Indiana Tribüne, Volume 24, Number 107, Indianapolis, Marion County, 4 January 1901 — Page 1

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Triilune -MitDrsietxtt jede ladttttag mtfc Sc,tag Wlsrgetts. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Freitag, den 4. Januar 1901. No. 107

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Zlttslnttd Depeschen

Lord Roberts 3w SnuinB in Conto W ltlilllgni. ' Die Lage in Südafrika Im Snze wenig verändert. An Kapstadt herrscht fieberhaste lhätigkeit. Um ein VertheidigungS-Corps aufzudringe. G Die Vermahlung der Königin Wilbel ine van .fcoHniiD Stößt am mandjerlei flelue chlvie kigkeitcu. Xic Geldfrage spielt dabei eine Rolle. Gras von Waloerse? angeblich getsdtet. Lord UobeetD in L o n v o n angekommen. London. 4. Jan. Loro Roberts würd am Xor.r.txUci bei seiner Rückkehr von Südafrika, wo er ein Jahr '.uqebracht. oi?r in der !z:rzlichsten Weise empfangen. Die Volksmenge, oie zu seiner 8egtüttg -.usgeruett var, war weder so groh noch so demonstrativ wie bei dem dnr&fflBfl der Lonvoner Freiwilligen, viele Leute bezahlten aber drei v'o zehn Guinen für sitze auf Balkönen in Picadilly und St. James Str. uro üfexaQ waren die Fenster dickt mit Menschen besetzt. In iflen Kreisen war man offenbar überzeugt, dah die Lage d:r Dinge in Süd Afrika einen wibrhft triumphalen Smpfang nich: reijtrntiac, der Einofang. der Lord Roberts bereitet wurvc, war aber dessenungeachtet ein recht yerzlicker. Lern oon uieß in der That mehr den Mann als d?n General williommen. Lord Robert i, K am Bahnhof von dem Prinzen von Wales und vielen anderen Mitgliedern de- königlichen Hofes sowie den Spitzen der Militärxhörden empf an jen wurre. trug GalaUniform, die Mitglieder seines Stabes, oie hinter seiner Equipage fuhren, wacen in Khaki getleiot Sie und sechs indische Reiter, welcdZ die öskort? 641 octcn, waren die einigen pittoresken Hestalten in der k:?t:!?n Prozession. Die Thatsache, daft die persönliche Eskörte Lord Roberts aus Mannschaften oom 10. Husaren Regiment bestand, welches Lord ftoftlon und andere der Feigheit bei der Sannas - Affaire bezichtigt hatte, scheint anzudeuten, das; Lord Rober: den ausdrücklichen Wunsch hat. diese Husaren von aller Schuld freizusor.li.'n. Der Prinz von Wale? ist Sbrenoberst dieses Regiments. Auf der Fahrt von der Paddington Station bis nach dem Buckingham Pa '.äst ereignete sich nicht der geringste Un fall, obgleich es sehr nebelig war. Die Erinnerung an die vielen Ünglücksfällc bei dem Empfang der Londoner Frei .dilligen bielt ohne Zweifel viele Personen von den Strafen weg und die Menschenmaffen waren, an einem ooec zwei Punkten an der Marschroute aus' genommen, nirgends besonders große. Im Buckingham Palast angekom men, wurde dort ein Gabelfrühstück servirt. an dem fünfzig Personen theilnahmen, zwanzig davon gehörten der königlichen Familie an und dreißig dem höheren Adel, einschließlich Lord 5akisbury. der Herzq von Devonshire. Lord Wolseley und die meisten Mitzlieder des Kabine. Vom Buckingba Palast aus begab sich Lord Robects nach dem Kriegsami. wo er formell bai Amt als Oberkommandeur des Heeres übernahm. Am Abend gab d.'r Kriegsminister, Herr William St. Jobn Broderick. ein Diner zu Ebren Lord Roberts, an dem unter Andern der P:i::z von Wales, der Herzog von ijonruulu. der Herzog von Cambridge. Prinz Eduard von Sachsen-Weimar. Lord Wolseley. Herr ?ackberlain und andere prominente Persönlichieiten theiwahmen. Der Krieg in S ü d - A f r i k a. Kapstadt, 3. Januar. Auf die Bildung eines aas Loyalisten bestehenden, bezahlten LerrbeidigungsCorps hat General Kitä?!r die folgende Depesche an d:;: Ämeral Fo-restier-Walter geschickt : Jf) bin erfreut über das Vorgeben des cinisteri'.-. Unterstützen Sie dasselbe soviel Sie können und lassen Si, diese Kolonisten mit der Eisenbabn südwärts bringen, sodaf; sie im Stande sind, dem Feinde den We? zu ver-

legen, fragen 'tt den Premier, oo ich il,m in irgend einer Weis? nützlich sein kann. Benachrichtigen Sie ihn,

daß der Feind nicht zahlreich, aber ungewöhnlich mobil ist. Gut beritten: Leute sind vor Allem nöthig, um ibn ; zu umzingeln oder nordwärts zu tretben. Die hiesigen Militärbehörden bereiten sich auf alle Eventualitäten vor. So wurde beschlossen, die sämmtlichen gefangenen Boeren. die sich jetzt k Lager befinden, auf Transportdampfer zu bringen. Farmer, die nach Carncroon kamen, berichten, daß die Boeren in zwei pa ! rallelen Kolonnen südwärts ziehen, von zahlreichen kleineren Abtheilungen flankirt. die alle erreichbaren Pferde eintreiben, die Farmen der Loyalisten ausplündern und alle Lebensmittel mit fortschleppen. Sie führen eine ganze Anzahl nur leicht beladene Packvferoe mit. Aus Eolesburg wird telegraphirt, daß Kritzinqer's Kommando den Niddlesburg-Distrikt durchzieht, e ihnen aber an Mannschaften fehlt. In Kapstadt organisiren diejenigen Geschäftsleute, die nicht im Stande sind, in's Feld zu ziehen, eine Bürgerwehr zur Vertheidig'ing der Stadt und oie großen Handelskompagnien haben : den Mayor ersucht, eine Ma?senversammlung einzuberufen, auf der die Regierung um Unterdrückung der illovalen Leitungen ersucht, und aufgefordert werden soll, das Standrecht i zu proklamiren. Der Stationsvorsteher in Frazeri durg ii.it ein: Anzahl Kisten mit Be schlag belegt, die kondensirte Milch" i markirt und an einen Bürger in Fra- ! zerburg addreisirt waren. Dies? Ki sten enthielten 3000 gespaltene Gemehrkugeln. 500 Detonatoren und 150 Pfd. Dynamit. i . Mit dem Einreihen von Freiwiltt ! gen für das V.'rth:idigungs-Eorps I wurde am Donnerstag begonnen. Die Mitgleoer vez C.ioi Dienstes ließen sich ohne Ausnahme anwerben und überall treten Bettler rn das lz.orps etn Das narch britische Vanzerschiff Mo. landete am Donnerstag Ge schuhe und Mannschaften, um die Be satzungstrupoen abzulösen, die nach Rorden geschickt werden. Die Geschütze werden wahrscheinlich auch nordwärts geschickt werden. Während oes Tages ließen sich 500 Männer-in das Freimilligenkorps einreihen. Man hofft, daß die erste Abtheilung Berittener in drei Tagen nach Wo'-cester geschickt werden kann. Sie sollen die Pässe in den Her Rioer Bergen und den Ei'enbahn Tunnel besetzen. Di? Orgar isation hat keinerlei militärisch.' Uebuna und ist auch nicht uniforrirt. In den letzten acht Wochen sind 500 südafrikanisch? Irregulär: angeworben worden. Die Transvaal Boeren waren in den letzten zehn Tagen ungewöhnlich aktiv. Sie haben täglich die Eisenbahn. Eonvois und vereinzelte Posten angegriffen. In den meisten Fällen wurden si? aber zurückgeschlagen und die Eisenbabn läuft jetzt mehr regelmäßig wie zuvor. Dr? Beeren im Bechucmalano. die sich schon früher einmal erhoben hatten, haben sich auf's Neue ocn Boeren angeschloyen. Walder see angeblich ermordet. P a r i s. 4. Januar. Das Jourj nal bringt mit Vorbehalt die Rachricht, daß Graf Waldersee von einem i Offizier der Alliirten Truppen ermori oet worden sei. Nähere Umstände sind j nicht angegeben. l Eine A f r i k a - E x p e d i t i o n. London, 4. Januar. Die vom I Daily T?!?zraph ausgerüstete Erpe- ! oition von Kapstadt nach Cairo ist in j Khartum angekommen. Die Mitglie- ! oer der Erpedition sprechen sich sehr looend über die Leistungen der Britische i Südafrikanischen Ehartered Company and über o?' Verwaltung des Sudan aus. Das jetzt stehende britische Weltreich in Afrika wird das glänzende Denkmal einer glorreichen Regiecungs Epoche bilden. Studenten-Unruhen. L o n d o n. 4. Januar. Aus St. Petersburg wird über Student?n-Un-ruben auf den Universitäten von St. i Petersburg und Kieff berichtet. In Kieff wurden 450 Studenten relegirt ' und werden als Gemeine in di? A'-mee ' eingestellt werden. Herzog Heinrich irritirt. Berlin. 4. Januar. Es wird hier versichert, daß der Herzog Heinrich von Meckl?iiburg, dessen Vermählung mit der Königin Wilhelmine von Holland am 7. Februar stattfinden soll, oen Haag verlassen habe, ganz entrüstet über den Ton. in dem die Debatte im Parlament über seine künftige Stellung im Königreich geführt wurde.

uo oieb roanr in ooer nickt. da6 Eine

ist gewiß, dz die projettirte Vermählung sckn zu einer Menge unangenehmen Situationen geführt ha:. Die Königin Wilb:lmine hat bereits so viel Aufhebens über di? Rang-Frage gemacht, wie im Jahre 1840 die Königin Victoria, als sie sich mit dem Prinzen Albert von Sachsen-Eoburg-Gotha vermählte. Di? Königin Wilhelmine wünschte, dah der Herzog Heinrich den Rang und Titel eines Prinz-Consort" erhalte, und im Rang über ihrer Mutter stehen soll, das Parlament entschied aber in beiden Punkten gegen sie. Auf der anderen Seite ist ihre Besorg niß für das pekuniäre Wohlergehen ihres künftigen Gemahls keineswegs so intensiv, als ibr Wunsch, daß er ihr an Rang gleichstehen soll. Ihre ursprüngliche Absicht, eine große Summe von ihrem riesigen Prioatoermögen auf den Herzog Heinrich zu übertragen, hat sie ganz aufgegeben, und sie schlägt jetzt vor. daß das Parlament ihm 16.000 jährlich bezahlen solle für den Fall, daß er sie überlebe. Diesem Plan zufolge würde der Prinz gar keine Appanage erhalten, so lange die Königin am Leden ist. In Holland ist man allgemein de? Ansicht, daß das Land um keine Appanage für den Gemahl der Konigin angegangen werden sollte, da diese. abgesehen von ihrer Civalliste. über ein sehr großes Prioatoermögen verfügt. Das Prioatoermögen des Prinzen Heinrich reicht für seine neue-Stel-lung nicht aus und er wird daher in finanzieller Hinsicht ganz von seiner Gemahlin aboängig sein. Aus der Reichshaupt st ad i. Berlin, 4. Jan. Graf Walder. see hat. der Gräfin Waldersee zum Reu jähr folgende Botschaft übermittelt: ..Endlich ist der Friede in Sicht. Hurrah!' Die chauvinistischen Blätter greifen die Regierung fortgefetzt wegen ihrer englandfreundllchen Politik an. Die Deutsche Tageszeitung" schreibt z. B.: England nat zwei Verbündete zu sehr billigem Preise erhalten. De- eine ist Portugal und der andere Deutschland." Der Verkehr im Berliner Postamt betrug am ReujahrsTage das Doppel, te vom 1. Januar 1890. Die Zahl der zur Versendung gekommenen Posttarten betrug an diesem Tage 10,185,000. Die Reismühlen in Bremen haben sich als Sondikat mit einem Kapital von 4.000.000 Mark konsolidirt. Prinz Heinrich von Preußen begann gestern seine Thätigkeit im auswärtigen Amte. Er wiro sich zunächst mit der auswärtigen Politik und später mit der inneren Verwaltung beschäftigen. Auch Kronprinz Friedrich Wilhelm wird bald mit den Staatsarbeiten in den Ministerien beginnen. Alle Universitäten. Akademien und sonstigen Erziehungs Anstalten werden am 18. Januar den 200jähnge Gründungstag der preußischen Monarchi? festlich begehen und dafür die Feier von Kaisers Geburtstag ausfallen las sen. Der Vorwärts", das sozialitische Organ, veröffentlicht heute eine weitere Auflage von Hunnen Briefen", einschließlich eines Schreibens von dem Schlachtenmaler Rochell, welcher im Auftrage Kaiser Wilhelm's in Wal dersee'S Stäbe den Feldzug mitmacht. Die Rheinhefsifchen Winzer haben dem Grafen oon Vülow ein Memoran: dum übersanot. worin sie dem Verbote der Kunstwein-Faörikation ihre Zustimmung geben, aber entschiedenen Einwand gegen die Regierungs-Auf-sicht über die Keller erheben. Auch aus anderen Weindistrikten kommen ähnliche Einwände. Außer 500.000 Mark zum Arbeiter Invaliden-Fond hat Herr Krupp noch 500,000 Mark zumBeamten-Pensions-fond und zum Bau für Arbeiterwohnungen hergegeben: im Ganzen 1.500.000 Mark. Kaiser Wilhelm traf mit dem Grafen von Bülom und anderen hohen Of fizieren als Gäste in Hamburg ein. wo sie seiner Dacht Victoria Louise" einen Besuch abstatteten. Alle Schiffe im Hafen hatten geflaggt. An Bord der Dacht wurde ein Frühstück eingenommen und am Nachmittag eine Fahrt durch den Hafen gemacht, wobei die ..Deutschland" besichtigt wurde. Am Abend besuchte der Kaiser das Theater und wird morgen nach Berlin zurückkehren. Herr Walter Wunsky ist zum deutschen Konsul in Dawson City ernannt worden. Der S ä u b e r u n g s - P r o z e ß in Paris. P a r i s. 4. Januar. Im Monat Dezember sind bier. um die Stadt von dem G?sind?l zu säubern, das nach dem Schluß der Ausstellung Paris unsicher gemacht hat. nicht weniger als 12.970 Personen oerkaftet worden. Es befanden sich darunter sechs Ätörder. 925 Diebe und Strakenräuber. 2879 Vagabunden. 24'9 Betrunkene und 3983 Vrostituirt:.

Inland? Depeschen.

Aus dcrButtdeshauptftadt KZkonM. McSrflfoii. Sensationelle Debatte im $t prälelltlmtettljattö. Ein Versuch, die Repritseittatiou gewiffer Südftaateu zu beschränken. , Die Schiffssübftdien-M muft im Z en at der Armee-Vorlage Platz mache. Der Präsident weigert sich, dem Zenat den Lawshe Bericht zilzuseusen. Die Gold- und Silber-Produktion dctt Ber. Ztllliten. m Re p r ä s e n t a n t e n h a u s. . W a s !, l n g t o n . D. C.. 3. Jan. Das radikale Element unter den Reoublikanern im Haus, das zu Gunsten oer tnchrankung oer Aepra?enlalion von denjenigen südlichen Staaten ist, m denen das Stimmrecht oen Regern entzogen wurde, erlitt heute eine Niederlage, we,l eine Anzahl ihrer republl- ! kanischen Kollegen sich weigerten, sie zu i unterstützen.

r i i Die Frage ram ganz unerwartet vor : wort, daß es gegen das öffentliche Indas Haus. Die Führer hatten verein- teresse sein würde, den Bericht jetzt bebart, daß die Vorlage zur Reueinthei- kannt zu machen, da auf Grund dieses lung der Kongreß-Distrikte heute auf- ! Berichts bereits Prozesse eingeleitet genommen werden sollte, ehe sie aber iworoen seien und diese durch die Veraufgerufen w?rden ksnnte. offcrirte der j offentli-chung des Lawshe Berichts

Repr. Olmstead von Pennsylvanien eine privilegirte Resolution, in der auf i die Beschränkung des Stimmrechts in Louifiana, Mississippi, Süd- und INord-Carolina hingewiesen und das : Eensus-Kommittee angewiesen wurde, Angelegenheit zu untersuchen und M Thatsachen an das Haus zu berichtor, sodaß eine konstitutionelle Repräsentation für diese Staaten etablirt werden könne. Die Resolutionverursachte eineSenfation. Sie war eine Ueberraschunq t selbst für mehrere der Führer der Re- ' publikaner. Die Führer der Demokraten machten vergebliche Versuche, die

Resolution aus dem Wege zu schaben. , m Kalenderjahr 1899 betrug die wdem sie dieselbe für außer Ordnung , Gold-Produktion $71.053.400 und die erklärten, da der Sprecher Henderon SilbeProduktion 54,764.500 Unzen, gegen sie entschied. Sie begannen dann , ie Gold- und Silbcr-Produktion am I zu fllbustiren und erklärten offen, daß j Rap 0:T:e h-trug $5,100.000 und diesie mit allen ihnen zu Gebote stehenden , nige vom Klondike. wozu die ameriMitteln jeden Vorschlag bekämpfen Manischen wie die kanadischen Goldfewürden, der auf eineVerminderung der gerechnet werden. $22,287,566. Die Repräsentation der Sudstaaten hin- I Produktion der canadischen Minen ist ' ziele. Mehrere Republikaner sympathi . nicht in der Produktion der Ver. Staasirten insgeheim mit ihnen, und der ! eingeschlossen. ' U?iHib' baf6 Mnimun Die Produktion von Gold und Silenthieltest, als über die Olmstead-Re- -t h,n P;ni,,fn wat.n mnr ioU

folution abgestimmt wurde, gab der Opposition schließlich den Sieg. Viele von ihnen paarten sich im Still?n mit abwesenden Demokraten ab. während ihre abwesenden republikanischen Kollegen nicht abgepaart ioaren. Die R.'folution wurde schließlich aus diesem Grunde mit 83 gegen 81 Stimmen verworfen. Es war ein striktes Parteiootum. Zwei Republikaner. Landis von Jndiana und Mann von Illinois. waren anwesend, stimmten aber nicht, Die Niederlage erklärt sich durch die s r i i nr . r v c rf . i ayt oer Aom?i.enoen aus v?ioen ?e ten, die nicht abgepaart waren. Es 1 waren 32 Republikaner abwesend und ' nicht abgepaart, gegen 16 Demokraten. Die Situation in Bezug auf die Neueintheilungs-Bill ist jetzt, durch die Einreichung der Olmstead-Resolution . . .-fi'l.- V. , eine meyr rornpiiicie geiooroen, o?r Reor Hopkins ist aber voller Hoffnung. KrvCi f.... 0 ' . s 4 .i vii jciiic -ovuuu. utiir.vui (.uizuuui . u....k.M rc- ;ri. v nr.r.i.i u..u iLKivzu iu:iu. viv .i uci Sah die Olmstead-Resolution angenommen werden wiro, wenn die Herren Repräsentanten alle anwesend sind, und daß auch eine Untersuchung angeordnet, es aber dabei bleiben wird. Lanz abgesehen oon. dem Schicksal der Resolution, wird er aber auf der Erwägung der Neueinthei'.'.-ngs-Bill bestehen, und er glaubt, daß sie am VZontag angenommen werden wird. Senat. Ohne daß auch nur der geringste Zinwand erhoben worden wäre, wurde am Donnerstag, gleich nach dem Wieoerzusammentritt des Senats, die Schiffs-St.bsidienvorlagc, die als unerledigtes Geschäft den Vorrang auf oer Tagesordnung hatte, deplacirt und in ihrer Stelle würd? di? Arm??-R?or-sanisations - Vorlag? aufgenommen. Die Subsidien-Bill war seit dem zwei:en Tag der jetzigen Session das dem 5enat vorliegende unerled'gte Geschäft. es war jedoch vereinbart, daß sie der i Armee-Reorganllatlcns'Vorlaae und

den BermilllgungsVorlagen ntcyl m ' Wege stehen sollte. Die Armee - Vorlage wurde bis um zwei Uhr besprochen, wann die Subsivien - Vorlage vor den Senat gebracht wurde. Sen. Pettigrew. von Süd Da ; kota. ?rhob sofort Einwand gegen ein

! v rsuchen um allleltige Zustimmung zur weiteren Erwägung der Armee - Vorläge, der Senat nahm aber eine Abstimmung vor und der Antrag, mit der Weiterberathung derArmeevorlage fortzufahren, wurde dann prompt angencmmen. während die Subsidien-Vor-age wieder auf den Kalender zurückgestellt wurde. Während der Erwägung der ArmeeVorlage liehen die Senatoren von der Opposition durchblicken, daß sie gegen )ie Etablirung ein großen, permanenten stehenden Armee kämpfen würden, sie aber nicht gen eine temporäre Nahregel stimmen würden, deren Zweck 's ist, die Mannschaften für die Ausrechterhaltung der Autorität der Ver. Staaten auf den Philippinen zu be,'chaffen. Weiter ging aus der heutigen Diskussion nichts hervor. Der L a w s h e-B e r i ch t geheim n e h n I t t n --7 . . 0, -cci 4cuiucni juiiuic INI cujc oc l Tages oem Senat eine Botschaft zu. in g-r er sich weigert in Ufdmmftim ung mit einer bezüglichen Resolution 0em Senat den Lawshe-Bericht über Dje Irregularitäten in der cubamschen ostverwaltung zu übersenden. Diese , Weiaeruna ist eine unaewöbnlicke und j wird im Senat vielleicht eine lebhafte . Disukssion zur Folge haben. T,r Präsident ork'äri in seiner Mmis j eacktheilig beeinflußt werden könnten. Äolo-undSilder-Prodill-tion in den Ver. Staaten. Der Direktor der Münze, George E. Roberts, machte am Donnerstag seinen Bericht Über die wahrscheinliche Produktion von Gold und Sitber in. den Ver. Staaten während des Jahres 1900 bekannt. Die gesammte GoldProduktion wird auf 3,837.213 feine Unzen im Werth von $79,322.281 abgeschätzt, und oie Silber-Produktion auf 59,610.543 feine Unzen, die. bei einem Durchschnittswerth von ungefähr 61c die Unze, einen Marktwerth von ! qsi unt g?nde Staaten Gold Silber Werth Unze Alabama ....$ 2.508 27 Alaska 7,771,000 318,400 Arizona 3,500,000 4,250,000 Ealifornien ..14,377.2"" 912,800 Eoloraoo .... 29.500.000 20.292.200 Georgia 120,165 478 Zdaho 2,0' 7, 183 4,500,000 Maryland . . . 186 m!gtana JJlulllUllU 207 13,100 5.126.615 16,750,000 Neoada 2,A50.000 Neu-Meriko .. 900,000 Nord-Carolina 51,018 1,229,756 600,000 13,092 150,000 395 280,000 i 500,000 9,500,000 285 300,000 Oregon 1,175,762 Süo-arolina. 122,!25 Süd-Dakota 6.617.674 206 7,000 4,237,726 3,534 826,873 24.806 -r,, tUllv(Vw era vSU q--h .' J 1 Washington Wyoming . . Nette Stad.t väter. S c r a n t o n. Pa.. 4. Jan. Auj Veranlagung der Vunizipa' - Lig wurden Donnerstag die Stadtvätei Edward I. Eoleman. John I. Mc Andrew und Thoina2 I. O'Boyle imhaftet. Sie werden beschuldigt, Bestechungen verübt und Bestechungsgel der angenommen zu haben. Zwölj Staotväter haben ihre Resignation eingereicht, um der Prozessirung zu entgehen und vier andere sind verhaftet worden. schisssnachrichten. L i o e r p o o l. 3. Januar. Ange!.: Rhnnland" von Philadelphia. Aba gangen: Pennland", nach Philadelschilt. New York, 3. Januar. ..Cali. fornia". von Glasgow; Mannheim". von Kopenhagen.

Eine Mäuberöande Versetzt &tettc, Ohio, i Aufregung. Die Ränder in Fuhrwerke cife kol?.mcu.

Eisenbahn - stapft bei kliles. lio. Die Tabsk-Stcmmer gehen an die i(t beit zurück. Freche Räuber. Lima. O.. 4. Januar. Der Ort) Eavette. sechs Meilen nördlich VSN Van Wert an der Cincinnati Nordbahn gelegen, wurde in der Nacht zum Don nerstag durch das Erscheinen eine Bande oon acht bis zehn desperaten Räubern in die furchtbarste Aufre gung versetzt. Die Räuber sprengten den Geldschrank in Wm. Hoaglands Kaufladen und schössen beständig ihre Revolver ab. um die Bürger einzuschüchtern. Sie stahlen aus dem Geldschrank $500 in Baar und eine Anzahl werthooller Papiere. Zwischen den Bürgern und den Raubern tvurden annähernd hundert Schüsse gewechselt. Her? Hoagland, der neben seinem Laden wohnt, wechselte mehrere Schüsse mit den Räubern. Er erbot sich dann den Geldschrant selbst zu öffnen, um zu verhindern, daß er beschädigt werde, das Anerbieten wurde aber zurückgewiesen. Die Bürger waren inzwischen alarmirt worden und hatten sich bewaffnet, um den Kapf mit den Räubern aufzunehmen, die ihrerseits mit Revolvern und Winchestergewehren auf Jeden schössen, dessen sie ansichtig wurden. ES gelang den Dieben allmählig, aus dem Ort yinauszugelangen und mehrere Fuhrwerke zu besteigen, die sie Farmern in der Nähe gestohlen hatten. Die Räuber, die auf hiesige Stadt zu fuhren, wurden noch mehrere Meilen iveit verfolgt. Die Bande ist wahrscheinlich aus Lima. Von den Bürgern von Cavette wurde keiner verwundet. Eisenbahn-Unfall. N i l e s. O., 4. Jan. Ein Kohlenzug der Niles & Lisbon Eisenbahn verunglückte in der Nacht zum Donnerstag und der Lokomotivführer Charles Frack kam dabei um's Leben, während der Heizer Wm. Klein und der Bremser Garfield PowerS lebenögefährliche Verletzungen davontragen. Der Zug fuhr ein starkes Gefällt hinab, als ein Farmer mit einem mit Holzstämmen beladenen Wagen das Geleise kreuzte. Der Zug fnt gegen den Wagen an und die Lokomotive und sechs Waggons rollten die Böschung hinab. Der Lokomotivführer fiel un ter di? Maschinen; der Farmer blieb aber unverletzt. , . Streik beendet. L o u i s v i l l e . Ky.. 4. Jan. Die 1500 streikenden Angestellten der hiesigen Fabrik der Continental Tobacco Co. werden morgen die Arbeit miedet aufnehmen. Lohnerhöhung ist denselben nicht zugestanden, dagegen sind einige anstößige. Arbeitsregeln aufgeho ben worden. Vorbereitungen für ein Lynchgericht. R o m e. Ga., 4. Januar. John Rced, einer der beiden Neger, die am Mittwoch Abend versucht haben sollen, Frau I. M. Locklear in East Rome zu schänden, entging am Donnerstag mit knapper Notb einem Lynchgericht. Er wurde von einhundert Bürgern aus dem Gefängniß geholt und vor Frau Locklear gebracht, damit sie ihn identifi zire. die ?Frau. die die ganze Nacht ve. sinnungslos war, befand sich indeß am Morgen in einem solch nervösen Zustand, daß sie nicht im Stande war. sich genügend zu sammeln und der Neger wurde deshalb nach dem Gefängniß zurückgebracht. Um 2 Uhr Nachmittags bildeten sich abermals Gruppen, mit der Absicht. Williams, den zweiten Neger, den man jetzt für den wirklich Schuldigen hält, zu lynchen, man glaubt aber, daß dies verhindert werden kann, denn der Rich. ter Henry hat an den Gouverneur Candle? nach Atlanta telegraphirt und ihn ersucht, Truppen zu schicken. Reed wurde am Abend in der Stadt gelyncht. Er wurde an einem Baum aufgehängt und Kugeln durchbohrt. Richter Henry, der an die Unschuld des Negers glaubte, ordnete am Nach mittag dessen Freilassung an. Die Leute sammelten sich bald nachdem dieS geschehen war wieder, und marschirttt nach der Wohnung oon Lida Glover, wo sie Reed fanden. Sie nahmen ihn eine Meile vor die Stadt, wo er aufge knüpft wurde.

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