Indiana Tribüne, Volume 24, Number 91, Indianapolis, Marion County, 17 December 1900 — Page 1

T Zudinlln Tribüne - Star I M pn zg AF i i Grsctxeint jeden Nchnttttag Un& mnV8 Morgens. Jahrgang 24. Indianapolis, Ins.. Montag, den 17. Dezember 1900. o. 1

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Ausland Depeschen

f Schiffs-Ilttglück. Das deutsche Schulschiff Gueiseuau v. aus der Hshe von Ä)!alaga gescheitert. Zleber 140 Menschenleben sollen zu beklagen sein. Die Engländer erleiden schon wie V der eine Schlappe. Bei Zaftrow, in der Orange Rwer Kolonie, werden 120 von ihnen gefangen genomme. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich will angeblich eine Schauspicleri heirathen. &uit abermalige Bcrzagernng in den zrlcdeuS'Berhandlungcn in China. 0 '"--J" - . -V. Guglaud besteht auf einer Aendernng der gemeinsamen Note. Vierzig Personen a n g e blich ertrunken. Madrid. 17. Dezbr. Das deutsche Schulschiff Gneisenau" ist auf der Hohe von Malaga, etwa 65 Meilen nordöstlich von Gibraltar, gescheitert. privat-Nachrichten zufolge sind vierzig Personen ertrunken. Der Gneisenau" wurde im Jahre 1879 in Danzig gebaut und hatte eine Deplairung von 2856 Tonnen. Er war 243 Fuß lang und 4s Fuß breit und hatte eine GeschwinNgkeit von 13 Knoten. Das Schiff war mit vierzehn 3.9zoüizen Krupp'schen Hinterladern, drei jzöllizen Schnellfeuergeschützen, einem Feld;?schütz und verschiedenen TorpedobootZerstörappararen ausgerüstet. Der Gneisenau" li;f am Eingang zum Hasen von Malaga auf. als er Schutz vor dem fürchterlichen Sturm suchen wollte. Jetzt sind nur noch die Masten des Schiffes zu sehen und in oem Takelwerk kann man die nach Rettung sehnsücktigen Leute bemerken. Der Kapitän und viele See-Kadetten sind ertrunken. Obwohl man bis jetzt ?rst bestimmt weiß, daft vierzig Kadetten umgekommen sind, so glaubt man doch, datz nahezu 140 ertrunken sind. Von den Geretteten sind viele schwer xrletzt. Der Gneisenau" war seit dem 1. Nooember vor Malaga, wo Uebungen mit grrtzkalibrigen Kanonen vorgenommen wurden. Um 10 Uhr Sonntag Morgen sollte eine Jnspizirung vorgenommen werden. Die See ging hoch, die Ankerketten zerrissen und da Schiff gerieth auf einen Felsen. Die Bemannung fiel und sprang ins Wasser und Viele der Kadetten ertranken. Kapitän Krestmann gehört zu de.. Ertrunkenen. Er starb auf seinem Posten. Der Lebensrettungsmannschaft von Malaga M lang es. 15 Mann in ihr Boot zu bringen, aber dieses schlug um und 12Mann ertranken. In Folg? des Unglücks fand in keinem Theater eine Vorstellung statt. Dr. Matzen ernannt. Kopenhagen. 17. Dezember. Dr. Matzen, Professor der Rechte an oer hiesigen Universität, ist zum Vertreter Dänemarks am internationalen Schiedsgericht im Haag ernannt woroen. Lord Kitchener berichtet. London, 17. Dez. Im Kriegsamt ist die folgende Depesche von Lord Kitchener eingetroffen : ..Fünf Offiziere und 316 Mann, die bei Magaliesburg gefangen genommen wurden, sind in Freiheit gefttzt worden. Die Voeren haben 120 Mann der Brabant'schen Kavallerie gefangen genommen. Oberst Bomfields. der auf Vrvheid zu marschirt. hat die Boeren am 13. Dezember mit schweren Verlusten zurückgeschlagen und bei Scheepers Neck viele Waffen erbeutet. Die Boeren. welche am 10. Dezember Bryheid angriffen. hatten 100 Mann an Todten und VerMundeten, ehe sie sich zurückzogen. Der Kampf dauerte den ganzen Tag fort. Die Briten hatten 6 Todte und 19 Verwundete, während 30 Mann gefangen genommen wurden. Die entlassenen Gefangenen sind in Rustenburg angekommen. Die Boeren haben sich in zwei Abtheilungen getheilt, von denen die eine östlich, die andere westlich zieht. Kriegsamt - Reform. L o n d o n. 17. Dez. Dier Kriegssekretär. Herr Wm. St. John Broderick. hat ein Kommittee ernannt, das sich mit Reformen im Kriegsamt be-

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cyamgen sau. 2)er ordnende desselben ist Edward Dawki.s. von der Firma I. S. Morgan & Company. Rußland'sRechtfertigung. S t. Petersburg. 17. Dezbr. Das hiesige Amtsblatt veröffentlicht einen inspirirten Artikel betreffs der Thatsache, daß die Regierung die Aang Tsun.Shan Hai Kwan-Bahn besetzt hält. Das Blatt weist die Behauptung entschieden zurück, die Regierung habe ungesetzlich gehandelt, indem sie die Bahn besetzt hielt und sagt, dies sei auZ militärischen Gründen geschehen. Die Wertung behauptet, dcrg (Znglano mcot als Besitzer der Bahn anerkannt werden könne und fügt hinzu, dah die Regierung die Bahn wieder aufgeben werde, wenn die Provinz Chi Li von ausländischen Truppen frei sein werde. England will auch Geld haben. Konstantinopel, 17. Dezbr. Nachdem die Ver. Staaten so erfolgreich mit der Eintreibung ihrer Scha denersatz-Forderungen gewesen sind, macht England jetzt eine ähnliche Forderung geltend. Es heißt, daß eZ energische Maßregeln in Anwendung bringen wird, um die Bezahlung der Forderung zu erwirken. Krüger noch unentschloss e n. I m H a a g . 17. D;z. Präsident Krüger hat aus Grand Rapids, Mich., eine Einladung zum Besuch der Ver. Staaten erhalten und dieselbe dahin beantwortet, daß er sich vorläufig noch nicht entschlossen habe, ob er Amerika :inen Besuch abstatten werde oder nicht. Deutsche Kämpfer aus C n a. Berlin. 17. De;, Ein Theil deS oeutschen Kontingents, das kürzlich aus China zurückkehrte, w'rve Sonntag in Uebereinstimmung mit dem besonderen Wunsche d.'s Kaiser Wilhelm von oer Stadt offiziell emofangen. Unter oen Taufenden, die an den zum Lehrter Bahnhof führenden Straßen standen. herrscht? großer Enthusiasmus und fast alle Häuser waren beflaggt. Die Soldaten marschirten hinter der Fahne her, die bei der Erstürmung der Taku Forts zerfetzt wurde, und auerdem sah man viele erbeutete chinesische Fahnen. Diese wurden im Arsenal niedergelegt. Vor dem Arsenal standen der Kaiser. die Kaiserin. Prinz Heinrich von Preußen. Prinz Rupprecht von Bayern, der Reichskanzler von Bülow, Mitglieder des Generalstabes und andere Per sonen von hohem Rang. Der Kaiser begrüßte die Truppen im Allgemeinen und sprach mit denjenigen, die oerwunvet wurden oder Ehrenzeichen erhielten. London. 17. Dez. Der Berliner Korrespondent der Daily Erpreß" meldet, daß Kaiser Wilhelm in seiner Ansprache an die Soldaten sagte: Von heute ab sind die Armee und die Marine eins. Die Welt soll wissen (dabei erhob der Kaiser seinen Marschallsstav). daß Niemand meine Jungen in Blau von dort entfernen soll, wohin ich sie schicke." Die Rebellion in Colomb i a. Kingston, Jamaica. 17. Dez.

Nachrichten aus Colon, Colombia. zufolge fand zwischen den Regierungstruppen und den Insurgenten bei Tumaco eine Schlacht statt, die am 4. Dezember begann und drei Tage dauerte. Die Rebellen mußten schließlich die Stadt räumen, zogen sich aber in Ordnung zurück. In Colon glaubt man, daß dieser Theil der Rebellen sich mit denen vereinigen werde, welche bei Buena Ventura operiren. Die telegraphische Verbindung mit dem Innern ist auf Befehl der Regierung unterbrochen worden, trotzdem ist es bekannt, daß auf verschiedenen Plätzen gefochten wird. Eine weiter e-Verzögerung. Peking. 17. Dez. Sir Ernest Mason Satow. der britische Gesandte, hat weitere Instruktionen erhalten, in denen er beauftragt wird, eine Modifizirung der gemeinsamen Note zu verlangen. Dies bedeutet eine weitere Verzögerung, da alle Gesandten sich mit ihren Regierungen in Verbindung setzen müssen, um in Erfahrung zu bringen, wie sie sich dem Vorschlage Englands gegenüber zu verhalten haben. Was England verlangt, wollen die Gesandten nicht sagen, sie sind aber der Ansicht, daß feine Diplomatie in Anwendung gebracht werden muß, um die Angelegenheit ins Reine zu brin gen. Wieder eine Schlappe für die Engländer. A l i w a l N o r t h. Kapkolonie. 17. Dezember. Ein Detachement der Brabant'schen Kavallerie, zum großen Theil aus Rekruten bestehend, griff am 13. Dezember bei Zastrow . in der Orange Rive? Kolonie, eine stärkere Abtheilung Boeren an. Vier Mann

wurden getodtet, 16 verwundet und 120 geriethen in die Gefangenschaft. London. 17. Dez. Es ist fürchterliche Ironie, wenn so betrübende Nachrichten vom Kriegsschauplatz ankommen, während Lord Roberts meldet, daß der Krieg vorüber ist. DaZ Kriegsamt war am Sonntag seit langer Zeit zum ersten Mal an einem Sonntag wieder geöffnet. Es heißt, daß Lord Kitchener die Regierung dringend um Kavallerie ersucht hat. Man fragt sich, weshalb Lord Roberts gestattet wurde, nach Hause zurückzukehren, wenn die Boeren den Briten noch solche Niederlagen bereiten können. Herr William T. Stead hat Herrn Krüger im Haag aufgesucht und ihm gerathen, seine Reise durch Europa fortzusetzen und auch nach Amerika zu gehen. Herr Krüger gab keine bestimmte Antwort. Er will ein Privathaus beziehen und es scheint, als ob er längere Zeit im Haag bleiben wollte. Schiffsunfall. O u e e n s t o w n. 17. Dez. De, Dcmpfei oer White Star Linie, Cusic", Kapitän Caven. welcher am . Dezember von Liverpool nach New Dort abging, wurde am Sonntag Nachmitcag um 4 Uhr von dem britischen Dam pfer Kansas City" hier im Schlepptau eingebracht. Kapitän Lewis vom Dampfer Kansas City" sichtete die Cusic" am 9. Dezember unter 51Grad Z4 Min. nördlicher Breite und 21 Grao 24 Min. westlicher Länge. Die Cusic" hatte am Morgen des Tages ihre Schraube verloren und trieb hilflos auf der stürmischen See. In Folge )es stürmischen Wetters gelang es erst nach drei Tagen, am 12. Dezember, die Schlepptau Verbindung zwischen oen beiden Dampfern herzustellen und die .Cusic" ins Schlepptau zu nehmen. In olze des furchtbaren Sturmes rissen ?ie Kabel indessen bald wioer und er'"t ,m darauf folgenden Tage konnte die Serbin ounq wieder hergestellt werden. In der Nähe der englischen Küste, bei !einsale. riß das Schlepptau wiederum. )och gelang es mit Hilfe eines Schlepp)ampfers. die Cusic" glücklich in den nefigen Hafen zu bugsiren. Bei einem )er Versuche, die Schifft durch ein Schlepptau zu verbinden, fiel der erste Offizier der ..Cusic". Herr Crosby. über Jord und ertrank. Die Chamberlains klag bar. London, 17. Dez. Die Familie oes Kolonialsekretärs Joseph Cham)erlain scheint dessen Erklärung im Parlament, dqß sie gegen die Urheber er Gerüchte, sie sei an Munitionskonirakten für die Regierung betheiligt, gerichtlich vorgehen wolle, wahr machen zu wollen. Dem Leader" wurden die Papiere in einer vom zweüen Sohne des Kolonialsekretärs, A. W. Cham)erlain. angestrengten Klage zugestellt. Ist der Zar schwindsüchtig? Brüssel. 17. Dez. Der .,Sw" will aus einer zuverlässigen Quelle erfahren haben, daß der Zar an der Schwindsucht leidet. Aus dem deutschen Reich. Berlin. 17. Dez. In München behauptet sich das Gerücht. Frau Katharina Schratt werde, anstatt .nach Wien an das Burg-Theater zurückzukehren, den Kaiser Franz Joseph heirathen. Die Sache soll von der Tochter des Kaisers, der Erzherzogin Gisela. welche mit dem Prinzen Leopold oon Bayern verheirathet ist. arrangirt worden sein, um dem greisen Vater die letzten Lebenslage zu verschönern. Frau Schrat ist in Begleitung der Gräfin Trani (geb. Mathilde. Hrzogin in Bayern) nach Rom gereift. Der Sternberg-Prozeh hat auf die große Zunahme der an Kindern verübten Sittlichkeitverbrechen die öffentliche Aufmerksamkeit geunkt. Aus den offiziellen Statistiken für 18991900 geht hervor, daß diese Verbrechen gegen das Jahr 18971898 um fünfzehn Prozent zugenommen haben. Es wurden 3369 Personen allein wegen solcher Verbrechen verurtheilt. Der ..Reichsanzeiger" kündigt an, daß der Kaiser Wilhelm der Königin oon Portugal die große Rettungs Medaille verliehen habe, weil sie kürzlich einem deutschen Marinesoloaten das Leben rettete. Selma Scbnapke, die Frau die kürzlich in Breslau ein Beil nach dem Kaiser Wilhelm warf, ist in Breslau in einen Jrrenasyl untergebracht worden. Das unter dem Kommando des Prinzen Heinrich von Preußen stehende Geschwader ist nach einer stürmischen Reise von Norwegen in Kiel angekomwen. Mehrere Mann wurden auf der Fahrt über Bord gewaschen. Der Kronprinz ist bereits ein tüchtiger Schütze, wie sein Vater. Am Freitag erlegte er auf der Jagd allein acht Eber. Prinz Joachim, der jüngste der kaiserlichen Prinzen wird am nächsten

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Montag zeyn ar-' atd. uc wird dann mit den üolichen Ceremonien in das erste Garde-Regiment zu Fuß eintreten. Graf von Goetzen, der zum Gouverneur von Deutsch-Ostafrika ernannt worden ist. loird. ehe er nach Dar-Es-Solaam abreist, eine kurze Zeit im auswärtigen Amt zubringen. Der Kaiser, der gemeinsam mit dem Grafen die Schule und auch die Universität in Bonn besucht hat. wird den Gra-

fen zum Major ernennen. Ullllliu, Die Hypotheken-Bank-Affaire hielt letzte Woche die Finanz-Kreife in Aufregung. Eine Panik stand bevor, als die Berliner Banken ein Syndikat bildeten, welches es sich zur Aufgabe machte, die Besitzer von Obligationen der preußischen HypothekenAktienBank zu beschützen. Gegen Ende der Woche lauteten die Berichte oon überall h?r bedeutend günstiger und eine bessere Stimmung machte sich geltend. Die Hypothekenbank-Obligationen verloren b-deutend und der Verlust der Besitzer ist nnrrn 'TW Mnntrn frnfwn .5 nuf v . .v ""i'bvv

gegeben. Geld zu verleihen und borgen ! ?wnd, "elche dem weißen Barbier sogar selbst. Amerikanische Sicher. I vA 'mons auflauerten, ihn beheitsPapiere wurden gegen Ende der Quoten und dann ermordeten, wurden Woch wieder fester I Sonntag Abend von einer aus etwa Dem Lokal.Anzeiger" zufolge ha-! Rufend Köpfen bestehenden Volksben fünfzig Boerenfamilien. die sich zur uenge im Gefangmßhofe gelyncht. Zeit in Amsterdam aufhalten, die Er- beiden Kerle wurden Sonntag laubniß erhalten, sich in Deutsch.Süd- ' "h öcrtct .unl) obwohl Rowlands west-Afrika anzusiedeln, wo sie Land Leider Blutspuren aufwiesen beangekauft haben. Die Leut' werden -heuerten sie doch ihre Unschuld. SheAmsterdam am 5. Januar verlassen. ! ff Clemens von Union County Ky.. .. raf mit einem Bluthunde ein und diein r h v e r st a n d n r ß. fÄ (glc ber Spur, welche nach Paris. 17. Dez. Die französtfche ffowlands Hause führte, welches etwa Regierung hat den amerikanischen sechs Häusergevierte weit von der Hklfs'Ausftllungs.Kommissär Wood- Nordstätte entfernt ist. Der Hund ward benachrichtigt, daß er das LanH Uief bis zu dem Bette, in welchem der nicht verlassen kann, bis er den ZoZ Keger gelegen hatte. Das war für die

auf eine prachtvolle Garnitur Acobel i?zahlt hat, die er aus dem Ver. Staa ten-Pavillon nach seiner Prioatmoh ung schaffen ließ. Als Regierungs-Eigenthum würde das Möblement zollfrei gewesen sein. Als Privateigenthum Woodward's ift i aber, nach Entscheidung der französifch?n Zollbehörde der üblichen Verzollung unterworfen. Letztere hat den Schatzamtssekretär in Washington verständigt. Das Möblement ist 53000 verth. Woodward selber erklärt, er sei völ:tg berechtigt gewesen, die Möbel per'önlich zu gebrauchen und es liege nur n Mißverständniß vor. das sich bald ufklaren werde. Von den Philippinen. Ma n i l a. 17. Dez. Nachrichten zus Jloilo melden, daß die amerikani,'chen Truppen im Norden und Westen der Insel Purney vorrücken und daß Detachements vom 6.. 18. und 26. In,'onterie - Regiment in der Nähe ihrer Stationen eine sehr rege Thätigkeit entfalten. Die Insurgenten verloren dort während der letzten 10 Tage fünf Todte, sieben Verwundete und vierzig befangene und viele Eingeborene erklären sich bereit, sich oen Ver. Staaten zu unterwerfen. Bei verschiedenen Scharmützeln in Süd Luon haben die Insurgenten 8 Todte. 7 Verwundete und ca. 20 Gefan.'zene, wahrend die vlmerlraner nur et-

aen Todten und 2 Verwundete verloren. : auf ihn ab. Die Kugel traf aber nicht. 180 Eingeborene haben sich nach Cala- ! Henderson wurde schließlich neben neo begeben, um sich dort registriren zu ! Rowland aufgehängt, lassen und sich zu unterwerfen. Die Menge machte sich dann auf die m Suche nach dem dritten Neger, der nach weitere Zeichen gesunden.! Rowland's Angaben mit in den Mord D u n k i r k. N. 17. Dez. verwickelt war. aber dessen Arbeitgeber, Fünf weitere Leichen sind in'den Rui- ein Hotelbesitzer, wußte die Leute zu nen der Normalschuk gefunden woM, ! überzeugen, daß der Mann unschuldig doch sind dieselben nichtzu identtstzi-! sei. ren. Wahrscheinlich werden die Leichen Walter Evans, ein junger Mann, in ein gemeinsames Grab gesenkt wer. - der die Mörder bei ihrer That über, fcn. ! raschte und später dem Lynchgericht bei mm4mi wohnte, ist von der fürchterlichen Auf r u tA cnM ? I requng wahnsinnig qeworden. Die e!egrapyye Nonzeil. erbeuteten $40, die sie Simons Prinz Gustav Adolph, derklkfte ' "bnakmen. Der Letztere tvar auf dem Sohn des KronprinM von Schpchm Wege von seinem. Barbierladen nach und Norwegen, ist in ChrijUaM S ! seinem Hause, als ihn die Schurken der Diphtheritis erkrankt. ! überfielen. Pferdebesitzer von Oregon. Wash- England's Stellung unerinzton. Jdaho und British Columbia k lä r l i ch.

haven die Pacisic 'corrywen acing Association gegründet und W. H.Weh. rung von Salem, Ore.. zum Präsiden. ten erwählt. Der 24 Jahre alte L. M. Hanfe vergiftete sich mit Strychnm .weil daS von ihm geliebte Mädchen seine Liebe nicht erwiderte. In Crawford. Neb., wurde der

unter dem Namen lttie Bat ve Dje Angelegenheit seit mehreren Tagen kannte Kundschafter von James H. ! nim verlauten lassen. Der EntWood dem Manager emer Wirthschaft. ! mv: der Kollektivnote schien bisher im Streite über eine Rechnung erschos. bfr bischen Regierung genehm zu sen. Wood wurde oerhattet. j sein, denn dieselbe verlangt nur eine gecingfügkge Aenderung formeller Natur. Schiffsnachrichten. 0ne jedoch die Prinzipienfrage irgend- ! wie zu berühren, wie sie unsere RegieNew York. 16. Dez. Abgegan- j rung formulirt hatte. Man hatte dagen: Spaarnoam" nach Rotterdam. ! her auch erwartet, daß der britische GeQ u e e n s t o w n. 16. Dez. Anaek.: sandte das Dokument sofort unterSaxonia". von Boston nach Liverpool, schreiben wurde und daß die Note den und mpanta". oon Liverpool nach chinesischen Bevollmächtigten sofort New York bestimmt. übermittelt werden könnte.

Inland Depeschen. Richter Lynch 9 Macht dem Leben zweier ?andi ten in Rockport, And. ein Ende.

i sr ... . . ZNI GesltNgNlßtiose werden ZVel jchwarze Schurken anfgeknitpft, Die a einem Weißen einen Kaudmord begangen hatten. Die Geföngnttzmaner wurde it einem Pfahl eingerannt. Zwei Neger gelyncht R o ck p o r t. Ind.. 17. Dez. Zwei . c,i rL . c m l ?ar0lgr. JIM erioon UN0 U0 , iufgeregten Bürger genügend. In wenigen Minuten war eine mehrere , Hundert Mann starke Menge beisam- ! men und die Leute waren mit Häm- ! mern. Revolvern und Stricken wohl j oerseyen. Sheriff Anderson und seine zwei , Schilfen versuchten sich der Menge zu widersetzen, wurden aber schnell übetmannt und in einem Zimmer eingesperrt. Anderson weigerte sich indessen. die Schlüssel herauszugeben oder zu sagen, wo die beiden Neger eingesperrt waren. Ein Telegraphenpfvsten wurde schließlich dazu benutzt, ein Loch in eine Autzei?mauer des Gefängnisses zu stoßen, da die Thür, welche zu den Zellen führte, nicht geöffnet werden konnte. Durch die Oeffnung drang man sodann in das Gefängniß ein, worauf die Thür zu Rowlands Zelle mit schweren Hämmern erbrochen wurde. Man schlepvte ihn in den Hof und that ihm einen Strick um den Hals. Rowland gestand nun, mit Jim Henderson und einem anderen Neger den Mord begangen zu haben. Er flehte um Gnade, sein Bitten war aber oergebenZ. Rowlanh wurde aufgeknüpft und ( Etf.-C . -i. LA . . r zum UioecyiUQ nvaj um jruirni ijcspick:. Ter Mob ging dann in das Gebände zurück, um auch Henderson zu holen. Ehe noch die Thür zu dessen Zelle erbrochen war, gab einer der Leute ducch die Gitterthür einen Schutz Washington, D. C.. 17. Dez. zie biesiaen Beamten können sich nicht Den und für die weitgehenden Modifikationen in der gemeinschaftlichen Note an die chinesische Regierung ertlären. welche der britische Gesandte in Peking verlangt, ehe er das Schreiben an die chine n wen evollmachttaten unterzeichnet. Herr Conger hat über

Streik an dr Satt F e E i s e n b a hn. W i ch i t a . Kam. 17. D. Absichten über die Frage, ob die übrigen Angestellten der Santa Fe Etsenbahn den Telegraphisten durch einen Sympathie Streik helfen werden.disfe riren. Die Bahnbeamten gwuben nicht, daß es geschehen wird und ijtr Telegraphisten hoffen darauf. Bd Ersteren lvird der Streik der Telegrphisten als unberechtigt bezeichnet. Ottendorfer's Begräbnis.. New York. 17. Dez. Die et chenfeier für den verstorbenen Heranjk gever der New Yorker Staat Szeitunj.. Oswald Dttendorfer, wird Dienstag Bormittag um 11 Uhr in der Lieder, kranzholle stattfinden. Al Bahrtuchträor werden Angestellte der Zeitnnß und des Jsavella - Vereins funare. Frank'S Orchester, der LiederkranA und der Arion werden den musttaltscheZ Theil der Feier liefern. Georg von Skat, der Managing Editor der Staatszeitung wird eine deutsche Rede halten, während John Dewitt Warner in Englisch sprechen wird. Auf de Greenwood Frievhofe wird der LokalRedakteur der Zeitung noch einigt Worte sprechen. Entsetzliche Leiden. M a n i t o w o c. Wis.. 17. Dezbr. Der Dampfer Manhattan" traf am Sonntag hier ein und brachte die Leichen von Frau W. H. Shields, der Gattin des Leuchtthurmwärterö auf Squaw Island, und deren Nichte, einer Frau Davis. nach hier. Außerdem befanden sich Shields und William McAulcn an Bord. Die vier Personen. sowie Lucian Morden hatten am Samstag Nachmittag die Insel verlassen, um sich an das sieben Meilen entfernte Festland zu begeben. Das Boot schlug um und nur mit großer Mühe gelang es den Leuten, das umgeschlagene Boot wieder zu erreichen. Morden verlor bald den Verstand, ließ, los und ertrank in den eisigen Fluthen. Frau Shields und Frau Davis, die von Shields und McAulev an dem Hoot festgebunden worden waren, starben ebenfalls vor Aufregung und in Folge der Kälte und die beiden Männer wurden schließlich, nachdem sie sie. ben Stunden lang Wind und Wogen preisgegeben gewesen waren, von den Leuten des Dampfers Manhattanaufgenomme. Opfer des Fußballspiels. Springficld. Jll.. 17. Dez. William B. Coppinaer. der 21 Jahre alte Sohn des verstorbenen StaatsSenators John W. Coppinger. ist in seiner Wohnung in Alton an den Folgen von Verletzungen gestorben, die er bei einem Fußballspiel am Danksagungstage erlitt. Arbeit für den Kongreß. Washington. D. C.. 17. Dez. Der Senat wird den größten Theil dieser Woche der Besprechung des Hatt-Pauncesote-Bertrages widmen und die Schisfssubsidien-Bill wird ebenfalls an die Reihe kommen, während die Be-willigungs-Vorlagen und die Armee-Reorganisations-Bill erst nach den Feiertagen in Angriff genommen werden sollen. Das Haus wird sich am Freitag bis über die Feiertage hinaus vertagen und ivährend dieser Woche wird nichts Besonderes vorkommen, wenn nicht vielleicht die Hafen- und Fluh-Bewilli-gungs-Borlage zur Sprache gebracht wird. Am Dienstag werden Geschäfte, die auf den Distrikt Columbia Bezug haben, erledigt werden. Böser Bankerott. G o s h e n. Ind.. 17. Dez. C. C. Black von hier hat im Bundesgericht seinen Bankerott angemeldet. Seine Schulden belaufen sich auf $219,090, sein Vermögen dagegen betrkßt nur Z220. Black war früher der Präsid-nt der Fort Worth & Albuquerque BahnGesellschaft. Chicago. 17. Dez. Sol. Wolf, ein Kleidcrhändler. hat seinen Bänkerott anaemeldet. Den Schulden im Betragt von Z250.000 stehen Bestände in der Höhe von 130.000 gegenüber. Anwalt .Henry L. Wilson ist zum Kon. kurs-Verwalter ernannt worden. Die Hauptgläubiger wohnen in Chicago, Philadelphia und New York. Das Bicycle-Rennen. New York. 17. Dez. Die Theil, nehmer an dem sechstägigen Zweirad. Rennen sind fast alle in böser Verfas. sung. Elkes befindet sich Verhältnißmäßig wohl. Er schlief bis 11 Uhr Bormittags und ließ sich dann ein gehöriges Frühstück gutschmecken. Fast alle Änderen nahmen nach der großen Anstrengung ein türkisches Bad. McFarland hat große Schmerzen auszustehen, da sein Kni; in Folge des Sturzes am Samstag stark angeschwollen ist. Elkes' Maanager behauptet, der einzige Grund, weshalb Elkes sich so gui befindet, sei der, daß er keine Sti inulirmittel benutzt habe.

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