Indiana Tribüne, Volume 24, Number 107, Indianapolis, Marion County, 4 January 1901 — Page 7

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C Argusaugen. Wt r.nn toi M M C ! j: f t. ($c:;trur.c.) 4. Frau 2! da war Dem Rodsxcrt mit Doch die! arcßere? Leidenschaft ergeben Vls ihr Gatte. Besonpers !ied:e sie diese Meres act e? für sie. all am (jlbiiter WNaD dobinzuzausen. während drineii inder Stadt die behäbigen Bürger och auf dem Ohre lagen. Man begegetnete nur wenig Leuten Ardeiern. die zur Hasenarbei: gingen. Milchfrauen und Marttleuten mit ih?n kleinen Gespannen. Wie der Wind huschte man an ifcnen vorüber. Und wie präcdtig waren an klaren U? eigen die Sonnenaufgänge.' Mochte tfrcui Ada au noch so spät zu VeU Bekommen fein, sie verschlief nie sehr zum Leidwesen ibres Gatten, der war. wenn er erst draußen war. sich darüber aufrichtig freute, dem daß t-rühaufstehen aber jedesmal einen arten Kamp kostete. wichtig fanden sie sich aiicfc heute joenige Minuten nach sechs Uhr schon teilen ein raar eine Halde Dtunde früher, all rcrabredet. ..Natürlich läßt sich von unseren elicn Zc'.ner sehen!" 'aate Frau 'Jlca 'lachend. ..Wir müßten sie beschämen Und sie abholen." Dietrich '.' der inzwischen die Seiden Räder zur Stelle geschafft nc4:e. Hoar damtt einverftanren. Es ging ihm besonders darum, sich mit Bevcr möglichst schnell über die bewußte Anzeleaenhei: auszuprechen. Sie besiiegen die Räder und sch!., n die A?cht"ung nach dem BsKktinSkamp ein. Als sie in die Nabe der Loge gelangten, sahen sie, im trüben Licht der Laterne allerdings nur undeutlich erkennbar, einen Herrn von Stanway'S lgur vor der Thür stehen, damit befchäftigt. das EchKch zu suchen. ..He Mr. Stanway!" rief dir lKcchtsanwalt auf out Glück. Haftig wandte sich der Angerufene um Beim Näherkommen sah Kleist, daß er sich in der Person nicht getäuscht hatte. ..DaS ist ja eine besonders freudige Ueberrasckung. Mr. Stanway. Sie wollten wob! soeben das Haus verlassen, um Ihr Versprechen wahr zu machen? Gut. daß wir Sie nicht verfehlt haben. Wo ist Ihr Rad?" ..Mein Rad? Ach so. richtig, es handelt sich a um keine Fußtour. Mein Rad sieht mit dem von Bener zusammen bn Geschöft. Guten 'i'ccrgen, gnädige Frau!" begrüßte er die flott dabeirmmende Radfahrerin. JOtl rrcr wollen Sie denn nur mit Irrem Hausschlüssel. Mr. 6lasVKr&?" taste bei Xkchtsauval .. uZcvließen natürlich!" erwidert? ocr Ameiikaner. ..Jetzt um viertel sieben noch zuschließen? ES ist ja im Ru helllichter lag." ..Sie baben Rech:." Stanway redte und streckte sich ein wenig. ..Ich bin bei Gott noch so verschlafen?... Ich bewundere Ihre Nerven, gnädige Frau!" Slanwav mußte ein flottes MarsÄ tempo anschlagen, um mitzukomn:rn. Als die beiden Radfahrer vor dem Haus des XtCjsi" absprangen, sahen sie. daß der Amerikaner vom raschen Lauf ganz aufeer .:bem gekommen war. Aber wie nun in'S Haus hineinkommen?" fragte Stanway. Ich habe keinen Schlüssel zur Hausthür." Na. des nehme mirNiemand übel!" polterte der Rechtsanwalt. Hier scheint ja die Lanyschläferei chronisch zu fern!" Er klingelte dem Portier doch es rührte sich nichts hinter den KeUerfenftern. Ich wollt mir 'chon immer den einen der beiden Hausschlüe! zucignen. die mein Compagnon besitzt im fatal, daß ich nicht rechtzeitig daran dachte. Neulich, als ich ibn wegen einer dringlichen geschäftlichen Sache Morgens gleich nach fünf 1!:,: beraushclen mußi ging nun i so. Wohl gut eine halbe Staate stand ich hier, pfiff, rief, klatschte bis oer Wächter kam. Ter Portier ;ch:i?f aber nach wie vor den Säüaf des Gerechten." ..Und so musii.'n Sie unverrichteter Sache abziehen?" JSein, der Wächter gab mir den Ralh. zu dem Zeitungs - Spediteur ttrüttesin in der Poststrub? zu qehen. Der liefert der Mebrzahl der Anwobner dieser Geqend die Morgenzeitungen in's Haus und die betreffende Zeitungsfrau, die auch den Argus" bedient, besitzt don einer Anzab! von Häusern die Thorschlüfsel, weil sie ihren Gang doch immer vor Morgengrauen beginnen muß." ..Also auf zu Grüttefm!" rief der RcchtSanwalt munter. Sie machten sich zu dritt auf. die beiden Räder a der Hand führend. Frau 'w"a, die über ihrem Lodenin kleines Eape trug, beb i frösteln. Tie Herren eilten s. uten fpäter standen sie vor -Geschäft, das soeben für i di ati na Dtx ÄULiragerinnen cr. war. Ale sie drinnen

Mylouien. Die ne in -eegienung. ujun . te: ticnl Doroujgnact halte. Vannes noch vor Sonnenaufganyaus I TQU 2! da wollte vor dem Hause hl fclafci derausfübrten. Nicht Sckö- mnhnnh dio Wih?n .fvTre.n

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U Anliegen vorbrachten, pufft Da (5jieb:er.i bedauernd die Schulter. Xie Zeitungsfrau, die die Giotzen V'Ieicb.en'' bedient, ist Schlcici sechs Uhl von bier fortgegangen. Wären z't vor d Hause sieben geblieben, so würben Sie sie inzwischen schon getröffe baden. Sie nufe 'chcn langst in Nr. 11c gewesen sein." jlsc Tnaäten sie sich wieder zu dritt auf den Weg nach fcer. Großen Blei den".

Wichtig stand die TKür auf wie gingen, um den Langschläfer herauszutrommeln. ..Hoffentlich ist der Groom schon oben!" sagte Stanwav. als er neben dem Rechtsanwalt in den HauZflm eintrat. Sonst dauert es wieder eine Ewigkeit, bis wir die Räder selbst in Ordnung gebracht haben." Gerade verschwanden sie in dem dunkeln Flur, als Frau Ada. welche die beiden Räder an die Hauswand gelehnt hatte, ein paar Häuser weiter entfernt eine Zeitungsfrau, mit einer leinenen Tasche belad, aus einer Tbür treten fab. Da ihr Gatte oon der Tour aus auf's Amt ging. chne sich vorher noch nach Hause zu rerfügen. so wollte sie rasch eine Nummer des von ihrem Manne gelesenen MorgenblatteS erstehen: denn Dietrich trieb die Lektüre mit Vorliebe in den Pausen auf dem Amt. Kommen Sie doch noch einmal rück, liebe Frau!" r:cs sie der Alten zu. indem sie h: Portemonnaie zog. ..Zurück? Ich bin ja erst auf dem Äege hin!" ..So Sie waren noch n'.cht in Nr. Yn-V ..Vewabre." Also haben Sie die Hauslbür gar nickt geöffnet?" ..Ich nicht!" Sie setzte die Tasche Btti dem Zeitungsstoß aus einen Prelli stein. Was soll'S also. Fräulein?" Während Frau Ada da Geschäft cbmachte. tasteten sich die beiden Herren auf der total finsteren Treppe empor. Der Rechtsanwalt blieb stehen und suchte nach seiner Streichholzschachtel. ..Man kann hier bei Gott Arme und Beine brechen. So eine Frühpartie ist doch bisweilen mit Schwierigkeiten verknüpft." Still!... Hörten Sie nichts? stieß der voranschreitende Stanway plötzlich aus. Was denn?" ..Aber ich vernahm doch Schritte im Bureau . . ..Sollte Bener jchon auf fein?" In demselben Augenblick ward dick l vrr dem Amerikaner die Tdür geöffnet. die den Geschäftsräumen des .Araus" fükrte in dem Dämmerlicht. das aus dem offenstelenden Bureau durch den Thürfpalt drang, bemerkte Stanway e'.ne schlanke Gestalt, die sich hastig herausschob. Sosort wart cs dann wieder finster, denn die Tb.:re wuroe schnell zugeschlagen. Wer ist da?" rief Stanway. Ein balbunterdrücktkr Sckrecken?ruf und gleich darauf glitt zcmand länsv des Geländers die Treppe hinab. ..'Was giebt's denn?" rief Kleist ärgerlich, da er von dem Fremden bis jetzt noch nichts gesehen hatte. Ein scharscs. keuchendesAthmcn über ihm dazwischen halb unterdrückte, gurgelnde Laute zeigte ibm an. daß ei sich um einen wüthenden Ringkampf handelte. Entschlosien sprang er die Treppe hinan. Auseinander sag' ich !" donnerte er. Stanwaii. wo sind Ni Er tastete mit den Händen in die Lust. Gleich darauf stieß er einen Schmerzensschrei aus denn in der Dunkelheit hatte ihn ein mit einer scharfen Waffe geführter Stoß in die Wange getroffen. Er taumelte zurück, verlor auf den Stufen das Gleichgewicht und schlug mit dk.n Kopf gegen das Geländer. ..Halten Sie ihn, halten Sie ihn!" schrie nun der Amerikaner mit keiserer Stimme. Halten Sie ibn!" Aber noch ehe sich Kleist wieder aufzurichten vermocht hai:e. war die Gestatt mit ein paar Sätzen die Treppe nehmend im Hausflur angelangt. Mein Heiland was bedeutet das nur?" brachte der Rechtsanwalt, den das Entjetzen fast Izi Sprache bUAUdl hatte, stammeind ...rrwr. Ein Äerbrect,.!" rief Stanway fast wimmernd. Ohne rage ü verbrechen!" Da stch J..,ist sage mußte, daß sie jetzt eker ar.. jenster als an der Hausthür fein ionnien, so stürmte er hastig nach ooen. Thür aus! Thü' au'I" schrie er. Aus dem Fenster rufen!" Zum Unglück fand Stanwan in d:r begreiflichen Erregung nicht sofort die Klinke. AIs er die Thür endlich aufgestoßen hatte, blieb er noch fast gelahmt vor Schreck an der geöffneten Flurthür stehen, unfähig, einen Sairilt vorwärts zu thun. Athemlos stürmte der Rechtsanwalt an ihm vorüber, setzte durch'S erste Zimmer an's Fenster und riß es auf. Ada!" rief er hinunter. Ada!" Niemand befand sich jetzt mehr vor dem Haus. Ada!" rief er noch einmal. Da gewahrte er seine Frau in der Gesellschaft der Zeitungsausträgerin im trüben Licht der nächsten Ecklaterne. Frau Ada, die ihren kleinen Einkauf hatte bezahlen wollen, hatte bei ihrer Kurzsichtigkeit in dem Zwielicht die Geldstücke nickt erkannt. Sie war da-

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m Der A.icri in itn i:;i!:e:& . Laterne gefolgt. 0'nisegl wandte sie sich um. als sie die seltsam veränderte Stimme ihres Gatten ihren Namen so aufgeregt über die Straße rufen hörte. K!e,st hatte bei einer Wendung seines KopfeS plötzlich bemerkt, daß das Archiv offen stand. Kunterbunt sah es darin aus. Mehrere der Bleckkapsein lagen auf der Erde die eine war gewaltsam erbrochen. Ada! ... Ein Einbruch!" rief er in seiner Verwirrung. Er hörte die Austrägerin etwas erwidern, verstand es aber nicht. Festhalten den Flüchtling festhalten!" schrie Kleist ganz außer sich. ..Dort isl einer!" rief die Alte plötzlich. in der Richtung nach den Jungfernstieg deutend. Meinen Sie den Kerl da auf dem Fahrdamm V Ibm nach! Ihm nach!" drängte Kleist. Die Zeitungsfrau setzte ihre Taiä.l rasch wieder auf die Erde. Ja", sagte sie mißmutdia. der hat aber ein Rad bei sich!" Aber wer denn wo denn ich sehe ja nichts!" rief Frau Ada verzweifelnd. So steigen Sie doch aus. FräuXm " iiV . . . Ein gräßlicher Aufschrei machte soeben den Recht sanwalt vom Fenstcr zurückfahren. Er sah sich um und ei. spähte Stanway. der die TKür zu Beyer's Schlafzimmer geöffnet batte und mit zitternden Knieen dastand, unfähig eintn articulirten Laut bervorzubringen. Unsicher machte Kleist ein paar Schritte in's Zimmer. Aber voll Entsetzen fuhr er zurück, wäbrend ein erschüttertes: Jesus Maria!" über feine Lippen kam. Ein furchtbarer Anblick bot sich ihm dar. Der Boden des Schlafzimmers war schwarz doch ein heller Gegenstand hol: sich deutlich davon ab. Es war ein nur mit langem Nachtgewand bekleideter menschlicher Körper eine leblose Masie. Beyer ermordet!" schrie Kleist auf. ..Mord! Mord!" wimmerte nun auch Stanway. der sich rücklings als könne er den Blick von dem grausiaen Bild nicht wegwenden zum Fenster geschleppt hatte. Dic Straße war menschenleer. Frau Ada hatte auf die Aufforderung der Austrägerin hin sofort ihr Rad bestiegen und hatte sich in der ihr bezeichneten Richtung u die Verfolgung gemacht. Hinter ihr drein trottete die Zeitungsfrau. Der gräßliche Ruf. den der Amerikanei umstieß, erreichte noch gerade das Ohr der Verfolger. Frau Ada rersagten vor schreck die Füße den Dienst. Eine plötzliche Furcht, daß ihrem Gatten ein Unfall zugestoßen sein konnte, packte sie an. !Sie wollte weinen doch ihre Augen blieben trocken eine momentane Starrheit bemächtigte sich ibreS Körpen. Das Rad prallte an die Bonschwelle des Bürgersteigs an sie schwankte und fiel. Zornig brummend über die Ung?schicklichkeit des Fräuleins", eilte die Alte weiter. Am Jungfernstieg traf sie ein paar Arbeiter, die oon der Beesendammsbrücke her ihr entgegenkamen. Sie fragte sie. ob ihnen ein Radfahrer begegnet sei. 'Tas nicht, aber eine Radfahrerin!" so lautete die Antwort, und man umringte die aufgeregte Frau, um s.e auszufragen. Inzwischen hatte Kleist im Eomptoir des Argus" Licht gemacht. Mit zitternder Hand trug er die Leuchte in's Schlafzimmer seines Freundes. Die Leiche Bever's lag fast zusammengerollt mit gespreizten Beinen und fast ausgedrehten Armen auf dem Parkett inmitten einer Blutlach?. Es war ein jammervolles Bild. Das Hemd war von den Stichen gleichfalls zerfetzt ebenso das Kissen, das blutüoersirvmt auf dem Bolden laq. ,'n.c-det! Ermordet!" jammerte Stanmar,, der sich noch viel weniger zu fassen vermochte als der Rechtsanwa't. stanway war, von der Gewalt ?ieS sntfelichen Eindrucks erschüttert, dickst an der Thür in die Kniee gefunEr schluchzte ununterbrochen. Zurück! Zurück!" gebot nun der Rechisanwalt energisch, ,isie machen sich blutig. Rübren Sie den Todten nicht an. Wir müssen erst die Polizei in Kenntniß setzen." Der Amerikaner hatte in seinem heftigen Schmerz nicht bemerkt, daß er. als er sich in die Kniee warf, mit seinem Paletot in das von dem Hingemordeten vergossene Blut tauchte. Als er sich auf Kleist's hastigen Befehl hin rasch erhob und zurücktrat, spritzte das Blut abermals an ihm in dieHöbe. Er schüttelte es schaudernd von seiner Kleidung ab. achtete dann aber in seinem Schmerz nicht weiter darauf. Besonnener zeigte sich Kleist. Wenngleich auch ihn der jähe, gewaltsame Tod seines Freundes auf's Furchtbarste erschütterte, so kam in ihm doch bald der erfahrene Jurist wieder zur Geltung. ..Wir haben jetzt seine Zeit, unserem Schmerz und unserem Jammer zu gestatten, sich auszutoben. Auch Sie, Mr. Stanway. find Kriminalist und wissen, was in solchen Fällen das Richj tigste ist. Allem Anscheine nach ist das ! Verbrechen foeben erst begangen vor- ! den. Es ist eine himmelschreiende Un1 that. Verdient mein unalücklieber.

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tarmlwr, liebenswürdiger Freund eto solches Ende?" Trotzdem Dietrich Kleist sich Gewalt anzuthun bestrebt war. Schossen ihrn jetzt die Thränen in die Augen. Doch entschlossen winkte er dann dem Ame- ' rikaner. Kommen Sie. Mr. Stanwan. wir müssen Alles stehen und liegen lassen, um sofort die Behörde zu benachrichtigen. damit die Verfolgung ufgenom- i inen werden kann." In diefem Augenblick wurden Echritt? aus der Treppe vernebmbar. Durch die geöffneten Thüren erspähte man einen Mann in Hemdsärmeln und Strümpfen, ungewafchen, ungekämmt. Was ist denn hier los. zum Kukuk?" ließ sich eine grobe Stimme vernehmen. Der Amerikaner erkannte in dem Zwielicht den Portier. Lüttke man hat den Herrn getödtet meinen Compagnon da feben Sie hingemordet, hinaeschlachtet!" Der Alte stieß einen kreischenden Schreckenslaut aus. während er vor dem grausigen Bild, das sich ihm beim Betreten des Comptoirs darbot, entetzt zurücktaumelte. Sofort schoß Kleist auf ihn zu. ..Haben Sie denn nichts vernommen von dem Vorfall? Haben Sie nicht schreien gehört? Die Mordthat kann doch nickt so geräuschlos vor sich gegangen sein!" ..Wann ist es denn nur geschetien?" jammerte der Pförtner. Soeben vor wenigen Minuten." Gewiß hab' ich Lärm vernommen der schreckte mich ja aus demScklase auf. Mord Mord!" schrie Einer. Mein Heiland, das klana so schauerSie haben m i ch gekört. Aber vorher kurz vorher?" Da schlief ich noch fest!" Inzwischen waren auch andere Hausbewohner herzugekommen. Dienstmädchen. nur nothdürftig bekleidet, ein junger Kaufmann, der gerade über dem Zimmer schlief, in dem die Unthat begangen worden war. der Markthelfer einer Firma, die im Erdgefchoß ihre Comptoirräumlichkeiten hatte alle drängten sich in das Bureau des Argus" hinein. Bleiche Furcht spiegelte sich in ihren Mienen. Wirre Fragen ertönten. Dazwischen erklang das Auskreischen der Mägde, die entsetzt über die Treppen flohen, nachdem sie die grausam zugerichtete Leiche erspäht batten. Zurück zurück!" rief der Rechtsanwalt endlich. Lüttke, eilen Sie zur Polizei und holen Sie Beamte!" Kleist sah ein, daß er die Wohnung nicht verlassen durfte, dg das neuyierige Publikum in immer größerer Anzahl das Comptoir stürmte. Stanway cß schluchzend am Fenster, das Antlitz in den Händen vergrabend. Kleist hatte dem sonst so schneidigen Amerikaner eine solche tiefe Empfindung garnicht zugetraut. Dietrich!" hörte der RechtSanwall plötzlich von derStraße her die Stimme seiner Gattin rufen. Er eilte an'S Fenster. Ada Du bist's?" Frau Ada schrie entsetzt auf. als sie das Antlitz ihres Mannes im bleichen Morgenlicht fab. Von seinen Wangen riefelte das Blut sein Kinn, sein Kragen und die Cravatte waren roth gefärbt. Was ist Dir geschehen?" stieß sie aus. Jetzt erst dachte Kleist an die eigene Verwundung. Erschrocken faßte er sich an die Wange und starrte dann die mit Blut befeuchtete Hand bestürzt an. ,Hat nichts zu sagen bei mir. Aber Beyer. denk nur. Fritz Beyer . . ." Was ist's mit ihm?" fragte die s'2Nge Frau zitternd. . . . Ermordet!" Allbarmherziger!" Der Rechtsanwalt deutete erregt nach dem Jungfernstieg. Und warum seid Ihr ihm nicht nach? Er entflob in dieser Richtung!" Der Mörder?" Frau Ada eang die Hände. ..Ich war so in Angst um Dich!" Eine Gruppe von Dienstmädchen hatte sich vor dem Hause aufgepflanzt, die Zeitungstasche umringend, die verlassen mitten auf dem Bürgersteig stand. Lautes Rufen, dazwischen Aufkreischen. S-chwatzen und Summen erfüllte die Luft. Immer mehr Volk sammelte sich auf der Straße an. Frau Ada sah sich umdrängt, ausgefragt. Sie wollte sich der Menge entziehen, wagte es aber nicht, das Comptoir des Argus" zu betreten. Da die ausgestandene Angst und Erregung sie erschöpften, so brachte die Frau eines Schuhmachers aus dem Nachbarhause einen Stuhl. Sie schleppte sich in den Hausflur, um sich dort niederzulassen. Ein Arbeiter hielt auf demFahrdamme die beiden Räder fcft. (Fortsetzung it. r. d t r SB 0 ill&tlt a ttUf l u n g. olksr'.dncrin (mit Zatkos): ,.Wo wäre wohl der Mann, :oenn er das Re:b nicht gehabt hotte? (Nach einer Pauic): Ich wi.'derbole. wo mir: der Mann, wenn cr das 'i:b nickt gehabt bette'!" Stimme oon derGallerie: "Im Paradiese!" Boshaft. Wnnhandkr: Was as das Probieren unserer Weine bei unseren Kunden 'trengt sie zu sebr an? Ja. was wollen Sie denn eigentlich? Einen leichteren Posten wenden Sie doch schwerlich finden." Reisender: Ich finde den Posten im GeaentkeU ankerst JauerV

Täglicher Marktbericht. Viehmarkt. Indianapolis Union Viehhöfe, 4. Jan. Rindvieh. Auscrlcscne bis prima Stiere, 1350 Pfd. und aufwarrs 45.10 5.70 Gu:c bis miniere Stiere 150 Pfd. und aufwärts 4.50 5.10 Auserleicne bis vrima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.45 5.10 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 4.00 4.50 Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 3.G0 4.35 Gute bis gewählte Rinder. 3.50 4.25 Mittlere bis gute Rinder. 3.10 3.50 Gewöhnliche leichte Rinder 2.60 3.(0 Gute bis gewählte Kühe.. 3.35 3.85 Mittlere bis gute Kühe.. 2. 60 3.25 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.10 2.35 Kälber 5.00 6.00 schwere Kälber 3.00 5 .00 Prima bis fancy Export Bullen 3.60 4.00 Gute bis gewählte Schlächux Bulen 3.60 3.55 Gewöhnlich, bis gutcBullen 2.50 3.00 Gute Kühe mit Kalb $30 40 GcwöhnlichcKühe mi: Kalb 15 25 Schweine. Gute bis gewählte, miltlere und fchmere $5.00 5.07H Gemischte u. schw.Packing 5.00 5.02Gute bis gewählte leichte 5.00 5.024 Gewöhnliche leichte 4.90 5.00 Pigs 4.00 4.95 RoughS 4.25 4.75 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.75 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 4.25 Gu:e bis gewählle Schafe 3.00 3.5 Ordinäre bis gute Schafe 2.25 2.75 Stockers 1.50 3.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 2.75

Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen, $3.00 für 300. Aepfel, $2.50-$3 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln. Persische 5c-6c per Pfund. Kokusnüfse, 3.50-4.00 per Hundert. Trauben, Concord. 8 Pfund Korb, 13c; Telaware und Niagara, Crate von 4 Körben, 12c Birnen, hiesige. $1 per Bushel. l5ranberries $3.00 per Vufhel Crate. Orangen, $3.25 $3.50 per Box. Gemüse. Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln. Spanische $1.50 ver Crate; rothe Globe 70c ver Bushel ; weiße Globe $2.00 per Fetz. Kartoffeln. $1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 65c per Bui'rcl; zum Verfandt gepackt, 5c mehr. 3ußtartosfeln-Iersey $3.00 per Faß. Virginia $2.00. clcry, 25-50c per Bunch. alat 50c per Büschel. Svinat, 40c ver Büschel. Weihe Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6$-7c; hiesige Stiere 7-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 64c; Kühe 550 bis 650 Pfund 64c; Stier Vorderviertel 7c; Stier hin'terviertel 9jc; Rind Hinterviertel 8c; Rind Vordervicrtel 6c; Kuh Vordcrviertel 6c; Kuh Hinteroiertel 8c. Frisches Kalbfleifch Kalber 9c; Hin. terviertel 12c; Vordervierte! 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Psd. 8c; Schafe 7c; Schenkel 8c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c9c ; Cottage Schinken 7s c ; gehäutete schultern 7c, frifche Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 15c ; Spare Ribs 6jc ; Tail Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 10Zc; 15 Pfund llc; 12-10 Pfund Ilse; Zweite Qualität 20-18 Pfund Ivzc; 15 Pfund 10zc; 12 Pfund Njc; 10 Pfund llc. kalifornische Schinken 6 bis 8 Pfund 7c; 10 bis 12 Pfund 7c; 12 bis 14 Pfund . Frühstuck Speck Klarer Cnglisb Cured 14c: gewählter Sugar Cured 13c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 12c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt lltzc; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, ilfc. Speck, tzngl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 124c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durebcknitt, 9c; KlareSciten. 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9ßc; Klare Seilen. 20 bis 50 Pfd., 9gc; Klare Bcllies .25 bis 30 Pfd 8lc; 18 bis 22 Pfd.. 9c; 14 bis 16Pfd.,10ßc; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis 16Pfd.,9$c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 9c. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Dfund 8c GevöckelteS Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $19.00; Klares Bean 18.00; FmnUy 16.50; Short Elea, 15.00: Rumpf 14.5V. Gedörrte Rindfleisch Schmken, reg.

Akts. 11c; Aunenseltcn K:; Innen feiten 13c; Knöchel I2jc. öchmli, in listet, 1. tnaittät 8ic; 2. Cualiiat ' c; 3. Cualüät Hi. Würfle, Geräuchert Bratwurst 8c; Frankfurier 7c; Wunermuest 7c; Knackwurü 7c; Bologna m Danum 64c, n Tuch 6ic.

Fische, Austern und Wildpret. Händler-Preite: Clams l'iitle Neck 75c ver 10u. Hummern 25c ver Pfund. Froschschenkel, $1.50-2 pcr Dtzd. Austern BesteBaltimore oderStand ards, $1.00 per GaÜcne; beste Baltt-. :imore Telects, $1 .10 per Gallone; New York CouniS, $1.00 per 5oundert; Ne York l5ulls. 70c per L)undert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Aunern in Kannen New Hort Counts 35c; I. S. F. & 6o. Select 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K.8c; R. 15c. ee-Fifche. Knochenlose Höringe 7c; Haringe 54c; Perch 5c; Weißfisch 94c; See Forellen 9k; Red Snavpcrc; Kennebec Hechte 15c: Blaufische 10c. Halibu: 15c; Stockfisch 8c; Haddock 3c; Calfifch 10c; No. 1 Pickcrel 10:; No. 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Butter, Vier und wcflügel. Händler befahlen folgende Preife : Butter, frifche. 11c ' Eier, 18c per Tutzend. Hühner 5e;Tur!riis : jungeahne 10 Pfund und darüber 7c ; junge Kennen, 7 Pund und darüber 6c ; alte Hennen 54c ; alte Hähne 4U; ßulls und Krumbruilige ik ; tecn 6c: Gänse 5.40-6.00. Getreide. Weizen-7!o. 2 rother 75c auf de Geleisen, 75c von der Mühle ; No. 2 rother 71-73c; Tecbr. 75c auf den Geleisen: Wagenwcizen 75c. Korn-Ro. 1 weiß 26c; Ro.2eiß 36c; No. 3 weiß 364c; No. 4 weiß 32-34zc; No. 2 weiß gemischt 36c; No. 3 weiß gemischt 36c; No. 4 weiß gemischt32 - 34c; No. 2 aelb36jc; No. 3 gelb 36c; No. 4 gelb 32-34; No. 2 gemischt 36c; No. 3 gemischt 36c; No. 4 gemischt 32 - 34c; a Kolben 34c. Hafcr-No. 2 weißer 25c; No. 3 weißer 24c; No. 2 gemischter 23ic; No. 3 gemischter 22c ' Heu-allcs No. 1 Timothv 13.0013.50 No. 2 Tlmothy 11.50-12.50. Kaffee. Folgendes sind die Jndianavoli Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18:; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Jara -8-31;. In Packeten: Aiiosa $11.75, Lion 11.25. Jersey 11.75, Caracas 11.25, Tillwcrth' 11.75 Tutch Java Blend 16.50, Mail Pouch 10.75, Gates Blcnded Java 10.75. Groceries. Zucker Dominocs 5.32c; S iückzucker 6.32s ; pulversirter 5.9üc; XXXX pul vcrifirter 5.97c; Standard granulirter 5.92c; seiner granuliricr 5.82c; CubeS 5.97c; Confectioners' A 5.62c; Ridge. Wood A 5.42c; Phöni, A 5.37c; Empire A 5.32c; Ideal Srlra Golden ll 5.32c: !WinMo, Extra C 5.22c; Ridgewood extra 0.12c; gelber li 4.97 ; 16 gelber 4li. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 3 Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25: Second 3 tfHtinh Sl 5l ! 51.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund. $1.65-1.90; See. onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen. $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c. eingeweichte 55c 80c; Tomaioes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zuck. korn 80c $1.40: Avfclbutier, per Dutzend. 3 Pfund, 95c. Sämereien. Kaufpreifc: Klecsamen, Rother. $5-$5.50; eng. lischer. je nach Qualität $5-5.50; Al syke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothp $1.30-$1.40. Detail-Prcise : Kleesamen, alter, prima, $5.50; neuer $5 00-6.50. Timotyy, gewählter $2.25; prima $2.00-2.10. Blue Gras. Fancy Kcntucky $1.20 p Bushel; extra reines 50-65c per Bufhei. Kohlen. Zzr-t tinai Anthracite $7.00 3.66 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 S.I5 PittSburg 4 00 2.11 Raymond City '. . . 4,00 2.16 Winifrede 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2. IS Luhrig 3.50 1.96 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.66 Jndiana Lump 3.00 1.66 Slack 2.00 1.16 Bloßburg 5.00 2.66 Lump Coke llc per Bush. $2.75 p 25 Bushel. $1.50 per 12 Bushel. Zerkleinerter Coke 13c pnBu. $3.26 1 26 Bu. $1.75 per 12 Bu. .

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