Indiana Tribüne, Volume 24, Number 105, Indianapolis, Marion County, 2 January 1901 — Page 2
rsVA7J triK4 ct" Tv ' 1 M Jndiana Tribüne, Mittwoch, den S. Januar 190!
mmmfm tffäSm
Eine erzieherische That.
Das Geschick der unglücklichen Eeschöpfe, die blind und taubstumm zugleich geboren NTurden, hat schon seit längerem die Aufmerksamkeit der Psychologen erweckt. So ist besonders der Fall der Laurc, Bridgenian berühmt geworden, und erst in der letzten Zeit War öfter von Heien Keller die Rede, die eine ausgezeichnete ' wiffenschaftliche Durchbildung erfahren bat. JeZ: wird in Frankreich wieder ein neue? derartiger ffall bekannt. Es ist dies fci ergreifende Geschichte der Marie Heurtin. die im Jahre 2885 als Toch- j ter eines Kuters in Verton Departernent Loire-Jnfrieure) geboren wurde. Als die unglückliche Kleine wie 1 alle Kinder ihre großen Augen öffne- I te. bemerkte man bald, daß sie nicht j sah. Sie versuckite auch nicht zu lallen. und man yewabrte. daß sie tai'b ' war und infolge dessen auch stumm i bleiben würde. Um das Unglück voll . zu machen, war das kleine Wesen von einer ganz außerordentlichen Lebhaftigkeit. Wenn sie durch das Gefühl merkte, daß außerhalb ihrer Dinge : eristirten. zappelte sie wüthend. Die , Physiognomie des Kindes nahm einen wilden Ausdruck an. Cie bewegte sich heftig, sie wurde fehl böse und :m ' höchsten Grade aufgebracht. Die Heimstatten für Taubstumme wollten sie j nicht nehmen, weil sie blind war. und ! die Blindenanstalten wiesen sie zurück, ' weil sie taubstumm war. Für Zlugenblicke lacht? sie laut auf und schien zu sich selbst zu sprechen. Ihr Bewußtsein krwachte. soweit es möglich war. Man hielt sie für eine Idiotin und brachte sie im Irrenhaus zu Nantes i unter. Man erzielte dadurch aber , nur. daß man diese heftige Natur ganz toll machte. Endlich nahmen rie die Schnxstern von Notre-Dame von Larnty bei Poniers auf. Das Kind war zur Zeit seiner Aufnahme eine Art rasendes Ungeheuer. Zwei Monate hindurch hörte ihre Raserei kaum auf. ie wälzte sich auf der Erde, schlug den Boden mit ihren Füßen und stieß eine Art Geschrei der Verzweiflung aus. Die Sckwester Maraueriie übernahm ihre Erziehung. Sie begann damit, daß sie ihr ein kleines Taschenmesser, mit dem sie gern spielte .fortnahm; natürlich wurde Marie böse; dann gab die Schwester es ihr zurück, indem sie die Häirde des Kindes kreuzte, es also das Zeichen machen ließ, welches t in der Geber den spräche der Taubsrum- i MCI M Messer bezeichnet. Darm nahm sie ihr das Messer von neuem, und um sie zu bitten, es ihr zurüchzu- ; geben, machte die Kleine da Zeichen. ! das sie soeben gelernt hatte. Auf dieselbe Art brachte man ihr die Bezeichnungen für eine Anzahl Gegenstände, ( wie Ei. Brod u.s.w. bei. Das war der erste Lichtblick; das Kind hatte gelernt, das zwischen dem Gegenstande und dem Zeichen eine Beziehung besteht. Die Schwester lehrte sie nunmehr das gan'e Alphabet der Geberdensprache. Aber da die Taubstummen sehen, mußte man für Marie dasselbe in ein fühlbares Alphabet umbilden und ihr die Zeichen auf den Hän- : den angeben. Sie erhielt so zu ihrer Verfügung eine neue Sprache, in der man ihr die Dinge in unbeschränkter Zahl bezeichnen konnte. An dritter Grelle lernte sie endlich nach der Methode Braille lesen; es ist dies ein ge- , stochenes Alphabet, dessen sich die Blinden bedienen. Diese große Arbeitsleistung vollbrachte das Kind, dessen Intelligenz sehr lebhaft ist. m einem Jahre. Man ging jetzt dazu über, ihr abstrakte Begriffe beizubringen. Man ließ sie durch Betasten einen Vergleich -zwischen den Figuren zweier Gefahr- , tinnen anstellen und entwickelte daraus bei ibr den Begriff der Größe. Die Berührung der Rlineln, die sie mit der Frische ihres Gerichtes verglich, er- j weckte in ihr die Vorstellung des Alters. Schließlich ahnte Marie von selbst die Idee der Zukunft, und sie bc- ! zeichnete sie, indem sie plötzlich die Ärme ausbreitet: und vorwärts ging. Als eine Schwester starb, erhielt das Kind durch die Berührung der Leiche : einen gewissen Begriff vom Tode. So ; lernte sie allmählich die tausend Tinge kennen, deren Gesammtheit das Leben ausmacht. Aber sie hatte noch immer , schreckliche Rückfälle. Sie konnte sich ?n ihr hartes Schicksal nicht finden. ' 68 gelang schließlich, ihr das Ver-, ftändnif- dafür beizubringen, indem man eins nach dem andern ausschaltete. daß es in uns ein Prinzip giebt, das nicht der Körper ist; und sie begriff allmählich daß sie eine Seele hatte. Sie liebte die Sonnenwärmc, man suchte ihr begreiflich zu machen. d:.ß jemand die Sonne gemacht habe. Sie glaubte, daß dies der Bäcker märe, der den Backofen hatte, von dem ebenso wie von der Sonne Wärme ausströmte. Man lehrte sie. daß der Schöpfer der Sonne weit über den Menschen stehe, und sie lernte den Begriff Gott rennen. Allmählich brachte man ihr in derselben Wise den Katechismus. die heilige Geschichte. GramBlatts, Geographie u. s. w. bei. Sie lernte auch stricken und häkeln. Und das Resultat dieser so mühevollen und von der Schwester Marguerite mit uncrmüdlicher Geduld geübten Erziedunasarbeit ist. oo sie sich jetzt glücklich fühlt. Abgewinkt. Hausfrau: Da liegt ein Haufen Holz, wollen Sie sich ein Mittagessen verdienen?" Bett:x: Leider muß ich ablehnen . . . Der Arzt hat mir nämlich Diät verordnet!"
Llns dtt ,,T!adt der Narren."
Tbomas Earlyle, der große englische Historiker, der wegen seiner Bärbeißigkeit und Grobheit bekan.lt und gefürchtet war. hat einmal, auf die Frage nach der Bevölkerungsziffer Englands, die klassische Bemerkung gemacht: England hat fünfzig Millionen Einwohner. der Menrzabl nach Darren!" Demzufolge würde nun jede englische Stadt als eine Stadt der Narrenangesehen werden können. Und wenn man in der Literatur aller Völker nach der Meinung der. Satiriker forscht, so wird man nicht verwundert sein dürfen. auch von diesen den Ausspruch Carlyles im Stillen oder geradezu wiederholt auf ibre eigene Nation angewendet zu finden. Die ganze Welt soll eben in gewissem Sinne ein einziges großes Narrenhaus sein. Ganz so schlimm ist die Sache glücklicherweise nicht: und wenn hier von Gheel in Belgier!, als von einer Nalrenstadt. geredet werden soll, so haben wir es dort mit wirklichen und offiziell erklärten Narrem zu thun. Nicht viele Leute außerhalb des kleinen, arbeitsamen Ländchens werden jemals auch nur den Namen Gheel gehört haben, und diejenigen, die ihn kennen, werden Näberes über das S:ädtchen, seine Be-wohner. ihr Thun und Treiben, schwerlich wissen. Nun denn Gheel liegt ungefähr 27 Meilen von Antwerpen entfernt, an der belgischen Eisenbabn. bat etwa 23.000 Einwohner, zwei gothische 5tircken, ein Privatcollege, es fabrinrt Leder. Tuch. Wachslichte. Hrlzschube u. s. w. und ist von altersber bekannt als Jrrencolonic", da im xt selbst und in den umliegenden Gehörten gegen 1500 Irre untergebracht sind, die von den Einwoknern gegen enie entsprechende Entschädigung verpflegt werden, selbstverständlich sind alle diele Geisteskranken harmloser Art. die wirklich gefährlichen Irren sind in der eigentliehen Anstalt von Gheel internirt. Die übrigen, die ungefährlichen, laufen im Stallchen, in welchem demgemäß jeder neunte Menfch ein ..Narr" ist. frei und ungehindert umher, tummeln sich in den Straßen, sitzen in den Caft'-s bei Mocca und Abfynth und benehmen sich so manierlich und oernünftiq. wie harmlose Geisteskranke das vermögen. Bei ihren Pensicnswirtben haben likie Irren das allerbeste urfb gemüthlichste Leben. Sie werden mit aller Freundlichkeit und Rücksicht behandelt. und da sie für ihre Narrheiten bezaylen. so läßt man ihnen, so weit es geht, allen Willen und im übrigen die beste Pflege angedeiben. Diesen FamilienPensionären gehört der Ehrensitz im Lehnstuhl, sie haben den vorzüglichsten Platz an der Mittagstafel, und es wird ihnen überall so viel Liebe und Achtung erwiesen, daß sie sich angelegen sein lassen, all diese Güte auch durch möglichst vernünftiges Betragen zu verdienen und ihre Narrheit thunlichst zu bemeistern. Bewunderungswürdig und rührend ist das Benehmen der Stadtkinder gegen diese Irren. Oft sieht man die Kleinen im Ort die großen Pfleglinge spazieren führen. Hand in Hand mit ihnen durch die Straßen ziehen und hört, wie s sich auf das munterste mit einander unterhalten. Auf der anderen Seite geschieht es oft. daß solch ein Pensionär im Hause mit zu helfen hat. daß er das Kleine in der Wiege wartet und diesen seinen Ver-trauensp-?sten mit Stolz und Verständiqkeit ausfüllt. So führen die Narren von heel ein zufriedenes und relativ glückliches Leben. Man würde oft garnicht glauben, daß man cs wirklich mit Irrsinnigen zu thun hat. wenn nicht urplötzlich irgend eine ihrer fixen Ideen bei ihnen zum Ausbruch käme. Diese Einbildungen haben ihre lustige sowohl wie ihre trauriae Seite. Und hier zeigen die Narrenpfleger m Gheel ihre Erfahrung und ihr Taktgefühl dadurch, daß sie ihren Schutzbefohlenen nachgeben, auf die wildesten 5deen der Irren eingehen und sie genau als die Personen und Dinge behandeln, für die jene sich in 'ihrer Krankheiten füllten: furKaiser. Kö:.ig' Päpste, Paschas. Millionäre, Uhren Sophas oder Pferde. Da ist zum Beispiel einer, der bebauptet. zwei linke Beine zu besitzen. Trifft man xtn auf der Straße, so fängt er gleich an. von seinem Malheur zu erzählen, und dast er alle Sachen sich seiner Abno"mität entsprechend müsse machen lassen. (?in Anderer erklärt, er sei im Stande, wie in Vogel in der Luft heru:nzfl''geu. Nur qeradc jetzt ginge es nicht recht damit, weil er zu fett und darum zu schwer zum Fliegen geworden sei. Sein Pensionsvater versteht es. ihn mit diesem Einwurf völlig im Zaum zu halten: er warnt ihn vor Flugversuchen, solange er nicht zu seiner früheren Magerkeit zurückgekehrt sei. und trifft ihn Jemand cnif dem Fensterbrett an. von wo aus er sich in die Lüfte schwingen möchte, so macht er ihn darauf aufmerksam, daß es noch nicht Zeit sei. daß er sich sicher gleich das Genick brechen würde, worauf dann der Kranke nachgiebt und bereit ist. sich bis nach dem Abendbrot zu gedulden. in Tritter. der sich einredet an Fettsucht zu leiden, geht zu den Nachbarn umher und borgt sich ' Beile, um damit die Thüren zu erweitern. durch die sein Leibesumfang j nicht mehr hindurch kann. Da kommt eben einer der ..Jnnocents". wie die Irren dort genannt
I werden, aber die Straße gelaufen. Die Tbranen stehen ihm in den Augen. Er erzählt Dir bitterlich weinend, ein schreeklicherSchmetterling verfolge ihn. der ibm dfcs GehirlZ? saugen wolle, und bittet f ml'. Schutz gegen das ieufliicr jr.ij : in zweiter u 5c ru und ersuich. ihn in Deine Teid zu sieetfr.; er sei nämlich ein Samenkorn, das der Wind fortblasen werde. Es genüge auch, ihn in einen Blumentopf zu pflanzen. Da werde er sofort aufgehen und zu einem großen Baum erwachsen. Derselbe Unglückliche kam eines Tages zu seinem Wirth Gelaufen und klagte ihn. er habe jetzt herausgefunden, daß er ein Pfefferkorn sei, und daß die Vögel ihn verfolgten, um ihn aufzufreffen. ..Ach was!" beruhigte ihn der Pfleger. ..Pögel fressen ja nur Hanfkörner!" Und mit diesem Trost gab sich der arme Narr denn auch zufrieden. Auch ein Capitän Treyfus beherbergt Gheel. sowie einen Nansen und viele andere berühmte Männer mehr. Einer der Kranken dort hält sich für ein Tampfboot und prustet als solches zischend und pfeifend über die Straße. Wieder einer behauptet, er sei vonGlas ufid gebt langsam und vorsichtig jedem. dem er begegnet, aus dem Wege. UM nicht etwa in tausend Scherben zu zersplittern. Oft kann man einen tildfchönen Knaben dort bemerken, der beständig imaginäre Federn vor sich her bläst, oder ein junges Mädchen, das sich damit beschäftigt, an jeden Baumstamm zu treten, um ihn als eine Uhr mit dem Schlüssel aufzuziehen. Die Tollheiten dieser Armen alle aufzuzählen, würde ein ganzes Buch füllen. Den fremden Besucher überrascben und entsetzen diese Phantasieen oft auf das Aeußerste. Die guten Gheeler freilich sind an die Nar:c;he?en ihrer Pfleglinge gewc!,nt und erstaunen auch über das Unsinnigste, das Abgeschmackteste nicht mehr. Sie haben für jeden Kranken ein Wort der Ermuthigung, einen guten Rathschlag, einen Ausweg aus der Noth, ein Versprechen der Hilfe, und so leben Groß und Klein, Alt und Jung, der VernÜ7.fliae und der Verrückte, in schönster Harmonie in dieser Narrenstadt, und er Gheeler Bürger hat sich im Laufe der ,eit zu einem wahrhaft idealen rrenwärter herausgebildet. Frauenbewegung in Japan. Dem japanischen Reiche fehlt nichts ! mehr, um auf der Höhe derZeit zu sein: hat doch selbst die Frauenbewegung ih- : ren Einzug in Japan gehalten, und die ! Kaiserin Haruto in eigener Person fördert und protegirt diese Bewegung. . Die Kaiserin hat zuerst die Aufhebung des alten Dekrets durchgesetzt, das den Frauen verbot, sich auf den Brettern, ' die die Welt bedeuten, zu produziren. Sie hatte von jeher eineLeirxnschaft für das Theater. In den großen Städten ' des Landes hat sie europaische Theaterunternehmer und Regisieure unter- ; gebracht und hat dann die alten und modernen dramatischen Meisterwerke , des Occiden.ts von hervorragend-: Schriftstellern übersetzen lasten. Die tej sten Uebersetzungen sind die Dramen: Hamlet", König Lear", Königedi. pus" und ..Die Braut von Messina". Al der Krieg mit ishina ausbrach, erwarb sich die Kaiserin Harnto durch folgende Handlungsweise te.n Dank einer großen Anzahl ihrer weiblichen Unterthanen: Viele Japanerinnen waren in China an Chinesen verheirall)el. Ihre Männer schicttezi sie ohne weileres nach Japan zurüct. Jeder Dampscr bricht? eine ganze Ladung solcher 5l,efrauen. Die Kaiserin nahm sich allcr an: mehreren verschaffte sie neue Mann, andere wieder machte k hierund dort unter, je nach ihrer frül,ere" 2:'.i lung und nach ihren Fähigkeiten: all 1 Schauspielerinnen. Lehrerinnen. Hl ! beiterinnen. HandelsanaesteUte. Dienst - j Mädchen etc. Man erzählt, daß infolge j besten auch nicht eine einzige de: relcu:. j nirten Ehefrauen ihre Rücktehr in die Heimath zu bedauern halte. Die iapaNische Gesetzgebung macht den Besuch der Elementarschule für Mädchen wie f iir Knaben bis zu vierzehn Jaoren obligatorisch. Die Kaiserin dcn die Gründung einer Anzahl höterer Tchulen durchgeführt, die junge Mädchen aufnehmen, welche älter als vierzehn Jahre sind. Der Unterricht, den man dort ertheilt, ist durchaus praktisch: chinesische, englische, deutsche und sranZiösisch? Sprache. Buchführung u. s. w. Die Prioalinitiative hat sofort die Wünsche der Kaiserin verwirklicht. Dann bracdte es die Kaiserin dahin, daß man den .Jrauen den Zutritt zu
?
Man hüte sich davor ! o 9 gieb ,wrt ttittn, meldte vielleicht feie weiften Schmerzen verursachen und bekannt sind al Hüften- und Vkückenschmerzen. Es ist auch bekannt, daß St. Jakobs Gel da drft Heilmittel dagegen ift.
5 vc'timmten offentllchenAemtern (Posi-. Telegraphen- und Telephonfach) und zu den Universitäten öffnete. In Tokio giebt es bereits einen weiblichen Advotaten: Frau Tel - Sino. Durch die Kaiserin ermutbiat, haben drei reiche Mitglieder der Hofgesellschaft, die Barmie Jwisak'. Mitsui und Shibusowa. die Gründung einer Frauenuniversität beschlossen. Die Gebäude, die fasi 5200.000 kosten sollen, werden bereits im April nächsten Jahres eröffnet werden. Pension für einen Tovtsk:ag. Recht absonderlicher Natur sind in manchen Fällen die Veranlassungen, auf Grund welcher Onkel Sam in seiner viel mißbrauchten Freigebiakeit eine Pension bewilligt hat, allein einzig dürite der Fall dastehen, daß einer Soldatenfrau, die ihren Mann mit ihren eigenen Händen, wenn auch ohne Absicht, erwürgt hat. die gesetzliche Pension von $8 pro Monat zugestanden worden ist. Dieser Fall, der erst ganz kürzlich zur Entscheidung gelangte, stützt sich auf die folgenden Borgänge. Ein Soldat des fr Bundes - Cavallerieregiments. der ein Gewohnheitssäufer war, hatte sich eines Tages wieder einen Kanonenrausch angetrunken und als er sich in diesem Zustande besand. wurde er um 12 Uhr Mittags von seiner Frau aufgefordert, zu Tisch zu kommen. Diese Aufforderung lieft der Betrunkene unbeantwortet, aber nachdem alle Anderen das Mahl beendet hatten, verlangte er von seiner Frau, daß dieselbe ihm sofort Essen bereite. Anfänglich weigerte sich die Frau, allein sie kam von Furcht erfüllt, schließlich dem Gebot doch nach. 1 Während die Frau mit dem Tisch- I decken beschäftigt war. brach der Unhold von Mann vollends los. Er überhäufte das Weib mit Schimpfworten und unter schrecklichen Flüchen schlug er die Bedauernswerthe zu Boden. indem er zugleich schwor, daß er ihrem Leben ein Ende machen werde. Erschreckt lief die Frau aus dem Hause und in der Absicht, irgendwo Schutz zu suchen, rannte sie auf ein benachbartes Feld, wo mehrere Männer mit Pflügen beschäftigt waren. Diese slehte sie um Beistand an. allein ohne Erfolg, denn die Mär!5M erklärten. mit dem betrunkenenUn1?old nichts anfangen zu können. Inzwischen hatte der Letztere sein kleines Kind ergriffen und sich, mit diesem im Arme, auf ein Pferd geworfen, um seine Frau zu verfolgen. Als er sie eingeholt hatte, bat sie ihn flelMtlick. ihr nichts zu Leide zu thun, aber wilde Flüche waren die Antwort des Mannes, der zugleich feinen Revolver zog und. nachdem er das Kind auf die Erde geworfen hatte, sein Pferd anspornte, um die Frau niederzureiten. Daben machte das Pferd einen Seitenfprung und der Mann, der sein Weib mit dem Reoolverkolben niederschlagen wollte, fiel aus dem Sattel. Im Sturz warf er die Frau zu Bodeu. doch sprang diese schnell wieder auf und warf sich auf den Mann, um ihn den Revolver zu entreißen. In dem sich entspinnenden Handgemenge erfaßte sie eine geflochtene Lederschnur, an welcher der Mann seine Uhr um den Hals befestigt trug, und die mit einer laufenden Schlinge versehen war. Crschöpst von dcr überstandencn Angst und Anstrengung blieb die Frau einige Minuten regungslos liegen, während der Mann sich gar nicht wehrte. Wieder zu Kräften aelangt. erhob sich di HraU mit dem Revolver und lies davon. Nun eilten die Feldarbeiter zur Stelle, um dort den Wütherich todt zu finden; die Frau hatte ihn mit dem Uhrricmen strangulirt. Anfänglich verhielt sich das Pensionsbureau siegenüber den Ansprüchen der Frau, welche ihren Mann selbst erdrosselt hatte, nickt blos ablehnend, sondern wollte sie sogar dem Strafrichter überantworten. allein eine eingehendeUntersuchung ließ keinen Zweifel übrig, daß sie in Selbstvertheidigung gehandelt hatte. und jetzt wurde ihr die verlangte Pension bewilligt. Die jugendliche Königin der Niederlande ist jetzt eifrig mit 'Sprachstudien beschäftigt. Sie beherrscht nebst ihrer Muttersprache die deutsche, französische und englische, nun lernt sie auch die zwei Hauptsprachen der holländischen Colonien im fernen Osten, malayisch und javanisch. Das Malayische ist die allgemeine Verkehrsspräche in ganz Austral - Asien, das Javanische wird auf Java von etwa 18 Millionen Menschen aelvrocken.
tcftffe, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin- und RcctumKrankheiten. Cffict: 155 Ost Market Str. ?el. 941 O?fur.Gtunder.: 9 bis lo illzr Lorm.i Z dls t Uhr N C. C. Everts, Deutscher Zahnarzt, 8! Nord Pennsylvania Str. tl Biet aus Wunsch angewandt. WALTER FRANZ, Stthn-Arzt, R 90?- Ost Narket.Etrabe. Eosftn lock. Z!muitr 48. ClfUtfturStn : I tt ; 1-5 m : 7-9 lbtr.tf tanr.icc Ml M llbi 9Jxn. tn 2 Uhr?tm. I. Sühler, 206 Oft McCartY-Str. Errechstundeni 8 bis 9 Uhr Vorm.2 bis U! r achm.'. 8 bis 9 Uhr Abds.: Eennto g vcn d bis 9 Uhr oiin. und 7 bis 8 hhx Abend. Telephon 1446. Striktnr Meine gule P.kandlung heilt Strifluren rrN ständig und entfen:: jedes Hindernis, im Blakenkanal. bebt Entziindunqen und rekuzirt vergrößere Drüsen aus den normalen land, reinigt und keilt Nieren und Harnrvbrrn. starrt dao ervensuftem. setzt tträneverscdmendung ein Ziel, drinql d,'m Leidendcn (Aeiunddcit und rast wieder und ermöglicht ihm die Erfüllung der i.'kdrnrpslidten. prechcn Sie vor oder schreiben Sir für nformatian. Meine Hausdedandlung ist stets ersolgreich. ikonsultakion in deutsch uud englisch frei. OffireStundrn : Tr. (satter & ffo,. ft 12: 25: 7-8.00. 114 Lud Jllmoi:- 5i. Tonntags: 9 11. üü. Indianapolis, Ind. Dr. 1. 1. lirkpatricfc ? ZbehandeU Fxautkrantdeikc uv ran 'hei. ten M etums. HickHide hm Vtcflrt T-"te? tun g, ?,,!. QtfiA: Balldiag, 31 OttOMoStr. Otto Deppermann, Teutscher Zahnarzt. lajestic Gebceude. Zimmer 5!s. 207. Dr. 0. 6. Pfaff lct riM DIPM nach dem Willouglzbn-Gebäude, Wo. 224 Nord ffteriitan Ett., erste Stöße. ver!:t. c?!.eZt-' vn di 4 Uhr tachmlttSb. ?,vkli' c ' LL-Wod7!un LL. D't Tösduiz d'-.'lttt 5,cl to:t t-ii,tz: 1337 orci renunylvanla 8t. 0R. J0S. E. M0RR0W I Geschlechts und Hamkrankheiten. 2 West Ohio Str. 0r. L ft. GREiNER ) co-.vnkl,lt stch füj hu tmmn Unlti Nie. fCjs' RzanU T'f'd werden entgegerik!-emrkk oerdalt dkffe darulng mlM vu ..ti ig NÜni 18 dt 24 K cJ.Gtrasj. lekPhou SOS. ohaung 17S. Tüeodore T. Smltter geschickter und zuverlisfig Dnedeeker. Pech- nnd ttieS Täche Vsvhalt. und ilssnwTächer. ßngroß-HSndler m llen Arten von Dachlnaterialien. Telephs 1. SV i West Maryland Si. etiljtteitlicht ck vvu MississivV- JKarslar. Cti Sn vermiethsn : Zimn.er im Majesfic Gebsude ZU reduzirten Preisen. Da feinste Offiee-GedSude in der Stadt, Sollständig feuersicher, kcknelle Fahrstühle und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bet QREaORY & APPEL, Ngeute. für dte Indianapolis Ga o. XV. GIERKE, Deutscher : : Buchbinder, M üd Vlaa lr.. (Hintrrauk.) Otxx . V,kx 17 Clk uimtxi t ich WDMWW ttMn.
Dr. J. A. Sutc
silfs-TOfpriser von SjMPOUS. Lkrnsvkrstchcrurlg. RoitMfttf rann iHji O Wamdergn &p. A??n:. - , aicr.c ir:: fc:iIMiÄ nerican Ifltrtl i B g r Rg -?r -; ! gttrtiiiMU, P,a! Cfttuu: 1200.000 (ti x r - i luiuiaicn. Barrttt.'rown. cnr.h-nc: , Ablernen - w. ... 0"M .-4i;i'i.'ia;en. - 7M ciorcrcr. (Sebäube Tel. 417. Ho!z und ohlcndänelcr. H. H. Kattau Co., 44 (5. da: 2tr. ßl - :ic I7 Eisen und SchlnicBewaaren. Vonnegutz Hardware 120124 Cft Walhing: 6ti Eisen und Clahl. Hollidah. W ?. & , 17 6. Me-idia. Cktmdl und Etikskl Wkiolksale). j . D. Corvrr l)ot I., 27 , Van. ! lijc HendrickL. iOa::ce o., 215 . Meridian Bansen. lhe EaxiZal Tkationol BZ?:? 28 S ??mH fctr. M. B. WIson. Pros. W. T. Lhllrchmvi, z Leichcnoestatter. rinstesner Vro., 122 Cft totttl tr. Farben, Cele nnd Vlc. lhe . Vurdsal Co.. 10? 5. Wt:tan 6tt Indianapolis $ain1 & (rJor Co.. 240248 Massachusetk? GrocerS Wholesale). e,. . Ctout, 207 E. Mcr.diau E. Vrillkmeyer, KuHn &. (To., 211 . Mertdi TtU Mrin k 61 S. Vknidia Ctr. M. O'Connor k C.. 47 8. Meridian Er. I. . Prry k o., 26 W. Gkoria Str. Kutschen und NkpLrltturcn. obbinS, Jrvin k Co.. 32 Cft Gcerzia Sri, Spiele und Spielwaaren. Mayer, Charles k Cc, 29 W. Washingt. Trnggisten (Wholesale . Jndsanapoli Drug ?o. 21 O. r' Ward Broi. Trug Co.. 12t) C. Merid Eagen und Werkzmgk. . C. tkink k Co.. 402410 S. Slline Truft-ssompagnikn. Indien Trust Co. k Safety Pault Cafe Teposit VaultS. FtetcherS Sfe Tkposlt, 90 C fr Woii gto. BokeL i.oQ uiiv swirtt. Eamenlnuldler. untington k Pagk. 130 Cft Mar?et. Pianos und Musikattru. rrltn k Lerml'r. 59 Cft Market Str. ' Landwirthschaftliche Gerathe u. Wag hoüen W. B. Mfg. Co.. 339 Cft Wash. fc. T. Cvnd Jinotement i'c, 27 ssapitol Winter k Hummel, 221 Washinglo. Zuckerwaaren Wholcsale). Doggert & Cc , 18 West Georgia Etr. Echniltwaaren. urphy. Htbbkn k Co.. 1?5 S. M?r,r f uoen k BedkeS Co., 90t S Mer dian. Grundgenthum und Versicherung. Spann. Jrhn S. k Co.. 86 C',? XiaxttU ffeuerversicherungsgrsellschaften. Andiana Insurance Co,, IHas. Schunnckw. Prös.- lhs. B. Linn, Ccre:är. Eisen- und Blechwaarc, Gewehre. Layman k Carey Co.. 111115 6. Mertl Leder, Treibriemen, Packmalcrial. Hid. Lealher k Belting Co., 227 6. Mkridian t Wundä'rztliche Instrumente. m. H. rmftrong k Qo , 224 6. Meridia Pumpen, Wasserleitung, Fahrzeuge. komftttt k Toonsk Co., 371 6. Meridian Obst und Produsrr Commission. Vherup k Co.. 2224 E. De'wan 6ir. Ire Cream. ffurnaS. . W., 212 Pknnsylvan.a 6t. Baukolz. Coiurn. benrh. Seorzia fctr. '1 "p Weißblech. tenner k uCtDan, 216 rib:.-n WM. yhrllt, & McCre, 240 S Meridi Ltk, Väckereirn. rhe Parrott k ragqart Bker1, rel.SSH. Vryee'k akery. 14 Oft Eoulh Clr. Hüte. Handschuhe etc. Hendrtckson. Lefler k Co.. 131 8. P'kidwK cm : , red RlPAKS TAEULES re intcndcd sor cMdrcn, ladics and all who preser a medicine disguised as con. sectioncry. The may now bc had (put p in Tin Bo.xes, scvcnry-twö ja a box price, twcnty-Cvc Cents or sive boxes fot I vti, uvi.uti J-'J 4o . O sn i-.rA i. Ä rr Ariimru will Crt thpm I if you insist. and they may aiwaj's be obtamed by rcmitting the pricc to The Ripans Chcmjc vompanj.. H . . T. mfKuvb
ma
VX
(
k
M
HLVR
rA9B
tfL m n w
v4js4 m rm
rw.rst.ir& ?t ti -mm
rtcKjr, uätu-j-. H uim
j BK
, n n mmmmmmmm'
