Indiana Tribüne, Volume 24, Number 92, Indianapolis, Marion County, 18 December 1900 — Page 1

Tribune -., - H X Sonntags U J latt 10cpergch? 7 i - WM . i v lag r. MMOlM -'w Grsctxeint fcvun DKutxnrtttiTg und SontttlTg lm mm. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Ticllftag, den 18. Dezember 1900. Sio. 92

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Ausland Depeschen

Ans liörr Üpii Jliilfrgang 5cr 4lnsciuiH.44 111 Mann von den 150 gerettet Die sich zur Zeit an Bord befanden Die Drcqfus-Affaire 3 der franzöfifchen Kammer wieder aufgewärmt. Der Krieg in Liid-Afrika. Die Bocren in der Sav'Solonie emge drungen. Nachrichten aus China. Der Untergang des Giuis e n a u". Berlin, 18. Dez. Einer ojt ;iellen Depesche aus Malacui zufolge, lind 314 Personen von den 450, die sich an Bord der Fregatte Gneisenau" befanden, gerettet worden. Es heißt, sah der Kommandeur des Schiffes Selbstmord begangen habe, als er sah, h alles verloren war. Ein Neffe des Reichskanzlers. Graf von Bülow. Na neu! Verndt. beendet sich unter den Bereiteten, er ist ab schlimm am ftopfe verletzt. Ein Matrose, der. nach,?em er viele Ständen in den Wa ten zugebracht hatte, rettet wurde, ist in olge der ausgestanven..'nLe:den mahninniff geworden. Der erste Ingenieur. in fettfl - taemettl und ein? Anzahl Unter - Offiziere sind ertrunken. Man hofft die Heschütze. die ßflb'ifte and vielleicht ein:n Theil veS Schiffes retten zu können. Malaga. 18. D;j. Von den 314 Überlebenden von tzn Gneisenau' vurdcn 39, die Verletzungen erhalten hatten, ins hiesige Hospital gebracht; L25 wurden in der Kaserne einquartiert und 150 im Rathhaus. Die schiffbrüchigen weroen von der Stadt )erköstigr. Die Mitglieder der hiesi D deutschen Kolonie und viele sparn He Damen haben sich erboten, die Ber pflegung der Verletzten zu übernehmen. Die Flaggen wehen über allen Konsu aten auf Halbmast. Madrid. 13. Dez. Nachrichten zus Malaga bestätigen die Behaupung. day der dortige Hafen-Komman oeur den Kapitän Kretschmann von ,.-em herrannahenden Sturm unterricht ttt und ihm gerathen habe, in den Hafen einzulaufen, der deutsche Kapitän oie Warnung aber unbefolgt lieh. Aus der heiligen ü t a d t. Rom. 13. Dez. In dem am Monika, abgehaltenen geheimen Konstistorium wurden eine Anzahl neuer Bi,chöfe ernannt. Mgr. Keane. der früjere Rektor der katholischen Universi 'ät von Washington, wurde zum Bizchof von Dubuque. Iowa, ernannt. In seiner AUocution dankt? der ZZast Gott dafür, daß er ihm gestattet, oas heilige Jahr zu überleben. Viele schmerzliche Dinge, sagte er. gingen ihm indeß sehr nahe, namentlich der Konflikt zwischen Italien und der Kirche, ee'r eine fortwährende Verletzung der päpstlichen Rechte zur Folge habe. Vielleicht sind noch schlimmere Dinje zu'erwarten." fuhr er fort. Es ift tne große Kalamität, daß der Pontifex gewaltsam seiner gerechten und legitimen Souveränetät beraubt wird, die mit der freien Ausübung der Pflichten seines Ministeriums eng verknüpft ist. Der Pontifex befindet sich jetzt in der Gewalt- anderer Männer und ist deren Willtüc unterworfen. Die Herrschaft über Rom wird von Einem an den Anderen übertragen, als b es sich dabei um ein Recht und nicht um eine Frucht der Ungerechtigkeit handle. Wir verlangen, oaß die Rechte des Papstthums ungeschmälert bleiben. Wir erklären, daß weder die Zeit noch die Succession von Herrschern die außerordenllichen. unbeschreiblichen Rechte des Pontifex unterdrücken können." Der Papst empfing am Sonntag den Srzbischof Ehapelle von New Orleans in längerer Audienz uno sprach sich dem amerikanischen Prälaten gegenüber dahin aus. er hoffe, die Ver. Staaten würden die Philippinen nicht wieder aufgeben. Die Äufgabe von Seiten Amerikas würde mit einem grohenVerlüfte für die christliche Civilisation gleichbedeutend sein, und in einem solchen Falle ürde es der päpstliche Stuhl für seine Aufgabe halten, die Abtretung der Philippinen an eine andere Großmacht anzuregen und zu vermitfein. In der Shlvesternacht gedenkt sich der Papst in die Basilica von St. Peter

zu oegeden und mit dem Schlage der Mitternachtsstunde ein Hochamt pn Einweihung des 20. Jahrhunderts zu cclebriren beginnen. Für diese Feier werden im Vatikan umfassende Vorbercitungen getroffen. Eine feierliche Prozession soll den Heiligen Vater aus seinen Gemächern in die Basilica qeleiten und dabei ein ..Tedeum" singen. Selbstverständlich ist die Ausführung des Planes vom Gesundheitszustande des greisen Oberhauptes der katholischen Christenheit abbängiq. Die Um gebunq des Papstes glaubt und hofft aber, daß sein ernster Wille über d Schwäche des Fleisches triunphiren wird. Der Rev. Hermann Joseph Alerdinz wurde auch zum Bischof von Fort Wayne. Ind., ernannt und der Rev. Joseph O'Reillq von Peoria zum Tiiular - Bischof von Laredo. Tezas. Wo ruht König Humberts Leiche ? Ein sensationelles Gerücht wird hier so geflissentlich kolportirt. daß die Regierung sich gezwungen sehen dürfte, dazu Stellung zu nehmen. Es geht dahin, daß die Leiche des Königs Humbert nicht in dem prächtigen Sarkophage im römischen Pantheon ruht. sondern in der Superga bei Turin, dem stattlichen Mausoleum, in dem schon über hundert Mitglieder des Hauses Savonen zur letzten Ruhe ge bettet sind. Eine Begründung scheint das Ge rücht darin ,;u finden, daß die über den Tod ihres Gatten untröstliche Königin Margarethe seit der Beisetzung nicht nach Rom zurückkehrt, sodern in dem halbverfallenen schlösse Stupiagi bei Turin wohnt, sich täglich nach der Superga bezicüt ur,d oft Stunden lang in derselben verweilt. Ferner ist auch bekannt. das, der König Humbert selbst gewünscht hat, um einmal an der Seite seiner (ftotttfl die lehre Nul,e zu finden, in der Superga beigesetzt D werden. Ein Thronerbe in Aussicht q e st e l l t. Der Messsagero" versichert, der König Victor (frmanud habe den Premier, Signor Saracco. b?cichrichtiqt. daß die Königin in ungefähr sechs Monaten Mutterfreuden erwarte. Ein Protest der Intern tionalen Union. Paris. 18. D:z. General Chaf fee hat zwar mit seinem Protest gegen die Plünderung in China beim Grafen von Waldersee im Allgemeinen keinen großen Eindruck gemacht, er kann sich aber damit trösten, daß ihm die Union Internationale", die hiesige Friedens-G?sellschast, vollständig Recht giebt. Die Union Internationale" versammelte sich hier im Hause des Professors Charles Richet, um wieder einmal ihre Mission zu erfüllen und über die Einhaltung der Bestimmungen des Haager Friedenskonferenz-Protokolls zu wachen. Nach lebhafter Debatte wurden die folgenden, von dem Senator Trarieux in Vorschlag gebrachten Resolutionen angenommen: Das Kommittee der Union Jnt?rnationale" erlaubt sich, die Aufmerksamkeit der Regierungen auf folgende von der Haager Konferenz, auf der auch China vertreten war. anzenommene Kriegsregeln zu lenken: Art. 28. Es ist verboten, selbst mit Sturm genommene Städte oder Ortschaften der Plünderung zu übergeben. Art. 46. Privateigentum kann nicht konfi ,zirt werden. Art. 27. Plünderungen sind formell verboten. Das Kommittee hat ferner mit Staunen und Scham bemerkt, daß die Absicht besteht, jene groß??! historischen Monumente und wichtigen Werkzeuge der Wissenschaft, die in Peking errichtetem astronomischen Instrumente, von .dort zu entfernen. Es protestirt gegen diesen Akt des Raubes als Vandalismus und gegen den Artikel 5t3 des Prager Konvents verstoßend, der das Eigenthum von Kommunen, religiösen, Wohlthätigkeils- und Erziehungs-Jn-stituten. selbst wenn dem Staate gehö rig. als Privateigenthum erklärt. Jede Besitzergreifung, Zerstörung oder absichtliche Schädigung solcher Institute, historischer Monumente oder Werke der Kunst und Wissenschaft ist verboten und sollte zum Gegenstande eines Verfahrens gemacht werden. Angeordnet, diese Resolution den betreffenden Regierungen zuzustellen und der amerikanischen Regierung für ihr Vorgehen in der Sache speziell zu danken." Es handelt sich dabei um die alte, von den Jesuiten errichtete Sternwarte, in deren Instrumente sich angeblich Deutschland und Frankreich theilen möchten. Die Beute aus China. P a r i s. 18. Dez. Auf Befehl der Pegie.run,q werden eine Anzabl Kisten.

ore mit Äeuteitucken aus China gefüllt sind, und von oem ineral Frey. Kommander oer französischen Min? truppen in Cbina an den Präsidenten Luubet und Andere geschickt wurven, in Marseille bei ihrer Ausschiffung mit Beschlag belegt werden. Diesrr Srr'tt ver französischen Regierung ist offenbar eine Fvlge des Protestes oes Generals Chafsee gegen daS Plunorn. Die Regierung ist zu der Ansicht gekommen, daß die betreffende Gegenstände nicht als Kriegsbeute betrachte werden können, und sie deshalb auch nicht den Soldaten gehören, die sich ihrer bemächtigt haben. Verschiedenes aus China. Berlin. 18. Dez. Eine Depesche aus Peking sagt, daß Li Hung Cl?anz an der Influenza leide. In der De pesche wird .iuch in Abrede gestellt, daß die Kaiserin Wittwe die Absicht habe, nach Chang y.u in der Provinz Sze Chuen überzusiedeln. London. 13. Dez. Wie der Daily Mail" aus Peking gemeldet wird, Hot die englische Regierung Sir Ernest Satow beauftragt, auf dem Worte Unwioerruflich" m der Kollektiv , Note der Mächte zu bestehen und außerdem auf einer Erklärung, daß Peking und die Provinz Chi Li nicht von den verbündeten Truppen geräumt werden, bis die chinesische Regierung die Forderungen der Mächte erfüllt bat. Es heißt, oaß Deutschland mit der Haltung Enzlanö's in )ieser Frage vijl lig übereinstimmt und daß sich wahrscheinlich auch die anderen Mächte dieser Erklärung anschließen trxrden. welche von den Fremden in Peking mit allze meiner Genugthuung aufgenommen worden ist. Peking. 17. Dez. Die Russe haben für 700,0X Reis gekauft, den sie an die mittellosen Chinesen ver schenken. General Chaffce, der ameri kan'lsche Kommandeur, läßt ebenfalls Ris vertheilen und die anderen Na Honen folgen dem B-ispiel. Eine Anzahl deutscher Offiziere wä ren dieser Tage beim Essen beinah.' an Kohlengas erstickt, das einem chinesischen Ofen entströmte. Vier von den sieben Offizieren waren besinnungslos, all: kamen aber wieder zu sich. Die Oefen in China sind eine beständige Quelle der Gefahr. Etwas früh. Amsterdam, 18. Dez. Richt ohne Befrein Den erzählt man sich hier, daß der Kaiser Wilhelm der jungen Königin anläßlich ihrer Verlobung eine Flasche Jordanwasser zur nächste Taufe hat übersenden lassen. Hoffnung für oieJuden in Rußland. St. Petersburg. 17. Dezbr. Gestern veröffentlichte der RHf rungsbote" den Dank des Zaren an lle Klassen seiner getreuen Unterthanen, und heute verlautet, daß er seine Ge nesung durch ein Toleranz-Edikt zu feiern gedenk:, sodaß wenigstens die allerdrückendsten Gesetze und Verfü zungen, welche zur jett die Juden in Rußland entrechten es mögen trotz iller Auswanderung immer noch I.)00.000 sein aufgehoben werden sollen. Sowohl der Zar als die Zarina schreiben des ersteren Errettung vom Tode hauptsächlich der Behandlung )urch den leitenden Leibarzt Dr. Hirsch zu, der nicht nur als Jsraelit aeboren ist, sondern sich auch zum Gruben sei.ier Väter fest bekennt. Dr. Hirsch soll nne Rangerhöhung und sonstige persänliche Ehrungen ausgeschlaen und oer Zarina begreiflich gemacht haben, er würde seinen schönsten Lohn in ei aer milderen Behandlung seiner unterorückten Glaubensbrüder sehen. Das Weitere soll die Zarina bei ihrem Gat ten ausgerichtet haben. Der Krieg in Südafrika. London, 18. Dez. General Kit. hener bestätigt in einer Depesche an da Krieas - Departement die Nachricht, oaß die Boeren am 13. Dezember eine Abtheilung von Brabant's Kavallerie bei Zastrom. Oranje Staat, gefangen genommen haben. Lord Kitckener meldet. daß 107 Mann in die Gefangen schaft der Boeren geriethen. Kapstadt. 18. Dez. Sieben hundert Bören sind bei Äliwal Rorth oom Oranje Staat auS in die Kapko lonie eingedrungen und in Kaapdal angekommen. London. 18. Dez. Es ist hier ein Gerücht im Umlauf, daß am Montag die Bören. 1500 bis 200 Mann stark, am Oranje Fluß umzingelt und gänzlich geschlagen worden seien, und daß sie eine große Menge von Todten und Verwundeten verloren hätten. Wellington. Reu Seeland. 18. Dezember. Lord Kitchener hat darum nachgesucht, daß das Truppen - Kontingent von Reu Seeland bis zur Beendigung des Krieges inSüd Afrika bleiden dürfe, und die Regierung von Neu Seeland hat ihre Zustimmung dazu ge geben.

Inland Depeschen. Abermals ein LynchGericht. W voller, rill lirgkr. fa

taeeilTr Mngl. Er gestand ein, mit den am Tonntag in Rock Port Gelynchten Den Barbier Simons ermordet zu haben. Sie Milizen kamen eine Viertel stunde lli spät. mt Feuerölrunst in lZlevelauö. Mvr als 500,000 Toklars Schade Uud 1100 Arbeiter daönrch beschäftigungslos. Gelyncht. O w e n s b o r o . 18. Dez. John Rally. der dritte der Neger, welche den veißen Ba -bier Hollie Simons beraubcen und erschlug, wurde am Montag Übend, um 8 Uhr. in Boonville. Ind.. z.lyncht. Jim Henderson und Bud Rodend sein? beiden Komplicen, murden in der Nacht zuvor, wie bereit.- gemelDct, in Rockport, Ind.. aufgeknüpft. ItaUtz würd? durch das Geständnis StowlendS schwer belastet, leugnete indeea seine Schuld. Er wurde von :inigen entschlossenen Bürgern bewacht, welche nicht von seiner Schuld fest überzeugt waren. Er verwickelte sich indes sen in Widersprüche und es wurde kon ftatirt, daß er zur Zeit der Ermordung Simons von dem Beranda Hotel, wo er ar'itete, abwesend war. Als ihm dies vorgehalten wurde, leugnete er nicht länger, sondern gestand seine Beihilfe an dem Verbrchen ein und gab auch zu, daß er den ersten Schlag gegn Simon geführt habe und daß die anderen Beiden ihm behilflich gewesen wären. Simon zu tödten. Sheriff Anderson nahm ihn darauf um 11 Uhr Vormittags in Gewahrsam und brachte ihn in's Gefängniß nach Boonville. Am Nachmittag begab sich eine groß Anzahl Bürger von Rockport nach Boonville. Zu ihnen gesellten sich andere Bürger aus WinSlow. wo Simon früher gewohnt hatte und aus Richland. Sie ritten offen in Boonville ein. erbrachen die Thüre zum Gefängniß. holten Rally heraus und hingen ihn an einem Baum im GefängnißHofe auf. Sobald Gouverneur Mounr von der Absicht der Leute. Rally zu lynchen, hörte, gab er den Milizen von Evansville Befehl, den Gefangenen zu bsschützen. Die Soldaten kamen indessen fünfzehn Minuten zu spät an und die am Baume hängende Leiche des Negers zeigte ihnen, daß ihre Dienste nicht mehr nöthig waren. Die Bürger von Rockport hielten am Abend eine Versammlung ab und organisirten ein Kommittee zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung. Im Allgemeinen wurde die Lyncherei gebilligt und es ist nicht wahrscheinlich, daß die Verüber derselben zur Verantwortung gezogen werden. Am Abend war in Rockport Alles ruhig. Das Gas bleibt aus. Akron. O., 13. Dez. Die Na turgas-Zufuhr blieb am Montag aus und dies hatte eine Zeit lang viele Leiden im Gefolge. Der Tag war der kälteste in diesem Winter. Am Sonntag blieb das Gas eben falls eine Zeit lang aus. dann kam es aber wieder und in Folg? dieser Störung wären beinahe mehrere Menschen umö Leben gekommen. Dr. Jacobs wurde per Telephon aufgerufen, ehe die Person, die zu ihm sprach, aber ihren Namen angeben konnte, wurde dieKonversation plötzlich abgebrochen. Der Arzt hatte jedoch die Stimme erkannt und er eilte sofort nach der Wohnung von Frl. Helen Storer. wo er die Dame und ihre Zofe besinnungslos auf dem Boden liegend fand. Dr. Hottenslein sprach im Laufe des Tages in der Wohnung von Hermann Langer vor. um eine kranke Tochter Langer's zu besuchen. Er fand die ganze Familie besinnungslos auf dem Boden liegend vor und es gelang ihm erst nach längerer Zeit, sie wieder zu sich zu bringen. Feuer. C l e v e l a n d . )., 18. Dez. Die große Fabrik der Brown Hoisting and Conveyina Machine Co. wurde am

Montag borgen zu früher stunde saft ganz durch Feuer zerstört. Fünf von dn der Kompagnien gehörigen sieben Gebäuoen liegen in Asche; Eigenthum im Werthe von Z500.000 wurde va den Flammenzerstört und 1100 Arbetter kommen durch denBrandfür langer Zeit außer Beschäftigung. Die Kompagnie ist eine der größte ihrer Art in der Welt und hat viele Kontrakte mit der Regierung zur Ne ferung von Aufzug-Apparaten, die rn den Kohlenstationen, die in verschiede nen Theilen der Welt etablirt werden, anzubrinaen sind. Die Flammen kamen in dem Fkr niß-Raum der Elwell-Parker Electric Company, die einen Theil dn Gebäude der Brown Company benutzte, zm Ausbruch. Der Verlust der Elwell Parker Company, der durch Berstche rung gedeckt ist. beträgt ungefähr Z100.000. Viele der Angestellten waren ge zwungen. aus den Fenstern zu sprin gen. da sich die Flammen mit autzeror dentlicher Schnelligkeit verbreiteten. Soweit bekannt, wurde aber Niemand ernstlich verletzt. Auch der Verlust der Brown Company ist zum großen Theil durch Versicherung gedeckt. Die Fa brik wird sofort wieder aufgebaut wer den.

Aus derBundeshanptsradt 0 56. ZlonM Meile 8Ml!. Rcpr. Boutellr alö Mrine'Kapitai pensioiiirt. . Nru-Eintheilung der Aongreßdistrtkte. ' Der Hau Paunccsotr'Bertrsg. Senat. Washington. D. ., 18. Dez. Der Senat brachte am Montag nut eine Stunde in offener Sitzung zu. Während der übrigen Zeit des Tag beschäftigte er sich mit dem HayPaun. cefote-Bertrag. Senator Chandler machte abermals einen Versuch, die Resolution, die ans die neuernannten Senatoren vonMon twna Sßtiuq hat. aufzurufen, er hatte aber keinen Erfolg. Kurz vor der Vertagung am Abend nahm der Senat in der EzekutivsttMng einen Beschluß an. daß am Donnerftag Über den Hay-PauncefoteBertrag cch stimmt werden soll. Um drei lkhr Nachmittags soll mit dem Abstimmen über die verschiedenen Amendements begonnen werden und der Senat soll in Sitzung bleiben, bis die erste Abfttmmung über denBertrug selbst statt gefunden hat. Der Senat stimmte in der Exekutiv Sitzung auch dem Vertrag bei, demzufolge die Einfuhr von geistigenGetranken in gewissen Theilen von Afrika regulirt werden soll. Repräsentantenhaus. Unter Aufhebung der Regeln wurder. am Montag Vorlagen angenommen. denenzufolge Kentucky und WestVirginien in zwei Bundes-Gerichts Distrikte getheilt erden soll; ein weiterer Distrikt im Gerichtsdistritt des nördlichen Ohio geschaffen wird und die Ansprüche des Staates Texas aus Gelder, die er in Greer County für öffentliche Verbesserungen ausgegeben hatte, ehe das County laut einer Entscheidung des Oberbundesgerichts unter die Jurisdiktion von Oklahoma gestellt wurde, zur Untersuchung an de Sekretär des Innern verwiesen werden sollen. Es wurde ein Versuch gemacht, eine Vorlage zur Annahme zu bringen, derzufolge den Soldaten und Matrosen aus dem Bürgerkrieg, dem spanischen Krieg und dem Krieg auf den Philippinen der Vorzug gegeben werden soll, wenn es sich um die Besetzung vonStellen in den ExekutivDepartements der Regierung handelt, der Vorlage wurde aber energisch opponirt. weil, wie angeführt wurde, nach Annahme dieser Vorlage viele Jahre lang Civilisten keine Anstellungen mehr erhalten könnten, da mehr als genug ehemalige Soldaten vorhanden sein würden, um all Regierungsämter zu besetzen. Di Vorlage wurde mit großer Mehrheit verworfen. Es wurden auch 102 Privat-Pen. sionsvorlagen angenommen. Kurz vor der Vertagung wurde ein Vorlage angenommen, derzufolge de? Repr. Boutelle von Maine. der 18 Jahre lang im Kongreß gedient hat und in den 57. Kongreß wiedergewählt wurde, mit dem Raruz eines MarineKapitäns pensionirt werden so7. Herr Boutelle hat während des Bürgerkrieges in der Marine gedient. Er befindet stch seit einem Jahr in einem Sanitarmm und es ist bekannt, daß n nie wne aetstigen .FähiLkenen miede,

zuruaerlangen wtrd. Einige de, y.He präsentanten waren geneigt, gegen diß Vorlage zu protefiiren. da sie einen gefährttchen Präzedenzfall abgeben wör de. sie wurde aber angenommen, ohne daß Einwand erhoben worden wäre. N e u e E i n t h c i l u n g derKon greß - Distrikte. Washington, D. C., 17. Dez. Das Zensus-Kommrttee des Hauses hat mit 7 gegen 5 Stimmen beschlossen, die Hopkins'sche Vorlage zur Neueintheilung der Kongreßdisrrikte em pfthlend an das Haus zu berichten. Dieser Vorlage zufolge bleibt die Zahl der Repräsentanten unverändert, 367. die Staats-Delegationen werden be, neu arrangirt werden. Die einzige Veränderung, die an de, Vorlage vorgenommen wurde, war ein Amendement. dajz die verschiedenen Kongretz-Difirikte in den Staaten zusammenhängendes und kompaktes Gebiet" sein müssen. Der Zweck det Amendements ist. dasOerrymandern' zu verhindern. Unter der Vorlage werden die fol genden Staaten einen Repeitsentanten verlieren: Zndiana. Kansuö, Kentucky. Maine, Nebraska, Ohio. Süd-Caro lina und B'rqmia. Die folgenden werden einen gewin nen: JÜtnois. Lourfwna, Minnesota, New Jersey. New York und West-Bir-ginia. Teras wird zwei Repräsentanten gewinnen. Nach der jetzigen politischen Bertretung wird keine Partei aus der Neu EintHeiluny Vortheil ziehen. Die Re publikaner werden fimf Repräsentanz ten gewinnen und fünf verlieren, und dieDemokraten drei gewinnen und drel verlieren. Die Basis der Repräsentation ist: ein Repräsentant auf jede 208.868 Einwohner. Die Vorlage wird erst nach de Feiertagen ausgenommen werden . Bestechungen ange n o m m e n haben. ' a h a . Neb.. 18. Dez. Alle D. Kellen, der Mayor von Süd Omaha. )er am Samstag, angeklagt. vor? den Brauern Bestcchingen ange nommen zu haben, damit er den Wir hen gestatte, ihre Lokale Sonntags of fen zu halten, auf ein Vorverhör ver zichtete. wurde am Montag unter100Z Bürgschaft dem Prozeh überwiesen. Mayor Kelley weigerte sich. dieBiirg schaft zu stellen und verlangte, vermtt tclst des Habeas'Corpuö-Berfahren Befreiung von der Haft, in der er siq in konstruktivem Sinne befindet. E erklärt, daß das Gericht keine Jurist diktion in der Sache habe. Das Dow - Gesetz giltig. W a s h i n z t o n , D. C., 18. Dez. Das Ober-Bundesgericht bestätigte an Montag die Entscheidung des Kreisge! richts für das südliche Ohio in Sachs der Reyman Brewing Co. gegen Harr Brister. Schatzmeister von Jefferso, County. O. Es handelte sich K diesA Falle üni die KonMutionalttöt deß Dow-Gesetzes in Ohiy. Die Reyma Brewing Co. ist eine in West-Birginie? inlorporirte Gesellschaft und behaupte ie, daß bie Konfiskation ihres Eigew thums in Ohio zur Bezahlung dei Dow-Stuer parteiisch sei, da Ne nichj in Ohio domizikirt sei uud daher dai Gesetz, daö in geweffen Fallen Steuer Freiheit gewähre, nicht auf sie Anwen düng finden tonne. Das Gericht entschied jedoch, daß dt Bestimmung des Gesetzes, wonach bei Verkauf von Quantitäten von über et ner Gallone am Orte der Herftellun steuerfrei sein füllte, sich nicht nur uj Gesellschaften in Ohio erstreik. Di' Angelegenheit aehöre unter die Polii' Regulationen veö Staates und dahel sei durch die EntschetduAg des niedere, Gerichts die Konsttrutwntn denu, Weise verletzt worden. - Schiffsuach richten.

New D o r k , 17. Dez. Ankommen: ,LZictoria" von Neapel, Minnehaha" von London. uWwiV vor Liverpool, LaKhampagne vonHavre Antwerpen, 17. Dez. Ange kommen: Noordland" von New Asrt. Gibraltar. 17. Dez. Anßp kommen: Columbia von New Vp, nach Neapel und Ilua bestünmi. gegangen: Aller" (von Genua Neapel) nach New York. Liverpool. 17. Dez. AnGekow men: Etruria" von New M Sazonia" von Boston. Hamburg, 17. Dez. Abgegangen: Pretoria" nach New Jork. Telegraphische Notizen. In Sharpesville, Ind.. wurde ay, Sonntag Abend Emory Coopn. eili iunger Mann von schlechtem Ruf, voß seinem Better yrank Jones erschoß mit dem er Strm angefangrn hatt

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