Indiana Tribüne, Volume 24, Number 117, Indianapolis, Marion County, 14 January 1901 — Page 7

s Jndiana Tribüne. Montag, den 14. Januar 1901.

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Argusaugen. Roman rcn OBkck Höcker. (Forlsetzung.) "DKtnG Kleist hafte den ihm von Frau Hölderlin arglos ausgehändigten Schlüsse! der Doctorssrau hmgehal-

trt. Schaudernd wick sie zurück. Der Schlüsse! fand sich allerdings rn fteiinas zuruagelanenem Anzuz. ; stammelte sie. j ..Der Thäter muh ferner darüber ( srientirt gewesen sein, wo die Brief- j schaffen von Fritz Beyer aufbewahrt. muß überhaupt mit den Räumlichkei ien des mxQu's" vertraut gewesen sein. Beides trifft auf Felicia zu. Und nun zum Schluß lesen Sie. bitte, das all.'rdings nur ungenaue Signalement der Radfahrerin, die nach dem Mord aus dem Hause entkam, sich draußen auf der Straße, im Schutz der Dunkelheit. auf das in einem benachbarten Thoreingang verborgen oehaltene Aweirad schwang und nach dem Jungsernstieg zu. in der Richtung auf diese Gegend hier, entkam. Wenige Minuten vor halb sieben Ubr verlor der Verfolger die Spur der Radfabrerin in der Berqstraße. Punkt halb sieben Uhr aber f iaf Felicia Bener in Ihrer Wohnung ein." ..Entsetzlich! Entsetzlich!" rief die ganz fassungslos gewordene Frau. ..In der 'Tunkelbeit bat man das Antlitz des Flüchtlings nicht genau zu erkennen vermocht. Nicht einmal über die Haarfarbe liegen unanfechtbare Meldungen vor. Nur einer der Passanten. der die flüchtende Äaofabrerin gesehen hat. giebt zu Protokoll an. daß sie blonde Haare undein Costüm gehabt babe nun. fo wie ich es bei Frau Hölderlin liegen gesehen habe. Und das ist noch nicht Alles, gnädige Frau. Bei einem Ringlampf nach der That mit mir und meinem Begleiter brachte die Mörderin des axmen Referendars mir diese Wund? bei sie selbst aber muß sich gleichfalls dabei verletzt, wenigstens mit Blut befleckt haben. Damit stimmt ti, daß Felicia, als sie athemlos. verwirrt und erregt hier eintraf. Ihnen irgend ein dunkles Märchen von einem Unfall erzählte. Heftpflaster von Ihnen verlangte und daß ich persönlich feststellen konnte, der rechte Aermel ihrer Radfabrerbluse zeigt Blutspuren auf und auch ihr Taschentuch war. wie mir Frau Hölderlin in ihrer Arglosigkeit erzählte, von Blut roth gefärbt!" Frau Dr. Fincke wußte nun nichts mehr in erwidern. Diesen schier erdrückendenBeweisen gegenüber versagte jeder Versuch einer Vertheidigung. ..So wird man die Unglückliche verfolgen die kaum Vermählte von i!?rein Gatten reißen und sie unter Anklage des Mordes, begangen an ihrem Verwandten, stellen?" ..Gnädige Frau, wenn die Unselige sich dieser That schuldig gemacht haben sollte, dann giebt es meiner Ar.sicht nach kein Mitleid mehr mit irr. Dann kann man nur den Gatten fo dauern, der neben solcher Ruchlosigkeit. . . ..Beschimvfen Sie sie nicht!" siebte Frau Dr. Fincke rach einfallend ent nocb nicht! lassen Sie mich M rttta t ..Wie gern würde ich Ihnen Hoffuung geben. Aber es ist mir doch schon fo klar, so unumstößlich fest ich muß an ihre Schuld glauben. Möglich. daß die Richter ihr Verbrechen mit der begreiflichen Erregung zu erklären versuchen werden juristisch ausgedrückt also ccr einen Todlschlag annehmen, als einen kühl vorbereiteten Mord. Doch die Mitführuna einer so aeiäbrlicken Waffe und außerdem die unmenschliche Zurichtung des Ueberfallenen schließen alle den Umstände wobl beim m:!d'.nt' Urtheilsspruch aus." Barmberzig??!" stöhnte die Doctorsfrau. Und Sie sind grau'a cenua. zu verlangen, d.ih. ick Ihnen zur Verfolgung, zur Ergreifung der ?r - irrten. Vcrblendtten. Wahn'.tzlg'N behilflich fem lolV" ..Oder wollten :e es etwa lieber

sehen, van ite irgenowo nn D0I aucp m qüc Worcester alles tf Gegen die Ausführungen des Amewobin sie sich gefluchtet hat. sicher ror ia-itn Material fleißig zu sa- rikaners wußte Weindel nichts einzuVerfolgung, das eben einer re.t- wenden. Das Paar fubr mit der Bor-

schaffenen Frau mit allen bürgcil-n (5b ren aenietzt? Bedenken Sie, datz ne . , . m wl Kindern das Leben geoen konn.c, tu den Keim des Verbrechens in sich :ragen würden. Bedenken Sie, daß in eine Mörderin dzs verant-rrrtunq-voll: Amt einer Erzieberin gegangen könnte!" Eine lanqe Pause folgte. Frau Dr. Fincke weinte. Wenn sie schuldig ist. aewik. dann nn soll sie suynen: sagte - r r r r t r . sie endlich tief ergriffen. Lebbafter und wärmer aber fuhr sie fort: Doch wenn sie unschuldig ist bedenken Sie. day die Ausgreifung, der Schreck, die Scham, die unverdiente Schande sie todten würden!" Wenn sie ein remes ewinen yar, so wird sie mit freier, offener tirn vor ihre Richter treten. Sie waren beide aufgestanden. Der armen, jungen Frau war's so eng im Halse, als ob man ibr die Kehle zuschnüre. Gut denn." preßte sie mühsam hervor, sobald wir etwas über ihren Verbleib vernehmen, soll Ihnen Nachricht werden! Dietrich Klem verbeugte sich ehrer-

bietig vor der jungen Frau und ging. m Stillen aufzunehmen. Im vorlie- der Insel. AIs er die Thür hinter sich fchloß.hör? genden Fall foll Niemand weiter ori- ; Es fragte sich nun. ob das Paar sich er die Unglückliche in erschütternde cntirt werden als der Unterfuchungs- von Ryde ans westlich nach der HauptSchluchzen ausbrechen. rickter. Ich lasse mir von der vorae- fiadt Rewport beaeben und von dort

IX. Aus dem nächsten Postamt ließ sich der Recktsanwalt mit dem Crimina!Eommiffarius Weindel. den er nach manchen vergeblichen Anschlüssen end-1 hch im Jnstizgebäude erfragte, telepho-, nisch verbinden. 15 r bestellte ihn in seine Wohnung, ließ sich jedoch noch

nicht naber darüber aus. was er mix (5r bat ihn ' ' ihm zu verhandeln hatte aber gleichzeitig. Stanway ausfindig! zu machen und mnzuoringen. Frau Ata, der er bei feiner Heimkehr haarklein berichten mußte, athmete befreit auf. als sie vernahm, datz der Verdacht sich von Ellen abwälzte. Dietrich notirte sich gewissenhaft Alles, was er vernommen und was er durch eigene Combination festgestellt hatte, um späterhin auch in Kleinigkeitcn nicht von seinem Gedächtniß im Stich gelassen zu werden. In den Nachmittaysskunden fanden sich Weindel und der Amerikaner bei ihm ein. Trotz der Festnahme der Miß Worccster fcattc feit Criminalpolizei in ihren vielseitigen Recherchen noch nicht nachgelassen. Mehr, als schon gestern Abend bekannt gewesen war. hatte man aber doch nicht erreicht! l ... r , t. ... ... X. l n ! r i Jtui u uici iiuiicii uic uuui;i i ... . 'r .,...1 minaituen in rsairung qcoracni, oaij : 1 ... . I . bn.ä mit d?m he Ä u da ausgeführt worden war, von dem Mörder nicht an den Thctort mitgcbracht, sondern von ihm in der &i.)MMg Beyer's vorgefunden worden war. Zur Bemessung der Schuld und der Sübne war dies sehr wesentlich, denn das Verbrechen kam dann ihr auf einen Todtschlag denn auf einen überlegten Mord hinaus. Leider lie' sich aber die Angelegenheit nicht genau feststellen. Einer der Händler, bei denen der Ecmmissär eine Rachfrage gepalten, hatte erklärt, daß dieser Dolch aus einer Fabrik stamme, deren einzige Niederlage hier in Hamburg er inne babe. Wenn also das Messer in Harn bürg überhaupt gekaust worden fei. dann könne es nur bei ihm erstanden sein; und er vermochte auch gleich binzuzufügen, daß dieser Kauf schon über vier Monate zurückliegen müsse. ..Woher wollen Sie das so genau wissen?" fragte der Eommissär. ..Das Muster war schon im November ausverkauft; ich bestellte alfo rine neue Sendung; die fiel aber etwas clkganter aus die Griffe hatten durchweg eingelegte Arbeit." All Stanway dies hörte, nahm er sofort den Groom in's Verhör. Der mußte doch wissen, ob sich in der ! te: nen Häuslichkeit des Erschlagenen em solches Instrument befunden hatte. Der Groom. der noch immer wie vor den Kopf geschlagen war von der furchtbaren Erschütterung des vorigen Tage-, wußte es aber nicht genau anzugeben. Da dann auch der Commisfär sich davon überzeugte, daß die Aussagen des verwirrten Groom teinen Werth hatten er stellte ihn binsichtlich der Aufzählung anderen Inventars der kleinen Wirthschaft auf die Probe , so mußte man sich mit der Möglichkeit bescheiden, daß Beqer selbst einmal das Stilett gekauft und es dann achtlos in den Handwerkskasten in der Küche geworfen hatte, woselbst sich der Mörder wahrscheinlich krst nach einer geeigneten Waffe umgefehcn hatte. Als die beiden Herren geendet, b?gann der Rechtsanwalt mit seinen Entbüllungen. Anfangs begegnete er großen Zweisein ; je weiter er aber in seiner Darstellunq kam. desto aufmerksamer, gespannter folgten die Beiden seinen r. r ' r T-X.1..C -. -

:ausTuoruaa.en. um auuB, ui u j urmich gewesen sein. Fellcia Beyer ein Argument nach dem andern auö- ag nicht wenig unter der Seekrankspielte, erregte er geradezu Sensation, it gelitten haben. Es wäre also ganz Frau Ada. die um Zulassung zu natürlich, wenn die junge Dame zudieser (Konferenz gebeten hotte, sah das nächst eine unüberwindliche Abneigung Paar fast flehend an. ..-lnd ie nun gen eine erneute, wenn auch noch so also endlich davon überzeugt, daß Sie ! kurze Seefahrt geäußert hätte. Das der unglücklichen Miß Woiccfter Un- nahe gelegene Southsea mag dem recht gethan habtti?" Paare damals als besonders beMeinde! lächelte. Wenn wir auch miem erreihhnr hn-Tnrfirnh erlthie

! neue und ich g?s:ebe seniationelle Wendung mit größtem Intereffe untersuchen werden, so wird unä vas trotzdem nicht abhalten, nack wie : freiae! , o wird ste nicht auf der Stelle lassen?" I'-aate Ada enttäuscht. ..Mo denken S-ie bin. rau Rechtsanwaltl Selbst, wenn ste die böckste Eoution stellte, nicht in solchen Ver - dachisfäüen giebt es leinedei Rücksia'ten. Aber um eine Rücksicht möchte ich Sie doch ersuchen, meine Herren! faf.tc nun Dietrich Kleist. Und 5 überzeuqt. daß Sie ; . u P r K schon au einem aewiiini Tanlvarleitögefut'i meiner Bitte nachkomrien werden." Befehlen Sie. Herr Rechtsanwalt !" sagte Stanway. Wäre es nicht zweckdienlich, wenn man die neue Fährte vollkommen gi- , räuschlos verfolgte ich meine, ohne ; Da darüber gleich allerlei alarmirende Nachrichten in die Öffentlichkeit aelangen? Es wäre mir das schon wegen Frau Dr. Fincke angenehmer, die unter der Verdächtigung ihrer Freunbin nicht weniger leidet als meine Frau unter der Jnhaftirung der Miß Worcester. erklärte sich dazu Der Commisiär , ber.it. vorläufig die Verfolgung ganz

letzten Beyorve den ertorfcerltcrjcn Ui-; meueicftt emen Ausflug nach dem viellauft geben und mache mich Zofort auf j besuchten Badeorte Cowes unternomdie Veriolguna." men habe, um sich daselbst Osboine. d) bealci'te Sie." sagte Edward i den prächtigen Landsitz der Königin

Stanway,

falls es Ihnen recht ist." Victoria, anzusehen, oder ob es etwa ... ....lt. n, e it . n l .1 L. r;'.ti j. !

Vier Augen sehen mekir als zwei!" sagte der Criminalcommissarius. Noch während der Anwesenheit der beiden Fremden traf ein Bote oon . , c m:r c ümac 8 cm' Lcr clucn niKi u1":. JQauig eroraco oei yicajisaiiiuaii uax Eouvert - und hielt ein aus England eingelaufenes Telegramm in Händen, Vor wenigen Stunden in Portsmouth ntfacficcen und oü .rm Dr. Finde C ' f frtftVi m . ? .BWKich oeremi. Bor langern Sccise dankbare Abschiedsgrüße. Felicia." mM . Dietrich Kleist las die Depesch: und reichte sie den Anderen. Sie muß sich sehr sicher fühlen! meinte tanway. Der Eommissär schüttelte den Kopf. Sie stehen dicht vor der Flucht aus Europa. Vermuthlich ist ein überseeiscnes Land ihr Ziel, von dem aus )t nach ihrer Heimath nie wieder zurückzukehren gedenken ,,o neißt es euen. pc ciiizulltt. rief der Amerikaner. ..Denn wenn sie erst fremden Boden unter den Fußen , .r . . -.-...UUr, I" .t ... t li.ik ?n ist tfirc Festnahme bei weitem ! ?z7' . ' , 4mer1ft0r lu'w,u,a"' ..jedenfalls werde ich beute noch ' einen Berhaftsbefebl zu erwirken suchen." Die beiden Eriminalisten verließen das Ebepaar ohne langen Abschied. Weindel begab sich spornstreichs zum LandrichteFresenius. während Stanway sich in s Bureau der englischen DamnHms - Gesellschaft verfügte. Sonnabend. 16. März, gelangten an Bord des Salondampfers Z'ce Solent" wei eleaant austretende Ver-

gnügungsreifende zur Rbede von :. rische Paar felbst ausfindig zu machen. Portsmouth. Niemand keiner der j Ihr nächstes Ziel war der Seebadeauch ob ihrer Findigkeit so berühmten , crt Ventnor. Da die ..Saison" noch englischen Constablers und Tetectivs nickt begonnen hatte, so war es eine hätte in dem vornehm equipirtenPaare i verhältnißmäßig geringe Arbeit, die

die beiden Hamburger Ertmtnaltsten wiedererkan. Mr. Stanway hatte das Air eines richtigen ..Globe-Trotter"; Weindel aber konnte mit seinem wettergebräunten Teinf. dem krästigen. martialischen Scknurrbart sehr wohl für einen deutschen activen Hauptmann oder Rittmeister auf Urlaub gelten. Da der Eriminalcommissarius Portsmouth noch nicht kannte, so kam ihm die sachkundige Führung des weitgereisten Amerikaners sehr zu statten. ..Es ist nicht anzunehmen." sagte Mr. Stanway zu seinem Begleiter. ..daß das junge Paar sich nach der Landung in Portsmouth in der Stadt selbst aufgehalten haben sollte. Portsmouth bietet gewöhnlichen Besuchern Nicht viel, es ist entschieden nur Kriegs

Hafen. Nun, und für die königlichen , Winde vollkommen geschützt ist. einen Schiffswerften in Porthea. die Fort Weltruf. von Gosport und die in's Meer vor- i Hier in Lawrence aber fchien's fchon geschobenen auf Sandbänken errichte- , geradezu Sommer zu fein. Myrthen. ten Pai.zcrthürme. die. den Hafenein- I Fuchsien. Verbenen und andere exotiaana vertheidigen, dürften die Äerr- ; sehe Pflanzen wuchsen hier im freien.

schaften wohl ebensowenig Interesse gehabt haben. Ich nehme vielmehr an. daß sie sich sofort nach der Landung am Mittwoch nach Southsea beaeben haben." Southsea ist eine südöstliche Vorstadt von Portsmouth und gilt als sehr beliebter Badeort?" Ganz richtig. Herr Commissär. Und es erscheint mir am wahrscheinlichsten.datz das Paar dort seine Trauung hat vollziehen lassen." Fcicht auf der Insel Wiaht?" Stanwar, schüttelte ben Kopf. Tie Ueberfabrt der The Solent" soll sehr . .. . . - L . ' ' nen sein.zumal der weltberühmte Wintergarten des Bades ihnen dort zur j festlichen Begehung der Hochzeit zur ; Verfügung stand." ortbahn also zunächst nach Soutbsea . und fnrfit dnr dnä snrnrtnf? 5Wnri botel ai.'f Wnm hmm ysttf'en'b.is hniien sie nfte miiimzmerihe erinh. ! ren. Felicia Beyer hatte den Wintergar ten von Soutbsea schon als iunae7?rau besucht da ihre Trauuna mit dem - r J Director Hüttl sofort nach der Landung in der St. Thomaskirche stattgefunden hatte. Das iunae Ebevaar hatte sich m Southsea aber nur bis Mittag aufgehalten. Nach dem Früh stück, das es in der Glasveranda des Badehotels eingenommen, war es auf dem directesten Wege nach der Insel Wight gefahren, indem es wahrscheinlich die Dampffahre ttn Portsmouth benutzte, die zur anderen Seite des Hafens. nach Gosport. der Zweigstation für Southampton. führt. In GosPort fand es jede Stunde Anschluß mit der Bahn nach Alverstoke. von wo aus die kürzeste Dampfschiffsverbindung mit der Insel Wight stattfindet. Die beiden Kriminalisten nahmen diese Tour und landeten schon Nackmittaas in Rvde. einem 5)auvtbadeort

den Aufenthalt in einem der südlichen

romantisch an der malerischen Felsenküste gelegenen kleineren Badeorte vorgezogen habe. Auch hier zeigte sich Stanway als Menschenkenner und namentlich als Kenner der deutschen Charakter-Eigen-thümlichkeiten. Ihre Landsleute." sagte er lächelnd zu Weindel, haben von Alters her einen geradezu überraschenden, sehnsüchtigen Drang nach den weichen, üppigen Reizen südlicher Gegenden. Ich glaube nicht fehlzugehen, wenn ich die Vermuthung ausspreche, daß auch Hüttl und seine junge Frau größeres Interesse für den romantischen und im Klima fast an Italien erinnernden Süden der Insel gebabt haben mögen, ais tur die meyr äußerliche, fast wettstädtische Pracht von Cowes." Die beiden Herren entschlossen sich daraufhin, von Ryde aus zunächst die llenbahn nach Brading zu benutzen. ; Aon. hier aus unternahmen sie den von , rn Teutschen bevorzugten Ausflug .rad) den ..Culver Cliffs" im Osten der m ' " " . Jnfel.den fehenswerthen Kreidehügeln, die in off imvosanfer .ftöb? ouer durch das Eiland einem Walle leick fick kis zum äußersten Westrand der Insel, zu den zackigen.von den Meereswogen zernagten ..Needles". hinziehen. In dem noch südlicher gelegenen Sandower entdeckten die Eriminalisten die erste Spur der Flüchtlinge. Die Sorglosigkeit, mit der sie reiften, zeigte sich fchon darin, daß sie sich nickt einmal eines fremden Namens bedienten. Nun war kein Zweifel mehr, daß es den Argusaugen der Verfolger gelingen werde, auch bald das verbreche . Fremdenbucher der Hotels durchzusehen. Im Palace - Hotel erfuhren sie denn auch alsbald von dem Secretär. daß das junge, deutsche Hochzeitspaar, von einer Partie nach dem Boniface-Dower kommend, dem vielbestiegenen, höchsten Punkt der den Süden der Insel einnehmenden Hügelreihe, zwei Tage hier zugebracht, dann aber nach dem unfern gelegenen St. Lawrence weitergezogen sei. Sofort machten sich die beiden Verfolger dahin auf. Die Flüchtlinge hatten sich in der That das hübscheste Fleckchen auf der ganzen Insel ausgesucht. Durch sein mildes und gesundes Klima genießt der südliche Theil von Wight.dcr durch die steilen Felsmauern gegen kalte i Eine Ueppigkeit derVegetation herrschte an dem pittoresken Gestade wie an der Riviera. am Golf von Neapel oder auf Sicilien. Das Badeleben befand stch noch in der ersten Entwickelung. Dennoch fanden fchon käufig Concerte und Reunions statt. Auch am Strande entfaltete stch ein buntes, elegantes Bild. Es ist nicht Art der Engländer, stch an Fremde leicht anzuschließen. Das junge Hüttl'sche Ehepaar blieb also mekrere Tage lang vollkommen unbeStanway und Weindel mußten, um nicht von vornherein Verdacht zu erwecken, die Annäherung sehr vorsichtig vornehmen; und zwar schlug der Amerikaner vor. daß stch der CriminalCommissarius ihnen als Landsmann vorstellen und ste aushorchen solle, während er. Stanway. sie in unverdächtiger Weife von weitem auf's Korn nehmen wolle. Zu diesem Behufe trennten stch die beiden Genossen. Stanway bezog ein bescheidenes Hotel, während Weindel sich im Excelsior - Palace" einquartierte. Beim Lunch.der in der Glasveranda des am strand mit entzückender Aussicht auf die elsensebroffen der Ab..ange qeleoenen oiel genommen wurde, wußte sich Weindel in der Nähe der beiden Teutschen zu placiren. Mit Tit r- n 1 1 P. 1t a miistfto n y kibfi H i8u3uuyui "iniiiui u wu uui fntnr4 nftr in fcnrmsns setzend, wenn ihn ein Blick der nach uvv iiuv uvi .uv v jjl li.ni UUI' außen hin sich ganz unbefangen ebenrn. ' K 1I den Menschen streifte. j Er fuchte völlig unauffällig die Bekanntschaft der beiden Landsleute bei .Hcy unv nellte ncn als preutziicher .nfanterie-Zfsicier vor. (Fortsetzung folgt.) Feincs Gebäck tt. ie Torten, Lebkuchen, Pfeffernüsse, Tpringerli, Tächfische Stollen, Buttcringe, Zu haben bei Bernhard Thau, 861 Hosbrook Straße, Martrftand I. tan Neues kelevdon 3258.

Taglicher Marktbericht.

Biehmarkt. Indianapolis Union Viehhöfe, 13. Jan. ' ' 1 ' v Rindvieh. Auscrlcfene bis prima S'.icre, 1350 Pfd. und aufwärts 15.00 5.60 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.40 5.00 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere.. .. Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd Gute bis gewählte Rinder. 4.35 5.00 3.90 4.40 3.60 4.25 Gute bis gewählte Rinder. 3.60 4.35 Mittlere bis gute Rinder. 3.10 3.50 Gewöhnliche leichte Rinder 2.tt0 3.(0 !Gute bis gewählte Kühe. . 3.25 3.85 j Mittim bis gute Kühe. . 2.60 3.25 , Gewöhnliche alte Kühe.. 1.10 2.35 Kälber 5.00 6.00 Schwere Kälber 3.00 5.00 Kälber . Schwere Kälber Prima bis fancy Export Bullen Gute bis gewählte Schläch lcr Bullen Gewöhnliche bis guteBullen Guie Kühe mir Kalb.. .. GewöhnlichcKühe mit Kalb 3.60 4.00 3.60 2.50 $30 15 .85 .00 40 25 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $5.25 Gemischte u. fchw. Packing 5.20 Guie bis gewählte leichte 5.20 Gewöhnliche leichte 5.15 Pigs 4.25 Roughs 4.50 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.00 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 Gute bis gewählte Schafe 3.25 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 Ttockers 2.00 Böcke, per 100 Pfd 2.50 5.30 5.25 .'..25. 5.20 5.10 5.00 5.50 4.75 4.00 3.00 3 0) 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen, $3.00 für 300. Aevfel, $2.50-$3 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln. Perfische 5c-6c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Birnen, hiesige, $1 per Bushel. Cranberries $3.00 per Bufhel Crate. Orangen, $3.25 $3.50 per Box. Gemüse. Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln, Spanische $1.50 per Crate; rothe Globe 70c per Bushel ; weiße Globe $2.00 per Faß. Kartoffeln, $1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 55c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Virginia $2.00. Celery, 25-50c per Bunch. Salat 50c per Büschel. Spinat. 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Bieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6$-7c; hiesige stiere 7 8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6c; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hinterviertel 9c; Rind Hinterviertel 8c; Rind Vordervierte! Lc; Kuh Vorderviertel 6c; Kuh Hinterviertel 7c. Frisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hin. tervicrtel 12c; Vorderviertel 8c. Frisches Schafftcisch Lämmer per Pfd. 8c; Schafe 7c; Schenkel 8c: Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c10c ; Cottaae Schinken 7c ; gehäU' tete Schultern 7c, frifche Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tenderloins 17c ; Spare Ribs 7c ; Tail Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Tugar Cured Schinken Erste Ouali tät: 20-18 Pfund 10Zc; 15 Pfund llc; ! 12-10 Pfund 114c; Zweite Qualität 20-18 Pfund 104c; 15 Pfund lOHc; 12 Pfund llc; 10 Pfund llc. ' Kalifornische Schinken 6 bis 8 , Pfund 7c; 10 bis 12 Pfund 7?c; 12 : bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Eurcd ISöcz gemahlter Suaar Cured 1 12c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 12c; ! d bis 9 Pfund im Durchschnitt Ilse; ' 1 A L. 1 - 1 Ci . , 4 4-, 11 .-. iu 0X3 1 !Uiiu im uiaMujmu n, : r 1,.X i, T,.AA4 111-. O Miiv Uli Uiui uuiiii , 'u, iuu4 , 1 1 : n , ; !6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. ! veck. Enal. Gewühlter. 8 bis 10 ... . Pfund im Turch'chnitt, 12k; 10 bis . 12 Pfund im Durchschnitt, 12c. , Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchichnitt, 84c; 'laresciten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 94c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 9c; Klare Bellies,25bis 30Pfd.,8zc; 18 bis 22 Pfd.,9i!c;14bis 16Pfd., 9c; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 8c; Rücken 12 bis 16Pfd.,9c; Klare Rücken 6 bis Pfd., 9c. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Pfund 8c Gepöckcltcs Schweinefleisch, Knochen lofcs Fancy Pig $19.00; Klares Bean 18.00; Family 16.50; Short Clear 15.00: Rumpf 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, llc; Außenfeiten 9c; Innen feiten 13c; Knöchel 12c. Schmalz, in Tierces, 1. Qualltöt 9c; 2. Qualität 8jc; 3. Qualität 8c.

Würste, Geräucherte BrumurstZ e; Frankfurter 7tzc; Wicnerwuch 7c; Knackwurst 7s c; Bologna in Darm: ezc, rn TuchI64c.

Fische, Austern und Wildpret. Handler-Prelfe: Clams Little Necks 75c per 10v ' Hummern 25c ver Pfund Froschschenkel, $1.50-2 per DtzdZD Austern BesteBallimoreoderStand ards, $1.00 per Gallone; beste Balti, timore Selects, $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New York Counts 35c; I. S. F. & üo. Selec 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. 18c; R. 15c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c; Häringe 5c; Perch 5c; Weißfisch 9fo See Forellen 9c; Red Snapper 8c; Kennebec Hechte 15c; Blaufische 10c. Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisch 10c; No.1 Pickcrcl 10c; No. 2 Pickerel oder Blue Pike öc; Black Baß 15c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Prei'e : Butter, frifche, 11c ' Eier, 1c per Tukcnd. Hühner 5c;Turkeys : jungeHähne IC Pfund und darüber 1: ; junge Hennen 7 Pund und darüber iU ; alte Hennen 54c ; alte Hähne 4c; tzulls und Krumbrünige 4c ; Enien 6c; Gänse 5.40-0.00. Getreide. Weizen-No. 2 rother 77c auf den Geleisen, 77c von der e; No.3 rother 73-75c; anuar 77c auf den Geleifen; Wagenweizen 76c, Korn-No. 1 weiß 3c; No. 2 weiß 38c; No. 3 weiß 38c; No. 4 weiß 33z-35zc; No. 2 weiß gemischt 37fc; No. 3 weiß gemischt 371c; No. 4 weife gemischt 33Z-35c; No. 2 gelb 37c; No. 3 gelb 374c; No. 4 gelb 33Z-35e; No. 2 gemischt 37c; No. 3 gemischt 374c; No. 4 gcmifckt 334-354c; an Kolben 36c. Hafer-No. 2 weißer 26c; No. 8 weißer 254c; No. 2 gemischter 244c; No. 3 gemischter 234c Heu-altes No. 1 Timothy 13.0013.50 No. 2 Timothy 11.50-12.50 Kaffee. Folgendes find die Indianapolis Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packetcn: Ariofa $11.75, Lion 11.25, Jersey 11.75, Caracas 11.25, Dillworth' 11.75 Dutch Java Blend 16.50, MaU Pouch 11.25, Gates Blendcd Java 11.25. Groceries. Zucker Dominocs 7.42c; Stückzucker 6.42c; vulversirter 5.02c; LXVk pulverisirter 6.07c; Standard granulirter 5.92c; feiner granulirter 5.92c; CubeS 6.17c; Confectioners' A 5.72c; Ridge wood A 5.52c; Phöniz A 5.42c; Empire A 5.42c; Ideal Extra Golden C 5.37c; Windfor Extra C 5.72c; Ridgewood extra C 5.17c; gelber C 5.27 ; 16 gel ber 5.07. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 3 Pfund, $1.10; Peachcs Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Anana, Tiandard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.26, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$ 1.00; Zucker korn 80c $1.40; Apfelutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Sämereien. Kaufpreise: Kleefamen, Rother, $5-$5.50; eng lischer, je nach Qualität $5-5.50; Al syke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.30-$1.40. Tctail-Preise : Kleesamen, alter, prima, $6.00; neuer $6.50-7.00. Timothy, gewählter $2.7."; prima $21.0-2.20. Blue Gras, Fancy Kcniucky $1.20 per P..sk.s. Prtro rctnPÄ O-RC Vr 58uffcf I , ?UiI)ei, CJItO TClNeS OUt)OC per ?ll'yei. 5täse. Engros- Verkaufspreise, Importirter Zckweizerkäse 27c per Psund; einhei Mischer Schweizerkäse 17c; Wisconsin tfrram Käse 10c-12c; New ?)ork Ched dars 12k; einheimischer Limburaer 12c; Brick 13c. Kohlen. lerne tonne Anthracite 57.00 3.65 2.40 2.15 2.15 2.16 2.15 2.16 1.90 1.90 1.65 1.65 1.15 2.65 9 Rauchlose 4.50 Jackwn 4 00 Pittsburg 4 00 Raymond City 4.00 Winifrede 4.00 Kanawha 4.00 Luhrig 3.50 Brazil Block 3.50 Grcen County 3.00 Jndiana Lump 3.00 Slack 2.00 Bloßburg 5.00 Lump Coke 11c per Bush. $2.75 per 25 Bushel. $1.50 per 124 Bushel. Zerkleinerter Coke 13c perBu. $3.2ö pcrZ25Bu. $1.75 ver 1 2z Bu. A