Indiana Tribüne, Volume 24, Number 115, Indianapolis, Marion County, 12 January 1901 — Page 2
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ndiana Tribüne, Tamftag, den 12. Januar 1901
Rückgang einer Krnuenardeit.
NiM alle der vielen modernen Be-
nifSotDfifcn, in welche das weiblich gen Lebens in unsern fashionablen Geschlecht eindringt, bleiben ihm rhal- j Welt gehört ciicb die niedlicbe Gepfloien; manche auch verliert es wenigstens i aendeit. bloße Augen - Photograzum guten Theil wieder. Gewiß ist die j phin von sich machen zu lassen, die Armee unserer Stenographistinnen und dann einem Bekannten, meistens ader Maschinenschreiberinnen eine qroße; kinem ganzen Kreis solcher. Gelegenober Geschäftsleute und besonders I heit zu mehr odei weniqer amüsantem Etellenoermittler. welche gute Gelegen- Z Zeitvertreib bieten. Natürlich handelt heit zu einem Ueberblick in dieser Bezie- j es sich vor Allem um die Augen von viing haben, versichern in neuester Zeit. ' Evastöchtern; aber auch manche junge daß die Zall der weiblichen Angeköri- ( Männer ahmen diesen Sport nach, gen dieses Berufes im Rükgnge sei. ' welcker sich da und dort schon beinahe obwohl an ein Verschwinden nicht so- zu einer leidensckastlicken Manie ausbald zu denken ist. j gewachsen hat. im Uebrigen auch des (5s ist dies überhaupt ein ziemlich ; lehrreichen Elementes keineswegs entunruhiger und wechselvoller Beruf ; behrt. bei beiden Gescklecbtern. und man be- Die Vielen, welcke sich einbilden, die rtnet. daß fortwährend ungefähr ein j Augen ihrer Freunde und FreundinFünftel seiner Angehörigen sich nach j nen gründlich zu kennen. sie können neuen Stellen umsieht, daß aber auf je I sich meistens gehörig enttäuscht füblen, fünf stellenlose Frauen dieser Klasse , wenn sie eine derartige Photographie nur ein Mann kommt, und dieses Ver- 1 ansehen und lediglich durcb diese die hälinih sich noch beständig, wenn auch j betreffende Persönlictkeit feststellen sollangsam, zu Ungunsten des weiblichen , len! Besonders ist das 'bei Fall, wenn Geschlechts ändert. sie nur ein Bild des einen Auges vor Im Allgemeinen ist ja das Angebot j sich sehen, sogar wenn dieses Bild ein auf diesem Arbeitsmarkt ein sehr gro- buntfarbiges sein sollte. Tenn auch ßcs in den letzten Jahrzehnten gewor- I hinsichtlich der Farbe irgendwelcher
Mit, dieie Arbeit gezahlt wurde, bekommen
, und oemenl vrecyenv oie Eintrag- :iuatn wi en inaiiacriiro nur wenige iDrDf tohnniflntisff annrfchben hi
t. ii". c i r i " i im . ' rr . i . . r . . 111 i . .
iichkeit gesunken. Wo vor zwanztg , Beicherd; ein Auye z. Ä.. das immer um slllf T kaiserlichen Werft in ftiel Jahren $100 bis $125 pro Monat für I für blau gehalten wurde, kann ncd als gründlich revariri m werden Das
heute Männer erster Klasse $60 bis $85 ! geltendes als ein graues, und unter pro Monat, und nur wenige bringen es lebhafter Erregung sehen mancbe graue auf $75 oder darüber. Für Frauen- ! Augen mit einem Mal schwarz aus. arbeit aber wird immer noch beträcht- Der Hauptspaß ab:i bleibt der Verlieb weniger gezahlt; wo ein guter Ste- -suck. an einer Augen Photographie r.cravh für $15 bis $18 die Woche zu die Persönlichkeit zu erkennen. iin haben ist. läßt sich eine Stenographistin ; Photograph, der einmal in einem müschon für $10 bis $12 die Woche betom- ßigen Äuge nblick bloö ein Auge eirnen; im Monat macht der Unterschied , ner Kundin aufnahm, soll den ersten zwischen beiden Geschlechtern in der Be- Anstoß zum Aufkommen dieses Gesellzablung rund $25 aus. schafts - SpcrtS ohne besondere Absicht Trotz dieses Unterschiedes aber, und gegeben haben. Freundinnen der betrotz der viel größeren Anzahl stellen- treffenden jungen Dame machten sich suchender Frauen in dieser Sphäre, sol- dann ebenfalls das Vergnügen, Bilder len große Korporationen. Vahngesell- eines ihrer Augen zu bestellen und .u schaften u. s. w. stark die Absicht haben, verschicken.
weibliche Angestellte durch männliche zu Selbstverständlich muß das anonym i ersetzen. Es wird nämlich geltend ge- , geschehen. Tann läßt sich aber ein macht, daß Letztere im Laufe der Zeit : großes Rathe - Spiel daraus machen. ' schließlich doch billiger kämen. An der und nicht leicht kommt es zu einer rchArbeit der Frauen im Stenographiren i tigen Lösung. Ja ganze Abend-Par-und Maschinenschreiben selbst hat man rien sind schon mü einer Sammlung zwar im Ganzen keineswegs etwas derartiger Photographien unterhalten auszusetzen. Aber ein männlicher Sie- worden, wobei um die Wette gerathen , nograph wird in dielen der betreffenden wurde, und die Gewinnenden Preise Geschäfte, wenn er einen gewissen Zeit- erhielten. Es zeigt sich sogar dann räum hindurch Dictate über allerband schwierig genug, die richtige Lösung zu ' geschäftliche Einzelheiten entgegenge- finden. 'wenn es sich um' Augenbilder ! rammen hat. dadurch für Stellen ge- von lauter Anwesenden handelt, vor-1
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iüTS r lsxln i n-oen dem Bild stehen. Auch die Per- f,sq entsprach wie so oft diesen hlichXlmZn;J'm 1"' k4 nen selber, deren Augenbilder darge- trabenden Aeußerungen der englischen Schretbmas i111 sin.D'- .?inbcn Uebeirra, adirrcsi durchaus nicht. Erstlich für die meisten iener Stellen aus dem chung dabei. verspätete sich die Ablieferung um ein einen oder anderen Grunde nicht eignen Ueberd.es ch der Sport auck noch j d als nun schließlich ki den ZchNM ?twdkchb großer Ausdehnung und Vermannig-! Annahmeprodefahrten dieselben AnwlJtltl Sf5 laln fTü t'wle Bil- ford-crunqen. d!e oas Reichsmarin.amt Manner tonnen also vielfach w andere , der der Augen, können auch solche der die Schichauboote und an die Stellungen aufrucken; Frauen dagegen Ohren, des Mundes, ja irgend eines edli?fc fan welche auf deutschen hurt. mir m'i n n h. cnn h. :rr- l' oc-r., 'jL-ha - , ailsie ireul, miiae auy uuiia;eii
1411 uu. 'my ... ixuvu fordert, v viefe umerfcheivung in allen Fällen berechtigt ist, mag dahingestellt bleiben. Es ist unter solchen Umständen nur natürlich, daß die männlichen Angestellten wegen der weit besseren Aussicht auf Beförderung auch ein größeres nteresse an ihrem Beruf nehmen. Machen doch ohnedies Frauen nicht so leicht einen Beuf zum Lebensfach, und alle Umstände in Betracht gezogen, erscheint dies auch erklärlich genug. Ebenso, wie z. B. aus dem Lehrberuf jedes Jahr eine bedeutende Anzahl FrauensPersonen ausscheidet und in den Hafen der El segelt, so auch in den vorliegenden Berufssphären. Dieser Abgang .r. 'trh rtrf ii itf trifft"! r ftftHrtrlr 7""" ir: Tr: .TZrrzr
ren. uxirn man vu9 um&muK aicxus . Unt endlich ist qar Nicht einmal nt a,..:. linsl liierten lorreboengebet noch mm fthr behüten, Mhjg. diesem Behuf besonder. des wan. Aber auch ohne dies wnd ythfT ontiiitrlinnt. ff läht st aa "1. 'il " 1.,.:, -.'i::.:-
von vielen großen Geschäften, ivenn I .r jleicnslTten tpnn eine Stenographistin es in ihrem Fach weit genug gebracht hat, um etwa das alar eines mccnnes verlangen zu ion-, ihn, ras Engagement getoit. und dafür eine kompetente männliche Arbeitskraft eingenui. uxu man von icgicrcx, roic gesagt, größeren geschäftlichen Werth auch für andere Zwecke erwartet, die theils innerhalb, theils außerhalb des BüreauS liegen. Namentlich scheint dies für Eisenbahn - Gesellschaften zu gelten. freilich gibt es auch ?in. gewisse iuz)t von Geschäften, welche ausfieicn nxionx lenograpylflen und Maichlnenlchreiber suchen, aber erstreckt haupg mit ihren Leuten irccheln. solche nämlich die den Madchen . welche die Arbeit lernen rji- tei . jt- i . e, . . looueu , wm wm ocye zamen , t . 4 a Vi , 1 W ii . Im A 1 m und sie. sobald sie weit aenua fortaeschritten sind, um etwas höhere Ansprüche stellen zu können, fortschicken uad andere unter den nämlichen Bedingungen engagiren. In vielen Fällen sind dies Häuser, die nicht etwa, weil die Ausdehnung ihres Geschäftes dies rechtfertigte, die Schreibmaschinen einführten, sondern nur, weil sie nicht anders tonnten, indem Briefe u. s. w. in Maschinenschrift gemeiniglich auf mehr Beachtung und Ansehen rechnen können. Auf alle Fälle ist dies für die weibliche ' Arven rn dieser Sphäre ein sehr frag würdiger Zufluchtshafen! Bei der letzten Landtaaswabl wurde in lunaart ein Stimmzettel abgegeben, der neben dem Namen des Candldaten E. die Bemertung trug: JesamS41. 24. Der Zet. tel wurde beanstandet, denn die betreffende Bibelfielle lautet: Siehe, ihr seid auch nichts uno euerThun ist auch aus nichts und euch wählen ist ein Gräuel."
Auaz ein JSilcer-Sport.
neueren Blutyen des gesell:--ein braunes entpuppen, ein für oraun . . ' i 3 1 1 w . r. r i i usge?csi nur, oaB oie,e Nicyi zur jeit I vtlilkn . Hie wi vik'inis uoe ,ie- ' i " ma rucrL-en, nrn wr ÄUiioroerung, daran die Persönlichkeit zu erkennen, und die Ergebnisse werden allemal Tpaß genug bieten. Es mag natürlich vorkommen, daß irgend ein solcher Tbeil der Gesichtszüge einfach deswegen leicht erkannt wird, weil er etwas Ungewöhnliches in Form oder Größe an sich hat. Abgesehen von diesen seltenen AusnahmefäUcn jedoch 'wird sich die J'denlifiirung als recht schwierig erweisen. Andererseits kommen auch manche außerordentlich geformte Gesichtszüge. 'Die niemals zuvor besonders aufgefallen sind, erst bei dieser Jsolirung zur Geltung, und statt das Erkennen zu erleichtern, erschweren die vereinzeltem wilder es noch mehr. "S".nu?r " Und endlich ist es gar nicht einmal . . . . " ' " . . ' r v:..- - nk,.-. a. mII direct in das aum, uu uii iii, uu . rw r nr . r . ic jr. ll 'tUno. auf oie a'k. ooer aucu m, m .r v: rr -r. ...jf. auf eine Hand irgend einer Person btt- j ' ' m n A i i a.. ' i - - I iiu uevllgkn mnier einem schirm Oder in einem Cabinet versteckt ist, unh auch dabei fällt die ZdentificirIina soerer. als sich Viele vorstellen dürften. Ebenso läßt sich aus vollen natürlichen Silhouetten oder Schattenbildern der betreffenden Personen ein i
znatye - piei macr.en, oas ourcxaus aufglommen, daß das schnell'te nicht Jeder gewinnen kann, schließ-, tzt wieder ein englich kann man auch eine Reche solcher! lt rei Der nUC TorpedobootszerBilder - Ratbespiele bezüglich derselben ! Bi'per" bei Hawtborn. Lc-lie &
r-- - , -pctiuuua'iuicn uuu; cuiuiiüci uciuu- ; stin, selbstverständlich immer mit bct thign, Ausschliesilichkeit. soaar Personen gegenüber, welche für die wilder sitzen und nicht erfahren sollUn ma5 slC ,u it)Un hn, bis der richtige Auqenolick kommt. Ein mit solchen geselligen Gegcnscitiakeits - Studien verbrachter Abend kann bald zeigen, wie schlechte oder we-1 nig scharfsichtige Beobachter selbst auffallender PMsiogncmien von Freunden die meisten Menschenkinder sind, und kann außer der Unterhaltung eine nicht gerade zu verachtende Leitung zur Erkennrniß Anderer und sogar zur ! Selbsterkenntniß liefern. Auf dem deutsch - pol - Nischen Versöhnungs - Kriegsschauplatz sind staatsgefäbrliche Stiefel die neueste Errungenschaft. In dem Dor - fe Kijewo trugen der Lehrer und die meisten Schulknuben wie dies im 1?en ottte ist lange Schaft - Niefel uoer den Beinkleidern. coui-rrfperlor unrer.agie vies. weit er darin eine polnische Demonstration blickte! Außerdem wurde den Schuländern verboten, ihre Bücher und Hefte in polnische Zeitungen e:nzuichlagen.
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Man nehme siHHajt! Ob schlimme oder leichte Erkältungen vnb Hüften, ln jedem ?av ftnd sie ernftlich genug, sofort dagegen einiuschxeite. Bcbiaufe Dr. Auguft König'S Hamburger KrnAthee, elcher prompt und schnell die schlimmften Fälle heilt.
i Deutscher ud englischer Schiffsbau.
Vor Kurzem wurde in einem amt- nicht mehr ein: ein so klägliches Resullichen Bericht gemeldet, daß das deut tat hatten die Mitglieder des Congresfdfc Torpedodivisionsboot I 10, wel- ses wohl nicht erwartet. Aber abge-
cheß auf der Werft von Thornmroft in England seinerzeit gebaut worden war. aus dem Verbände der Zweiten oct vt erst seit dem Frühjahr de wahres 1899 ln Dienst, eine Havarie bat es nicht gehabt, man war daher durch diese Nachricht seltsam überrascht. Die Nothtoendigkeit dieser ..gründlichen Reparatur" kann daher nur auf zu schwaä Construktion oder auf Construktionsfehler zurüctgeführt werden. Damit ist eine empfindliche Niederlag? des englischen Schiffsbaues gegenüber dem deutschen offen zu Tage getreten. Das deutsche Reichsmarlneamt hatte, um auch andere Firmen n:oen der Werst von chichau zu be ruicnngen, vor eiwa zwei anren vel der berühmten englischen Werft von Thornncroft ein Boot jenes Tvps beHellt, von dem m der englischen Manne 10 viel Aufsehens aemachi wurde. Das Boot sollte das Beste sein, was je in England gebaut worden", und die englische Presse stellte dasselbe in der zur Genüge bekannten und verhaßten Arroganz und gönnerhaften Selbstüberhebunq als ein Modell für die deutsche Marine und die deutschen Schiffbauer" hin. Die Werft hatte ibr Bestes gethan und zwar aus dem sebr begreiflichen Grunde, weil sie eine beträchtliche Nachbestellung desselben ' ' ' iuwun iu v iuuiv Bootstnpus erwartete. Aber der Er- . . yivuui ivuuui, uuu; uu uii' sr4)f.a Ä.,. '. ses Boot angenx?zdet werden sollten. konnte die contraktlich ausbedungene Geschwindigkeit nicht erreicht werden. Erst nach langwierigen Probefahrten und zum Theil bedeutenden Umbauten und Aenderungen wurde eine Schnelligkeit von 27,5 Knoten erlangt. Das war im Frühjahr 1899. und jetzt steht dasselbe Boot bereits wieder im Dock und ist nicht verwendungsbereit. Da die Fertigstellung des englischen Bootes sich so lange verzögerte, hatte das Reichsmarineamt inzwischen noch vor der Ablieferung dieses Bootes der Werft von Schichau den Auftrag zum Bau von zwölf. Torpedobooten ertheilt, welche in ihrer Bauart ganz ähnlich ben ö0n betfetten erst an die chine Mtyrt viciujiuiiiuiuii.n uuu ,iiuu nu- ? . u ... 1 ?. . . . -Ti Koihrl h,-ittn T;eu uu uu vviuuuu huuuii ;viv 71 w y . 1 amHs; nrnu im! b tzchH, bereits der deutschen Marineirtriii Uuunn iitri find n eder e. v r M zichung musterhafte Fahrzeuge. Noch einen zweiten sehr eklatanten Mißerfolg hat der englische Schiffbau in letzter eit zu verzeichnen. Mit arosi.er Reklame wurde in der englif(fcen Presse die lärmende Fanfaronade ffn in eVncnuu erbant. Mlt ?amviturbinen nach Parson schem wüstem ausgestattet, habe die Viper feden Record der Schiffsgeschwindigleit ganz erheblich übertroffen, indem sie auf fechs Hin- und Rückfahrten eine mit:lere Geschwindigkeit von 36.58 Knoten in der Stunde erreicht habe; das Mittel der reiben schnellsten Fahrten habe sogar 36.85 Knoten betragen. Damit ist' der Beweis erbracht, daß die Dampfturbinen in Bezug auf den Schiffsbetrieb unerhörteLeistungen geqenüber der gewöhnlichen SchiffsMaschine zu vollbringen vermögen, denn die Viper" ist auf Grund ihrer Probefabrten das weitaus schnellste ; (Siff ivr mlt " , Dieses Turbinenboot wurde von j ax'm Schiffbau - Eongreß in ; ari ai!f bcr Seine vorgefahren. Die 1 Mi4s;d?r des Konaresse's waren auf einem Vassaaierdampfer eingeschifft. Nachdem sie etwa eine Stunde auf das 1 0ot auc m stoppten Dampfer ge marIft hatten, holte es endlich mit einer Geschwindiakeit von 16 bis 18 Knoten den Dampfer ein. war dann aber bald derartig erschöpft, daß es still liegen blieb und dem langsam fahrenden Dampfer nicht mehr zu folgen vermochte. Während der aawn weit,-
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ren ftahrt auf der Seine nolte das Turbinenboot den Dampfer überhaupt sehen davon, ist die jetzt mit der Viper" erreichte Geschwindigkeit von den Schichaubooten längst übertroffen worden. Die englischen Torpedoboote machen ihre Probefahrten auf der Themse mit völlig leerem Schiffskörper; dagegen werden die Probefabrten der deutschen Boote mit voller triegsmäßigen Ausrüstung an Kohlen. Wasscr. Proviant. Armirung etc. gemacht, wie es allein der Wirklichkeit entspricht. Das ist ein schwerwiegender Unterschiid. denn es bedeutet dies eine Tifferen, von vier bis fünf Knoten, welche man von den Fabrtergebnissen der englischcn Boote abziehen muf?, um sie mit denen der deutschen vergleichen zu können. Schon vor vier Jahren baute die Werft von Schichau vier Boo!e für die ckinesische Marine welche die ..Niver fln Schnelligkeit übertrafen, denn sie erzielten bes den nach den deutschen Bedingunaen abgcbaltenen Probefahr-V):,,;,sins-i5 y iVIl LLIll. 1 U 1 llilVi IWL Ul 1U iilvIUlUi V. 36.7 Knoten. Mit vollständiger Ausrüstung und Armirung erreichten diese Boote die mittlere Geschwindigkeit von 33.6 Knoten. Diese Äeschwindigkeiten übertreffen alfo bei Weitem die von der Viper" erreichten. Die erwähnten vier Boote legten seinerzeit auf der Ausreise nach China die ganze Reise von Port Said nach Eolombo 3550 Kilometer ohne Kohlen einzunehmen zurück und hatten bei ihrer Ankunft im Hafen von Colombo noch einen verbältnißmäßig großen Koblenvorrath in den Bunkern, ein glänzendes Zeugniß für die ökonomische Leistunq der Maschinen. Ebenso unhaltbar wie die prahlensche Selbstüberhebung in Bezug auf die erreichten größten Geschwindigkeiten ist die Behauptung, welch: man oft in englischen Fachblättern liest, daß England mit dem Bau von Torpedobooten für Deutschland bahnbrechend gewesen sei. Die Werft von Schichau baute bereits 1887 bis 1888 für Italien und Rußland Torpedoboote mit der contraktlich festgesetzten Geschwindigkeit von 28 Knoten, während die Werft von Arronh & (5o. in England erst 1893 den 5ornet" vom Stapel laufen ließ, welcher eine Geschwindigkeit von 27,5 Knoten erreichte. Auch die im verflossenen Sommer ohne jede Störung in kurzer Zeit ausgeführte Ausfahrt der vier deutschen Torpedoboote von Wilhelmshaven nach dem ostasiatischen Kriegsschauplatz ist ein glänzender Beweis für die hohe KricgstüchtigZeit der Schichauboote. Eine Fahrt mit einem so ausgedehnten Aktionsradius ist von keinem englischen Torpedoboote erreicht.geschweige denn übertroffen worden. Die deutschen Torpedoboote sind unzweifelhaft die schnellsten Fahrzeuge der Welt. Deutschland braucht auf diesem Gebiete wie im Schiffbau überhaupt die Concurrenz Englands nicht zu fürchten. tin gemiffcr David Ruttcr ist nach 27 Jahren aus dem Gefängniß in London entlasten wordcn. nachdem er zweimal für ein Verbrechen zum Tode vurtheilt war. das er nicht begangen batte. Im J-ahre 1873 stand er mit einem anderen Mann ror dem Richter in Jpswich unter der Anklage, einen Förster ermordet zu haben. Rutter nahm die ganze Schuld auf sich und wurde auf sein Geständniß bin zum Tode verurtheilt. Viele Leute jedoch glaubten an seine Unschuld und man erhielt Aufschub unter dem Vorwande. daß ein Auswuchs am Halse das Erhängen zu einer schrecklichen Tortur machen würde. Die ärztliche Untersuchung erwies die Haltlosigkeit dieser Theorie und die Hinrichtung wurde abermals festgesetzi. Es liefen jedoch so viele Gnadengesuche für den Verurtheilten ein. daß er schließlich zu lebenslänglicher Zwangsarbeit begnadigt wurde. Jetzt bat er bei seiner Freilassung als alter Mann die Wahrheit erzählt. Der ander? mit ihm angeklagte Mann war der Mörder des Försters. Aber dieser hatte eine Frau, deren Herz gebrochen wäre, und Kinder, die ihren Vater verloren hätten, während Rutter allein in der Welt stand. So nahm er die gan ze Schuld auf sich und bat. auf seine Art ein Held, ihre Last 27 Jahre getragen. Die neuesten Tapeten bei Möller, 152 . Delaware s:r. Carl
Deutscher Vereins- und Logen-Kalender.
(Gesangvereine. Larugari öängerchor. Jeden 1, Sonntag Geschäsisversammlung. Probt jeden Donnerstag in 29 Süd Delaware Str. Präsident, Conrad Rics, Sekretär, Jo. Pflüger; Dirigent, I. Guntermann. Indianapolis Männerchor. Gcsangprobc, gemischter Chor, jeden Dienstag. Männerchor jeden Freitag Abend in der MänncrchorhaUc. Präsi dent. Fred Francke; Sekretär, Rudolph Müller: Dirigent, Franz Bellinger. Monatliche Vorstands - Versammlung jeden ersten Sonntag im Monate. Indianapolis kiederkranz. Probt jeden Donnerstag in der St. Marien Halle, S. Delaware Str. Präsident, Fritz Weiffenbach fr.; Sekretär, Valentin Hoffmann; Dirigent, Ernst nobel. Monatliche Geschäftsvcrfammlung jeden zweiten Sonntag im Monat. D. K. und Nusikverein. Gemischter Chor, probt jeden Dienstag und Männcrchor Freitag Abend im Teutschen Hause. Präfideni, George Kothe: Sekretär. I. George Müller. Dirigent, Alexander Crncstinost. Regelmäßige Vorstands-Vcrsammlung jeden zwcilcn Piontag im Monate. sozialistischer Sängerbund. Probt jcden Dienüag Abcnd in der Columbia .Halle. Präsident, Gustav Dovper: Sekretär, Louis Meyer; Dirigent, Joseph Guntermann. GeschäftsVersammlung jeden crttcn Frcnag im Monat. öüdseite Nlännerchor. Probt jeden Mittwoch Abcnd in der Lyra Halle. Präsident. Albcrt Schröder: Sekretär, Christ. Michel; Dirigent, Joseph Gunlcrmann. Geichäflsversammlung jeden vierten Sonnlag im Monat. ' Turnvereine. socialer Turnverein. Versammlungen am ersten und dritten Mittwoch jeden Monats im Deutschen Hause. Erster Sprecher, Heinrich Mösch; Schristwart, Konstantin Becherer; Turnlehrer, Hugo Fischer. Südseite Turnverein. Versammlung am ersten Dicmtag jeden Monals in dcr Südseite Turnhalle, 230 und 236 Prospekt Strasze, Erster Sprecher, Henry Victor: äriftwart, Otto Teppcrmann; Turnlehrer, Curt Toll. Unabhängiger Turnverein. Versammlung am zweiten Mittwoch jeden Monats in dcr Halle des Unabh. Turnvereins , Ecke Obio und Jltinois 3 tr . Crstcr Sprecher, Joseph Keller; schristwart, Adam Großkopf; Turnlchrer, Oskar Ruthcr. Oorort des Nordamerikanischen Turnerbundes. Versammelt sich jeden ersten Samstag im Monat im Teutschen Hause. Erster Sprecher, Hermann Lieber sr.: Erncr Schristwart, Theo. Stcmpfcl, P.O. Box 166. Logen. (Odd Fellows. Germania Loge No. 12 9. Versammelt sich in dcr Grand Lodge Halle jeden Tonner'tag Abend. Frank Tcckert, Präsident; Henry Thoms, Sckretär. Mozart Loge N o. 5 3 1. Persammelt sich jeden Freitag Abend. John Tictz, Sckrclar. verbesserter Orden der pythias ritter. Castlc Hall. 14 W. Ohio Str. G r o ß l o g c. Versammelt sich in der öastle Hall jeden zweiten Ticnnag ta Februar. Columbia Loge ?! o. 8. Versammelt sich in dcr Eastle Hall jeden Tonncrstag Abcnd. Iamc5 Rcagon, Sekretär. Körner Loge ?!o. 1. Versammelt sich jcdcn Montag Abend 'N der Easilc Hall . Aug . F. T ich , Präsident; Friedrich Wenzel, Sekretär. Liberty Loge No. 5. Vcrsammelt sich in Eastle Hall jeden ?Nitt-
woch Abcnd. Gustav Kothc, ckretär. Phönix Loge No. 4. Versammelt sich jcdcn Frcitag Abcnd in Castle Hall. Schiller Loge No2. Versammelt sich jeden Dienstag Abcnd in dcr Castle Hall. Orden der Druiden. Germania Circlc No. 1. Versammelt sich in der Druidenballe jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. Octavia Hain No. 3. Versammelt sich jeden Montag Abend in der Druiden Halle. M. Dämmet, Sekretär.
Orden der L)arugari. H c r t h a L o g e N o. 4 3. Ve?fammelt sich jeden zweiten und vierten Sonnlag im Monat. Schiller LogeNs. 381. Bcr sammelt sich . und 4. Montag im Gebäude der Deutschen Feuerver--fichcrungsGcscll'cdaft an dcr Süd Tclaware Sir. Prästdcn:, Christian Orlhwein; Sekretär, John Tictz. Frieda Loge No. 114. Ver fammclt stch jeden ersten und dritten Sonntag im Monat am ?lackmittagc. Präsidentin, Frau Caroline Embardt; Sekretärin. Frl. Paulinc Cmbardl. Rnigbts and (adies of Lzonor. Martha Logc 23. Verfammelt sich jcden Ticnftag Abcnd in dcr Tr'iidcn Halle. John Worncr, Sekretär. E l i s a b c t li Loge N o. 498 Versammelt sieh im Morri'on Block jeden Freitag Abcnd. Rnights of Ionor. E u r c k a Loge N o. 24. Versammelt sich jcdcn Frciiag Abend ?!o. 132 N. Pennsylvania Ltr. Germania Loge ?! o. 2 i 3 4 . Verhimmelt sich jcdcn ersten und letzten TonnentaI im Monat No. 138 Ost Washington Str. Schiller Loge N o. 40. Ver--sammelt sich jeden erüen und letzten Donncrüag im Monat ?!o. 29 S. Tclaware Str. Hermanns Söhnt. C h c ru s k c r Loge ?! o. 1 . Vcrsammelt sich jeden 2. und 4. Freitag in der Eolumbia Halle. Präs,. Sebastian Ocftcring; Sekretär, Chas. Zhiclmann. Teutonia Frauenloge No. 1. Orden dcr Hermanns Schwestern. Versammelt sich jeden 3. Tonnerüag im Monat in dcr Columbia Halle. Präsidcntin : Anna Dux ; Sekretärin : Agnes Zcrnicke. Germania Loge?!o. 2, O. D. H. S., Hauahvillc. Versammclt sich jeden 1. und 3. Moniag im Monat in Baists Halle. Präsident : Frikdr. (?oetsche: Sekretär : Henry ttl-.ngwl.rth. Adelina Loge ?!o. 2, O. D. H. S., Haughville. Versammelt sich jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat in Baifts Halle. Präsidentin : Margarethe Kühn; Sekretärin : Pauline Möller.
Untcrftiltzungs- und ion stifte Bereine. DeutschcrGärtne r'V e r c i n . Versammelt sich jeden ersten Sonntag im ?Nonat in dcr Gcrmania Hallc. Deutscher Veteranen Verein. Versammelt sich jeden wcitcn Sonntag im ?Nonal im Deutschen Hausc. P f ä l z c r V c r e i n. Vcrsammcl sich am 1. Sonntag im Monat im Lola von Fritz Bernhardt. Präsident, Daniel ?)!onninger, Sekretär, Heinrich Meyer. PrcußenVcrcin. Vcrsammclt sich am letzten Sonntag im Monat in dcr Columbia Halle. Präsident, Chris. Brchob, Sckrclar, John Honmark. PionierVcrein. Vcrsammclt sich jeden dritten Sonntag im Monat im Lokal von O. Keller. Präsiden:, Fritz Schradcr; Sekrcicir, Wm. Weiland. Sachscnbund. Vcrsammclt sich jeden 3. Sonntag im ?)!onat in dcr Columbia 5allc. Präsident, Theodor H.iune; Sekretär, Hugo Keil. Bäcker Verein. Versammelt sich am 1. Sonntag im Monat im Gebäude der Deutschen Fcucrvcrfichcrungsgcsellschaft. Präsident, Bernhard: Thau; Sekretär, Bcrthold Schreiber. Tutschcr G c g e n f. Unt. Verein. Versammelt sich am letzten Z onniag im Mona: im cste-.foi' 5aufe. Prasidcnt. Louis Hcllmann; Sekretär ouis Zicglcr. VcrbandDeutscherVcreinc von Indianapolis. VorstandsVersammlung ü Dir ?Nänncrchor Hallt jeden zweiten Montag des ?NonateS. 'risident, Fritz Francke; Sekretär, I. W. Löper. Indianapolis Schützen Verein. Vcrsammclt sich No. 110 Zud Tclawarc Slr. Schützenpark an der Süd Meridian Str., südlich vom Plcasant Run. Präsident, Philip Zapf: Sckrclör. Edward A. Bretz. Wcstphalia Unt. Verein. Versammelt sich jcdcn letzten Freitag im Monat in Warwcgs Halle, Ecke Mich. BevilleAve. Pra: Anton Wiese ; Sckr. : Heinrich Dccrbcrg. Schweizeround. Versammelt sich jeden zweiten Sonntag im Monat in der Germania Halle. John Stoll, Präsident, JoS. Keller, Selretär. Zweiundzwanziger Unt. Verein. Versammelt sich jeden 1.
Sof;n:ai im Monat. I. Lizius, Prä'
