Indiana Tribüne, Volume 24, Indianapolis, Marion County, 6 January 1901 — Page 3

D m Kcge.

Stoincn aus dem Nachlasse Hanst achenhuscttö. 1. 8 9 f hohe? See. $Ir. der Re'ing des großen Hamburgn:7?.'!anischen Postdampfers stand um Sonnenuntergang eine junge 2 01 mit dunkelblondem Haar, dessen Söckchen der Zugwind über Stirn und Sckläse trieb Jenny Ewers, die sich in New Dort an Bord begcben hatte, um ihre Heimatch, Teutschland, aufzusuchen, aus der sie das Schicksal schon in ihrem fünften Lebensjahre entführt. Neben ihr stand eine ältere, Frau Stockers. die in New )ork bei der Abfahrt ihr versprochen, sie unter ihre Fittiche zu nehmen und sie in Hambürg, ibrem eigenen Ziel, abzuliefern. Jenun war ganz in Elfenbeinfaröe gekleidet und cremefarbig war auch der dünne Shawl. in den sie ihre Schultern gebullt. Tas Wetter war still; sie schaute dem Spiel der das Schiff begleitenden Delphine zu. Bald aber des Scbauens auf die spiegelglatte Wasserfläche fatt, ließ sie sich auf die Relingbank sinken und stützte denöllenbogen auf die Brüstung. Noch drei Tage!" seufzte sie. .Und es ist so langweilig an Bord!" Dabei blickte sie auf die Passagiere, eine Gruppe von jungen Männern, die ihre Cigarren raucbenö nach der Tafel da saßen, eine andere von älteren Geschäftsmännern, auf einzelne Damen, die lesend dasaßen und drapirte sich mit ihrem Shawl so anmuthig, wie es die Blicke der jungen Männer auf sie nur begehren konnten. Namentlich ihre schöne Hand war eifrig mit den widerspenstigen Löckcden beschäftigt, ihre lebhasten Augen blickten jetzt träumerisch. Mein Gott, wie ich es in der Heimath wohl finden werde!" seufzte sie. .Sie ist mir ja eine solche kaum mehr! Mit meiner Zwillingsschwefter ward ich nach dem Tode d?r Eltern, die sich so schnell in's Grab folgten, zu Verwandten nach Amerika gebracht, ich nach New ?)ork. die Schwester nach San Francisco; ick hörte niemals von ihr und sie soll sammt dem Bruder meines Vaters dort verschollen sein. Ich habe nun eine Erbschaft inDeutschland zu erbeben, die man mir mit meirien neunzehn Jahren natürlich nicht ausfolgt, aber das tbut ja nichts; nur bei der alten grämlichen Tante zu leben, davor graut mir. Indeß, es zieht mich heimwärts und mir ist so, als werde ich wohl dort bleiben." Recht so, Fräulein Ewers; Heimath bleibt Heimath, und Sie sind ja noch so jung!" ermuthigte Frau Stockers mit ironischcm Kopfwiegen. Es macht Ihnen alle Ehre, dieses Gefühl! Ah. unser Herr Dr. Soltmann!" begrüßte sie einen jungen Herrn, der eben herantrat. Jenny würdigte ihn eines Augenaufschlags. Sie schien noch mit ihren Gedanken beschäftigt und bewegte den Fächer so. daß die niedergehende gluthrothe Sonne ihr Gesicht nicht belästigte. Sie hängen wieder Ihren Gedanken nach '" fragte er, ein junger Mann von eleganter Haltung, im Sommeranzuge. den Hut ziehend und dabei ein Antlitz zeigend, das uderau gewmnend war. Sein dunkelbraunes Haar war kurz geschnitten übe? einer edel geformten Stirn, seine grauen Augen verriethen Klugheit und zugleich Bescheidenheit; ein kurz gehaltener hellbrauner Bollbart deckte die untere Partie seines Gesichts. Er fckaute Jenny an mit einem Blick zurückhaltender Vertraulichkeit, wie sie in den wenigen Tagen der Meeresfahrt sich dadurch hatt? geltend machen können, daß er an der Tafel feinen Platz neben ibr hatte und er ihr jede denkbare Aufmerksamkeit zu erweisen bemüht gewesen, wenn sie mit ihrer Sylphidengestalt auf Deck erschien. Me sollte ich nicht?" rief sie. das Strobhütchen vom Haupt nehmend, da ben die Sonne sich in die Fluth getaucht, und mit der Hand ihr Haar streichend, wobei sie einen schön modele lirren Unterarm zeigte. Wenn man so auf's Geraderoohl in die Welt hineinreist, eine Waise seit ihren ersten Jahren, nur dem Schutz meiner liebenswürdigen Frau Stockers anvertrat! Ich fürchte mich ja nicht vor der Welt; man lernt in meinen Verhältninen früh selbstständig sein." ..Und Darf ich denn nicht auf Ihre gütige Zusage rechnen. ?ie bis an Ihr Ziel begleiten zu dürfen, das ja auch das meiniqe ist?" fragte csich auf einen Feldstuhlihr gczenüberetzend. O, Sie wissen ja. ich bin Ihnen dankbar! Ich habe ie ja zu meinem Reisekavalier gemacht, wenn Ihnen dies durch meine Launen niiat zum Ueberdruß wird!" rief sie mit trübem Lächeln. Hm! Launen! Die haben Sie allerdings! Ich hatte zwar wenig Gelegenheit. während meines geschäftlichen Aufenthaltes in New Jork und ffhkagi amerikanische Damen kennen zu lernen " Ich bitte selir," unterbrach sie ihn mit Selbstgefühl. An und in mir ist jede Fai'er deutsch, denn deutsch war meine Eriehuna. . . . Aber reden wir von etwa- Anderem!" Cder wie wär's, wenn wir unten im Salon ein qiiutiv mains spielten? Tie Sonne ist untergegangen und läßt uns das Nachsehen!" Bereitwillig erhob sie sich; er üegleitetc sie hinab. Der salon war leer. sbez wie sie Beide am Piano saßen, kam Einer nach dem Anderen, ihnen zuzuhören, denn Jamy war eine Meifkrin. Nach dem quatre-maini sang sie mit ihrer schöner: Abstimme einige

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beutst ,vi Erich starb ihr z::r Seite und lauschte mit Bewunderung. Doch bald hatte sie. auch das satt. Sie war gar zu wetterwendisch in ihrer Stimmung und verlangte wieder auf das Deck zurück. Und hier zeigte sie sich sehr heiter. Ich darf gar nicht mehr über mich denken, also plaudern wir!" rief sie, ihn anlächelnd und ihm ihre zwei reizenden Grübchen in den Wangen zeigend. Sie konnte in der That sehr lieb sein. Wie sie ihn mit ihren Augen anblickte, die ihm bald braun, bald dunkelblau erschienen, wie ihr leicht gestutztes Näschen beim Lächeln über den schönen, rothen Lippen die zarten Flügel bewegte und sie ihre kleinen weißen Zähne zuweilen in das Taschentuch grub, wenn sie ein übermäßiges Lachen verhüten wollte, war sie in seinen Augen wirklich hinreißend beim Erzählen. Als sie aber auf ihre Verwandte kam. bei der sie erzogen worden, trübte sich ihre Stirn wieder. Gott habe sie selig!- sagte sie. Sie war eine gute Frau und hat mich verzärteli. Ich mußte ihr ausdrücklich versprechen, wenn sie gestorben sei, keine Trauer um sie anzulegen." Lange saßen sie da auf Deck. Sie waren Beide gewissermaßen auf einander angewiesen, denn Jenny hielt sich ausdrücklich fern von den übrigen jungen Männern, und die Gesellschaft an Bord war wirklich recht langweilig, inclusive Frau Stockers, die sie so freundlich bemutterte, aber doch etwas Lauerndes zeigte. Als Jennv ihre Koje gesucht, schritt Erich gedankenvoll hin und her auf dem Verdeck. Sie hat's mir angethan!" sagte er. stehen bleibend und auf das dunkle Meer und das Sternblitzen hinschauend. Aber nur vorsichtig! Hier an Bord ist sie die einzige, es gibt aber der jungen Mädchen unzählige. In Deiner kurzen Karriere .hattest Du fabelHaftes Glück, zerstöre Dir also Dein Dasein nicht durch einen übereilten Schritt! Du kennst sie erst seit wemgen Tagen. Sie machte ja kein Ge heimniß aus ihren Verhältnissen, aber genügt denn das? Ja. sich zeitlebens unglücklich zu machen, dazu genüat es!" Auch Erich, eigentlich satt des immerfort so stillen Meeres, suchte frühzeitig sein Lager. Er war in der That ein recht glücklicher Mensch. Er hatte Jura studirt. war dann zum Vermaltungsfach übergetreten und hatte endlich' eine sehr vortheilhafte Stellung als Syndikus einer großen Aktiengesellschaft gefunden. Als solcher hatte er eine Geschäftsreise nach Amerika gemacht, hatte seine Angelegenheiten nach wenigen Wochen erledigt und war jetzt auf der Heimreise, 'auf der es ihm passiren mußte, diesem in seinen Augen höchst interessanten Mädchen zu begegnen, das ihn ganz besonders durch die Annahme seiner Artigkeiten auszeichnete, die der anderen Herren aber sehr taktvoll ablehnte. War's das. was ihn zu ihr hinzog? So überlegte er. während er sich auf seiner Couchette streckte. Nein, das nickt allein! Jenny Ewers hatte ein Etwas, das ihn fesselte. Anfangs war sie ihm kokett erschienen, aber davon kam er zurück. Sie hatte etwas Pikantes, etwas so liebenswürdig Geschmeidiges in ihrem Wesen, ein Lächeln, das ihn entzückte und ein so melodiöses Organ, das er wie bezaubert zuhörte. Trotzdem erschien ihm ihr Wesen, ihr Aeußeres zuweilen schlangenhaft glatt, im nächsten Augenblick aber konnte sie wiederum so ernst, so positiv wie er sich ausdrückte sein, daß er überrascht war durch den Wechsel ihrer Stimmung. Er forschte nach der Ursache, aber die lag oftenbar in dem Wechsel ihrer Verhältnisse, dem sie entgegenging, und das feyelte ihn ebenfall; es zeugte nach seiner Meinung von Gemüth. Indeß, in ihm sträubte sich noch immer etwas gegen seine Neigung. Lerne sie erst näher kennen, nahm er sich immer vor, und das konnte doch während der Unruhe auf dem Schiff, während der kaum achttägigen Ueberfahrt nicht geschehen! Doch Poseidon hatte es anders beschlössen. Gegen Erichs so vernünftige Absicht warf ihm dieser die hübsche Jenny buchstäblich in seine Arme. Als sie am nächsten Abend Beide wieder auf Deck saßen, und Jennt. heute ganz in Weiß, mit voller Brust die kühlende Brise nach einem so heißen Tage einathmete und verlangend, während er ihr erzählte, nach Frau Stockers ausschaute, da fuhr plötzlich ein heftiger Windstoß über das Deck, der Alle von ihren Plätzen aufjagte und si taumelnd nach einem Haltepunkt suchen ließ. Gleich darauf verfinsterte sich der Himmel, die Wellen schlugen donnernd gegen die Flanken des Tampfers, das Kommando dröhnte von der Brücke herab über das Schiff. Jenny, leichenblaß, erhob sich jäh und griff nach feinem Arm. Er führte sie, selbst schwankend, zur Salontreppe. Aber auf dieser wichen bei einem zw"iten. noch heftigeren Winostoß, die Füße unter der Aermsten' sie stieß einen Schrei aus. Hinter ibncn drängten ßch die Passagiere auf die Treppe. Erich erfaßte Jenny um den schlanken Leib und schleppte sie mit Anstrengung in den Salon, der sich auch schon mit angstvollen Papagieren gefüllt. Hier ließ er sie nieier. die einer Ohnmacht nahe war; mit geschlossenen Augen saß sie zurückgelehnt da. Ein Schwindel hatte sich durch das Schaukeln des Dampfers ihrer bemächtigt. Er ergriff ihre Hand, die plötzlich so kalt war, und sie umklammerte krampfhaft die seinige. Ihm blieb bei den Schwankungen des Schiffes, dessen Rippen schon zu ächzen begannen, nichts übrig, als sich neben sie aus das Polster zu setzen. Er

beugte sich zu ihr, in ihr todtbleicheS Gesicht blickend, und jetzt schmiegte sie sich bewußtlos eng an ihn. ihr Köpfchen machtlos an ferne Schulter lehnend. Da schlang sich, ebenfalls ihm ganz unbewußt, sein Arm um sie. Er flüstertc ihr ermuthigende Worte zu. aber sie vernahm diese nicht; ihre Brust athmete mit Anstrengung, ihre Hand lag darauf gepreßt. Er ergriff ihre Hand beschwörend, aber stumm, und so verstrichen die bangsten Minuten, bis endlich die seefeste Frau Stockers, sich an den Wänden und Tischen haltend, nach Jenny suchend, hereinschwankte, um zu sagen, der Himmel kläre sich ja wieder, der Sturm lasse nach. Und so war's. Die Windstöße besänftigten sich, das Schiff rollte nur noch, das Aechzen hörte auf. Frau Stockers zog ein Flakon mit Essenz hervor; sie konnte sich aufrichten und Jennys Stirn damit netzen, indem sie ihr Muth zusprach, und endlich hob diese die Hared, die sie Erich gelassen, zur Stirn id schlug die Augen matt, enskräftet auf. Erich zog den Arm von ihrer Hüfte und beugte sich zu ihr. Sie mußte das empfunden haben, denn hohe Röthe deckte ganz plötzlich ihre Wangen. Erich reichte ihr das Taschentuch, das in ihren Schooß gesunken war. Er lächelte sie an und erhob sich, um der alten Dame neben ihr den Platz zu räumen. Mein Gott, daß dies so schnell gekommen!" seufzte Jenny, sich beschämt halb aufrichtend und mit den Händen über ihre Robe und das Haar streifend. Dabei traf ihn ein Blick, halb VorWurf, halb Dank. Sie mußte sich ja erinnern, daß sie schon auf der Salcntrepp i.n seinem Arm gehangen, daß er ihr so geängstigt klopfendes Herz an dem seinigen gefühlt, und das beschämte sie. Die Augen wieder schließend, saß sie da. Ich habe mich gewiß sehr kindisch benommen!" sagte sie. Aber ich dachte an nichts als an einen Schiffbruch!" Dabei reichte sie ihm die Hand und preßte sie. zugleich mit einem Blick, der ihm das Blut zum Herzen drängte. Ich wollte ja noch nicht sterben!" setzte sie mit eincm Lächeln hinzu. Er führte ihre Hand an seine Lippen. Sie war doch gar zu schön gewesen. wie sie so in seinem Arm gelegen. Das sei ja nur eine vorübergehende starte Böe gewesen, meinte Frau Stockers, aber mit einem Gesicht, als vermuthe sie, daß diese für die Beiden wohl von nachhaltiger Bedeutung sein werde Am anderen Nachmittage sahen die Passagiere sie ohne Begleitung der alten Dame Arm in Arm auf dem Deck spazieren. Er nannte sie zärtlich seine Meeresbraut. Frau Stockers aber schüttelte den Kopf dazu. Sie mußte darüber ihre eigenen Gedanken haben, blickte auch Jenny bisweilen so fragend an, ohne daß diese jedoch Notiz davon nahm.

Erichs Ehe. Komm' nur zu mir," so hatte die lernte in Berlin an Jenny geschriebin, als ihre Schwester in New Fork gestorben war. Du wirst zwar eine kranke an mir finden, aber so Gott will, mach' ich's noch ein paar Jahre mit und inzwischen sorgt er wohl anderweitig für Dich." Und so fand sie denn Jenny, als sie unter Dr. Erich Soltmanns Schutz eintraf, eine durch Leiden Abgezehrte, die eine alte Magd als Pflegerin hatte und den ganzen Tag in ihrem Lehnstuhl verbrachte. So hatte sich Jenny die Umstände allerdings nicht gedacht; aber sie nahm sie hin. Ihr war's ja vorläufig nur an einem Obdach gelegen. Ich werde Ihnen nicht lange zu? Last fallen," sagte sie zu der Kranken. ..Ich habe mich auf dem Dampfer verlobt mit dem Dr. Erich Soltmann, einem liebenswürdigen jungen Mann, der eine fehr gute Stellung und noch große Aussichten hat." So, so? Auf dem Dampfer! Ist denn das aber der rechte Ort zum Äerloben?" Nun, wohl so gut wie jeder andere!" lachte Jenny Ich sank ihm bei einem großen Seesturm bewußtlos in die Arme und er, nun, er hat mich da?in festgehalten. Natürlich Überzeugte ich mich erst, daß er zweifellos gut situirr sei. Das thut i Amer'ta jedes junge Mädchen in solchem Fall." Die Tante musterte sie und fand, daß sie allerdings ein ganz b gehrenswerthes Geschöpf sei. Na. wenn Dir also an meinem Segen liegt, den geb' ich Dir!" Damit wickelte sie sich in ihre Decke. Er wird bald hier sein, um sich Ihnen vorzustellen!" Jenny suchte nach diesem Empfange das für sie bestimmte Zimmer auf, um von der Reise auszuruhen. ?ie war froh, daß es mit Erich so gekommen, denn in dieser trostlosen Umgebung, sagte sie -sich, hätte sie es nimmer lange ausgehalten. Sie überlegte auch jetzt, da sie zur Ruhe gekommen daß sie rocht und klug gehandelt hatte. Er war ein ganz sympathische Mensch. Das Schicksal hztte es so gewollt, meinte sie. Auf dem Schiff hatte sie nicht mit ihrem Herzen in's Reine kommen können. Ein Stück davon war in Amerika geblieben. Erich aber hatte ihr versprochen, ein Haus ;u machen, sobald seine sicheren Aussichten in Erfüllung gingen, als sie ihm gestanden, sie hänge sehr an Gesellschaft, und wnn er Wort hielt, mußte sie sich glücklich fühl?n. wenigstens zufrieden sein. Erich hatte die Geschäfte drüben so vortrefflich abgewickelt, daß der Präsident seines Jnstitutus ihm die schönsten Versicherungen gemacht. Er fühlte kich wie ein ganz neuer Mensch, seit er siebte. Jenny mit ihrem lebhaften Temperament war ganz für ihn ge-

schaffen. Er siebte die Musik und sie ezcellirte darin; er sah sie schon in sei ner neuen Wohnung am Piano sitzen und seine Gesellschaft durch ihren Gesang entzücken, sah sie als ein liebes Weibchen seine Gäste empfangen, denn auch er liebte den geselligen Umgang. Nur Eins hatte ihn befremdet on ihr. Als sie sich in Hamburg von dieser Frau Stockers in seiner Gegenwart verabschiedet, hatte diese ihr etwas zugeflüstert, worüber Jenny erschrocken war. Aber er vergaß das. Wozu sich dahinein mischen! Er machte alsbald seinen Besuch bei Jennys Tante, auf die er einen sehr günstigen Eindruck nicht verfehlte. Danach machte er seine Bisiten mit der Braut bei den ihm befreundeten Familien. sorgte für die Einrichtung einer neuen Wohnung und führte alsbald sein junges Weib heim. Alles ging gut. Jenny zeigte zwar anfangs mancherlei amerikanische Gewohnheiten. auch etwas Flirt"; doch das gab sich. Sie fand sich vortrefflich in ihr neues Element, nur hing sie ihm allzusehr an Äußerlichkeiten, die ihm zuweilen doch die Laune verdarben, wenn er gemüthliche Stunden verlangte. Jntvß er sagte sich, man müsse sich in einander zu schicken verstehen. Jenny machte sich alsbald so beliebt bei der Gesellschaft, daß die Besuche namentlich der jungen Frauen bei ihr nicht abrissen. Sie durfte auch nirgendwo fehlen; Abends zog er bereitwillig seinen Frack an und war glücklich, wenn er sie so fetirt sah. Er fand sie stets erst am Mittag wieder, wenn er vom Bureau kam und sie ihre Mvrgenvisiten gemacht hatte. Sie war eine Dame von Welt, aus Instinkt schon, denn Alles mußte bei ihr chic sein, und das gefiel ihm. In der Gesellschaft behauptete man, sie mache sich weniger aus ihm, als er sich aus ihr mache, indeß er war von seinenGeschäften beansprucht und hatte nicht die Zeit, sich um Kleinigkeiten zu kümmern. Zu der ersten großen Soiree, die er im Winter gab, war Alles geladen; seine Einrichtung war glänzend, er besaß eine Flucht von Zimmern und Salons. Unter Anderen hatte er auch einem Deutsch - Amerikaner eine Hinladung geschickt, den er in New Aork in einem großen Bankinstitut kennen gelernt. Bei näherer Bekanntschaft an diesem Abend zeigte sich aber Mr. Schwender von einer nicht angenehmen Seite. Er spielte den Aankee, sogar die Carrikatur eines solchen, benahm sich gegen Jenny als Landsmann", wie er sagte, ungebührend familiär, und sie ging auch darauf ein. Das verdroß Erich, aber er that, als fähe das nicht. Am anderen Mittag aus dem Bureau kommend, war er bei der Tafel sehr verstimmt. Er habe zu seinem Verdruß erfahren, sagte er. daß dieser Mister Schwender. gegen den er sich so vertraut gezeigt, aus dem New Aorker Bankinstitut nicht ehrenvoll entlassen worden sei und hier einAbenteurerleben führe, wovon er ja keine Ahnung gehabt, als dieser ihm seinen Besuch gemacht. Jenny nahm ihn in Schutz, und das gab zum ersten Male eine kleine Scene zwischen ihnen. Woher sie ihn schon gekannt habe, fragte er. Nun, wie man sich in der Gesellschaft so kennen lernt!" warf sie hin. Er erhob sich in derselben Verstimmung, kehrte aber am Abend ohne diese zurück. Nur daß er diesen Mann eingeladen, das verdroß ihn noch, denn es war ihm bestätigt worden, was er über ihn gehört. Als Mr. Schwender darnach seine Besuche machte, ward er wiederholt nicht empfangen, und das gefiel ihm von Jenny. ?chwender hatte in der Soiree überall geäußert, er fahre nach New Aork zurück. Erich und Jenny, im offenen Wagen fahrend, begegneten ihm bald darauf in der Straße, und er stellte sich hin. ohne den Hut zu berühren. und lachte. Jenny war darüber empört; das erschien ihm taktvoll. Schwender hatte nämlich in New Aork durch Glück eine sehr einträgliche Stellung erhalten, ward aber ausschweifend; nan attrapirte ihn auf einer Unredlichkeit; er ward plötzlich entlassen, kehrte nach Deutschland zurück, hielt sich hier in der Gesellschaft. bis die Sache ruchbar ward, und gab sich dann, ohne Geld und Anstellung, einem unsteten Leben hin. Er erschien auf der Straße als herabgekommener Gigerl mit hoch aufge kremptem Beinkleid, rother Kravatte, gewaschenen rothen 5)andschuhen. den Eylinder schief auf dem Kopf, den dicken kurzen Stock in der Hand. Er borgte Diejenigen an, denen er von einer zu erwartenden neuen Anstellung vorschwindeln tonnte, schrieb sogar einen Brief um Unterstützung an Jenny, auf den er keine Antwort erhielt, und verschwand schließlich ganz von der Bildflächc zu Erichs Zufriedenheit, dem er ein Dorn im Auge geworden. Schwender hatte geglaubt, sich für die ihm widerfahrene Mißachlung dadurch rächen zu können, daß er ihn, wo er ihm begegnete, mit fast unversckämten Blicken musterte. Erich vergaß ihn Inzwischen segnete die Geburt eines Knaben seine junge Ehe. Es gab jetzt keine Soireen mehr in Erichs Wohnunj, desto mehr Besuche aber, als ihr solche zu empfangen wieder gestattet war. 0:iq hatte keinen Begriff davon, wie sich eine junge Mutter gleich zu Ansang ccgen ihr Kind verhalten müsse; er liebte Jenny und war stolz aus ras Baby. Desto gerechter fand er es. wenn sich duve für ihre Leidensstaiic:: zu entschädigen suchte. Er verdiente ja Geld über Geld durch seine Privatspekulanonen; was käme ix darauf an, wie viel man ver-

brauchte; nur meinte er, dabei nicht gerade so im Hintergrunde sieben zn müssen, denn Jenny pflegte immer zu sagen: Deine Geschäfte erlauben Dir leider nicht, mit dabei zu sein, und in den Modemagazinen kann ich Dich doch nicht gebrauchen!" Jenny hatte in der That sich eine souveräne Weise angewöhnt, die ihm anfangs imponirte, aber doch fühlbar ward. Inzwischen verstrich die Zeit. Er wollte den Zauber seines geschäftlichen Glücks nicht stören durch Unzufriedenheit mit häuslichen Kleinigkeiten, wollte namentlich . ihr gegenüber nicht klein erscheinen, wenn sie sich gesellschaftlich auf der Höhe zeigte....

o O. DerLiebeMüh' umsonst. Durch sein Verwaltungstalent hatte Erich also sich eine hervorragende Stellung erworben und durch sein Glück an der Börse war er auf dem Wege, ein reicher Mann zu werden. Aber auf unserem Planeten ist nun einmal das Licht auf d einen, der Schatten auf der anderen Seite. Der Knabe gedieh vortrefflich, indeß ein rechtes Glück meinte Erich doch in seiner Ehe nicht zu haben. Als Vater glaubte er, sich um die Familienverhältnisse seiner Frau näher bekümmern zu müssen. Er fand diese ganz so, wie Jenny sie ihm schon vor derVerheirathung geschildert hatte. Es waren ihrer drei Brüder gewesen, die sich in abenteuerlichem oder geschäftlichem Dränge über die Welt zerstreut hatten. Der Eine. Jennys Va ter, war nach Berlin als Kaufmann zurückgekehrt und früh gestorben, die Mutter ihm schnell gefolgt, Jenny zu einer Schwester von ihm nach New Jork gebracht worden. Der Zweite war verschollen, der Dritte hatte sich in San Francisco niedergelassen; zu diesem hatte man mit Jenny zugleich ihre Zwillingsschwester gebracht. Er war von dort nach Hongkong verzogen, es war nichts mehr von ihm und ihr gehört worden. Jenny selbst hatte ihre kleine Erbschaft bei ihrem Gatten erhoben. Er hatte ihr den Betrag aus seiner Kasse gezahlt und wenig darauf geachtet, daß sie ihn bald verbrauchte durch Luxus in ihrer Toilette. Nur zu bald sollte er einsehen, daß sie keine Haussrau sei. Er gab auch darauf bei seiner übermäßigen Beschäftigung und da das Geld ihm so reichlich zufloß. Anfangs nicht Acht; es schmeichelte ihm, daß sie in der Gesellschaft zu brilliten verstand, daß sie bewundert ward; was kümmerten ihn also die ausschweifenden Rechnungen, die durch seine Hände gingen, wenn ihm die Börse Tausende und Abertaufende, -st tagelang hintereinander, in denSchooß warf? Sein Haushalt verschlang aber nach und nach so viel, daß er doch zu rechnen beginnen mußte, und sobald er damit begonnen, ergab sich ihm so mancherlei, was er denn doch nicht billigen zu können glaubte, und das datirte von der Geburt seines Kindes her. Sie war ihm nicht Mutter genug und damit fand er, daß sie auch als Gattin eigentlich aller Welt, nur nicht ihm gehörte. Sie schmeichelte ihm nur. wenn sie Geld gebrauchte, und viel Geld! Freilich waren die Einladungen, zu denen ihn seine Stellung zwang, seyr kostspielig, und die Toileiten mußten dazu auch sein, aber er begann zu nörgeln, machte ihr Anfangs Vorstellungen, dann kam es auch zu Vorwürfen. Sie fühlte sich dadurch verletzt in iteef Autorität als Herrin des 5zauses, auch als Mutter, wenn er, ehe er in's Geschäft ging, die Kinderstube betrat, in der er sie niemals antraf, da sie bei der Toilette war. Ihr erschien das wie eine Einmischung in ihre Angelegenheiten. Sie begann zu schmollen, wenn sie Beide allein an der Tafel waren, ihn nicht eines Wortes zu würdigen, wenn Freunde zugegen waren, so daß er mit all' seiner Toleranz doch einzusehen anfing, sie führten Beide eine Ehe, die Vieles zu wünschen übrig lasse, uno das geschah schon im dritten Jahre! Aber wie ändern? Jenny fühlte sich von einer Selbstständigkeit, die seinen Wünschen endlich schweigenden Trotz entgegensetzte, und so kam ihm denn inmitten seiner geschäftlichen Ueberlastung das traurige Bewußtsein, daß er sogar unglücklich in seiner Ehe sei, ja entschieden unglücklich! Indeß, er versuchte, die kalte, conventionelle Unterhaltung, die sie Beide schon führten, zu beseitigen. Er wollte sie durch Liebenswürdigkeit zwingen, brachte ihr kostbare Präsente, und sie empfing diese mit argwöhnischem Blick. In ihr mußte etwas vorgehen, was er nicht verstand, und das beobachtete er, nachdem er wochenlang verreist geWesen. Doch sie war erfreut über seine Aufmerksamkeit, schrieb diese aber dem Umstände zu. daß die Börse ihm wieder sehr günstig gewesen oder daß er Anderes dadurch gut machen wollte. Was er ihr zum Lobe anrechnen mußte, war. daß er ihr keine Koketterie gegen die Männerwelt vorwerfen konnte. Sie war gegen alle feine Freunde und Bekannte von der Artigkeit einer Weltdame, bevorzugte Keinen und nahm ihre Galanterien nur wie eine Schuldigkeit hin. Deshalb kam auch Keiner auf den Gedanken, daß Erich sich unglücklich fühlen könne. Eigentlich bin ich das auch gar nicht," sagte er sich selbst einmal. So wie sie ist, habe ich sie gewöhnt, indem ich ihr Alles zur Verfügung stellte. Aber ich vermisse die Wärme in meiner Ehe. Es ist zwar ein sehr prosaischer Vergleich: mir kommt es vor, als wären wir wie Essig und Oel neben ein ! ander, die sich nie vermischen und doch zusammen genossen werdend Eines Mittags kehrte er früher aus j dem Geschäft zurück als sonst, um sich i Wieder zu einer kurzen Rcil zu rüsten.

Er sucht: Jenny und betrat ihr Bö" doir, ein ziemlich geräumiges Zimmer, das mit großem Lurss und weiblichem Geschmack eingerichtet war. Er sah sie in ihrer weißen, reich mit f&tii' Spitzen garnirten Hausrobe an ihrem werthvollen Voule-Schreibtisch sitzen und die Feder führen. Zu ihren Füßen spielte der Knabe auf einem Eisbärenfell. Während sie die Feer in der Rechten hielt, ruhte ihre Link? auf dem Haupte des Kindes. Also doch eine gute Mutter! dachte er. Sie gibt sich dieser Pflicht hin, während ich in meinem Bureau bin. Er hatte oft bemerkt, daß sich dasKind mehr ihr anschloß als ihm. Während er zu ihr trat und sich über sie beugte, legte sie die Hand mit einem Löschblatt über dcn Brief, mit dem sie beschäftigt war. Er küßte ihre Stirn, sah aber ihren Unmuts) über diese Störung. Nie hatte er sich um ihre Eorrespondenz gekümmert. Er setzte sich neben sie auf einen Sessel und hob den Knaben auf feinen Schooß. Du siehst so echauffirt aus. an wen schreibst Tu denn?" fragte er. während der Kleine unruhig zu ihr zurückverlangte. Ach. an die Frau Stockers ! Du erinnerst Dich ja ihrer. ie fragt fo oft, wie es mir ergehe." Sie nahm den Brief und verschloß ihn in eine Schublade des Tisches. Ich denke eben daran, daß ich Toilette für einige Besuche machen muß." Sie schien ungern gefragt zu wer den. Also an die Frau Stockers schreibst Du," kam er darauf zurück. Führst Du denn Eorrespondenz mit der? Es ist doch dieselbe, die damals auf dem Schiff . . . ?" Wie Tu fragst!" rief Jenny ungcduldig. Sie schreibt mir zuweilen, und da kann ich doch nicht so unhöflich sein!" Sie schien das Bedürfniß zu haben, sich weiter über diese Beziehung auszusprechen, während sie denSchlüssel aus der Schublade zog. Ich sagte Dir doch, daß ich sie als Kind schon gekannt habe. Sie ist eine so fleißige und tüchtige Geschäftsfrau und müßigt sich die Zeit ab, zuweilen nach mir zu fragen, wie es mir gehe." Und was schreibst Du ihr auf diese verzog die Lippen ein wenig, spielte mit der Stahlfeder in der Hand und zeigte wieder Unruhe darüber, gestört worden zu sein; sie warf die Feder ein, fuhr auf dem Briefpapier umher; ihre Füßchen bewegten sich nervös aus dem Bärenfell. Mein Gott, fragst Du. was Du doch Dir selbst sagen kannst!" Sie blickte ihn scharf prüfend an und ward dabei bleich. Er schüttelte den Kopf unzufrieden. Ich wollte Dir nur eben Adieu sagen bis morgen Abend!" So wirst Du also nicht theilnehmen an dem kleinen Ausflug, der für heute Nachmittag verabredet wurde? Das Frühlingswetter ist so schön!" Den hatte ich ganz vergessen! Du wirst mich entschuldigen!" Sie erhob sich und stand da, ihm kalt und schweigend die Hand zum Abschied reichend. Er ergriff diese. Jenny erschien ihm mit ihren heute so rosigen Wangen so schön. Ihm fiel's zwar wieder auf, daß sie etwas erregt durch ihre Beschäftigung, doch er fragte nichts Er küßte die kleine weiße Hand un legte oie seine über ihre Hüfte. Jenny," sagte er mit Wärme, sie zärtlich anblickend denn ihm war's ein Bedürfniß, wieder eine traulicheStimmung herzustellen, empfindest Du denn gar nichts Wehr für mich, da ich doch Alles thue, um Deinen Wünscheu enrgcgen zu kommen?" Sie führte die Hand an die Stirn und bewegte nickend den Kopf, fand aber noch keine Worte in ihrer sichtbar ren Erregtheit. Was verlangst Du denn von mir?" fragte sie endlich, seinen Blick vermeidcnd. Soll ich Dir täglich um den Hals fallen und Dich meiner Liebe versichern? Du weißt, es gibt in einem großen Haushalt, wie wir ihn führen, Verstimmungen, die " Sie wußte nicht, was zu sagen ftm gegenüber, der heute einen solchen Herzenston anschlug. Du hast Deine Geschäfte, ich habe die Sorge für fo Vielerlei; wir leben auf großem Fuß, Du selbst wünschst es ja so ; die Gesellschaft fordert ihre Rücksichten, unter denen die Intimität zweier Hatten natürlich Lei den muß." Ich liebe bkt Gesellschaft nur., weil sie Dir ein Bedürfniß ist!" Er preßte ihre Hand. Sie entzog sie ihm und er bemcrrte kaum, wie ihn das Kind mit seinen Händchen von der Mutter zurückzudrängen suchte, als, t diese so verstimmt sah. , meinetwegen?!" rief sie, aus ihren Platz am Schreibtisch zurücksinkend und die Hand wieder auf des Kindes Haupt legend. Sie war offenbar nicht für einen Gefühlsaustausch aufgelegt, Der Frühling ist ja da und wir werden weniger engagirt sein. Ich selbst wünschte es!" fuhr sie fort. So versprichst Du also, Dich mir mehr zu widmen?" Er stand vor ihr, während sie gedankenschwer vor sich blickte. Gern! Wenn es Deine Geschäfte gestatten! Ich werde also die Partie heute nicht mitmachen!" Nein, Du sollst! So meinte ich es ja nicht!" rief er. Ich freue mich ja. wenn Du heiter sein kannst; nur gegcn mich sollst Du ein wenig mehr sein!" Die Bonne trat ein, um daö jtfxb zum Spaziergang zu haltn. Er beugte

nch über Jenny, druckte wieder einen Kuß auf ihre Stirn und flüsterte ihr zu: Wir sprechen noch weiter darübcr!" Damit verließ er sie. unzufrieden allervings mit dieser nichtssagenden Unterhaltung, nachdem er das wider, strebende Kind in seine Arme gehobert Goitsedung folgt.)

Für die Köche.

Kartoffel - Croquets mit Fleisch. Man mengt zu gleichen Theilen frisches gehacktes Tchwe.'.efleisch, frisches gehacktes Kaldileisch und gerieben: abgekochte Kartoffeln, Dies schmeckt man mit Zwiebel. Salz. Pfeffer, gehackten Kräutern oder aud nur Petersilie und Zwiebel ab und formt es zu länglichen Würstchen, dte man in steigender Butter aoldbraun bäckt. Dazu Sauerkraut. Schmort Wirsing oder grüner Salat. C wohlschmeckend. Abfall supve: Knocken ?5leischcchfäUe (letztere gewiegt) wer :i 'jlcx crn 1 ornc i.in uiujuu) ü'uijuiuiu uuu -cuub aufgekocht; hat man übrigen Wirünz.. Kohlraben oder Bohnen, gibt man diese auch in die Brübe. frisch gesot tene Salzkartoffeln werden durch tin ( Sieb in eine Kasserolle getrieben, mit einem Stück frischer Buiter und feiy gewiegter Petersilie vermengt und mxk der passirten Brühe verrührt. Nacheinmaligem Aufwallen richtet man über gequirltem Ei an und und wer es feiner machen will, servirt gelb- gerö. stete Semmelwürfel dazu. Fleischklöße für Supe und R a go u t. Etwa 1 Pfund gutes feingehacktes Rindfleisch, 2 Unzen, festes Nierenfett mit eingewogen, 5 Unzen altes Weißbrot, welches, nch dem die Rinde dünn abgeschält tüot den. einige Minuten in kaltem AMer eingeweicht und wieder ausgedrückt wird, vermengt man mit einem 0b Salz und Muskatnuß. Aus diese? Masse formt man Klößchen in Walnußgröße und kocht sie entweder in "oft Suppenvrllhc oder Salzwaffer gar. Eä ist gut, einen Probekloß zu machm. und nöthigenfalls etwas kciltes Wasser oder geriebenes Weißbrot beizumengen. Hasenpfeffer. Nachdem der Hase in Stücke geschnitten und in tn irdenes Geschirr gelegt ist, wird das Blut mit 1 Glas voll Essig gemischt, eine Flasche Rothwein daran gethan diese Beize aus den Hasen geschüttet. 2 Lorbeerblätter, 2 zechnittene Zwiebeln, Nelken und Petersilien dazu und so 2 Tage mariniren lassen. 1 Unzen m Würfe! geschnittener Speck und 2 zerschnittene Zwiebeln werden mit de abgetrockneten Hasen geröstet, bi ' eine schöne Farbe hat, mit 4 Ko?' voll Mehl bestreut und tücht einander geschafft. Die zurückc Beize wird mit 1 Pint Fleisct dem Hasen geschüttet. Salz zwei Eitronenscheiben beigea gar gekocht. Der Sauce werd Zwiebeln, Champignon Uttd' speck beigegeben. Schweinsschnitzel Zwiebeln und Citronen Qt. Man ichneldct Scdmtzel aus er cnweinsieule. novn tc ant u klopft Pfeffer und 'ie erw :rn..f c; cn r-. lem hinein, nun ugi n.n iie m reichlich seingewiegter wifvel :n er Kasserolle recht fest ein und fügt erne halbe Citrone in Scheiden geschnitten hinzu. Dies läßt mcnr ov.r Beifü gung von Butter oder irgend eine.? Flüssigkeit auf schwachem Feuer hekv braun dünsten, fügt dann nach und nach ein Quart Nasser ode: brühe bei. läßt das Gericht gar dün sten und reicht es mit Petrsili' rtof r Wn . sein. Scrlzkarbonade. Mcrn nimmt die Rippen, hackt die untere Knochen ab, streift dcrs Fleisch an der Rippe mit dem Messer zurück und schneidet ringsum alles Hautige ck. Nun werden sie stark geklopft, dann wieder in eine gefälligere Form zuscrnu mengeschoben und mit. Salz und Pfes ser bestreut. Hierauf Wucht man üe in verrührte Eier, kehrt- sie in geriebenem Milchbrod um und ibratet sie in BuU'r und Schmalz auf Keiden Seiten gelb. Smöne, dicke Cotelitten kvnneir auch nur in Mehl umgekehrt langsam in et wcr 13 Minuten inZButter fertig ge brüten werben. U n g crr i.sch er ofibraten. Zu diesem Gericht verengt man vom Fleischer dlcke Rippe", Ibai SW, welches man auch zum Rastbeef ver wendet, und läßt es gleickln Schciber oon ctrccr Pfund schneNrn. Ma. anffeind ijjtli und Huul, klöpfk die :xou braten recht gut und legt sie 1B eine KafscroLe, wo ne ungesalzen mit Milch begossen wurdet. Auf 2 Pfund lcrlso 4t Rostbraten) nehme man 1 Pint Milch. In Kiefer miSe sie dünsten bis die Wilds oerdckmpft ist. Man legt: nun das Fleisch auf eine erwärmte Schüssel, thu m die Kasserolle ne femgewiegte Zwiebel und etwas Fett od Butter und läßt dies schnell mit etwas Salz nd Paprita leicht braun schmoren. Dann kommen die Scheiben nochmals hinein uiii) werde; mit etnms saurer sahne und BouilloU. durchgekocht, worauf man Ke anrich tet. Man giebt Maccaronr mit P mefarrkäse dazn. in Ungarn kommt ge wohnlich einNudelgericht. die Hllosch ka, dazu auf den Tisch, die man berei tet, indem man aus 1 Pfund Mehl, etwas Milch und 3 ganzen Eiern eineU gewöhnlichen Nudelteig bereitet, ih ausrollt und in viereckiae aleiche öen schneidet. Diese kocht man Hi Salzwasse? ab, läßt sie auf eiauM Sieb abtropfen und vermengt ste n " "" uiwmw tviviv uiUfikaiMH ,. gewürfeltem Speck und dann mit Pjp me iank äse. Ganz heiß kommen sie ? :r in t tich -c jm tvamm v. i m Maccaroni kann man bereiten wie vk, Hollnschka. iUU -U - L I LJi i . ttii urii II 1 1 i r II Wie die Alten, so dich Jungen. Lehrer: .Max. wenn Dei. ftn i n r j tm Aaier genern orei aien gecyVWU bat und heute zwei, wiediel sind dH im Ganzen?- Max: Fünfzehn Ha sen. elf Fasanen. di Füchmchw zig Nhhühner." .

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