Indiana Tribüne, Volume 24, Number 98, Indianapolis, Marion County, 24 December 1900 — Page 2
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Jndinnn Tribüne, Montag, den 24. Dezember 1900.
Der Letzte einer Blutfehde.
Dah Kansaö in früherer Zeit ebensaLs ziemlich blutiger Grund war. ) gnugsam besannt. Aber cö hat nock in den letzten ztvei Jahrzehnten Blut, fehden aufzuweisen gehabt, deren ein nxniystens, die Vaughn-Älncs'sche, sich mit irgend einer Kentucky'er. coi sicanischen u. f. w. vergleichen läßt und sicherlich nicht minder wüthend durchaekämpst wurde. Diese mcrlwürdiai Fehde, in der übrigens ein ungewöhn--lich unritterlicher" Act vorkam, hat txf kürzlich mit dem Tod des letzten activen Theilnehmers, Charles Vaughn. ihren natürlichen Abschluß gefunden. Sie möge hiermit kurz crzählt sein In den Jahren 1879 und 1880 betrieben. Denniö Amos und Tom Wilbei zu Harnn, Kans.. eine Kneipe und Spielhölle. Hier fand sieh auch bei texanische Cowboy Jim Vauahn ein, und bei einem '' oker-Spielchen im August 1800 gewann ihm Tom Amos die Summe von $70 ab. Es soll dabei fürchterlich gemogelt worden sein, und Vaughn schäumte vor Wuth. Die Po-ker-Steinchen waren die böse Saat, aus welcher schnell genug eine blutige Ernte entsprang! Die Feindseligkeiten würden soaar augenblicklich losgegangen sein, wenn nicht Äaughn, zu seinem größten Le:dwesen. ausnahmsweise unbewaffnet gelvesen wäre. Er rannte, wilde Flüche ausstoßend, davon und verkündete, daß er binnen drei Tagen sämmtlichen 2!mosen das Lebenslicht auspusten ne:de. Und Vaughn war kein eitler Prahler. (5r holte sich schleunig von der, weit entfernten Viehweide, wo er arbeitete, ein Paar sechsläufige Schießeisen, und pünktlich am dritten Tage traf er wieder zu Caney ein. In ihrem Local verbarncadirt und mit drei dcpvelläufigen Schrotflinten bewaffnet, erwarteten ihn die Amose. Vaughn band sein Pferd an und begann, gleichzeitig zu feuern und auf das Amos'fche Local loszurücken. Die drinnen antworteten mit einer Breitseite" aus den Gewehren, und als sich der Rauck vcrzogen hatte, lag Vaughn. förmlich mit Rehposten gespickt, auf der Straße; andererseits lag Tom Amos, seine Kinnlade von einer KAgel zerschmettert, drinnen auf dem Boden. Es kam anders, als alle Welt gedacht hatte: Amos mußte dran glauben, da sich Blutvergiftung einstellte ; vier Wochen darnach war das Begrabniß. Vaughn dagegen, den man ganz sicher für tödtlich verwundet hielt, würgte sich durch und tonnte nach zwei Monaten wieder der Rindslümmelei ochgehen! Er war als ein furchtbarer Schütze bekannt, und die AmosSippe hatte daher eine beständige Höllenangst vor ihm; sie erwirkte deshalb. sowie sie von seiner Genesung erfuhr, einen Haftbefehl gegen chn. was unter den dermaligen Zeit- und Ortsverhältnifsen etwas sehr Ungewöhnliches war. Und nun kommt der scheußliche Gipfelpunkt dieser Fehde. Der Sberiffsgehilfe, welcher den Haftbefehl vollstreckte, war ein intimer Freund der Amos-S'. und beauftragte gerade diese sowie noch 'einen andern gemein, schastlichen Freund damit, den Gefangenen während der Nacht nach der Haftnahme zu lxniachen. In dieser 9techt aber schössen die Amose den Gefangenen meuchlings todt! Sie behaupteten zwar hinterher, er habe ttem Versuch gemacht, zu entfliehen; aber die Richtung in der Leiche straften diese Angabe Lügen. Drei der fünf Schüsse, welche durch den Körper gegangen waren, mußten abgefeuert worden sein, nachdem Vaughn schon gestürzt war. Die Sheriffsgerechtigkeit krümmte den Amosen kein Härchen, wenn diese aber glaubten, sie könnten jetzt ruhig schlafen, so war dies eine grausame Täuschung! Denn Vaughn fand einen, seiner würdigen Rächer, von desfen Existenz sie noch gar nichts gewußt hatten. Das war sein Vetter, der Rindslümmel Charles Vaugon. Dieser erfuhr bald genug von der Art. wie sein Vetter abgemurkst worden war. und ohne alles Zögern bestieg er den nächsten Zug nach Caney. Einen Tag lang verhielt er sich ganz ruhig und ermittelte, wo die Meuchelmörder steckten. Diese hatten inzwischen ein ruhiges Leben angefangen. Tom Wilder war in Caney geblieben, während Tennis Amos mit seiner jungen Frau und einem 5dinde sich auf einem Landstückchen östlich von Cedarville niedergelassn batte. Am zweiten Tag noch seiner Ankunft stich Vaughn in einer Apotheke auf Wilder und sagte ihm sofort, daß er sein Blut wolle. Wilder griff nach seinem Schießgewehr; aber Vaughn war zu rasch für ihn und jagte ihm eine 45caliberige Kugel in das Hirn. Fast im selben Augenblick, in welchen Wilber todt zu Boden fiel, hatte sich Vaughn schon auf's Pferd geschwungen und sprengte in halsbrechender Eile nach dem besagten Landstückchen zu. Hier spielte sich der zweite außerordentliche Greuel dieses Fehdekrieges ab! Dennis verzehrte gerade sein Mittagsmahl. Ohne sich auch nur ovxzustellen, eröffnete Vaughn fyvtx und schoß Tennis durch Kopf und Brust. Damit aber noch nicht zufrieden, packte der rasende Cowboy das kleine 5dind und schlug es mit dem Kopf gegen die Wand, daß das Hirn herausspritzte! Er schoß auch auf die Frau; diese entkam jedoch, und Vaughn. der es seh? eilig hatte, sprengte wieder' davon, wei Tage lang oersylgte ihn ein Auf-
gdot, aber Niemand konnte ihn einholen, und er wa: dann lange Zeit verschollen. D:se Fehde end:: susnahrnsnxise nicht mit einem Knall-Effect oder dem Geräusch eines n'.edergebendn Fallfartfcfl Vauahn ist nickt in seinen Stiefeln gestorben. Auf der OsageIndianerreservation, wo er unter an genommenem Namen lebte, befiel ihn ein böses Fieber und als er nach einem Kampf von sechs Wochen sah, daß er dem Sensenmann nicht entrinnen könne, beichtete er Alles.
ffriiw Tragödie au dem Leben. Große Erregung herrscht, wie aus Odessa geschrieben wird, weit über die Grenzen ded Gouvernements Cherson hinaus über einen Gattenmord, der gegenwärtig in Elisaoetgrad zur VerHandlung kommt. Zwei Schwestern, die Ljährige Ludmilla Gridin und die um fünf Jahre jüngere Alexandra Varvarin. stehen unter Anklage, im vergangenen Winter den 18jährigen Matvie Varvarin. mit dem Alexandra seit Juli 2899 heimlich verheirathet war, gemeinsam erdrosselt zu haben. Ter Fall verursacht um so mehr Aufsehen, als die näheren Umstände höchst romantischer Natur sind und die Hauptschuldige fast noch ein Kind ist. Wie sich bis jetzt aus dem Beweisverfahren ergeben .hat. verkehrte der Ermordete, der bei seinem Bruder, einem Mühlervoesitzer, als Kassirer angestellt war, viel in dem Haust des Obermüllere Gridin, des Ehemannes der alteren Angeklagten. Im Frühling 1899 r.abm Frau Gridin ihre kaum 16 Jahie zählende Swester zu sich. Matvie Varvarin verliebte sich leidendenschaftlich in das junge Mädchen und überredete es. sich heimlich mit ihm trauen zu lassen. Der junge Mann fürchtete den Zorn seines Bruders, von dem er abhängig war. und so hielten die jugendlichen Eheleute die Sache so geheim, daß Niemand etwas ahnte. Alexandra lebte nach wie vor bei ihrer Schwester, und Matvie bkeb der gern gesehene tägliche Besucher. Das verschwiegen? Glück war aber nicht von langer Dauer. Im September machte die Varvarin die Bekanntschaft eines gewissen Nicholas Groza, und Beide entbrannten bald in heftiger Liebe zu einander. Von jenem Zeitpunkt an erschien der nun erst zum Weibe erwachten jungen Frau der Gatte als eine Last, die sie um jeden Preis abschütteln wollte. Anfang October bat Groza die Angebetete, die er wie Jedermann für ledig hielt, um ihre Hand. Sein ?lntrag wurde ohne Zögern angenominen. und da die Eltern de Mädchens sofort ihre Einwilligung gaden. setzt man die Hochzeit auf den 9. Januar 1900 fest. Bis dahin mußte das einzige Hinderniß, der sich begreiflicherweise sehr unliebsam machende heimliche Ehemann, aus dem Wege geräumt sein. Am Nachmittag des 8. December forderten die beiden Cchwcstern den jungen Varvarin auf, mit ihnen am Zlutzufer spazieren zu gehen. Von diesem Ausgange kehrte der Letzte: t nicht mehr zurück. Vier Tage später fand man seinen Leichnam mit einer starten Schnur um den Hals unter dem Eise. Anfangs erschien das Verbrechen und das Ä!otiv dazu sehr geheimnißvoll. Die Untersuchung förderte aber bald die Thatsache der verborgen gehaltenen Eheschließung an's Licht, und man konnte nicht lange im Zweifel darüber fein, wer an dem Tode des Unglücklichen am meisten interessirt war. Am 26. December wurden die zuletzt mit dem Ermordeten gesehenen Schwestern verhaftet, und Beide gestanden nach wenigen Tagen ihre Schuld ein. Die jugendliche GattenMörderin behauptet? jedoch, sich in Nothwehr befunden zu haben, da der erferfüchtige Mann ihr nach dem Leben trachtete. Sie erklärte, ihr Gatte habe plötzlich eine Schnur aus derTafche gezogen und ihr diese mit den Worten: Komm, laß uns Pferdchen spielen!" um die Schulter gelegt. Da er schon häufig gedroht hatte, sie bei nächster Gelegenheit umzubringen, sei sie vor Angst und Zorn in große Aufregung gerathen. Ihm die Schnur aus den Händen reißend, habe sie ihm selbst eine Schlinge über den Kopf geworfen und diese schnell mit aller Kraft zugezogen Varvarin sei dann gestolpert und zu Boden gestürzt. Die in geringer Entfernung zurückgebliebene Schwester hörte nach ihrer eigenen Aussage, die mit der der Jüngeren fest genau übereinstimmt Alexandra mit eigenthümlich heiserer Stimme um Hilfe rufen. Sie eilt: herbei und sah mit Entsetzen, was geschehen war. V.b sie selber noch geholfen hat, die Schlinge fester zu zerren, tveiß sie nicht anzugeben. Sie leugnet aber nicht, der Schwester veigestanden zu haben, den Besinnungslosen 20 Schritte weiter zu einer eisfreien S'elle des Flusses zu schleppen, wo man ihn in's Wasser gleiten ließ. Die Frau des Maurers Berstel in Ravensburg erkrankte sehr schwer und der Arzt erklärte die Uebertragunq von Menschenhaut für dringend geboten. Die Tochter Crescentia. früher in Stuttgart in Dienst, erklärte sich sofort zur Abgabe bereit. Die Operation wurde vorgenommen und die Kranke ist auf dem Weg der Genesung. Die Orrsarmenvehörde drückte der braven Tochter ihren Dank aus und legte für die schöne That derselben 100 M. in die Sparkasse.
Eine der nnengcnchmftkk LoM fl eine ' Verrenkung. tosender scklimm wenn mit einer Quetschung verbunden. Der iftr Weg um beide Unfälle U Keilen geschieht durch di Hinwendung ron St. Mobs Gek rdurch ein pxcvxpu Hellung bewirkt ird.
Westindische Drek-Effer. Von den Lehm-Efsern in manche Theilen der Ler. Staaten und idrem körpcrlicken und geistigen Zustand war schon bei rerschiedenen Gelegenheiten fric R?de. Ein mrrkwürdiaeö Seitenstück hiezu bilden gewiise, noch nxnig geschiiderie Menschenklaffcn auf westindischen Nackoarinfeln. So oor Allem die Kulis auf den GrenadineIs!ar.dö (zwischen den Jnfeln 9ht nada und St. Vincent.) Di?t, mit vielen Krankheiten bcbafteten Menschenkinder lassen sich trotz ihres jämmerlichen Zustandes niemals überzeugen, daß an dem Effen von Erdfchlamm oder gewissem weichen Gestein irgend etwas Schädliches sei; ja sie hängen mit Leidenschaft daran und neben ficb. wenn sie irgcnd ron dem Zugang zu diesem ..Genuß" ausgefcr.Ioffen sind, ibn sich auf aU Weise offtn odcr geheim zu verschaffen. Sonst leben sie von Reis. Erbsen und Gbcc feiner eigens in diesen Gebenden bearbeiteten, den Temveraturoerj)e.1tnissen angepaßten Bulter) und sind so strenc-.e Vegetarianer. daß sie nicht einmal Milch und Eier freiwillig berühren. dies soll indeß keine Stichelei auf die sonstigen extremen Pflanzenkost - Freunde sein. Unter einer sengenden tropischen Sonne auf den uckerfeldcrn schwer arbeitend, könnten sie mit ihrer sonstigen, so srugalen Diät nicht auskommen, wenn ste sich nicht den besagten irdischen" Genuß leisteten: so lange ste diesen aber haben können, scheinen sie stets zufrieden zu sein! Dieser Genuß kann ihnen ebenso sehr zur dämonischen Gewohnheit werden. wie etwa dem Morphium-Esser der. seinige. und gleich diesem schreien und flehen sie manchmal im Hospital jammervoll um ihren geliebten Stoff, wenn es ihnen nicht gelungen ist. ihn in kleinen getrockneten Stückchen irqendwo in ihrem Kleiderzeuy zu verbergen. Mit Borliebe schwelgen sie in einer Art weichm. schiefergrauen Stein, aber auch unmittelbar in Erdschlämm, den sie gelegentlich trocknen ttflb u Pulver zerreiben, um daraus Kuchen zu machen. Finden sie das geinfcnte Zeug nicht, so verschlingen sie im Nothsall sogar Eoke. Lumpen und Papier! Sie find also noch etwas vielseniger, als die Lthmeffer unseres Lanbei. Gleich diesen, sind sie aber unter allen Unständen bedauernswerthe Geschöpfe, zienrlich blutlos, mit steisen lenken, mehr oder weniger aufgednsenem Gesicht, und mit der Zeit am ganzen Körper angeschwollen; die l'.usteln. besonders die Beinmuskeln, erschlaffen schließlich ganz, und dann iai es natürlich auch mit der Verwendun dieser Dreck-EsT " als billige Arbeitskräfte ein Ende. Alle, sogar schondie Kinder, zeigen im Gesichtsausdruck. und an der ganzen Haut, die Spuren frühen Alters' Auch werden sie immer kurzathmiger. und es kommt so weit, daß sie gar nicht mehr sprechen und nur noch durch Zeichen ihren Zustand andeuten können; sie vermögen dann aus reiner Schwäche- die angeschwollen Zunge, welche die Eindrücke der Zähne sehr auffallend zeigt, nicht mehr aus der unteren Mundhöhle zu erheben. Dazu kommen arge Kopfund Unterleibsschmerzen und Trübung des Sehvermögens. Aber, wie gesagt, sie sind absolut nicht von der aenannten Gewohnheit abzubringen. Interessant ist noch die Thatsache: daß es nicht einmal nöthig ist. den Eßgewohnheiten dieser Menschen vorsätzlich zu sröhnen. um von den Leiden, welche sie mit sich bringen, ebenfalls in einem gewissen Maße befallen zu werdn. Man kennt zahlreiche Beispiele von Feldarbeitern, die zufällig mit die sen Stoffen in Berührung kamen und. da sie meistens mit ungewaschenen Händen ihr Essen hantirten. genug von dem Zeug mit in ihren Magen brachten. um arq darunter zu leiden! Bahn.PostclerkseZlbeutcttcr. Ueber Mangel an Strapazen un1 Gefahren können sich die Agenten, wc lche die Bundes - Postsachen auf unseren Eisenbahnen zu handhaben und an die verschiedenen Stationen unterWegs zu übermitteln haben, wahrlich nicht beklagen. Stellen sie doch schon zu den gewöhnlichen Babn-Un-fällen ihr oe'deutendes Verluft-Contin-gent. und in den Jahren 1875 bis 1898 wurden bei 5303 Unfällen 117 solche Bahn - Postclerks getödtet. 888 andere schwer, und 1338 andere leicht verwundet. Aber auch außerhalb der Reibe dieser Episoden liefen noch
sehr viele abenteuerlWe vrnecmflc und wunderbare Rettungen. Meistens ist dies in Verbindung mit Unterweos-Ablieferung von Postfachen, wäbrend der Bewegung der Züge, der Fall. Seron ftit Iahren rersuchen die PostVerwaltung und die Eisenbahnen vergeblich, irgend eine pracrische Borrichtung ausfindig zu machen, die es ermöglichen könnte. Postsacke durch Maschinerie in ungefähr derselben Weise vom Bahnzug avzuoeben. in welcher sie auch vom Zug aufgefangen und eingebracht werden, ebenfalls während derseloe in rascher Bewegung ist! Letzteres ist bekanntlich gelungen, aber mit Ersterem ist man noch lange nicht im Reinen. Vor etwa zwei Jahren wurde von mehreren unscrer westlichen Bahnen ein Krahncn eingeführt, welcher zum gleichzeitigen Aufnehmen von Postsäden und Abgeben von anderen diemen sollte; aber die Einrichtung bewährte sich leider nicht, und die armen Bahn-Postclerks ihaben noch immer kein anderes Mitte! zu genanntem Behuf, als die Postsäcke einfach mit der Hand vom Wagen herabzuoerfen, während derselbe oft mit schrecklicher Geschwindigkeit dahinsaust. Das ist eine viel bedenklichere Sache, als die Meisten wissen. Heutzutage halten unsere SchnellPostzüae nur noch an wenigen Städten unterwegs un. An manchen anderen Plätzen von beträchtlichem Umfang ist aber gleichfalls eine schwere Menge Postsachen abzugeben, und das verdämmt schnell!" In solchen Fällen pflegt der Elerk, im Voraus an der Thüre des Waggons alle betreffenden Säcke kurrftgerechit auf einander zu schichten und. sowie der Zug die Station erreicht, den untersten Sack zu packen und damit den ganzen Stoß umzuwerfen und gleichzeitig hinauszuschleudern. Manche haben es darin zu einer wahren Wissenschaft gebracht; ber selbst die Erfahrensten haben dabei noch ab und zu Unfälle, bei denen Leib und Leben auf dem Spiel steht. Hin und wieder fällt der Clerk mitsammt den Postsachen vom Zug und wird getödter; erst jüngst kam wieder ein derartiger Fall oor. Ein anderer Clerk hatte unter den gleichen Umständen merkwürdiges Glück: er fiel mit den Postsäcken in so eigenthümlicher Weise, daß er gar keinen Schaden nahm. Seine College auf dem Zug vermißten ihn erst nach einiger Zeit, und als sie an 'der nächsten Halte-Sta-tion sich telegraphisch nach seinem Verbleib erkundigten, war er selber in der Lage, zu antworten, daß er gesund und munter in einem Bahnbureau sitze. Der betreffende Zug war mit einer Schnelligkeit von 50 Meilen pro Stunde gefahren, als der Clerk mit den Postsäcken fortgerissen worden war. Aber so gnädig läuft es sehr selten b. Für Neulinge ist dieser Tr)eil ihrer Arbeit der größte Schrecken. Beiläufig bemerkt sind auch die Vorrichtungen zum Auffangen von PoPfäcken. von dem sich bewegenden Zuge aus. unter Umständen die Quelle von Unfällen, nicht blos für den Postclerk. sondern auch für andere Bedienstete, auf dem Zug sowohl wie außerhalb desselben. Unlängst entging an einem kleinen Platz in Missouri der Stationsmeister, welcher den Postsack an den betreffenden Krabnen. für die Anfnähme durch den Zug, anzubringen batte. mit knapper Noth dem Schick)al bom catcher" gespießt zu werden. Seit ungefähr drei Jahren haben unsere Eisenbahnen die wandelnden Bahn-Postämter mit einem Apparat ausgestattet, welcher es den. Postclerk, der ein Postgut unterwegs aufzufangen hat, ermöglicht, gera'de aus vor sich zu blicken, ohne befürchten zu müssen, daß ihm Kohlenbrände in den Augen kommen. Außer seinem unmittelbaren Werth für die Postclerks selbst hat es dieselben gelegentlich in den Stand gesetzt, den Locomotioführer bei der AnNäherung an einen Krahnen-Arm zu loarncn. in dessen Linie sich vielleicht gerade sein Kopf befand. Sollte diese Verbesserung die letzte bilden, welche im Interesse des Bahn-Postclerks erfunden und eingeführt worden ist? Hoffentlich nicht.
Der einer angesehenen Gentry-Familie entstammende Grundbesitze? und Husarenlicutenant der Reserve Bela Pap, der durch einen gedvngenen Mörder seinen 17jährigen Bruder, einen Gymnasialschüler, um ihn zu beerben, meuchlings erschienen lieh, wurde in Szatmar durch den Henker hingerichtet. Der Meuchelmörder selbst wurde zu l'benslänglichem Zucht haus beanadiat.
Dr. J. A. Suteliffe,
Wuno-nrzl, Geschlechts-, Nein- und Rectum Krankheiten. Cffier: 155 Ci Marktt Srr. Xsl. 941 Cfftce-etunbtn: 6 b lü Uhr Scrji. ; ? W 4 Ut.r Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Iajestic Geböeude. Jimme s. 207. Dr. 0. 6. Pfaff hat fftne Office nach brrn Willoughby-Gebäude, 224 Nord Meridian Str., erste :tr,t verlegt. 0Tict-tunbtn: nn 2 tu 4 Uhr flachmiit.'al. Tk5Vdon: Cffi ZU - Wodnuni, Die Wohnung dknndei ftch wie d.Sher: 133 7 Nord Penuaylvanla 8t, DR. J0S. E. MORROW Geschlecht und Harnkrankheiten. 20 West Ohlo Stf. C. C. Everts, Deutscher Zahnarzt, Si Nord Pennsylvania Str. oi ird auf Wunsch anqctvanbt, WALTER FRANZ, Sahn-Arzt, No. 90'H Ost Lrket.Sirabe, Coifri lock. 5'mmer 46. Qfftceftunde : tz IS 5m ; 1 5 3hn. ; 7-ft fct-.il. fconatuft ern lü Uhr ai. d. L Uhr Skm. Strittur Meine gute B?dandli:c, he,!: Z:ri?.urr7i voll ständig und entternt zedes Hinderniß im BlaZc?a?ial, hebt Eritzündungen und reduzir: rcrqrvpenc T rn fcri auf drn normalen Etand, reinigt ünd teilt Nieren und Harnröhren, stärkt das Nerren'rsiem, setzt jrrci-steverscdwendtinq ein iel, bringt ten: i'ei benden ffk'undheit und Sirrast ivicder und crrr.t clirlit ihm die Erfüllung ter i'cbenorflidjtfn. Sprcctien Zie vo? oder sckrlioei Sie für n'.-r .c tion. Meine Hausbedandlung ist stets erscre.ch. Coniultation in deutsch uud englisch frei. O'ice Stunden : Dr. ffarter & Co.. 932; 25: 78.00. 114 Süd IUinr 5 3. Sonntags: 9-11.00. Indianarrr. J'd. Dr. I. 6. Kirkpatrick j fbtdanbtlt Arauenkrankheite unb ranrhei ten eS eetums. HS,,tzid rieflet nd Gatei tun öehettt. 0iS-: Pp Buüfiing, 31 OitObioStr. Dr. I. Buhler, 206 Oft McSarty Str. Svrechstunden: 8 bis 9 Nhr ?5rm., 2 bis 3 Uhr Nachm. ; 8 bis 9 Uhr Abds. ; Ecnntaa von 8 bis 9 Uhr Vc:m. und 7 bis L Uhr Abends. Telephon 1446, Dr. L L GREINER, nx fühlt sich für du Vcrsl!kj!lz kßkker Niere. Aranke Pferde werden ntgegengeno Kberhatles dsie Ndwarruvg at in ihre? t;tMi EtRlUVA. 18 bis 24 ft.t?ßs. kekpho. ,hni 17ST. In vermiethett : Zimmer im Majestic Gebsude zu reduzirten Preisen. Toi feinste OffireGeböude in der Etadt. VoltZtändtg feuersicher. Schnelle ffatzrstützl und olle modernen Peauemlichkeite. Nachzufragen bei sneavttv & APPEL, Agenten, für d.e Ind'.anapolis Gas So. Tdeockore T. Smither gelchicklir und uBCtU1ftgt Dachdecker. Pech und KieS -Dlcher, Sphatt. und Gilsonit.Dacher. EngroS.HSndler in Uen Arten von Dachmaterialien. TelepNON Sßi 301 West Maryland St. Cfibtot stille dt ton MisMsipPt. nt Ptarftlanfc t W. GIERKE, Deutscher : : Buchbinder, HA t mk UMif tr. , (intctlaftl. ) $m . ViarjMmt. 17 Od ttukmit ttt nw ti ich m$mmtßt ntwm.
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