Indiana Tribüne, Volume 24, Number 108, Indianapolis, Marion County, 5 January 1901 — Page 1

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XaftäOEäWS MW ' V Tnlliillr i t I i - J rr ilM . -1 h ! viiuluzoBlatt i lOcpScie v F i ($rs4eitit s?dctt üüitdjmiilao nd Sonntag iloracua. Jahrgang 24. Lndianapolis, Ind., Zamstaq, den 5. Januar 1901. No. 108

ZnvllNln

Slusland Depeschen Mcnig Weues 1 Vom Kriegsschauplatz in Südafrika.

Sir Alfred Miluer 3urn Gouverneur vom Trauö' vaal ernannt. Tact Gerücht von dem Tod Graf Walderfee'S nicht wahr. Der Annahme Der Friedtnsbcdwgnngcn der Mächte seitens China Lea,t nun in Berlin niu 5t. Peters bürg Wenig uraftisitjai Werth bei. Kiltt fetter m (iuropn. Äamps fischen Urteil Hl Bnlgarcu. Aus Südafrika. Kapstadt. 5. Jan. Zweihundert Boeren sind ifel den Oran-.' Fluß M rüctgeq.'7.ge und nordwärts gezogen. Die russischen .üeminandanten Vehowvi und Duploot) wurden am 25. Dezember in dem Gefecht bei Utrecht ge-iöout. Vo:l Lord Kitchener sind währe:-? vec Ta;,? keine weiteren Nachrichten ?ingetroffen. Da Netrutiren r?:rd hier eifri.- betrieden uno t werden in wenigen Tagen 5 I ) Berittene nach den Normen abgeben. Obe-si Williams griff die Äoeren ZM 1. J.uar b'-i iJDoi'eburg an, es gelang ibm aber man, ft zu vertreiben, vfr roacre seitdem durch den OberstLeutnant Örnnfel verftrtt und die öoeren zogen fiel) daraufhin zurii.k. General Brcidant irr in"Graaf Ml angekommen. Nachrichten aus Maseru, BasutZland. ltfotgt, wir) fett, De Wet immer nock von drei separaten Kolonn-n verfolgt, a'o.r ohne Srfolfl. Es gelang den Briten nur, 26 Gefangene zu machen. Alle Engländer haben ietsburg oerlaffen und ihr Äied uno ihr Äetreide über die Grenze nach Basutoland gebracht. Die Bore,i haben dar. i die Stadt geplündert. B e r i a. 5. Jan. Als der deut' be Dampfer Herzog" mit 136 Abessirnern . unö Somalis hier ankam, welche in oen üiinn Rhodesias arbeiten sollten, wuroen dieselben in Kenntnis gesetzt, Vife sie in Ketten zur Arbeit gehen mutzten, woraus sie sich weigerten. )2s Zchiff zu zerlassen. Portugiesische Poliz ;,"ten und Sob beten suchten Gematt anzuwenden und ein furchtbarer Kampf war die Folge, der erst nach einer Stunde mit dem Siege der Polizei endete. Ein Somali wurde getödtet und 26 verwundet, mährend neun Polizisten verletzt wurden. Veränderungen in der Kol o n i a l - V e r w a l t u n g. London, ö. Jan. Die folgenden Ernennungen unö Veränderungen sind im Abend vom Kotonialamt bekannt gemacht worden : Sir Alfred Milner ist zum Gouverneizr des Transvaal und britischen Oberkommissär in Südafrika ernannt worden. Der Achtb. Sir Walter Fran:is Helq Hutchinson. bisher Gouverneur oon Natal und Zululand, zum'Gouoerneur der Kapkolonie. Oberst-Leutnant Sir Henry Edward McCellum, jetzt Gouverneur oon NeuFundland, zum Gouverneur von Natal. Major Hamilton Jobn GooldAdams, bisher britischer Kommissär in Vetschuana Land, zum Bize-Gouoer-neur der Oranje River Kolonie. Eine kalte Welle hat sich über ganz Zuropa verbreitet mit sckwerenSaznee' stürmen in Galizien und im südlichen Rußland. Viel Eigenthum ist in der Nähe von Odessa zerstört und der Hahnbetrieb unterbrochen. Die Donau ist bei Bucharest zugefroren. Rußland wird eine dohe Entschädig gung für die Beschädigung der Bahn durch die Mandschurei verlangen. Graf Waldersee nicht todt. Berlin. F.Jan. Der Feldmarschall Graf von Waldersee wohnte am 1. Januar mit seinem Stäbe der Neu.jahrSparade der englischen Truppen bei. trotzdem die britischen Offiziers der deutschen am Weihnacht stage ostentatio ferngeblieben waren. Der Höchstkommandirende brachte einen Hochruf auf die britischen Truppen aus und war in jtder Beziehung die LiebenS' Würdigkeit 'elber. Daß die Engländer sich durch die ihnen auf so feine Weise ertheilte Höflichkeitslektion beschämt fühlten, körnte man ihnen ansehen.

jja Gerächt, va rat oon Wloersee oon ein::t! Offizier der verbündeten Truppen getödtet worden sei. war schon seit einer Woche in Umlauf auf jeden Fall mehrere Tage vor der NeujahrsParade, welche der elomarschall übe't die britischen Truppen abgehalten hat. Die Regierung hat kein? Bestätigung der Gerüchte erhalten und von Anfang an schentte man ihnen hier nicht den geringsten Glauben. AuS dem deutschen Reich. B e r l i n. 5. Jan. Die Bestätigung der Nachricht, daß die chinesische Regierung me thr gestellten Frieden svevtN" Zungen angenommen hat, ist offizteA zllen interessirten Mächten zugegangen. wird jedoch hier sowohl von der Regie cung als auch der Presse ziemlich pessimistisch aufgenommen. Dem von Lt Hung Edang gestellten Verlangen auf Zurückziehung der alliirten Truppen dürfte vorliufiq kaum ?5lqe geleistet oerden. Ob die chinesische Regierung es mit ihren Versicherungen wirklich ernst meint, wird kaum in Betracht g zogen; sie wird wohl müssen. Man ragt jedoch: Kann der Kaiser Kwanz Su ausführen, was er versprochen hat? Liegt es in seiner Macht, die BorerFührer, deren Hinrichtung die Mächte zerlangen, festnehmen zu lassen? Vecmag er fremden feindlichen Bemegun?en für die Zukunft entgegenzutreten? 3is er genügende Garantien dafür stelfcn kann, wird der ..Sohn des Himmels" sich wohl die Anwes:ntzeit d.'r preußischen und anderen. Füsiliere in feiner Hauptstadt weiter gefallrn lasi.'" müssen, sollte jedoch innerhalb einer nnigermaßen annckm-darep Frist die )edung?ne Hin.über'oeförderung der Prinzen Ehwanz Aih, Tsai Tien. Tsar Ting und ihrer vornehmsten Anhänger erfolgen, so dürften die M achte mii sich reden lassen. Die Regelung der chaoenersatzansprüche kann ja auf den. etwas langweiligen Wege diplomatischer Unterhandlungen erzielt werden. Auch die russischenZeit'.ng?n drücken sich in ähnlicher Weise auz verfehln zber dabei nicht, alle erdenklichen Beschuldigungen gegen die deutschen Truppen zu erheben, die sie der Plün)erunq. des Vandalismus und der Zerstörung der Bibliotheken und anderer Denkmäler einer alten E'vilisatcon" klagen Dieselben. Bes Huldigungen erhoben sie aber auch gegen die Engländer uno man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß diese Anklagen dem Äerger über das deutsch-englische Abkommen entsprungen sind. Die ..Noooe Vremja" erklärt, in Uebereinstimmung mit den Aeußerun. gen der hiesigen Presse, daß die Annahme der Friedensbedinqung:n seitens China's eine bloße Formalität sei, da China wisse, daß es gegen die eurooäischen Armeen doch nichts ausrichten, könne. Die Zeitung fügt aber hinzu, daß die nächste Katastrophe wabrschein-

lich nicht mehr ferne sei und die kom . wenden Ereignisse die früheren weit in Schatten stellen würden. Die Kreuzzeitung " schreibt über die Ubpmmu betreffen o den Hay-aun'esote-Vertrag im amerikanischen Seiiat Fo!gendes: Ain.'rikanische Staatsmänner hven seit Jahren versucht, den ClaytonBulwcr -Vertrag zu annulliren. aber der Senat in Washington thut dies ohne jede Rücksichtnahme auf die ander Vertragsmacht. Dies wäre ungefähr dasselbe gewesen, als wenn 1871 die französisch? National-Ver-sammlung in Bordeaux den Frankfarter Friedensvertrag ratifizrrt. aber die Klausel von der Abtretung ElsaßLothringens an Deutschland ausgestrichen hätte. Indessen wenn sich Eng and über die Perfidie der Amerikaner beschweren will, so kann man ihm nur antworten: Wie ich Dir. so Du mir!" Das Thermometer steht auf Null ahrenhit) hier und die Spree ist zugefroren und zwar geschah dies so schnell, daß 13 der städtischen Schwäne im Eise festfroren und von der Feuerwehr losgeeist werden inußten. Die bayerische Regierung hat eine ?lnlcihe von 1J0.000.000 Mark, nicht )or 1906 cinlösbar. zu 4 Prozent emit'iirt. Die Bevölkerung Bayerns beträgt ,ach dem letzten Zensus eine Zunahme von 331,000 Seelen gegen den letzten Zensus. Kaiser Wilhelm Hut gestattet, daß der oen Namen ..Kaiser Wilhelm II." führende Dampfer der New Aork-Genua-Linie des Norddeutschen Lloyd in ..Hohenzollern" umgewandelt werde, und wird sein eigener Name einem der großen Schnelldampfer verliehen, welche jetzt auf der Werfte des ..Vulcan" gebaut werden. Das sächsische NÜnisterium hat eine Verordnung erlassen, wonach alle Aerzte. Hospital. Vorsteher. Kostwirthe und Leichenbestattcr alle tuberkulösen Fälle zur Anzeige bringen müssen. A;ch über die Desinfizirung vi.n Ränlluhleiten, in denen Tuberkulose gewohnt haben, werden bestimmte Vorschriften QSm&'bL

Die deutschen Aerzte bereit'n ein? Peiit.on an die Regierung vor. worin die Erlaubniß zur Leichenverbrennung nachgesucht wird. Türken und Bulgaren im Kampf. K o n st a n t i n o p e l, 5. Jan. In der Nähe von Jschtib fand am Donnerstag ein blutiger Kampf statt, der dadurch veranlaßt wurde, daß ein Ver such gemacht wurde, eine Anzahl Bul garen zu verhaften, die im Verdacht standen. Emissäre des Macedonischen KommittecS zu sein. Acht Soldaten wurden getödtet. Die Unruhen sind noch nicht unterdrückt. Die Lage in China. Shanghai. 3. Jan, Die Franzosen beabsichtigen, eine Erveditron oon Tonking aus über Land nach Chen Tu zu unternehmen, falls sich der kaiserlich chinesische Hof n ick diesem Platze begeden sollte. Die Briten sollen, wie die chinesische Zeitung Chung Wet Jih Paa" behaupte!, mit der Absicht umgehen, zu Gewaltmaßregeln zu greisen und zunächst 5bu Ran besetzen, wenn die an der Nie oermetzelung der Christen betheiligten Uebeltdäter von Chin How nicht sofort hingerichtet werden. Unter den Banknoten, welche den ,'remden Konsuln von den chinesischen Behörden für die in Sbe Kluna zer.'törten Missionen ausgezahlt wurden, efanden nch eine Anzahl Noten, welche ,on 5 Pfund auf 15 Pfund und von 10 Pfund auf 100 Pfund erhöht wa- , ?en. er H a y - P a u n c e f o t e - V e r Vertrag. London, 5. Januar. Der Ver. St. Botsckafter. Herr Choate, über- ; reichte am Freitag dem Staatssekretär Äeußeren. Äcarquis of Lansdowne, :en Hay-Pauncefote Vertrag. Es fand , 'ine kleine Diskussion über den Vertrag selbst statt und die Antwort des briti'chen Staatssekretärs wird erst in einizen Tagen erwartet. .Die B e u l e n p e st. London. 5. Jan. Aus Wladivostock wird richtet, daß dort die Zeulenpesr a ungebrochen sei. Es haben ! 'oweit 19 Erkrankungen stattgefunden. ! )on denen 15 einen tödtlichen Ausgang i abmen. Vier Pest-Kranke befinden sich noch im Hospital, wo sie isolirt oorden nnd. Da die Beulenpest wieder Smyrna lusgebrochen' ist. haben die Türkei und , Äriech?nland Ouarantäne gegen alle ?on jenem Hafen kominenden Schiffe ! ttablirt. eitere Spitzen in acher für Z i o n City. London, 5. Jan. Der Dampfer Tunisian" oon der Allen - Linie, der am Donnerstag von Liverpool nach

Hortland. Main?, abging, hat lveitere fünfzig Spitzenmacher an Bord, die nach Zion City bestimmt sind. Verschiedenes aus Norwegen. C h r i st i a n i a. Norwegen, 5. Jan. Die Staatsschuld Norwegen's belief sich am 1. Januar auf 231,000,000 Kronen. Bevölkerung von Christiania ist im Abnehmen. Sie beträgt jeNt 225,729 gegen 220.423 am 1. Januar l900. Man macht die Auswanderung theilweise für diesen Rückgang verantoortlich, denn im Jahre 1900 sind 16.725 Personen aus Norwegen ausgeDandert. ö t v i m :: r d. Jackson. Miss.. 5. Januar. K. v. Sutter. einer der ältesten und reichsten Bürger von Jackson, hat sich in der Nacht zum Freitag in seiner Wohnung erschossen. Er stammte von einer deutschen Adelsfamilie ab und, war ein allgemein beliebter, freundlicher Herr. Sei! aber heute vor einem Jahr seine Gattin starb, war er oft trübsinnig. Zwei Neger gelyncht. M a d i s o n. Fla.. 5. Jan. Zwei Farbige. Jim Denson und sein Halbbruder. wurden spät am Donnerstag Abend aus dem County-Gefängnitz geholt, nach dem eine halbe Meile von der Stadt entfernten Wald geschleppt und dort an einem Baum aufgehängt. Die Körper wurden dann zum Ueber fluß noch mit Kugeln gespickt. Die Neger waren beschuldigt. Frederick Redding, einen Farmer, ermordet zu haben. Sie entflohen nach Georgia. wurden aber dort verhaftet und hierher zurückgebracht. Der Sheriff befand sich a,n Don nerstag Abend im Theater, als er vor Jemand herausgerufen wurde. Au der Straße angekommen, wurde n überfallen und die Mitglieder des Volkshaufens nahmen ihm ohne Weiteres die Schlüssel zum Gefängniß ab. worauf sie die Gefangenen holten und still schweigend vor die Stadt brachten.

Inland Depeschen. Die Feuerverstcherungs Gesellschaften

Kattcn 1900 ungewöhnlich große Verluste. In den Ber. Staaten und Canada zusammen $163,000,000. Furchtbarer Tchueefturm in Cali fornien. Tiscnbahnzjjge und eine Postkutsche cinge-chneit. 9 Ein schreckliches Verbrechen. Sin jnugcs Mädchen bei Marictka, von einer jungen Bcsttc cv mordet. Ein Vvnchgrricht in Aussicht. Feuerschaden im Jahre 1900. New I o r k . 5. Jan. Die FeuerVersicherungsgesellschaften haben im ayre iwu auptiu oJ tfsr C .,ti;, SL vll .

iute eriuien. it mami u uz m Pn befürchtet, daß die Kutsche den Ver Staaten und Canada beliesen , f u Scott Valley Bergen eingesich in dem soeben abgelaufenen Jahr , . . -f ff auf SSÄK ' 'weihundertunvfünfzig E.kursioni " . 8 ?119.boüfoü0 im -tn Dpn m einige ahre 1898. hundert vom südlichen Oregon befinA g u i n a l d o soll todt sein. 0cn in San Francisco, ilnfähig. in New V o r k . ö. Jan. Benjamin Fo'ge der Schneeblokade nach Hause Jde Wbeeler. Präsident der Universität zurückzukehren. von California der sia? augenblicklich Schreckliches Verbrechen. fl - II U.r trt CHrtföT i Pn i 1

Ull DlU'v i .ifvuu yviu uu iau, ifUi aus geheimen Oucllen in den Philipyinen erfahren, daß Aguinaldo schon. feit sechs Wochen todt ein soll. Die Nachnos alarmiren und gänzlich entmuthi gen 'nd sie schließlich veranlassen wür de. zu tapituliren 5err Wdeeler 1 wurde ,n der That. sache von mehreren jungen Filipinos unterrichtet, die von ihren Eltern seiner Obhut anvertraut worden waren. Zwei davon sind die Söhne Buencamino's. eines reichen und einflußreichen Bürgers von Manila, der vor der amerikanischen Herrfchaft einer der Führer der Insurgenten gegen die Spanier war. Zwei andere sind die Söhne Midej's. der Filipino -Gouverneurs von Mindanao. Dn; jungen Leute erhalten häufig Briefe von ihren Angehörigen und die Nachricht von dem Tode Aguinaldo's, die aus zuverlässigen, geheimen Quellen stammen soll, war in einem dieser Briefe enthalten. Buencamino. der früher zu dem sogetiannreN Kaviar Aguinaldo's gc tf irj , te, hat sich schon vor Monaten für neutrat erklart und lebt jetzt in Manila, er soll aber trotzdem in direktem Verkehr mit seinem alten Freund Agui naldo gestanden haben. Amerikaner belobt. Washington. D. C.. 5. Jan. Der britische Botschafter hat dem Staatssekretär Hay eine Depesche übergeben, die er kürzlich von den, Marquis of Lansdowne erhalten hat und in der mehrere Amerikaner, die sich ' während der Belagerung der Gesandt, ,'chaften in Peking, im letzten Sommer, zanz besonders ausgezeichnet haben, in ;anz ausgezeichneter eie gelobt wer oen. Die beiden Männer, auf welche dies Lezug hat. sind der Rev. V. D. Äamewell. oon der amerikanischen mt thod. Mission, und Herr Herbert Squiers. Sekretär der Ver. St. Ge sandtschaft. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dafo Rev. Gamewell thatsäch lich die Seele der Vertbeidiauna ver

rit soll Dirn den Anbanaern Aslii mal a "T'T.-TT" "'' ;

do's geheimgehalten worden, sein, da sie P'XVT VVrTl befürchteten' daß das Bekanntwerden überfallen Da cadchen wehrte sich uA ' nürA wi. aber nitt der Kraft der Verzweiflung

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britischen Gesandtschaft war und alle lem Anschein aach das Land verlassen. Lertheidigungswerke auf seine Anord- r steigt unter Bürgschaft, vor dem Apaung hin angelegt worden seien. Der , pellationsgericht in nächster Woche als Marquis weist darauf hin. daß diese ! Zeuge zu erscheinen und seine Bürgen lertheidigungswerke die Bewunderung , suchen in allen Theilen des Landes iller Offiziere erregt hätten, die sie nach lhin. aber vergeblich. ,ei:dem in Augenschein genommei;. und : Noaks soll, ehe er Kentucky verließ, so oerzüglich konstruirt waren daß zugegeben haben, daß er in dem Prowährend der ganzen Belagerung und zeß gegen Powers falsch geschworen bei dem unaufhörlichen Hagel von Ge- l habe. seine Freunde indessen stellen dies schössen nicht eine einzige Frau, nicht in Abrede. Nach ihrer Version sollen ein einziges Kind verletzt wurde. ! oie Freunde Powers' dem Noaks Geld Herr Herbert Squiers nahm die : angeboten haben, wenn er ein dahinStelle eines Stabschefs bei Sir , lautendes Schriftstück unterzeichne. Tlaude Mac Donald nach dem Tode Letzteres sei auch ausgefertigt worden, oes Kapt. Strouts von den britischen doch habe Noaks sich geweigert. eS zu Narine-Soldaten ein. Er diente frü- ! unterzeichnen. Er habe dann in alher in der Ver. Staaten Armee und ler Eile oen Staat verlassen, seine militärischen Kenntnisse kamen In der nächsten Woche wird sich auch thm bei j?r Belagerung sehr zu statten. ! das Appellationsgericht reorganisiren Die Barrikaden auf der Mauer, welche und Richter Orean. ein Republikaner, oie Chinesen-Stadt von der Tartaren- wird die Verhandlungen leiten. Eine Stadt trennt, waren von Herrn Entscheidung des Gerichts ist dann im

j Squiers errichtet worden.

Stürme im Westen. R e n o. Neo.. I. Jan. Ein furchtbarer Sturm hat in hiesiger Gegend bedeutenden Schaden angerichtet. Der ,'üvlich fahrende Passagierzug der Neoada. California und Oregon Eisenbahn wurde bei Doyles. 40 Meilen rdlich von Reno. vom Geleise gewor-

! fen. Vr Passagiere und drei Mann ! on der Zugmannschaft wurden dabei schwer verletzt. Vom Bahnhof der Central Pactsu Bahn in hiesiger Stadt wurde das Dach abgetragen und das Lokomotioenhaus wurde von dem Sturm bei aahe zerstört. Der aus Backsteinen er oaute Leihstall oon R. W. Perry stürz. te ein. Die Familie Perry'ö, die im oberen Stock des Gebäudes wohnte. wurde unter den Trümmern begraben. irertwürdigerweise erlitt aber Niemand trn'tliche Verletzungen. V ? e k a. Cal.. 5. Jan. Seit Donkerftag sind hier sechs Fuß Schnee ge fallen und es schneit immer noch außerZ7dentlich heftig. Viele Gebäude sind unter der ungeheuren Last der Schneemassen eingestürzt. Nördlich und südlich fahrende Züge. Lokomotiven und Schneepflüge sind an verschiedenen Orten eingeschneit. Die Fort Jones und Etna Postkutsche ist seit Donnerstag Morgen untere x::i und war soweit nicht im Stande. oie Strecke von 18 Meilen zuriickzuleM a r i c t t a . O.. 5. Jan. Ncllie ,Ncrris. ein HLbscheS, 19 Jahre altes Mädchen, iourde am Freitag Abend in anü aij ucc junge vuuiic uyr uujz tc seinen Zweck nicht erreichen werde, schnitt er der UngrüSltchen mit einem .(j : iF- je... rt meonz Ohr J K f VV . V f M versucht hatte, dem Wütherich das Messer zu entreißen, sind furchtbar zerschnitten. Das Mädchen ist so schwer verletzt, daß keine Hoffnung vorhanden ist, es am Leben erhalten zil tonnen. Weinstock ist 21 Jahre alt und wurde erst kürzlich aus der Reformanstalt in Mansfield entlassen, wohin er wegen eines Mordangriffs auf feinen alten Lat5r vor sechs Jahren geschickt worden war, Di' mze liegend befindet sich in der gröszien Aufregung und ein Lvnchgericht ist nicht unwaUricheinlich. Dem unglücklichen Mädchen toareN in oem verzweiselten Kampf fast alle Kleider vom Leibe gerissen worden und ?ls Leute herbeikamen, war sie beinahe nackt, ffaft alle Finger waren dem ' Piadenen abgeschnitten worden und m de Arme wurden in gräßlicher Weis6 zerschnitten. Die Unglückliche starb zald. nachdem sie aufgefunden tvurde. Die Ermordete war die Tochter eiles prominenten Geschäftsmannes von zier, Benjamin Morris. W?instock wurde von mehreren Mannern gepackt, an Händen und Füßen gebunden und nach einem Gebäude genacht, wo er von mehr als tausend Männern bewacht wurde. Später -nachten, sich die Leute mit ihrem lAe'angenen nach McConnellsvillc auf Weg. um ihn dort abzuliefern, es f b kaum wahrscheinlich, daß er leiend dort ankommt. Die ganze tS,n ! vohnerschaft von Hackney ist begierig, l )en Schurken zu lynchen. Verschwundener Zeuge. F r a n k f o r t. Ktt., 5. Januar. Rudert Roofi, auf dessen Zeugniß hin in dem bekannten Goebel'schen MordProzesse der frühere Staatssekretär Caleb Power- zu lebenslänglicher Zuchthausftraft oerurtheilt wurde, hat al Laufe des Monat u erwarten.

Gnr4non liirrtin hrninth hnn Sf(nr

Aus dcrButtdcshauptftadt

56. ZlonM. Meile SrIlfoiL m-0 Repräsentantenhaus. Washington, D. C.. 4. Jan. Im Hause fand am Freitag abermals eine lebhafte Debatte über die Olm stead-Resolution statt, derzufolge ein Untersuchung betreffs der Entrechtung von Stimmgebern in gewissen Süd stauten geführt werden foll, um diese Staaten in gerechterer Weise in neuß Kongreßdistkte eintheilen t können. Die Resolution wurde schließlich an das Census-Kommittee verwiesen, an das die Opposition sie oon Anfang an verwiesen haben wollte. Einige der Führer der Republikaner waren nicht in Sympathie mit der Resolution. Repr. Olmstead versuchte den Rcpr. Hopkins. der die Neueintheilungs. Vorlage in Händen hat. zu dem Versprechen zu veranlassen, daß das Kom. mittee die Resolution innerhalb einer Woche in Erwägung ziehen solle, der Vorsitzer des Eensus-Kommittecs wei gerte sich aber, ein solches Versprechen zu geben. Die Debatte über die Resolution war durch außergewöhnliche Offenheit in den Aeußerungen charakterisirt. Einige der südlichen Repräsentanten erklärten, daß der Versuch, die Neger zu mit den Weißen gleichberechtigten Stimmgebern zu machen, ein großartiger Fehlschlag sei. Und sie sagten auch, daß die Ausschliehung der Neger von den Wahlen in verschiedenen Südstaatcn im Interesse der Eioilisation und des Fort schritts sei. Repr. McDermott von New Jersey erklärte, daß fast jeder Staat in der Union den konstitutionellen Anfordcril igen an die Stimmgeb:r entweder et!?as hinzugefügt oder von denselben etwas nachgelassen habe und er forderte jeden der anlesenden Repräsentanten auf. ih:n das Gegentheil zu beweisen, wenn er könne. Nachdem dieRcsolution erledigt war. wurde die Hopkins'sche, Neueinthe,. lungsvorlag? aufgenommen. Ein Ver such, sich auf einen Tag zu einigen, an dem über die Vorlage abgestimmt wers den sollte, schlug fehl, man ist aber der Ansicht, daß die Debatte Anfangs nachsler Woche ein Ende erreichen wird. Senat. Der Senat beschäftigte sich am Frei tag fünf Stunden lang mit der Armee Reorganisationsvorlage. Die Debatti erstreckte sich über viele Dinge, am mt'u sten drehte sie sich aber um die Frage, ob die Vermehrung der regulären Armee wirklich nöthig sei. Die Philippinen 'Frage wurde wie der eingehend besprochen, es wurden aber nur wenige neue Punkte vorge 'Icht. Von oen Befürwortern dei .rmeevorlage wurde geltend gemacht, daß die Lige auf den Philippinen djk Vermehrung der Armee nöthig machet Dies wurde von der Opposition in rede gestellt, die sich schließlich bereit er slarte, sin? Sme kemporÄke Vermehrung stimmen zu wollen, einer permanenten Vermehrung aber energisch opponirt. Während der Debatte kam die Red auch auf die Alasta-Grenzfrage. Sen. Wellington, von Marpland. erklärte dabei, daß der Präsident die Souverä nctät über Gebiet aufgegeben habe, auj dasdie Ver. Staaten ein unbestreit bares Anrecht hätten. Sen. Hoar schlug vor. daß eint Kommission gebildet werden solle, du aus Mitgliedern aller politischen Für bungen bestehen soll, um die ganzt Philippinen-Frage zu untersuchen unfc später dem Kvngreß darüoer Bericht abzustatten, sodaß eine Basis für ein vernünftiges Handeln da sei. Nachrichten oon Aomira! R e m e y. Die folgende Depesche ist im Laufe des Tages von Admiral Remep im Ma rine - Departement eingetroffen: Manila, 4. Jan. Äm Morgen des 3. Jan. wurde Eavite Viejo vom 4. Infanterie Regiment uno Marinesolda t?i angegriffen. Es wurden dabei ein Oberst - Leutnant, zwei Majore, fünj Hauptleute, ein Leutnant und 48 Gr meine oer Insurgenten gefangen ge Nl'mmen. Die Differenzen mit Vene z u e l a. Von dem Ver. St. Gesandten Loomij in Caracas sind im Laufe des Tage beunruhigende 'Nachrichten eingetroffen, Das Departement weigert sich, den In halt oer Depesche bekannt zu machen, t'i scheint aber. )aß es sich darum handelt, daß eine der beiden rioalisirenden AS phalt - Kompagnien, wahrscheinlich di; amerikanische Bermudcs Co.. sich weigert. das Feld zu räumen, trotz deS peremptorischen Befehls der Venezuela Nischen Behörden. Es kann dies fehl ernste Folgen haben. Weitere Depeschen ans

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