Indiana Tribüne, Volume 24, Number 115, Indianapolis, Marion County, 12 January 1901 — Page 7
; Jndiana Tribüne. Iamftag, den 12. Januar 1901
Argnsangen.
Roman von Paul Oskar Höcker. ( Forifetzung.) Ist mir schon recht. Der ar.ne Jung' er soll nur machen, bafc er recht' bald gesund wird. Wird einem ja doch manchmal bange, wenn man so mutterseelenallein hier draußen lebt. Kann ich ihm denn Eingemachtes oder eine Flasche Obstwein schicken er schmeckt doch gut. mein selbstyekelteter, wie?" Kleist kostete es Ueberwindung, die Komödie durchzuführen. Aber er durste die Unglückliche noch nicht ausklären. Alles unnöthig, liebste Frau Holderlin. Ich werde heute gegen Abend noch einmal herkommen und Ihnen Bescheid sagen; oder wenn ich verhindert bin. kommt meine Frau!" Er wandte sich zum Gehen, zeigte dabei aber, wie unwillkürlich, auf das bei dem Taschenkämmchen liegende HeftPflaster. ..Sie hatten auch Perwunduaen ?" fragte er obenhin. ..Ich fand's in Felicia's Tasche, das Pflaster Mun sich n?or;l cm wenig geschnitten haben oder vielleicht auch nur geschürft, so beim Radfahren denn das Taschentuch war blutig, aber nur ein klein wenig. " Nun wußte Kleist genug, r verabschiedetk sich von der nichtsahnenden, guten Alten, indem er ihr bewegt die Hand drückte. Frau Hölderlin gab ihm noch bis an's Gartenthor das Geleite und trug ihm schließlich eine Menge herzlicher Grüße an den ..armen Jung'" auf. Ter Rechtsanwalt nickte nur stumm, schwenkte dann den Hut und schritt eilig fürbaß. Er befand sich in namenloser Aufreguna. Mehr, als er geahnt mehr auch wohl, als Ada geahnt trafen ihre Vermuthungen zu. Aber noch immer war das geheimnißvolle Räthsel nicht ganz gelöst. Es gehörten noch großer Scharfsinn und große Energie dazu, um klares Licht in das unhcimlicke Dunkel zu dringen. Dietrich Kleist fuhr mit dem nachsten Dampfer nach der Binnenalster zurück. Von der Landungsstelle aus dem Alsterpavillon am Jungfernstieg verfügte er sick zunächst nach dem Lause Große Bleichen lle. Er be merkte in dessen Räbe mehrere Criminalbeamte. Das Gebäude wurde also noch insgeheim überwacht. Da er einen der Geheimpolizisten persönlich kannte, so bat er ihn, mit in den Hausflur zu kommen. Dort angelangt, zog er den Schlüssel hervor und versuchte ihn in Gegenwart des Beamten. Der Schlüssel paßte! Eilig theilte Kleist dem Manne mit. daß er da er die Vertheidigung der Amerikanerin zu übernehmen gevente eine neue Spur aufgesucht habe. Ueber den Ort. an dem er den vielgesuchten Schlüssel gefunden, verrieth er noch nichts. Von hier aus begab sich der RechtZanwalt nach einem Verkehrsburcan. Er mußte sich zunächst noch über die Abfahrtszeiten der Dampfer nach Helgoland informiren. Zu seiner größten Ueberraschung rrfuhr er. daß das Boot Dienstags schon um sechs Uhr 30 Minuten die Rhede verlasse. Das war ein Strich durch die Rechnung. Wenn Felicia mit ibrem Bräutigam bereits um halb sieben Uhr an Bord gegangen war.dann konnte sie sich nicht vorher bei ihrer Freundin am Besenbinderhof umgezogen und zuvor noch die verhängnißvolle Radtour nach den Großen Bleiben unternommen haben. Es stimmte hi?r etwas nicht. Kleist verlor aber den Mutb, doch noch den wahren Tbäter zu ermitteln, noch immer nicht. Sofort verfügte er sich von dem Verkehrsbureau aus nach dem in der Nähe des Lübecker Bahnhofs gelegenen Besenbinderhof. Bald hatte er die Wohnung des Dr. Fincke, der Assistenzarzt an einem Hospitale war. in Erfahrung gebracht. Da der Hausherr um die jetzige Sninde es ging auf zwölf Unr zur Visite im Hospital war. so traf er Rechtanwalt nur dessenGattin an. Die Freundin Felicias besaß eine angenehme., freundliche Erscheinung. Frau Dr. Fincke hatte die Dreißig wobl schon erreicht; man sah's ihr a::r doch nicht an. daß sie Mutter eweö zwölfjährigen Sohnes war. Es schnitt dem Rechtsanwalt in's Herz, daß er in diese stille Häuslichkeit den furchtbaren Verdacht tragen mußte. Aber es galt schnell und sicher zu handeln und daher mußte alle Rücksicht bei Seite gelassen werden. Er hatte eine Karte hineingeschickt mit der Bemerkung, daß er in Abwesenheit des Hausherrn auch gern mit der gnädigen Frau unterhandeln möchte. :au Dr. Fincke empfing ihn mit etwas verwunderter Miene in ihrem hübsch eingerichteten Boudoir, forderte ihn aber liebenswürdig auf. Platz zu nehmen, indem sie sich selbst an's Fenfter setzte. Dietrich Kleist verbeugte sich ernst und höflich. Sie werden mein Kommen sich vielleicht nicht erklären können. Mein Name ist von Ihrer Freundin. Fräulein Felicia Beyer. Ihnen wohl noch ?icht genannt worden. Ich bin ober ein intimer Freund ves Vetter
von Fräulein Beyer gewesen, des unter so grausigen Umständen heimgegangenen Fritz Beyer " Mit einem Aufschrei suhr die junge Frau empor. ..Um Gottes willen Sie sprechen von dem dem Mord in den Großen Bleichen?" Der Rechtsanmalt bejahte. ..Und das war ein Verwandter von unserer Felicia? Mein Gott, ich sprach noch gestern, als das Mädchen, das auf der Straße das Gerücht aufgefangen hatte, den Namen Beyer nannte, über die Namensähnlichkeit? Aber Felicia hatte mir nur immer von ihrer Tante in Uhlenhorst erzählt. Allerdings auch flüchtig einmal von einem nun, oie müssen entschuldigen, sie sagte verbummelten Referendar Dietrich Kleist nickte. Referendar Beyer das ist er oder vielmehr, das war er. Ein sehr talentirter und dabei herzensguter Mensch jedensalls, gnädige Frau. Für seine Schwäche öüßte er sehr hart. Ich kenne die Kämpfe, die er bestanden hat. der arme Kerl. Und sicher hat er ein so entsetzliches Ende nicht verdient." Frau Dr. Fincke erröthete, während sie etwas stockend sagte: Das Mäd. chen berichtete mir, man munkele, der Unglückliche sei von seiner Geliebten erschlagen worden!" Ter Rechtsanmalt zuckte die Achse!. ..Was munkelt das Volk nicht alles! An jeden Eriminalfall knüpfen sich sofort allerlei Märchen. Die trockene, nüchterne, grausam kalte gerichtliche Tarstellung entkleidet die Mehrzahl aller Fälle der Romantik. Doch ich will Ihre Zeit nicht über Gebühr in Anspruch nehmen. Als nächster Freund Beyers halte ich es für meine Pflicht, seine Cousine von dem traurigen Ereignih in Kenntniß zu setzen, und ick wollte Sie daher bitten, mir die Adresse des Fräuleins oder nunmehr der jungen Frau zu geben, damit ich sie schonend benachrichtige. Auch Frau Hölderlin suchte ich soeben auf; ihr sprach ich bis jetzt nur von einer schweren Erkrankung des Unglücklichen. Aber auch ihr muß die Wahrheit gesagt werden, denn es wcre doch zu grausam, wenn sie sie unvermittelt durch die Zeitung erführe." Die junae Frau bedauerte, ihm mit
der Ad'.esse ihrer Freundin nicht dienen zu können. Sie wissen wohl, daß für gestern ihre Trauung festgesetzt war?" Beyer erzählte mir vorgestern da-von.- ) es war eigentlich Geheimniß. Ich habe ja die ganze Angelegenheit nicht so recht verstanden aber so viel ich merkte, lebten beide doch gar sehr in Angst wegen der ablehnenden Haltung des Herrn GenerakoTZsulo. Ich bin um so gespannter, endlich zu vernehmen, ob sie definitiv getraut und sicher vor den mannigfachen Anfeindüngen sind. Herr Hüttl junior gefiel mir ja sehr, muß ich sagen." ..Sie sahen ihn gestern früh?" ..Er hatte schon vor ein paar Wochen bei uns seinen Besuch gemacht. Gestern war er nur auf ein Viertclstündchen hier. Mein Mann war früh schon zu einem Patienten geholt worden, so konnte sich ihm leider Niemand widmen. denn ich half meiner Freundin bei ihrer Toilette." ..Das Brautpaar wollte um halb sieben Uhr nach Helgoland abreisen?" Dazu war eö leider zu spät; denn i die Herrschaften kamen erst wenig? Minuten vor halb sieben hier an." Dietricb Kleist hätte seine Ueberraschung bemahe zu deutlich an den Tag gelegt. ..Aber das ist doch sehr merkwürdig," sagte er zögernd. Denken Sie nur. gnädige Frau, wie mir Frau Hölderlin mittbeilte. ist ihre Richte schon in der Frühe um fünf Uhr von Uhlenhorst aufgebrochen." Sie wird wobl mit dem Rad einen kleinen Unfall gehabt haben; denn sofort, als sie kam. ließ sie sich von mir etwas Heftpflaster geben.Sie war verwundet?" Frau Dr. Fincke sah ihn überrascht an. Verwundet? Nein, ich vermuthete - der Pi-eumatic - Ring sei schadhaft geworden. . . . Aber Sie haben Recht, sie wird wohl selbst verlent gewesen sein; denn die Radausbesserung wäre in dem Moment doch nicht so wichtig gewesen. Hm. hm, hm. da ich auch ganz sie darüber zu fragen vcrgaß! Sie machen üch aber keinen Begriff, wie ha'tig Alles ging. Herr Director Hüttl wartete unten im Wagen das Mädchen und der Kutscher schafften bereits das Gepäck Felicias hinunter und die Braut war begreiflicherweise so erregt, daß sie bet der Toilette kaum die Haken in die Oesen brachte. Zu allem steckte ihr auch noch das Reisefieber in den Gliedern." Sie meinen also, daß das Paar nicht mehr nach Helgoland mitkam?" Auf keinen Fall. Um sieben Uhr fuhr der Wagen von hier erst fort." Und zurückgekommen sind die H.'rrschaften auch nicht. Da müssen sie Hamburg also auf einem anderen Wege verlassen haben." Ach. ich muß Ihnen gestehen, daß mir diese Hast und auch die Geheimi nißkrämerei recht wenig behagte und wenn ich nicht um die Gründe wüßte " Verzeihen Sie noch eine Frage. gnädige Frau." unterbrach der Rechts- ! anwalt die Sprecherin etwas ungedulj big. Wissen Sie über den Verbleib I Ihrer Freundin von früh fünf bis um i halb sieben Uhr am gestrigen Tage ' wirklich nichts Näheres oder haben
Sie vielleicht Fräulein Beyer v:?spro- Barmherziger Himmel!" entfuhr tfen, darüön zu schweigen? " es Frau Fmcke. die ein Schwindel er- ' Sie sprechen in Räthseln. Herr faßte, so daß sie. nach emem yali 1U5 Nechtsanwall!" nd, u sich tastete. Es liegt nämlich die Vermuthung Der Rechtsanwalt kam ibr rasch ZU nahe, daß' mein armer Freund Fritz Hllfe, mdem er sie zum nächsten FauBeyer am gestrigen Morgen um sechs : teuil geleitete. Fassen Sie sich, ynaUhr herum eine Unterredung mit einer dige Frau! Noch ist der Unglücklichen bis jet noch nicht ermittelten Person I die That nicht mit Gewißheit zuzuaebabt baben muk. Die betreffende ! schreiben aber unzählige Verdachts-
Person würde am sicherstenZcuaniß ab- j ' . I legen können.in welcher Verfassung sch j der Unglücklichc da noch befand. Beyer j muß sich nach jener Umerredung wie der zur Ruhe begeben haben: denn der Mörder bat ihn um halb sieben Uhr etwa es kann auch etwas früher gewesen sein im Beit überfallen. Ich nahm nun bisher an. Beyer habe um jene frühe Stunde mit einem geheimnißvollen Clienten eine Conferenz gehabt. Nun wäre es aber doch viel einfacher. wenn man annehmen könnte, j Fräulein Brver sei zu her unoewökn- ', liehen Zeii in dem Hause Große Bleichen qewesen." Felicia? Aber ich bitte, was sollte sie dort? So geschwisterlich stand sie doch nicht mit ihrem Veiter, daß sie j , - - ü ö r
ibn zum Lebcwohlsagen aufgesucht Ich kann Ihnen letzt mcht erwidern. Hätte! Nein, nein, Fräulein Beyer be- j muß mich erst allmälig wieder fassen." saß ein sehr fein entwickeltes Taktge- j Ich sehe es ein, daß die ungeheuerfühl, und sie wich jeder Rederei sehr liehe Vermuthung Sie erschüttern vorsichtig aus. Niemandem wollte sie ' mußte. Glauben Sie aber man Gelegenheit geben, über ihr Thun und ; vermag kaum mehr zu zweifeln, wenn Lassen die Achsel zu zucken. Und ich ' man erfährt, was ich erfahren habe." weiß ganz genau, daß ihr der außerge- , Die junge Frau hatte die Hände
wohnliche Schritt der gewissermaßen heimlichen Hochzeit nicht so leicht geworden ist, wie sie vermuthen ließ." Und dennoch möchte ich daran festhalten, daß sie in der Frühe des gestri-
gen Tages ihren Vetter gesprochen hat. , es beschimpft auch das Haus. dessen Sie hat Ihnen wohl nicht davon oe- ; Schutz Felicia genossen bat. es besagt, daß sie in gewissem Sinne auch schimpft mich und meinen Gatten!" eine Clientin ihres Vetters war?" Aber so bezwingen Sie doch Jhce Frau Dr. Fincke schüttelte verwun- Aufregung, gnädige Frau. Erschwedert den Kopf. ren Sie mir nicht die Ausübung meiEs wäre ja möglich gewesen!" sagte j ner traurigen Pflicht. Sie werden Dietrich Kleist aufatbmend. Doch j meinen Eifer begreifen, wenn ich Jbnun haben Sie Dank dafür, daß Sie ! nen mittheile: Man hält eine unbemich empfingen und entschuldigen I scholtene Genossin Ihres Geschlechts. Sie. bitte, mein langes Verweilen." ! eine junge Amerikanerin, seit vierundIch bedaure unendlich, Ihnen keine ! zwanzig Stunden gefangen, weil man genauere Auskunft geben zu können, sie für die Thäterin hält. Wenn Sie Der Gedanke, daß Felicia durch eine ' den Jammer und die Verzweiflung der
Zeitung mitten in ihrem .Glück die grausige Nachricht erhalten sollte, ist mir ja selbst peinlich. Wollen Sie uns Ihre Adree dalassen, damit wir Ihnen sofort eine Mittheilung zukommen lassen können, sobald wir etwas von Felicia hören?" Ich bitte dringend darum, gnädige I " rau! In diesem Augenblick näherten sich rasche Schritte. Das Mädchen!" rief Frau Dr. Fincke. Sollte endlich die Depesche gekommen sein?" Sie ging rasch auf die Thur zu. Ein junges Dienstmädchen kam
eine Zeitung in der Hand haltend , Umständen in eine heikle Lage bringen aufgeregt und mit bleicher, entsetzen, konnten. Sie mußte, voit ihrem Bräuvoller Miene m's Zimmer berein. Si, ! tigam über die Gefahr orientirt, alles hatte einen Marktkorb am Arm. den si daransetzen, wieder in den Besitz der hastig bei der Thur niedersetzte. Briefe zu gelangen, die auszuliefe-n Ach. I?rau Doctor, ach, Frau Doe : Jener und' sein Compagnon sich weikor!" begann sie in weinerlichem T. gerten. Ich kann Innen die näheren "Lesen Sie man ölon, was die Leute i Beweggründe der beiden Herren nicht da schreiben. Ich geh' ganz ruhig umständlich auseinandersetzen. Soviel
oie lraize lang mit ems lommr vlt Guste von Consul Thörsens und fragt mich, ob denn das junge Fräulein, da immer auf dem Rade zu uns käm, schon auf der Hochzeitsreise sei." Aber Jettchen.Sie sollten doch nicht darüber große Geschichten erzählen!" Bloß der Guste hab' ich's gesagt, Frqu Doctor. wirklichen Gott mei (5lirenwort! Aber hören Sie. was mtR die Guste da vorliest: Eine Radfahrrin ist's gewesen!" Was gewesen?" ..Die den Mord begangen hat." Ach. Tborbeit. Was ist das wie der für eine Rederei. Jettchen. Wal wollen Sie und was will die Gustt von ssonsul Thlirsens von unsere Fräulein?" . Also die Guste meinte: Jettchen, sagte sie. das is man 'n Glück, daß "räulein nicht in Hosen Rad fäbrt? Lesen Sie doch bloß. .. ." Geärgert durch die Redseligkeit de? Köchin, nahm Frau Dr. Fincke das Zcitungsblatt und überflog den Bericht. Als sie die polizeiliche Bekanntmachung las, prägte sich eine eigen :iimliche Unruhe in ihren Zügen aus. Plötzlich sah sie den Rechtsanwalt entsetzt an und stieß bervor: ..Ein Verdacht ist doch wohl au" geschlossen, daß r.zs brach sie ab und wies da
7.'.dchen aus dem Zimmer. ord ist kurz nach sechs Uhr gcsch.ben Und denken Sie doch, Frau Doc ! zu einer Zeit also, über deren Vertor. eine Frauensperson sei es alsp Sendung Felicia Beyer zunächst die wirklich gewesen. Nein, da kann man ! Antwort schuldig bleiben wird, denn ja rein von wegbleiben. So 'ne schlech- , -on Uhlenhorst. wo sie um fünf Uhr ten Leute soll es geben. Und tausend aufbrach, hätte sie in 20 bis 30 MinuMark Medaille gibt's. Frau Doctor!" i tcn hierher gelangen können. Der Nachdem die schwatzhafte Person ' Thäter muh ferner im Besitze eines sich entfernt, richtete die junge Frau : Hausschlüssels gewesen sein ein ihre ernst forschenden Blicke auf ihren zweites Verdachtsmoment gegen Ihre Besucher. Freundin; denn von allen mit dem ..Herr Rechtsanwalt," sagte sie. Hause in Berührung stehenden Perso-
schwer athmend, mit nur mühsam ZUrückqedrängter Erregung, Ihr mich überraschender Besuch Ihre seltsamen Fragen in Verbindung mit diesem Bericht der Polizei über den muthmaßlichen Thäter ich finde kaum die Worte, um meine wirren Gedanken darüber auszudrücken Mit finsterer Entschlossenheit sah Dietrich Kleist die junge Frau an. Nun ja denn, gnädige Frau." sagte e? in leisem, aber festem Tone, der Verdacht, den Sie sich scheuen auszusprechen. bestätigt sich auch ich halte Fe Iicia Beyer für die Mörderin!"
Momente liegen vor, die eine Verhol i. m. m i c r . 0 x . 11
gung ourcr) oie eyoroe aus oer tellc ersoroerncy machen: Felicia meine Freundin Felicia eine Mörderin! Heiliger Herr im Himmel das fasse ich nicht!" Vor allem bitte ich Sie dringend. meine Gnädige, gegen keinen Menschen vorläufig eine Silbe hiervon verlauten zu lassen. Auch ersuche ich Sie. auf das Dienstmädchen einzuwirken, damit kein vorzeitiges Bekanntwerden der geplanten Verfolgung den Flüchtling Warnt." Herr Rechtsanwalt ich will von diesem schauerlichen Verdacht nichts hören. Der Schreck liegt mir noch rn den Gliedern lähmt meine Denkfähigkeit darum schonen Sie mich. krampfhaft ineinander geprent. innern u)iuu)zcn giciir rung es iu; vuh ren Lippen: Aber ich kann, ich darf nicht mit anhören, was Sie sagen. Es j, t . i . ZI y - beschimpft nicht nur meine Freundin j Unglücklichen gefeben hatten, so wurden Sie ein Erbarmen mit ihr haben und gleich mir nur den ernsten, finsteren Wunsch kennen, den wahren Thäter festzuhalten und an Stelle dieser Unschuldigen zur Verantwortung zu ziehen." ..Aber verstehen Sie denn nickt, daß ich an Felicias Schuld nicht glauben kann?" ..So bören Sie die Verdachtsmomente. die sich mir ergeben haben, gnädige Frau. Felicia Beyer hatte vorgestern ihrem Vetter verschiedeneBriefe ühprneW die ihren Bräutiaam unter , ber ist ncker. van die anolunasweise der beiden Compagnons was nur leider erst nachträglich klar wurde, da ich anfangs um die Verwandtschaft nicht gemußt hatte nicht ganz e-n-wandfrci war. Auf ikzr gutes Recht pochend, forderte Felicia, die ihr Lebensglück. jedenfalls aber die Möglichkeit ihrer Heirath mit Hüttl gefährdet sah. vorgestern Abend noch, gelegentlich eines Rencontres mit ihm und seinem Compagnon, die Herausgabe der wichtigen Papiere. Ihr Vetter weigerte sich, sie ihr auszufolgen. Nun stellen Sie sich die leidenschaftliche Erregung eines Weibes vor. das am Tage vor der Hochzeit durch folch' tückische Umstände an der Erreichung des langersehnten Zieles gehindert wird. Ich will nicht behaupten, daß Felicia schon in jener Nacht den furchtbaren Mordplan mit kühler Ueberlegung sich zurechtgelegt hatte aber daß sie daran dächtt, sich die Briefe mit Gewalt wieder zu verschaffen, davon bin ich heute überzeugt." Mein Gott, mein Gott!" stöhnte die junge Frau, ihren Kopf zwischen die Hände pressend. Aber Sie mi'ßten doch noch andere Beweise in Händen haben.um einen so gräßlichm Verdacht aussprechen zu dürfen." Ich besitze die Beweise," sagte der Ncäüsanwalt mit aroßem Ernst. ..Der 1 nen ist sie die Einzige, der ch der ausfallende Besitz dieses VeweisgegenstandfaoM (Fortsetzung folgt.) Buchenholz für Furnaces und Bäcker bei Tel. 970. 539 Lincoln Lave. Alle Vattungrn Bnni-.bc'.z fut ftcd) und Heizöfen. Promrle Ablieserung.
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Viehmartt. Indianapolis Union Vichhöfe, 12 Rindvieh. Auserlesene bis prima Sucre, 1350 Pfd. und aufwärts $6.00 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.40 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.35 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 3.90 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 3.60 Guie bis gewühlte Rinder. 3. Mittlere bis gute Rinder. 3.10 Gewöhnliche leichte Rinder 2.60 Gute bis gcwählle Kühe. . 3.25 Mittlere bis gute Kühe.. 2.60 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.10 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.00 Prima bis fancy Export Bullen 3.60 Guie bis gewählte Schläch ter Bullen 3.60 gewöhnliche bis auteBullen 2.50 Gute Kühe mit Kalb $30 GcwöhnIicheKühc mit Kalb 15 Jan. 5.60 5.00 5.0 4.40 4.25 4.35 3.50 3.C0 3.85 3.25 2.35 6.00! 5.00 4.00 3.85 3.00 40 25 Sckweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $5.25 Gemischten, fchm. Packing 5.20 Gute bis gewählte leichte 5.20 Gewöhnliche leichte 5.15 Pigs 4.25 Äoughs 4.50 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.00 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 Gute bis gewählte Tcbafe 3.,'. Ordinäre bis guie Schafe 2.50 5l?ckers 2. 00 5.30 5.25 5.25 5.20 5. in 5.00 5.50 4.75 4.00 3.00 30i 3.00 Böcke, per 100 Pfd 2.50 Früchte und (Vemüse. Früchte. Citronen, 53.00 für 300. Aevfel, tz2.50-.D3 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Taittln, Persische 5c-6c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Birnen, hiesige. $1 per Bushel. Cranberries $3.00 per Bushel Crate. Orangen, .3.253.50 per Box. Gemüse. Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln, Spanische $1.50 pn: Crate; rothe Globe 70c per Bushel ; weiße Globe tz2.00 per Faß. Kartostcln, $1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 55c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Virginia $2.00. Celery, 25-50c ver Bunch. Salat 50c per Büschel. S vinat, 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6 7c, kiesige Stiere 7-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6c; Stier Vordervicrtel 7c; Stier Hintervicrtel 9c; Rind Hintcrviertel 8c; Rind Vordcrviertel 6c; Kuh Vorderviertel 6c; Kuh Hintcrviertel 7c. Frisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hin. tervicrtel 12c; Vorderviertcl 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer ver Pfd. 8c; Schafe 7c; Schenkel 8c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c10c ; Cottage Schinken 7$c ; gehäutete Schultern 7jc, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tenderloins 17c; Spare Ribs 7c; Tail Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Qualität: 20-18 Pfund 10fc; 15 Pfund lljc; 12-10 Pfund Ilse; Zweite Qualität 20-18 Pfund lOc; 15 Pfund 10k; 12 Pfund llc; 10 Pfund llfc. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 7s c; 10 bis 12 Pfund 7c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer Engluh Cured 13k; gewählter Sugar Curtd I2c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 12;-; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt ll$c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 11k; 5 Psund im Durchschnitt, schmal, 11 .; 6 Psund im Durchschnitt, schmal, 11k. 5veck,Cngl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 12k; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12'. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 8c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9k; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 9s c; Klare Bellies,25bis 30Pfd.,8zc; 18 bis 22 Pfd., 9c; 14 bis 16 Pfd., 9c; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 8c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 9c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 94c. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8jc; 10 bis 12 Pfund 8ic Gevöckeltes Schweinefleisch, .Knocker. loses Fancy Pig $19.00; Klares Bean 18.00; Family 16.60; Sbort Clea, 15.00: Rumrf 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, llc; Außenfeiten 9c; Innen seiten 13c; Knöchel 12$?. Schmalz, in Tiere es, 1. Qualrtöt 9c; 2. Qualität 8fc; 3. Qualität 8c.
Würste , Geräucherte Brlltwursrß c; Frankfurter 7c; ienerwucn 7c; Knackwurst 7fc; Bologna in Tärm? 6öc, m Tuchöjc.
Fische, Auftern und Wildpret. Handler-Preise: Clams Little Nccks 75c per 10u.' Hummern 25c per Pfund Froschschenkel, $1.50-2 per Dhd. Austern BesteBaliimore oderStand ards, $1.00 per Gallone; beste Balti, timore Selects, $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hunder:; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New Jork Counts 35c; I. S. F. fc 60. Select 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. 18c; R. 15c. See-Fifche. Knochenlose Häringe 7c; Häringe 5c; Perch 5c; Weißfisch 9c; See Forellen 9c; Red Snapper 8H; Kennebec hechte 15c; Blaufische 10c. Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisch 10c; No.1 Pickcrel 10c; No.S Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Butter, Eier uyd weflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, ftifche, 11c ' Eier, ltfc per Dutzend. Hühner 5zc;Turkey : jungcHähne IC Pfund und darüber 7c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 6c ; alte Kennen 5c ; alte Hähne 4c; Culls und Krumbrünige 4c ; Einen 6c; Gänse 5.40-6.00. (Getreide. Weizcn-7!o. 2 rother 77c auf den Geleisen, 77c von der Müble ; No. 3 rother 73-75c; Januar 77c auf den : Geleisen; Wagenweizen 76c. t Korn-Ro. 1 weiß 3"c; Ro.2weiß ; 38c; No. 3 weiß 38c; No. 4 weiß ! 33z-35k; No. 2 weiß gemiiebt 37$c; No. 3 weitz gemischt 37c; No. 4 weiß gemischt 33Z-35?c; No. 2 gelb 37c; No. 3 gelb 37k; No. 4 gelb 33Z-35Ze; No. 2 gemischt 37c; No. 3 gemischt 37c; No. 4 gemischt 33-35c; an Kolben 36c. Hafcr-No. 2 weißer 26c; No. 3 weißer 25k; No. 2 gemischter 24c; No. 3 gemischter 23k heu-altes No. 1 Timothy 13.0013.50 No. 2 Timothy 11.50-12.50 Kaffee. Folgendes find die Indianapolis Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Ariosa 511.75, Lion 11.25, Jersey 11.75, Caracas 11.25, Dillworth' 11.75 Tutch Java Blcnd Ki.5.0, Mail Pouck 11.25, Gates Blcndcd Java 11.25. Groceries. Zucker Tominocs 7.42c: Smckzucker 6.42c; pulversirter 5.02c; g pulverisirter 6.07c; Standard granulirter 5.92c; feiner granulirter 5.92c; CubeS 6.17c; Confectioners' A 5.72c; Ridge wood A 5.52c; Phönik A 5.42c; Empire A 5.42c; Ideal Extra Golden C 5.37c; Windso, Extra (5 5.72c; Ridgewood extra C 5.17c; gelber C .'.27 ; 16 gelber 5.07. Eingemachte Frückte BlackberrieS, 3 Pfund, $1.10; Pcaches Stand. 3 Pf., 52-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 11.65; Pie $1.40-1.50; AnanaS, Standard, 2 Psund, $1.65-1.90; See onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.26, Manow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker lorn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Tämereien. Kaufpreise: Kleeiamen, Rother, $5-$5.50; eng lli'cker, je nach Qualität $5-5.50; Al sykc 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.30-$1.40. Detail-Prcise : Klceiamen, alter, prmia, $6.00; neuer $6.50-7.00. Timoihy, gewählter $2.30; prima $21.0-2.20. Blue Gras, Fancy Kcntucky $1.20 per Bushel; extra reines 50-65c per Bushel. Käse. Engros- Verkaufspreise, Jmportirter Schweizcrkäse 27c per Pfund; einhei Mischer Sckweizcrkäse 17c; Wisconsin Crcam Käse 10c-12c; New York Cheddars 12k; einheimischer Limburger 12c; Brlck 13c. Kohlen. Tonne H Ton Anthracit? $7.00 8.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Pittsburg 4 00 2.15 Raymond City 4,00 2.15 Winifrede 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.65 Jndiana Lump ! ... 3.00 1.65 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. $2.75 p 25 Bufhel. $1.50 per 12$ Bushel. Zerkleinerter Coke 13c pnBu. $3.25 per25 Bu. $1.75 ver 12 Bu.
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