Indiana Tribüne, Volume 24, Number 100, Indianapolis, Marion County, 27 December 1900 — Page 1
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Tribüne 1 W JV -MitS ISeat fSonntagölatt ' , r F lOrperSBoctc Z Vs i (DvTdjctiit jedsn DKuixnrUtag mtfc Sontttag Morgens. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. ?gilncr,tag, den 27. Dezember 1900, No. 1(1(1
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Attclnud Depeschen
!in? S(t)ffliii)ron jeoinaiiir In die Gefangenschaft der Boeren gerathen. Die lctztcrci! erbeuteten auch die WeihnachtZgcscheukc Die für las kßtt Lord Nie tliucns bestimmt waren. Tie Lage in Südafrika keineswegs befriedigend. Bersckicdencs au? China. Wcihttach!s-Rcvilc über deutsche Trnp pcn in Peking. Ter ar wieder beinahe vollständig genesen. 'rcidunsett Umdenken in Et. Peters bürg verhaftet. Veß 8crlcttt sozialistischer kehren. Der Krieg in Südafrika, b c n , 27. Dez. Der Mangel . ::n au (rüdafriln unD der fernste Iin Der wenigen Depeschen, die von dort eingetroffen sind, geben attfl Re laß ü der größten Be sorgil'.ß. 61 scheint, b das im Auf (:..; L befind läjt Gebiet in der Kap .Uolor.ie sich bedeutend weiter nach Tuden erstreckt wie ini Dezember vorigen Jahres, und es ist Lorr Kitchener an scheinend noch nicht gelungen, die Ein drincilinge zurückzutreiben. Das Kriegsan:t ha: bis zum Mit wock Abend (eine Nachricht von der Ge sangennahme einer Schwadron Aeo manry bei Britslown erhalten, eine De pescke aus Burghersdorp enthält aber einen mvsteriöfen Hinweis, daß bei ei ncr Gelegenheit der Feir.d unglücklickier Weise für Brabant's Kavallerie gehal ten wurde, was das Einstellen deS Feuers zur Folge hatte, und es den Boeren ermöglichte, alle wichtigen Posi tionen zu besetzen. Die Briten, die in eine schlimme Lage geriethen, waren gezwungen, sich zurückzuziehen. Die Erfolge, die General Elements bei den Magalies-Bergen über die Boeren errungen haben soll, sind eben falls zweifelhafter Natur. In der letz ten Depesche heißt es nämlich, daß man es nit für gerathen gehalten hebe, die Boeren aus ihren Stellungen zu vertreiben." Die britische Presse befleißigt sich im Allgemeinen immer noch eines optimi. stischen Tones, man ist sich aber der un geheuren Schwierigkeiten bewußt, die Lord Kitchener zu überwinden 'hat, wenn es sich darum handelt, die Kontrolle über ein so riesiges Gebiet zu behalten, selbst wenn die Boeren unterworfen sein sollten. Die Daily Mail" dringt in die Rezierung. Lord Kitchener mehr Truppen zu schicken und sagt: Es ist wirklich Gefahr vorhanden, daß die sorgfältig von der Zensur bearbeiteten Depeschen die Nation in Schlaf wiegen." Einer Depesche aus Johannesburg zufolge hat Lord Kitchener von Pretoria aus eine Proklamation erlassen, in der angekündigt wird, daß Bürger, die sich freiwillig stellen, die Erlaubniß er halten, mit ihren Familien in den Regierunaslagern zu leben, bis der Guerillakrieg zu Ende fei und sie ohne Gefahr in ihre Wohnstätten zurückkehren könnten. In der Proklamation wird auch versprochen, daß alles Eigenthum und alles Vieh, das die Bürger mitbringen, respettirt und bezahlt werden soll, im Falle die Militär-Behörden es requ,riren sollten. Der Umstand, daß das neueste NeuSeelander Truppen-Kontingent zur Hälfte aus Maoris besteht, ist im hochsten Grade 'interessant, da die Regierung am Anfang des Krieges bestimmt erklärte, nur weiß; Truppen gegen die Boeren ins Feld schicken zu wollen. Kapstadt. 27. Dezember. Eine Schwadron Aeomanry. die den Boeren von Britstown gefolgt rwr, ist in eine von den Boeren gestellte Falle gerathen. Mehrere der Leute wuroen getödtet und verwundet und oie übrigen gefangen genommen. General Kitchener hat Naaunspoort verlassen und sich nach dem Norden be Heben. Die schnelle Konzentrirunz vonTruppen in den unruhigen Distrikten hat das Vertrauen einigermaßen wieder hergestellt. Z e r u st. Transvaal. 25. Dezbr. Die Boeren haben zwei Wagen erbeu id. die Weihnachtsgeschenke und De-
likatesn für das Lager Lord Methuen's enthielten. Lord Eromer in Khartum. K hart um. 27. Dez. Lord Eromer. der britische diplomatische Agent, hielt am Mittwoch hier ein; jte:c über die aegyptischen Trupoen im Sudan ab, die von dem Sirdr. Generalmajor Sir Francis R. Wingaie. persönlich vorgeführt wurden. Loro Eromer gab bei dieser Gelegenheit einer Deputation vom Stamme der Dinka's. der früher viel von den Sklavenjägern zu leiden hatte, oie Bersiche rung, daß die britische und die aegyptische Flagge sie gegen die Einfälle der Sklavenjäger schützen und auch ihre althergebrachten Sitten und Gebräuche respektirt werden würden. D e H'äupt linge waren sehr zufrieden, als sie sich verabschiedeten. Nachrichten aus Ekina. Berlin. 27. Dez. Von dem Fel). marschall Graf von Waldersee ist die folgenoe Depesche aus Peking, vom 24. Dezember datirt, eingetroffen : ,.Die französischen Truppen stießen am 22. Dezember östlich von Chochan, zwischen Peking und Pno Tinz Fu auf eine 2500 Mann starke und mit Artillerie versehene chinesische Kolonne. Die Chinesen fUriftM in der Richtung auf Kuan-Hsien. Sie erlitten bedeutende Verluste un) ließen fünf Standarten und vier Kanonen zurück. Die Kolonne bestand wahrscheinlich aus den gesammalten Ueberresten einer früher ausein andergesprenaten Trupoenabtheilunz. Peking, 27. Dezember. Rev. Kelly, der presbnterianische Missionär, oer dem Gesandten Eonger die Nachcicrit von der Ermordung neunzehn Angeborener Christen überbrachte, hat ;etzt weitere Einzelheiten gemeldet. Er sagt, daß seines Wissens im Ganzen 21 Katholiken lebendig verbrannt wor den seien und daß Tausende von be waffneten Chinesen im San Ho Di strikt gesehen wordeil seien. Herr Conger hat eine Abschrift des Schreibens an den Feldmarschall Graf von Waldersee geschickt und oeutsche und japanische Soldaten sind zbgeschickt worden., um eine Untersuchung vorzunehmen. Graf v. Waldersee hielt am Dienstag gelegentlich de? Ueberr?!chung von Fahnen an zwei deutsche Regimenter eine Revue über die deutschen Truppen ab. Es war dies thatsächlich eine internationale Affaire und die sammtiichen Generäle mit ihren Stäben und Abtheilungen von ihren Truppen wa cen anwesend. Auf die gemeinschaftliche Note der Mächte ist soweit noch keine Antwort eingetroffen. Senor De Cologan. der spanische Gesandte, fürchtet, daß die Verband lunqen auf Grund der Kollektiv-Note. selbst nach deren Annahme, sich ein Jadr oder noch länger hinziehen werden. Es heißt, daß zahlreiche Ortschaften östlich von Peking gemeinsam Schritte treffen, um die eingeborenen Christen auszurotten, von denen bereits mehrere in einem der dortigen Tempel ver örannt wurden. Li Hang Chang fühlt sich etwas besser. London. 27. Dez. Einer Depescke aus Sbanghai zufolge wird sieb Sheng binnen kurzem nach Peking begeben, da er beauftragt worden ist. bei der Führung der Unterhandlungen zu helfen. L o n d o n , 27. Dez. Der Morning Post" wird aus Peking gemeldet, daß der Ver. StaatenGesandte Conger die Hoffnung hegt, daß ein Vergleich bald zu Stande kommen wird. Er erklärt aber auch zugleich, daß keiner der Ge sandten die Kaiserin-Wittwe als Staatsoberhaupt anerkennen wird, trotzdem allen bekannt ist. daß sie seit mehreren Jahren die Souveränität ausgeübt hat. Conger glaubt, daß die jetzige Krisis Reformen in China zur Folge haben wird. Das Befinden des Zaren. St. Petersburg. 27. Dezbr. De? russische Minister des Innern, Herr Sipiaguine. de? während des Tages von Livadia ankam, erklärt, daß der Zar sich jetzt wiedee fast ganz von seine? K?ankheit eeholt habe und täg lich aussah? und lange Spazie?gänge mache. Prof. Andre's Testament geöffnet. London. 27. Dez. Der Bruder des mit seinem Ballon verschollenen kühnen Nordpolfah?p?s Pros Andre hat. einer Depesche aus Kopenhagen zufolge, endlich die Hoffnung aufgegeben, feinen Brude? wieve? zu sehen und sein Testament hcöffnet. Studenten - Verhaftungen. London. 27. Dez. Dreihunde?t Studenten sind in St. Petersburg, einer Depesche der Daily Mail" aus Berlin zufolge, wegen Verbreitung sozialiftischer kehren verhaftet worden.
Laden die Fürstlichkeiten ein. L o n d o n . 27. Dez. Dem Daih) Erpreß" wird gemeldet, daß der Neio York Yacht Club den Kaiser Wilhelm und den Prinzen von Wales zu den Wettfahrten um den Amerika"-Becher einladen wird und daß sich Präsident McKinley dieser Einladung anschrießen wird. Sir Thomas Lipton hält es nicht für unmöglich, daß der Prinz von Wales der Einladung Folge leisten wi?d. G e ? i e b e n e ? Schwindler. Paris, 27. Dez. Das Appella tionsgericht hat das auf fünf Jahre Zuchthaus lautende Urtheil gegen einen geriebenen Schwindler Namens Goffroy bestätigt, welcher im letzten April hier als Kardirial Bischof von Washington" sein Erscheinen machte und Gaben für die Betehrung der Indianer von Neu-Mexiko sammelte. Goffroy hat in seiner angenommenen Eigen schaft als Geistlicher mehrere Male Messe gelesen und wurde einmal wäh rend dieser feierlichen Amtshandlung in Straßvurg nahezu arretirt, da ihm die Behörden auf di? Spur gekommen waren. Bald darauf tauchte er in Montelamar auf, wo er den dortigen Trappisten Vorträge über seine Abenteuer unter den Indianern im Felsengebirze hielt, von denen er sogar skalpirt zu sein vo?gab. E? verrieth sich schließlich durch seine bodenlose Unwis senheit. indem er die Indianer der Felscngebirge als Eskimos bezeichnete, urtd wurde den Behörden überantwortet. Zwölf Personen ertrun k e n. Q u e e n s t o w n. 27. Dez. DaZ für die japanische Regierung gebaute Baggerboot Sente" ist am Dienstag Abend bei Cork untergegangen. Von den 17 Personen, die sich an Bord befanden, sind zwölf ertrunken. Truppen für Südafrika. Wellington. N. S.. 27. Dez. Das sechste Kontingent von Neu Seelänern, 200 Mann stark und zur Halfte aus Maoris bestehend, wird in drei Wochen nach Südaf?ika abgehen. Eine Ueberraschung folgt auf die ande?e in Iowa. Eine unangenehme Uebe? rafchung war es. als sich nach der Wahl bei oberflächlicher Addirung der abge gebenen Stimmen herauszustellen schien, daß der Vorschlag zu einer Ver fassungs-Reoisions-Versammlung angenommen sei. Eine freudigere Ueber raschung war es sodann, daß diese An sicht irrig und der besagte Vorschlag mit einer kleinen Mehrheit abgelehnt fei. Und jetzt kommt die dritte Ueber raschung. in Verbindung mit dem Titus-Amendement". welches verfügt, daß in Zukunft nur alle zwei Jahre Staats- und Countv -Wahlen stattfin den sollen und die Bürger somit in je dem anderen Jahre der Qualen dieser Wahlen enthoben sein würden. Denn das Amendement, welches diese sehr vernünftige Aenderung macht, scheint illegal und verfassungswidrig zu sein, weil es nicht in der. in der Verfassung vorgeschriebenen Weise angenommen wu.de, da man vergaß, es in vollem Wortlaut in das Protokoll der Ver Handlungen beider Häuser der Legis latur einzutragen. Nur im Senats Protoioll findet sich de? Wo?tlaut und damit ve?fällt vo?aussichtlich da? Amendement. dessen Annahme so viele Mühe kostete, dem Papierkorb. Es be weist das wieder einmal die Oberfläch lichkeit, mit welcher hierzulande Gesetze gemacht werden. Unterm Weihnacht s bäume vom Tode ereilt. Timothy Bahnsen, der Präsident der T. Bahnsen Piano Co. in St. Louis, wurde am Weihnachtsabend von einem jähen Tode betroffen. Herr Bahnsen verbrachte mit seiner Gattin das Christfest im Hause seines Bruders John Bahnsen, da es seit vielen Jahren in der Familie Bahnsen der Brauch war. diesen einen Abend im Jahre gemeinsam zu verleben. Noch während der Bescheerung erfreute er sich des besten Wohlseins und nahm, lebhaften Antheil an der fröhlichen Unterhaltung. Nach dem Abendessen wurde noch einmal der Baum angezün, bet; dabei fing ein Zweig Feuer und Frau Bahnsen. welche es zuerst bemerk tt, stand auf. um dasselbe auszudrücken. Da auf einmal wandten sich Aller Augen auf ihren Gatten, der mit einer krampfhaften Bewegung sich erhob, um gleich darauf steif und starr zu Boden zu fallen. Sofort wurden mehrere in der Nachbarschaft wohnende Aerzte herbeigeholt, aber sie kamen zu spät, denn wenige Minuten, nachdem sie angelangt waren, that Herr Bahnsen sc!nen letzten Athemzug. Der so jählings Verstorbene hatte schon früher mehrere Scklaqanfälle erlitten, befand sich aber
in der letzten Zeit bei anscheinend guter Gesundheit.
Jzzland' Depeschen.
FKl Bankkrach in Baltimore. Tie Old Down Bank in Händen eines Massrverwaltctt. Die Jagd nach dem Cudahv-Räuber Pat Crolve. Ter Mayor von Bismatck, N. D., uu tcr Anklage, (Clt ..:.lk... , . El SPlklhaüs zu unterhalte. Ein Bankkrach. Baltimore. Md.. 27. Dez. Roger T. Gill. von der Advokaten Firma N. Rufus Gill & Sons, wurde am Mittwoch von dem Richter Stock bridge zum Masseverwalter für die Old Town Bank ernannt. Die Aktida der Bank belaufen sich auf 5750,003 ; und Herr Gill wurde angewiesen. sUr $1,500,000 Bücgschaft zu stellen. Theodore F. Wilcox. der Kaffirer d?r Bank, hatte ohne Vorwissen des Präsidenten und der Direktoren persönlichen Freunden große Summen von den Geldern der Bank geliehen und dabei so bedeutende Verluste erlittm, daß die Zahlungsfähigkeit der Bank dadurch stark beeinträchtigt iourde. Die Angelegenheit wurde allmählich be- , sannt und die Folge war, daß viele Depositoren ihre Guthaben zurückzo- ; gen. Die Beamten sahen sich fchliek ! lich geuvunak. um die Ernennung eines Masseverwalters nachzusuchen. Die Bank besteht seit dem Jahr? 1858 und hatte ein Kapital von $150,. 000 und einen Ueberschuß von $150, 000. Dem letzten Ausweis vom 3. : September zufolge beliefen sich die Resourcen der Bank auf $1.335.033.33. jAuf der Spur Pat C r 0 w e's. M u n c i e . Ind.. 27. Dez. Die hiesige Polizei wurde am Mittwoch ; Abend von einem Farmer per Telephon benachrichtigt, daß Detektivs nach einem Play bei Shideler geschickt werden sollten, um einen Mann zu verhaften, zuf den die Beschreiubng von Patrick jj,--'w; genau passe, den Man", de? .ngedlich den jungen Trdahy geraubt zaben soll. Zwei Detektios wu?den fofo?t in einem Fuh?we?k an den bezeichneten Platz geschickt. T. C. Tuttle und ande?e ve?antwo?tliche Fa?me? haben die Telephon-Botschft geschickt und sie sind übe?zeugt, den nchtigen . Mann zu haben. De? Letzte?? ist gut ' gekleidet und sp?ach in meh?e?enFa?mHäusern vor, um ein Nachtguartier bittend. Er sagte, daß er die Hotels in j den Städten nickt ausstehen könne und ! am liebsten inFarmhäusern übernachte. Stürmisches Wetter. N e m Y 0 r k. 27. Dez. Der Dam Pfer , Nebraska" von der Allen Linie, der am Dienstag Abend von Glasgow hier ankam, war acht Tage überfällig und hatte für die Ueberfahrt 19 Tage gebraucht. Der Dampfe? hatte vom , ersten bis zum letzten Tage außeror dentlich stürmisches Wetter und kam mit zerschlagenen Rettungsbooten uns in sonstiger Weise beschädigt hier an. Dreimal geriethen die Maschinen außec Ordnung und jedesmal befand sich der Dampfer in der größten Gefahr, bis die Maschinen wieder in Stand gesetzt wurden. Ermordet. M a c 0 n . Ga., 27. Dezbr. Frau Dave Birdsong, Gattin eines sechs Meilen von hier lebenden prominenten Fa?me?s, wu?de am Mittwoch in ihre? Wohnung e?mo?oet. Man glaubt, daß der Mörder ein früher auf der Farm beschäftigte? Rege? ist, und es wi?d übe?all nach ihm gesucht. Nege? müssen heieathen. C h a ? l e st 0 n . S. C.. 26. Dezb?. De? F?iedens?ichte? S:roh?eke? von Red Top, eine? notorischen Nege? - Ansierelung. gab am. Mittwoch Befehl, daß alle in dem Platz mit Frauen lebende Neger sich verheieathen müßten. Seitocm vo? einigen Tagen angekündigt wu?de. daß ein solche? Befehl e?lassen we?den wü?de. sollen sich be?eits 75 Paa?e ve?hei?athet haben. Der Friedensrichter erklärt, daß ein Neger viel schneller bei der Hand ist, sich für fein Paramour in Streit zu stürzen, als für seine Frau, und die Verheirathung der in wilder Ehe lebenden Neger anbefohlen worden ist, um den vie-i len blutigen Krawallen, die immer der Frauenzimmer wegen begonnen werden, ein Ende zu machen. Desperate Rotbhäute. Chamberlain, S.-D., 27. Dez. Nachrichten von der Brule-Jndianer-agentur melden, daß Hadsome Elt, der gefährlichste Desperado unter den dortigen Indianern, seine Squaw mit einem Ochsenjoche derart mißhandelte, daß die Frau wahrscheinlich sterben wird. Hierauf skalpixte er eine andere Zn-
dianertn, die Tochter von V.Wö Vtrd,
bewaffnete sia? mit seinem Gewehr und ; Miami. Fla.. 27. Dez. Ein unanderen Feuerwaffen und entfloh in bekannter amerikanischer Dampfer ist die Berge, wobei er Jedermann wa?n- ; an dem einige Meilen südlich vonMiami
te, ihm nicht nahe zu kommen. Hat nicht für McKinley g e st i m m t . Atlanta, Ga.. 27. Dez. Zwi. schen zwei hiesigen Zeitungen war seit einigen Tagen eine Kontroverse im Gange, da eine derselben behauptet hatte. daß der frühere Präsident Grover Cle: cland bei der letztenWahl für Wm. McKinley gestimmt habe. Das Atim iu .uuuiui ijiu nun, ms anuuuii fluf ewe vezüzliche Depesche. einSchreilanta Journal hat nun. als Antwort ben von Herrn Cleveland erhalten, in d'm dieser erklärt. Nicht für den Präsidenten McKinley gestimmt zu haben. Ein reuiger Verbrecher. S a c r a m e n t 0, Calif.. 27. Dez. Ein Mann, Namens H. Green. hat sich hier der Polizei gestellt und erklärt, das; er und sein Bruder John im Jahre 1875 in Clair Station. Jsabelle County. Mich., einen Mann, Namens Biu eeny ermoroer yanen. jagte, oaz ue tfttny nu? emem 'cyiag auf oen nops oeiauor, inm oann oen .yais abgeschnitten und ihn um $600 beraubt hätten. Der Mann erklärt, auch wegen ande?er Ve?ü?echen seitdem fünf Jah?e im Zuchthaus gesessen zu haben und daß sein Bruder, der John Morgan" war, der getödtet wurde, als die beiden Brüder den Uebergt'd-Zug de? südlichen Pacisie Eisenbahn bet Oaoisvllle in diesem Staat zu berauben versuchten. Vreen sagt, daß e? bere-t sei. für jetn? Verbrechen zu büßen. Die F?ciwilligen müssen do?läufig noch bleiben. Washington, D. C., 27. Dez. Alz Resultat eine? Konfe?enz des Krieg-sek?elä?s mit dem Gene?alQuartie?meiste? Ludington ist de? Beschloß gefaßt wo?den, daß betreffs der Zurückberufung der Freiwilligen von den Philippinen nichts geschehen soll, bis der Kona?en Sck?itte fü? de?en Erfatz getroffen hat. Das Departement lst der Ansicht, daß 60,000 Mann in den Vyilipninen noch auf lange Zeit i; -u? absolut nothwendig sind. Gegenwärng stehen 69.000 Truppen auf den Inseln, aber es sind bereits Arrangements für die Zurückbringung von 9000 Mann getroffen. Die von General McÄrthur eingelaufenen Mel düngen zeigen, daß die Freiwilligen fast ohne Ausnahme so bald wie möglict' nach den Ver. Staaten zurück möch ten und daß nur sehr wenige geneigt sind, sich wieder anwerben zu lassen. Blutfehde in Kentucky. H 0 v k i n s v i l l e, Ky.. 27. Dez. Um WttynachkS-Aveno wurde in Earl ein Mann. Namens Marion Hender son von Rovert Morris erschossen, als er mit zioei Revolvern in den Fäusten ant Morris eindrang. Morris hat sich geflüchtet. Die Sckießerei war die Folge einer
lutseyde. me tett -ah?en zwischen verursachend. Smith sagt, er habe am zwei prominenten Familien eristirt, j 14. Dezember mit dem Clerk Kelly's und sie wird wahrscheinlich noch weitere 1 allerlei Scherze gemacht und schließlich Blutthaten im Gefolge haben. Vor j auf dessen Veranlassung das Gas aus -,ebn Fahren brachte Lem Morris einem i geblasen, worauf andere Knaben einen sen" benderson. eine Riesenskandal gemacht hätten. Dafür gefadr.iche Schußwunde bei und dafür j habe ibn Kelly am andern Tage getötete ein Jahr spater ack Henderson , prügelt und er habe dann allerdings
den Lem Morris. Seitdem haben wie derholt Schießereien zwischen den Mit gliedern der beiden Familien stattge funden. Feuer. H 0 u g h t 0 n , Mich., 27. Dez. Das AoungGedäude. in dessen unterem Stock sich Läden befanden, wähcend die oberen Stockwerke Wohnzwecken dienten. wurde am Mittwoch Morgen zu früher Stunde gänzlich durch Feuer zerstö?t. Meh?e?e Peesonen entkamen nu? mit viele? Mühe du?ch die Hinterfenfter. Der Verlust beläuft sich aus $12,000. die Versiche?ung ist abe? unr , , rr , w t t ryr l blutend Eme groyc Anzahl Wech- ' nachts-Packete die sich in der Office V.. ..... 1 . 1 . . i v - .-t,iK, ver iici pccu uvmvuuij uc,uu den. nnd verbrannt. j S t. I 0 s e p h . Mo., 27. Dez. Die Providence M. E. Kirche für Farbige j in hiesiger Stadt wurde am Mittwoch j Morgen in Folge der Explosion eines Ofens durch Feuer zerstört und der ! Pastor Rev. I. L. Leonard erlitt dabei tödtliche Brandwunden. Drei Personen umgekommen. B r y a n , Ohio. 27. Dez. Wayne Crossell. 24, Jahre, und Chas. Canan, 21 Jahre alt, wollten am Dienstag Abend mit einem Buggy nach Blakeslee fahren, um einem Tanzvergnügen beizuwohnen. Als sie bei Blakeslee das Geleise der Wabash Eisenbahn kreuzten, wurden sie von einem Passagierzug überfahren und auf der Stelle getödtet. Als Frau Canan von dem Ereigniß benachrichtigt wurde, brach sie todt zusammen. Der Schlag hatte sie ge-rührt.
Dampfer gestrandet.
gelez?nen Riff gestrandet. Die See geht so yock. daß bis jetzt kein Boot in oie Nähe des Dampfers gelangen konnte. Die Rettungsstation in Key West ist benachrichtigt worden und der Schlepper Dewey". der sich hier befindet, wird dem Dampfer zu Hilfe geschickt werden. Ein Mayor unter Anklage. B i s m a r ck . N. D.. 27. Dez. De? Richter Winchester vom Distriktgericht bat einen Verhatt overehl gegen den 77 II 1. IT' ' 7 1. Mayor C. E. Pattcrson erlassen, der angeklagt wurde, ein Spielhaus zu halten, nachdem der Sheriff Begul einen Roulette-Tisch und andere Spie-ler-Paraphernalia in dem Haus mit Beschlag belegt hatte. Mayor Patterson behaupiet, daß der Noulctte-Tisch nicht ihm gehöre und er nichts davon gewußt habe, daß in seinem Haus gespielt werde. Er hat sich auch geweigert. Bürgschaft zu stellen. Er ist zwar nicht eingesperrt worden. j befindet sich aber unter Aufsicht des Sheriffs und technisch in Haft Schiffsnachrichte. R e w Y 0 r k, 26. Dez. Angekom men: ,.Aller" von Neapel. ..Laurentian" von Glasgow und ..Anchoria" von Glasgow. Q u e e n s t 0 w n. 26. Dez. Ange-kommen-Majcstic" von New Aork, nach Liverpool 'eskkmmt. Liverpool. 2. Angekom' men: Penn land" von Philadelphia; Majcstic" von New York. Abgegange: Cvnibric" nach New Fork. s l a s g 0 w. 26. Dez. Angekom men: Corean" von Philadelphia, via St. Johns. N. F. Plymouth. 26. Dez. Ange kommen: Graf Waldersee" von Nem Aork, nach Hamburg bestimmt. John Kelly und Milly Hull. 13 bezw. 10 Jah?e alt. sind in South Norwalk. Conn.. ertrunken, indem sie durch das dünne Eis brachen. Oom Paul's Boten junqe in Schwulitäten! Die Schulkind von Philadelphia haben keine große Ursache, auf den Botcnjungen George F. Smith von Brooklyn. der ih?e Sympathie Adresse dem Transvaal-P?äsidenten K?üger iibe?b?achte, besonders stolz zu sein. Wie nämlich aus Brooklyn gemeldet wird, wurde der so bescheiden aussehende Jüngling daselbst einem Polizetrichter wegen böswilliger Sachbeschädigung vorgeführt. Als Kläger trat M. Kelln auf, welcher in Brook- ; lyn einen Billardsaal hat. Er beschuldigt Smith, in seinem Loka'e wiederholt Unfug getrieben zu haben, I und als er ihm das"Lokal verbot, einen ' Stein durch ein Schaufenster qeschleudert und drei Kisten Ciga??en beschädigt zu haben, einen Schaden von $15 den Stein geschleudc?t. Nachklänge von der H'obokenez Brandkatastrophe. Die Summe dei Entschädigungen und Unte?stützungen, die de? No?ddeutsche Lloyd an die Of fiziere und Mannschaften seiner bei bei Brandkatastrophe in Hodoken in Mit leidenschaft gezogenen Dampfer, sowie an die Hinterbliebenen der Verunglück ten bisbr gezahlt hat. beläuft sich be. reits auf 209.773.90 Mark. Davon ent. fallen im Einzelnen auf Entschlidigun gen für eingebüßte Effekten 137.158.9C Mark, auf einmalige Unterestützungen von Wittwen und Waisen 9615 Mark. w , -w..iw. . . , zusammen 146.773.90 Mark, die auS Scemannskasse des Lloyd gezahlt . . . . . wurden. Außerdem gewährte der Lloyd an Extragggen etwa 63,000 Mark. Miter erhalten die Hinterbliebenen Wittwen und Waisen oom Norddeut schen Lloyd als solchem außer den ihnen aus der Wittwen' undWaisenpensions fasse des Lloyd und aus der See - Be. rufs - Genossenschaft zustehenden Bezü gen einen außerordentlichen Rentenzu schuß, genau wie die Hinterbliebenen des Elbe" - Unfalles. Demnach wird jeder Famile die Differenz zwischen 75 Prozent des Jahresgehaltes des Ver unalückten und der sich aus den Kassenleistungen ergebenden Unte?stükunge als Rentenzuschuß gewährt, wobei der Zuschuß für die Wittwe eines Offiziers 450 Mark, für die Wittwe eines unte ren Angestellten 225 Mark und für je des Kind unter 16 Jahren 112.50M! nicht überschreiten soll. ,, Philip und Leo M. Ravpaport. Advokaten, Zimmer 730 und 731 Lam BuUding. Neues Telephon 3345.
