Indiana Tribüne, Volume 24, Number 117, Indianapolis, Marion County, 14 January 1901 — Page 2

Zndiana Tribüne, Montag, den 14. Januar 1901,

H , nst Jndiana Tribüne, Montag, den 14. Januar 1901

Neuere Wollclt-Stu?ien.

Es roirb schon rängst von Meteore logen anerkannt, daß eine systeinatischere Erforschung der Wolken, in allen ihren Zuständen, uns theorethisch und praktisch recht werthvoUe Auskunft liefern konnte; doch hat man dann noch Teint imponirenden Fortschritte zc'roodjt. Tie schon öfter erwähnte Verrrcn'dung von Luftballons und Dra'xfyen zu diesem Zweck soll ja nicht unterschätzt Tvertxn. Aber Luftballons sind kostspielig und gehen leicht verloiren, wenn sie ohne Begleitung hinaufgesandt werden; auch darf der Luftballonfahrer bis jetzt so gut wie gar nicht daran denken, höher als sechs Meilen z'i steigen, wegen "der Unzulänglichkeit 'der Luft zum Athmen. Und Drachen höher als drei Meilen fteiaen tu lassen, hat man bis heute nicht thunlich gefunden. Mancbe wichtige Wvtten jedoch, wie die Cirrus- . . . - ü3 ; ooer eoerwonen. rornmen ois zu einer ; Höhe von zehn Meilen vor. Bekanntlich hat eine internationale nreteoroloaifche Konferenz im Jahre j 1891 sich auf einen Plan bezüglich co-1 operativer Wolkenforschungen in der 4i-Vpnn ('inWn Kr n nrfriTrfn - I UflVVIIVII wU'UUll Wi IIViV4lUflll W mifthäre geeinigt; ber erst 1896 auf i i '97 schritt man zur Ausführung dieses i , Planes. Es liegt jetzt ein Bericht über hie betreffenden amerikanischen Beobocbtunaen vor, und derselbe eröffnet gute Aussichten für die weiteren Er gebnisse i planmäßigen ZusammenWirkens auf diesem luftigen ?5rell. Jene Konferenz theilte die Wolken in zehn Gattungen ein und gab. unter ; Zuhilfenzkme vorläufiger practiicker Versucht für einen Monat, genaue cfsiciefle Anweisungen, wie diese Gat j tungen von einander untcrsckieden ' .werden sollten. Man hat an den 16 ; Beobachtung - Stationen in den Ber. i Staaten diese Weisungen gewissenhaft befolgt, unter Anwendung aller wissen-j scbaftlichen Instrumente, die man bis jetzt für solche Beobachtungen kennt. ; und auf welcbe hier nicht weiter eingegangen zu werden braucht. Allerhand interessantes Material hat man dabei bis jetzt schon zusamrnengetragen. Man fand u. A, daß beinahe jede ! Gattung Wolken zwischen 4 Ubr Nach- j mittags irrtd 8 Uhr Abends zu einer bedeutenderen Höhe emporsteigt, als zu irgend einer anderen Zeit des Tages, ; während sie zwischen Mittag und 4 Uhr Nachmittags etwas unter der durchschnittlichen Höhe herabsinkt. ; (Den Bemerkungen von Dichtern u. A. hierüber entspricht dies nicht ganz.) Die niedrigste Gattung Wolken, nämlich die tratus- oder Schicht mölke, schwebt, den amerikanischen Bevbach-! tungen zufolge, im Winter durchfchnirtlich in einer Höhe von 2700 Fuß, und im Sommer in einer solchen von 3500 Fuß. Dagegen halten sich die Haufenwotten sowohl im Winter, wie im Sommer in einer durchschnittlichen Höhe von 3900 Fuß. an der Basis. während ihre Kuppel manchmal bis zu 10.000 Fuß hinaufsteigt. Sehr bedeutende Schwankungen hinsicktlich der Bewegungs - Geschwindigkeit sind auf den Wechsel der Jahreszeiten zurückzuführen; die Schichtenwolke z. B. hat in warmem Wetter eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 13 Meilen die Stunde, in kaltem Wetter aber von 24 Meilen. In einer Höhe von 7 Meißen scheinen die größten Geschwindigkeiten vorzukomnnen, während weiter auftvärts bis zu zehn Meilen die Bewegungsa,schwindigkeit wieder etwas abzunehmen scheint; doch sind noch weitere Beobachtungen nothwendig, ebe Solches als Thatsache vertundet werden kann. Vielleicht die meiste Beachtung in ; dem vorliegenden Bericht wird die Bersichcrung des Professors Bigelow finden, daß das Steigen 'ber Atmosphäre in einem Sturm, und der entsprechend , niedrigere Luftdruck, in der Hauptsache ' nichts mit örtlichen E r w ä r -' m u n g s-Berhältnissen. sondern viel-1 mehr mit rein mechanischen Kräften zu : thun hätten. Dies steht in schroffem, Widerspruch zu der Theorie vieler namhafter Wetterforscher, an die sich freilich auch schon der Zweifel gelegent lich herangewagt hat. Die Rheinische Metall-! Waaren - Maschinenfabrik Düsseldorf und die Fahrzeugfabrit Eisenbach haben mit E härteres E?inpany (Eecil Rhodes und Genossen) für die engliscke Kriegsverwaltung einen weiteren Vertrag auf Lieferung von 12 Batterien der neuen Schnellfeuergeschütze. System Ehrhardt. sowie der hierzu nothwendigen Munitionswagen und 30.000 Geschosse abgeschlossen. Die Lieferung soll noch mehr beschleunigt werden als 'die erste und muß bis Ende Februar ausgeführt sein. Durch in ungewöhnliches Motiv wurde der Hauseigenthümer und Gärtner Johann Hafner in Wien zum Selbstmord getrieben. Der Mann war wohlsituirt und lebte mit seiner Gattin seit 28 Jahren in der glücklichsten Ehe. die kinderlos geblieben war. Diese Kinderlosigkeit ging in d?r letzten Zeit dem Manne besonders zu Herzen, er fühlte sich vereinsamt und wurde trübsinnig. Oft äußerte er sich, daß ihm der Anblick der väterliehe Freuden bei anderen Leuten wahre Martern bereite unt daß er noch einen Selbstmord ausführen werde, weil ihm die Freude. Kinder zu besitzen, versagt sei. Jetzt hat Hafner seinen Plan ausgeführt, indem er sich erhängte

Lepra und Schlaugcna.jft.

Ueber die Behandlung Aussätziger mit Klapperschlangcngift macht der branlianiicke An! Marcondes de Moura in der Deutschen medicinischen '( Wochenschrift yocytt veinerten-werle Angaben. Auf seinen Reisen in das Innere Brasiliens erfubr er. daß dort schon seit langer Zeit Leprakranke zum Zwecke der Heilung sich absichtlich dem Bisse der Klapperschlange aussetzen, und daß in der dort ansässigen Bevö!lerung der Glaube verbreitet ist, dieser gefährlichen Behandlungsmethode s? in vielen Fällen eine auffallende Besierung. ja wirkliche Heilung Aussätziger zuzuschreiben. l beschloß, durch systematische Unterluckunaen Klarkeit in diese Angelegenheit zu bringen. Der ; Erfolg war in einer Reihe von Fällen j em ganz auffallender. E'.ne bereits )tt zehn Jahren an Lepra erkrankte Ncgerin. die sich schon in einem hoffnungslosen Zustande befand, erfuhr im Laufe der Behandlung eine bedeutende Besserung, welche durch das allmälige ,, , , - r, . , I weMtlichsten mp-, iom des Aus,atzeö deutlich m die Sr. ; scbetnung trat. Ein Gleiches konnt : bei melen anderen Pattenten beachtet c ,7 . r'Vrr J !iS.aJS(l rschwandn benehende schwüre U i.li. . . .- a( , , - - S H - v . . axiurn. .ic iui in: tHiniK w , F . M r r . , , lten schnell ab, sogar das normale. Empflndungsvermvöen kehrte, w gestört war. häufig nach einiger Zeit , zurück. Marcondes de Moura gibt am Schlüsse des Berichtes seiner Ueoerzeug'ung Ausdruck, daß besonders die sogenannte Rnollenform des Aussatzes durch eine sorgfältige und verständige Anwendung des Giftes der Klapperschlänge gehei't werden kann, und detont, daß er eine Vcroollkommnung seines Verfahrens durch Verbindung des Giftes mit Serum zu erreichen hofft. Während er sich auf den Versuch einer t . r er v, C f L-rtlarung vicjer auTpucnoen tiu irifT'siir' in ltnpm s)lrtiTl nrmt Wirkung in seinem Artikel nicht ein läßt, bemüht sich ein deutscher Forscher,, der bekannte Pharmakologe L. Lemin. , das eigenthümliche Verbalten des Gift- j drüsensecrets im menschlichen Körper 1 durch Aufstellung einer geistreichen Tneorie seines geheimnißvollen und räthselhaften Charakters zu entkleiden - r. 1 4 C t t ITS f T I Ui A ntr T iKav Kam r,tiitiis. Thatsache aus, daß jeder dem Organis mus fremde, längere oder kürzere Zeit eingeführte Eiweißstoff im Stande sein kann, auf den irgendwo und irgendwie in demselben gestörten EiweißstoffWechsel ändernd einzuwirken. So lassen sich die zeitweiligen Besserungen bei allgemeinen Ernährungsstörungen v?rstehen, wenn dem Leidenden verboibenes Blut oder fabrikmäßig dargestellte w. r , Pt 4 I 4 nHDmJtQnbiLmir 1 derwerthtges Pflan.neiwelß verab?fi m;vx e:; .2 r. m ! lliyi tuiit'. wi'iau 19 iuy nun um yij' tige Eiweißkörper (wie z. B. Schlan- i gengift) handelt, folgen diese in ihren Wirkungen den torikologischenGesetzen. Sie erzeugen eine mehr oder minder ausgesprochene Vergiftung, die unter Umständen ändernd auf den Verlauf einer im Körper bestehenden Krankheit einwirken tarnt, besonders da sie erfabrungsgemäß romKörper schwer zerstört und erst nach langer Zeit ausgeschieden werden. Es entwickelt sich eine örtliche Entzündung, z. B. in der Haut, wenn; 4.:. r.(t. c: w o vieieive !!. lr vi iki asyia UIIUtomisch erkrankt ist. Dazu ist eine sogenannte specifische Wirkung des betreffenden Eiweißkörpers nicht erforderlich. d. b. es kann der gleiche Effect durch verschiedene Eiweißkörper erreicht werden. Im Schlangengifte findet sich nun ein solcher gewebentzünd?nR,tt..'vis 'rvr hi Vwr iTrinr r V1p : T ß- - - , bung des Giftes m den Korper Aus-1 satztger durch den Blutkreislauf m die Haut gelangn und hier genou so w , nach einem Schlangenbiß die Ern2 , rungsverrltnine der lepros erkrankten : Stn anders geftalten kann. In der , nämlichen Weise ha man den Au-iatz schon seit Jahrzehnten durch An:venyLl 5fÄS mr; 1 ! hr I sK MiJtt al 111 kailun vtH'ii u,.i4.4 3" MMf. Daß Leprakranke keinerlei besondere Toleranz gegen das Schlangengift de sitzen, ist sicher festgestellt, unter Anderem durch eine Beobachtung v. Tschu-! di's. Er erlebte es. daß ein Aussähtger. der in einem Anfalle von Verzweiflung sich von einer Klapperschlange hatte beißen lassen, schon nach 24 1 Stunden unter furchtbaren Vergif- i tungserscheinungen, dar.mter auffal-, lenderweise auch unter Blutungen aus ' einer Leprapustel unter dem Arm. s-:i-nen Geist aufgab. Auch Lewin gibt die , Möglichkeit der Heilwirkung oes ; Schlangengiftes bei der Lepra zu. ist ZxlTi w k - - r lnT .H'ss- . an diese Methode wohl nicht zu knüpfen sen. Ein arges Mißgeschick ist der Stadt Deffau i. Anhalt widerjagten. ie qi narniia) regelrecht ge pfändet cesse übe Amtsgeril entschieden, hatte es, obgleich die Stadt gegen das Urtheil sofort Berufung einlegte, mit der Vollstreckung desselben sehr eilig. Sie ließ pfänden und zwar das Sopha im Amtszimmer des Oberbür germeisters! ! Nachdem die Stadt hiergegen Beschwerde erhoben, traf vom Anwalt der Gegenpartei ein Entschuldigungsschreiben ein, worin dieser erklärte, daß die Pfändung ohne sein , Lorwissen erfolgt sei.

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Zwei große Leiden Q scheinen allenthalben ein Erbtbeil der menschlichen Familie zu sein, nämlich Rheumatismus und Neuralgie. Diese Leiden werden jedoch geheilt durch das Metsterheilmittel

St. Tad fehlende JaWort. :Crr dem Wiener Civil - Landesgerichte nurde eine Ehe für ungiltig er flnr Vnpsrfi. fnrnn in fi1fi4 (3titnhp 414.4411 4111 4IWIV4 W 4 4. 1 I i. V bar. hatte, nämlich so j m raut. welche während tn rauungsceremonie ohnmächtig ge. mx . Bewußtsein ! c),. os, iz.0tomuor nr-;nn aclanate. Am 30. Sertember W fand in der Kirche zu j Ux P.erstratze di ' J Mvmiivuv ut vv vv v m v v , vv m, 61 Nef vniu . vvv 'uiivi uunv viv Fräulein Christine H. mit nst H. fialt ' Während der '.,, hi, Tr.ui--hielt, sank die Braut, welche sich schn vcrbcr sehr aufgeregt benommcn hatic, in die $nic. Sie war ohnmächtig geworoen. Man bemerkte diis um so weniger, als auch der Bräutigam nicdergckniet war. Der Geistliche copulirte das Paar und es fiel ihm, sowie den Hochzcitcgäjten wohl auf. ba "5 die Brau: das bindende Ja!" nit ausfprocti; aber man konnte es üuj überiwrt haben. Nach Becn."iauna der iviiiji'ii iuvui. .i'v.' vikUviMUiiv eeTenicnie urde die Braut in dieSa- : . . ... kristei gebracht ud gelabt. Als sie wieoer oel Bennnung war, sragr? pe erstaunt, ob die Trauung schon vorüber sei, und war ganz constcrnirt, als man dies bestätigte. Sie verlieh noch am selben Tage ihren Mann, subr zu ihren Eltern nach Qlmütz und beauftraate Dr. Baß. die Unqiltiakeit der 44U4144. 4.. jun, 414 VVilUI44lU44,lt 44. 4, ehe zu erwirken, da sie dieselbe nicht 7 J I ' mit freiem Willen geschlossen habe. In j der Klage wird in materieller Hinsicht ein auf die Braut ausgeübter Zwang, zur Begründung eines Verfchuloens des Mannes angeführt. Ernst H. habe sie mit Liebes- und Heirathsanträgen vnfolgt. trotzdem er von ihr und ihren Eltern mehrmals abgewiesen wurde. Da sie an hochgradiger Neurasthnie leide und ihre Willenskraft zeitweilig 44114. I II UTII44IIS44U I .14KIVI1I1U gänzlich gehemmt sei, habe sie, den k. rLlJ?Ii.i uul" ,ucl U1ic ciui mungen des Geklagten nachgebend, ihre' Zustimmung zur Verlobung und dann auch zur Vermählung gegeben. Dr. Baß fügte hinzu, daß seine Klientin vor der Hochzeit Selbstmordplänc faßte; sie sei zur Aspernbrücke qelaufcn.! um in die Donau zu springen, habe aber dochFurcht bekommen und sei deshalb zurückgekehrt. Eine Stunde später fuhr sie zur Kirche. In formeller Richtung sei die Ehe ungiltig. weil die Braut das Jawort nicht aeiprochen h h lUL'c dem auf sie ausgeübten

Zwange liege ein Verschulden de'r.; ucn:g bedecken; sie müssen Kälte und nes. Der Vertreter ds Beklagten. Dr. ' Hitzevermeiden und dürfen sich nicht Pupovac. trat gleichfalls für die Auf- dem Metier eines Kärners. Kutschers lösung der Ehe ein. Er bestritt, daß oder einer Wäscherin widmen. Sie ein Zwang vorgelegen sei und betonte können spazieren geben, ruern.schwimnachdrücklichst den unterlaufenenForm- j men. Bäder nehmen, sich Jassiren las. fehler. Es wäre für beide Theile un- sen. Schlittschuh laufen, tanzen, reiten. i"r: hlisfi Irrtitrtrt Vnortn bip-! sFfip T rt I ..t4.t f-vt.a(u ST.

f . ' vv Ng. wurde, weil den innren Leuten bm fl- f änderen zu hoffen. Nach den Staatsrechten sei die Ehe nicht gilti, ahr g, flug bem (an0nirfc Reckt einen Absatz für sich in Anspruch ie vorliegende traurige Ebe Wl nm piel eines Zufalls und Ux rauf zu achten, ob die Braut ..Ja" oder .Nein" sagt. Der tfJ 't m.TiT,-,h nr hC ffffiittiW Sr ßirn. .... V . V K m- . 4V V - . fc - V - nitsch erklärte den angeführten materiellen Grund des Zwanges für gegen''tandslos. In formeller Rickt'.mg bestebe ein? Divergenz zwischen K'm bürgerlichen und dem kirchlichen Gesetz:. Ersteres erklärt, dvß aus den concludenten Handlungen allein. dc:n RingWechsel, dem Umwickeln der Hände mit der Sola. auf der Giltiaktit der aes5,,tnin!n l?si4 nirsii hehnrrt tnT den rann. wenn das Jawort fehlt. Nach dem kkechliche Recht ist es w.'ife.bait. ob aus diesen Handlungen allein scr,cn! ans die Giltigkeit der Ehe qeschlosien werden muß. Dr. Granitsch war der werden muß. Dr. Granitsch war dee i Anschauung, da die Ehe qiltig sei. nd beantragte die Abweisung' der klage; denfalls aber eqnung oeö behaupteten Zwanges. Hierauf wurden d Zeugen vernommen. Eoopcratcr Leeb. welcher das Paar getraut hat. gab an, daß er das Jawort dr Braut nicht gehört, aber auch keine Bcwequna der Lippen aeseben hao. Xc& vor ihm kniete und einen duhien Schleier trug. C-oast hätte er die Frage wiederholt. Die Trauzeugen bestätigten. daß die Braut unwohl war und gelabt werden mußte. Cooperator Lceb erklärte, davon während der Eeremonie nichts bemerkt zu haben: erst sväter hörte er davon. Fräulein Sidonie H.. die Schwester der Klägerin, gao an. r. di? Braut, als sie in der Sakristr erfror, mp. die Ceremonie vorüber ?i.

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Zakoös Gel. j ausrieft XZaS, ffa om ich aerraur worden, ohne daß ich ..Ja" gesagt hätte Sämmtlichen Zeugen war es c?ufgefallen, daß diese Antwort ausblieb, weil man in diesem Moment besonders aufzupassen pflegt". Der Senat erkannte, daß die Ehe ohne Verschulden beider Theile für ungiltia erklärt werde. Das bürgerliche Gesetzbuch verlange ausdrücklich die feierliche Erklärung rer Einwilligung, welche von der Kläye rin unstreitig nicht abgegeben wurde. Borschriften für Tanger. Es giebt nichts Einfacheres, AUtäglicheres als die Vorsichtsmaßregeln, die zur Erhaltung der Stimme angewandt werden müssen, und es giebt nichts, was ebenso verkannt und mißachtet wird. Das Tischredehalten z. V. ist ebenso allgemein verbreitet wie sckäd lich. Eine französische Revue, die sich La Voll parkte et cfaantee" nennt, hält es daher für nöthig, die mißachteten Vorschriften der Stimmenhyqiene -vv ' 1 mrwm wMiutivivivuv wieder einmal kurz zusammenzufassen. . j? ' P 1 " Ein Sänger muß sich gasartiger Getränke und hefign, dicker Gerichte ent halten. Er muß sich aller Reizmittel enthalten, als da sind: Pfeffer, Mostrich. Rettig, Gurken, saure Heringe. Anchovis, gewisse Käsearten. Mandein, Nüsse, alkoholhaltiger Wein, Liköre und Taba?. Er muß sich aufregender Substanzen, wie Kaffee. Thee. Eacao enthalten. Er muß sich hüten, zu warm zu trinken; eine heiße Suppe schädigt die Stimme. Er muß sich aber ebenso hüten, zu kühl zu trinren. Er muß sich zusammenziehende Mittel wie Artischocken. Mispeln. Johanniöbeeren, Aepfel usw. versagen. Er darf weder Jod- noch Bromverbindungen, noch Belladonna, noch Eokain. noch Quecksilber, noch Ereosot anwenden. Natürlich muß er sich auch aller Ausschweifungen enthalten. Allzu feine Soupers darf er nicht einnehmen; eine Fleischbrühe und ein Beefsteak genügt; dann heißt es: sofort schlafen gehen, Aber das ist nur ein schwacher Theil der Vorschriften für Redner und Divas. Die Plaisirs des Geruchs können ihm nicht empfohlen werden. Es giebt Leute, die schon heiser werden, wenn sie Veilchenduft einathmen. Der Schnitt der Kleider ist auch nicht gleichgiltig und Sänqer und Redner thun gut. wenn sie flache Adsäne wählen. Sie dürfen sich weder allzu viel, noch allzu i ' " W ' 1 alles, aber sie dürfen nichts im Uebermaß thun. Protzig. A.: ..Spielen Ihre Töchter auch vierhändig?" B.: ..Nein; Gott sei Dank, sie haben es nicht nöthig; jede hat ihr eigenes Klavier." An alle Arbeiter, deren Franen nnd Freunde. W Ihr die Lage der Väctcrarbeiter vrdcncrn helft woUt, so kauft nur 'rod. wclchcö mit diesem Litbel vcrscheu ist. &Wm1 CttCiSTDiEO) Alles Brod, irc.chcs uicht dicses Ladci trägt, ist kein Union- Brod. KKtth AG, 7r: Warne Ave.: I. P. Sr.irr. MM ftteitate Vkc'; BcraHrt Tliau, Hokrk und Krrve Z?r.: Hc7g Richer:. blO ,lnjia::a Ave. Siag Saloon 1 31 Süd Illinois Str. Thomas & Horine. Eigenthümer. Die besten Weiae nnd Cigarre. mute ei f ia mut. ÜW Ju-,rksmend "d mit Vedß THE "COZT' SAMPLE ROOM John N. Matz, Eigenthümer. Hinter 123 Nord Pennsylvania Str. Äites Teirrdon 2964. Wrine, titurrr unb ttiarrfn. i i ten ganz. Tag.

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