Indiana Tribüne, Volume 24, Number 105, Indianapolis, Marion County, 2 January 1901 — Page 7

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Jndiana Tribüne! Mittwoch, den S. Januar 1901.

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Argusaugcn. IfonM von V a a 1 C I ! fl r 5 ö ck e r. (AtsetzG.) Edward warf tmtm KKichgeworde npn Pnminsinnn ,?p fwhiitfnnfTT . . . ..i.i " Blick zu. E tarne Zhn a!k daran? an, Miß Worcester. zuuLchft einen die- , ser Briefe in die Hände ?u bekommen ; Die kalten Augen der Änierikanern leuchteten auf. ..AUerd:na- darauf käme es mir an. Und wenn Sie da- Kunststück fertia bringen, mit einen solch Brief zu ! verschaffen. c zadle ich Ihnen sofort ünftaus nein, sagn n?;r gleich sechstausend Mark?Fritz Bener sank in einen Stuhl. Er hatte Furcht vor ftd) selbst die Furcht, daß die feök bei Belohnung seine guten Vorsätze zu cfl bringen würdet i sad das verweinte Antlitz seiner schönen Base der sich, die für ihr Glück zitterte, und er veralicd dornn Die lars tarirte Öeien Sie uns Bedenkzeit iift Worcefter." sagte Stanwan nach e:ner kleinen Pause. Wir werden ja heute wie ich vernahm noch Velegenhtii haben, mit einander zu sprechen. Lassen Sie uns also bis dahin die Sacc überleaen. Uebernedmen wir den Auftraa. so werden fcir Ihnen dann cür.i j l rrn ..v rrM-.n faderes urer ne muizi mw rg ; mittheilen, deren wir ONl bedienen gedenken." v?s ist keine Zei: zu verlieren " sagte die Miß. Ich Habe gehört, daß I - s 'w w s ' i Herr Hütll sich morgen mit seiner Äet i L . . . "I liebten trau zu laffen aedentt ..Tas ist nicvt seine Geliebte." polterte nun der ehrliche Fritz Beyer leraus. sondern es ist nun ja denn, es ist meine Cousine. Miß Wonefier, eine Tame. die sch respectabel iß .i'z die . . . Z:e Miß war äußerst betreten rrt: tcni Deutschen zurückgewichen. 5inr heftige Erwiderung schwebte ihr auf der Zunge. Doch sie beherrschte sich und sagte nur kühl: Ick kam zu Ihnen in Gelchäftsangelegenheiten. Bietet Jh nen Ihre Cousine mehr ali Ich, so werde ich es Ihnen nicht übel nedmen. wen Sie ihre Interessen vertreten, stai: d.r meinen. Gescbäft bleibt Geschäfi. Ueber legen Sie sich's in aller Ruhe. Ich habe mit Frau Rechtsanwalt Kleist eine Partie auf dem Zweirad verabredet, muß also in meine Wohnung, um mich umzukleiden. H'ute Abend seben wir uns ja dann bitte ich um eine prompte Antwort: ja oder nein!" 2:t legte ein Kärtchen mit ihrer Adresse auf den Tisch, neigte ihren schwarzen Kops, streifte mit kühlem Ausdruck die beiden TornpagnonZ und begab sich zur Tbüre. .p.aum hatte die Amerikanerin das Bureau verlassen, als auch schon Cdward Stanwan in lebbaftrm .e po den '.'Zaum durchm?'. Sectsiaufend Mark. Herr Com pagnon. das läßt sich hören, wie? Da ist ein redmes Weio. by Jov Vornehm nennen Sie das? nenne es spitzbübisch, unweiblich, ni::terliskic., gewöhnlich ach. zum Henker, io würde ein deutsches Madchen nie austreten, nie!" Er wer ganz außer sich, der gute I'-iitz Beyer. .Wenn Sie doch nur endlich V u Sentimentalitäten lassen wollten, iicder Herr Compagnon. Mit Geschäften dertraa, 'ich keine Gefühle. Ich nehme - - ' . . es Ihnen ia nicht übe!, wenn Sie als Mensch Ihre Cousine innia bedauern; f J ' meinctweaen i'oaar ihien Herrn Bräutigam aber üti Geschäftsmann sind Sie verpflichtet, das Interesse deZenigen wabrzuneh.en. der Sie am besten bezahlt." Fritz Bener rang die Hände. Er war ein wenig komisch in seiner Rathlosigseit und Verzweiflung. ..Sechstausend Mark gewiß, das ist eine tüchtige Summe. Sie würde unserem Geschäft scdr zu statten kommen. Aber mein Hininel ich bin nun einmal kein Amerikaner, sondern ein Deutscher. Und nach guten deutschen Begriffen begebe ch eine Schurkerei, wenn ich das Vertrauen einer hilflosen Verwandten zu meinem materiellen Vortheile m . nutze. Nein. nein, nein! Miß Worcester soll sich einen anderen Vertreter ihre? Jniereffen suchen." 5dloard Stanwan lachte. ..Gut, GLer einstweilen wollen wir diese kostbaren Schriftstücke verwahren, bis wir ein ; cieworden sind. Im Archiv unter Lkchstabe ..W" dürfte vorläufig wohl der geeignetste Platz dafür sein." Cr nahm einen der verschließbaren Blechkaften. der den Buchstaben W. fichtbar trug, aus dem eichenen Aktenschrank und schloß ihn auf, um die Briefe hinein zu thun. ..Nein, aeben Sie her. Stanway, ich werde die Laviere lieber selbst verwaan . . . i n.. .Sie sind für uns so aut wie baar Geld, lieber Freund. Hier sind sie jedenfalls vortrefflich aufgehoben, währen wir frühstücken gehen." Jch mag nicht frühstücken gehen!" brummte Fritz Beyer. ..Muß überhaupt t- i-.-i. U iiuut ulvriicn 1 Die Crmittelungssache kommt mit der heutigenSchiffspost doch nicht mehr fort." , Ja, ja; auch daran ist diese entsetzgliche Miß schuld." t Kommen Sie frühstücken. Ein , Nutzend Datives M Austnkeller Um

kudie. urerleqene '.c'.ene oer Amerna- , ina mit Unluit.

nerin. die alles mit Geld abschätzte und traurigen (5 auch ihr eigenes Ledcnsalück na Tol. xrerden. Er füdlte. da

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was meinen Sie, das wäre doch sehr ! wohl geeignet, um das brillante Ge-'-er äs t würdig einzuleiten!" Der Teutsche rief zornig laeyeno: i??in nein, liebster Stanwad. so fan- " äen Sie mich nicht. Sie glauben, wenn ick i:h bei der zweiten laiche Sect sei. wurde ick anders unveilen, als jetzt. luuiyt iui iihiku ui.tjii' Möglich. Aber ich irir (taufe üierhaup: nich 'ttn'e " trinke aus dsem nickt die wc:te ..Brauchen Sie ia auch aar nicht. In sunszebn Minuten sind wir wieder da." Hnie-r 5er !Frtinoiina aede icki me: faiden mit. Aber nur eine Flacbe. iiandcn?" Wie Sie wünschen." Sie ließen sich die Paletots bringen und Stanway sagte zu dem Groom: ,Wenn irgend Jemand kommt, so führst Du'ihn in's Wartezimmer schließest aber vorder die Comptoirstuden ab und eilst, uns zu holen." Ter Groom nickte verständnißvoll. und die Compagnons zogen ab. Fritz lir konnte das ousine nicht tz er im Beariffk war. sich schwach zu zeigen. Er ; wer unzufrieden mit sich, denn er war , im Grunde ein seelensguter Mensch; dennrcd vermochte er der Verlockung nictt zu widerstehen, wieder einmal in den berühmte Austernkeller ein appet'.tlictcs frühstück einzunehmen. Doch s er nahm sich fest vor. sich von seinem gompaanon ... zu keiner zweiten lasche Denkten ZI, sl 1l1 " ieward Stanwan war sonst -iem-lick ernst und solid. Heul' kam es ibm aber nicht daraus an. für ein Muster von Nüchternheit gehalten zu werden. wi v v g" ymm m w o " ' u Eyer's Verblüffung bestellte . i i . . iire sogenannte Original - Doppellasche. Die weiße Harare enthielt zwei ganz Fischen. freund, was baden Sie denn da bestellt?" fragte oer Deutsche verblüfft. ..Nur eine Flasche wie Sie befohlen haben!" erwiderteStanway mit angenommener Würde. Und !, tci'.s.l. brachen Btde in ein schallendes Geiachter aus. Aber wenn Sie glauben, mich dadurch herumzukriegen, so täuschen ie sich, Liebster!" sagte Fritz Beycr. wieder ernst werdend. Äährend des ausgezeichneten Frühsiucks. das aus mehreren Dutzel d Austcrn und dem berühmten Hamburger Beefsteak bestand, kamen noch mehrere Freunde und Bekannte an den Tisch, meist Kaufleute und Juristen. Unter Letzteren auch Doctor Guido Helms, ein ehr gesuchter Rechtsanwalt, mit dem Fritz Beyer alsbald ein lebhaft :s sacbmännischeS Gespräch anknüpfte. I :t Stimmung ward in dem niedrigen, aber gerade dadurcb traulichen Reellerstübchen mit den rauchgeschwärzten Wänden, den einfachen Ledermöbeln, dem angenehmen Duft nach ccbtcn Importcigarren und guten Weinen, bald sehe animirt. Beyc:. fce: ein guter Crzählei war und sich schon nach kurzer eit als der Mittelpunkt der Herrengestllschaft sah. merkte gar nicht, wie viel er trank. Der alte Brschenübermuth '.cm allmählich wieder über ibn. Als e:ne Flasche nach der anderen in den - skübe! gesetzt wurde, vergaß er ganz der peinlichen, schwebenden Angelegenheit. Cr rief durch allerlei lustige Sckinurren aus seiner langen Referendaieit wahre LachftLrmk hervor; seine ?.unae ward im weiteren Verlauf des Frühstücks aber dock etwas schwer. Der Wein begann seine Wirkung zu thun. er. . , v l i t i ci.i. : . vuivazo oiunmui; umoainc u;u wcheind. Einmal trank er ihm zu uno lftrftfrI svr - . kniff dabei listig ein Auge zu. Beyer drohte ihm mit dem Finger; der Compagnon konnte bei dem allgemeinen Lärm in der Frübstücksstube aber nicht verstehen, was er dabei sagte. Plötzlich bemerkte der Amerikaner den Groom, der in der Thür stand uno Herrn Beyer allerlei Zeichen machte, ohne von diesem bemerkt zu werden. Stanway erhob sich unauffällig und adci den Kleinen in den Nebenraum. ..Was gieb'tö? Wer ist da?" Den Namen hab' ich wieder vergcssen. Aber er nannte sich Director der Lebensversichcrungs - GesellichaftHammonia aus Berlin." Bscht!" verwies der Amerikaner. Und er fragte nach Herrn Beyer?" ..Jawohl. Herr." S:anwans!üpste in seinen Paletot und begab sich raschen Schrittes nach Hanse. Ohne in's Wartezimmer einzutreren. verfügte er sich in Beyer's Privatcomptoir. legte dort ab und öffnete dann die zum Nebenraum führende Thür. Verzeihen Sie. daß ich Sie warten ließ. Ein? wichtige Konferenz hielt mich bis zu diesem Augenblick feit. Doch jetzt stehe ich vollkommen zu Inren Diensten." Giorr ?rih AftoVirr'?" frnnic her Fmde. C- war eine vornehme Cr v ri ff & v M r ..ml i L L V l . ! v - - - rtviniinn ni m nn rfln fr rn ai bauter Herr von etwa dreißig Jahren, mit kurzem, blondem, modischem Bart und hübschem, offenem Gesicht. Der Amerikaner nickte unmerklich. Und Sie sind der Vertreter der Hammonia" aus Berlin?" vv ,., ... . " , - (j ' Z lüicin jiui:ic ii .yuin ii;cuwi ttl. lech komme aber ledialich in Mein Name ist Huttl Theodor Prjvatanaelegenheiten zu Ihnen." j . Ah!" Edward Stanway sagte dies was verlegen; doch faßte er sich schnell und bot dem Besucher einen Platz an. gie sd, wie ich erfahren habe, der Jräutiaam von von . . ."

Von Ihrer Cousine Fettcia Beyer. iawohl!" fiel der Director ein. Ein sremder Beobachter würde in diesem Augenblick wohl bemerkt haben, daß Stanway die Absicht hatte, sich unter seinem richtigen Namen vorzustellen. Doch Theo 5Süttl fuhr rasch in seiner munteren Weise fort: Und eine Unterredung, die ich soeden mit meiner Braut hatte, als sie mich vom Berliner Bahnhofe abholte, veranlaßt mich, spornreichs hierher zu kommen. Entschuldigen Sie. daß sie nicht, wie sie Ihnen versprach, selbst kam. aber sie mußte schleunigst noch einmal nach Uhlenhorst zu ihrer Tante zurück, um ibr Gepäck heute noch nach Hamburg zu schaffen." Sie reisen schon heute?" Nein, erst morgen früh. Meine Braut muß aber bereits um fünf Uhr von Uhlenhorst aufbrechen, um rechtzeitig zur Abfahrt des Dampfers zur Stelle zu sein; die Mitführung des Gepäcks wäre morgen früh also hinderlich. Sie wird es bei ihrer Freundin ftrau Dr. Hinke deponiren."

Der Amerikaner war immer verlegener geworden. Er war vor eine grausame Blamage gestellt, wenn der Fremde fortfuhr, in dieser Weise Internes zu besprechen. Ich sage Ihnen das alles, mein lieber Herr Beyer. um Sie darüber aufzuklären, daß Ihre Cousine beim besten Willen nickt selbst kommen konnte. Nehmen Sie es ihr also nicht übel. Sie läßt Sie nun durch mich bitten, ihr die Briefe wiederzurückschicken, in die sie Ihnen Einsicht gegeben hat." Ack, richtig die Briefe!" sagte Stanway verwirrt. Sie bat um um sachverständige Auskunft ..." Theo Hüttl lächelte. Meine kleine Felicia hat da in ihrer ersten Bestürzung übereilt gehandelt. Ich habe sie darüber aufgeklärt, daß diese Person Miß Ellen Worcester die Schrriberin all' der anonymen Zuschriften war. Ein Schreibsachverständiger, in Berlin hat dies klar und deutlich nachgewiesen, trotzdem die Schreiberin ihre Handschrist zu verstellen trachtete. Ter moralische Werth ihrer Behauptunaen wird dadurch am besten aekennzeichnet. Auch mem Vater wird, wenn er ron der Handlungsweise der Miß erfährt, nicht länger die Partei dieser emöncipirten Tame nehinen. Aber lassen Sie mich dock, bitte, das Schreiben meines Vaters sehen. Natürlich liegt mir auch daran, die Correspondenz. die ich in jener kritischen Zeit mit meinem Vater geführt habe, wieder zu bekommen." ..Natürlich, natürlich!" sagte Stanway zerstreut. Wenn die Briefe in falsche Hände kämen, vielleicht gar in die der heirathswüthigen Amerikanerin c könnte für Sie ja von peinlichster Bedeutung sein." Theo erschrak sichtlich. Seien S'.e so gut!" rief er lebhaft aus. Miß Worcester würde mir damit zweifellos einen Proceß machen. Sie geht darauf aus, mich zu ruiniren. Ihre Entschädigunasansprücke sind so abenteuerlich hoch, daß mir kein Pfennig übrig bleiden würde, wenn sie den Proceß gewanne." Ick habe die Briefe daher auch sehr sorgfältig verwahrt!" bemerkte Stanway lächelnd. Hier im Archiv unter .,,stade W. liegen sie wohl vcrschlosien in der B!eck!,-psel." Er öffnete den Sckrank und hoUe mit etwas zitternder Hand die Blechlapsel heraus. Verblüfft fuhr er plötzlich in die Tasche. Aber wo ist denn dir Schlüffel?" Er begann hastig zu suchen. Da fällt mir ein", unterbrach er sich endlich, daß ich den Schlüssel mit denigcn der anderen Truhen zusammen ii. den Kassensckrank gethan habe an die ornungsgemäße Stelle. Jeder Schlüsse.' hat da nämlich seinen bestimmten Nagel. Aber denken Sie nur welch ein fataler Umstand den Schlüssel zum Geldspind hat Mr. Stanway bei sich." Dem Director war dies sehr Peinlich. Ich habe große Eile. Herr Beyer. Wo ist Ihr Compagnon?" Er befindet sich in Geschäften auswärts." Wann wird er zurückkehren?" Vor heute Nacht schwerlich." Aber ich muh die Briefe wiederbekommen." Selbstverständlich. Verzeihen Sie nur die kleine Verzögerung. Ich werde sie Jlmen versiegelt zuschicken, sobald !ft in sArchiv zu gelangen vermag. Wo wotrnen Sie?" Im Alsterbotel. Abe;, wie ich Jl :.en bereits sagte, fahre ich morgen in aller Frühe nach Helgoland ab." So bleibt nichts Anderes übrig, als daß ich Ihnen die Briefe falls ich beute nicht mehr in ihren Besitz kommen sollte morgen nach Helgoland nachschicke, eingeschrieben, nicht wahr, unter Ihrer vollen Adresse?" Ich bitte dringend darum. Jedenfalls werde ich heute noch einmal persönlich Vorfragen." ., ie würden mich kaum antreffen. Ich bin Nachmittags inGeschäften fort, Abends muß ich einer Einladung folgen . . . " Nun. da ich so wie so mit meiner Braut heute irgendwo hier in Hambürg soupiren werde in Gesellschaft der Frau Hölderlin so werde ich wenigstens den Versuch machen. Sie oder Ihren Herrn Compagnon anzutreffen." Nochmals: Verzeihen Sie. HerrDirector. daß ich Ihnen solche Ungelegenheiten bereite aber die sorgfältige Wegschließung der ominösenBriefschasten erfolate ja in Ihrem eigenen In teresse." . . .

Tneo Hüttl verbeuate sich höflich. Er war aber sichtlich verstimmt das bewies die Falte zwischen seinen sonst so freundlichen, braunen Augen. Ich bin von Ihrer ebrenbasten Gesinnung vollkommen überzeugt. Wir werden nun ja auck bald Vettern werden und ich hoffe, daß sich recbt herzliche Beziehungen zwischen uns entspinnen werden." Ein Händedruck noch eine beiderseitiqe Verbeugung und Hütll empfahl sich.

3. Kurze Zeit darauf verließ auch Edward Stanway das Bureau. Schnellen Schrittes begab er sich nach demKcller zurück. Fritz Beyer hatt? die Abwcsenheit seines Compagnons kaum bemerkt. Er befand sich wieder einmal in einem netten Zustand, der ewige Re?e- ' rcndar." Die wenigen standhaft gebliebenen Frühstücksgäste kümmerten sich um den Abgefallenen weiter nicdt. , Erst jetzt, als Äanway wieder am Ti-1 sche Platz nahm, wurden sie auf den I Referendar, der in einer Sopbaecke traumverloren zurückgelehnt saß. auf- ! merksam. Natürlich fingen sie an. den Unglücklichen, der so wenig vertragen i konnte, zu hänseln. Der Amerikaner schien sich hierdurch verletzt zu fühlen. ! sprach dem Compaqnon sehr energisch ' zu. und drängte zum Aufbruch. Endlich brachte er es dahin, daß Bener sich aufraffte. Stanway ließ eine Droschie kommen, packte den Freund da hinein, setzte sich zu ihm und unter den witzelnden Zurufen der ?.neipgenossen rasselte das Gefährt von bannen. Di frische Lust ermunterte den im Haldschlummer in der Waaenecke Lehnenden aber nicht. Veyer schloß die Augen und fchlief fest ein. Stanway gab daher dem Kutscher j Weisung, nach dem Valentinskamp zu fahren. Gegenüber der Loge ließ ei den ! Kutscher halten und brachte denFreund nach seiner eiaenen Wohnunq. denn cr wollte ein Zusammentreffen Beyer's mit Felicia's Bräutigam im Bureau in den Großen Bleichen" verhindern. Fritz sank, von dem Compagnon aus eine Chaiselongue gebettet, sofort in tu neu erneuten tiefen Schlaf. Auch der Amerikaner begab sich zu: Ruhe. Es war bereits acht Uhr, als er erwackte. Nun toeckte er hastig den Freund. Fritz Beyer hatte keine Ahnung, wo er sich befand. Erst allmählich dämmerte ib.m die Erinnerung an das Vorgefallene. Er machte eine ganz jämmerliche Miene. Das sind schöne Geschichten!'' brummie Edward Stanway vorwurfsvoll. Und das nennen Sie ein solides Frühstück?" Der Neferendar mußte nun doch wieder lachen. ..Haben Sie mich etwa nictt verführt?" Ich Sie? Aber erlauben Sie. bester Freund, ich selbst habe doch kaum 5ei Gl.'.s ge:r..nken. i: Amerikaner sind überhaupt zum großen Theil Temperenzler Von heute an werd' ich' auch!" gelobte Fritz ic ener. indem er die kühlen Hände auf seine heiße Stirn legte. Da baden Sie schon hundertmal gesagt." Ab:? diesmal ist's mein heiliger Ernst. Es ist mir nämlich ganz erbärmlich zu Muthe so flau im Magen. Hu! Haben Sie vielleicht zufällig ! einen Cognac da?" Er lachte sogleich über sich selbst, und Stanwan. der ihm statt des Cognacs ! eine Taste schwarzen Kaffees verfprack. stimmte ein. Dann ward der ewige Referendar" aber wieder ernst. Die peinliche Angelegenheit mit der Amerikanerin fiel ihm ein. Mein Gott." sagte er. sich vor die Stirn schlagend, meine Cousine wollte doch zu mir kommen, um sich die Briefe wieder abzuholen und meineAnsicht zu bören. Ich muß mich schnell fertig machen, um nach der Großen Bleicken" zu aehim. Vielleicht wartet st! dort." Jen! noch? Wissen Sie denn, wie spät es ist?" Es ist allerdings schon dunkel." Wir haben bald1?alb neun." Frit? Beyer sah seinen Compagnon verdutzt an. O weh. das war aber ein gesunder Schlaf." Wir müssen jetzt schleunigst nach dem AlsterpaviLn. Kl?ist's werden uns schon länait ?rwar!en." (Forlsewinc: fotqt.) Ermorde :wurdevonllnbreche rn in Mountainoille, Pa., der 74 ; Jahre alte WeinwirthRachel. 5inReffe des Crmordeten fand die Leiche seines i Oheims, welcher vollständig angekleidet war, am Äcorgen neben demBette. Das Haus war geplündert und unter den Gegenständen, welche den Räubern in die Hände gefallen waren, befand sich ! eine goldene Uhr nebst $100 in Baar- ! geld. Von den Raubmördern hat man keine Spur. Rachel war ein Junggefelle, der allein in dem Hause wohnte. Zwei Capläne und zwei Aerzte hat das New JorkerFeuerwehrDepartement und diese müssen bei jedem größeren Brande zur Stelle sein, ' um sich der Sterbenden und Verwunbeten anzunehmen. Sowohl die ersteren wie die letzteren haben Pferd und Wagen, gleich denen des Ches und seiner Assistenten. Sobald die Alarmglocke in ; ihrem Schlafzimmer ertönt, müssen sie , an die Brandstätte eilen und haben un terwegs ebenso das Wegerecht, wie eine Spritze oder ein Scklauchwaaen.

Täglicher Marktbericht. Viehmartt. Indianapolis Union Viehhöfe, 2. Jan. R indv ied. Auserlesene bis vrinia Stiere. 1350 Pfd. und aufwärls 55.00 5.00 Gute bis mittlere Stiere 150 Pfd. und aufwärts 4.40 5.(0 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.35 5.00 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 3.90 4.40 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 3.60 4.25 Gute bis gewählte Rinder. 3.50 4.25 Mittlere bis gute Rinder. 3.00 3.40 Gewöhnliche leichte Rinder 2. 50 2.90 Gute bis gewählte Kühe. . 3.35 4.00 Mittlere bis gute Kühe.. 2.50 3.25 Gewöhnliche alle Kühe.. 1.00 2.25 Kälber 5.00 6.25 Schwere Kälber 3.00 5.00 Prima bis fancy Ezvort Bullen 3.60 4.00 Gute bis gewählte Schläch ter Bullen 3.60 3.85 Gewöhnliche bis guteBullen 2.50 3.00 Gute Kübe mit Kalb 30 40 GcwöhnlicheKühe mit Kalb 15 25 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $4.85 4.95 Gemischte u.fä'w.Packing 4. SO 4.s7 Gute bis anrcihlte leichte 4.85 4.8 71 Gewöhnliche leichte 4.75 4.80 Pigs 4.00 4.80 Roughs 4.25 4.70 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 5.00 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 4.25 Gute bis gewählte Schafe 3.00 3.25 Ordinäre bis gute Schafe 2.25 2.75 Stockers 1.50 3.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 2.7'.

Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen,, 53.00 für 300. Aepfel. 50-$3 per Faß. Feigen, 124c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln, Persische 5e-6e per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Trauben, Concord, 8 Pfund Korb, 13c; Telaware und Niagara, Crate von 4 Körben, 12c Birnen, hiesige, $1 per Bufhel. Cranberrics tz3.00 per Vushel Crate. Qrangen, ß8. 25 3.50 per Bor. Gemüse. Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln, Spanische 51.50 ver Crate: rothe Globe 70c per Bufhel ; weiße Globe 52.00 per Faß. Kartoffeln, ,?1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 55c per Bu'hel; zum Versandt gevackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey 53.00 per Faß. Virginia 52.00. Cclcry, 25-50c per Bunch. Salat 50c per Büschel. Spinat, 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere ,',,-7c; hiesige Stiere 7-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühc 400 bis 550 Pfund 6: ttuhe 550 bis 650 Pfund 64c; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hinterviertel 9c; Rind Hinterviertel 8c; Rind Vordcrvicrtel 6e; Kuh Vordervienel 6c; Kuh Hinterviertel 8c. Frisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hinterviertel 12Hc; Vorderviertel 8c. Frisches Schaffleitch Lämmer per Pfd. 8k; Schafe 7c; Schenkel Sir, Rocks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c94c ; Cottage Schinken 7fc ; gehäutete schultern 7 c, frische Schinken, 18 Psund im Durchschnitt, 10c ; Tenderloins 15c ; Spare Ribs 6c ; Tail Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Curcd Sckinken Crste Quali tät: 20-1Z Pfund 10tzc; 15 Pfund 11 je; l.'.-IO Pfund Ilse; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10jc; 15 Pfund 104c; 12 Pfund lljc; 10 Pfund llc. (salifornische Schinken 6 bis 8 Pfund 7fc; 10 bis 12 Pfund 7c; 12 bis 14 Pfund. frühstück Speck Klarer Sftglish Cured 14c; gewählter Sugar Cured 13c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 124c; 8 bis 9 Pfund im Durck schnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt Ilse; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, Ilse; 6 Pfund im Durch fchnitt, schmal, Ilse. Sveck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 124c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12c. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9s c; Klare leiten, 20 bis 50 Pfd., 9c; Klare Bellies. 25 bis 30 Pfd., 8Kc; 18 bis 22 Pfd.,9ic;14bis 16Pfd..10ßc; Klare Rücken. 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis 16 Pfd . , 9$c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 9Zc. Scbultern. Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Pfund 4c Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig 519.00; Klares Bean 18.00; FamUy 16.50; Short Clear 15.00: Rumvs 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg.

Sets, 11c; Außenseiten Sße; Innen seilen 13c; Knöchel Ze. Schmalz, in TierceS, 1. Qualität 82c; 2. Qualität 8 k; 3. Qualität 8ßc. Wünte, Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfurter 7c; WU".emrnft 7c; Knackwurst 7s c; Bologna in Türm' 6c, m Tuch 64c.

Mische, Austern und Wildpret. Händler-Preifei Clam? 'ittle Recks 75c per 10v. Hummern 25c per Pfund. Frosch schenke!, 51.50-2 rer Dtzd. Austern BesteBaltimore oder S land ards. 51.00 per Gallone; beste Baltirimorc elects, 51.10 per Gallone; New York Counts, 51.00 per Hundert; New York Culls. 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New York Counis 35c; I. 3. F. k Co. Select 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. lc; R. 15c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c; Häringe 54c; Perch 5c; Weißnsch 9c; See Forellen 9c; Red Snzpper8zc; Kennebec Suchte 15c; Blaufische 10c. Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisct, 10c; Ro. 1 Vickerel 10c: No. 2 Pickere! oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Butter, Vier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische. 11c Eier. 1 7c per Tut-.cnd. Hühner 5c;Turke'.i : junaeHahne 10 Pfund und darüber 7c ; juugc Kennen, 7 Pund und darüber '4c ; alle Hennen 5 k: alle Höhne 4k; Culls und Nrumbrüslige 4k ; ßnien 6c: Gänse 5.40-6.00. Getreide. Weizen-Ro. 2 rother 73k auf de Geleisen, 734c von der Mühle ; No. 2 rother 69-7'lc; Rovbr. 73k auf den Geleisen; Wagenweizen 73c. ' Korn-Ro. 1 weiß 364c; No. 2 weiß 3c; No. 3 weiß 36k; No. 4 weiß 32,;-34k; No. 2 weiß gemischt 36c; No. 3 weiß gemischt 36c; No. 4 weiß gemischt 32 - 34c; No. 2 gelb 37tzc; No. 3 gelb 36c; No. 4 gelb 32ä-34$c; No. 2 gemischt 36c; No. 3 gemischt 36c; No. 4 gemischt 32 - 34c; an Kolben 35c. Hafer-No. 2 weißer 25k; No. 3 weißer 24Zc; No. 2 gemifchter 2oic; No. 3 gemischter 22k Heu-altes No. 1 Timothy 13.0013.50 No. 2 Timothy 11.50-12.50. Kaffee. Folgendes sind die Jndianapoli Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; vrima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Gowen Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Arioia 511.75, Lion 10.7'.. Jersey 11.75, Caracas 11.25, Dillmorth' 11.75 Tutch Java Blend 17.00. Mail Pouch 10.75, Gates Blended Java 10.75. Groeeries. Zucker Dominoes 6.17c: Stückzuckee 6.32-; pulversirter 6.02c; 21 pul verisirter 6.07c; Standard granulirter 5.92c; feiner granulirter 5.92c; CubeS 6.07c: Confectioners' A 5.72c; Ridge wood A 5.62c; Phöniz A 5.47c; Empire A 5.42c; Ideal Extra Golden E 5.37c; Windsor Extra E 5.27c; Ridgewood extra (5 5.17c; gelber (5 5.02 ; 16 gel. der 4.7. Eingemachte Früchte Blackberries, 3 Pfund. 51.10; Peaches Stand. 3 Pf., 52-2.25; Seconds 3 Pfund 5l.5'0 $1.65j Pie 51.40-1.50; AnanaS, Standard, 2 Pfund, 51.65-1.90; See onds. 3 Pfund, 51.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, 51; Bahama Ananas 51. 90-2. 25; Gesiebte Erbsen 51.10-51.75; frühe. Juni 51-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes. 3 Pfund. 90c-.51 .00: Surfer. iorn 80c 51.40; Apselbutter. Dutzend, 3 Pfund, 95c. per Tämereien. Kaufvrcife: Klecfamen, Rother, 55-55.50; eng lifcher, je nach Qualität 55-5.50; HI- . fyke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per StMOfccl. Imotitt) 51.3M1.40. Detail-Preise : Kleefamen, alter, prima, 55.50; neuer 55.00-6.50. Timothy, gewählter 52.25; prima 52.00-2.10. Blue Gras, Fancy Kcntucky 51.20 per Bufhel; extra reines 50-65c per Bufhel. Kohlen. Tonne Tonne Anthracite $7.00 3.66 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.16 Pittsburg 4 00 2.16 torneno (sity 4.00 2.16 Winifrede 4.00 2.16 Kanawha 4.00 2.16 Lnhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green Eounty 3.00 1.66 Jndiana Lump 3.00 1.66 Slack 2.00 1.16 Bloßburg 5.00 2.66 Lumv Coke 11c per Bush. ?2.75p 25 Bufhel. tzl.50 per 12$ Bufhel. Zerkleinerter Coke 13c perBu. 53.26 per 25 Bu. 51.75 oer 12, Bu.