Indiana Tribüne, Volume 24, Indianapolis, Marion County, 8 January 1901 — Page 2

n Jndiana Tribüne, Dienstag, den 8. Januar 1901.

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Auf der Waschbären-Jagd.

2&nn es ewen Jogo-Spcrt bei uns gibt, der gleichzeitig sozusagen vcn sehr altem Adel und doch wiederum höchst demokratischen öharacters ist. so veieinigt jedenfalls., die Waschbären-Jagd diese beiden Eigenschaften in sich. So lange der souveräne" amerilailische Bürge: überhaupt efistirt, hat ti sich euch mehr oder weniger schwunghaft mit der Coon"-Jeigodefabt. in Nord und Süd. in West und Ost. und die Liebhaber diese: Jagd setzen sich aus allen Schichten und Rassen zusammen, soweit sie Zeit haben, sich ihr gelegentlich zu widmen. (Und .diese Gelegenheit kann manchmal sehr unerwartet kommen. hat sich doch sogar im Weichbikde nicht weniger unsererGroßftädte schon manche Waschbären -Jagd abgespielt!) Sie ist ein echter amerikanischer Voltssport, bei besten AusÜbung sich sogar Schwarze und Weiße gesellschaftlich begegnen und sich auf gleichem Fuß zu einander stellen, selbst da. wo dies sonst gar nicht vorkommt. 3tt meisten andern Arten Jagd hoben auch ihre be'cndere Wissenschaft und ihre eigene Etikette; auch dies kommt bei der Waschbären-Jagd in Wegfall, und so ziemlich die einzige Regel, welche dabei allgemein gilt, besteht darin, nicht auf den Hund zu schießen, ehe: noch aus einen JagdGenossen, wenn es schon nicht anders gehen sollte! Denn bei keiner andern Jagd kommt so viel auf den Hund an. wie bei dieser; ja er ist beinahe das Ganze von der Geschichte. Von seine: unfehlbaren Nase, seinen unermüdlichen Beinen und seiner klugen Ueberlegung hängt bei diesem Vergnügen fast Alles ab- OKne den Hund kann der Jäger nicht einmal bei Tage, und noch viel weniger in der Nacbt einen Waschbären überhaupt ausfindig machen. es müßte ihn denn der Zufall begünstigen. Taher hängt der Erfolg in erster Linie davon ab, daß man sozusagen einen zuständigen coon ;" im Dienste hat. Aber auch dies ist durchaus keine Rassenfrage. Wer es versteht, kann von beinahe jeder Sorte Vorfahren einen Waschbären-Jagd-Hund ziehen. In der Umgebung südlicher Negerhütten werden meistens die besten Jagdhunde für diesen Zweck gezogen und haben auch die meiste Gelegcnheit. die Gewohnheiten des Waschbaren gründlich kennen zu lernen. Schöne Waschbären-Jagdhunde scheint es absolut nicht zu geben; ihre gan,;e Schönheit ist ihre Intelligenz oder ihr Scyarfsinn. ttte ist äußerst schwierig, in dem dichien gefallenen Laub des Waldes, wo man das Heim von Waschbären vermuthet. die Fährte irgendwelchen Wildes zu finden. Jeder Vogeljäger weiß das gut genug. Aber den WaschbärenJagdhund bringt dies nicht zur Verzweiflung. Er weiß ganz genau, wo er zu der gewöhnlichen Stunde des Tages oder der Nacht zu operiren hat. wenn er Waschbären aufjagen soll, und hält sich nicht damit auf. an den dürren Blättern herumzuschnüffeln. Oft klettert er einen Zaun-Pfosten hinauf und läuft ein Stück weit mit der Gewandtheit einer Katze auf dem Zaun dahin, besonders in unmittelbarer Nähe eines Maisfeldes, oder er patrouillirt an einem kleinen Gewässer oder feuchten Groben entlang, wohl wissend, daß der Waschbär hier gerne nach Krabben. Mäusen. Muscheln und anderen Leckerbissen Ausschau hält. Plötzlich hat er eine Fährte gefunden; er schnüffelt sie nochmals ab. erhebt dann seine Nase hoch in die Luft und bellt in sichtlichem Vergnügen. Jetzt geht der Tanz los. und in einem hohen Baume oder an sonst einer Stätte, die auch dem besten Jäger in keiner Weise aufgefallen sein würde, hat der Hund bald sein Wild gestellt. Oft braucht der Jäger auch dann noch lange Zeit, den Waschbären zu entdecken; denn der Baum kann sehr weit hinauf hohl sein, mit vielen Seitengängen; der man kann sich darauf verlassen, daß der Hund sich niemals geirrt hat. Ein Schuß, auf die Augäpfel des Thieres gerichtet, die in der Dunkelheit wie grüne Smaragde funkeln. beschließt dann gewöhnlich den Act, vorausgesetzt, daß er wirklich trifft. Der Waschbären-Cadaver erreicht jedoch nicht die Erde, ehe er von einem ganzen Rudel Jagdhunde bedeckt ist. welche sich in wüthendem Ehrgeiz darum streiten, die Beute abzuliefern. Uebrigens ist der Jäger nicht allzuschnell mit dem Schießgewehr bei der Han. Hat sich der Waschbär in einem kleinern Baum festgesetzt, so wird dieser nicht selten mit Aexten gefällt, und es ist eine ungemein aufregende Scene, lvenn derselbe krachend zwischen der Hunoemeute niederfällt, und diese dann mit unbeschreiblicher Leidenschaft über das Wild herstürzt, das keine blaue Bohne im Leib hat. Bald ist der Waschbär, aber nur unter desperatem Kampf, in eine regungslose Pelzmasse verwandelt. mitunter aber gelingt es ihm dabei noch, der unter sich selbst streitenden Meute zu entrinnen! Eine Waschbären-Jagd zur Nachtzeit, mit Fackeln, macht einen zauberischen Eindruck. Ein Einspänner des Kaufmanns Löchner wurde am Bahnübergange bei Ubstadt von dem Lokalzuge erfaßt und überfahren. Löchner und der 5kutscher waren sofort todt. Das Pferd hatte so schwere Verletzungen erhalten, dah es getödtet werden mußte.

Cidilversonen. die Verhafteten zu befreies. Während diese mit H?beln die

: Tkwre zu sprengen versuchien, wurde j scharf auf sie geschossen. Da also auch , Eivilpersonen in das Complott verwickelt scheinen, hat auch die S:aa:san-'-waltschaft die weitere Betreibung der Sache tu die Hand genommen. (fopan's HicroglnpNen-Treppc. Bei rerlchie'denen Geleaenhtiten ist schon von den Trümmern der uralten. oorgcschich:'i.ct,en Stadt Eopan. in der cnlralamerikanischen Republik ÜPBfottOJ unfern der Grenze von Guatemala, die Rede gewesen. Aber diese Trümmer bergen noch Geheimnisse. in welche bis zum heutigen Tag kein Strahl von Aufklärung gedrunyen ist. unid eins der merkwürdigsten dieser ist die Hieroolypben-Trevpe, die vielleicht in zukünftigen Beschreibungen Copan's eine große Rolle spielen wird, wenn man erst einmal etwas von ihrer Bedeutung weiß! Gelehrte unseres Landes interessien sich in besonderem Matze für diese Treppe, und sie hoffen, in den nächsten Monaten beträchtliche Fortschritte in Ausgrabungen und Schriitveutungen daselbst zu machen, ehe wieder die Regenfaison im Juni sich einstellt, und einem Zusammenhang zwischen vorzeitlicher mittelameritanischer und egnptiscker Civilisation u. s. w. auf bestimmte Spur zu komme. Diese Trcppe gebt vom Hauvtplatz der berühmten Ruinenstadt bis nach der Spitze eines Hügels hinauf, wo. wie man annimmt, ebemals ein großer Tempel stand, und jede der hundert oder mehr Stufen oieser Trevve ist mit zahlreichen, tief eingegrabenen Hieroglyphen - Schriftzeichen beveckt. welche da und dort mit größeren Darstellungen von Menschengestalten, in verschiedenen Haltunaen, verbunden sind. Die Stufen sind 24 Fuß Zveit und auffallenld schön gearbeitet. Wäre nichts weiter von Eopan beute mehr vorhanden, wüßte man nichts von den 26 kleineren und größeren Pyram-iden. die man dort fand, nichts von den wunveraren Ueberresten der Tempel und Altäre und den Bildereien an denselben, so würde schon allein diese Hieroglyphentreppe beweisen, daß die räthselhaften vorgeschichtlichen Bewohner dieser Stadt auf einer hoben Stufe der Civilisation gestanden haben müssen. Aber nicht einmal mündlich Ueberlieferungen von Eingeborenen geben irgend welche Auskunft über dieses Menschengeschlecht, und die ersten spanischen Forscher und Eroberer, welche hierher kamen, konnten in diese? Beziehung ebenfalls absolut kein Licht erhalten. Und schon damals bestand Copan nur aus Ruinen von unbestimncharem Alter! Im vorigen Jahr wurden an dem oberen Theil dieses Treppenweges Ausgrabungen vorgenommen, und man nahm von den dort vorgefundenen Bildiverken Gip-güsse. welche von einigen wissenschaftlichen Museen, die etwas daoon erhalten haben, hoch geschätzt werden, trotzdem sie ein ..Buch mit sieben Siegeln geblieben sind. Man erwartet aber noch viel mehr von den Ausgrabungen im unteren Theil, die in den nächsten paar Monaten erfolgen sollen. Tausende von Tonnen Erde bleiben da noch aufzuwühlen und wegzuräumen; doch stehen gar manche willige Eingeborenen-Hande für diese Arbeit zu Gebote. Die Treppenstufen sclbst hofft man für alle Zeit ungestört erhalten zu können. Die Ausgrabungen unter der Hieroglyphentreppe mögen auch einiges Licht über eine große Merkwürdigkeit Eopan's verbreiten, nämlich über die 23 monolyth-gestaltigen Denkmäler, welche vorläufig von den Forschern stellae" oder Sternchen genannt loerden, und davon jedes mit einem kleinen Bau. vermuthlich einem 2Utar. dessen Trümmer in jedem Fall 10 bis 15 Fuß entfernt sind, in oberirdischer und unterirdischr Verbindung gestanden zu haben scheint. Man vermuthet ziemlich start, daß diese Bauten mit einem Kinderopfer im Cultus zu thun gehabt hätten. Auch sie sind mit Zeichen bedeckt, welche denjenigen an der großen Hieroglyphen-Treppe genau entsprechen. Wer aber liest diese Hieroglyphen? Dies wird wrhl noch für geraume Zeit die Hauptfrage bleiben. Aber Schriftforscher, wie Prof. Lc Blongeon. welcher sich rühmt, die mysteriösen Steinschriften in den Wäldern von Fucatan entziffert und in 'hnen Auskunft über den versunkenen Erdtheil Atlantis gefunden zu haben, sollte auch vor der vorliegenden Aufgabe nicht zurückschrecken, trotzdem er zu diesen Hieroglyphen wohl wieder einen ganz anderen Schlüssel wird suchen müssen. Im kaiserlichen Kleinen Theater" in Petersburg kam es bei der Aufführung des Schauspiels Die Schmuggler" zu einem unerhörten Skandal. DasStück mißfiel dem Publikum, das in echt russischer Manier standrechtliche Kritik übte, indem e2 nicht nur zu lärmen und 6j zischen begann, sondern auch die Schauspieler mit Aepfeln, Ueberschuhen und anderen ! ähnlichen Gegenständen bewarf. Die ! Schauspielerin Demager wurde am linken Auge schwer verletzt. Die Auf führung konnte nicht fortgefetzt werden. Einige Skandalmacher wurden verhaftet.

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-Sehr allgemein. Plötzlich Ilenderungen der icrnprratur entiekcln viele Leidem de Halses und der Lunge, mit Hüften, ?rkältuneu, Vroneditts, Grippe und VfthH, flf flH elchc Leiden es nichts besseres gieb wi

i Sibirische Nothstände. Petersburg, im Decembcr. Der Genera! - Gouverneur von Ostsibirien meldete kürzlich der russischen ecijerunG, daß der ganzen Bevölkcnmg der Städte und des flachen Landes von Ostsibirien, trotz einer theilweise sogar sehr gutenErnte. eine Hunaersnoth drohe, die namentlich auf dem flachen Lnde von schweren Folgen begleitet sein könnte, falls nicht thatkräftige Abhülfe geschafft werde. Es fehlen gegenwärtig eben die billigen Arbeitskräfte der Chinesen, die in Ostsibinen eine wichtigere Rolle spielen, als man nach diesem kurzen Bericht annehmen könnte. Die Ursache dieses Mangels an chinesischen Arbeitskräften liegt in der thatsächlich erfolgten, zeitweilig unterbrckenen, friedlichen ErVierung Ostsibiriens durch die Chinesen. eine Thatsache, die Rußland nie wadr haben wollte, noch will. In den Koalendörfern am Amur gibt es keine r-i'stscben Handwerker: Schneider, Scbuster. Schmied. Tischler. Ziegel--streich und Maurer waren nur Chinesen. Am Amur und dem Ussuri bestellte der russische Ansiedler nicht einmal seine Felder selbst, sondern dielt sich dazu chinesische Arbeitskräfte. Au? dem Bazar in den Städten fand man chinesisches Getreide, chinesisches Heu. mandschurisches mongolisches Fleisch, auf den Bauten chinesische Arbeiter, in den Läden chinesische Kaufleute, in den Banken chinesische Angestellte, in den Häusern derBeamten chinesische Dienstboten. In den Goldwäschereien war das gewöhnliche, vom Gesetz aber verbotene und daher auch von der Verwaltimfl geleugnete Verhältniß: auf 50 russische Arbeiter 1000 Chinesen. Auf diese Weise bildeten die Chinesen bis zur Eröffnung der Feindseligkeiten inz, Lben Ostsibiriens eine wirtbschaftlichpolitische Größe, mit der sehr ernst zu rechnen ist und auch in Zukunft ge-rech-net werden muß. da Rußland sich in Ostafien thatsächlich in einem Wirthschaftltch abhängigen Verhältniß von der gelben Rasse befindet, das von Jahr zu Jahr zunimmt. Chinakenner versichern, daß die Chinesen zu einer Verschmelzung mit den slawischen Elementen Ostsibiriens unfähig sind, eher jedoch diese in sich aufnehmen werden, als sie jene zu entrassen im Stande sind. Als Bestätigung hierfür seien einige sprechende Thatsachen angeführt, die sich wie ein rothei Faden durch die amtlichen und nicht amtlichen Berichte der letzten Monate aus Ostsibirien ziehen. Der Kastengeist ist bei den Chinesen in der Fremde derart stark ausgebildet. daß sie ihre Abtrünnigen in jeder Weise verfolgen. Der chinesische Kaufmann Ostsibiriens, der aus Geschäftsrücksichten seine Nationalkleider gegen europäische vertauscht Hot. verliert seine chinesischen Beziehungen und Credite. Er ist ein Ausgestoßener seines Volkes, weil er dessen Satzungen verletzt hat. Der frühere Generalgouverneur von Oftsibirien. Baron Korff. forderte daher von einem jeden Chinesen. der in den russischen Unterthanenverband aufgenommen zu werden wünschte, als ersten Beweis seiner Aufricktigkeit das Abschneiden des Zopfes, weil er sehr wohl wußte, daß er den Chinesen durch diese Handlung thatsächlich für immer von seinen Stam mesqenossen lostrennte. In den zehn Iahren der Thätigkeit dieses Verwaltunqsoeamten im fernen Osten sind vielleicht drei oder vier Beispiele bekonnt, daß Chinesen auf diese Bedingung eingingen. Seit Baron Korsss Rücktritt sind die Zeiten duldsamer gemorden; der Zopf bildet ksin Hinderniß mehr, um in den russischen Unterthanenverband ausgenommen zu :rcrden. Der Uebertritt zum Russenthum oder russischen Glauben gehören zu den allergrößten Seltenheiten. Man nahm in russischen Regierungskreisen an. daß nach den ersten Schreckcnstagen im Juli ein starker Uebertritt in den russischen Unterthanenverbdnd und pUtt russischen Glauben stattfinden totxU; gerade das Gegentheil geschah. Die planmäßige Ausrottung der chinesisehen Landbevölkerung im Transbai-kal-und Amurgebiet hat mit der sich daran knüpfenden Fluchi der Chinese:: schwere wirthschaftliche Verwickelungen gezeitigt, die dem russischen Osten mit einer sehr schweren Zeit, einzelnen ganzen Dörfern vielleicht mit dem Hungertode drohen. Die russische Bevölkerunq Ostsibiriens treibt. mitAusnahme eines kaum nennenswertben Bruchtheils, keine Landwirthschaft, und grade die Mandschurei hat für dieses Jahr eine reiche Erute zu verzeichnen; die Bevölkerung dieses Landes ist aber.

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Dr, Anguft König' Hamburger Brustthee. i 1 um ihr Leven zu retten, in die Berge geflohen. Dabei schwankt die ooe reibe Aebre im Stepvenwinde und : verschüttet ibr reues Korn. Die russische Regierung forderte ihre Ansiedler offenbar dazu auf. die von Chinesen bestellten Felder im Amurgcbiet und in den angrenzenden chinesischen Ländereien, gegen die Abaobe eines Drittels der Ernte an den Staat, abzuernten; diesem Aufrufe leistete keiner Folge; sie gab sich mit cinem Zehntel zufrieden; keine Hand griff nacb Sichel oder Sense; da hieß es: Nehmt alles, nur schützt euch selbst vor Hunger! Aber auch hiervon machte keiner Gebrauch. Der sorglose russisehe Ansiedler hat. bis es zu spät war. immer auf die Rückkehr seiner gelben Sklaven gehofft. Dieses Bild wäre nicht vollständig, wenn nicht ei.iige Worte dem Treiben der russischen Ansiedlerbevölkerung gewidmet würden. Der russische Ansiedler Ostsibiriens ist Jäger, und Pulver und Blei sind sein Handwerkszeug. Die Verhältnisse des Landes stellen dabei hohe Anforderungen an seine Jagdfertigkeit und Treffsicherheit. Er darf auf seinen oft Monate dauernden Streifzügen durch die Urwälder, bei der Jagd auf das Clchhorn. nicht viel Blei mit sich sühren. weil sein Weg beschwerlich und das Blei theuer ist. Die Grundbedingungen dieser Jagd sind, wenn sie gewinnbringend fein soll, sehr erschwerende; die Kugel muß unbedingt den Kopf des Thieres treffen, damit der Balg frei bleibt und so gerichtet sein, daß der Baumstamm sie auffängt. Aus dem Baumstamm schneidet der Jäger die Kugel wieder heraus; denn es ist für ihn verlustbringend, mit ein und derselben Kugel weniger als zehn Eichhörnchen zur Strecke zu bringen. Dabei ist die Jagd in den Urwäldern und Sümpfen voller Gefahren. Auf dem gewaltigen Raume der Tundren und Wälder schwindet jeder Scbein von Recht und Eigenthum. Ob der Jäger, der seine Ansiedelung verläßt, thatsächlich auf jagdbares Wild pirscht. wenn ihn der schweigsame Wald aufnimmt, weiß nur Gott. Die J-agd auf Mensäen ist in Ostsibirien ein sehr lohnendes und meist besser bezahltes Geschäft, als auf die Thiere des Waldes. Der Jäger, der mit reicher Beute von seinem Jaadzug heimkehrt, kann hinter jedem Stamm eine Kugel erwarten, die ihm das Lebenslicht ausbläst und einen anderen zum Besitzer seiner Beute macht. Oft streckt ibn die Kugel nieder, weil ein anderer Jäger es auf seine Pulver- und Bleivorräthe abgesehen bat. Oder es wird dem chinesischen Arbeiter aufgelauert, der von den Goldwäschereien zurückZehrt, seinen Lohn in der Tasche und noch gestohlenes Gvld dazu, dessen Besitzwechsel die Kugel ohne jeden Handel und ungestraft vollzieht. Die Jagd auf den ..weißen Schwan" wird das Begleichen der chinesischenGoldwäfcher in der dortigen Jägersprache genannt. Das ist die Schule, die die russische Ansiedlerbevölkerung durchlebt. I? ihr wird dadurch der Hang zu allen möglichen Gewaltthaten und Räubereien. nur nicht zur Seßhaftigkeit und zum Ackerbau großgezogen. Für den Ackerbau hält sich der russische Ansiedler einen oder mehrere chinesische Arbeiter. die ihm Feld und Garten bestellen. Diese ungesunden Verhältnisse haben auch diese Mißstände gezeitigt, deren folgen der russischen Verwaltung Ostsibiriens für die Verpflegung der Bwohner dieser großen Gebiete eine starke Beforgniß einflößt. So ist auf Veranlagung des Generalgouoerneurs eine Regierungscommission in Chabarowsk zusammengetreten, die die Bedingungen ausarbeiten soll. unter denen die Bevölkerung de? Städte und des flachen Landes mit Getreide aus Rußland versorgt werden kann. Be, sonders erschwerend wirkt augerdem noch der Umstand, daß auch die nördliche Mandschurei von Rußland zu verproviantiren ist und in Westsibirien, wenigstens was das Gouvernement Tobolsk betrisft, eine vollständige Mißernte herrscht. Da aber der Winter vor der Thür steht und zur Linderung der beginnenden Noth bisher keine Schritte gethan worden sind, so werden die erst zu treffenden Maßnahmen wohl für immer auf dem Papier bleiben. Die in Jeta, Mo., wohnhaften Brüder Johu und James Hanson geriethen über ewe FamilienanHelegenheit in Streit. James beschuldigte die Gattin von John eines Diebftahls und Letzterer gerieth darüber in solche Wuth, daß er seinen Bruder erstach. Die Brüder gehören einer achtbaren Familie an.

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