Indiana Tribüne, Volume 24, Indianapolis, Marion County, 9 January 1901 — Page 1
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-MitX TovntagS- $ Blatt .,. i lOeperWocke L iLv J r i Grlct,ci,,t jeden iladjntiltai? und Ssnntag Morgens. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Bkittwoch, den K Januar 1901
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Ancland Depeschen tzröffnung des preußischen Landtags. Die bevorstehende Zusendung der neuen KanalVorlage Dem Landtag in der Thronrede angekündigt. m Tie chinesische Zrage.
Die Note der Mächte noch nicht von den Chinesen unterzeichnet. Man glaubt aber, daß Prinz Ching sein Wort kalten wird. Teutsche Truvvrn haben inzwischen ujcücrc esechtc zu bcstchcn. Die Sage in eifcttfrifi. Aus d e m deutschen Reich. Berlin. 9. Jan. Der preußisä'e Landtag wurde am Tienstag von dem Reickstanzler. Graf von Bülow. im Namen des Kaisers eröffnet, der an einer leirf-ten Erkältung leidet. Tee Reichskanzler verlas die Thronrede. Die Hauptsache darin war die Ankündizung. dajz dem Landtag demnächst eine neue Kanalvorlage zugeben würd?, in der nicht nur der Bau des RheinElbe Kanals vorgesehen wird, sondern auch die Konstrutrion eines Kanals für große schiffe irischen Berlin und Stettin; eines beneren Wasserwegs zwischen der Oder und der Weichsel, sowie Verbesserungen an der Warthe, unteren Oder, der Havel und der Spree. In der Rede wird auf die anhaltend günstige finanzielle Lage Preußens hingewiesen. Es wird gesagt, daß das Etatsjahr 1899 einen ansehnlichen Ueberschusz ergeben habe, ein ähnlicher Ueberschuh für 1900 erwartet werde, während die Einnahmen für das Jahr 1901 eine bedeutende Zunahme auswiesen und auch der Profit von den Staatseisenbahnen befriedigend sei. In der Rede wurde angekündigt, dah die Regierung Vorlagen zur Reform!rung der Lokalverwaltung von Berlin, zur Lösung der Währungsfrage und zur finanziellen Unrerstützung der Provinzen unter gewissen ilmsiänoen einreichen werde. Der Staats - Sekretär des Innern. Graf von Posadowsky-Wehner. eröffnete am Dienstag den Handels - Kongreß. Indem er die Delegaten willkommen hieß, sagte der Graf, daß der deutsche Handel und die deutsche Jnduftrie jetzt energischer als je zuvor nach neuen Märkten suchen müßten, da die sämmtlichen zioilistrten Nationen darauf hinstrebten, alle ihre Bedürfnisse jelbst zu erzeugen. Er sprach aber auch "die Ansscht aus. daß die vorzügliche Qualität seiner Produkte. Deutschland nicht nur in den Stand setzen werde, seine Stellung auf allen Märkten der . Welt zu behaupten, sondern auch neue Märkte zu erschließen. Von offiziöser Seite wird jetzt zugestanden, daß die wahre Ursache des Untergangs der Gneisenau" in der Sonntagsruhe zu suchen ist. Die Sonntagsfeier wird gegenwärtig auf deutschen Schiffen, ob sie in einheimischen Gewässern oder in fernen Meeren kreuzen, streng durchgeführt. Ankernde Kriegsschiffe lassen an Sonntagen die Feuer unter den Kesseln ausgehen. Nur bei Gefahr werden die Feuer unterhalien. Als Kapitän Kr?tschmann bei den ersten Anzeichen von Sturm Feuer ansetzen ließ, war es bereits zu spät. Wäre der Sturm an einem Werktage au-gedrochen, so hätte die Gneisenau" die Wahl gehabt, ganz bequem in den Hafen oder in die offene See zu dampfen. Aber wegen der Sonrnagsfeier hatte man keinen Dampf. Zukünftig wird nun mit dieser unseligen Gepflogenheit, die so vielen braven deutschen Männern das Leben kostete, aufgeräumt werden. Sobald dem Antrag des reichen Wüstlings Sternberg um Revision seines Prozees Folge gegeben i't. sollen neue Strafanträge, ganz gleicher Art wie die verhandelten, anhängig gemacht werden. Es ist eine Kupplerin verhaftet worden, die dem Sternberg eine Anzahl kleiner. 10 bis 14 Jahre alter Mädchen zugeführt hat. Frieda Woyda, das vielgenannte Kind", ist jetzt von den Behörden einer BesserungAnstalt überwiesen worden. Eine große Anzahl von Zionisten beschloß am Dienstag in einer hier abgehaltenen Versammlung, einen natio nalen Juden - Kongreß einzuberufen.
damit Schritte getyan weroen können, um die bedrohten Interessen dr Juden zu beschützen. Die chinesische Frage. Peking, 7. Jan. Der Protest der Vangtse Vizekönige gegen die Unterzeichnung der gemeinschaftlichen Sorte der Mächte hat hier wenig Uebccraschung verursacht: daß aber auch die anderen südlichen Vizekönige sich dem Protest angeschlossen haben, was zur Folge hatte, daß der Hof die chinesischen Friedensbevollmächtiqten angewiesen hat. die Note nicht zu unterzeichnen, hat in Peking geradezu Sensation tu regt. Die Note ist noch nicht zur lin terzeichnung präsentirt worden, die Gesandten sind aber der Ansicht, daß sich Prinz Ehing mündlich zu fest gebunden hat und daß er in den nächsten Tagen unterzeichnen wird. Die Einwinde der südlichen Vizekönige sind genau dieselben wie diejenigen, die der Hof ursprünglich an den Prinzen Ehing und ra Li Hung Ehang telegraphirt hat. in Bezug auf welche der Hof aber, nachdem die chinesischen
' Bevollmächtigten erklärt hatten, daß es unmöglich sei, die Mächte zu veranlassen. die Note abzuändern, schließlich erklär: hatte, nach der Unterzeichnung der Note versuchen zu wollen, bessere Bedingungen zu erlangen. Der Hof wurde wahrscheinlich durch die Proteste vom Süden beeinflußt, weil man fühlre. daß man etwas thun müsse, um den im Süden immer mebr schwindenden Einfluß der Dynastie zurückzugewinnen. Ehang Ebi Tung. der Vizekönig von Honkos, rätb dem Hof. nickt nach Peking zurückzukehren, sondern im Dang Tse kkiemg Thal eine neueHauptstadt zu gründen. Er behauptet, daß dies einen großen Einfluß auf den Süden ausüben würde, während die Unterzeichnung der Note bei der jetzigen Stimmung des Volkes im Süden Chinas eine große Gefahr für die Dr,nastie bedeute. Li Hung Ehang ist und bleibt unsichtbar. Seine Dienerschaft erklärt, daß er einen Rückfall erlitten habe und wieder sebr krank sei, viele Leute sind aber der Ansicht, daß dies nur ein Vorwand ist. um die Unterzeichnung der Note hinauszuschieben, bis weitere Depeschen vom Hof eingetroffen sind. Von Rogue. ein Neffe des Grasen von Waldersee. ritt am Sonntag 70 Meilen und überbrachte die Nachricht von einem nordöstlich von Peking stattgefundenen Kampf zwischen Chinesen und deutschen Truppen. Drei Kompagnien Infanterie und eine Abtheilung Kavallerie stießen auf 2000 Chinesen. In dem folgenden Kampf wurden 200 Chinesen getödtet und 300 derwunder. Auf Seiten der Deutschen wurden drei Mann getödtet und ein Offizier und mehrere Gemeine verwundet. Der Rest der Chinesen entfloh. Eine deutsche Expedition stieß bei Sze-Hai-Kong. 20 Meilen nordwestlich von de? Vereinigung der grohenMauer, auf 3000 Chinesen. Die Deutschen zogen sich zuerst nach Lui Tin Fu zurück, wo sie Verstärkungen erhielten. Das Land ist dort sehr gebirgig und der Ort liegt in einem engen, von Bergen eingeschlossenen Thal, das von einer Mauer abgesperrt wird, auf welcher die Ehinesen zehn Geschütze, darunter vier alte Krupps, aufgepflanzt hatten. Nachdem der Platz eine Stunde lang von einer Gebirgsbatterie beschossen worden war. wurde die Mauer erstürmt, es dauerte aber noch voll? drei Stunden ehe es gelang, die Chinesen ganz aus dem Thal zu vertreiben. Der Verlust der Chinesen wird auf 200 Mann abgeschätzt, während die Deutschen einen Todten und vier Verwundete hatten. Nachdem die Deutschen den Ort zerstört hatten, gingen sie nach Aeng King zurück. Berlin. 9. Jan. Die Aussichten auf neue Komplikationen haben in Berliner polnischen Kreisen die Ansicht verstärkt, daß die leichteste Art und Weise zur Lösung des chinesischen Problems ein internationales Schiedsgericht wäre. Das würde manchen Stein des Anstoßes aus dem Wege schaffen. Man braucht nur an die Mittheilung zu denken, welche der amerikanische Gesandte Conger seiner Regierung zugehen ließ und worin klar gesagt wird, daß die Gesandten sich schwer auf die Frage der Entschädigung einigen könnten, ohne daß die Mächte wieder selbst ein diesbezügliches Arrangement getroffen hätten. Die ..Kölnische Zeitung" sagt in einem inspirirten. gegen Entstellungen in französischen und englischen it tern gerichtetenArtikel.daß derAangtseVertrag mit der Mandschurei nichts zu thun habe, oder Deutschland würde ihn nicht unterzeichnet haben. Dann heißt es wieder: Deutschland hat nicht das mindeste Interesse an der Mandschurei. Die englische Regierung wurde darüber absolut nicht in Zweifel gelassen." Nach deutscher Aufsagung sollte die Mandschurei - Affaire in keiner Weise das deutsch-englische Abkommen
oeeinlraÄtlgen. Immerhin saut das, was Rußland in der Mandschurei auch zu thun gedenkt, nicht unter die Eventualitäten" in Artikel 3 des Abkommens. da sich das Petersburger Kadinet diese Ausnahme wohlweislich ausbedungen hat. S h a n g h a i . 9. Jan. Chinesischen Nachrichten zufolg? sind die drei chinefischen Beamten, die jetzt bei der Kai-serin-Wittwe am meisten in Gunst stehen: Lu Chuan Lin, Wang Wen Chat und Eben Elmar? Hsuan. Der Krieg in Sudafrika. London. 9. Jan. Das KriegsMinisterium hat gestern eine Tabelle der Verluste Englands im südafrikanischen Krieg bis Ende 1900 veröffentlicht. Die Anzahl der Todten. Verwundeten und Erkrankten betrug 51.687. doch da die Majorität derselben zu Hause wieder die Gesundheit erlangte und theilweise in Dienst wieder eintrat, bleibt nur eine Gesammtzahl von 14.830 Mann. Wie viel Todte darunter sin), sagt die Tabelle nicht. Außerdem werden 7 Offiziere und 898 Soldaten vermißt. Die Zahl der Invaliden, welche aus dem Dienst dauernd ausscheiden mußten. beträgt 1570. Pretoria. 9. Jan. General Lcuis Bot ha hat mit einigen Offizieren seines Stabes das ganze Land durchreist und den Burghers Trost und Hoffnung zugesprochen. Er verhehlte nicht, daß die Mission von Präsident Krüger in Europa gescheitert sei. daß dieser Mißerfolg aber eigentlich aufgewogen werde durch die brillanten Forrschritte der Boeren in der Kapkoloni? und der Unfähigkeit der Engländer, der weiter um sich greifenden Freiheitsbewegung Einhalt zu thun. Es wird berichtet, daß die Boeren Sutherland erreicht haben und sich nur noch zwanzig Meilen von Piquetbura in der Kapkoonie befinden. Die Gegend um Kimberley herum wird allmählig entvölkert, wie auch alles Vieh und alle Lebensmittel entfernt werden. Es heißt, daß alle Einwohner von Vryburg. die sich nicht für zwei Monate verproviantiren können, nach dem Süden gebracht werden sollen. K a p st a d t . 9. Jan. Die Central-Police-Gesellschaft in Kroonstadt hat folgendes Zirkular erlassen: Die Zeit ist für die Bewohner der Oranje River Kolonie gekommen, der weiteren Verwüstung des Landes ein Ende zu machen. Das Land ist bereits jetzt nahezu zur Wildniß geworden. Dies ist das Resultat der Starrköpfigteil einer kleinen Minorität, die sich dem Unvermeidlichen nicht fügen will. England wird den früheren Republiken ihre Unabhängigkeit nie wieder zugestehen. Alle guten Bürger sollten sich deshalb unter die von England angebotenen Bedingungen seiner Oberhoheit unterwerfen. Der kürzlich in Worcester abgehaltene Kongreß der Afrikander batBehauptungen aufgestellt, welche den Thatsachen nickt entsorechen. Diz britische Regierung ist Willens, den Krieg in einer uns nicht demüthigenoen Weise zu beendigen. Wir ersuchen daher die Bürger, einen anoeren Kongreß einzuberufen und ein Kommittee verantwortlicher Bürger zu ernennen. das Herrn Steijn und General De Wet ersuchen soll, die britischen Bedingungen anzunehmen. Diese beiden Männer bilden das einzige Hindernis für den Abschluß eines Friedens. Der Unterstaatsselretär im Kriegsamte. Lord Ragland, sagt über die Lage in Südafrika Folgendes: Das Resultat der Operationen in Südafrika läßt sich absolut nicht voraussagen. Krieg im eigentlichen Sinne des Wortes enstirt daselbst nicht, aber ein Zustand, welcher schlimmer wie der Krieg ist. Wir stehen keiner uniformirten und organisirten Macht gegenüber, sondern der Boer kämpft für einige Monate, kebrt dann auf seine Farm zurück und arbeitet anscheinend als friedlicher Ackerburger. bis ihn die Kriegslust wieder erfaßt und er sich wieder zu seinen Kameraden begiebt. Es ist ungemein schwierig, unter solchen Verhältninen eine Kampagne zu führen. Der Schlüssel zur ganzen Situation liegt in den Remonten. Wir haben genügend Mannschaften in Südafrika, aber nicht genug Kavallerie. Pferde sind allerdings in genügender Anzahl nach dem Kriegsschauplatze gesandt worden, aber dieselben akklimatisiren sich nicht und sterben bald. Die Armee erhält jetzt 8000 Pferde monatlich und außerdem requiriren wir noch in den bedrohten Distrikten alles disponible Pferdemarerial. Die Kapholländer werden ihre Pferde noch lieber an die Briten zu anständigen Preisen ver kaufen, als daß ihnen dieselben von General DeWet einfach weggenommen werden. Diese Maßregel hätte schon früher ergriffen werden sollen. Mit solchen Mitteln hoffen wir schließlich die verschiedenen eingedrungenen Boe-ren-Kommandos aus dem Felde zu schlagen, obgleich die Aufgabe eine schwere sein wird.
Inland' Depeschen.
Der Mwi i)r Miienljanl in MvM, Ji. F. . 28 Personen dabei ums Leben gekommen, Darunter 2ti Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahreu. leuersbriillftc an nnderenOrtcn. Bankraub in Thiloh, O. Die Diebe machten gute Beute Und entkamen, ohne eine Spur zurück zulassen. Eiscubabn-Unfall iu West-Birginien. Sieben Mlincr verunglückt. Der Brand des WaisenHauses in R o ch e st e r. Rochester. R. Y.. 9. Januar. Bei dem Brande des Waisenasyls in hiesiger Stadt sind 28 Personen ums Leben gekommen und zwölf andere mehr oder weniger verletzt worden. Unter den Todten befinden sich 26 Kinder beiderlei Geschlechts, im Alter von zwei bis vierzehn Jahren stehend, und die beiden Anderen sind Erwachsene. Das Feuer, das ohne Zweifel durch eine Erplosion von Naturgas im Kesselraum entstanden war, der sich neben dem westlichen Flüge! des Asyls befand, verbreitete sich mit solcher Schnelligkeit, daß die 109 Personen, die sich in der Anstalt befanden, fast ohne alle Warnung von dem Rauch und den Flammen überwältigt wurden. Unter den Umständen ist es geradezu ein Wunder, daß noch so viele der Insassen gerettet werden konnten. Tie Szenen, die dem Ausbruch des Feuers und der Erplosion unmittelbar folgt, n. waren geradezu herzzerreißend. An den Fenstern im westlichen Flügel erschienen im Augenblick die entsetzten Gesichter der kleinen Waisen, während sich die Räume schnell mit Rauch anfüllten und viele der Kinder langsam erstickten. Die Feuerwehr war aber prompt am Platze und die meisten der Geretteten wurden mit Hilfe von Leitern aus den Fenstern im zweiten und dritten Stock geholt. Der Verwaltungsrath und die Trustees der Anstalt hielten am Rachmittag eine Versammlung ab. in der die Angelegenheit besprochen wurde. Die Ansicht wurde dabei von den Trustees ausgesprochen, daß der Verwaltungsrath zum großen Theil für die Katastrophe verantwortlich sei. weil er nicht bessere Vorkehrungen für eine solche Eventualität getroffen und nicht dafür gesorgt hatte, daß das Gebäude nächtlich von einem besonderen Wächter ab patrouillirt wurde. Roch ein anderes Feuer. Eins der Gebäude der Eastman Ko dak Works wurde am Dienstag durch Feuer zerstört. Zwei Feuerwehrleute kamen durch Einathmung der Dämpfe von brennenden Ebemikalien ums Leden und ein dritter wurde so schlimm verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Die Todten sind: Leut. Edward Murrchn und George K. Long und schwerverletzt ist George Kitlinger, Großer Landverkauf. I a m e s t o w n . N. D.. 9. Januar. Die Northern Pacific Eisenbahn hat alle ihre Ländereien in diesem Staat, im Ganzen ungefähr 1.400.000 Acres an ein Syndikat New Aorker und an derer östlicher Kapitalisten verkauft. Die Ländereien sollen zur Viehzucht benutzt werden. Eine Mühle verbrannt. Masillon, )., 9. Jan. Die Meblmühle von M. Real in hiesiger Stadt, die erst vor Kurzem mit moderner Maschinerie versehen wurde, ist am Dienstag ganz durckFeuer zerstört worden. Der Verlust belauft sich auf $70, 000 bis $80,000 und die Versicherung auf $40.000. Das Feuer ist wahrscheinlich durch die Erolosion vonMehlstaub entstanden. Freche Diebe. E h e l s e a . Mass., 9. Jan. Joseph Hart. Samuel Goldstein, David Karner. David Warblinsky und Terety Siloerman wurden hier auf die Anklage hin verhaftet, am 14. November einen Geldschrank mit $1500 in Baar und Juwelen im Werthe von -52000 aus dem Juwelierladen von Morse Bros, in Boston gestohlen zu haben. Die Polizei hat einen Theil der Juwelen und $500 in Banknoten zurückerlangt. Der Geldschrank wurde in Abwesen heit derGebrüder Morse bei hellem Taa
sortgeschaNt. Leute, die zusahen. ! a,.. derAttndekanntsti,dt glaubten, daß die Männer den Auftrag dazu von Morse Bros, erhalten hätten. mm M I .. . cr. Selbstmord. A ZlMglch. 3ö)fllC Skflk. Providence, R. I., 9. Januar. Vor sechs Tagen schied Robert Callen- Senat, der im Aerger von seinem Vater, dem Washington. D. C., 8. Jan. millionenreichen Besitzer eines hiesigen , Der Senat beschäftigte sich am Dien-Departement-Stores". Als der jung-. stag. bei der Erwägung der ArmeeMann das Elternhaus verließ, erklärte Vorlage, volle fünf Stunden lang mit er. daß die Knauserigkeit seines Vaters der Kantinen - Frage. Der Militärihn tn den Tod treibe und er seinem ; Ausschuß des Senats hat nämlich den Leben ein Ende machen werde. Seit Paragraphen, der auf die Unterhaltung dem haben Gehetmpoltzlsten und son- er Kantinen in den Armee-Posten Beftlge Mannschaften den Staat nach zug hat. und der vom Repräsentantenallen. Richtungen durchsucht Der un- s gestrichen wurde, wieder in die trostliche Vater hatte eine Belohnung Vorlage eingefügt. Die Senatoren für die Auffindung des Vermißten Gänger. (N. H.) und Hansbrough ausgesetzt. Dienstag Nachmittag wur-! (g. D.) opponirten dem Paragraphen de derselbe endlich an Laurel Hill Ave.. in bec energischsten Weise, während die außerhalb der Stadtgrei ze gefunden Senatoren Sewell (N. I ). Hawley - stets, und kalt. Allem Anschein nach (Cc.lm.), Veroney (Miss.) und Carter hatte er sich wenige Stunden nachdem : (Mont dafür eintraten. Das Ende von semem Vater so sturMchen Ab. Debatte war noch nicht in Sicht, schied nahm, eme Kugel durch den Kopj aH s öer 3enat vertagte, geschossen. i ' Alfred Packer begnadigt.! Repräsentantenhaus. Denver. 9. Jan. Die letzte of. Mit 165 gegen 102 Stimmen nabm fizielle Handlung des Gouverneurs ?m ienJta9 . Haus den Plan fiir Thomas vor seinem Rücktritt, war di, we Neueintheilung der ongresz.DlBegnadigung von Alfred Packer, de, ftntte an- mt cr tn der Burleiqh Bill seit wehr als 17 Jahren im Zuchthaus gesessen hat. Er war im Jahre 1883 der Repräsentanten von ,,u auf 386
zu vierzig fahren Zuchthaus verur theilt worden. m Packer war schuldig befunden wor. den, in den Wildnissen von Colorado seine Kameraden, fünf Goldsucher, er mordet zu haben. , Er gab zu. einen de, Männer getödtet zu haben, der, wie t erklärte, im Mahnsinn die vier anderen mit einem Beil erschlagen und ihn dann auch angegriffen habe. Packe, wir .fmrW, 5w?iin hrm r,nr l5i.
vilisation entfernt und er behauptet, rado und Nord Da:ota je einen Reprägezwungen gewesen zu sein, das Fleisch sentanten mehr er;,aiten sollten, eme
der ermordeten Männer zu essen, um Ein Menschenleben für e x nen Kuß. Tacoma. Wash.. 9. Jan. In Prescott. Walla Walla County, küßt, in letzter Woche Frank Sloan tin Uebermuth Frl. Ella Boone, nachdem er ihr zum Spaß die Augen zugebun den hatte. Frl. Boone wurde darübc, so wüthend, daß sie dem jungen Mann eine lange Hutnadel, die sie aus ihrem
zvnz '"3 ---- - ' "u 1? I Unter der heute angenommenen VorHut zog ms Bern stach Die Rade, verliert kein Staat einen Repräbrach ab und es trat Blutverglftuna ! fj?.. msws wu t..
ich ab und es trat Blutvergiftuna ein. Am nächsten Tag nahmen die Schmerzen derart zu. daß Sloan sich nach Walla Walla in's Hospital begab. Selbst mit Hilfe der Röntgen -Strahlen war dort keine Spur von der Nadelspitze zu finden. Der Zustand des jun gen Mannes verschlimmerte sich und nach wenigen Tagen trat der Tod ein. Frl. Boone hatte in der Gegenwart Sloan's erklärt, daß sie noch niemals geküßt wordensei. Diese Bemerkung hatte den Tod Sloan's zur Folge. E t N d r e M e r a n der Arbeit. S H e l b y, )., 9. Jan. Die Erchanze Bank in Sbiloh, sieben Meilen nordlich von h:er gelegen, wurde am Moraen ?u trüber Stunde um S4000
in Baar. $300 in Regierungsbonds und Zweck, das ..Gerrymandern- der Di Wechsel. Noten etc. im Betrage von sikte zu verhindern. Staaten, die wei-n.e:-: als $15,000 beraubt. Der Raub tere Repräsentanten erkalten, sollen diewurde van Expert Geldschranksprengern selben at large" erwählen, bis die verübt. Es wurden kein? Explosivstoffe Neueintheilung der Kongreßdlstrikte verwendet. ! vollzogen worden ist. Es beißt, daß der Raub um ungefähr Das Befinden des Prüft 1 Uhr Moraens verübt wurde, vor sechs ; Renten Morgens wurde aber nichts davon us der Erkältung, 'an welcher der bekannt, und die Diebe Hatten somit ; cn.r.x. m,e;t !!
Zeic genug, zu entkommen. Es scheint, daß vier Männer an dem Raub betheiligt waren, da zwei Pferde und zwei Buggies während der Nacht von einem Farmer bei Shiloh. Jacob Gilger. gestöhlen wurden, mit denen sie nach dem Raub nach Norwalk fuhren, wo sie die Pferde im Stich ließen. Es scheint, daß die Diebe von Eleveland kamen und auch wieder dorthin zurückgekehrt sind, sich selbst am Leben erhalten zu können. Brutale K'ankenwärter. New ?) o r k . 9. Jan. Clinton Marshall. I. B. Dean und Eugene Davis, Wärter in der Jrren-Abthei-lung des Bellevue Hospitals, sind am Mittwoch von den Großgeschworenen formell des Todtschlags im ersten Grade angeklagt worden. Die drei cm. r n -- f v t Manner sollen Loins ißiorb nen -yr-y--ryy'n -i - - -, - l-.uK-Kv Irrsinnigen, todtgeschlagen haben. Eisenbahn - Kollision. Morgantown. W.Va., 9. Jan. Bei Anderson in diesem Staate kollidirte am Dienstag Morgen um acht Uhr eine Lokomotive mit einem Fracht-
.ouiiimu uiiuiui,cnuui,iii)0n Birmah seit 1890 und Mitglied und es kamen dabei sechs oder sieben Gesetzqebungsraths von Indien, Manner ums Leben wahrend zwei an- Dienstag in einer Kutsche norn DhDtiiAOt.ihr trtin N)iorlfiirrtört rici , 1 1 ' . . ' I '
zug der Baltimore und Ohio Eisenbahn dere lebensgefährliche Verletzungen da vontrugen. Die Getödteten gehörten, mit Ausnahme eines unbekannten Tramps, alle zum Zugpersonal. Die Verunglückten wohnten alle in Fairfount oder Umgegend. Der Zusammenstoß fand auf einer Gerüstbrücke statt, die unter der Wucht der Kollision zusammenbrach.
c i i;uui lunuui ua. . ! . inquiiui wurde hauptsächlich durch den Einfluß gewisser Senatoren von mehreren der größeren nördlichen Staaten herbeigeführt, die sich persönlich für die Burleigh Bill verwendeten. Als Repräsentant Hopkins. der Vorsitzer des Census - Kommittees. bemerkte, daß diese
Einflüsse geltend gemacht wurden, verfude .er ci"en n:?roiniß zu tanfc 3u bringen, demgemäß ,j!or;da, ColoGegner wollten aoer von einem Kompromiß nichts mehr wissen, nachdem ihnen der ieg so gut wie gewiß war. Der Crumpacker'schc Vorschlag, daß die Vorlage an das Kommittee zurückverwiesen werden solle, damit festgestellt werde, in welchen Staaten das Stimmrecht beschränkt wird, wurde mit 130 gegen 110 Stimmen verworfen. Eine Einzahl Republikaner stimmten mit den Demokraten. tuiuiiit.u, iuiium uit viytuutii tiuu ten an Repräsentanten gewinnen: Jllinois, New Dort und Texas, je drei; Minnesota. New Jersey und Pennsylvania. je zwei: und Arkansas. California, Colorado, Connecticut, Florida, Louisiana. Massachusetts, Mississippi, Missouri. North Carolina. North Dakota. Washington. West Virginia und Wisconsin je einen. Die Vorlage verfüg auch, daß wenn neue Staaten zugelassen werden sollj ten, die Zahl der Repräsentanten ve? mehrt werden sollen; auch heißt es tn der Vorlage, daß bei der Neueintheilung der Kongreßdistrikte diese Distrikte nicht nur zusammenhängend", sondern auch : kompakt" sein müssen. Dies hat den JlUIU.l jjuiliuiuii Vl lll UUh ,u gen letoet, yar ncy ote Grippe entwickelt. Die Aerzte erklären, daß keinerlei Komplikationen vorhanden sind und die Krankheit einen günstigen Verlaus nimmt. Der Präsident wird aber gezwungen sein, mehrere Tage lang daK Zimmer zu hüten. Eisenbahnzüge eingeschneit. Odessa. 9. Ja.i. In Südrußi i f i r t srt . i land sind Dutzende vonEienbahnzügen eingeschneit und einige sind gänzlich im Schnee begraben. Es sind 10.000 Arbeiter abgeschickt worden, um die Geleise vom Schnee zu säubern. Mehrere russische Dampfer werden vermißt und der Hafen von Sebastopol ist ganz voll mit Schiffen, die dort Schutz gegen die ungewöhnlich heftigen stürme gesucht HUHUvwMiiMU) ( wiuunv uuuu t ben. In den letzten drei Tagen ist ' V O in Folge des ungeheuren Schneefalls keine Post hier angekommen. Selbstmord. R a n g o o n . Britisch Birmah, 9. Januar. Sir Edward Spence Symes, erster Sekretär der Regierung eine Kugel in den Kopf geschossen. Er schwebt zwischen Leben und Tod. Bennett's für bette Fcicrg Vhatographieen. 33 Ost Washington Straße. Marfhall & Seqfrieo, deutsche Civil und Criminal-Advokaten, 3io. 10 Sü) Delaroare Str.
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