Indiana Tribüne, Volume 24, Number 113, Indianapolis, Marion County, 10 January 1901 — Page 7

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WWMWWWW . JHPVW I v vmm Jndiana Tribüne. Tonnerftng, den KV Januar 1901.

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Rom vcn S aul C I !.u ö ct e r. Fo?:Zung.) Der Rechtsanroalt fragte natürlich, ob der Thäter bereits ermittelt sei. erhielt aber keine Antwort. Sehr verwunderlich erschien ifrn die Verdunkelung des Treppenhauses. Auf dem oberen Trepvenabsatz erwartete Stanwan die beiden Herren. Auf der zweiten Treppe hatten sich die ! Mitglieder der Gerichtscommisiion aufgestellt. Dietrich Kleist wollte gerade eine ermute Frage thun da öffnete sich plötzlich die Thür, die vom Bureau in's Treppenhaus mündete und in dem kurzen Aufblitzen eines Licht'cheines erspähte man die Umrisse einer ! menschlichen Gestalt, die rasch die j Treppe berabkam. (in Schauder überlief den Rech:s- j anwalt; er entsann fico der Scene von ; heute früh nur sah er jetzt in der Hand des unkeimlicben Fremden eine Waffe, die er deute srüb nicht wabrgenommen. Ein Schwindel überfiel ihn er tastete um sich und hielt sich am Geländer fest. Gleichzeitig streifte die Gestalt an ihm vorüber. Ein jäher Af'chrei, den plötzlich unten im Hausflur Hne Gattin ausftiefe, machte ihn auffahren. Erschrocken wandte er flch um. (5c ist's! Er ist's!- hatt? Frau Kleist ausgerufen und bebend war , sie vor der Erscheinung zurückgewick'en. In demselben Augenblick brer.U:: die Beamten die Gasflammen auf und riiß Woicester's blcicbes. trotziges, verächtlich lächelndes Antlitz ward grell erleuchtet. ..Mein Heiland Ellen. D bist's?!" entrang es sich den Lippen von Frau Ad2. Eine Ohnmacht wandelte sie an sie taumelte und fiel in die Arm? ihres hinzugeeilten Gatien. Zwei an der Hausthür postirtt Geheimpolizisten, von denen der eir.e den derAmeritanerin bewilligten 9ßan tel trug, nadmen die unglückliche Äerdächtigc in Empfang und führten sie aus dem Haus binaus in den vor der Thür haltenden Wagen, der sich sofort in Bewegung setzte. Der Untersuchungsrichter hatte nun noch eine urze Auseinandersetzung mit dem Kleift'schen Ehepaar. Es war für ihn von großer Bedeutung, daß Frau Ada in der Amerikanerin, die ihr in dem Hosencostüm gegenübertrat, sofort den jungen Menschen erkennen zu müssen glaubte, den sie heute früh in der Dunkelheit auf der Straße die Flucht ergreifen gesehen hatte. Sie konnte allerdings nur nach oei äußeren Umrissen urtheilen, denn das Gesicttt hatte sie nicht erkannt. Auch Stanwan hielt es nicht für ausgeschlossen, daß die Amerikanerin mit dem Menschen identisch war, mit dem er heute früh in's Handgemenge gerathen nar paßten doch die festen, schlanken Finger der SRtfc genau in die "trangulalionsmarken an seinem als. die er bis zur Stunde ..och schmerzhaft wahrnahm. Schritt. Bewegungen. Größe alles stimmte mit dem Bild überein. das er sich von dem Flüchtigen machen mußte. In verschiedenenWagen verfügte sich nunmehr die Gerichtscommission nach der Criminalpclizei. Auch 3tantrcn ward als Zeuge mitgenommen. Das Ehepaar Kleist blieb ticfler Verzweiflung in dem unheimlichen 5)ause zuruck, nachdem es mit Bestürzuna in Erfahrung gebrach: :c::e. wie man' dazu kam. das ungeheuerliche, zum Himmel schreiende Verbrechen der Miß Ellen Worcester zuzuschreiben. Sämmtliche Burcauräume der Inspection B der vierten polizeilichen Abtheilung waren bell erleuchtet. Fortgesetzt kamen l'euie, die über die in der polizeilichen Bekanntmachung wiher bezeichnete Person eine Aussage machen zu können glaubten. Auch die VWvAl 1 iVlilil VIUMVtVlU Inhaber mehrerer. v?:.'"e: fchäfte und Waffenhendlunc .'enwaa.enqengen wurden vernommen. Landrichter rennius ließ die Amcrikanerin in tal It'ztt Purean süyrer, odne daß einer der Zeugen sie vorläufig zu feden bekam. Der Naum würde zunächst verdunkelt. Nur ein fleh": Petroleumlämpchen er ellte ifn .-oth-dürftia. Zeugin Gertrud Blen!" rief der Criminalcommissarius auf Cen tki Unlersuchungsrcbters m die anjio ftcr.vcn Räumlichkeiten. ic Zeitungsfrau meldete sich. Seigend führte Äeindel sie cum "H i w , r Ui(vIU ftcra hatte die Alte die Geftail des Radfai iii:di, als sie auch 1"d;on glei T; Frau Aechtsanwalt gleist in die orte aus brach : Das iit er ! Der ) kein Anderer ist es!" Amerikanerin mußte jetzt näber icht treten. Toch die Ausirägeklärte, sich auf das Gesicht nicht nau besinnen zu können, wonach urtheilen Sie dann?" resenius. nach der Gestalt und nach " g. 1c sich der Haarfarbe er'mn ' ai )ie Per. 4 TU :cch des. 3s au

ten drei, in der Amerikaners be?NNNl

die Radfahrerin von beute früh wieder zu erkennen, nur einer erklärte, seine j Aussage nicht beschwören zu können. ' In der Figur äbncle die hier sestgehaltcne Person der Radfahrerin ja auf-. sauend, & woue ihm aoer ooai 10 ; erscheinen, als habe die Andere einen blauen Rock getragen; auch sei es nicht ausgeschloffen. daß sie blonde Haare gehabt babe. Solch widersprechende Aussagen

dienten natürlich sehr zum Aeracr j völlig geglückt ist. Du weißt, des Commissarius dazu, die Ueber- daß ich sogar 'in Fällen, wo niemand subrung der Angeschuldigten zu er- t-m Freisprechung des Angeklagten erschweren. Landrichter Fresenius ver- ; artete, die Unschuld des Unglücklichen lor seine Ruhe und die Logik seines beweisen vermochte." Urtbeils aber für keine Sekunde; und i Ujxt Du wirst sie auch in diesem es war bewundernswertb. mit welchem Fall beweisen können. Dietrich, denke E er sich der Untersuchung hingab. ; hoch, wie verzweifelt die Lage Ellens An eine Freilassung der Amerikane- j rin war jedenfalls nicht zu denken. ehr verzweifelt allerdings!" Der :.'.atsanwalt fertigte den ! u der Rechtsanwalt seufzend. 'ckristlichen Lerhaftsbefehl aus. und $11 faltete er düster die Stirn. noch bevor die Confrontirung der Miß I nd gerade in diesem Fall, wo mich Worcesicr rnn sämmtlichen Zeugen ivr iiigcr rn gegen den bestiali(5nde erreicht hatte, machte ihr Freie- sn Thäter erfüllt, werde ich kaum nius die Mittheilung, daß ste trotz :h- überzeugenden Töne finden, um res hartnäckigen Leugnens nach dcm a Geschworenen Eindruck zu Untersuchungsgcsängniß übergeführt machen."

werden musie. Es batte einen Augenblick lang den Anslein, als ob sich die Anlerilanenn I z:ir '.kn Verkünder dieser grausamen Ltast stürzen wolle. Wilde (5mpörung und leidenschaftlicher Zorn blitzten aus ibren dunklen Augen. Doch I sie erw-derte keine Silbe. Als sie d:e ; ti7!:er orcrcnoen '.'iienen oer ?eamien sah. ergab sie sich scheinbar in ihr Schicksal. Sie mußte sich ja auch sagen. daß sie beim ersten Versuch rer gewaltsamen Auflehnung gefesselt werden wurde. Über von dem Moment an. da sie ; wußte, daß sie eine Untersuchung gefangene sei. vermochte sie keine ahnuna. keine Drohung des Landricht?rs der des SommiffniuZ wet'r dazu bcwccen. auch nur zu einem einfacnen Ja oder Nein den Mund zu öffnen. Trotzig preßte sie die Lippen aufeinander ihre Züge blieben starr und eisig. (5rst als Fresenius Befebl zu ihrer Abführung gab. wies ihr Antlitz ei'.e Veränderung auf Thränen tiaten in ihre dunkeln Augen, und man sah. daß sie mit Aufbietung aller Willen:krafl ein Schluchzen unterdrückte. O Retsanwalt Kleist war am Th.it orte nur so lange zurüaebli-ben, tz seine Gattin sich von dem Eindruck re: furchtbaren Scene wieder erholt harte. Frau Ada war außer Stand.', ihr; Fi!ße zu gebrauchen so war ttl der Sdircd in oie Glieder gefahrei . Da et sie aber lavor graute, nach all' dern erlebten sofort in die einsame 2ci nung zurückzukehren, so ließ Dietrich Kleist einen Wagen herbeiholen. Es gab immer noch Neugierig?, die das Haus von draußen anstarrten ; der Rechtsanwalt bestieg daher mitseiner Gattin lieber eine geschloji.s Droschke. Den Kutscheroersch!g lieh er erst, als das Gefährt den neugierigen Blicken entzogen war. zurücktlapden. Im offenen Wagen unternahm da'lzepaar dann eine längere Spazierfahrt. Sie fuhren durch St. Pauli und Altona bis nach Ottensen und über Eimsbüttel und Noterbaum nach ihrer Wohnunq am Alsterufer zurüd. Das lebhafte Bild der fröhlich du?chei7.andeiwMnde7l Menge, die sich des Feierabends freute, die Musik, die am Tpielbudenplatz aus jedem Hanse, jeder Kneipe klang, nahm endsich das starre Grauen von ihren Gemüthern. und sie konnten über den ' furchtbaren Vorfall ruhiger sprechen. In Erregung geriet!) Frau Adz erst wieber. als sie auf den ..Uebereifrr" der Justiz zu sprechen kam. Sie nanni? das Vorgehen der Polizei gegen ihrFreundin ein barbarisches und erging sich in bitte ten Anschuldigunzen zeacn die Kriminalisten überhaupt. Dietrich erwiderte ihr rubia. und sachlich als Jurist, daß allerdings starke Velastungsmomente sien ei geben hätten, die von Miß Worcester bis t$ och nicht aufgeklärt feien. Er bericht tete ihr. was'er von StanwN und dem Commissarius Wcindel erbrn hatte. mir ist das weibliche Gefühl aber maßgebender. Und wenn Ellen auch tausendmal für emancipirt gehalten wird, wenn sie auch nicht den Takt und den Zartsinn einer wohlerzogenen deutschen Frau besitzt, so würde ich doch nimmermehr daran glauben, daß sie ein so absch-ulicheö. grauenvolles Verbrechen begangen haben könnte. Nun, und ich denke, die Beurtheilung eines Angeklagten durch seine Umgebung fällt doch vor Gericht immerhin auch in's Gewicht." Ja, mein liebes Kind, gewiß aber erst vor den Geschworenen, die die Schuldfrage zu bejahen oder zu verneinen haben. Sieh, die Geschworenen sind Laien. Die dürfen nach inrem persönlichen Gefühl nach bestem Wissen und Gewissen urtheilen. Anders Verhält es sich mit Staatsanwalt und Untersuchung richter. Die haben alle Belastungs Momente zusammenzutragen, so daß sich das Material für das gerichtliche Verfahren überhaupt giebt. Wehrlos ift der Angeklagte ja nicht. Er hat ja seinen juristisch geschulten Vertheidiger." Ada preßte den Arm. ibres. Ga.tten

,.ewitz, gewiß," sagte Frau Ada ! vei auer recnlswineiiicoasiiicr,en ogir , leddait. .juristisch mag die 2acbe sich doch nicht gebührende Beachtung ge- ; in nnn2 .-.nr.-. htrih,nr, t.,ff.n sÄenZt!" saate ne ein klein wenia pltz.

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an sich imo sagte mit fast sletze'ninchem

Ausdruck: Und willst Du MC Äertkeidiauna EUen's übernehmen? ..Ich?" Dietrich sah seine Frau mxt großen Augen an. Ab Du vergißt, daß sie im Verdacht steht, meinen besten Freund erschlagen zu haben!" Die'rick sag' mir doch nur das Eine: Glaubst Du an ihre Schuld?" Mein liebes Kind, als Vertheidiger glaube ich an die Schuld eines Angeklagten erst dann, wenn der Jndicien tt fS . - L .ICl .Du sollst nickt nachlassen. Dietrich. mii mütbendem .ftafc den wabren Tkäitx ,u verfolgen; aber anEllens Schuld darfst Du nicht glauben. Ich babe fin mM Jahr lang mit ihr ein Zimmer getheilt; ich kenne sie in all' rcn Regungen durch und durch, Unb fi!ai;bc mir vieles in ihrem Charasier, das uns Deutsche verletzt, ist N'icht etwa roh es ist uns nur fremd. Andere Länder andere Sitten." ..Das ist alles fehr werthvoll für Deine Zeugenaussage, liebe Ada. Aber zur vollkommenen Entlastung dient c ni'chl." Tann sinne nach, handle. Dietrich. , Du bist ein gesuchter Vertheidiaer. I Manchen Unglücklichen hast Du vor t-mx ühereilienVerurthcilung bewahrt. Nicht wahr. Tu wirst Dir auch wer Mühe geben, die Unschuld meiner armen Freundin zu beweisen?" Frau Ada sprach in so rührendem, innigem Ton. daß Kleist sich der Wirkung ihrer Worte nicht entziehen konnte. ..Aber ich zermartere a schon seit der Frühe dieses Tages mein Hirn mit der Frage nach dem Schuldigen. Wer hätte außer ihr denn ein Interesse daran haben können, ihn hinzuopsern?" Sollte es ein Racheakt an der Firma sein? Von früheren Gegnern des ..Argus ' vielleicht? Man wußte wohl, daß Stanwav ohne Fritz Beyer hilflos und mittellos dastand und die Auskunftei damit schiffbrüchig werden mußte! Oder könnte es nicht ebensogut eine Person gewesen sein, die von den Ermittelungen des ..AryuS" compromitlirt zu werden fürchtete ?' ..Das sindWeitfchweifigkeiten. meine liebe Ada. Es fehlt Dir 'die juristische Logik Du kannst solcheDinge nickt mit dem kühlen Verstand des rechtswissenschastlichGebildeten beurtheilen." Frau Ada setzte sich seufzend zurück. Sie war es gewohnt, in solcher Weise zurechtgewiesen zu werden. Wie oft schon hatte sie sieb über die ..JuristenÜberhebung" geärgert. Gewiß. Dietrich war ein herzensguter Mensch; aber sobald die Rede auf sein Fachstudium kam. setzte er sich gleich all' seinen Collec;en mit denen die zungenfertige Fruu Ada manchmal schon hitzige, kleine Wortaefechte bestanden hatte auf's höbe Pferd. Schweigend ging die Fahrt weiter. Es war inzwischen elf Ubr geworden. und die Straßen der Vorstadt Rotherbäum zeigten bereits nächtliches Gepräge. Nur auf der Promenade, die am Zoologischen Garten entlang führt, herrschte noch regeres Leben und Treiben. Ein loser Gedankenzusammenhang Dietrich fuhr sick plötzlich in die Pabetottasche und eröffnete seiner Gattin. daß er den Hausschlüssel vergessen habe leitete Frau Ada's Sinnen wieder zu der entsetzlichen Scene von heute früh zurück. ..Aber dem einen mir, dem Laien, auffälligen Umstand habt ihr Herren Juristen meiner Ansicht nach ! uno was tui em umiiano wäre das?" fragte der Rechtsanwalt überlegen. , Nun. eben die yausschlusselangelegenheit." Kleist sah seine Gattm fragend an. ..Wir wissen doch." begann die zunge tfu W DaB vle .ausiour als wir das erste iKai naey tIroize Bleichen 11 C kamen, geschloffen, das zweite Mal aber geöffnet war. Da die Zeitungsfrau die Hausthür nicht aufgemacht hat. so müßte es also Jemand aus dem Hause selbst gewesen sein." ..Man hat alle Hausbewohner darüber vernommen, keiner hat in der fraalickien 3m das Thor vassirt. Die . - . STl ' . m 1 ' Thaterm ist also durch Anwendung eines Dietrichs in's Haus gelangt. Es gibt amerikanische Instrumente, mittels deren es geradezu eine Kinderei ist. ein so einfaches Normalschloß zu öffnen. Viele Leute haben darin eine erftaunllche Gewandtheit, ohne gerade gelernte Verbrecher zu sein. Daß man ein solches Instrument bei Miß Worcester ebenso wenig gefunden hat. wie die Uhr und das Portemonnaie des Erschlagenen das sagt gar nichts. Die Am kA arok. liebe Ada."

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Wieder dieser abscheuliche Verdacht! . . . Wenn es übrigens darauf ankäme, festzustellen, ob Ellen eine svi-

che Gewandtheit in der Benutzung des Dietrichs besitzt, so könnte ich dem Geriebt nur mittheilen, daß ich eher das Gegentheil m beweisen vermöckte. Du erinnerst Dich doch an die kleine Verlegenheit neulich, wo ich Dich und Ellen mit den Rädern warten lassen mußte, weil ich den Schlüssel zum chlafstubenspind verloren hatte." ..Ja Miß Worcester ging noch einmal hinauf, um Dich zu holen Jch fand im Handwertskasten einen vom Schlosser zurückgelassenen Dietrich und mühte mich vergebens damit ab. das Schloß zu öffnen. Ellen ebenfalls. Sie zeigte sich sogar noch ungeschickter als ich ..Und das kann keme Comodle geWesen sein?" Aber Liebling, selbst die härtesten Criminalisten trauen ihr keinen wohlüberlegten Mordplan zu. Gräßlich genug, wenn man sie verdächtigt, in der Leidenschaft der Eifersucht das wahnwitzige Verbrechen begangen zu haben. Allein ihr zuzutrauen, daß sie damals schon, bei einer so unschuldigen Gelegenheit, sich im Hinblick auf ihre späteren Mordpläne verstellt haben sollte nein, die Annahme weise ich ganz entschieden zurück. Und ich fol - gere daraus, daß der Tbäter oder die Thäterin lm Besitz eines Hausschlüssels geraden sein muß was doch in Betreff Ellens ziemlich ausgeschlossen ist. 1 1 w v. u : rr . . iuiuüai; uuu uci viuuju iuiMcu guujj genau, daß Beper zwei 5ausschlüssel besaß man fand nur einen achtT - P rt V-i 1 i V- r Kam W- a a rl 11? UU! s vt'V1" uit 13 wohl Art eines so verwahrlosten Junggesellen gewesen sein mag. Wo aber Mh d-i- 2rnMiP?" 4 t m fcV VVUV Kleist war erstaunt, seine Frau so sachlich reden zu hören. Er mußte ihr Zugeben, daß der ausgebotene criminalistiche Apparat hier immerhin eine ?leini. Lücke aufwies. Doch sofort sagte er dann wieder: Aber das ist verschwindend im Vergleich zu der Hauptbelastung: daß Miß Worcester im Besitz der geraubten Papiere gefunden wurde." ..Kann sie nicht die Briefschaften wirklich so wie sie aussagt mit der Post zugesandt bekommen haben?" ..Wann sollte sie Beyer aufgegeben haben? Wir begleiteten ihn doch bis an seine Wohnung?" Vielleicht hat er. der Quälerei müde. oben angekommen, die vielbesprochcnen Briefe zusammengepackt, in ein ilouvert gesteckt und sie noch in der Nacht in den nächsten Briefkasten getragen." ..Aber daß der Einbrecher gerade den Kasten gewaltsam zertrümmerte, in dem die für die Miß Worcester so wichligen Papiere lagen." ,.Sic waren auch noch für eine andere Frau sebr wichtig, die gleichfalls mit Beyer wegen der Herausgabe in Unterhandlung stand." Bon wem sprichst Du. Du kleiner Eriminalist?" fragte Kleist, ein wenig spötiisch lächelnd. ..Bon Beyer's Cousine!" Der Nechtsanwalt sah seine Frau ganz perplex an. Tu meinst. Fräulein Felicia Beyer könnte . . ." Er brach bestürzt ab. Ära's Erregung wuchs. ai sie der. Gatten sckwankend werden fah. Sie war aufzer Ellen jedenfalls das einzige Weib, das um den Aufbewahrungsort der wichtigen Briefe hyjfeie. DaH sie ein Jntereffe daran batte, die Briefe wieder zurückzubekomnien, liegt auf der Hand. Denn wenn die beiden Cornoagnons sie der Miß Worcester auslieTeilen, 10 roai 0 .ycuuiij oes ?rcrulein Beyer rnit Herrn Hüttl sehr gewagt." Weshalb gewagt?" warf Kleist ein. Nun, Ellen bat ja nicht damit binter'm Berge gehalten, daß sie eine sebr höbe Entschädigung von Herrn Hüttl beanspruchen werde, sobald ihre Klage gecen ihn wegen Bruchs des 5eirathsl Versprechens durch ihr beigeschaffteö 2caterial Aussicht auf Erfolg hätte. Du weißt, daß ick in diesem Vuntte nicht mit ihr-einverstanden war. denn ihr Borgehen war mir zu ameritanifch. Aber es wäre doch immerhin in Betracht zu ziehen, daß Fräulein Beyer zum mindesten dasselbe Äerlanqen wie 5llen trafen :::y, :: den Besiy der ihren Bräutigam compromittirenden Äriefe ZU gelangen." 2et)t scharfsinnig, liebe Ada. Die Sache hat aber den 5aken, daß Miß worcester die Briefe doch thatsächlich besitzt." ..Belier kann sie ibr wie gesagt " ' ' o noch qeitern Abend ocscbickt baben. j Darum brauchte aber doch feine Couj sine nicht zu wissen. Wie. wenn sie ! nun in ihrer leidenschaftlichen Angst j heute früh den Einbruch dort verübt bätte? Sie war mit den Räumlichkeij ten des Argus" vertraut, war erst gej stern dort, sie kannte auch die Gepflogenheiten ihres Vetters ..Hör' mal. Ada, ich nehme Alles zurück, was ich vorhin gegen Deinen cri- ! minalistischen Verstand gesagt habe. Du bist in der That ein Talent. Oder sollte es da heißen: Und was kein Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt ein kindlich Gemüth!" (Fortsetzung folgt.) Meinen Freunden und Gönnern zur Kenntniß, daß ich bei M. A. Wil litS & Co., 121 West Washington Str., , Tapeten, und Rahmen-Geschäst, bin. ; Henry W. Zimmer, Verkaufer.

TSylicher Marktbericht. v ' ' Pichmarkt. Indianapolis Union Vichhöfe, 10. Jan. Rindvieh. Auserlesene bis örina 5:icre, 1350 Pfd. und aufwärts 5.00 ' Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.40 Auserlcfcne bis prima stiere 1150 bis 1300 5.00 5.00 Psd ! Gu:c bis miniere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere.. .. I Mittlere öis qute Stiere 4.35 3.90 5.00 4.40 4.25 4.35 3.50 3.(0 3.85 o.Js 2.36 6.00 5.00 m bis 1100 Pfd . . . . 3.0 3.60 3.10 Gute bis gewählte Rinder Mittlere bis gute Rinder, Gewöhnliche leichte Rinder 2.60 Gute bis gewäblte Küke. . 3.5 j Mittlere bis gu:e Kühe.. IM 'Gewöhnliche alte Kuhe.. 1.10 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.00 I Prima bis fancy Export I Bullen 3.60 4.00 3.85 3 .00 40 25 Gute bis gewähl:e Schleichtkr BuÜen Gewöhnliche bis gutcBullen Gute Kühe mit Kalb Äcwölm'.ich(Ku!o mil Kalb 3.60 2.50 $30 15 ! 5 ch w c i n e. , ute bis gewrihho. milt- : lcrc unD rme. . $5 25 , mischlc u . tow . Peking 5.20 r,u:e zählte leichte 5.20 i 5.30 5.25 5.25 5.20 5.10 5.00 (ewolm'.iche :,'icd:e Pj. ........ , Roughs'. '. .' . . '. '. '. '. 5.15 4.25 4.50 1 - , , r . 7 1 e , Zute bis gewanlte Kammer I Gewöhnliche bis mittlere 5 00 5.50 Lömer. 3.00 4.75 4.00 3.00 3 0 l 3.00 Gute bis gewählte Sckafe 3.25 Ordinäre bis guie Schafe 2.50 Stocters 1.00 Böcte, per 100 Pfo 2.50 Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen, $3.00 für 300. Aepfel, $2.50-$3 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1 .75 per Bunch. Datteln, Persische 5c-6c per Pfund. Kokusnüfse, 3.50-4.00 per Hundert. Birnen, hiesige, $1 per Bushel. tzranberries tz3.00 per Vushcl Crate. Orangen, $3.25 $3.50 per Bor. Gemüse. Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln, Spanische $1.50 per Crate; rothe Globe 70c per Bushel ; weiße Globe $2.00 per Faß. Kartoffeln, $1.45 per Faß; prima BurbankS und runde weiße 55c per Buihcl; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßlartofseln-Jerey $3.00 per Faß. Virginia $2.00. Cclerq, 25-50c per Bunch. alat 50c per Büschel. Spinat. 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6 7c; hiesige Stiere 7s 8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 64c; Kühe 550 bis 650 Pfund 0k; Stier quordervicrlcl 7c; Stier Hinterviertel lc; Rind Hlnterviertel 8c; Rind Vor derviertel 6c; Kuh Bordervienel 6c; Kuh Hintcrvicrtcl 74c. Irisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hintcrvicrtcl 124c; Vordervicrtel 8c. Frisches Schasflcisch Lämmer per Pfd. 84c; Schafe 7c; Schenkel 84c; j Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8Ac10c ; Notlage Schinken 7c ; gehäu:eie Schultern 7c. friscke Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tenderloins 17c ; Spare Ribs 7c ; Tail Bones öc. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali ! tnt: 0-18 Pfund 10c; 15 Pfund llc; ! 12-10 Ptunb Ilse; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund lOc; 12 Pfund llic; 10 Pfund llc. Californifche Schinken 6 bis 8 Pmnd 7c; 10 bis 12 Pfund 7c; 12 . bis 14 Pfund. I Frühstück Speck Klarer Engliih lkurcd i:;c; gewählter Sugar Cured UZeZ -7 Pfund im Turchschnitt l'2c; ' bis 9 Pfund im Durchschnitt lltzc; bis 12 Pfukd im Durchschnitt 114c; L Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c; ! 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c. veck.Yngl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Turchschnitt, 14c; 10 bis 1 . ewe c ! . rr jr.rjc ix m. ! iZ Vsuno im uricyntll, 12 speck Klare weiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 8jc; KlareTeiten, 30 bis 40 Pfd . im Durchschnitt, 9e; Klare Zeiten, 20 bis 50 Pfd., 9fc; Klare Bellies, 25bis 30 Pfd., 8Hc; 18 bis 22 Pfd., 9c; 11 bis 16 Pfd., 9c; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., ec; Rücken 12 bis 16 Pfd . , 9c ; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 9c. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Vfund 8c Gevöckeltes Schweinefleisch, Knochen lofks Fancy Pig Y19.00; Klares Bean 18.00; Family 16.50; Short Elea, 15.00: Rumvk 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, llc; Außenseiten 9:; Innen feiten 13c; Knöchel 12Zc. Schmal, in TierceS, I. Qual,töi 9c; 2. Qualität 8fc; 3. Oualilöl 8c.

a 5 frankfurter rc; WicnerwiMt 7se;

Knackwurst 7fc; Bologna Zin Därmen bH, 'n ucyZ6c. Fische, Auftern und Wildpret. Händlcr-Preisc: Clams Little N?cks 75c per 10u. Hummern 25c ver Pfund. Froschfchenkel, $1. 50-2 per Ttzd. Austern BesteBallimore oder -tand ards, $1.00 per Gallone: bcüe Baiti timore Selects, 51.10 rcr Gallone; New York Counts, 51.00 ver Wunder:: New York Culls. 70c per Hundert; Bue Point in Schalen. 75c per Hundert. Austern in Kannen New York Counts 35c; I. 3. F. 6 Co. Eelect 32c; Standard 25c; F. Brand 22;; O. K. 18c; R. 15c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7e; Häringe 5c; Perck 5c; Weißfisch 9c; See Forellen 9k; Red Snavper 8c; Kcnnebec Hechle 15c; Blaufische 10c. Halibut 15c; Stockfiscb 8c; Haddoc! 8c; Eatfisch 10c; No. 1 Pickcrcl 10c; No. 2 Pickcrel oder Blue Pi!e 6c; Bla5 Bak 15c. Butter, Vier und weflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 11c Eier, 18c per Tutzend. Hühner 5c:Tur!ci : jungcHähne 1( Pfund und darüber 7c ; junge nnen 7 Pund und darüber ih ; alte Hennen 5Ac ; alte Hähne 44c; tzulls und Krumbrüstige Uc ; ihnen 6c; 65änfc 5.40-6.00. Getreide. Weiz,cn-?co. 2 rother 77c auf den Geleisen, 77c von der Mühle ; No. 3 rother 7;-75c; Zanun 77c auf den Geleisen; Wagenweizen 7c. Korn-No. 1 weiß 3c; No. 2 weiß 35c; No. 3 weiß 38c; No. 4 weiß 334-35zc; .No. 2 weiß gemischt 37c; No. 3 weiß gemischt 37:; No. 4 weiß gemischt 33j-35c; No. 2 gelb 37;; 9i0. 3 gelb 37k; No. 4 geib 3:i$-35c; No. 2 gemischt 37c: No. 3 acmifcht 37.-; No. 4 gcmiscb: 33.-35'.; an Kolben 3ttc. Hafer-No. 2 weißer 2l.?c; No. Z weißer 25k ; No. 2 gemischter 24:; No. 3 gemischter 234c Heu-altes No. 1 Timhy 13.0013.50 No. 2 Timothy 11.50-12.50 Kaffee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; vrima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Ariosa $11.75, Lion 11.25, Jersey 11.75, Caracas 11.25, Dillworth' 11.75 Tutch Java Blend 16.50, Mail Pouch 11.25, Gates Blendcd Java 11.25. wroceries. Zucker Dominoc 7. 4 2c; Siückzucker 6.42c; pulversirter 5.02c; ZU pul. verisirter 6.07c; Standard granulirter 5.92c; feiner granulirter ö.v!kz CubeS 6.17c; tzonfcctioners' 5.72c; Ridge wood A5.5Zc; Phöniz A 5. 4 'c; Empire A 5.42c: Ideal Extra Golden (5 5.37c; Windfo, Extra C 5.7:; Ridgewood extra C 5.17c; gelber E 5.27 ; 16 gel ber 5.07. Eingemachte Früchte BlackbenieS, 5 Pfund, -1-1.10: Peaches 5land. 3 Pf., 2-2.25; Seconds 3 Pfund f 1.50 $1.65; Pic $1.40-1.50; AnanaS, landard, 2 Pfund, fl. 65-1 .90; Sec onds. 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, i'l; Bahama Ananas $1.90-2.25; Öjcüe&te Erbse f 1.10-11 .75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund , 90c-$l .00; Zucker korn 80c N-40; Apfelbutter, per Dutzend. 3 Pfund, 95c.

Sämereien. Kaufpreise: Kleesamen. Rother, ß .'-5-; r.5 0; englischer, je nach Qualität 6-5.50; AI syke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timotlil? $1.30-$ 1.40. Detail-Preise : Klee'amen, alter, prima, 6.i0; neuer $6. 50-7. 00. Timothy, gewählter $2.3; prima $21.0-2.20. Blue Gras, Fancy Kentucky $1.20 pe, Bushel; ertra reines 50-65c per Bushel. Käse. Engrcs- Verkaufspreise, Importirter chweizerkäie 27c per Pfund; einhei Mischer ckweizerkäse 17c: Wisconsin kna lfts 10c-12c; ?icw 'gor! Ched dars 12c; einheimischer Limburger 12c; Brick 13c. Kohlen. Tonne tonnt Anlhracite $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Pit:s5urg 4 00 2.15 Raymond City 4.00 2.15 Winifrede 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 lack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.6 Lump Coke 11c per Bush. $2.76 p 26 Bufhel. tzl.50 per 12 Bushel. Zerkleinerter Co!e 13c vnBu. $2.25 perZ26 B. Zl.75 ver tttz Bu.