Indiana Tribüne, Volume 24, Indianapolis, Marion County, 9 January 1901 — Page 2

Indianer Tribüne, Mittwoch, den Januar 1901

Der Carlismus in Spanien.

Ueber das Wiederaufleben des Carlismus 'in Spanien berichtet in 'der Loridoner Daily Mail" ein fadjtim iger Beobachter, "den da? Blatt eigens ausgesandt hat. um die Dinge an Ort 4lnD Ttelle zu studireu: '.'-In oen .basiischen Provinzen schreibt diese: Gewährsmann wird das Wort Carlismus geschrieben, aber Freiheil ausgesprochen, obschon seine Hauptverfechter fcie Clericalen und Legitimiften sind, denen die baskischen Ueberlieferungen doch ganz zuwiderlaufen. Nichtsdestoweniger habe ich mich doch sehr gewundert, in wie weiten Kreisen die Bewohner Nordspaniens noch der ache de? Prätendenten anhangen. Die Negierung unterdrückt jede Auflehnung mit einer Schnelligteit. die in der spanischen Geschichte bisher nicht erreicht wurde, allein das Land mach m inmre Krisis durch, tne ernster ist -als alles, was man seit der Niederlage der Carlsten bei Tcloja im Jahre 2876 erlebt hat. Die damaltae Erhebung begann mit dein Auftauchen einer Bande von zwanzig Mcuin unter Ollo in Naoarra. aber irr- vierzehn Tagen waren Tausende den Fahnen zugeströmt, unter denen ihre Großväter in den dreißiger Jahren getochten hatten. Wären die Behörden jüngst nickt vorbereitet gewesen, so hätte sich wiederum eine Hochfluthwelle des Aufstandes über den Norden und Osten des Landes ergossen. Der Fremde lemerkt. wenn er zuerst spciniscken Boden betritt, wenig von den Änzeicken der W.'Kvdr. Die besondere Wack-sa- ! I n der Grenze entgeht seiner Beachtung, ebenso mie die Persönlichleiten mit dem unsichern Blick, die Geheimpolizisten, in den Zügen. Der Kenner der Verhältnisse unterscheidet unter den leztern jedoch Leute von Wcnlcrs Spionirdienst. Leute, die neden den Beichtstühlen lauerten und Kinder aushorchten, um il,re Bäter ins Berderben zu bringen. Die bastischen Provinzen sind voll eunrumgender Geruchs. Tnlpren siöbern das Land ab und zahlreiche Verhaftungen sind vorgenommen worden, allein für jedes Gerrhr. das man mit Beschlag belegt hat, mögen Tausende in den Schluchten schneebedeckter Berghänge derborgen liegen und weitere Tausend von den Juntas in Frankreich auf rauhen SchmuMlerpfaden in die cantabrische Zone eingeschleppt werden, zur Benutzung, sobald Gott es will". Bildao. die Oase politischen Freisinns im Carlistenaebiete, blickt auf die Dinge noch mit ernsten Befürchtungen. Die Stadt erhielt nach 2 Belagerungen unter dem ersten Don Carlos und zweimaligem englischem Entsatz den Beinamen die Unbesiegbare. Früh im Jahre 1874 planne dann der heutige Prätendent die Unterwerfung der zähen Stadt. Das Gelände im Urrvkreise erinnert an Natal, und Don Carlos hemmte auch mit 'der strategischen Offknsioe und taktischen Defensive der Buren eine Besatzung ein. die beinahe den Belagerern an Stärte gleich war. Er warf eine Cntsatzcolonne von 24.000 Mann mit schwerem Verlust zurück, schlug auch Serrano. der dabei 3096 Mann einbüßte und wurde erst zum nächtlichen Rückzug gebracht, als Coucha durch einen glänzenden Contremarsch die Flanke der Carliften bedrohte. Die Belagerung von Bilbao dauerte zwei Tage länger als die von Ladysmith und hatte mit der letzteren überhaupt viel Aehnlicbkcit. Die Truppen haben heute die Lage in der Hand. Biscaya und Altcastiliem sind, wenn man von der Wühlerei in Burgos absieht, ruhig, wenn auch in Pamplona eine carlistische Junta in voller Arbeit betroffen wurde und unheimliche Geschichten von Banden umlaufen. die sich in den Tchlupfwinteln der Pyrenäen sammeln sollen. In Catalonien und Valencia sind übrigens die Anzeichen am drohendsten. Die Catalonier sind eine besondere Art Leute. Sie sind die Seele des Handels und Gewerbfleißes. haben aber in jeder Auflehnung bisher die erste Rolle gespielt. Das Gerücht ging, eine schöne Reiterin, die bei dem Putsch von Berga betheilig: war. sei Dona Bianca, Jnfantin von Portugal, die Jeanne d'Arc des letzten Carlistenkrieges. gewesen. Wie ick aber jetzt vernehme, befindet sich Dona Blanca überhaupt nicht in Spanier. In Berao wie in Baoalona und Jgualada werden die Aufstands,. ersuche rasch bewältigt. Während aber hier die Truppen an der Arbeit waren, tauchten Reoolutionsmänner in Balencia und bei Alcoy in Alicante auf. In Valls fand man vor einigen Tagen einen Carlisten in einem Keller, wo 115 Remingtongewehre versteckt lagen. In Ombiana wirren 95 Ge:vehre und Bajonette mit-Beschlag belegt und einige Gefangene gemach:. Auch in Jgualada, Villafranca, Sitjes, Pepus. Manresa. Tarragona und Saragossa wurde eine Anzahl Leute verhaftet und Waffen weggenommen. Eine Carliftcnbewegung ohne Don Carlos, sagt Generol Azcarraga. aber immerhin marschiren unter der Führung von Aristokraten, Clericalen und Proletariern die Stämme, die die voraeschrittenste Demokratie vertreten und von staatlicher Freiheit und der Herrschaft der Commune träumen. Die Zeiten sind schlecht in Spanien. Die Auflösung einer Truppenmacht von 230.000 Mann hat niederdrückend auf den Ardeitsmarkt gewirkt. Die Steuerhöhung hat der Bevölkerung 10 MÜliouen weitere Pesetas im letzten Finanz-

jähr abgedrückt, während die cubaniscke Sckuld und der verlorene ColonialHandel eine industrielle Krisis nack sich gezogen haben, für welcke die Armen vergeblich ein Alieinheilmittel verlangen. So stellen die vorgeschrittensten Bevölkk'rungsschick.ten Anhänger für die Sache der ausschließlichen Aristo kratie und gegen, die Staalsmänner, die alles gethan haben, um die Sacke der Freiheit zu fördern und auck heute eifrig demüht sind, die Fesseln zu lösen. die durch lange Uebertreiung der Gesetze von Ursache und Wirkung geschmik'det wurden. Wenn man durch die Gegenden reitet, die von den Narden des Bürgerkrieges gefurckt und mit Kreuzen besät sind, die von den Carlisten als Opfer oder als Henker reden-, drängt sich nur allzu oft die C?wägung auf, wie häufig die Kämpfer für die Freiheit sich erwürgen durch ihre Gewaltthätigkeit, und wie das einzige Gute dann schließlich durch die konservativen Elemente erzeugt wird, die durch diese gewaltthätigcn Anläufe zum Handeln gebracht werden. Man denke nur an Die französische Republik und die Commune.

Ungefährliche Grubcnsprcngung. Der heutige Bergbaubetrieb kann die Unterstützung der Sprengstoffe nicht entbehren, denn nur mituls unterirdischer Sprengungen können die gewaltigen Mineralmassen gelöst und der weiteren Bearbeitung zugänglich gemacht werden. In jüngster Zeit wird als Sprengstoff gewöhnlich Tnnamit benutzt, lvelckzes vor dem früher angewandten Schießpulver den Borzug größerer Wirksamkeit und handlicherer Benutzung besitzt, aber dabei auch leider große Äefährlichteit. Nicht allein bei der Sprengung selbst kommen Unglücksfälle vor, sondern der Leichtsinn, mit dem Bergleute vielfach den gefahrliehen Sprengstoff mit sich führen, hat oft Catastrophen in den Behausungen der Leute zur Folge gehabt. Alle diese schlimmen Creignisse könnten nun beseitigt werden, wenn man den Borschlag des englischen Ingenieurs Shaw befolgte, der dahin geht, zum Gesteinssprengen einfach Wasser zu verwenden. Danach würde man folgendermaßen erfahren müssen. Man mach:, wie ja auch bei der Dynamitsprengung, in der zu sprengenden Wand eine Qeffnung, in welche man eine klein Metallröhre legt, gerade wie bisher die Dynamitpatrone. In dieser Metallröhre nun befindet sich ein Platindrahi. im Uebrigen ist sie völlig mit Wasser angefüllt. Der Draht wird in einen elekirischen Stromkreis eingefügt, und wenn dieser Stromkreis geschlossen ist, entwickelt sich in dem Draht eine große Hitze, welche sich natürlich dem Wasser sogleich mittheilt. Dadurch wird dies in Dampf von einer Spannung von zehn Atmosphären verwandelt, welche hinreicht, die bedeutendsten Sprengungen zu vollziehen, die im Bergwerksbetriebe nothwendig sind. Wenn irgendwo im Draht oder in der Röhre eine Berstung eintritt, ist der elektrische Strom eben durch die Bcrstung sofort unterbrochen, so daß schon hierdurch bei einem solchen Unfälle jedes Unglück ausgeschlossen Ist Moriz Jokai's Schwiegervater. Seit ungefähr drei Jabren lebte in Budapest ein alter Diann Namens Moriz Groß in den dürftigsten, traurigsten Verhältnissen. Seine Wohnung" war eine Schlafstelle bei einem Kellner, wofür Groß ihm monatlich 5 Gulden zahlte. Der alte Mann lebte von seiner Frau schon seit vielen Iahren getrennt. Er war zuerst Brannttveinbrenner in einer Spiritusfabrik, verlor aber seine Stelle und wurde dann Agent. Als solcher konnte er aber sein Auskommen nicht finden und wurde schließlich Tagelöhner. Aber auch bei dieser Beschäftigung ging es Moriz Groß in letzter " ZeU Zimmer schlechter, und er mußte in den letzten vier Monaten sogar dem Kellner das 1 Geld für die Schlafstelle schuldig bleiden. Moriz Groß hat in Budapest zwa? ziemlich hochstehende Verwandte ' der berühmte Dichter und Romancier Moriz Jokai hat des armen Man- , nes Tochter, Arabella Groß, geheirathet , aber eben diese hochstehenden Verwanden wollten von dem so tiefstehenden Vater und Schwiegervater nichts mehr wissen und verweigerten ihm Kdvedk Unterstützung! Jüngst begab sich der arme Alte zu dem Advokaten Jokai's. um durch dessen Vermutelung von seinem reichen Schwiegersohn eine Unterstützung zu erhalten. ' Jokai ließ durch den Advokaten seinem Schwiegervater mittheilen, daß er ihm monatlich eine Apanage von 30 Gulden aeben wolle mit der Bedingung, daß er auf derTeufelsinsel Aufenthalt nehmen müsse, wohin ihn ein Privatdetectiv be- . gleiten würde. Moriz Groß wußte aus ' seinem großen CHend schließlich keinen Ausweg mehr zu finden, zumal ihn der Kellner auch aus der Schlafstelle gewiesen hatte, und schnitt sich mit einem Rasirmesser an beiden .Handgelenken die Pulsadern durch? Der bedauernswerthe Mann bat den Tod gesucht, um nicht noch einmal von seinen hochstebenden Verwandten mit seiner Bitte um etwas Geld wieder so schroff abgewiesen zu werden. Schwer verwundet wurde Groß aufgefunden und nach einem Hospital gebracht, wo ihn der Tod von seinen Leiden erlöste. Lebemänner sind selten Männer im Leben,

"Wisweilen find tr IN Folg (ebnerer Arbeit oder einer 3ugls am ganzen Körper fteif, man vergeffe deshalb nicht, daß es gegen Steiffeit in den Gliedern nicht besseres gieb te St. Jakobs Gel.

Zur Malariuforschung. Tie Erkenntniß der Malaria der Tropengegenden ist durch dieForschungen des deutschen Marinestabsarztes Dr. Ziemann. der als Regierungsarzt in ftarnerun vom März 1899 bis zum Frühjahr dieses Jahres thätig wir und namentlich an der westafrikanifchen Küste eingehende Untersuchungen angestellt hat, wesentlich gefördert worden. Die Ergebnisse seiner Untersucbungen hat Dr. Ziemann auf dem mediciniscben Congreß zu Paris in einem im Institut Pasteur gchaltcnen Vortrag bekannt gegeben und jetzt veröffentlicht. Er hält es für U'-r-wichtig, verschiedene Fiebergcgenden und ein möglichst großes Menschenmate:ial zu beobachten, um nicht zu Fel)lschlüssen zu kommen. Koch gegenüber betont er, daß die schweren Tropenficder Westafritas zweiftüos auch einen irregulären Charakter haben können und die kleinen Parasiten der Tropenfieber eine verschiedene Bösarigteil zeigen, je nach den örtlichen Beoingungen, denen sie ihre Entstebung oerdanken. Er verweist aus die Aehnlicbteit der Tropen - Malariaparasiten mit denen der Sommerherbstfieber Italiens und unterscheidet im ganzen drei verschiedene Parasittnarten. nämlick die des viertägigen, des dreitäaigen und des Tropen- sowie des nabe verwandten Sommerherbstficbers der Italiener. Auch bei Weißen, noch häusiger aber bei Negern verläuft die Infection durch die Parasiten, der Tropenmalaria zuweilen ganz ohne Svmptome. Im Gegensatz zu Kcch, der in Ostafrika den gutartigen dreitägigen Parasiten noch bei 10 Procent aller Fälle fand, stellt Ziemann ihn in Kamerun nur in 1.1 Proccnt aller Fälle fest. Dort wird eben das klinische Bild derMalaria ganz durch die schwren tropischen Formen beherrscht. Eine in der Kindheit gegen Malaria erworbene Immunität, wie Pros. Koch sie bei den Eingeborenen fand, wurde in Weftafrika nicht festgestellt, wenn hier auch die Empfänglichkeit mit dem Alter abnimmt. Die Kinder der Duallaneger in Kamerun waren im Alter von 3 bis 5 Jahren zu 27,1 Procent inficirt. im Alter von 10 bis 16 Iahren noch mit 21.8 Procent. die Kinder aus dem Menfchenfresserftamme der Bults aus dem afrikanischen Urwalde sogar mit 100 Procent. Malariaplätze. wie sie Koch im Jnselarchipel des Stillen Oceans gefunden, ließen sich in Kamerun bis jetzt überhaupt nicht feststellen. Dr. Ziemann warnt für Weftafrika vor dem Schema, das Chinin nur in der fieberfreien Pause zu geben, wie es Koch empfiehlt. An der Westküste tritt eben oft kein richtiger Abfall des Fiebers ein und wird, wenn dann Nickt bald Chinin gegeben wird, viel kostbare Zeit verloren. Dagegen ist Vorbeugung durch Chinin gleich nach der Ankunft durchzuführen; sie hatte schon vor fünf Jahren an Bord eines in Westafrika stationirten deutschen Kriegsschiffes glänzende Erfolge. Er läßt alle vier Tage, wenn möglich morgens nüchtern zum Thee 0.5 Gramm Chinin nehmen. Die bereits auSgebrockene Malaria muß möglichst schnell und energisch beseitigt werden. Wobnung. Kleidung und Ernährung in den Tropen ist noch sehr verbesserungsfähig. Vor allem sollte nur bestes Menschenmaterial hinaussanot werden und 25 Jahre das Min destalter sein. Um aber caßregcln u ermöglichen, die den großen Culturn?tionen die ficberschwangern Theile Afrikas erst wahrhaft erschließen, wir auch die Kenntniß der Malariaerre7er außerhalb des Menschen nöthig. Nachdem Roß die Moskitos als Ueberträger der Vogelmalaria festgestellt, was Koch bestätigte erübrigte noch der Nachweis, daß auch die menschlich? Malaria durch Mücken übertragen werde. Nach großen Mühen konnte Dr. Ziemann als erster von den deutschen Forschern über positive ?rgebnisse berichten. Er untersuchte auch andere stechende Jnsecten. wie Man zen und Sandflöbe auf Malariaparasiten, aber stets ohne Erfclg. Wichtig ist. daß die Moskitoarten in Westafri ka die Malaria übertragen, und nicht nur wie die italienische in der Nacht, sondern auch am Tage stechlustig befunden wurden. Wenn in Italien eine italienische und eine englische Efpedition durch Tragen von Handschuhen und dadurch, daß die Mitglieder sich gleich nach Einbruch der Dunkelheit in die durch Drahtgitter gegen die Mücken geschützten Häuser begaben, sich ae. aen die Malaria schützen konnten, so

ist das in der Treibhausluft von Weitafrika nicht durchführbar. Ebensowenig wie die Anwendung von Räucheressenzen und das Einreiben mit Oelen. Die sebr wichtige Frage, ob der von de? Malaria inficirte Moskito die Krankheitskeime auch auf seine Nachkommen überträgt, konnte bis jetzt von Dr. Ziemann verneint werden. Die Entwicklung der gefährliche Moskitos. die immer nur in kleinen Tümpeln in der Nähe der Häuser stattfand, tonnte durch Aufgießen von Petroleum auf die Tümpel wirksam bekämpft werden. Es war oft gar nicht schwer, sich der Moskitos zu entledigen, und es konnten auf fast allen Plantagen entsprechende Vorschläge gemacht weroen. In einer anerkannt ungesunden hegend sollte der Weiße sich überhaupt nicht ansiedeln dürfen. Stets sollten die Ansiedelungen der Schwarzen mindestens 1000 1200 Meter von denen der Weißen entfernt liegen, da grade an den .malariatranken Negern sich die Moskitos inficiren können. Die schwarzen Arbeiter und Hausgenossen der Weißen aber sollten, wie die Weißen selbst, einer rationellen Chiniprophylaxe unterworfen werden, um den Mücken die Möglichkeit zu rauben, sich durch Aufnahme von Malariablut zu inficiren. Die Annahme Kochs, daß es möglich sein müßte, durch allgemeine Ehininisirung die Bevölkerung einer Gegend völlig mala'-iafrei zu ir vchen. wird von Ziemann wegen der ständig schwankenden Bevölkerung Westafrikas nicht getheilt. Er will indeß die Malariakcime durch das einneulich organisirte Zusammenwirken aller hier nur kurz skizzirten hygienischen Maßnahmen zu vernichten suchen. und unter strenger Berücksichtig gung der örtlichen oft so verschieden? Verhältnisse. Bei der Untersuchung, ob außer dem Menschen auch andere Warmblütler die Zwischenwirthc der Malariakeime wären, glückte es dem Stabsozt Ziemann noch, bei Affen sowohl wie bei fliegenden Hunden Blutparasitcn zu entdecken, die denen der tropischen Malaria sehr ähnlich sind, sicb aber doch von diesen un:erscheiden. Möglicher und wahrfcheinlieber Weise ist also doch der Mensch selbst als der einzige Zwischenwirth für jene kleinen, tückischen Lebewesen zu betrachten.

ung gefreit. Ueber die vorzeitigen Heirathen in Pr?ußn in ven letzten vier Jahren wird amtlich eine interessante Statistik veröffentlicht. Vor Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches arn 1. Januar 1900 erlangte im Deutschen Reiche da männlicke Geschlechr mit dem vollendeten 20.. das weibliche Geschlecht mit dem vollendeten 16. Le ben-sahre die EhemünDigteit. Bei Heirathen vor Erreichung dieses Alters war in Preußen die Genehmigung des Justizministcrs erforderlich; für Auslärtder bestanden besondere Vorsckriften. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch dürfen Männer nicht vor Eintritt der Bolljährigteit. Frauen nach wie vor r&. vor BolleTldunH des 16. Lebensjahres eine E'he eingehen; Dispensation ist für Frauen zuläffig. Es ist nun ermittelt worden, daß in den legten vier Jahren vor Geltung des Bürgcrlicken Gesetzbuchs viel mehr Manner als Frauen von der ministeriellen Genehmigung Gebauch machten, nämlich 1203 Männer aegen 43 Frar?n. J.m Jahr 1899 allein schlössen 368 Männer" unter 20 Jahren die Ehe. Der Eonfession nach kamen bei den Evangelischen häufiger Frühheirathcn vor als bei den Katholiken. Im übrigen vertheilen sich die so früh heiraihenden Männer auf alle Berufe und Lebensstellungen. In der Hauptsache waren es Gcwerbegehülfen und Handwerksgesellen (484 in den vier Jahren zusammen genommen), dann Arbeiter und Tagelöhner (197). sowie Kneckte und anderes Dienstpersonal (158). Es finden sich darunter aber auch selbstständige Gewerbetreibende (12), öffcntliche Beamte (5) und sogar active Soldaten (8). Die unter 16 fahren hcirathenden Mädchen waren meist 5)austochter und ohne Beruf, einige Dienstmärchen und Handarbeiterinnen. 'eineAuffassung. Neffe (Maler): Na. Onlelchen. die gemalte Ansichtskarte hat Dir wohl vorzüglich gefallen, daß Du mir als Antwort gleich 50 Mark in die Sommerfrische t?chickt hastc" Onkel: Hm, hm. ich hab' halt gedacht, der arme Junge scheint schlecht bei Kaffe zu sein, wenn der sogar die Ansichtskarten selbst ma-

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