Indiana Tribüne, Volume 24, Number 108, Indianapolis, Marion County, 5 January 1901 — Page 2
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Tanta ClauS bci Mormonen.
Zum erstem Dto; i? der Geichicht? -unserer Mormonen ist es dieses Jahr uorgefommcn, daß in mormouilchkn ('5ttcshci ufern renn auch noch n;a i auf Geheiß der alkgememe Htl chc wirkliche Weihnacht es seiet: n;rde. urfl von NMM wirüichkn WeilnachtS'baun, aus dir -onniaas-fthul-Kwdn Gaben erhielten. Auch in n.ormonlschen Familienkreisen !mir fte das Sest o.clfachrr vcgangen. als je zuvor. So etwa hätten sich rvtda Iofepb Snrity, noch Briaham Aoung träume taftcn. Es ist interesiant. j diesbezüglich einen kleinen historischen Rückblick 3U werfen. Weder im Buch Mormon. noch in j den Doctrineö aNd -Covenants" ist irqend eine Slnctionirung der Weihnachtsfe.er enthalten, und Joseph j Smith selbst, der Begründer der Mo,- ! monenreligion, untersagte diese Feier ; geradezu. In einer seiner zahlreichen ; Offenbarungen" verkündtte er seinem j Volle, daß e ganz falscher Tag al& Christ, Geburtstag gefeiert werde, gab der nichts betreffs eineb anderen Da- . tu ms hierfür bekannt, sondern verbot jede christliche Weihnachtsfeier. Auch ' sein Nachfolger Brigham Joung be'hielt diese Politik bei. Ein Scberzbold meinte einmal dazu. Brigham Aoung fürchte wohl, es wüvden zu viele Gabcn' Strümpfe zu füllen lein. Für Minche welche von früher txr an die Werhnochtsfeier gewohnt waren und sich txz Mormonen kirche angeIchiossen hatten, war es empfindlich : genug, nebst ihren Ange!ö?i7. auf dieselbe verzichten zu müssen, doch sie fugten sich, und für die schwergeprüfte Morunenschar in Nauvoo war Weihnachten bald nicht viel mehr, als eine Mztbe. AIs rvie Mormonen nach Utah auSirxindertcn. traten nock andere Uurstände hinzu, welche eine solche Feier ausschlössen. Diese Pioniere waren in Den ersten Monaten aus leußerste vom Kampf mit der ungnädigen Natur in Anspruch genommen. Den ganzen Somrner 2847 hatten sie damit verbracht. Adobe Hütten zu errichten, ihre Ansiedlung mit einem Wall zu umgeden und dem Boden genug Pflanzengewäcks zu entlocken, um ihrer Lebensnothdurft zu genügen. lind dann kam alsbald eine furchtbare Heu's ckrrecken Plage, und in :hrrm befolge eine HungerSnotb. welche? Diele, oesorchers Frauen unt Binder erlagen! Und das war nock nicht einmal Alles ; eS drohte auch ein Jnoia-ner-Angriff (der indeß gegen alle Ern?rtung, glücklich abgewendet wurde.) o standen die Dinac am 25. Decemter 1847. Das wurde freilich wieder anders, und noch manche andere Nöthen wuroen überstanden. Aber Jahr fü: Jahr ging 'dahin, ohne daß den Bindern der Mormonen, sammt ihren Müttern und Bätcrn, Weihnacht etwas Anders war, als einer von dielen öden, eintönigen Tagen harter Farm-Arbeit, GebetsGottesdierrstes und Zablung des Zehnten". Als ater die Heiden " nacb Utah zu kommen begannen, kam mit ihnen auch der Einfluß von anta Claus. Anfangs waren diese nicht mcrmoniscben Zuzügler größtenteils Emigran-' ten, die eigentlich nach Californien gehen wollten, aber durch das Klima und . die bereits vvn den Mormonen Uh ' hochgebrachte Boden-Cultur verlockt wurden hier zu bleiben. Weiterhin indeß brachten auch die reichbaltigen Bergwerke großen Zuzug, und die nicht-mormonische Bevölkerung schiooll ' gewaltig an. In den Familien dieser. ' sowie in ihren Missions t Tonntagsschulen, wurde Weihnacht regelmäßig gefeiert, und so hörten auch die Mormonentinder zum ersten Mal von t Santa Claus" und von den schönen' Dingen, welche er den Kindern bringe. Natürlicherweise wünschten sie. daß er auch zu ihnen komme. Aber ihre El-; tern antworteten auf ihre Fragen mit strenger Miene, daß ste sich keinen sündlichen Gedanken hingeben sollten, i daß es gar keinen toania Claus gebe, und die heiligen Bücher der Kirche nichts von einer Weihnachisfeier wüßten. Die Kinder verzichteten seufzend auf die Freuden, die anderen Kindern gebeten wurden, und gar manche von ihnen wären lieber Heidenkinder- gewesen. Das ging, so lange es ging. aber es gelang nicht mehr, anta Claus in ! Vergessenheit zu bringen. , Ganz allmalig und schüchtern fand er in mormonischc Familien Eingang. o lange Brigham Aoung am Leben war. 4 kam es zwar auch dazu nur in geringem Maße; mit ihm schied aber der mächtigste Feind der We'hnachtsseiir dahin, und Familien - Weihnachtsfestlichkeiten nebst Geschenke-Austausch wurdcn bald zahlreicher, ohne die Gutbeißunq der Kirchenbehörden zu haben. Als gar die Nicht-Mormonen die Controlle in den großen Städten gewannen. wurde die Weihnachlsfeier'so all-' gemein, daß kein Vorurtheil der Pionicre gegen dieselbe mehr aufkommen konnte. Und Loren zo Snoto, nahm, als er zum Präsidenten der Mormonenkirche berufen wurde, eine entschieden weihnachtsfreundliche Haltung ein und beging den Tag in seiner eigenen Familie. Noch immer hat die Mormonenkir-; i l als solche nie Weihnachten anerkannt. obwohl die tägliche Kirchenzeituna dieses Johr zum ersten Mal eine WeihnQckts-Ausgrbe hatte. Aber die diesjährigen Festlichkeiten in einer Rei-
oe fseinrcr mormoi:isch?r KotteSoau, 5t r rnoccn 'tynrim nackten Jarrc aucd dazu hren. obwvM das noch Zeine5rcea gewiß ist be: eint so hochconsertcliMr. Körperschaft.
2 ic Pekinger Sternwarte. Anknüpfend an die kürzlich c:us Pei'.ng einyetroffene Meldung, daß die weltberühn ten. alten, astronomischen Jnstrumi.nte mit Billigung des Grafen Waldersee entfernt worden seien, dürften tiniqe Mittheilungen üder das Observatorium der chinesischen Hauptstadt von Jnteree sein. Es ist eine der ältesten aller erhaltenen derartigen Einrichtungen. Sie wurde während der Herrschast der Mongolen in ClNna von Kublai Kdan um das Jakir 1279 gegründet, ist somit ungefähr 300 Jahre älter als die unter Friebrich II. von Dänemark erbaut'', im Jahre 1580 vollendete ..Uranienburg" auf der Insel Hveen im Sun'), wo Tvcbo Brahe zeitweilig seine asrononaschen Beobachtungen anstellte. Die Instrumente zerfallen in zwei Gruopen, eine ältere und eine neue.'e. T'e aus der Mongolenzeit stammenden. ältern Instrumente wurden wbricyeinlich icvon gegen eioe vzx xt. Jahrhunderts von irrem ursprunglichen Standort auf der Stadtmauer , r jr s m. r f ' - -i " entfernt und befanden icl. kl letzter Zeit in einem Hofe am Fuße ler Mauer. Sie besteben aus einer Armillarspdäre (zur Äeitimmunz dr icrnoitcr'i. einem iz-r Bestimmung U UV1V.'UI,i der Länge 'KTtTnl rinrn und Breite der Gestirne) und einem Höben- und Azimut - Instrument isogenanntes Universal - Instrument). Der Kreis auf diesen Instrumenten in 365 Grade getheilt, entsprechend der Anzakl der Tage in einem Jahre. Sämmtliche Instrumente sind aus Bronze und von 'eb? beträchtlicher Größe. Sie sind aufs Reichste mit Drachen u. da!, verziert und machen, obwok! sie über 6(0 Jahre jeglicher Unbill des Wetters ausgesetzt waren. den Eindruck, als ob sie erl kürzlich die Werkstatt verlassen hätlen. Nur eine dicke Schickt grüne? Patina läft auf ihr Alter schließen. Bon allen Sehenswürdigkeiten, die in früherer Zeit den Besuchern Pekings zugängig waren, dürften diese Instrumente am meisten bewundert worden sein, und als Kunstwerk betrachtet, wird ihnen kaum irgend etwas in China an die Seite gestellt werden können. In unmittelbarer !ähe der Instrumente, in einem der den Hof umgebenden Tempel. befindet sich eine sogeonnte Klepsydra oder Wasseruhr, die bei Son-nen-und Mondfinsternissen zur ZeitMessung diente. Äuck Tvcbo Brahe be diente sich noch derartigerApparote, ersetzte jedoch dabei das Wasser durch Quecksilber. Tie neuern Instrumente. die an Stelle der unler Kublai 'knutzten in Gebrauch waren, stand:?: auf einem, die Stadtmauer etwas überragenden lnbcu. zu dem man auf einer Rampe gelangt, nachdem man den erwähnten Hof seitwärts verlassen hat. Sie wurden nach Angabe des berühmten Jesuiten Berbiest ungefähr im Jahre 1675 in Cbina angefertigt und zeigen große Ähnlichkeit sowohl in Form als Anordnung mit den von Tvcho Brahe benutzten Jnstrumenten. Sie sind weit Zablreicher als die im Hofe unten stehenden und ebenfalls im chinesischen Stil, zum Theil sehr reich, verziert. Wenn sie sich auck in künäleriscker Hinsick: kaum mi: den ältern Instrumenten messen können, sind sie dennoch Meisterwerke chinesischer Arbeit und gehören unstreitig zu dem Schönsten, was auf diesem Gebiete geschaffen ist. Der am meisten in die Augen sollende Theil ist ein riesiger Himmelsglobus. Ein sehr großes Höhen- und Azimut-Jnstrument unterscheidet sich von den andern Instrumenten dadurch, daß die Gradbezeichnung nicht chinesisch, sondern curopäisch ist. Dieses Instrument soll angeblich ein Geschenk König Ludwigs XI V. von Frankreich an den Kaiser von China sein. Die Ornamente sind im Renaissancestil gehalten und die Ausführung ist in den Einzelheiten zum Theil sehr geschmackvoll. Aber im Großen und Ganzen sieht alles etwas steif und gezwungen aus und verträgt nicht den Vergleich mit den chinesischen Erzeugnissen der damaligen Zeit. Die übrigen Instrumente vertreten oen Typus der zu Tycko Brahe's Zeiten im 16. Jahrhundert in Europa gebräuchlichen Apparate. Obgleich sämmtliche Instrumente von den Chinesen so gui wie gar nicht mehr !,enutzt wurden und ein mit modernen Hilfsmitteln ausgerüstetes lDbservatorium, unter europäischerLeitung. schon seit Jahren in der Hauptstadt besteht, so wäre es dennoch zu wünschen, daß diese ehrlvürdigen Denkmäler chinesischer Wissenschaft und Kunst erhalten bleiben. Von der Polizei n Fürstkirchen wurde der Budapester Photograph Stephan Kovacs, der sich vor zwei Monaten dort niedergelassen hat, wegen Fabrikation von falschen j Geldnoten verhaftet. Als die polizeilieben Organe in die Wohnung Kovaes' traten, warf dessen Frau ein Bünde! Kehnernotcn ins Feuer; dieselben waren auch in der Asche als Fälschungen erkenntlich. Kovacs und dessen Frau wurden nach Budapest eskortirt.
Zwei große Leiden Q scheinen allenthalben ein Erbtbcil der menschlichen Familie zu sein, nämlich Rheumatismus und Neuralgie. Diese Leidkn krerden jedech geheilt durch das Mkisterheilmittel
St. i Die Wissenschaft vom Dnrst. In der Literatur über den Durst streiten sich zwei Gegensatze, die tragisck und die komiscde Darstellung, derart miteinander, daß man nach einer eiantlicb wissenschaftlichen Untersuchung seiner Erscheinung garnicht zu sragen gwof,nt ist. Aus der einenSe'.te eine Sintfluth von guten und schleckten Witzen, auf der anderen Seite die er. qreifendsten Erzählungen von den Leicen 2':lciz, die. ongeknoen von Haaar und Jsmael in der Wüste, vor Turl: nabezu versmacht'tten. Erst im Ialire 1815 kam in dem bedeutenden Werke de- Arztes Tumes aus Montpellier die erste wirklich wissen'ckastliche Au'cilsuno, des Durstes zum Ausdruck, ach einer Reine verschiedener Erverimenle kam dieserFo:scber zu dem Schluß, daß der Durst eine Folge aller iener Ursachen wäre, die dem Blut wässerige Flüssigkeit entziehen. Wie der Hunger in Beziehung zum Blute, lener bedeutet einen Mangel der ernährenden Säfte, dieser einen Ueberschüfe. Um die Empfindung des HunoeiL oder Durstes zu erreichen, müssen nun selbstverständlich die Nerven einer entsprechenden Beeinflussung unterlqen, und diese geht eben beim Hungcr von den Lvmphgefcßen und beimDurst vvn den Blutgefäßen aus. Die Geträni dienen dazu, die festen Bestandtheile in? Blute feucht zu erhalten, die flüssiaen zu verdünnen und überhaupt die Fähigkeit des Blutes und die Bildung vvn sesten Massen zu verhindern. Das Durstgefühl geht schließlich aus dem teiz hervor, den der Zustand des Bluies verrnittels der Jlcrtxn der Blutgefäß?, die in diesem Falle übermäßig erbin: und zu stark mit Blut gefüllt sind, auf das Gehirn aueüb:. Diese Sätze können als die allgemeine Therrie des Durstes gelten, neben der es noch eine lokale Theorie giebt, da doch auch der bekannteZuftano der troctenenKMe erklärt werden muß. Keinesfalls ist das Gefühl der Trockenheit imScklunde als die Ursache des Durstes aufzufassen, sondern nur als eine Bcaleiterscheinunq. denn es ist versuchsweise erwiefen worden, daß der Durft durch die direkt Einführung einer Wassermerige in die Adern gestillt werden kann. Es läß: sich ein normaler von einem krankhaften Turst unterscheiden, und zwar wird der letztere durch eine Verletzung eine: bestimmten Gehirnwindung veranlaß:. Das Dlrstaefüh! bestebt allcs in aüem aencmmcn. aus drei Empfindüngen: einem allgemeinen Unbehagen. das sich in Schwäche und Reizbarkeit äußert, einem örtlichen Schmerz im alh oder Magen, dem 'nlr!cd zum Trinken, begleitet von einem besonderen Unbehagen, das mit der Empfindung des Zwanges zusammenhängt. Uebrigens kann die letztgenannte ..Empfindung des Zwanges" sehr häufig bei deutschen Studenten beobachte? werden, da die Füchse" auf den Antrieb der ..Burschen" zum Trinken recht stark gezwungen werden. LträflingS Eisaretten Humbug. Der Taback aus Mexico, besonders aus dem Staate Bera Cruz, hat sich in den verschiedenen Gestalten, in denen er zu Markte kommt, auch bei uns zahlreiche Liebhaber erworben, und nicht zum wenigsten die betreffenden Cigaretten. Mönche Raucher der letzteren machen mitunter eine Wahrnehmung. die nicht so vereinzelt dastel!. wie ste glauben mögen, und die einen ganz interessanten Zusammenhang hat. ie finden nämlich mitunter beim Rauchen in der Asäe einer solchen Ciaarette. wenn ste derselben besondere Aufmerksamkeit schenken, ein kleines Kiesclsteinchen. Vermuthlich nimmt Mancher, der ein solches bemerkt hat. einfach an. dasselbe sei zufällig, infolge ungenügender Reinigung des Füllungstabacks oder sonstwie, in diese Cigaretten gerathen, wie es ja auch anderswo ausnahmstveise vorkommen mag, und kümmert sich keinen Allgenblick länger darum. In Wirklichkeit aber hängt an diesen Steinchen, wie manZehn gegen Eins wetten kann, eine besondere Geschichte socialpolitischen Characters. Leute, welche die mericauifchen Verhältnisse aus persönlicher Anschauung kennen, haben wohl in den meistenFällen diese Geschichte gelegen!lich gehört. Jede meicanische Cigarette nämlich, welche ein solches Steinchen enthält, ist von einem Sträfling angefertigt worden, der für einen Contractor arbeitete und diesen ein Bischen bebumbuchte. In den großen Militärge-
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Zakoös tzel. i J f.'. : I i N tu $ü tzhchuaqua, sowie auch i in der Stadt Meiico selbst, waren Hunderte von Männern mit der Anfertlgung von Zigaretten beschäftigt. Das ! Lvos dieser Leute ist in mancher Bezie- ; hu na, noch weniger deneidenswerlb, als ! das von Sträflingen überhaupt; sie werden zwar, soviel man weiß, nickt sonderlich schlecht behandelt. aber es wird ihnen sehr scharf auf die Finger ceschen. Alle eingeborenen Häftlinge dieser Gefängnisse sind ungemein !ei.'"schaftliche Raucher, und man dürfte ihnen gegenübe: bei aller Strenge gar nicht daran denken, ihnen den Tabak, welchen sie zu vera:iten haben, völlig für ihren persönlichen Gebrauch zu cntziehen! Esloeroen dainr in Anerkennung des Spruches, daß man ,.dem , Ochsen, der da drischt, nicht das Maul rvinden soll. ' einem jeden dieser Sträflinge 12 Cigaretten pro Tag für persönlichen Gebrauch gestattet, das ist aber für sie nur wie ein Tropfen Wasser auf einen glühenden Ofen! Deshalb kommt es zu vielen kleinen Unterschlagungen, die jedoch durch die Arbeits-Berordnungen sehr erschwert ind. Jede: der Gefangenen bekommt allmorgentlich eine genau bestimmte und abgewogene Quantität Tabak und Papier in tue Hände, und am Ende des Tags werden die fertiggestellten Cigaretten wiederum aus die Wagschale gelar.. Abgesehen von dem verschwindend geringen Gewicht der besagten 12 Cigaretten wenn nicht die Sträflinge dieselben überhaupt erst Nachtraglich erhalten muß die Wägung des Abends mit derjenigen des Morgens bis auf dasGramm genau übereinstimmen, oder der Sträfling verfällt besonderen Bußen. Dle tabaksdürstenden Sträflinge sind schon auf mancherlei Kniffe verfallen, um Tabak unterschlagen zu können. ohne daß die Wage etwas dovon verräth. Sie machten z. B. den Tabak durch Zusatz von Wasser schwerer; aber diestr Kniff wirkt nur eine gewisse Zeit, und das Wasser kann schon größtenü)ei!s wieder verdunstet sein, wenn der Abend gekommen ist. und die Cigarren gewogen werden. Daber verlcgen sich diese armen Schlucker meistens darauf, Kieselchen in die Cigaretten zu pra.ticiren, um so das Gewicht, welcheö durch gelegentliche Beiseileschaffung von Tabak verloren geht, dauernd wie?.er einbringen können. Sie können aber auch damit keinen Erfolg haben. wenn sie nicht sehr genau ab- und zuzug.'ben wissen; meistens lernen sie dits jedoch bald. Cs ist vic scklimmft Unterschlagung nicht, welche in Mcricc jr.v anderswv vorkommt. Eine erschütternde Falnilientragödie hat sich in der Sluttgarter Vorstadt Heslach abgespielt. Gastwirrh Klump von Degerloch besuchte seine dort wohnenden Eltern, denen er den fälligen Zins für ein Darlehen vvn 35., vi Mark überbringen sollte. Da er nur einen Tbeil des Zinses bezahlen wollte, kam es zwisehen ihm und seinem jüngeren Bruder, der sich benacktheiligt glaubte, zu einem ernsten Streit. In heftiger Erregung holte schließlich der jüngere aus dem Nebenzimmer einen sckarfgeladencn Revolver und schoß auf den Bruder, der, mitten ins Herz getroffen, todt niedersank. Als er zum Bewußtsein seine? That gelangt war. ergriff der Mörder nochmals den Nevolver, schoß sich in die Schläfe und sank neden der Leiche feines Bruders todt nieder. Die Brüder banden im Alter von 25 und 29 Iabrcni dn -ungere war ledig, ier ältere ver.i z::r:t und Vater mehrerer Kinder . Dieser Tage kam ein Bärentreiber mit fünf Bären in Rauenbr?zingcn an, und in dem rt kam es fti cinir traurigen ccr.e. einer von den stji'en Bären üdertiel seinen Herrn. !am von der Straße ab auf eine Wtese. hier schlitzte der Nasenring aus, u."d der Mann mußte unterliegen. Er ud sein Bruder, der ihm zu Hilfe kam, ivuroen schwer verletzt. Es ware noch gefährlicher gewesen. wenn nicht Anwalt Niebel. früher Iagdpächter in Rc:uenvrezingen. mit seinem Gewehre zu Hülfe gekoirn wäre. Die' er schosj dem Bären zwei starke Schrvtsch.ie in den Kopf; aber der Bär schüttelte sich nur und lief lveiter. mitten auf das Bahngeleise. Herr Riebe! mach:e zuerst einige Kugclpatrvneu und ginz dann mit Gastgeber Muier auf den Bären los und brachte ihn durch zvei gutgezielte Schüsse in den 5kopf zu Fall. Gastgeber Maicr gab ihm noch durch einige Hiebe mit dem Beile auf den Kopf den ToTcs-stoß.
Dr. J. A. Sutcliffe, an..w
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