Indiana Tribüne, Volume 24, Number 96, Indianapolis, Marion County, 22 December 1900 — Page 2
Jndiann Tribüne. Samstag, den SS. Dezember 1900
Blutgeschichte einer Bahn.
Vor 5durm würd eint Bahnlinie eröffnet, welche von Jackfon. Miss., nach dem Golf von Mexico geht und ihren sürlichen Endpunkt zu Gulfport I)at, 901 dem man sich eine großartige Zukunft als Seeküsten-Stadt verspricht, während es bis jetzt weiter nichts als em Dorf ist. Diese Eisenbahn durchläuft einen Theil von Mississippi. welcher für die Civilisation fast :u6 völlig jungfräuliches Land ist, und dessen Bevölkerung zum großen Theil noch niemals einen Bahnzug gesehen hatte, bis der Probezug der neuen iimie zwischen den wilden, von mancher urwüchsigen Fehde erzählenden Hügeln hindurchsauste! Am vemerkenwerthesten aber ist diese Bahnlinie dadurch, daß ihre Geschichte, wie man behauptet, mehr tragische Todesfälle im Gefolge gehabt, als irgend ein anderes südliches oder südwestliches Unternehmen seit den Bürgerkrieg-Ta-gen. Einige Episoden aus dieser Geschichte mögen nachstehend erzählt sein. Es ist ein Vierteljahrhundert her, 'daß Oberst JoneS G. Hamilton. der im Bürgerkrieg eine schneidige Rolle auf Seiten der Conföderirten gespielt hatte, eine derSchönheiten Mississippis, Frl. Fannie Buck. als zweite Gattin heimführte. Dem Paar wurde bald ein Sohn geboren, und bei der Taufe bei Kindes verkündete Oberst Hamilton seinen Entschluß, für diesen seinen Erben eine Eisenbahn zu bauen, damit derselbe bei Erreichung der Volljährigkeit sogleich Eisenbahn-Prästdent werden könnte. Schöner Gedanke, das . . . In einer öffentlichen Versammlung entwickelte Hamilton seinen Plan, eine Bahnlinie von Jackson nach einem geeigneten Punkt am Golf zu legen, und fand damit auch großen Anklang; denn die Idee, einem der natürlichen SeeHäfen Mississippis aus solche Weise eine Zukunft zu schaffen, war schon längst ein Lieblingsgedanke vieler Geschäftsleute. Hamilton selbst wählte den EndPunkt, und seine junge Frau taufte ihn auf den Namen Gulfport. Die Bhn wurde mit der Arbeit von ausgemiethetcn Sträflingen gebaut. Dies zog dem Oberst manch heftige Angriffe zu. und Feinde hatte er ohnems einen ganzen Haufen. Damals brach auch die Prohibitions-Bewegung über den Staat herein, deren Organe Sword and Shield" und der Jjltw Misiiffippian" in Jackson wurden. San, Jones und Sam SmaU donnerten allenthalben gegen die Wirthschaft ten los. und da die herrschend Partei des Staates sich geweigert hatte, eine Prohibitionsplanke in ihre Principienerklärung aufzunehmen, so stellten die vorzüglich organisirten und von einigen sehr streitbaren Politikern geführten Prohibitionisten eigene Candidaten auf und trachteten ernstlich nach der Conkrolle über die Staaisregierung. Oberst Hamilton wurde auserkoren, diese Macht zu bekämpfen, und damit wurde er alsbald im bildlichen und auch im wörtlichen Sinne zur Schießscheibe derselben. Es dauerte nicht lange, so wurde er von Roderick Thi Gambrell, einem der Redacteur der genannten Zeitschriften und einem der besten und kühnsten Postolenschützen des Staates, zum Duell gefordert Er lehnte die Forderung ob. Dann forderte ihn Gambrell's College I. Dabney Marshall (ein directerNachkomme des berühmten Oberrichters John Marshall und mütterlicherseits angeblich von der Gemahlin des Königs Ludwig XVI. von Frankreich abstammend.) Auch et erhielt einen Korb. Hamilton wurde nunmehr als Feigling gebrandmarkt. Auch wurde er beschuldigt, den Stat um $85,000 bestohlen zu haben und die Sträflinge grausam zu behandeln; aus letzterem Anlaß wurde auch gefordert, daß sein Sträflings-Contract widerrufen werden sollte. Im Mai 1886 erreichten diese Angriffe ihren Höhepunkt und ihre Catastrophe! In der Nacht des ß. Mai begegneten sich Oberst Hamilton und der junge Gambrell auf einer kleinen Brücke. Kein Augenzeuge hat gesehen, was zunächst folgte, aber als Pistolenschüsse einen Volkshaufen herbeilockten, lag Gambrell als Leiche am Boden, und Hamilton war durch drei Schüsse schwer ver wundet. Das war eine Schreckensnacht für Jackson! Mehrere Ertrazüge vom Norden brachten noch mehr aufgeregte Menschenrassen herbei, und gegen Tagesanbruch drobte ein wüthender Voltshaufe, den Verwundeten aus seinem Bett zu holen und zu lynchen. Aber es fehlte diesem Element an einem Führer, wie Gambrell selbst gewesen. und die Leibgarde" ocr dem Hause ds Obersts war zum Aeußersten entschlössen. Nach zwei Wochen Druide der Oberst nach dem Countngefängniß gebracht, wo er ein volles Jahr inhartirt blieb. Mittlerweile sprach man in der ganzen englischredenden Welt, sogar in Austra!:5n und Afrika, von der Geschichte. Die Prohibitionisten betrieben die Verfokgung Hamilton's mit aller Macht und behaupteten, es sei kein Straßenduell. sondern ein ganz verruchter Meuchelmord gewesen Nach einem denkwürdigen Proceß (der indeß nach iem, 14 Meilen entfernten Brandon weyverlegt wurde) erfolgte die Freisprechung Hamiltons. Er erhielt in Jackson eine großartige Ovation, und mchr als 100 der hervorrage.: dsten jungen Männer spannten ihm die Shit jcht aus. Eine Wocbe vcr dieser Freisprechung
tvdteten Cencra.' Wirk AdamS, e!?er der besten jttiirib Hami'.ions und strammer Proccßzeuge für ihn. u.'d der Prohioitipnisten - Zeitung-mensch John H. Mariin einander am hellen Tag in einem Stratzenduell, anläßlich eines Schmähartikels gegen den Qk ntxal im ..New Missisiippiav" in Verbindung mit den Hami!:on'jchen Proceß. Martin, der schon tödrlich verletzt auf dem Boden lag, tödtete noch mit der letzten Kugel in seinem schießeisen den herankommenden Genercl, und man fand die beiden Leichen aufeinander liegend. Nicht lange danach wurde Will I. Purvis, der einen Contract zur Lieferung von Schwellen für die neue Bahn hatte (derselbe, nach dem das Städtchen Purvis benannt ist) der meuchlerisehen Ermordung eines gewissen McDonald angeklagt und zum Tode verurtheilt. Am Tag der Hinrichtung strömten an die 10,000 Menschen am Richtplatze, im Ccunty-Sitz, Columbia. zusammen. Purvis rief auf dem Galgengerüst Gott zum Zeugen an, daß der Sheriff einen Unschuldigen hänge. In dem Augenblick, als die Fallthüre niederging, passirte etwas mit dem Strick, und Purvis stürzte auf den Boden. Als er wieder auf das Galgengerüst geführt wurde, hielt ein anwesender Geistlicher eine feurige Rede an die Mencie und erklärte, dieser Vorfall sei in der' That ein Wint Gotic$; er entfachte eine solche Aufregung unter dem Volt, daß dasselbe den Sheriff und seine Assistenteu zwang, von der Hinrichtung abzustehen. Purvis wurde, gesetzlich todt, in das Gefängniß zurückgebracht und nachher in einem neuen Proceß zu Zuchthaus verurtheilt, aber später vom Gouverneur McLaurin begnadigt. Und in den Steinen des jungen Hamilton, des einzigen Sohnes des Obersts, war es nicht geschrieben, daß er Eisenbahn-Präsident werden sollte. vierundzwanzig Stunden, nachdem die letzte Speiche in die neue Bahn getrieben worden war, wurde er im Bahngehöfte zuJackson Qoerfahren und getödtet! Seme jungen Freunde, mit denen er auf dem Probezug nach Gulfport fahren sollte, brachten nur Blumen für sein Grab.
Völliger Maschinen-Triumph. Nur in wenigen unserer modernen Industriezweige herrscht das Maschinenwesen so vollständig und ausschließlich vor. wie bei der Fabrikation der Streichbözer. wenigstens derer, die man bei uns als pailor matehebezeichnet! Dieses Streichholz kommt vielleicht dem Ideal eines völlig autoinatischen Erzeugnisses näher, als irgend ein anderes Prcduct unsererZeit. und kann insofern viel größeres Interesse beanspruchen, als sein schlichtes Aeußere und seine Spottwohlfeilye't mit sich bringt. Denn es ist einer der niedrigsten, sozusagen classichsten Vertreter unseres Maschinen - Zeitalters. Es fordert 14 verschieocne HauptOperationen oder 30 Processe, eine Schachtel solcher Streichhölzer herzustellen, und die Einrichtung einer d?x betreffenden Fabriken besteht lediglich aus einer Reihenfolge gewichtiger Maschinen, welche aber alle miteinander in sv inniger Verbindung stehen, daß sich das Ganze mit einem einzigen riesigen Gliedermann oder Automaten vergleichen läßt. in noch viel weitergehendem Maße, als eine der modernsten Zeitungs - Druckerpressen. Große Cylinder weichen Fichtenholzes kommen an einem Ende herein und fallm am anderen Ende des Getriebes nicht nur als vollkommene Streichhölzer heraus, sondern auch bereits in Schachteln verpackt und gezählt? Denn auch die Herstellung der Schachteln selder erfolgt auf dem autmatischem Wege, aus riesigen Rollen Pappdeckel, die auf sog. endlosen Treibriemen liegen und auf denselben genau nach den richtigen Stellen dirigirt werden. In diesem Getriebe gibt es absolut keine Gelegenheit für directe menschliche Arbeit mehr; die Angestellten sind blos die Wärter des großen und vielseitigen Automaten, sein kleines menschliches Dienstpersonal, sonst aber ist es selder das ganze Ding", wenn ihm auch nicht die Fähigkeit innewohnt. sich ctwas darauf einzubilden! Natürlich mußte dieser enorme Triumph des Maschinenwesens eine enorme Menge Arbeitskraft überflüssigmachen. Ein guter Streichholzmache? kann, ohne Hilfe von Maschinerie, höchstens 8000 Streichhölzer in einem Tag von acht Arbeitsstunden herstellen. in derselben Zeit aber liefert die Maschinerie siebzehn Millio n e n Streichhölzer, oder etwa 3aV 000 Schachteln voll mit allem Zubehör! In der Zeitspanne, in welcher ein guter Arbeiter drei Streichhölzer macht, erzeugt die Maschine deren 6375. oder etwa 100 Schachteln voll. Das ist ein wahrhaft unheimlicher Unterschied. &ein Wunder, daß das amerikanische Product das ausländisch; beinahe vollständig aus dem Felde gesHlagen hat: denn bei uns hat jene automatische Herstellung von Streichhölzern. mit Allem, was drum und dran hängt, ihren Höhepunkt erreicht. Kein Wunder auch, daß der Einfuhrzoll auf Streichhölzer längst gefallen ist. ..Als ich zum ersten Mal einen solchen Gescbäftstrreb aufnahm." sagte kürzlich einer unserer hervorragendsten Streickholzfabrikanten, und die Streichhölzer ausschließlich mittels
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Handarbeit erzeug! wurden, da betrug der Preis 25 Cents pro Schachtel. Es gab eine Anzahl. sb?r leider kleine Streichhölzer - Fabriken, meist imSüden des Landes." Wie ganz anders ist dies in wenigen fahren geworden! Und doch hat sich or Verdienst der Fabrikanten gewaltig gesteigert, obwohl er noch nicht den fünften Theil eines Cents für eine Schachtel von 60 bis 75 Streichhölzern beträgt, oder etwa 24 Cents für Packete von je einem Tutzend Schachteln voll. Es läßt sich kaum ein schlagenderes Beispiel dafür citiren. wie weit es die neuzeitlichen arbeitssparenden Avparate bringen können, als die m?dernste Parlcr - Streichhölzer - a brikation. Daß Vt Güte der StreichHölzer manchmal recht fragwürdig ist, braucht nicht an der Maschinerie zu liegen, und noch viel weniger an ihrer eoienung: Sine vergessene Weltausstellung. Die Pariser Weltausstellung hat ihre Pforten geschlossen, und die Franzosen sind stolz auf ihr großes Werk. Den Gedanken ix Weltkampfs der schönenKünstt und des goldenen Hand" wcrks nehmen sie für sich in Anspruch, jedoch auch nicht ganz mit Rcchl. Im Jahre 1792 riß sich die gallische Sctöne die Königskrone vom Haupt, um die phrygische Mütze darauf zu stülpen, und an diese Verwandlung deschloß dö Direktorium fünf Jahre später, als den grausigen Schrnkenstagen der Revolution ausregungsärmere, wenn auch nicht rubigere. folgten, durch ein allgemeines Fest zu gemahnen. Der Minister des Innern ranois, mit seinem vollen Namen Graf ran-ois de Neuschateau. wurde mit der Angelegenheit betraut. Er berief die hervorragendsten Männer aller Richtungen zur Mitarbeit, und das fteftcomik faßte die Möglichkeit in's Auge, das für solche Volksfeste übliche Programm zu erweitern und den Tänzen, dem Feuerwerk, dem Wettrennen. Sackhüpfen und Ochsenbraten bessere und vor allem geistige Genüsse zur Seite zu stellen. Unter dem 21m im Regime hatte die vornehme Welt wiederholt in ihrem prachtvollen Hotel Gemälde- und Sculpturen-, Stahl-, und Kupferstichausstellungen arrangirt und war gewöhnt, die Kunst als ihr persönliches Eigenthum als etwas nur dem Aristokraten Gehörendes zu betrachten. Die Absicht, gewöhnlichen Bürgern und Bürgerinnen auch etwas ravon zu überlassen, schien daher ganz absurd, und erst nach endlosem Debattiren und unsäglichen Quälereien des unglücklichen Franois siegte der Vorschlag des Marquis d'Aoigne. eines den Vorurtheilen der Gesellschaft abholden Forkschrittlers Die Kunst konnte auch er freilich nicht durchdrücken", doch aber gelang es ihm, die .Producte der Maschinen- und Handarbeit" zur Ausstellung auf dem Festplan heranzuziek,'. Diese Ausstellung fand im September 1797 statt, blieb aber trotz ihres etwas ernsteren Charakters doch eine Volksbelustigung, zu mal sie nur drei Tage dauerte und von mehr als achtzig Ausstellern beschickt wurde. Die Wurzel der jetzt so üppig entfalteten Friedensblüthe schlummerte also in dem blutgesättigten Boden der Revolution. Aber nur scheinbar. Denn wenn die Vogelwiese von r797 das Vorspiel zum eigentlichen Stück gewesen, so tritt nach altberühmten Mustern vorder noch die lustige Person auf. die mit Pritschenschlag und einem kühnen Hopser aus der Coulisse springt, ohne daß nach ihrem Woher gefragt würde. Dieser närrische Da-b'n-ich in der scheckigen Harlekinjacke war die Ausstellung in der bolländischen. Universitätsstadt Leyden im Jahre 1699. von der kaum noch Jemand etwas weiß. Aus den schweigenden Wassern des alten Rheins, der die Stadt mit vielen Armen umklammert, scheint ron jeher ein Hauch von Größe und Ruhm aufgestiegen zu sein. Mit der Gründung der Universität 1575 zog auch der Geist der Gelahrtheit in die Jnselstadt ein. Flotte Studenten kamen nicht nur um zu lernen. sondern zechten auch tapfer mit den lustigen Künstlern und braven Bürgern und berichteten am Biertisch von gar merkwürdigen Dingen, die in der Welt da draußen vorgingen, und wurden dafür von den ehrbaren MnnHeers und lbren fteifstolzen Gattinnen als Schänder de? Volksehre betrachtet. Jahre kommen. Jahre gerben Geschienter sinken, in's Grab" und eine
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Man Hute sich davor! o CF gtrb zwei Leiden, wctdic ntlHicfct fei meisten Schmerzen verursachen und bekannt sind als Hüften- und Vkückenschmerzen. Vs ist auch bekannt, daß St. Jakobs Gel da brft Heilmittel dagegen ist.
J andere, duldsamere Generation wuchs heran, der das Tolle nur gerade toll genug dunkle. Leute, dir von der guten. alten Zeit als dem verlorenen Heil schwärmten, gab's aber trotzdem, und dksen Philistern zu Hohn und Spott planten pfiffige Köpfe eine Auferweckung der vermeintlich so tadellosen Vergangenheit. VieLicht plauderte ein Weinseliger den geyeimen Plan aus kurz, um den ursprünglichen Kern schloß sich bald'Sebale um Schale, und nicht lange darauf war de? Gedanke an eine ..Welt" - Ausstellung spruchreif, an der sich in schönstem Einvernehmen Kunst. Wissenschaften. Handel und Gewerbe betheiligten. Neben den ErZeugnissen heimischen Geistes und Bodens, suchte man nach Raritäten, deren Schaustellung verblüffen sollte. Eine verblaßte Schrift im Museum für Altenhümer in Leyden giebt Kunde von den Herrlichkeiten, die damals zu sehen waren, aus aller Welt herbeigeschleppt, mit Müde und Kosten, just wie auch heute. Die Holländer fühlten sich den seefahrenden Portugiesen weltverwandt. Auch ihre Schiffe kreuzten auf fernen Meeren, auch ihre Söhne zogen hinaus in die unbekannte Endlosigkeit des Oceans. Am rauchgeschwärzten Herd der halbdunklen Fischerhütte erzählte der Großvater dem Enkel von den öden Küsten neuentdeckter Länder und krampe aus dunklen Ecken gebeimnißvolle Dinge hervor, die in den abergläubischen Herzen der Weiber und Kinder Furcht und Staunen erweckten. Solche Wunderdinge sollten ihren Platz in Leyden sinden. Und was prangte da neben den überseeischen Waarcnballen, und den Bildern Rembrandts? Ein Krokodil, damals für die meisten Menschen ein Fabelthier, das sich je nach der Phantaste des Schilderers immer ungerneuerlicher auswucbs. ein paar echt lappländische Hosen, die dem Reinlichkciisfanatike? hoch'! wahrscheinlich sehr viel Grund zum Erstaunen gaben, ein. paar bunte polnische Stiefel in Holland kannte selbst die Soldateska keine Stiefel, sondern, ging in Schuhen einher der Rachen eines Sägefisches, die Hand einer Sirene" (wie die rerschnörkelte Chronik besagt), nämlich der Flossenstummel eines Walthieres. das einst im Stillen cean hauste, ferner ein tausendjähriger versteinerter Pilz, ein paar ..Teufelsfinger", sehr gruselig, aber zu deutsch die fossilen Ucberreste einer Tintenfischart, ferner ein norwegisches hölzernes Haus, ohne Stcine. also auch ohne Mörtel. Dies merkwürdige Gebäude bildete den
Ueberqang zur eigentlichen Grundidee, zu der alten Welt, in der sich all die jammernden Basen männlichen und weiblichen Geschlechts so wohl befunden hatten Holzgerüste mit bemalten Leinwand - Wanden nach alten Stichen wahrheitsgetreu aufgestellt und angepinselt, mit Verkaufsbuden und engen Fensterchen, hinter denen Co stüm-Puppen auf den Stühlen festgebunden waren. Beinahe zweihundert Jahre später kam Paris, dann Antwerden und andere Städte auf den ..originellen Einfall", ein Stück alter Art und Sitte wieder aufleben zu lassen! O Ben Akiba! Das war die erste Weltausstellung, die einen Sommer und Winter überdauerte. Geld und neuen Geschäftsverkehr in das Provinzstädtchen brachte, die bescheidene Vorgängerin der goldstroRenden. gefeierten Schönheit von 1900. die nicht einmal wußte, wie lang die Ahnenreihe ist, der sie sich rühmen kann. Erschossen -wurde Dr. G. M. Nichols in Hlgö. Mo., von dem Schantwärter W. F. Cain. Letz.'rer lag in schwerbetrunkenem Zustande aus 'inem Sooha in Constabler Elgin's Office und stöhnte so gräßlich, daß Elgin befürchtete, der Mann sei am Sterben, weshalb er Dr. Nichols herbeirief. Der Arzt trat auf den Kranken zu, doch ehe er eine Frage an ihn stellen konnte, gab Cain einen Schuß aus ei nem in seiner Tasche befindlichen Reoolve? ab. Uebcreifer des Con st ablers John Lenier in Huntsville. Ala.. führte zu einer Schießerei mit verhängnißoollen Folgen. Er hielt einen Wagen an.-in welchem er MondscheinSchnaps vermuthete. In dem Wagen befanden sich zwei Mäirner, Namens Lloyd Johnson und R. M. Drennen. aus Moline. Tenn.. welche den Constabler für einen Räuber hielten und Feuer gaben. Ein anderer Beamter, welcher sich in Lenier's Gesellschaft befand, erwiderte das Feuer ur?d verwundete beide Insassen des WaüCUt.
Dr. J, A. Sutclifle,
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