Indiana Tribüne, Volume 24, Number 104, Indianapolis, Marion County, 31 December 1900 — Page 7

Jndiana Tribüne. Montag, den 31. Dezember I.

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C .ms oma fmaul C I a r h ö cke?. UftfH) Ultxn Bräutigam-, piauocne die ßnv.bm cu. stemmt aus einer eor angesehenen Hamburger Familie. Sein Vater ist der GanaKmsnl Hüttl, dessen Name Dir reebl nicht unbekannt sein wird Fritz ritz weit die Äugen auf. Mädchen. aber da machst Tu ja ine ganz brillante Partie!- siel er ihr trt die iRede. Und 'ckerzend fufit er fort: Ja. nun begreis' ick. warum Tu nicht auf Inicr wartetest, mlict, ein so vermö gender junge? Mann . . . Cousmchen. Du bist ia ein Tausendsana: Ueber Felicia Stirn duschte cm i v i . r. M-l , Pl satten. ..eioer tn mcni aues ,o fglonzend. wie Tu Tir's denkst. Generalconful Huttl tft em sedr strenger und engkerziger Mann. Er mar ausser sich, al er vernahm, datz sein Sohn die Tochter eines ermen Communat?ebrers htiraüM wollte. Uni so km es, daß rch die Ursache zu einer qänzlichen önikerndung zwischen Vater und -öyn ewcrden bin. Tbeo wollte nicht vor i:: lassen . . llh. er heißt Ineo? Natürlich. no ii:ich! Und was ist er denn. Tc'.n ;ro? Wo lebt er?" .Er ist Tirector der VersicherungeftLschaft jfcmnumia'' in Berlin." Tu. das v: ja eine grotzarttgetelinq. Felicia lächelte. Mag sein. Ich verkbe davon nichts." I. darin wirit Tu bald an fait nn. DerMensch gewöhnt sich an nichts so schnell wie an Reichthum." .Reich ist Theodor nicht. Als der Lruch zwischen Pater und Tohn entkand, zahlte ihm der Generalconsul lein mütterliche Erbtbeil ans. das er ns dahin verwaltet fcatlc, und zeigte Ihm im Uebriaen an. daß er ihn in seim Testament nur mit einem Pslichtllieil bedenken werde. Nun. das miit?rliche Capital reichte gerade dazu aus. ne beträchtliche Caution zu zahlen, die für seine Directionanstellung aufringen mußte..Tu wirst bei dem hohen Gehalt Deines Herrn Gemahls und der üd!icken Tantieme trotzdem nicht gemiungen sein, als junge Frau Deine lnterrichtsstunden weiter zu geben. lber ich habe bis jetzt noch immer nicht ?rfahn. weshalb Du Tcme Verloiung so geKeim dieltest?" .Weil ich keinerlei Belästigung von Seiten seine? Verwandten ausgeätzt kein wollte!" sagte Felicia in bitterem mm. Ack. Frttz. Du ahnst a gar ük)t. wie hätzlich diese 2mk an ihm Landein, ircfc meiner geflissentlichen Zurückhaltung habe ich annonyme riefe erkalten, die meinen Brautigaur lerlei charakterloser Handlungen beKuldigen. Ich kann D'.r sagen: Ich Kbe wahrend meine ISrautnaiu-'s pncke bittere Tkräne geweint." ArmesTing!" sagte der gut7itüthige :tter voll aufrichtigen Mitleids. ..Narlick beruhte alles auf Verleumung" Slbstoer'tändiict'. enn wer über khecdor Hütt! etwa- wirklich Beladik -i ? tl (.Vll. Vnccs cusvu'cocn gewußi oaiie, un ürde webl auch den Muth gehabt ha!n. mi: seinem vollen Namen dafür zustehen." Du Kast Recht. Felicta. Anonymitat immer Feiateit in den meisten allen aber auck Verruch:beit. in Zensch von Bildung und Takt schreibt ine anonymen Briefe. Aber sage nur ischen. der Generalkonsul Hüttl. ein r.n von solcdk? Stellung, tann sich unmöglich dazu Keraegebcn haben, inern derartiaen Schreiben seinen enen Sohn zu verdaut igen?" 5err Hüttl senior hat mir nur ein nziges Mal geschrieben und zwa? :u:e. Und weaen dieses Schreibens hmme ich zu Ti?. Fritz. Du bist d?? innige Rechtsverstandige. dem ich mich i diesem heiklen Falle anve?t?au.m riöchte. Und Tu mußt mir helfen. pd wirst uns denen, nicht wahr?" s Die Tbränen waren dem schönen, unaen Mädchen in's Auge getreten. Der Referendar erfaßte ihre beiden pärce, blickte ihr besorgt in's 7ntU md drängle sie, zu reden, sich ihm zu ffenbaren. Aufmerksam lauschte er INN. i Tbeo Hüttl hatte vor Jahren, als er ch an der ..szornmercial - Union :n W Jork thätig war. mit einer Damc -kehrt, die sich für ihn seh? lebhaft in- - iite. Als er nrt Felicia bekannt rben wa?. hatte e? ihr gefp?ächskeife erzählt, daß diese Tarne sich's in kn Kopf gesetzt habe, ihn zu beirathe x elicia hatte ihm damals im schmerz raeworsen. er werde der iunaenTarne nvih den Kopf verdreht haben aber fco erklärte mit Bestimmtheit, daß In Verkehr mit der heiratbswüthigen )arne hauptsächlich in einem schönyeilgen. priitoiopmiai angenaucvicn Briefwechsel bestanden habe, dessen er xh nun. da er älter und reifer geworn. schäme. Gleichwohl nahm derConl tu seinem heutigen schreiben an äulein Beyer Ve?anlassung. die aut über die alte?en Rechte der eindin aufzuk!ä?en. it zitte?nder stimme las Fencla betreffende Stelle vor. .Ich habe nicht den Vorzug. Sie zu n?n. mein Fräulein", hieß es in dem lese des alten He??n Hüttl. denuntctnebme ich es. an das Edrgend die Delicateffe einesWeid.

appelli?en. Ich bin nicht der ubliwe

Luftspielvater, der sich aus ornirtheit den Entschließungen seines Sohnes widersetzt. Mein Sohn ist mündig und kann thun und lasten, was er will ; freilich wird er mein Haus von Stund an nicht mehr betreten. Ich weiß, daß er in den nächsten Tagen die Verehe'ichung mit Ihnen erstrebt; ihm noch j - m V . . .1 r in finn 'r'Pt.S I einmal eiwa uuiuuci iuyui, md tauben Ohren predigen. Aber Jbnen. mein Fräulein, übersende ich die Briefe. die mir mein Sohn seiner Zeit yeschrieben hat und in denen er klar und deutlich ausspricht, daß er sich der be?eits etwähntcn jungen Tame gegenübe? zur Heirath verpflichtet hat. Es war dies damals ein schwerer Schlag für mich, denn ich hatte eine Hei?ath zwischen ihm und der Tochte? eines der reichsten Hamburger Kaufherren angebahnt, fügte mich aber schließlich. Und wenn er deute nun trotzdem sein Ehrenwert nicht einlöst, so ist dies eine Handlungsweise. deren Beurtheilung ich R nen überlassen muß. Ich erscheine Ibnen vielleicht hart aber ich bin Y i 1 lÄm. . aa ryJP -' V, qciecri. UND ia; ycue hwjlj im im uui die Hoffnung aus, daß Sie. Tneir.Frcu lein, die Sie doch meinen To!m zu liefen vorgeben, ihn aa den recht .'n Weg zurückbringen werden; denn an der Seite eines Wortbrüchigen würe Jörnen wohl kaum das erschnte lu.t erblük.'n!" Ein immcr stärker werdendes Schluchzen hatte Felicia verhiude.'t. den Brief bis zu Ende vorzulesen. Der Äcttcr überflog ihn rasch und ließ ihn ; lMN topfschüttelnd sinken. ..Das ist ein trauriger Fall, liebe Felicia." ..Ader verstehe doch, Fritz, es ist natür!i ein Mißvcrsiändniß vorn GencraZconsul. hetvorgerufen durch eine kleine Unaufrichtigkeit Theos." Fragend sah dcr Referendar dieBase an. S:eb, Aetter. Theo Vater ist :in echte? Hamburger Quer- und Trotzköpf. Als er damals die Verheirathuna seines Sohnes mit du Tochter jene Großhändlers forderte, da fürchte.c teo. daß eine Weigerung einen grolen Skandal hervorrufen würde; denn dN Umland, daß Tb die G?cWn?U : :rochtcT, die zwar steinreich, aoer bli zur Unerträglichkeit unliebenswürdig war. nicht ausstehen konnte, wäre in den Augen des Generalkonsuls kein stichhaltiger Hinderungsgrund gern?sen. So erfand er denn die Sache mit dem jener Fremden gegebenen Wort ohne Ahnung natürlich, daß diese später fo unweiblich ihm zusetzen werde." Hast Du dafür sichere Gewähr, Felicia?" Theo hat mir alle Briefe der jungen Dame soweit er sie nicht im Papie?ko?b Kat enden lassen zu lesen gegeben. Hier sind sie! Lies sie, bitte, liebe? Vetter, und sag' mir dann socdl als Rechtsverständiger als auch in Deiner Eigenschaft als mein einziger männlicher Verwandter und Schutz, ob ich nach Teinern Dafürhalten ?echt und klug handle, wenn ich ZKco nach wie vor mein Vertrauen und morgen sogar meine Hand schenke." Leg' alles dahin auf's Pult. Frlicia. Ich bin von dem, was Du mir gesagt hast, sehr erregt, ja verwirrt. Und ich muß bis zehn Uh? mit diesem wichtiyen Aktenstück fertig werden, da es um elf auf' Schiff soll es handelt sich um eine dringend? geschäftliche "'.i-unft. 5e?nach abe? we?de ich mich mit aller Energie an Deinen schwierigcn Fall machen ..." Aber ich möchte Dich noch vor ein ! Uhr sprechen. Um halb zwei kommt Theos Zug an und ich will ihm mit fröhlicher, zuversichtlicher Miene entgegengehen können. Du verstehst." Irin Beyer war wirklich gerührt. Magst Du recht, recht glücklich werden, meine liebeFelicia.Aber sag', wird man Dich auf Deiner Hochzeit nicht zu sehen bekommen?" Ich will mich nicht hier trauen lassen. Der Gedanke, in derselben Stadt mit Theos Vater zu weilen und den Sckirnpf zu erleben, daß er nicht einmal in der Kirche bei dem feierlichen Akt Zugegen sein würde nein, daZ müßte mir für's ganze Leben eine zu traurige Erinnerung sein. Wir werden morgen f?üh mit dem e?sten Dampfer nach Helgoland fahren und fl il dor: die Hand zum ewigen Bunde reichen." Da der Vetter wieder an die Arbeit mußte, oerabi'chiedete sich Felicia a5' bald. ZurAussprache wa? ja noch h..;e Mittag Zeit. Fritz Beye? nahm, nachdem seine Cousine gegangen, hastig die Briefe zu? Hand" die Felicia auf's Pult gelegt hatte. Cr hatte kaum gelesen, wie die Beiefe. die von Damenhand he??üh?ten, unterzeichnet waren, als er auch schon einen leichten Schrei der Ueberraschung ausstieß. Fast gleichzeitig öffnete sich die Thür und Mr. Stanway trat ein. Er schwang frohlockend eine Visitenkarte in der Hand. DasGeschäft blüht, Herr Compagnon. Diese Dame will uns soeden sprechen ... es ist die von Ihrem Freund Kleist an den ,.A?gus" empfohlene neue Clientin!" In großer Erregung riß der Referendar die Karte an sich, und er las , darauf denselben Namen, den in diesem Augenblick der Groom mit discrei ter Stimme in's Privatcomptoir rief, während er mit einer tiefenVerbeugung ! eine Dame eintreten ließ: Miß Ellen Worcefter!" Obne die Eintretende eines Blickes

zu würdigen, verließ Felicias

Vetter das Comptoir. j Edward Stanway. auf's Höchste ' überrascht durch das ganz absonderlick.e Gebaren seines Compagnons, starn- ! melte noch eine Entschuldigung; oann folgte er dem Freund in's Schlafzimmer. Was ist nur geschehen?" fragte der Amerikaner. Weshalb ergreifen Sie die Flucht vor der Dame V Lieber Freund, es ist unmöglich, daß wir diese Dame als unsere Clientin annehmen. Nach den Andeutungen, die heute Dietrich Kleist über die A-t ibres Vergehens machte, glaublich zu wiffen, um was es sich handelt. Soeben hat mich meine Cousine verlassen. Felicia Beyer. von der ich Ihnen ja schon erzählt habe. Denken Sie nur. der Mann, dem Iore Landsmännin durch den ..Argus" nachspüren lassen will, ist der Bräutigam meiner Base der morgen ihr Gatte werden soll." Stanway sah seinen Compagnon überaus verdutzt an. So meinen Si, wir müßten uns das Geschäft entgehen lassen?" Selbstverständlich, Mr. stanway.Und in aller Eile schilderte er. was er kurz zuvor aus dem Munde seiner Ver wandten erfahren. Der Amerikaner lauschte nach neben an. tfr war zu sehr Geschäftsmann, als daß er sich von bn Erreaung so schnell bätte mit fortreißen lassen, wie sein Compagnon. ..Aber ick halte es unter keinen Umständen für angängig, daß wir die Dame so unhöflich behandeln, indem wir sie warten lassen." Gut. gehen Sie also hinein zu ihr, und sagen Sie ihr. daß besondere Umstände cs uns leider unmöglich machen, mit ihr in Geschäftsverbindung zu treten. Sie können ihr ja vorreden, unsere Auskunft sei gerade in diesen Tagen mit wichtigen und dringlichen Ermittelungen und Austrägen derart überhäuft worden, daß wir bei unseren streng reellen Grundsätzen für die g--wissenhafte Wahrung ihres Interesses uns nicht verbürgen könnten. Das im. ponirt und wir sind sie los, die schreckliche Miß." Hdward Stanway lächelte. Wir können ja zunächst wenigstens hören. um was es sich handelt." Aber ich sQgk hnen doch, liebster Stanway, daß ich es weiß." ..Sie vermuthen. Verehrtester! Nein, nein, das ist nicht coulant gehandelt. Herr Compagnon. Hören wir erst und dann lassen Sie uns urtheilen." Trotz der Einsprache Beyer's begab sich der Amerikaner in's Nebenzimmer und gleich darauf ließ sich das hohe, breite und dabei doch wieder schrille Organ der Miß Worcester vernehmen. Da Beyer gut englisch sprach, entging ihm kein Wort. Er suchte es vor sich selbst zu entschuldigen, daß er hier draußen an der Thür stand und lauschte denn gewiß war das kein Benehmen, durch das er seinem formgewanoten Compagnon imponiren konnte aber es war ihm unmöglich. derFremden mit der verbindlichen Miene Stanway's gegenüber zu treten. E? glaubte, diese Fremde hassen zu müssen, noch bevo? er sie gesehen. ?Niß Wo?ceste? hatte inzwischen auf Stanway's Einladung hin in de? Nahe des Fensters auf einem Fauteuil Platz genommen. Edwaed setzte sich an das Pull seines Compagnons und hö?te ih?en Ausfüh?ungen gespannt zu. Die Miß begann ganz ungenirt über ihre pe?sönlichen Veehältnisse zu sp?echen. Prüderie war ihr jedenfalls fremri. Während anderen weiblichen Clienten in ähnlichen Fällen Satz für Satz durch geschickt gestellte Fragen entlockt werden mußte, äußerte sie sich mit bewundernswerthem Freimuth über ihre Angelegenheit. Sie müssen wissen." sagte sie auf englisch zu Mr. Stanwan. daß ich ein sehr gut gehendes Geschäft in NewYork besaß. Ich bin nämlich Zahnärztin. Dieses Atelier habe ich überzeugt davon, daß mein Verehrer. Herr Theodor Hüttl, um meine Hand anzuhalten gedenke weit unter seinem Werthe verkauft, um ihm zu folgen. Ich bin also in doppelter Hinsicht betrogen. Der Gatte meiner Freundin Ada Kleist hat mich nun an Sie gewiesen und mir versichert, daß Sie sowohl als auch Ihr Herr Compagnon alles aufbieten würden, um mir die Durchführung meiner Pläne zu ermöglichen." Stanwan hatte, während er ?en Ausführungen lauschte, seincn Blick unwillkürlich auf die Briefschaften gelenkt, die sein Compagnon auf dem Pulte hatte liegen lassen. Er konnte sich's nicht versagen, ihren Inhalt flüchtig zu überfliegen. Und Ihre Pläne sind. Miß Worcester?" fragte er die resolute Amerikanerin. Ich will, daß Hüttl seinen Verpflichtungen gegen mich nachkommt indem er mich heirathet. O. glauben Sie nicht, daß eine Mi Worcester nur mit sich flirten läßt. Ich bin eine praktische Person davon werden Sie sich bereits überzeugt haben und ich weide mir mein Recht erkämpfen." Edward verneigte sich lächelnd. Haben Sie aber irgend welche Anhaltspunkte für die Berechtigung Ihrer Anfprüche?" Noch nicht;' aber Sie sollen sie mir verschaffen. Eben deshalb wende ich mich ja an den Argus." Sehr verbunden. Miß Worcester. Aber Sie werden zugeben, daß dies sehr schwer ist. Gewiß. Jcv bin daher auch zu jc dem Opfer bereit."

Sie lieoen diesen ungetreuen H???n alfo mit a?oße? Leidenschaft?" Miß Ellen Wo?ceste? ve?zog spöttisch den Mund. Eine Ame?ikane?in liebt nie mit großer Leidenschaft. Wir sind praktisch das ist Alles." Aber Sie müssen doch ganz beson--dere Vortheile erwarten, wenn Sie. wie Sie erklären, zu jedem Opfer bereit sind?" Hüttl ist der Sohn des reichen Generalconsuls. Ich habe mir durch eine New Jorker Auskunftei sogleich, da ich mit dem jungen Herrn in einen BriefWechsel ei....at, darüber Gewißheit verschafft. Wenn Herr Hüttl senior stirbt, so hat sein Erbe eine jährlicheRente von 1000 Pfund rund 20,000 Mark." Ah, Sie haben sich ja fehr genau orientirt, Miß Worcester." Außerdem hat mich Hüttl wie ich Ihnen bereits sagte indirect ner cmZaßt, mein Atelier in New 7)ork aufzugeben und nach Deutschland herüberzukommen. Ich habe dadurch also einen großen pecuniären Verlust erlitten. Wenn der junge Herr heute anderer Meinung geworden ist. so werde ich ihn auf Leistung ines hod?n Schaden ersatzes verklagn:." In diesem Augenblick trat Fritz Beyer tin. Da sein Compagnon noch immer nicht Ernst machte, so erklärte er der Amerikanerin, daß es dem Araus" leider gaty unmöglich sei. in diesen Tagen noch einen neuen Auftrag zu übernehmen. Ich hörte bereits, um was es sich handelt. Miß Worceste?. Ich gebe zu. daß Jh?e Lage du?ch dieSinnesände?ung dieses He??n Hüttl eine seh? mißliche gewo?den ist; abe? Sie we?den selbst einsehen, daß dieser Fall da keine festen Handhaben vo?handen sind ganz besondere Anstrengungen von Seiten des Bu?eaus e?fo?dern würde. Dazu sind wir bei unserer augenblicklichen Ueberhäufung mit Geschäften alle? A?t aber leide? nicht im Stande." Die Miß muste?te ibn e?staunt mit ih?en kalten Augen. Ich werde Ihre Bemühungen so glänzend hono?i?en. daß Sie andere Geschäfte fallen lassen können. Ich sichere Ihnen sür den Fall, daß Sie mir das Material zur gerichtlichen Klage verschaffen, rund 1000 Mari zu." Veyer zuckte mit der Achsel. Also 2000!" fuhr die Miß kühl fort. Edward Stanway zwinkerte seinem Compagnon vergnügt zu. Wir können uns in den nächsten Tagen 10.000 verdienen, wenn wir unsere Kraft einer anderen schwebenden Angelegenheit widmen. Nicht wahr. Herr Cornpagnon?" Nun. ich bitte Ihnen 5000 baar!" sagte die Miß ohne sonderliche

Erregung. Felicias Vetter fuhr sich in's blonde Haar. Ein Kamps entbrannte in seiner Brust. Nein. Miß Worcester. e.ö geht nicht bei Gott, es geht nicht." Also 5000 baar und 5000 bei gutem Ausgang der Klage." Das war ein fürstliches Honorar. Beyer wagte es gar nickt, seinem Compagnon in's Auge zu sehen. Stanway war von dieser Generosität sehr überrascht. Er verrieth seine Verblüffung aber in keiner Weise, fondern fuhr fort, der Clientiu die SchwierigZeit des Unternehmens vor Augen zu führen. Miß Worcester hatte inzwischen eine Sammlung von Briefen ausgepackt, die sie den Compagnons einhändigte. Hastig sahen diese die Blätter durch. Es ist unmöglich. Miß Worcester." nahm Fritz Beyer nach längerem Schweigen in yedriktter Stimmung das Gespräch wieder auf. daraus irgend welche Ansprüche herzuleiten. Herr Hüttl redet Sie nicht anders als in Ausdrücken respectvoller Verehrung an. nirgends deutet er darauf hin. daß er Sie liebt und die Heirath mit Ihnen anstrebt Aber in anderen Briefen hat er es gethan!" fiel die Miß lebhafter ein. In verschiedenen Zuschriften an seine Verwandten s.'ll er seine Verpflichtungen gegen mich klar und bündig ausgedrückt haben." Darum wissen Sie?" fragten die Compagnons wie aus einem Munde. Ich weiß es vorn Rechtsanwatt Kleist. Der ist der Rechtsvertreter eines hiesigen Großhändlers, mit dem Herr Hüttl sen. wegen einer Verwandtschaftlichen Annäherung in Verbindung stand. Ihm sagte der Großhändler, daß aus der Heirath seiner Tochter mit dem iunaen Hüttl leider nichts werden könne, da dieser mit Miß Worcester verlobt sei. Em Testes verlorenen binde ihn an diese Dame das !.'abe er in verschiedenen Briefc.i erklärt." (Fortsetzung folgt.) In gemeingefährlichen Wahnsinn verfiel plötzlich in Danville, Ky., ein wohlhabender junger Mann Namens James Stout. Er kaufte einen Revolver, postirte sich auf einem Hügel in der Nähe der Eisenbahn und begann auf vorbeipaffirende Passagierund Fracht?üge zu schießen, PolizeiChef Helm und Polizist Penn versuchten den Wahnsinnigen zu verhaften, mußten aber, da er sich mit dem Revoloer in der Hand widersetzte, anfänglich davon abstehen. Es gelang ihnen, den gefährlichen Irren zu verhaften, als er auf dem Nachhausewege war und brachten ihn in's Gefängniß. Von den Passagieren und Mannfchaften der vorbeipassirenden Züge sind einige mit knapper Noth der Gefahr entrönnen, getroffen zu werden.

Taglicher Marktbericht. Viehmarki. Indianapolis Union Viehhöfe, 31. Dcc. Rindvieh. Auserlesene bis prinm Tncre, 1350 Pfd. und auswärls 45.00 5.60 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.40 5.C0 Auserlesene bis vrima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.35 5.00 Gute bis mittlere 1150 bis V600 Pfd. Stiere 3.90 4.40 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 3.60 4.25 Gute bis gewählte Rinder. 3.50 4.25 Mittlere bis gute Rinder. 3.00 3.40 Gewöhnliche leichte Rinder 2.50 2.90 Gute bis gewählte Kühe.. 3.35 4.00 Mittlere bis gute Kühe.. 2.50 3.25 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.00 2.25 Kalber 5.00 6.25 Schwere Kälber 3.00 5.00 Prima bis fancy Export Bullen 3.60 4.00 Gute bis gewählte Schläch :er Bullen 3.60 3.85 Gewöhnliche bis guteBullen 2.50 3.00 Gute Kühe mit Kalb $30 40 GewöhnlicheKühe mit Kalb 15 25 Schweine. Gute bis gewählte, mitt. lere und schwere $4.85 4.95 Gemischte, scbw. Packing 40 4.87 Gute bis gewählte leichte 4.85 4.87 Gewöhnliche leichte 4.75 4.80 Pi'Ls 4.00 4.80 Roughs 4.25 4.70 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 5. 00 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 4.25 Gute bis gewählte Schafe 3.00 3.25

Ordinäre biö gute Schafe 2.25 2.75 Stockers 1.50 3.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 2.75 Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen, $3.00 für 300. Acpfel, $2.50-$3 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln, Persische 5$c-6c per Pfund . Kokusnüffe, 3.50-4.00 per Hundert. Trauben, Concord, 8 Pfund Korb, 13c; Delaware und Niagara, Crate von 4 Körben, 12c Birnen, hiesige, $1 per Bushel. Cranberries $3.00 per Vufhel Crate. Orangen, $3.25 $3.50 per Box. Gemüse. Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln, Spanische $1.50 per Crate; rothe Globe 70c per Bushel ; weiße Globe $2.00 per Faß. Kartoffeln, $1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 55c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Virginia $2.00. Celery, 25-50c per Bunch. Salat 50c per Büschel. Spinat, 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6$-7c; hiesige Stiere 7-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7jc; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 fund 6c; Stier Vordervicrtel 7c; St.er Hin'terviertel 9ic; Rind Hinterviertel 84c; Rind Vor derviertel 6c; Kuh Vorderviertel 6c; Kuh Hinterviertel 8c. Frisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hin terviertel 124c; Vorderviertel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 8c; Schafe 7c; Schenkel 8c; Rocks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c94c ; Cottage Schinken 7s c ; gehäu tete Schultern 7h, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 15c ; Spare Ribs 6c ; Tail Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Suaar Cured Schi.iken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund 11 je; 12-10 Pfund Ilse; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund lOHc; 12 Pfund lljc; 10 Pfund llc. kalifornische Schint?n 6 bis 8 Pfund 7c; 10 bis 1.1 Pfund 7cj 12 bis 14 Psund . Frühstück Speck Klarer English Cured 14c; gewählter sugar Cured 13c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 12; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt Ilse; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, fchmal, llc. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 12k; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12c Zveck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9c; KlareSeiten 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 9c; Klare Bcllies,25bis 30Pfd.,8ie; 18 bis 22 Pfd . , 9ic ; 14 bis 16 Pfd . , 10s c ; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 9s c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd.,9e. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8 je; 16 Pfund im Durchschnitt, 8e; 10 bis 12 Pfund 8c Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $19.00; Klares Bean 18.00; Family 16.50; Short Elea? 15.00: Rumvk 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg.

Sets, 11c; Aßenieiten Innenseiten 13c; Knöchel 12jc. Schmalz, in Tierce, 1. Qualität Sie; 2. Qualität SU; 3. Qualität 8ßc. Würste , Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfuner 7c; Wiencrwuest 7c; Knackwurst 7c; Bologna in Därmn 6c, Tuch 6c.

Fische, Auftern und Wildpret. Händler-Prcise: Clams Little Necks 75c per 10o. Hummern 25c per Pfund. Froschfchenkel, $1.50-2 per Dtzd. Austern BesteBallimore oderStand. ards, $1.00 per Gallone; beste Baltitimore Selects,$1.10 per Gallone; New York Counis, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New York Counts 35c; I. S. F. k Co. Select 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. R. 15c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c; Häringe 54c; Perch 5c; Weißfisch 9fa See Forellen 9c; Red Snapper sc; Kennebec Hechte 15c; Blaufische 10c, halibut 15c; Stockfisch 8.; Haddock 8cCatfisch 10c; No. 1 Pickcrel 10c; No. 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 11c ' Eier, 17c per Dutzend. Hühner 5jc;Turkcys : junge5)ähne 10 Pfund und darüber 7c ; junge 5)ennen, 7 Pund und darüber 6c ; alte Hennen 54c ; alte Hähne Uz; Culls und Krumbrüstige 44c ; Enten 6c; Gänse 5.40-6.00. Getreide. Weizen-Ro. 2 rother 73?c auf den Geleifen, 73c von der Mühle ; No. 2 rother 69-71c; Novbr. 73c aus den Geleisen; Wagenweizen 73c. Korn-No. 1 weiß 36c; No. 2 weiß 364c; No. 3 weiß 36c; No. 4 weiß 32j-344c; No. 2 weiß qemischt 36c; No. 3 weiß gemischt 36c; No. 4 weiß gemischt 32 - 34c; No. 2 gelb 37c; No. 3 gelb 36c; No. 4 gelb 32-34c; No. 2 gemifcht 36c; No. 3 gemischt 36c; No. 4 gemischt 32 - 34c; an Kolben 35c. Hafer-No. 2 weißer 254c; No. 3 weißer 24$c; No. 2 gemischter 23c; No. 3 gemischter 22c Heu-altes No. 1 Timothy 13.0013.50 No. 2 Timothy 11.50-12.50. Kaffee. Folgendes find die Jndianapoli Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-Ic; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 2-3U. In Packeten: Ariosa $11.75, Lion 10,75. Jersey 11.75, Caracas 11.25, Tillmorth' 11.75 Dutch Java Blend 17.00, Mail Pouch 10.75, Gates Blended Java 10.75. Groeeries. Zucker Dominoes 6.17c: Stückzuckek 6.32q vulversirter 6.02c; Ullk pul verifirter 6.07c; Standard granu'irter 5.92c; feiner granulirter 5.92c; Cubes 6.07c; Confectioners' 5.72c; Ridge. wood A 5.62c; Phcrni, A 5 .47c; Empire A 5.42c; Ideal Extra Golden C 5.37c; Windsor Extra C 5.27c; Ridgewood extra C 5.17c; gelber C 5.02 ; 16 gelber 4.87. Eingemachte Früchte Blackberries, 8 Pfund, $1.10: Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25: Seconds 3 Pfund $1.',0$1.65; Pie $1.40-1.50; AnanaS, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; Sec onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbse $1.10-$1.75; ftühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker korn 80c $1.40; Apfelbut:cr, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Sämereien. Kaufpreise: Kleesamen, Rother, $5-$5.50; eng , lischcr, je nach Qualität $5-5.50; Al syke 5-7.00; Alalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.30-$1.40. Dctail-Preise : Klecsamcn, alter, primz, $5.50; neuer $5.00-6.50. Timothy, gewähllcr $2.25; prima $2.00-2.10. Blue Gras, Fancy Kentuckn $1.20 ve, Bu'hcl; extra reines 50-65c per Bushel. Kohlen. Ir-7,e Ten Anthracit $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.16 Pittsburg 4 00 2.15 Raymond City 4.00 2.15 Winifrede 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.66 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lumv Coke 11c per Busd. $2.75 per 25 Bushel. $1.50 per 12 Bufhel. Zerkleinerter Coke 13c peiBu. $3.26 rer 25 Bu. $1.75 per 12 Bu.