Indiana Tribüne, Volume 24, Number 116, Indianapolis, Marion County, 13 January 1901 — Page 3

z-fa Em. B Fttdiantt Tvibüne, Sonntag, 13. Januar 1901.

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5ion;an aus dem Nachlasse Hans achctthuscns. (2. Fortsetzung.) 2?r Liebe Müh' umsonst!- rief er. tmxovivi in sein Zlinmer tretend, um sich reisefertig zu machen. Wer mir bai vor diesen paar Jahren gesagt hatte! Ich würde vollständig rspielt 1 ;n, wäre ich in sie gedrungen. Sie ist ein kaltes Geschöpf geworden; ich roeig sie nicht mehr zu erwärmen! D!ög!ich. daß ich allzusehr Geschäftsmann geworden, aber mein Herz hat wenigsten- nicht darunter gelitten! Sie jedoch ist täglich umgeben von jungen Weibern, die den nichts sind als die Figurinnen, die Modepuppen ihrer Männer, und sie gefällt sich unter ihnen." Wie leicht er die Sache auch nehmen wollte, seine Stirn umwölkte sich doch; es ward ihm schwer urn's Herz, wenn er der ersten Zeit seiner Ehe gedachte, in der sie ihm das liebenswertheste Weib gewesen und selbst als er im Coup des Bahnzuges saß, grübelte cr noch darüber, wie sich Alles so anders gestaltet, auch über das Warum? Trug er wirklich Schuld daran? Er meinte zurückdenkend, diese Wandlung sei gar nicht so allmälig gekommen, vielmehr, als er einmal fast einen ganzen Monat hatte auf Reisen sein müssen. und vor gar nicht so langer Zeit. Er beschloß deshalb, sich ihr mehr zu widmen, sie mehr an sich zu fesseln. Tiefe Leichtlebigkeit der jungen Weiber ihres Umganges hatte sie vielleicht nur mit fortgerissen; dieser Hang an Aeußerlichkeiten, an Toiletten und Zerftreuungen ja, das war's jedenfalls, was sie ihm entfremdet hatte; es sollte anders werden, denn ihr Herz hielt er trotz Allem für gut und treu. . . . Jenny hatte inzwischen das Kind recht kalt und fast unfreundlich fortgeschickt, Sie saß allein an demÄckreibtisch, die Stirn in beide Hände gesenkt. Ihre Brust arbeitete heftig, die Pulse in ibren Schläfen hämmerten. Sie athmete schwer auf. Wie um sich von einer Last zu befreien, hob sie die Arme in den Nacken und legte das Haupt in die geschlossenen Hände zurück. Ihr Herz war schwer; sie mutzte Besonderes vorhaben. Welch' eine Aufgabe, ihn noch zu lieben!- stöhnte sie. Er! Und ihm Vorwürfe zu machen, das ist mir nicht gegeben. Er würvs den Unbefangenen spielen, würde lachen nach seiner Weise, während ich doch ich bin entschlossen!" Sie sprang auf. Der Spiegel zeigte ihr ein bleiches Gesicht. Sie affektire ein Lachen, das jedoch mißlang und schritt in ihr Garderobezimmer, sich umkleiden zu lassen. Am Nachmittag ward sie von zwei Freundinnen zu der Partie abgeholt. Sie war nicht guter Laune, versprach aber, es zu werden. Man sammelte sich in einem Chalet, das von sckönen Wiesenmatten umgeden war. Eine Anzahl von jungen Frauen und Mädchen empfing sie. Ein halbes Tutzend eleganter junger Männer machte ibr Complimente; plötzlich aber erblickte sie eine junge Dame in sebr koketter, lichter, fußfreier Robe, denn man befand sich am TennisPlatz. Tiefe trat zu ihr und bot ihr die Hand. Jenny war unangenehm überrascht, auch diese unter den Damen zu finden. Eine leichte senkrechte Flte zwischen ihren Brauen verrieth ibren Unmuth; sie bemusterte ihn, blieb aber zurückhaltend. Die Andere, eine junge Wittwe, von etwas degagirtem Wesen, pikantem Glicht, mit schwarzem Haar, einer Mouche auf der Wange und feurigen Augen, that, als bemerkte sie Jennys Laune nicht, und wandte sich zu den übrigen Damen. ..Ich weiß nicht, was die Frau Soltmann gegen mich hat," sagte sie zu einer. .Ich habe ihr doch nichts zu Leide gethan! Schade, daß ihr Mann nicht von dr Partie ist; ich würde ihn fragen!" Jennn gelang eö, sich heiter zu ze:gen. aber sie vermied gerade diese junge Wittwe, die sich jetzt absichtlich auch um sie nicht kümmerte. Das aber versetzte Jenny wieder in ihre Zurückhaltung. Sie warf alsbald den Schlägel hin und klagte über Unwohlsein. Man umringte sie. fragte theilnehmend; Jenny aber machte sich los und trat in das Haus. um. wie sie saz:e. einige Minu::n aasz'cuben. Jede Begleitung lehnte sie ab, denn sie fühle sich plötzlich unwohl. Daß ich mich nicht zu beherrschen weiß; gerade heute nicht!" Damit warf sie sich auf den Divan eines leeren Zimmers, zerknitterte das Taschenluch v:::'.':r. Qiabtn, lea:e diese an die Stirn, sprang wieder auf und schaute, binter der Gardine stehend, auf das Spiel der Gesellschaft, die sich in ihrer Heiter!eit nicht stören ließ. Ihr Blick htit düster auf dieser jungenWiltwe, die so lebhaft beim Spiel war, sie beobachtete sie unverwandt, gestand sich, daß sie hübsch, wenigstens höchst pikant sei und schrak zusammen, als sie auf diisem Posten durch das Eintreten ihrer intimsten Freundin, d-ir Gattin eines jungen Geschäftsmannes, überrascht wurde, die kam. um sich theiinehmend nach ihr umzusehen. Aber Jenny, was ist mit Dir?" rief Frau Goltermann, auf sie zuschreitend. Du beunruhigst mich!" Jenny griff zu der auf dem Tisch siehenden Brauselimonade, die man ihr auf Verlangen gebracht. Sie lachte forcirt. Es n'; vorübeH!" rief sie. Du weißt, ich leide zuweilen an Herzklovfen. Es überfiel mich so plötzlich! Komm, ich will auch heiter sein!" Si fufcr sich mit dem Taschentuch übel

Stirn und Augen, trat an den Spieael. um ihr Haar zu ordnen, riß die

Freundin in scheinbarer Ausgelassenheit mit sich zum Zimmer hinaus und trat mit lustiger Miene wieder unter die Gesellschaft. Die junge Wittwe blickte sie kovfschüttelnd an. Sie war die Wittwe eines Studienfreundes Erichs, eines Ayejjors Sckenck. der vor anderthalb Jahren früh gestorben und sie kinderlos, aber mit eigenem großem Berm'ögen zurückgelassen. Von regem Temperamente, konnte es nach dem Trauerjahr der Zerstreuung nicht genug für sie geben. Sie nahm als reiche Frau jede Huldigung an und galt als Kokette, weil sie auf keine solche Gewicht legte, vielmehr in jeder nur eine Befriedigung ihrer Eitelkeit erblickte, und so fühlte sie sich denn auch heute in ihrem Element und heimlichen Spott erregte es ihr, wenn sie sah, wie Jennys Augen stets so argwöynisch auf sie gerichtet waren, sobald sie in deren Nähe kam. AuchSchwender mußte sich zuJennys Verdruß am Rande des Lawn-Tennis-platze in seinem schäbigen Gigerlkostüm als unberufener Zuschauer zeigen. Er war also noch hier, während sie froh gewesen, als ihr Erich gesagt, er sei abgereist. Der Zudringliche wagte sogar, sie anzureden, obwohl sie seinen Bettelbrief gar nicht beantwortet hatte. Jenny fühlte sich den Anderen gegenüber verlegen. Sie wußte nicht, ob und was sie ihm antworten solle, nachdem sie doch in jener Gesellschaft auf seine Vertraulichkeit so unüberlegt eingegangen. Sie war deshalb froh, als einer der übrigen Herren herantrat, um sie von diesem schlecht akkreditirten Menschen zu b. freien. Sie gab ihm also eine kurze, ausweichende Antwort und ließ ihn stehen. Hinterdrein aber schien ihr dies leid zeworden zu sein. Sie blickte sich noch einmal nach ihm um; er aber hatte den Rücken gewendet. Schwender hatte allerdings inzwischen ein Engagement nach auswärts gefunden, war aber wieder entlassen worden, als man von stinem Vorleben in Amerika gehört, und so setzte er denn seine Bummlereristenz fort. Da er sie allein, ohne den Gatten zefunden, hatte er sie fragen wollen, warum sie seinen Brief nicht beantwortet, ob es denn eine schände sei. einmal ohne Geld zu sein; e? kenne Andere, die auch ihr Geld verthan hätten. Sie hatte ihn jetzt schnöde abfallen lassen. Gut; es kam vielleicht die Zeit, wo er sich revanchiren konnte. Es war ja noch nicht aller Tage Abend! Verrath. Erich hatte seiner Frau stets gesagt, das Halten einer Equipage sei nur Größenwahn; man we"de dadurch ein halbes Dutzend Handwerker, Thierarzt und Hufschmied niemals los. In einem feinen Lohnwagen sitze man ebenso dequem und vornehm, wenn man es nur verstehe. Das betrachtete Jenny als puren Geiz und so saß sie denn bei der Rückfahrt in dem schönen Landauer der Frau Goltermann. Beide waren Anfangs schweigsam; Jenny war nervös und wickelte sich fröstelnd in ihre weiße und weiche Sortie. Ihre Freundin, eine sehr quecksilberige Frau, ward ungeduldig, als sie durch den Thiergarten fuhren und die Wagen mit den brennendenLaternen an ihr vorüber huschten. Sag' mir aufrichtig," begann sie endlich, war's etwa die Frau Assessor Schenck. die Dich heute störte?" Du fragst noch! Dir verdanke ich ja eben, was ich weiß!" Aber, nimm mir's nicht übel. Du machst doch zu viel daraus!" rief die Freundin. Hätte ich ahnen können, daß Du so reizbar bist, ich hätte Dir nichts gesagt! Laß Deinen Mann doch thun, was er Lust hat. Die Beiden kannten sich ja schon vor Deiner Hochzeit! Uebrigens paßt sich das gar nicht für eine Dame von Welt! Der Anessor war damals seit einem Jahre todt, sie benutzte das, um zu ihren Eltern nach Dresden zu reifen, und da Dein Mann dort lange in Geschäften zu thun hatte " So sahen sie sich täglich, gingen täglich spazieren und amüsirten sich zusammen, während er mir die harmlofesten Briefe schrieb und zuletzt auch diese nicht einmal mehr. Ich habe inzwischen auf seinem Schreibtisch ein Billet von ihr an ihn gefunden, das mich empörte. Muß man sich nicht schämen vor einer solchen Person? Sie kam mir heute vor wie .'ine Katze, die aus ihren dunklen Augen Funken auf mich sprühte Ich verzeihe ihm das nicht; er wird es büßen!" Sie wickelte sich tiefer in ihren UmHang und barg das Kinn darin. Bist Du so rachsüchtig?" Ja. das bin ich! Ich mache kein Hehl daraus!" So thut es mir leid, Dein? Ruoe gestört zu haben!" Meine Ruhe! Ich erwache in der Nacht und muß daran denken! Wenn sich die Beiden vor seiner Hochzeit getannt haben, warum beiratheten sie sich nicht? Kann ich dafür, wenn auch mein Herz dadurch eingedenk einer früheren unglücklichen Liebe mir. die . . Sie schwieg, überlegend, ob sie der Freundin sich anvertrauen dürfe. Run, das geht wohl fast uns Allen so!" meinte Frau Goltermann lächelnd. Wer hätte denn nicht eine erste Liebe! Später lacht man darüber!" ..Ich nicht! Ich könnte weinen darüber!" Aber Jenr:d! Denk' an Dein Kind! Du machst mich besorgt!" Sie beugte sich seitwärts zu ihr und erschrak, als sie ihr in's Gesicht blickte. Sprechen wir nicht mehr darüber!" rief Jenny, sich in ' die Wagenecke drückend. Ich kann nicht vergessen; das liegt nicht in meiner Natur! Seit-

dem ist jeder Funke von Liebe oder Anhänglichkeit für ihn in mir erlöscht!" Das ist schlimm!" Frau Goltermann lehnte sich auch in ihre Ecke zurück; sie sah ein. daß sie Schlimmes anrichtet hatte, und nahm sich vor. dernünftig mit ihr darüber zu sprechen, wenn Jenny ruhig sei. Für immer verlöscht!" hörte sie diese vor sich hinmurmeln. . . . In der schlimmsten Laune erreichte Jenny ihre Wohnung. Sie gönnte sich kaum die Zeit, sich in ihre Hausrobe

umzukleiden, warf Alles durch ernander, was ihr in die Hände kam, fragte nicht nach dem Kinde, das schon schlief. wies das Nachtmahl zurück und nippte nur an einem Glase Wein. Dann plötzlich eilte sie an ihren Schreibtisch, holte aus dem Versteck einer Schublade ein Blättchen parfümirten Papieres hervor und verschlang die wenigen Zeilen, die von weiblicher Hand darauf standen. Adieu!" lauteten diese. Kehre in Dein Ehejoch zurück! Auf baldiges Wiedersehen!" Eine Unterschrift fehlte. Schlange!" rief sie aus. Das Blatt alühte ihr in der Hand. Sie führte .. t- y 1 l r er fi d,e,e zum Lich dn Lampe bcsann sich , aber und saß. die Augen auf das Blatt gerichtet, mit wild jagendem Herzschlag -.i..u..v4 r a in i-t ,i 1 1 r i i .-r t I da. Dann suchte sie den am ivcorgen begonnenen Brief hervor und durchlas ihn mit fliegendem Athem. Es ist beschlossen so!" rief sie. Ich geh mit ihr, denn hier vermag mich nichts mehr zu halten. Mag mit mir geschehen, was da wolle. Sie kehrt übermorgen wieder zurück; ich begleite sie! Ich werde in Deutschland doch niemals warm werden." v Die Magd brachte ihr eben eine Depesche. Sie empfing diese mit bebender Hand. Nur von ihm kann sie sein!" Und sie las: Mein liebes Weibchen! Zürne nich. Die Geschäfte rufen mich noch weiter. Ich kehre erst Ende der Woche zurück. Ich küsse Dich und den Kleinen. Erich." Hoch athmete sie auf. Aber sie erbleichte überlegend. War das ein Fingerzeig von Gott? Bereitete er selbst ihr die Gelegenheit? Sie war sündig genug, hieran zu glauben. Vier Tage später erst kam er! 0, sie bedürfte ja dieses Zeitraumes gar nicht, um Sie erhob sich ungestüm und stand da,, den Blick am Boden haftend. Dann trat sie an den Schreibtisch zurück. nahm aus einem verborgenen Fach einen mit geschäftlicher Frcmenhand in englischer Sprache geschriebenen Brief, den der Frau Stockers, und suchte darin eine Stelle, in der diese schrieb: Er gedenkt Ihrer noch, seiner ersten Liebe, mit derselben Sehnsucht, die es ihm unmöglich macht, ein anderes Eheband einzugehen." Sie verhüllte sich die Augen, die sich von Thränen rötheten. Sie begann sogar zu schluchzen, warf sich auf den Divan und deckte das Taschentuch über das bleiche Antlitz. So lag sie lange, bis einige Beruhigung in ihr Herz gezogen war. Sie blickte fast scheu, wie aus einem schönen Traum erwachend, um sich, und saß da, die Hände zwischen den Knien gefaltet. Ihre Brust bewegte sich heftig. st gedachte der heutigen Begegnung mit jener jungen Wittwe; wieder flammten ihre Augen. Sie konnte es nicht vergessen, dieses Weib, das sie so herausfordernd angeschaut; sie haßte es. ja sie haßte auch ihn, den Heuchler, der ihr noch am Morgen von seiner Liebe gesprochen hatte. Im Grunde, so sagte sie sich, hatte sie ihn eigentlich me wirklich geliebt; sie hatte nur seine Werbung angenommen. weil eine so unsichere Zukunft vor ihr gelegen und er. der erste schöne Traum ihres Herzens, damals von seinem Vater nach London geschickt worden, um ihretwillen. Frau Stockers aber hatte ihr geschrieben, dieser Vater sei todt und er gedenke ihrer in groso Entscheidendes zu thun beabsichtige, ßer Sehnsucht. O. auch sie hatte in stillen Momenten sich seiner oft erinnert. Er war ihr schließlich eine liebe Sage geworden. Doch Frau Stockers. die zweimal des Jahres nach Hamburg reiste, hatte ihr diese dadurch aufgefrischt, daß sie ikr in letzter Zeit seine Grüße sandte, und so stand er denn vor ihrem Gedächtniß plastisch wie an jenem Abend, da er Abschied von ihr genommen Archibald Hampton nämlich, ein junger Ingenieur. der jetzt Herr seines Vermögens und seines Willens sein sollte. -.üh schon suchte sie ihr Schlang?macy. Sie wies die Bedienung beim Auskleiden zurück, saß aber wohl noch eine Stunde beim trüben Schein der Ampel träumend, mit herabhängenden Armen, das Kinn auf der Bnisi. Sie sah sich wieder über das weite Meer schwimmen, auf dem sie di un verzeihliche Thorheit begangen, sich einem Manne hinzugeben, der ihr jetzt das hatte anthun können! Aber dieses Meer hatte ja das Recht, sie von ihm so sicher zu trennen, wie es ein Gericksvruch thun konnte. Sie war frei von ihm, w?nn sie nur den festenWillen hatte! Und den wollte sie hab:n. denn sie haßte ihn, sie hätte nicht länger mlt lym beisammen leben können. In ihrem Hinträumen hatte sie sich Alle? zurecht gelegt, wie es gesclieben sollte. Sie wollte nur mit sich nehmen. was ihr unentbehrlich und das war allerdings nicht so wenig , wollte der Dienerschaft vorgeben, sie verreise bis nach der Rückkehr ihres Mannes. Frau Stockers sollte sie tn Hamburg empfan gen und dann mit ihr auf das Schitf! In dem Moment erwachten ihre Ge danken zur Wirklichkeit. Sie rieb sich die Augen Aber war denn das so leicht? erhob sich eine Frage in ihr Die Welt, was würde sie sagen? Ihre Freundinnen. w:e würden sie urtheilen? Und ihr Kind? Was ward cu ihm? Sie konnte es nicht mit sich neh

men. und sich von ihm trennen? . . . Aber es war ja ein Knabe, den er für sich hätte beanspruchen können. Ihr Mutterherz erhob auch wenig Skrupel, alZsie sich sagte, sie könne ihn ja von ihm fordern, wenn sie nnbezwingliche Sehnsucht nach ihm habe, denn Ihn mitnehmen auf ihrer Flucht, das konnte sie nicht, schon der Dienerschaft wegen. . . . In dieserNacht, in der sie doch jed;nfalls kein Auge schließen werde, sollte alles Weitere überlegt werden. Mit dem Vorsatz entkleidete sie sich und

suchte ihr Lager. Und grübelnd lag sie da. Immer wieder erschien ihr diese Person , wenn sie zum Schwanken geneigt war; an ihr sog sich ihr Haß fest. Was sollte daraus werd?n, wenn diese weiter gegen ihr Eheglück intriguirte? Sie hatten sich Beide jedenfalls heute verstanden, sie und vieses ehrlose Weib, und wer sagte ihr denn, ob ihr Gatte nicht insgeheim Beziehungen mit ihr unterhielt? 5. Ein rachsüchtiges Weib. W1Z tU sirfi friif TOnrncnä erhnU 4ii.fc 1 iw iw ij v i w, , un( einet schlaf loicn w Nacht. Alles war Energie an ihr. oie hatte sich Alles zurecht gelegt. Frau Stockers sollte am Morgen noch icleoraphisch Nachricht erhalten, die sie selbst zum Bureau tragen wollte. Ihre Sparkasse reichte aus für einige Zeit. Sie hatte Bekannte drüben, die sich ihrer annehmen würden, undArchibald empfing sie sicher mit offenen Armen; er war reich. An den Gatten dachte sie nicht. E? existirte nicht mehr für sie, dagegen ging sie an ihre Kassette mit den Schmucksachen, und ihr Blick leuchtete, als sie überschlug, daß diese sie auf lange vor jeder möglichen Noth schützen würden. Als ihr der Kleine angekleidet gebracht wurde, sah sie ihn traurig an; sie herzte und küßte ihn, gab ihn dann aber mit abgewendetem Blick von sich. Als er hinaus war, tupfte sie die Augen mit dem Taschentuch. Die Scheidung auch von ihm mußte ja einstweilen sein. Später so stellte sie sich vor wenn er und sie, diese schwarze Schlange, sich die Hand reichten, konnte sie den Kleinen ja von ihm fordern; er sollte keine?tiefmutter haben! So weit ging sie in ihrer rachsüchtigen Voraussicht, in ihrer Selbsttäuschung. Nur in Einem blieb sie bei der Wahrheit: sie hatte ihn niemals wirklich geliebt. Die Bonne war mit dem Kinde hinausgegangen; derJungfer gab sie einen Auftrag, die Stubenmagd war bei der Köchin in der Souterrainküche beschäftigt, und so ging sie denn unverzüglich daran, zu wählen, was sie mit sich nehmen wollte. Das war schwer; indeß sie bedürfte leichten Gepäcks für ihren vorzugebenden Ausflug zu einer Freundin auf dem Lande in der Nähe der Hamburger Bahn. Als sie damit fertig war, kleidete sie sich in ihren Promenade - Anzug, schrieb die Depesche an Frau Stockers mit der größten Ruhe, denn sie hatte den Inhalt schon reiflich überlegt, und trug siezu m nächsten Bureau. Leichter ward ihr, als das geschehen. Sie betrachtete sich danach als schon getrennt von ihrer Häuslichkeit und machte eine Promenade. An Abschiedsbesuche war ja nicht zu denken, nur einen Ausflug wollte sie ja machen bis nach Ruckkehr ihres Mannes. Auch ihre Adresse sollte die Dienerschaft nicht erfahren. Am Mittag konnte sie schon die Antwort von Hamburg erwarten. Und diese lag bereits da, als sie zurückkehrte. Sie hatte nur gemeldet, sie werde sie begleiten, und Frau Stockers mochte wohl annehmen, sie wolle New Dort einmal wiedersehen; sie war also hocherfreut über die Nachricht. ?ie verbrannte die Depesche. Das Herz pochte ihr wohl dabei, doch sie betrachtete sich ja schon als losgelöst von Allem hier. Sie speiste allein zu Mittag und sprach inzwischen zu ihren Leuten von der Einladung, die sie erhalten habe. Sie wolle morgen Abend reisen, um ein paar Tage die Landluft zu genieizen. Das Schiff sollte übermorgen Abends abgehen. &xt schwamm al)o schon auf dem Wasser, wenn Erich heimkehrte. Zu ihrer Beruhigung telegraphirte ihr dieser. eine wichtige Conferenz halte ibn noch bis am Montag Abend fern. Besuche wolle sie nicht empfangen, gab sie die Crdre; man solle sagen, sie sei unwohl. Wenn die Frau Goltermann kam. die sie erwarten konnte, so mochte diese die Ursache ihres Unwohlseins errathen Inzwischen ward ihr die Zeit furchtt 1 nr -1 1 1 ont var lang, innen Momente ein, n denen sie noch einmal überlegte, was sie Loch, dann nahm sie das Billet der jungen Wittwe zur 5)and und das gab ihr die Ueberzeugung, daß sie nicht and:r könne Sie verbrannte alle ihre Briefe; nur eben dieses Billet legte sie in die Schub: lade so. daß. wenn man diese öffnete der erste Blick darauf fallen mußte. Es sollte ihm das Warum erklären. Wie er sich entlarvt sehen mußte! tonn setzte sie sich an das Piano S rcrsuchte zu singen, aber sie brachte keine Ton hervor. Sie ließ sich den kleinen kommen, nahm ihn auf den iToft. uno oeiracyieie lyn nocy einmal mit Mutteraugen. Zcd) sie fühlte sich schuldig. Der Kleine umschlang ihren Hals so lieb und kützte sie. Er hing ja an seiner Mutter! Und da gewahrte sie so recht, daß er des Vaters Züge trage. Das r. l. , . , ii.i. , war ihr peinlich. )as Gewissen regte sich in ihr. Sie ließ ihn vom Schooß gleiten. Noch war's ja Zeit, anderen Sinnes ju werden!

Sie vergoß wirklich einige Thränen.

Der Kleine verlangte wieder nach ihrem Schooß, er ward so lästig. Sie reichte ihm ein Spielzeug und erhob sich. Ob ick es werd? vollbringen können?" rief sie dastehend, ihre Augen trocknend, und trat an's Fenster. Da mußte gerade die ihr so Verhaßte in vollem Staat in offenem Wacn an ihrem Hause vorüberfahren. Und sie wagte sogar heraufzublicken. Erbleichend trat Jenny vom Fenster zurück. Sie hatte vielleicht Erich gU sehen erwartet. Nein, ich wäre nicht im Stande, diese Schmach, die er mir bereiter, noch länger zu ertragen.und wer weiß denn, wie weit sie schon gediehen, und wohin sie fährt!" Sie preßte krampfhaft das Taschentuch zusammen, schellte der Bonne und ließ den schreiend nach ihr verlangenden Knaben hinaustragen, ohne ihn noch eines Blickes zu würdigen. Von da ab überlegte sie nicht mehr. Sie verbrachte einen Abend allein in der schwersten Aufregung und legte sich früh zur Rube. Zum letzten Male!" wie sie sagte. Sie wird ja meine Stelle einnehmen!" tröstete sie sich und die Ermüdung lullte sie wirklich in tiefen Schlummer, während die Dienerschaft unten in der outerramrucye iicy oen nops zerbrach, weshalb die junge Frau nur in so schlechter Laune sei Gegen Abend des anderenTages. als das Kind ihr gebracht wurde, ehe es zu Bette sollte, entriß sie es den Armen der Bonne und sandte diese mit einem Auftrag hinaus. Sie herzte und küßte es heftig, so daß der Kleine sich endlich wehrte. Als die Bonne das Kind wieder empfing, sah diese die Augen Jennys geröthet. Sie achtete indeß nicht darauf; es galt ja nur eine kurze Zeit der Trennung. Das Gepäck stand bereit. Jenny hüllte sich einige stunden später in ihren Reiseanzug und bestieg dieDroschke bei herrlichem klaren Abendhimmel. Sie war in schembar ruhigster Fassung. Die sie zum Wagen begleitende Magd erhielt keinerlei Auftrag von ihr. Der Schleier bedeckte ihr doch auffallend bleiches Antlitz. Sie lehnte sich zurürl. und die Droschke trug sie davon. Das Herz pochte ihr heftig, als gemahne es sie. im letzten Augenblick noch einmal zu überlegen; sie aber preßte bejchwlchtigend die Hand auf die Brust. Keinen Blick that sie zurück auf das Haus, auf die Fenster, die noch erleuchtet. Sie schloß die Augen etwa vor der so ungewissen Zukunft, der sie entgegenfuhr? Es war zu spät. Sie hatte genugsam überlegt; hatte keine Verzeihung für ihn. Trennung, ewige Trennung; es gab nichts anderes! Jenes Unqlücksbillet hatte sie in einem Couvert auf seinen Schreibtisch gelegt, auch noch etwas hinzugefügt. Das konnte ihm als Antwort auf seine letzte Frage dienen. Frau Stockers, eine tüchtige Geschäftsfrau deutscher Herkunft, die bisher in jedem Halbjahr an Stelle ihres gelähmten Mannes eine Reise nach Hamburg machte, empfing am frühen Morgen im Bahnhof zu ihrem Erstaunen ein bleiches Gesicht, dessen Augen noch die Spuren vergossener Thränen zeigten. Indeß Jenny lächelte ihr entgegen und küßte ihr die runzliche Wange. Sie habe ja die ganze Nacht kein Auge schließen können, entschuldigte sie sich, und die Frau glaubte ihr das. Sie lud Jenny in eine Droschke und fuhr mit ihr in ein Hotel zweiten Ranges, wo sie ein Zimmer für sie genomnen. Und Jenny erheiierte sich, als sie mit ihr beim Kaff saß und plauderte. Frau Stockers sagte ihr. sie habe auf dem Dampfer zwei Plätze genommen; sie freue sich, sie wieder protegiren zu können, und hoffte auf eine glückliche Fahrt. Jennys alte Freundinnen würden sich gewiß recht sehr freuen, sie wieder zu sehen. Ihr Mann sei gestorden, das habe sie ihr ja geschrieben. Von Archibald Hampton svrach si? nichts und Jenny wagte nicht, nach 'bm zu fragen. Aber die Rede mußte ooch auf ihn kommen, als Jenny nach Allen gefragt, deren sie sich erinnerte, denn Frau Stockers war eine Nachbarin von ihr gewesen. Ach ja. der Archibald!" rief sie. O gewiß, der wird die größte Freude von Allen haben! Wie theilnehmend er stets nach Ihnen fragte; ich mußte ihm die Briefe von Ihnen zeigen, und wie glücklich er war, als er in dem letzten las, daß Sie sich nach ihm erkundigten. Vor meiner Reise." setzte sie hinzu, war er noch unschlüssig, ob er ein Anerbieten annehmen sollte, das ihn zum Bau einer neuen Bahn nach dem fernen Westen rief, aber, wenn Sie da sind, ach. dann denkt er nicht daran!" Jenny erbleichte, als sie das hörte. Um so weniger war sie jetzt bereit, ihr zu gestehen, daß sie nur um seinetwillen reise. Wenn er schon fort war! Der Gedanke war ihr schrecklich. Und da fuhr Frau Stockers fort: Aber wie geht's denn Ihrem lieben Mann? Und daß er Sie eine solche Reise allein machen läßt! Ist doch ein großes Vertrauen in Sie! Sie schrieden mir noch gar nichts von ihm; Sie leben doch glücklich zusammen?" Jenny fühlte sich verlege?.. Die Frau cr:.i. r: . s...c immc sie uuiuur un. Nein!" antwortete sie. Ich leb'. ! nicht glücklich! Doch reden wir nicht davon!" Sie erhob sich, ihre Verstim' mung zeigend, und die Stockers ' schwieg. Sie dachte sich ihr Theil, alö Jenny in ihr Zimmer trat, um nach ihren Effekten zu sehen. Die Stockers

empfing inzwischen einen Geschäftsmann. Mit den Händen im Schooße sah Jenny in ihrem Zimmer. Wenn Ar- ' , X

chibald wirklich . . ! Diese Frau batte

ibr nichts weiter von ihm gesprochen, während sie recht viel von ihm zu hören gehofft hatte! Sie hatte sie auch zetäuscht; anders würde sie ihr mehr von ihm erzählt haben, vielleicht sogar, daß er ... . Eine Angst bemächtigte sich ihrer. Noch konnte sie zurück! ie schritt in dem engen Zimmer umher und blickte ihre Koffer fragend an. Aber zurück? Nein, nimmermehr! Sie hatte die Nacht geweint, ja. weil sie sich verlassen gefühlt. Aber Dieses Gefühl glaubte sie überwunden zu haben, seit es Tag war. Sie empfand es doch so wohlthuend, daß sie sich frei wußte. Diese letzten Wochen waren ihr ja fast tödtend gewesen. Zudem glaubte sie die Brücke hinter sich abgebrochen zu haben, und so sollte es sein! Fru Stockers sollte Archibald ein Telegramm senden, daß sie mit ihr komme. das beruhigte sie. Die Alte trat in ihr Zimmer und forderte sie auf. in irgend einem Re staurant ein Frühstück einzunehmen. Sie folgte ihr bereitwillig. Bei dem Frühstück sprach sie ihr von dem Telegramm und Frau Stockers war bereits dies zu besorgen. Sie habe noch einige letzte Geschäftsgänge w der Stadt, sagte sie ihr; Jenny, da sie die Nacht nicht geschlafen, sollte inzwischen in ihrem Zimmer sich ausruhen, sie werde sie wecken. Jenny fühlte wirklich dies Bedürfniß. Sie empfand, als sie das Zimmer erreicht hatte, einen Schwindel im GeHirn und ein Zittern ihrer Glieder. Angekleidet warf sie sich in unglücklichster Stimmung auf das Bett und verfiel alsbald in tiefen Schlaf. Es war Nachmittag, als Frau Stockers sie weckte. Es ist Zeit, die Sachen auf das Schiff bringen zu lassen. Wir fahren ihnen nach!" sagte diese geschäftig, während zwei Träger in der offenen Thür schon auf das Gepäck warteten. Jenny fuhr schlaftrunken, ganz zerfahren auf und blickte umher. ie wußte nicht, wo sie sich befinde. Eiw Blick auf ihre beiden Koffer und Kartons orientirte sie. Diese verschwanden. Ja, ja!" rief sie erschreckend und sich auf ihre Füße stellend. Das Telegramm ist besorgt, fuhr die Frau fort, sie in ihrer Nathlosigkeit mit einem Lächeln musternd, denn bei sich dachte sie: Die junge Frau lebt unglücklich mit ihrem Mann! Da können wir ja noch was erlebend Eine Viertelstunde später half die Stockers Jenny in die Droschke, um gemeinschaftlich mit ihr nach der Wasserkante zu fahren. Jenny saß schweigend mit einem inneren Erzittern in dem Gefährt; sie sah und hörte nichts von dem immer dichter werdenden Menschengetriebe um sich her. Es lag wie ein Schleier über ihren Augen und ihr Herzschlag stand zuweilen still. Die letzten Stunden aus deutschem Boden, die sie noch einem Nachdenken hätte widmen können, die hatte sie ver.schlafen; ihre Sachen waren auf dem Schiff und die Ueberfahrt war bezahlt. Mechanisch that sie Alles, was Frau Stockers von ihr verlangte, und ihre Fühe trugen sie nur mit Mühe in das Boot, das sie an Bord des großen Dampfers bringen sollte. Es ist ja derselbe, der uns Beide damals herüber führte." saate die Stockers. ihr gegenüber sitzend und sich ihre Gedanken machend über das seltsame Benehmen der jungen Frau. Erst als diese auf dem Verdeck die frilche eeluft atbmete. lebrte neuer Muth in sie zurück. Sie hatte dieselbe Kabine, die sie damals gehabt, sah dieselben Larte der Bemannung, deren sie sich noch erinnerte. Ihr Herzklopfen beruhigte sich, sie schöpfte tief Athem. Es ist also geschehen!" rief sie, Muth fassend. Es mutzte ja geict-e-hen! Kein Gedanke an, ihn soll mich mehr heimsuchen!" Ein Gedanke an ihr Kind überkam sie; aber sie schloß die. Augen. 6. Verlassen. Schon am Sonntag, früher, als er vorausgesehen, kehrte Erich am. Abend zurück. Seine Frau zu Hause zu siriden. erwartete er nicht; das wäre gegen iyre Gewohnheit gewesen. Die Stubenmagd empfing ihn mit der Meldung, die Gnädige sei für einige Tage zu einer Freundin in der Nähe der Hamburger Bahn auf's Land gereist. Eine Depesche tonnte sie mir doch schicken, wenn sie keine Zeit zum Schreiben hatte!" brummte er und trat zunächst in sein Schlafzimmer, um dl? Toilette zu ivechseln. Danach suchte er sein Arbeitszimmer auf. Das elektrische Licht brannte über seinem Schreibtisch Es lagenVcief? darauf. Einzelne nahm er in die Hand, aber es war ja Sonniag und er ermüdet von der Reise. Die 5orrespondenz hatte Zeit bis morgen. Ds Couvert Jennys lag zu unters: der Briefe; er bemerkte es nicht, löschte das Licht und ging in den Club. Spät erst kehrte er heim. Die Diem'rschaft hatte sich zur Ruhe beiden, er aber fühlte sich nervös erregt. Er zündete das Licht wieder an. setzte s!ch an den Schreibtisch, legte die :-e zurück, um sie um Morgen m't iVs Bureau zj nehmen, und da kam idm denn doch das Couvert mit der Ausschrift An Erich" in die Hand. Wenigstens eine Nachricht!" Er öffnete es und starrte das tkeine parsu mirte Papier an. (Fortsetzung folgt.) Kindermund. Töchterch?n: Nicht wahr. Mama, die Negerinn UMr N rriH Z,,?? 'UVllll IU I . . . .'li,', . Paradox. Wer riecht denn hier so schrecklich nach Knoblauch' Nu. der Veilchenduft.

Für die Äuche.

Grüne Sauce. 8 hartgekochte Eier. Schnittlauch. Petersilie, auch nach Wunsch :ndere feine Kräuter werden fein gohackt, durch ein Sieb gestrichen, dann mit Oel. Mostrich urck etwas Esiig nach Geschmack fertig gemacht. Zu kaltem Braten und Aspik geeignet. 'i' i m b a 1 e h 1 a M o s c o T i t e. Unter guten Kaviar mengt man eine Anzahl frische Austern und gießt eine Lage feinen Aspik in eine mit Man. delöl ausgestrichene Blech form. Jft das Aspik erstarrt, so thut man den Kaviar mit den Austern hinein, füllt die Form vollends mit klarem Aspik und stürzt sie, nachdem das Aspik fest geworden ist. Hammel - Steaks. Aus einer gut abgelegenen Keule schn:idt man fingerdicke Stücke von der Grosze eines Handtellers oder man löst die Nippen aus einem Earree und zerschneidet das Fleisch zu Steaks, besä' neidet sie zu rundlicher Form. klopft sie mit der Fläche des Hackmesiers etwas breit, bestreut sie mit Pfeffer und öalz, brät sie rasch a, beiden Seiten in Butter oder Palmij und q:ebt Ue mit der mit etwaj Bouillon verkochten Jus auf. Sauce zu Gallertgericht en. 3 5 hartgekochte Eidotter werden mit Senf tüchtig gerührt. Essig, Oel, Salz. Pfeffer. 1 Löffel -voll Wein, 1 Theelöffel voll Zucker, gehackte rothe Nüben, gehackte eingelegte Gurken je der Art, gehackte Kräuter, besonders viel Estragon und Petersilie hinzu ge than und alles gut durchgerührt servirt. Blumenkohle nutuivl. Ma kocht den Blumenkohl in Salzwasser aufgedeckt auf beiden Seiten, läßt ihn auf einem Siebe abtropfen, giebt ih auf die Schüssel und begießt ihn mir brauner Butter, in der feingeriebcne Semmel braun gemacht worden sind. Vor dem Anrichten stellt man die Schüssel fünf Minuten in eine Brat röhre. Z wiebelsuppe Man schnei det einige Zwiebeln in kleine Würfel, dünstet diese in Butter gelb, rührt dann 12 Löffel Mehl dazu und löst mit Wasser diese Masse auf. Nun j füllt man Brühe oder Wasser so viel man Suppe haben will auf und läßt diese Suppe eine Stunde kochen; durch dieses lange Kochen ver feinert sich der Geschmack wesentlic Zuletzt wird die Suppe mit 1Gelbeiern. dne in einer kleinen Tc rfV rf a. m . m . oou Miicy oder sanne emgeqm sind, aebunden. Geröstete Semi würfe! werden dazu gereicht. S a r d e l l e n s a ! a t. Zu eil vorzüglichen rdellensalat man 1 Pfd. Vetter Sardellen, dk wässert, entgrätet, theils in ?treischen fchneldet, tyeils aber ganz läßt. Nun arrangirt mark oaiat recht zierlich auf einer passei Schüssel, vermischt die kleinqesch! nen .Sardellen mit kleingeschnitj Pfeffergürkchen. in Essig eingelj Champignons, in Stücke geschnltt Bricken, geräuchertem Lachs. ctapenT und möglichst kleinen Miredpickles, macht alles mit feinem Oel und Essig an, häuft es auf der Schüssel auf, legt oben in die Mitte eine sternförnu ae Verzierung von Lachsscheiben, putzt die Oberfläche mit zusammengerollten ! SardeUenhälften. Kapern, in Essiz eingelegten Kirsöen aus und garmert den Rand mit ausgezackten dünnen Scheiben von geräucherter Zunge oder harter Ceroelatwurst und Citronen scheibchen. Austern. - P st etchen. So bald die Austern aus den Schalen genominen sind, werben sie mit See wasser (wo solches nicht zu haben ist, tann man auch Salzwasser, vermischt mit einer.- lleicken Quanrität See wasser. welches ede Auner in ihrer Schale hat. nehmen) in eine Pfanne gerhan und vier fejngehcrckte Sardelten. der Saft einer .halben Citrone. 2 Unzerr Kapern net etwas MuS catnutz dazu gegeben. X Nun macht man von Meh! und U Luitn Butter eine helle Mehlschwitze, rrübrt diese mit der Brühe, worin d Auste liefen, m einer sämiaen Sauce Ust läkt Alles 4 bis 5 Minuten au kochen. Inzwischen belegt man kleine Formen mit Butterteig, thut in jel derselben 2 bis 3 Austern mit ein we nig. der dazu gehörende Sauce, schließt sie mit einem Teigdeckel, sticht in diesen kleine Oeff.ungen und bäcki die Pastetchen im Ofen gar. frische Salzheringe in kalter Sauce mit Garnitue. Die Heringe werden hierzu erst gewaschen, geklopft, von Ham urrv Gräten befreit, noch einige Zeit in Milchwasser ausgewässert, dann die H7ingshälften schön zierNch. sich etwas deckend, auf eine Platte gelegt. 2 bis 4 hartgesotten; Eier werden auKgelöst, die Dotter fein passiert. as harte Weih fein gehackt, dann mit Z 7 . , . rr r -- i n r '.TrX. dlö 6 ylosset oou sranzojieliiij einem Theelöffel voll gema ni oder Essiggurken, einem Ehlöffck ictt feingeschnittenen Schnittlauch, et was Essig und Oek. Salz und Pfeff; eine ziemlich bündige kalte vauce am gerührt. Dannt nun wetten die $e rinae ü vergossen, dann mn hange ten Eierhälstcn. welche mar. abwo selnd mit weißem und rotykM Aspi aerullt bat. schon uiusum astn 5iur weiteren Garnitur eignet sich etwas grüner Salat oder ein tückch von geräuchertem Fisch, .zunge etc. Der c, e l e b r i c, e S t u d Z s. Nun. bat br Aeltester, der Me. i 11 1 w m;ri ick nmnMfcLtW ziner. aus ver unioermui jaicn.uw r . - nm , KUtl: " I xen brillanten Vortrag uder Schädlichkeit des Alkohols hat er lich gehalten und mir taki 10 voraetrunken."

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