sei ! nem ermordeten Bruder in Texas an ! großen Unternehmungen betheiligt. 1 Aus einem unbekannten Grunde enj? ( k t- j- i on ... t . c"",.-ri Zweuen na) oie eiven. xcr vern, der im Bürgerkriege ein Regiment der Tcxat Rangers kommandirt hatte. kam mit einem bedeutenden Vermögen . .. t r-M. i Nachbarn angewiesen. Seinen reichen Nrikd-r ifw,'ibnte der vom Unolück ver Bruder erwähnte der vom Unglück ver folgte Mann seinen Kindern niemals, und sie hatten keine Ahnung von der Existenz des Millionen-Onkels, dessen glückliche Erben sie werden dürften. , Bankraub. Jamestown. Tenn., 16. Jan. Die Peoples Bank von Livingston. Overton County. wurde in der Nacht zum Diem'tag von Einbrechern gesprengt und um $5000 beraubt. So weit hat man nicht die geringste Spur von den Dieben gefunden. Livingston lieqt 15 Meilen von der Eisenbahn entfern! und Einzelheiten waren daher vorläufig noch nicht zu erlangen. Frau Nation wieder frei. W i ch i t a. Kas.. 16. Januar. Die Quarantäne, die über das Countyge fängniß verhängt worden war, ist anz Dienstag wieder aufgehoben worden und Frau Carri Nation, die unter der Anklage steht, in einer Hotel-Bar einen Spiegel und ein wenhvolles Gemälde zerstört zu haben, würbe dann gegen 5200 Bürgschaft in Freiheit gesetzt. Ihr Prozeß ist auf nächsten Montag ange setzt worden. Nachdem sie freigelassen worden, er klärte die Frau einigen gleichgesinnten Freunden gegenüber. daß sie es jetzt den GesetlZs-Uebertre beistehen und sie würde nicht eher ru i ä a frfpr r.? hen, bis alle Joints" geschlossen seien. Die Wirthe haben Wachen vor ihren Lokalen aufgestellt, um zu verhindern. daß Frau Nation und ihre Gleichge sinuten weiteren Schaden anrichten. Echiffsn ach richten. Philadelphia, 15. Jan. Angekommen: Pennland" von Liver'ls. n c i i u ii u. jjic. lü. ruii. ?n gekommen: Tunisian" von Liverpool, via Haliiar. Antwerpen. 15. Jan. Abgegangen: ..Tanis" nach San Francisco. Weitere Depeschen auf

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