Indiana Tribüne, Volume 24, Number 94, Indianapolis, Marion County, 20 December 1900 — Page 1
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. . , Grsctxeilkt fefrtfn iliTdimiltatji ttni o:mtag blorcix. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Dmmerstag, den 2. Dezember 1900. No. H
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Ausland Depeschen
KMdent Krüger in Ämlierdam Höchst enthuftaftisch em pfangen. 3,000 Boereu In die Kapkolonie ringe drunyen. Tle Briten mußten die Verfolgung $ Wtfä ufgeben. Um der euen Gefahr begegne zu können. und Dlt DamVln Westernlaud" Trier" havarirt. Präsident Krüger in st e r d a m. Amsterdam. 20. Debr. Am Der Präsident Krüger kam am Mittwoch hier an. Er wurde am Babnbof von den städtischen Behörden empfangen und in dem königlichen Wartesaal wuroen Bewillkommnungsreden gehalten, Eine riesige Menschenmenge hielt die Straßen, die riach dem Rathhaus fuhren. besetzt, durch welche Öttl Kruger fuhr. Er wurde auf allen Seiten in der enthusiastischsten Weise begrüßt. Im Rathkaus hielt der Bürzermeister 'ine Rede, in der er die Hoffnung ausdrückte, daß es Herrn Krüger gelingen möge, einen ehrbaren Frieden abzuschließen. Herr 5t rüget sagte in seiner Antwort unter Anderem: Im Jabre 1884 erlangten wir unsere Freiheit. Die damalige ehrbare Handlungsweise der britischen Regierung ist aver zu Richte geworden. Die Eindringlinge sind zehnmal so stark als wir. Wir warten luf den Tag. an dem Gott seinen Willen verkünden wird. Wir vertrauen mehr auf seine Hilf?, alö auf diejenige üon Kaisern und Fürsten. Ich bin nickt als Flüchtling hierhergekommen, sondern auf Wunsch meiner Regierung und mit dem Ziel im Auge, dem Krieg :in Ende zu machen, in dem die Briten sich unserer Frauen und Kinder bedieK8, um uns zum Nachgeben zu veranlassen." IZti, JZn rwcii r flTTLn! besuchte Herr Kruger her der Flüchtlinge au. Sudafrika. Es wurde dann im Rathhame em (jin neues i u f i i aj i j f . Wien. 20. Dez. Ein österreichischer Ingenieur. Wilhelm Kreß. hat ein Luftschiff erfunden, das ohne Zö- .. ..... o : . . a. . . i gern von Sachverständigen für besser als das Zeppelin ich? erklart wird. Die Aufmerksamkeit des Kaisers Franz Joseph wurde auf das Mode gelenkt und nach genauer Untersuchung sprach er auch die Ueberzeugung aus, daß die Erfindung eine höchst werthvolle sei. Da Kreß nicht Die Mittel besitzt, ein großes Lustschiss bauen zu lasse, schickte ihm der Kaiser bald darauf $10,000; Andere folgten dem Beispiel und es ist itzt Geld genug vorhanden, um mit der Konstruktion sofort beginnen zu können. Unzufriedenheit über C r a f von Waldersee. St Petersburg, 20. Dezbr. Die ..Novoe Wremjs" erklärt, daß Anzeichen von Unzufriedenheit in allen Armeen, einschließlich der deutschen. wegen oer Brutalität des Feldmarschalls Graf von Waldersee zu bemer!en seien. Die Zeitung unterstützt das ..i... hr,b in ftMimfl i,h 0s-, mee auf eigene Verantwortlichkeit operiren solle. England und der Nicaragua Kanal. d 1 rrr L aus
o n d o n 20. Dez. England ist gezwungen gesehen hat. die Berfoldem Alpdrucken das ihm die Wen- nq De Wet's aufzugeben, da sich die
oung der Dinge in Südafrika bereitete,
endlich zu der Erkenntniß erwacht, daß ichiimmert hat. seitdem die Boeren in die Ver. Staaten den Ntcaragua-Ka- ; bie Kapkolonie eingedrungen sind. Es nal bauen, verwalten und auch befesti- itzt. daß 30s Boeren in die Kapkoloen werden, wie es ihnen eben gefallt, nie Angerückt seien und eine ähnliche ohne stch um die Stimmung in Eng- gi; sog Philipstown erreicht haben, land sonderlich viel zu scheeren. Zum , De Wet soll mit 4500 Mann nordöstSchmerz hat es auch noch d,e Schaoen- yl( ö0n Ladyörand stehen und beabfreude zu erdulden, mit der die kon- sichtigen. Winberg anzugreifen, tinentale Presse das unabhängige Vor- Krügersdorp. Transvaal. 20. gehen seines angelsächsischen Allnrten z. Eine neue Schlacht zwischen den t. . , i Truppen des Generals Elements, der
V mminerieue uenminner azette" ist nun mit dem Borschlag hervorgetreten, für den Verzicht auf die Rechte aus dem Clayton Bulwer-er-trage wenigstens in Bezug auf die Grenzregulirung in Alaska von den er. Staaten onze nonen yerau.zuschlaaen, und dieser Anregung stimmt
J , rr- Ä - .?t ausnahmslos zu - emfach mit der Begründung, daß der
H.iy'Pauncefote-5rtraq im Ganzen
doch keinen wirklichen Werth habe. W. T. Stead v?rst?ht nicht recht, wozu die Ver. Staaten überhaupt einen Vertrag mit England brauchten, wenn die Ver. Staaten den Kanal selber und auf eigene Kosten bauen, verwalten und beschützen wollen. Der Clayton Bulmer-Vertrag. der auf der Grunoidtt basirt. daß es sich beim Ri earaqua-Kanal um ein internationales Unternehmen handele, scheint ihm unter den jetzigen Berhalrnissen nicht mehr zu passen und somit veraltet, hnngersnoth in Ungarn. Wien. 20. Dez. In der Umgebung von Leutschau im ungarischen Komitat Zips herrscht eine Hungersioth. Mit dieser sind bedenkliche SeuErscheinungen verbunden. Es sind zcht Fälle von Beulenpest und Tausende von Typhusfällen konstatirt. Die Sterblichkeit hat die erschreckliche s)öhe von 300 vom Tausend erreicht. Der Distrikt wird von der Zweigbahn Jglo-Löcse (Leutschau) durchschnitten. Die Regierung hat eine Absperrung Iersügt und HilsSmaßregeln ergriffen. Die Deutschen und Russen sollen Schuld sein. London. 20. Dezbr. Kardina! 5aughn sagt in einem angeblich vom iattfcm ispirirten Hirtenbriefe, wäh rend der Aufstand in China offenbar christenfemdlich sei. wäre er doch direkt ,n0 ,uresit Durc6 russisch: und deutsche urgriffe auf chinesisches Territom veranlaßt worden oder zum Aus,n:c6 glommen. Deutschland habe den cihrncfen das 'Christenthum als west,vpoYüd) verdächtig gemacht, als es Bj Grund des Misnonär-Mordes in l?antung von einem Hafen Besitz erlr;ff s. w. Dak Enaland olme rgend einen Grund das Transvaal zerqcwaltigt, ein Verbrechen, das dem Herrn Kardinal doch am Ende viel läher liegt, versäumt der Herr Kardi aal in seiner Predigt zu erwähnen. Leut. Sims dekorirt. Paris. 20. Dez. Die französi fche Regierung hat die Angabe derleniaen französischen Zeitungen, die behauptet hatten, daß Mitglieder der amerikanischen Botschaft das Geheimniß des neuen französischen Feloge schützes auöspionirt hätten, in der denkbar kräftigsten Weise desavouirt. inoem sie dem früheren amerikanischen Marine - Attache in Paris. Leutnant N. S. Sims, das Kr?uz der Ehren-Le-yon offerirt hat. ..La Presse" hatte direkt. wenn auch nicht mit Namen, den Leutnant als den Mann bezeichnet, der das Geheimniß ausspionirt und seiner , Regierung verrathen habe. Die Zei- ' wng hatte auch erklärt daß Leut. Sims offtn als Spion für andere ' . , i ' & . . Leut. Sims befindet sich jetzt an Boro des Panzerschiffes ..Kentuckh". Als amerikanischer Offizier kann er die Dekoration nur mit Erlaubniß oes Kongresses annehmen. Beschädigte Dampfer. London 20 Dez Alle Ver britischen Dampfer ..Laura" m Zinnien, der. auf der tt von Savannah und Norfolk nach umn an holländischen Küste bei Zmen strandete, sind soweit erfolglos ?fmffen r fitty Dampfer Somerhill-. 30n Import News nach Jpswich unHerwegs, passirte am Mittwoch Lizard mit m Dampfer Westernland" von tx Star Linie im Schlepptau, d?" am 15. Dezember von Antwerpen nach tttro York abging. Der Dampfer hat f"e Schrauben verloren und wird von der Somerhill" nach Southampton gebracht. P o n ta Del Ga d .Azoren, 19. ! Der Dampfer Trier vom ' Norddeutschen Llvyd. der am 1. Dez Bmen nach 'w York abging, ist luer mit beschädigten Maschinen eingel..c. ..fr h-, am r. UUCll. -CUiup U JUl' giere an Boro. Der Krieg in Südafrika. L o n d o n . 20. Dez. ES wurde am ftfiHhmiWirt forithfol ii iii5i?nrns ftnnr onsl, flutend veränrt und tr. ans.bnliche Nerstärkunaen erkalten bat. 1 "r t- - - i ci ' . und den Boeren unter General Delarey wird binnen Kurzem erwartet. London, 20. Dez. Das Kriegsamt konnte gestern Abend keine Jnformation bezüglich der Nachrichten geben, m vie Boeren in die Kapkolonie einge fnn f. fhrn in
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Bericht? oer Zeitungen udertrieben jeien , und daß vermuthlich die Truppen. ; welche General De Wet verfolgt hätten, den Eindringlingen entgegengeschickt j werden würden. Dem üblichen Ver- ' halten des Kriegsamtes nach zu urthei j len. kann diese Antwort nur als eine ! Bestätigung der Zeitungsberichte gedeutet werden. Lord Kitchene? übt inzwischen eine ; strenge Zensur über die Nachrichten aus ! Südafrika aus, wodurch die Beunruhi- ' gung des Publikums noch vermehrt ; wird. Das Gerücht, daß Lord Kitchener be- : deutende Verstärkungen verlangt habe, ! taucht immer bestimmter auf. Nach der Daily Mail " bezeichnen ; Privat-Telegramme, die gestern inLoni von eingetroffen sind, die Lage in der ! Kapkolonie aU beängstigend. Es scheint, daß dt? eindringenden Boeren bedeutende Verstärkungen aus den Rei 1 hen der Kap-Holländer erhalten und daß die disponiblen britischen Truppm ! nicht im Stande sind, sich auf irgend
! größere militärische Operationen Mit ! Erfolg einzulassen. Man glaubt, daß ' die Reaierimi endlich de GErai der j Lage erfaßt hat und die größten An strengungen machen wird, Lord Kitche c.tt mit Pferden uno Maulthieren zu versorgen. Die' Verluste der Briten bei Nooitgedacht belaufen sich, laut offizieller Meldung, auf 82 Todte und Verwundete und 44 Vermißte. Aus China. Peking, 20. Dez. In einer Versammlung ver auswärtigen Ge- , sandten wurden alle Paragraphen der gemeinschaftlichen Note, einschließlich oie von England in Vorschlag gebracht !en Modifikationen, angenommen. Die , Gesandten loeigern sich, irgend etwas über die Vereinbarungen bekannt zu machen, da sie der Ansicht sind, daß die resp. Regierungen selbst die Einzelbei len bekannt machen sollten. Holland nicht etnverstan den. L o n d o n. 20. Dezbr. Der hiesige i niederländische Gesandte theilte am Mittwoch der Regierung mit. daß Hol land n ct)ts mit dem Grenzstreit zwi. ,'chen England und Venezuela zu thun gehabt habe und die holländische Rezierung sich nicht durch die Entschei ! oung des Pariser Schiedsgerichts ge- ! bunden fühle, durch welche die Grenze zwischen britisch und holländisch Gu- ; zyana festgesetzt wurde. Aus dem deutschen Reich. Berlin, den 19. Dezember. Reichskanzler Graf von Bülow hat bei seiner Anwesenheit in München dem bekannten Maler Franz Lembach zum Porträt gesessen. I Der Mörder Jänickc, welcher im letzten Sommer einem gewissen Louis Bersner unter dem Vorgeben, es sei 'in Zaubertrank, Strychnin eingab und ihn dadurch tödtete, ist für geisteskrank erklärt worden. Graf Klinkowsträm, ein Konservati ver, sagte heute in einer Versammlung ! der Agrarier in Königsberg, daß Graf Bülow sich bereit erklärt hätte, einen .'treidezoll von 6070 Mark pro Tonne zu gewähren. Das Centrum, die Freikonservativen und die Ratio,ialliberalcn sollen diese Präposition oereits angenommen haben. j Das Bankhaus von Autcalt und Wagner ist infolge seiner Verbindung mit der Preußischen Hypothek-Akticn-Bank in Zahlungsschwierigkeiten. Auch die Grunoschuld-Aktien-Zank hat um ein Moratorium einkom- ' men müssen. Der Eigenthümer der letzteren Bank. Herr Schmidt, ist der , Privat Bankier der Kaiserin. Die meisten berliner Zeitungen weroen im Januar wegen der hohen Palierpreise ihre Subskriptions - Raten ( erhöhen. , Der neuen Census-Aufnahme zu- ! olge haben SS Städte von mehr als 1 100,000 Einwohnern zusammen eine Bevölkerung von 9,077,034. Es ist dies eine Zunahme von 1,151.882 seit dem Jahre 1895. Die Schnelligkeit oer Zusammenstellung erklärt sich durch die Anwendung von elektrischen Tabu-lirungs-Maschinen. ..Königliche Hoheit C e t t i n i e, Montenegro, 20. Dez. Der Präsident des montenegri- ! Nischen Ministerraths Petrooitch Hiej goch ersuchte am Dienstag in Gegenwart der Minister, des Staatsraths j und des diplomatischen Kops formell ! den Fürsten Nikolaus, daß er. als Zeichen der Dankbarkeit des montenegrinischen Volkes für seine väterliche Re- ! gierung. den Titel ..Königliche Hoheit" ! annehmen solle. Der Fürst nahm dankend an. Christen-Massakre. London, 20. Dez. Nach einer Depesche aus Wien sollen bei einem Aufstand der Moslems gegen die christliche Bevölkerung in den inneren Provinzen der Türkei 200 Christen getödtet worden sein.
Inland' Depeschen.
Gntfüßrt Der 15 Jahre alte Sohn des reichen Packers Cu- 1 dahy in Omaha. Die Räuber verlangen N5,000 Löscgeld. $3000 Gold tu einer alten Scheune gesunden. ES tk der chatz, dessenwitten Oscar OSbsrne Bor zwei fahren bei Akron, O-, er mordtt wllrde. Ein Dowie - Äeltestcr iu Granville, O., thätlich angegriffen. Wie in den Abruzzen. Omaha. Nebr.. 20. Dezbr. Der l.5jährige Edward (Judahn, der einzige Sohn von Edward A. Cudahv. dem Groyschlächterei - Besitzer und mehrfachen Millionär, wird sei: letzter Nacht vermißt und seine Eltern glauben, daß ?r gewaltsam entführt worden ist. Die gesai.imte Polizei- undDetektiv-Mann-schaft ?r Stadt und etwa 50 Anqestellte des Cudahy'schen Etablissements haben während des ganzen Tages er folglos nach ihm gesucht. In der Schlächterei lag die Arbeit nahezu vollständig nieder, da sich der größte Theil der Angestellten auf der Suche nach dem Vermißten befand. I r Vater hat für das Auffinden seine , Sohnes eine hohe Summe versprocnen und sich verpflichtet, keine Nachforschungen über die Ursachen seines Verschwindens anzustellen, wenn sein Sohn ihm zurückgebracht wird. Ein anonymer Brief, welcher inr Laufe des Tages in der Wohnung Cudahy's abgegeben wurde, bestätigt die Befürchtung der Familie, daß der junge Cudahy gewaltsam entführt wurde. Der Letztere verließ das Haus seiner Eltern um 8 Uhr Dienstag Abend, um einige Bücher nach der Wohnuna eines Kapitän Nustin zu bringen, welcher ungefähr zwei Häufergevierte entfernt wohnte. Als er um Mitternacht noch nicht zurückgekehrt war und nirgend gefunden werden konnte, wurde die Polizci benachrichtigt und zwei Detektivs wurden mit Auffindung des Vermißten beauftragt. Erst egen 9 Uhr heute Morgen nahm die Angelegenheit jedoch ein ernsteres Aussehen an. Um diese Zeit passtrte ein Reiter in vollem Gallopp das Haus Eudahy's und warf über das Thor einen Brief in den Vorgarten. Ein Dienstbote brachte den Brief ins Haus, wo man Folgendes in demselben fand: Herrn E. A. Euoakjq. Ihr Sohn ist in Sicherheit. Wir haben ihn und werden ihr. gut behandeln und werden ihn Ihnen gegen Erlegung einer Summe von D25.000 wieder zusenden. Es ist uns Ernst damit. Jack. Den Rest des Briefes wollte die Polizei nicht bekannt machen, da er angeblich sich auf den Platz bezieht, wo der Austausch zwischen dem Gelde und dem jungen Cudahy stattfinden soll, wenn dessen Vater die Bedingungen erfüllen will. Der Dienstbote, welcher den Reiter mit dem Briefe saü. konnte eine gute Beschreibung von demselben geben und darauf hin stellt die Polizei ihre Nachforschungen an. Herr Cudahy ist noch im Zweifel, ob der Brief wirklich von den Entführern des Knaben kam oder vielleicht von einem Crank" über das Thor geworfen wurde. Charles W. Morten, welcher nahe bei Cudahy's wohnt, sah gestern Abend einen verdeckten Wagen hinter dem Haufe halten, bei dem sich zwei Männer befanden, welche ihre Stimmen senkten, als er vorbeiging. Auch ein Gespiele des jungen Cudahy hat die verdächtigen Gesellen qesehen. C"niQ Y a, 20. Dez. Heu:c Morgen um halb zwei Uhr kam der gerauble Sohn des Millionärs Edward A. Cudal,:) wieder zum Vorschein, nachdem der arme Pava 510,000 Lösegeld für seinen theun-n Sprößling erlegt hatte. Herr Cudahy will nichts weiter sagen, verspricht aber das G:heimnig später zu lüfte::. Peter Stils geschieden. C o l u m b u s . O.. 20. Dez. P:ter Sells, dem bekannten Zirkusb.ttzer. wurde am Mittwoch eine Seidung von seiner Frau bewilligt. Der Prozeß hat das Gericht beinahe vier Wochen beschäftigt.
AusderBundeshauptstadt
M. Zligrch. Male Mm. 0 ,. )f rmA' 42 rt.f t ... at " " Riesige pafeu-Berwilligungeu verlangt Senat. Washington. D. C.. 20. Dez. Der Kongreß hat den Präsidente autorisirt, dem Repräsentanten Chas. Boutelle von Maine mit dem Range eines Kapitäns in der Ber. St. Flotte zu pensioniren. Der Senat nahm am Mittwoch ohne ein Wort der Oppofition und ohne alle Kommentare die Haus Resolution an. in der die Pensionirung des Herrn Boutelle. der sich jetzt ir. einem Sanitarium befindet, autorisirt wird. Es ist wahrscheinlich, daß der Präsident die Resolution gutheißen und in Uebereinstimmung damit Herrn Boutelle zum Kapitän ernennen und dann pensioniren wird. Im Uebrigen nahm der Senat in der öffentlichen Sitzung noch 71 Pri-Vat-Pensionsbills an. darunter zwei, denen zufolge die Wittwen der Gene räle John A. McClernand und John A. Palmer monatlich je $50 erhalten sollen. Einer anderen Vorlage zufolge erhält die Wittwe von James A. Mercer, ehemals Professor für Ingenieurstun'': in Wefi Point, eine Pension von $70 monatlich. Der dringende Defizit - Etat wurde ohn? Debat:e angenommen. Um halb zwei Uhr begab sich der Senat in Exekutivsitzung, um den Hay-Pauncefote-Vertrag weiter in Erwägung zu ziehen und um viertel vor drei Uhr erfolgte Vertagung. Repräsentantenhaus. . Das Haus nahm nach einer lebhaften Debatte, die zwei Tage gedauert halte, zwei Vorlagen an. denen zufolge die Pennsylvania Eisenbahn und die Baltimore & Ohio Eisenbahn gehalten werden, die Niveau - Geleise abzuschaffen, ihre Einfahrt - Linie in die Stadt abzuändern und bessere Endpunkt - Facilitäten zu schaffen. Die Pennsylvania Eisenbahn wird außerdem gehalten, ein neues Stationsgebäude zu errichten, das nicht weniger als $1,500,000 kosten darf. Die Fluß- und Hafen - Bill. Das Fluß- und Hafen - Kommittee des Hauses hat beschlossen, den Inhalt der Vorlage erst nach den Feiertagen bekannt zu machen. Die Mitglieder fürch ten, daß die Bekanntmachung der einzelnen Posten den Freunden von Pro jekten, die gestrichen worden sind. Gelegenheit geben würde, sich gegen die Vorläge zu combiniren. Es wurden solch' riesige Summen (im Ganzen ungefäh? $80.000,000) v?"langt, daß ein ganz enerziscbes Streichen nöthig ist. um dik Verwillizung auf ungefähr $60.000.' 000 oder $63,000,000 zu reduziren. Die direkten Bewilligungen werden wahrscheinlich nicht mehr als 820,000.000 betragen. Da Kommittee hat provisorisch dem Projekt der Erlveiterung und Vertie' funz des Suöwest - Vajses an der Mis-siffipoi-Mündung zugestimmt, das eim Auslage von $3.000,000 bedingt. Füt die Verbesserungen amMississippi-Fluh sino für die nächsten zehn Jahre $10.000.000 ausgeworfen worden. In dem Damm im Ohio - Fluß, unterhalb von Cincinnati. soll eine Schleuse mit einem Kostenaufwand von $1.000.000 kon struirt werden. Für den Hafen von Cleveland, die Heimath des Vorsitzers des Kommittees. Repr. Burton. sind $4.000.000 ausgeworfen. Die Armee - Vorlage. Das Senats - Kommittee für Mili tär - Angelegenheiten hat sich auf di Arm - ReorganisationS - Vorlage geeinigt, die am Donnerstag im Senai eingereicht werden wird. Das Kommit tee hat ein kompletes Substitut für di Hausbill ausgearbeitet, und wenn auch der Wortlaut in vielen Fällen derselb, ist wie in der Hausvorlage, sind doch zahlreiche Veränderungen vorgenom' men worden, Vielleicht die wichtigste Veränderung ist in dem auf die Artillerie Bezug habenoen Theil vorgenommen worden. In dem Substitut wird die Beibehaltung der jetzigen Regiments - Organisation empfohlen, und es wird die Zustimmung zu oer Korps - Organisation verweigert. Der Kantinen" - Paragraph des Hauses wird dahin amendirt. daß de, Verkauf von Bier in den Kantinen gestatte: wird. Dies geschah, indem das Wort Bier" bei den verbotenen Gegenständen ausgelassen wurde. Die Revolution inColom. b i a . Das Staatsdepartement hat ein Kadeldepesche von dem Ber. St. Ge schäftsträger Deaupre in Bogota erhal ten, in der gemeldet wird, daß bei Gi raldot Point am Maadalenen-Fluk i
Co'.omdia die Negterungstruvpen na
Zweitägigem Kampf mit den Jnsurgen ten einen entscheidenden Sieg errungen haben. Es sollen in der Schlacht 600 Mann gekostet und viele Hundert ver wundct worden sein. Die Regierungstruppen sollen auch an anderen Orten wichtige Siege errungen haben. Die Regieruna feiert die Siege und rechnet jetzt auf eine baldige Unterdrückung fcei Insurrektion. Der Diamant zurückgestellt. K n o x v i l l e. Tenn.. 20. Dezbr. Am Dienstag Morgen wurde hier ein Frauenzimmer Namens Ella Williams verhaftet, weil es einen Diamanten im Werth von $125 gestohlen hatte; sie verschluckte aber den Stein, ehe er ihr wieder abgenommen werden konnte. Am Mittwoch wurde dem Juwelier der Diamant wieder zurückgestellt und die Anklage ist daraufhin fallen gelassen worden. Waren Anhänger D o w i e ' s und starben. Benton Harbor. Mich.. 20. Dez. Charles Moshler. ein 35 Jahre alter Mann, und sein Sohn Harold, 10 Jahre alt. sind hier am Typhus gestarben und eineTochter Moshler's liegt im Sterben. Die Mutter lag ebenfalls an der Krankheit darnieder, befindet sich aber auf der Genefung. Der Knabe starb am Sonntag und der Vater am Mittwoch. Die Mitglieder der Familie sind Anhänger DowieS und weigerten sich, einen Arzt zu Rathe zu ziehen, wie sie sich auch weigerten, Medizin einzunehmen. 9eue elektrische Eisenbahnen. Co l u m b u s , O.. 20. Dez. In-torporationS-Papiere 'für zwei neus elektrische Eisenbahnen sind am Mitt woch beim Staatssekretär eingereicht worden. Es sind dies die Norfolk, Ashland & Southern Ry. mit einem Kapital von $10.000 und die Mansfield. Mount Gilead und Columbus Rq. mit einem Kapital von $20.000. Der Schatz Osborne's gefunden. Akron. O.. 20. Dez. Als am Mittwoch Arbeiter eine alte Scheune auf der Farm des vor zwei Jahren von seinem Knecht Edwin Johnson ermoroeten Oscar Osborne in Richfield Iownship niederrtssen, fanden sie eiacn Sack aus Segeltuch, der $3000 in Aold enthielt. Johnson wurde wegen des Berbrechens auf Lebenszeit in's Zuchthaus geschickt. Johnson wußte, daß OSKorne das Geld hatte, und er hatte ihn offenbar ermordet, um ihn zu berauien. das Geld aber nicht gefunden. Das Geld bleibt im Besitz der Beyörden. bis festgestellt werden kann, oem es rechtlich gehört. ,;, Wollen nichts von den Dowieiten wissen. G r a n v i l l e. O.. 20. Dez. C. L. Mason, ein Dowie-Aeltcster von Chiöagö. wurde am Mittwoch Abend mit faulen Eiern, Gemüse etc. beworfen, als er im Theater eine Vorlesung hielt. Mason griff in überaus heftiger Weise die Freimaurer und andere ähnliche geheimen Orden an. als das Bombardement begann. In der Konfusion, die folgte, wurde Mason auf den Boden geworfen. Er bat um Schutz und daraufhin wurde er von einer Anzahl Freimaurern und Mitgliedern anderer Orden, die er angegriffen, umzingelt und vor weiteren Gewaltthaten beschützt. Später wurde er nach der Wohnung von E. B. Winters eskortirt. Mason wurde nicht verletzt. ES wurde ihm aber gedroht, daß es ihm schlecht ergehen würde, wenn er noch einmal versuchen würde, in Granville eme Vorlesung zu halten. Schiffsnachricheen. Glasgow, 19. Dez. Angekommen: Furnessia" von New York. Neapel. 19. Dez. Angekommen: Columbia" von New Jork. Southampton. 19. Dez. Angekommen: New York' von New York. Abgegangen: Trave" (von Bremen) nach Jork. Philadelphia. 19. Dez. An. gekommen: ..Rhynland" von LiverPool. Kinsale. 19. Dez. Passirt: Commonwealth" von Boston, nach Liverpool bestimmt. Hamburg. 19. Dez. Angekommen: ..Deutschland" von New Jork, via Plymouth. New York. 19. Dez. Angekommen: Kaiser Wilhelm der Große" von Bremen. Liverpool. 19. Dez. Angekommen: .Dominion" von Vortland.
