Indiana Tribüne, Volume 24, Number 98, Indianapolis, Marion County, 24 December 1900 — Page 7
Wcporttrt.
Rom von & SB. ? 3rn n n g. (Fortsetzung.) S yatten lhn laufen lassen ! wiederholte sie langsam. Was wollen Sie damit sagen?' Ich verstehe Sie nicht. Natürlich nicht! Er kann das doch einer solcken Tarne nicht erklären! Was Zarin er nickt er!!cin, mein Kind? Sie zitterte vor Aufregung. Vorige Woche tarn er in die Fatlorei. um um sich eine Frau zu suchen. Eine Frau! Seme Wahl ist auf mich aesaUen. Fragen Sie nur den Herrn, wenn er hereinkommt! Der Herr traf zum Gabelfrühstück wieder ein. Er fand Claire mit blasfern Gesichte und zornigen Augen auf der Beranda. Während des Gabelfrühstücks stürzte plötzlich PeggN in's Zimmer. Nat Sullioan und die Polizei! keuchte sie. Sie sucken Tcm! Ich sagte Ihnen, er sei heu!e Nacht entflcden. Um Himmelsmillen. Sir. sagen Sie dasselbe! Ginger ist auch dabei! Sie wollen ihn umbringen! Das war einBlitz aus beiterem Himmel. Zom rührte sich trotzdem nicht vom Flecke, bis ibm Hiebt Taintrec befahl. :n das Nebenzimmer zu geben. Claire sah regungslos während Lady Starkie viel größere Erregung wabrnehmen ließ. Taintree jedoch stand mit ostentativer Kaltblürigkeit auf und klopfte Peggrz auf die Schulter. Recht so mein 5tind! rief er. währeud vor der Veranda eine kleine Echaar von Reitern hielt. Niemand wird wagen. Hand an ihn zu legen, so lange er unter meinem Schutze steht! Mit diesen Worten stolzirte er auf die Veranda hinaus, ganz entzückt, vor so erlesenem Publikum seine Machi. Großm.utd und Schlauheit zur Geltung bringen zu können. Ich bedaure, Sie belästigen zu müssen. Sir. ertönte eine unbekannte Stimne, haben Sie nicht einen ?träsling Namens Thomas Erichien in Jhren Diensten? Was? schrie Lady Starkie auf. Still. Tante! flüsterte Claire. Nein! erwiderte Daintree. Wie wagen Sie das zu bebaupten? brüllte Nat Sullivan selbst. Nein, sage ich. wiederholte Taintree nachdrücklich. Der Mann war allerdings hier, ist jedoch entflohen. Wann? Heute Nacht. Können Sie sich denken, wohin er gegangen ist? Habe keine Atmung. Aber darf ich auch eine Frage an Sie stellen? So viel tit wollen. Sir. Sie suchen ihn wegen der Geschichte von Ccistle Sullivan? Ja. Das habe :cb gleich aedacbt. Eine komische Idee. Wer wird tonn beku ..o7n. tat er ihn dabei gesehen hat. 2&fei ann hier! versetzte Nat. Im Nebenzimmer, welches gleichfalls an die Veranda stieß, lauschte Tom themlos. Ich bin der Sacbe nicht so sicher! sprachGinger ziemlich niedergeschlagen. In Deinem Rausche hast Du es ganz bestimmt gewußt! Das ist etwas ganz Anderes! Nun. sagt der Constabler. hier ist er einmal nickt. Schade, unsere Zeit hier zu verschwenden. JJH. Sullivan. Guten Morgen. Sir. Ich fürchte, er ist uns abermals entwischt. Aber nicht für lange ! schrie Nat. Ich werde den Kerl noch an den Ga!gen bringen! ft Sie waren fort. Daintree kehrte stolz lächelnd in's Zimmer zurück. Auch Tom athmete erleichtert auf, und Peggy blickte ihn sreurestrahlend an. Claire jedoch erhob sich und rauschte ohne Gruß aus dem Zimmer. Daintree blickte Lady Starkie entsetzt an und befahl den Dienern hastig, den Speisesaal zu verlassen. Auch Ihre Lordschaft stand auf. Sie wundern sich doch nicht etwa darüber? rief sie. Worüber? Daß Ihre Braut sich nicht gerne von deportirten Verbrechern bedienen läßt. Und habe ich es gut verstanden? Heit 1-eser junge Mensch wirtlich Er!chsen? fcr Ja. Cavitan Vlaydes' Mörder? Nein. Wer denn? Nur sem vermeintlicher Mörder. $i ist unschuldig. Diese meine Ueberzeugung hat mich fast tausend Pfund gekostet, abtt ich werde ihr immer treu bleiben. Glauben Sie mir, Myladn, der Mann ist unschuldig. Alles war jedoch umsonst. Daintree fuhr die Damen nach Sydney und kam spät Abends allein zurück. Tom erwartete ihn. und als sie vom Stall bis zum Hause gingen, schob der Herr fast zärtlich den Arm in den seines Dieners. Mein lieber Freund, sagte er, es geht mir wirklich sehr nahe, aber ich kann meiner Frau den ersten Wunsch nicht abschlagen. Sie duldet in ihrem Hause keine Sträflinge. Wir werden uns trennen müssen. Tbomas!
l5s bat so kommen muffen, erwiderte Tom. Bis an mein Lebensende werde ich Ihnen dankbar fein! Ich bin noch lange nicht mit Jt nen fertig! Was es auch koste, ick rr.ufe Sie aus diesem Lande befreien. Diee Bestie, dieser Sullivan ist im Pulteney Hotel. Wie es scheint, hat dieser Aufseher gar nicht die Absicht gehabt, gegen Sie auszusagen; in der Trunkenheit hat er jedoch geplaudert, und Sullivan läßt ihn nicht mehr los. Solange Sie im Lande bleiben, sind Sie in fortwährender Gefabr. Das macht nichts! versetzte Tom. Ich möchte doch lieber hier bleiben! (?r dachte an Daintree und dessen junges Weib; aucb jetzt, bei dem neuen Beweis der Güte seines Herrn, mußte er an dessen unheimliche Cbaraktereigen schalten denken.
36. Samstag Früh sollte in der Philippstircke in Sydney die Trauung stattfinden. Die Licenz war besorgt. der Bräutigam trug den Ring in der Tasche; nur lines fehlte: ein Braut- ; führer. Und es war keiner zu bekcmmen. Dieser Sohn und Erbe eines Bcronets. dieser Mann von Geblüt, von Reichthum und Bildung war in Neu-Südwales ebenso unbeliebt als in cndcn. Seit Tom in Daintree's Diensten stand, waren Claire und ihrk Tante die einzigen Gäste im Bungalow gewesen. Die Damen kamen nick?t mehr aus, aber der glückliche Bräutigam be'ck:e sie tätlich in Sydney. Die langen. sternhellen Abende verbracht: er in freundschaftlicher Unterhaltung mit Tcm. Dieser erfuhr jetzt endlich, wie itz der Mord seinerzeit die Familie :.: Aoenue Lodge beschäftigt batte. und konnte durchaus nicht begreisen, warum Holding Daintree genöthigt hatte, der Verhandlung beizuwohnen. Auch Peggy hatte bereits erfahren, daß sie ihren Dienst erlassen müsse. Wenn Ihr zwei nur heirathen wolltet' sprach Daintree zu Tom. Ich beschäftige mich fehr viel mit Euch; wenn Ihr ein Paar würdet, könnte ich Euch augenblicklich versorgen. Schon lan habe i im Hochland eine Äuitenarrn errichten wollen, die Ihr Beide vorzüglich leiten würdet. Außerdem wird meine Frau schwerlich alle Vorurtheile der Üfliß Harding beibehalten; ich glaube, wir kommen bald wieder zusammen! Aber Tom antwortete wieder nur durch ein trauriges Kopfschütteln. Freitag beschloß Daintree. nicht mit dem Wagen, sondern in seinem Boote nach Sydney zu fahren. Er wollte eine größere Geldsumme bei der Ban! erbeben, und Point Piper Road war kein sehr sicherer Weg. Auf Tom's Frage, ob Nat Sullivan noch in Sydnen sei. erfuhr er. daß dieser betrunken im Hotel liege, worauf er sich erbot, seinen Herrn zu begleiten. Um jedoch 'ede Gefahr einer Entdeckung zu wrmeiden blieb Tom mit dem Hund im Boote, während Daintree sich aus die Bank und in's Hotel begab. Noch einer Stunde ungefähr kam er mit Elaire zurück, die im Boot spagieren fahren wollte. Die junge Tome konnte bei Tom's Anblick kaum li Mißfallen verbergen; auch der eic.e war sehr überrascht, und so nahm keiner von ihnen die unheimliche Gestalt wahr, welche nach der Abfahrt des Bootes zwischen den Bäumen hervoriüucMe. Plötzlich bemerkte Taintree den Mann, welcher die Gesellschaft nick: aus den Augen ließ, und starrte, in seinen Bewegungen innehaltend, voll Entsetzen auf den Unbekannten. Im selben Augenblick faßte der Wind das haushohe Segel. Reffen Sie! Reffen Sie!" rief Tom, doch es war schon zu spät. Das Segel blieb eine Sekunoe auf dem Waffer liegen, welches e5 einsog wie Löschpapier ; dann sank es. und das Boot trieb kielaufwärts fünfzig Aards vom Ufer dahin. Claire fiel unverletzt aus rm Wrack. Ehe sie nur einen Schrei ausstoßen konnte, fühlte sie starke Hände unter ihren Armen, die sie sanft nach der nahen Küste stießen. Damtree's Hund schwamm fröhlich voraus. Plötzlich verlckwand das Hündchen mit einem Schmerzensgeheu! in den Flthen; säst im selben Moment fühlte Claire Sand unter den Füßen, wer aber zu schwach, sich aufrecht zu erhalten. Dies ist der glücklichste Augenblick meines Lebens? sprach eine tiefe Stimme hinter ihr. Ich konnte die retten Sie wendete sich um und erblickte Taintee. der bis zur Brust im Wasser stand. Tom und der Fox-Terrier waren verschwunden. Daintree schwamm tüchtig auf das Boot zu, in dessen Tauwerk Tom hängen geblieben war, befreite ihn und brachte auch ihn an's Land, wo derselbe anscheinend leblos zusammenbrach. In der versammelten Menschenmenge befand sich der Mann nicht, dessen unerwartete Erscheinung das ganze Unheil verursacht hatte; er war spurlos verschwunden. Daintree entblößte derd Oberkörper des Dieners und benxgte die Arme desselben ouf und ab, um die Athmung zu befördern. Als er Tom's Rock und Mste hastig forkschleudttte. fiel ein ! kleines Packet vor Claire nieder, welches diese mechanisch aufhob. Durch die inOel getränkte durchsichtige Seide, , in die das Packet eingenäht war. konnte s deutlich ihren eigenen Namen lesen; aber Alles öerschwamm ihr vor den Augen. Daintr und ein Arbeiter fuhren in
Jndiana Trib?. Montag,
ihren Bemühungen um rastlos fort. Die nächste Minute mußte die Entscheidung bringen. Ah! Was gibt es? stammelte Claire. Cr lebt! sprach Daintree. Ist kein Brandy da? Es war keiner da, und doch hätten ihn Zwei gebraucht: Claire Harding war in Ohnmacht gefallen. Nach einigen Minuten hatten sich Beide genügend erholt, um in einem Miethwagen mit Daintree wegfahren zu können. Sie begaben sich in's Hotel. den noch dort befindlichen Sullivan aanz vergessend. Unterwegs reichte Tom seinem Retter seine schwache Hand. Wie oft werden Sie mir noch das Leben retten? fragteer. Auch das meine haben Sie gerettet! sprach Claire traurig. Cs ist der glücklichste Tag meines Lebens! rief Daintree begeistert. Aber hotten Sie etwas dagegen, wenn wir bei der Redaction des Herald" vorbeifahren? Das Blatt erscheint zwar erst Montag, aber es ist gut. dasselbe rechtzeitig zu informiren. Seine Einbildung überwog fogar seinen Muth. Claire und Tom mußten in ihren durchnäßten Kleidern vor Kälte zitternd im Wagen warten, bis Taintree den Artikel, der im ..Sydney Herald" veröffentlicht wurde. fastWcrt für Wort dictirt hatte. Die Beiden sprachen während dieser Zeit kein Wort mit einander. Ü7. Taintree fuhr noch vor Einbruch der Dunkelheit heim. Lady Starkie hätte es für höchst unpassend gehalten, wenn Claire diesen Abend den letzten vor der Hochzeit in der Gesellschaft ihres Bräutigams verbracht hatte; sie speiste allein mit ihrer Nichte und zog sich zeitig zurück. Claire blieb allein im Wohnzimmer und zog das Packet aus der Tasche, welches allem Anschein nach einen Brief enthielt. Sie konnte deutlich ihren Namen lesen. Auf der Rückseite stand: An dte Adresse abzuliefern!" Wann? Nach seinem Tode? Der Krief war früher in ile Hände gelangt; sollte sie ihn lesen? Er war an sie gerichtet, ihr Eigenthum; sollte sie ihn lesen, vernichten oder dem Schreier zurückstellen? Der Kampf dauerte nicht lange; nach einigen Minuten schnitt sie den seidenen Umschlag durch und öffnete den Brief. Er war von Newgate. 29. Mai 1837 dem fürchterlichsten Tage ihres ganzen Lbene datirr, vom Vorabende feiner Hinrichtung. Der erste Satz schon brannte ihr auf dem Herzen wie geschmolzenes Blei. Er nannte sich unschuldig. Also am Rand des Grabes hatte er sie belogen,. Sie las weiter und fühlte bei dies einfachen, aufrichtigen Erzäblung all' ihre Zweifel mit einem Schlage schwinden. Er theilte ihr Alles mit. was seit j ihrer Trennung vorgefallen war. ließ nichts ab. was zu seinen Ungunsten gest rochen hätte. Ihr Herz schlug fast ffixhat. Ja. das war Wahrheit! ..Mein Liebling." so schloß er, .trauere nicht' um mich; lch war ja Deiner Liebe nicht werth. Nur einen Wunsch hatte ich noch: Du solltest wissen. daß ich unschuldig sterbe. Als ich ihn verließ, wa? er noch am Leben; ich gab ihm den Empfangsschein, wir drückten uns sogar die Hände. Das ist die reine, volle Wahrheit. Die letzten Worte, die meine Hand je schreiben wird, sagen es Dir. Wenn Du den Edlen ausfindig machen kannst, der so viel für mich gethan hat. so danke thm in meinem Ramen. Gott segne Dich, mein Engel, und lasse Dich glücklich werden, wie Du es verdienst. Glaube an meine Unschuld, bete morgen für meine arme Seele und vergiß Deinen unwürdigen Tom." Dann noch eine Nachschrift: ..Im letzten Augenblick begnadigt ! Jetzt behalte ich diesen Brief noch ich hoffe, daß er später in Deine Hände kommen wird." Claire benetzte seine Schriftzüge mit heißen Thränen. Sie ging zum ??enster. öffnete dasselbe und blickte zu dem gestirnten Himmelszelte empor. 0, Tom. flüsterte sie unwillkür!ich. wärest Du doch damals gestorben, es wäre besser um uns Alle bestellt. Ich hätte Dich nicht überlebt, wir wären jetzt beisammen! Im Garten regte sich nichts, denn es war schon spät in der Nacht. Plötzlich i aber wurde ein leises Geräusch hörbar. Claire ist das Deine Stimme? ! Es war Tom. Ja, erwiderte sie mit freudigem 1 Schrecken. Komme! Ich habe mit Dir j zu sprechen. -Jetzt? Ja! Wie kommt es, daß Du noch j in der Stadt bist? Ich habe etwas verloren und ver- j irf fil t A yi rrt m rr V rt fit rk4 r:Pv I vyv v 4 i .f i i w t tuti uu c v .wollte ich auch einmal nachsehen. Ich habe es gefunden. Komme ! ' in das Zimmer, wo Du heute Nachmittag nxirst. Er schin zu zögern. Du Du bist nicht allein? Aber Claire hatte schon das Fenster ! verlassen und wartete ungeduldig an : der offenen Thüre. Nur zaghaft und schüchtern wagte er sich ihr zu nähern, j nicht wenig verblüfft, daß sie ihn zu I dieser Stunde, noch dazu am Bor1 abende ihrer Vermählung, allein emI pfing. Aber er zitterte nur für sie; i seine ehrlichen Augen vermochten sein l Entzücken nickt zu verberaen. .
den 24. Dezember 1900.
Claue kackte an nichts, als an das schreckliche Unrecht, daß sie dem Mann da vor sich zugefügt hatte, an die Leiden, die er erduldet, an seine Unschuld und seinen Heldenmuth. An beiden Händen zog sie ihn in ihr Zimmer und flehte ihn auf den Knien um Vergebung an. Tom macrne seine Hände frei, fckloß die Thüre und fragte fast rauh, was er zu verzeihen habe. Ich hielt Dich für schuldig ! schluchzte sie. Und Du bist unschuldig; Gott sei Dank Halt! unterbrach er sie. Woher weißt Du das? Ich habe gefunden und gelesen, was Tu verloren hast. O. warum hast Tu mir den Brief nickt damals geschickt! Du warst unschuldig! $Ui-.r.'i Du mir je vergeben? Stehe aus! versetzte er. Etwas hast Du vergessen. Nichts! Deine Heirath hat so wenig mit der Sache zu thun, cl d.e meinige. Meine Heirath! Mit nxni, wenn ich bitten darf? Mit der Frau, die Du Dir aus irgend einer Faktorei geholt hast! Jbr unwillkürlich bitterer Ton zwang Tom. ihr die Geschichte dieser Brautwerbung zu erzählen und so wider seinen Willen Daintree bloßzustellen. Doch brachte er sofort zu dessen Vertheidigung vor, daß solche Dinge hier gang und gäbe seien. Davon wollte ich auch gar nicht sprechen, ügte er eilig hinzu. Tu hast vergessen, was ich Dir neulich im Bootsuppen sagte. Claire hatte wirklich nicht meör daran gedacht. Die große Wahrheit erfüllte ihr Herz; außerdem begriff sie auch jetzt, aus welchem Grunde Tm sick damals schuldig genannt hatte. Mein Held! " hauchte sie. Du wolltest mir die Wahrheit nickt offenbaren Ich sollte Dich sür schuldig halten. Ich bin es auch! stammelte er. Hast Du nicht mit eigenen Augen gesebn, daß mein Leben in Gefahr ist? Und ich sollte Dich vergessen? Aber ich will nicht! Ich will nick:! Bis zum Tode gedenke ich Deiner, mein Held! Er blickte unruhig nach der Thüre; seine Aufregung stieg mit jeder Minute. Sie würde sich unrettbar compromittiren, zu Grunde richten. Doch was kümmerte Claire in diesem Augenblicke die ganze Welt! Ich hielt Dich sür schuldig. Gott verzeihe mir die Sünde! Aber trotzdem habe ich nicht eine Sekunde aufgehört. Dich zu lieben! Unmöglich! Und doch ist es so ich fühle es erst jetzt! Dann vergiß es! rief er heiser. Denke anNiemanden als an den Mann, den Du morgen angetraut wirst, Claire! Sie schüttelte den Kopf. Claire! Um HimmelswiUen.bedenke, was Du thun willst! Er begann leidenscbaflklck von seinem besten Freun.de. von ihrer Ehre. ihrer Pflicht zu sprechen. Sie stand im Begriffe, einen edlcn Mann z-.: yelratben. der ihm selbst n:ch! nur zweimal das Leben gerettet, sondern alle besseren Regungen seine! atur wiedererweckt batte. Tom hätte noch läuger gesprochen; da sah er, wie Claire still vor sich hinweinte. Er ergriff ihre Hand zum letzten Male. Gott segne Dich jetzt und immer, flüsterte er. und mache Euch Beide glücklich! Sie drückte feine Hand an's Herz und blickte wehmüthig auf. Thränen glänzten in ihren Augen, auf ihren Wangen; ihre Lippen zuckten krampfhaft. Wie hätte er das ertragen können? Er warf sich vor ihr auf die Knie, umschlang sie mit den Armen, und einigen Selunden lang vergaßen die beiden gebrochenen Herzen Alles, was sie trennte. tFortsetzuna folgt.) In Malaga ist eine furchtbare Blutthat verübt worden. E',n junger Mann, Namens Francisco Perez, war verliebt in ein Mädchen Namens Josefa Jimenez. dessen Eltern ihre Einwilligung zu der Ehe ihrer Tochter mit dem nicht in gucem Rufe stehenden Perez verweigerten. Sie theilten dem Ehecandidaten ihren Entfchluh mit und ersuchten ihn, von jeder weiteren Werbung abzustehen. Als die Familie Jimenez, bestehend aus dem Ehepaar, der vorgenannten TochterJosefa und deren 14jährigem Bruder am nächsten Abend beim Essen sah, drang der abgewiesene Liebhaber in Begleitung seines Bruders Rafael in die Wohnung derselben ein; die beiden Unholde, bis an die Zähne bewaffnet, stürzten sich auf die Familie und machten sie mit Dolchstichen und Pistolenschüssen in einem Augenblick nieder. Vater und Mutter wurden auf der Stelle getödtet, Josefa und ihr Bruder tödtlich verwundet. Nach dieser schrecklichen That entflohen die Mörder in die nahen Verge. wo sie wahrscheinlich sich zu Banditen weiter ausbilden werden. Adolph Frey, (Old Frewiom X Right.) Hotary Public, Translator, Corresponde&t etc. No, 970 West Walnut St Tk Rlak St. Cr.
'ÜlffifT tfVlarfh?rft)t 0UU;tl llUiUiUlUl.
Viehmartt. .V.'.dianapolis Union Viehhöfe, 24. Dec. R i n d o i e b. Auserlesene bis prima Slicrc. 1350 Pfd. und aufwärts $4.90 5.60 Gu:c bis mittlere Siicre 1350 Pfd. und aufwärts 4.40 4.90 Auserlesene bis vrima icr? 1ir.ll Uik 1QAA M W VW J.0VV Pfd . 4.31 .00 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 3.75 4.40 Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 3.60 4.35 Gute bis gewählte Rinder. 3.50 4.30 Mittlere bis gute Rinder. 3.00 3.40 Gewöhnliche leichte Rinder 2.50 2.90 Gute bis gewählte .Euke.. 3.35 4.25 Mittlere bis gute Kükc.. 2.50 3.25 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.00 2.25 Kälber 5.00 6.00 Sckwcre Kälber 3.00 5.00 Prima bis fancy Exvort Bullcn 3.60 4.00 Gute bis gewählte Schläch. ter Bullen 3.60 3.8 Gewöhnliche bis guteBullcn 2.50 3.00 Gute Kübe mn Kalb. . . . $30 40 Gewöhn! icheMhc mit Kalb 15 Schweine. 1', Gute bis gewählte, mitt. lere und schwere $4.5 4.90 Gemischten, ickw. Packing 4.75 4.874 Gute bis gewählte leichte 4.KU 4.874 Gewöhnliche leichte 4.75 4.50 PiZs 4.00 4.76 Roßh 4.25 4.75 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.75 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.25 4.50 Gute bis gewählte Schafe 3.25 3.60 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 3.00 Stockcrs 1.50 3.00 Beete, per 100 Pfd 2.00 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen, $3.00 für 300. Aevfel, 2.5.0-53 der Faß. Zeigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 ver Bunck. Tatteln, Persische öc-ßc per Pfund. 7 Kolusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Trauben, Concord, 8 Pfand Korb, 13c; Delaware und Niagara, Crate von 4 Körben, 12c Birnen, hiesige, $1 per Bushel. (sranbcrries 53.00 ver Vushel Crate. Orangen, 53.2553.50 pcr Box. Gemüse. Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln, Spanische 51.50 per Crate; rothe Globe 70c ver Bushel ; weiße Globc52.00 pcr Faß. ' Kartoffeln, 51.45 per Faß; vrima Blirbanks und runde weiße 50c per Buihcl; zum Versandt gepackt, 5c mehr. üßkartofscln-Iersen 53.00 per Faß. Virginia 51.75. 'lc, 25-50c pcr Bunch. Salat 50c per Buichcl. Zvinat, 40c pcr Buichel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindflcisck Westliche Stiere (47c; hicfiqe Sriere 7$ 8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7ic; diesige Kühe 400 bis 550 PfunÄ 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6k; Stier Vordcrvicrtc! 7c; Stier Hinterviertel 9c; Rind Hintervicrtel 8c; Rind Vordervicrtel 6c; Kuh Vordervicrtel 6c; Kuh Hintcrviertel 8c. Frisches Kalbfleisch Kalber 9c; Hin tcrvicrtcl 12c; Vordervicrtel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 8c; Schafe 7c; Schenkel 8$c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c9U ; Cottage Schinken 7c ; gehäu tete Schultern 7c, frifche Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tenderloins 15c ; Spare Ribs 6c ; Tai! Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Curcd Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund llc; 12-10 Pfund Ilse: Zweite Qualität 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund 104c; 12 Pfund 114c; 10 Pfund 1U.c. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 7c; 10 bis 12 Pfund 7fc; 12 bis 14 Pfund . Frühstück Speck Klarer English Curcd 14c; gewählter Sugar Cured 13c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 12c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c: 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt Ilse; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, ll4c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, l.ljc. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, '.L2k; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12?. Speck Klarc Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9$c; Klarc Seiten, 20 bis 50 Psd.,9ic; Klare Bellies, 25 bis 30 Pfd., 8c; 18 bis 22 Psd.,9jc;14bis 16Psd.,10ic; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 9Zc; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd..9Zc. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8jc; 10 bis 12 Vfund 8c Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig 519.00; Klares Bcan 18.00; Family 16.50; Short Clea? 15.00: Rumr? 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg.
ct-' llc; ßenseite 8ße; Jnnew s.iten 13c: I25e
, , ? - Schmalz, in Ticrccs. 1. namäi :c; 2. Qualität 8; 3. Qualität Zc. Wüntc, Gerauchertc Bratwurst 8c; Frankfurter 7c; Wienerwurft 74c; Knackwurst 7?c; Bologna in Dävm'N 6zc,n Tuch 6ic. Fische, Auftern und Wildpret. Handler-Preise: Ciams Little Neck 75c pcr 10',. Hummern 25c per Pfund. Froschschenkel, $1.50-2 per Ttzd. Austern BesteBallimore oderS land, ards, $1.00 per Gallone; beste Balt! timore Selectc , $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 ver Hundert: New York Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen. 75c per 5oundcrl. Austern in Kannen New Park Counts 35c; I. S. F. & Co. SclectS 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. 18c; 9t. 15c. See-Fische. Knochenlose härinze 7c; Häringe öc; Perch öcz Wcißnsch 9c; See Forellen 9k; Red Snapper Sk; Kenncbcc Hechte 15c: Blaufische 10c 5)alibut 15o; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisch 10c; No. 1 Vickcrcl 10c: ?.o. Ä Pickcrel oder Blue Pilc 6c; Blrck Baß 15c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Prei'c : Butter, frische, 11c ' Eier, 19c per Tutzend. Hühner 5c;Turkeys : jgeHih 10 Pfund und darüber 7c ; ftmge cv.v.cn,7 Pund und darüber 64c ; ftfti Kennen bU ; alte Hähne 4c; Culls und Krumbrüstige 4öc ; Enicn 6c; ttianie 5.40-6.00. (Setreide. Wcizen-No. 2 rother 7o-,c auf den Geleisen, 73c von der Mühle ; Ro. 2 rother 69-71c; Novbr. 734c auf den Gekeifen; Wagenweizen 73e. ' Korn-Ro. 1 weiß 374c; 7!o. 2 weiß 3?zc; No. 3 weiß 37c; No. 4 weiß 334-35; No. 2 weiß gemischt 36k; No. 3 weiß gemischt 36c; No. 4 weiß gemischt 32 - 34c;No.2gelb37c;No. 3 gelb 36c: No. 4 gelb 32tz-34c; No. 2 gemischt 36c; No. 3 gemischt 36c; No. 4 gemischt 32 - 34c; an Kolben 35c. Hafcr-No. 2 weißer 25 zc; No. L weißer 24c; No. 2 gemischter 23c; No. 3 gemischter 22c ' Heu-altes No. 1 Timo:hy 13.0013.50 No. 2 Timothy 11.50-12.50. Kaffee. Folgendes sind die Jndianapoli Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gcwählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packcten: Ariofa $11.75, Lion 10.75, Jersey 11.75, Caracas 11.25, Dillwor:h' 11.75 Dutch Java Blend 17.., Mail Pouch 10.75, Gates Blen- ZaV 10.75. Groeeries. Zucker Dominocs 6.17c: 2 ick 6.32c; pulverfirter 6.0.:;; MMXM pvU verisirter 6.07c; Stam.rd r 5.92c; fciner granulir:sr 5.92c; Cul ri 6.07c; Confcctioncrs' Ä 5.72c: Skidge wood A 5.62c; Phöniz A 5.47c; (nire A 5.42c; Ideal Extra Go d.n ü ö.;;7c; Windfo, Extra C öL7cz Ridgewood crtra C 5.17c; gelber 5 5.02 ; 16 gelber 4.87. Eingemachte Früchte Blackbcrrics, 3 Pfund, 51.10; Peachcs Stand. I Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfu:i) $1.30 $1.65; Pie $1.40-1.50; AncnaS, S:andard, 2 Pfund, $1.65-1.90; 3econds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama 5 Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c SOc; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$l .00 '.Zuckerkorn 80c $1.40; Apfelhitter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Sämereien. Kaufpreise: Klccsamen, ÄotHer, $5-$5.50: eng lischcr, je nach Qualität $5-5. 50; Al syke 5-7 .00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.30-$1.40. Detail-Preise : Klccsamen, alter, prima, $5.50; ncucr $5.00-6.50. Timothy, gewählter $2.25; prima $2.00-2.10. Blue Gras, Fancy Kentucky $1.20 per Bushcl; extra reines 50-65c pcr Buihel. Kohlen. tenrf i Zoun Anthracite $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Piitsburg 4 00 2.15 Raymond City 4.00 2.16 Winisrcde 4.00 2.15 Kcmawha 4.00 2.16 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 10 Grocn County. 3.90 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.66 Slack 2.00 1.16 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. $2.75 per 25 Bushel. $1.50 per uj Bushel. Zerkleinerter Coke 13c perBu. $3.25 per 25 Bu. $1.75 ver 12$ Bu.
