Indiana Tribüne, Volume 24, Number 89, Indianapolis, Marion County, 15 December 1900 — Page 1
1 - . - i Tribune CC Z I n. - - i W -MitonotagS- $ Blatt 4 10fperÖjc 1 i "JSl.. äM Vrfchewt iede:, UadniuUat n,ld Hsnntag Morgsn. Jahrgang H. Indianapolis, Ind., ZMmg. Den Dezember 1900. Sto. HO
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Ztusland Depeschen Der Krieg in Siid Afrika. Die EngsWrr rrsciDni wieder nuerikllgeMliW.
Gen Elements von De larcy in der Rahe von Pretoria geschlagen. Bier Compagnien britischer Soldaten wahrscheinlich gefangen genommen. G S ie Nachricht verursacht die gröstte Aufregung in London. Hn.li roouatipoort von den Voercu bedroht ökrschicdcneS aus dem detttschcn Reich. , 5r. von Miquel bereitet die Nation aus neue Steilen vor. Tie vin.c in China. Der Krieg in Sudafrika. üoiibH, 15. D?z. Lord Kitchener meldet in einer Depesche an das rieqsdepartement. daß General Clenenrs nach heftigem Kampf bei Nooitgedacht von dem Kommandanten Delarer, mit 2500 Mann zum Rückzug gezwungen worden sei. Vier britische Offiziere wurden getöotet. Die ande:en Verluste sind noch nicht gemeldet worden. Die Depesche lautet wie folgt : Pretoria, 13. Dez. Die Truppen Elements bei Nooitgedacht. am Magaliasberg. wurden heute bei TageSaniruch vonDelarey angegriffen. der durch öeyers Kommando von Warmbath ?erstärl! worden war und im Ganzen ungefähr 2500 Mann hatte. Wenn iucö der erste Angriff zurückgewiesen wurde, gelang es den Boeren doch, auf )en Magaliasberg zu gelangen, der von iicr Kompagnien von den Northumber land Füsilieren besetzt war. und sre waren dann im Stande, das Lager Elements zu beherrschen. Elements zog sich in der Richtung auf Hokpoort zurück und nahm Stellung auf einen Hügel mitten in einem Thal. ..Die Verlud? sino nocv nicht alle berichtet worden, der Kampf war aber :in sehr heftiger und ick bebaute, melden zu müssen, datz Oberst Legze vom. 10. Husaren-Regiment und die Hauptleute Machean. Murdock und Atkins stovtet wurden. CM sTnt von bier aus üerstärkungen abgegangen." Lord Kitchener meldet auch, dah die Boeren bei Licktenburq zurückgeworfen wurden und Gen. Latmer dabei getod--et worden sei. Auch wurden die Angriffe, die auf Bethlehem und Vrede zemacht wurden, abgewiesen. D:e Boeren hatten dabei zehn Todte uno 14 Le?wundete. Vryheid wurde am 11. Dezember angegriffen. Die Scenen, die sich während des Tages im Kriegsamt abspielten, instern stark an diejenigen, die man am Anfang des Krieges so vielfach zu beobichten Gelegenheit hatte. Fortwährend strömten aufgeregte Leute in die Wanlgäuge. begierig Nähere?, üb'r die Katastrophe zu hören. Da General Kitchener in seiner Depesche keine Namen von Offizieren der Northumber,and Füsiliere genannt hat. glaubt man. daß die sämmtlichen vier Kompagnien von den Boeren gefangen gekommen wurden. Im Kriegsamt erwartet man äugen scheinlich eine große Verlust-Liste. Nach Aldershot. Malta und anderen Truppen -Centren ist Befehl geschickt worden, alle verfügbare berittene Insanierte nach Südafrika zu schicken. I o h o n n e 3 b u t q, 15. Dez. Der Kampf tobt immer noch in den Hügeln. einige Meilen von Krüger Zoorp entfernt. General Elements hat um Verstärkungen gebeten und Kavallerie unter General French ist bereits abgegangen. Die Verluste auf beiden Seiten sind sehr groh. Die Zahl der Boeren wird auf 2800 abgeschätzt. L o u r e n z o M a r q u e z. 15. Dez. Die britischen Truppen in Kroonatipoort stehen Tag und Nacht unter Waffen, da sie erwarten, von einer in der Nähe befindlichen 1500 Mann starken Boeren-Abtheilung angegriffen zu werden. Man hält die Lage der Garnison für bedenklich. Eine Abtheilung von 150 Mann Infanterie und eine Schwadron KaVal Krie. mit zwei Geschüjn. wurden im
Laufe des 'Tages nach der Grenze ab--geschickt. London. 15. Dez. Der Dativ Mail" wird aus Kapstadt gemeioet. daß in Wor.?ster. in der Kapkoonie ein Amerikaner. Namens Harald Darringale. auf die Anflöge verhaftet worden ist. die Afrikander zur Rebellion aufgereizt zu haben. Die Verhaftung hat Sensation erregt. Britische Offiziere meut e r n. London. 15. Dez. Sämmtlich Offiziere eines in Manchester stationkrten freiwilligen Infanterie - Regt ments drohen zu resigniren. weil drei ihrer Kameraden aus dem Heeresoerbände auögestoßen morden sind. Die öntlaffenen wurden überführt, einen sehr unpopulären Leutnant, NamenS Steed, der in England wie in Amerika so beliebten Prozedur des Fuchsprellens" unterzogen zu haben. Der Mißwandelte führte beim Obersten des Rezinents, und als dies nichts nutzte, schließlich auf dem Instanzenwege sogar beim Kriegssekretär Beschwerde und setzte es durch, daß die Rädelsführer bei den plumpen Scherzen, denen er zum Opfer fiel, vor ein Kriegsgericht gestellt und verurtheilt wurden. Daß oie GeSchichte eine förmliche Meuterei zu? olae haben würde, ahnte natürlich Niemand. Antisemitische Krawalle in Böhmen. K u t t e n b u r g. Böhmen. 15. Dez. Zrnstliche antisemitische Unruhen haben ?ier stattgefunden. Der Anwalt Aurel Niczek, welcher in Pilsen den des Ritualmordeö beschuldigten Juden Hilsner vertheidigt hatte, muroe auf der Ztrahe vou einem wüthenden Volkshaufen angegriffen un) schwer mißwandelt. Nachdem ihm die Kleider vom Leibe gerissen waren, gelang es ihm. aach einem Hotel zu entkommen. Dieses wurde von dem. wüchenden Pöbel in Brand gesteckt, ebenso daß Haus eines Arztes, nach weichem der verfolgte Adsckat auö der brennenden Gastwirth schuft flüchtete. Als Niczek schließlich im Ghetto Schutz suchte, begann der Pöbel dort zu plündern uns die Judn zu mißhandeln. Um die Ruhestörer auseinander zu treiben, mutzte Militär requirirt werden, und dieses ging mit blanker Waffe rücksichtslos vor. AuS dem deutschen Reich. Berlin, 15. Dez. Die in de 8er. Staaten veröffentlichten Berichte über eine Deutschland drohende FU lanzpolitik sind sehr stark übertrieben. Wahr ist, daß. weil über die Erste preußische Hypothekenbank und die Deutsche Grundschuldbank der Kon!urs eröffnet wurde, alle Hypothekensanken, die hauptsächlich das für den Verkehr nöthige Geld liefern, in MitLeidenschaft gezogen worden sind, und 'in gewisses Mißtrauen gegen diese Zanken besteht. Ihre Aktien sind stark im Kurse gefallen und werden ?on den Inhabern fast um die Hälfte )es NominalwertheZ offerirt. Um der allgemeinen Furcht zu steuern, hat aie Pommer'sche Hapothekenbank in zen letzten Tagen ihre eigenen Antheil.'cheine zum Betrage von 16.000.000 SJlt zurückgekauft und andere Hypothekcnbanken folgten diesem Beispiel, aber auch das genügte nicht, um das Jertrauen wieder herzustellen. Die Presse verlangt die Verhaftung der Leiter der beiden Banken, der Heittn Sanders. Buchmiller. Schmidt und Warsaivsti. Letzlerer ist oerschwunzen und soll, wie verlautet, eine Reise n's Ausland angetreten haben. Herr Sanders, an dessen Ehrlichkeit Niernand zu zweifeln wagt, ist einer der angesehensten Finanziers der ReichsHauptstadt. Sein bedeutendes Vermögen ist von der Regierung zur Sicherstcllung der Aktionäre mit Beschlag delegt worden. Da die Fortdauer der Krise verhängnisvolle Folgen haben muß. haben die Deutsche Reichsbank und andere Banken beschlossen, die zur Zahlung der Zinsen und Einlösung der zfferirten Aktien nöthigen Gelder vorzustrccken. Ob dieser Schritt genügen vird. den drohenden allgemeinen Krach abzuwenden, läßt sich nicht sagen. Eine offizielle Untersuchung de? Angelegenheiten der Grundschuldbank hat die Thatsache ergeben, daß in der Zank böse gewirtbschaftet wurde. Die Untersuchung der anderen Bank ist noch im Gange. Die Angelegenheit ist sehr komplizirt, es scheint aber, daß der vorhandene Grundbesitz vollauf genügend ist, um die Gläubiger zu sichern, uno eS erscheint demnach Wahrscheinlich. daß das Syndikar von Berliner Banken, das gebildet wurde, um die Gläubiger zu beschützen, im Stande sein wird, der Hopcthekenbank wieder auf die Beine zu helfen. Die Regierung von Anhalt bat ein offizielles Dekret veröffentlicht, dem zufolge die Ehe zwischen dem Prinzen Aribert von Anhalt und seiner Gemahlin gelöst wird. Es wurde Einzüge-
fugt, daß d,' Scheidung auf Wunsch ! der b?iden Gtren bewilligt wurde. Ueber die W?'ge7llng des StaatsanwallS Brai't, die Forderung des IusiizratUS Tr. Sello. des Vertheidi- , gerS oeS m:ll:onenreichen Wüstlings Sternberg, anzunehmen, ist unter den hiesigen Zeitungen ein erbitterter Fe derkrieq entbrannt. Der Staatsanwalt wird scharf dafür getadelt, daß er die von dem Iustizrath verlangte Sa- , tisfaktion mir dem Bemerken oerwei gerte, er habe die Dr. Sello beleidi- ; gen den Ausdrücke in amtlicher" Eij genschaft gebraucht und den berühmten ' Advokaten nicht persönlich angegriffen. In aristokratischen Kreisen geht das Urtheil dahin, daß der Staatsanwalt ; als Kavalier die Forderung nicht ablehnen durfte, nachdem sie ihm dem Ehrenkodex gemäß zugegangen war. : Der Iustizrath, gegen welchen wegen angeblicher scharfer" Praktiken in dem Sternberg'schen Prozesse das Diszipltnarverfahren eingeleitet worden ist. , wird von einem Theile der Presse in ; Schutz genommen, doch gilt es schon jetzt als wahrscheinlich, daß seine Ausstohung aus dem Barreau erfolge ' wird. Dr. von Miguel, der preußische 3?i nanzminister. erklärt in einem Artikel! in den Politischen Nachrichten", dah neue Steuern nöthig feien, um die ver mehrten Staatsausgaben zu decken. Der Ver. St. Botschafter, Herr Andrew D. White, hat auf Anordnung von Washington hin an den Staatsse- , kretär des Aeußeren. Baron von Richt- ' Höfen, geschrieben und ihn gebeten, den Dr. Vel)e von der deutschen Gesandtfchaft in Peking die Dankbarkeit der imerikanischenRegierung für die Dienste auszudrücken, die er während der Belagerung in Peking den amerikanischen Soldaten geleistet. Graf Bülow. der Reichskanzler, Dird während der Reichstagsferien den i Höfen der einzelnen Bundesfürsten ei- , nen Besuch abstatten, um die persön liche Bekanntschaft der Fürsten und chrer Minister zu machen. Er wird sich am nächsten Montag zunächst nach München begeben. Der .Vorwärts", das sozialistische Organ. ' greift den Reichskanzler heftig wegen seiner dem Reichstag gemachten Mit- ! cheilung an. daß Deutschland in Verbindung mit Holland Anfangs Juni ! Herrn Krüger ihre Vermittlung ange-
boten hätten. Der Vorwärts" führt ;ine Anzahl Thatsachen an. welche diese Angabe widerlegen und fordert Herrn oon Bülow auf. den Wortlaut des angeblichen Vermittlung - Vorschlags zu veröffentlichen. Diese Versichecung des Reichskanzlers." fährt der Vorwärts" fort, ist unter dieselben Legenden zu klassifiziren. denen zufolge auch die Jnitiatioe zur Ernennung Wa'.derseeZ zum Höchstkommandiren ?en vom Zaren ausgegangen ist." Auf Wunsch des Kaisers werden oie aus China zurückkehrenden Soldaten und Matrosen am Sonntag von einem Sl.:):r2iz!ommittee in Berlin feierlich empfangen werden. Sie werden durch das Brandenburger Thor in oie Stadt einziehen und eine Anzahl Festlichkeiten wird ihnen zu Ehren veranstaltet werc?n. Kaiser Wilhelm, welcher am Freitag in Hannover war. besuchte die Gräfin Waldersee uno unterhielt sich länqere Zeit mit ihr. wobei er auf oie Erfolge Walde?s?e's in China hinwies und seines oiplomatischen Geschickes unter sckrvierigenUmständen lobend erwähnte. Er bat die Gräfin, ihrem Gemahl. dieZ mitzutheilen. München. 15. Dez. Herr von Voschinger. Mitglied des bayerischen Staatsraths, hat am Freitag Selbstmord begangen. Er war dem Mor ahiumgenaß ergeben und galt schon seit einiger Zeit nicht mehr für zurechaungsfähig. Graf de Selir nachHolland zurückgekehrt. Lissabon. 15. Dezember. Graf ! de Selir. der portugiesische Gesandte I im Haag, der seinen Posten temporär ! in Folge der Differenzen zwischen Portugal und Holland verlassen hatte, tst aach dem Haag zurückgekehrt und von dem holländischen Premier sowie dem Minister des Aeußeren empfangen worden. Frankreich erhebt keine Einwendungen. Paris. 15. Dez. Die französische Regierung wird keinen Einwand gegen das Daois-Amendement zum HayPauncefote Vertrag erheben. Sie erklart allerdings, dah der NicaraguaKanal neutral sein sollte, erkennt aber die strategischen Gründe an, welche den Ver. Staaten die Befestigung des Kanals wünschenswerth machen muß. und die Interessen Frankreichs sind zu um bedeutend, um Sine Einmischung zu rechtfertigen. Die Regierung ist indeß der Ansicht, daß der Kanal offen bleiben sollte, im Falle ein Krieg ausbrechen sollte, an dem die Ber. Staaten nicht betheiligt sind.
Jttland' Depesche. mmmM.
Iwei davon in ftnsmtfiscuurtljn zuy in Bridgkport. (9., gefangen. Bier andere nach einem heftigen Kampf entkommen. Keine Einizuttg der Geschworenen In em Iessie Morrison Mordfirozeß Ein !4jiihrifl.er Mörder vernrtheilt. , Kä m p f e mit Desperados. W h e e l i n g, W.-Va.. 15. Dez. Die Räuberbande, welche in Doerschick'S Bank in Shanesville, O.. einbrach, kam auf dem Massilon-Perso-nenzuge kurz vor Mittag über die Ileoelano. Loraine & Wheeling Bahn in Bridgeport an. Zwei der Räuber wurden nach einem heftigen Kampfe dingfest gemacht, vier andere entkamen aber und werden jetzt von einer She-
riffsmannschaft verfolgt. Kommittee erlitt aber zwei bestimmte ! einem dtasirmcsser den Hals durchDie Räuber bestiegen den Zug in i Niederlagen. In Verbindung mit der schnitten. Holloway. wo sie in mehrere Häuser Biersteuer offerirte Repr. Payne ein Der junge Mörder nahm sein UrUngebrochen waren und im Schulhau- Amen deinen t, demzufolge die Achtel ! iheil mit cinem spöttischen Lächeln cntse übernachtet hatten. Polizist Meister , und 1,16 Barrels abgeschafft werden ! legen. oon Wheeling wurde von der Anwesen- sollten, das Amendement wurde aber Der jlingf Stewart war von Kind heit der Räuber auf dem Zug in ! mit 94 gegen 85 Stimmen verworfen, j auf ein Verbrecher und hatte nicht die Kenntniß gesetzt und bestieg in Whee- j In dem andern Fall hatte Repr. j geringsten Begriffe von Moral oder ling Ereek ebenfalls den Zuz. Er j Smitb oon Michigan ein Amendement Recht. fand den Rädelsführer der Bande im eingereicht, demzufolge die ein Cent- Keine Einigung in dem Frauenwagen. AIs er ihn festneh- ! Steuer für Expreß - Quittungen beide- Morrison - Prozeß, men w.'te. zog der Desperado einen halten werden und die Steuer anstatt Eldorado, Kas., 15. Dezember. Revolver und es kam zu einem ernst- von den Absender, von den Expreß-! Die Geschworenen in dem MorrisonJ d f - , . . jf. & i r 9 I . tf. . i . t F W I f
licyen anogemenge. welcyes er,r tm :noe errelaire, als oer ug in Vriogeport einlief uno andere Beamten dem Polizisten zu Hilfe kamen. Zwei oer Räuber wurden dann dingfest gemacht. i während die anderen aus den Fenstern des Waggons sprangen und entkamen. Währenddes Handgemenges geriethen die Insassen des Wagens in die höchst? Aufregung und Männer und Frau? versuchten, in voller Fahrt auS den Fenstern zu springen, um nicht von den herumfliegenden Kugeln getroffen zu werden. Einer der Gefangenen hatte $360 in Baar meist in Papiergeld, und mehrere Hundert Cents in etnem Beutel bei sich, welcher den Namen der Bank trug. Außerdem wurde eine ganzeEinbrecherAusrüstung bei den Leuten gefunden. Die Kerls verharren im trotzige Schweigen und verweigern jede Auskunft. Der Polizist Meister und ein Angestellte? der Bahn wurden ziemlich schwer verletzt. Schreckliche Brandkatastrophe. D u n k i r k. N. Y.. 15. Dez. Die Fredonia Staats - Normal - Schule brannte am Freitag Morgen zu früher Stunde nieder und nicht weniger als sechs Personen, darunter fünf der Studentinnen, kamen dabei ums Leben, während der pekuniäre Verlust mehr als $200.000 beträgt. Die Verunglückten sind: Phineas I. Morris. Janitor; Irene Jones von Busti. N. A., Bessie Hathaway von Cannonsville. N. Y.. Ruth Thomas von Pike. N. Y.. Cora Storms, von Boston. N. Y.. Mae Williams oon Lake Coma, Pa.. und Maud F. Fizzell von Bradford. Pa. Die Studentinnen. 55 an Zahl, schliefen im dritten Stock des Gebäudes, fünfzig von ihnen und die Matrone entkamen aber. Eine Leiche wurde bis zum Abend unter den Ruinen gefunden; es scheint diejenige oon Frl. Storms zu sein, sie ist aber bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Wie das Feuer zum Ausbruch kam. ist ein Räthsel, denn es befand sich kein Feuer in dem Gebäude. Die Hitze wurde von einem zwei Blocks entfernten Dampfkessel nach der Normalschule gepumpt. Das Feuer kam in dem Privatzimmer des Janitors Morris zum Ausbruch. Die jungen Mädchen, die ums Leben kamen, konnten wahrscheinlich die Feuerleiter nicht finden und erstickten, i
Frl. Fizzell befand sich bereits auf der ! sind bereits getroffen. Feuerleiter, als sie zurückkehrte, um ei- General MacArthur ist auch angenen Diamant Ring zu holen; dabei kam wiesen worden, mit den ersten verfug sie ums Leben. baren Transportdampfern die sammtDie Suche nach den Leichen wird eif-! lichen Rcconvalescenten und ein Frei rig fortgesetzt, aber es ist schwer, in der j willigen - Regiment zurückzuschicken, einen ganzen Acre bedeckenden Trüm- , Dem Vernehmen nach ist das 37. Remermasse die wahrscheinlich stark ver- j giment das erste, das eingeschifft werkohlten Körper zu finden. Schuldirek- I den wird.
tor Palmer sagt, daß der Schaden minbestens $200.000 betragen wird, während die Versicherung nur $93.000 beträgt. Aus dem durch oas Feuer zerstörten Gebäude wurden weder werthvolle Akten und Archive noch die Effekten oer jungen Damen gerettet.
Aus dcrBu,,deshauptftadt j 51 "r Ä
Die Kriegssteuer-Borlagc im Hans. Der Hay - Pauncefote . Vertrag sol amcudlrt werde. Senat. Washington, D. C.. 15. Dez. Der Senat brachte fast den ganzen Taz in Erekutivsinung mit der Erwägung des Hay -Pauncefote Vertrags zu. In der öffentlichen Sitzuna wurde weiter nichts gethan, als daß die Haus-Reso ton angenommen wurde, derzufolge der Kongreß sich am 21. Dezember bis zum 3. Januar vertagen soll. Repräsentantenhaus. Das Haus vertagte sich am Freitag, nachdem es ungefähr die Hälfte der Vorlage zur Reduzirung der Kriegssteuern angenommen hatte. Die allgemeine Debatte schloß um 2 Uhr und von da an durfte unter der fünf Minuten Regel die Vorlage amendirt werden. Es wurde ein entschlossener Versuch gemacht, die Biersteuer noch weite? beradiusenen. aber okn? rsaln Das Compagnien oczarni werden ,ou. Ä)aö Am'ndement hatte mt lebhafte Debatte zur Folge tru Verlaufe deren Herr (-,mitf H: ltTir HirrtlMxifartWiW am. T'r"? Efpreßkompagni -1 I i 1 1 . , Uah4 4 -v A . A i t , 1. - umiiuauij jicii. ru -puync v?f m )f fl a A.t 'jl r"r ftttft AMAMlsAA kämpfte das Amendement in energischer Weise, es wurde aber mit 123 gegen 106 Stimmen angenommen. Die Gold-. undSilber-Pro-d u k t i o n. Dem Jahresbericht des Münzdire? tors zufolge belief sich die Gold Produktion in den Ver. Staaten im Iahn 1899 auf $71.053.400 und die SilberProdukten auf $32.858.700. Di Goldproouktion war die größte in dek s- - . . Geschichte oes Landes und um $6.590, 400 größer wie diejenige von 189. Den größten Metallreichthum in den Ver. Staaten hat Colorado aufzuwei sen. das für $25,932.800 Gold und für $13.597.740 Silber produzirte. Dann kommt Ciliro.-nia mit $15.197,9(XZ Golo und $494.580 Silber. Die anderen. a:n meisten Edelmetall produzirenden Länder der Welt sind! Mericoi $3.500.000 Gold. $33.367.. 300 Silber; Canada und Neu Fund. lan)i $21,324,300 Gold. $2.037.000 Silber; Afrika: $73.227. 100Gold; Au. stral.A'en: $79.321.600 Gold. $7.: 612,000 Silber; Rußland: $22.167.100 Golo. $80.900 Silber. Die Gesammt - Gold - Produktion der Welt im Jahre 1899 belief sich aus $306.584.900. und die Silber - Produttion auf $100.321,100. Neue Postmeister. Der Präsident sandte am Freitag unter Anderm die folgenden Ernennungen von Postmeistern dem Senat zu : O h i o: F. A. Geesey in Arch. bold; E. B. Aldrich in Northamherst; C. C. Marsh in Shawnee; Alfr. Voecker in Greenwich und Wm. T. Griffith in Mingo Junction. Die Rückkehr der Freiwil l i g e n. Der Kciegs-Sekretär hat General MacArthur in Manila per Kabel ange IViV Vilf ttlVV VV M VVMVVI w W 1 willigen zu beginnen, damit sie am 30. wiegen, mit dem uascnocn der ttx Uili r.Uwii..ii uiits uut uueyiwa' stert werden können. Dies ist in dei Erwartung geschehen, daß der Kongreß die Armee Reorganisationsoorlag bald annehmen kann, sodah mit dem Aufstelllen der neuen Regimenter in de, nächsten Zukunft begonnen werden . . . x, " 1 A n A rtllAMIIt. kann. Die Vorbereitungen hierfü, General MacArthur hat jetzt 69.00 Mann auf den Philippinen, und er hat Ordre erhalten, diese Zahl so bald al thunlich auf 60.000 zu reduziren. Der Hay - Pauncefote -B e r t r a.g. Der S:nat-Ausschuk f3? tOm uviwm
ttae vingcicgennntcn veicyloy tn einer am Freitag stattafundenen Sitzung, weiirre AmendementS zum Hay-Paiin cefote-Vertrag in Vorschlag zu brin gen. Das Kommittee nahm ein Am?ndment des Senators Foraker an. in oeln erklärt wird, daß der Halp Pauncefote Vertrag an Stelle de
! Clayton Bulwer-Bertraqs treten soll. uno es wlro aucy oer 'aus IN dem dritten Paragraphen des Hau-Paunce fote -Vertrags gestrichen, demzufolge der Vertrag den anderen Mächten vorgelegt und um deren Zustimmung nach gesucht werden sollte. Selbstmord. $ a n e ö D t H e, 0., 15. Dez. Frl. Edna Brotvn. eine hochgeachtete junge Dame, der besten Gesellschaft von Zanesville ungehörig, hat sich im Mus-tingum-Fluß ertränkt, aus Scham wezen des notorischen Betragens einer nahen Verwandten. Ein jugendlicher Mörder verurtheilt. New York. 14. Dez. Alexander Stewart, ein 14 Jahre alter Knabe, wurde am Freitag wegen der Ermordung seines Spielkameraden Edward Piescl zu zwanzig Jahren Gefängniß derurtheilt. Er hatte Piesel unter dem Voraeben. ihn rasiren zu wollen, mit , Mordprozeß meldeten am Mittag, daß : sie nicht im Stande seien, sich auf einen Wahrspruch zu einigen. Sie wurden i , . . . . Daraufhin von vcm dichter ttnn entj lassen. Neun waren für Freispre- . ' V IT chuna 1 . und drei für Verurtheilung. jDte Zury war m rensraz morgen in Berathung. Bei der ersten Abstimmung waren neun für Freisprechung, zwei für Verurtheilung und einer der Geschworenen enthielt sich der Abstimmung. Bei der zweiten Abstimmung waren neun für Frei sprechung und drei für Verurtheilung und bei der dritten acht für Freiss. r i -W, . (Wl . sprechung und vier für Verurtheilung. j Das nächste Mal stimmten wieder ach, I r.'i w Mjisx.iLi&. .mW Wm, r jLk. tii . für nichtschuldig und drei für schttl. dig. Von da an blieb das Votum unverändert dasselbe. Jessie Morrison, die Frau Otts Castle. angeblich aus Eifersucht getöd tet hat. wurde nach dem Gefängnik zurückgebracht. Ihr nächster Prozeß wird erst im Frühjahr stattfinden. Die New Orleanscr Bankr ä u b e r. New Orleans. La.. 15. Dez. Ray Hendcrson und ein andererer, unbekannter Mann sind auf den Verdacht hin verhaftet worden, zwei der Banditen zu sein, die am Donnerstag Abend bei hiesiger Stadt einen PostWaggon beraubten. 5nderson wur de von dem Polizisten Lucich alL eine, der Männer identifizirt. die er mit ei nem Postsack im Besitz auf dem Essen vahngelcise gesehen und mit denen tt Schüsse gewechselt hatte. Schisssnachrichten. 31 1 w Y o r k . 14. Dez. Angekommen: ..Georgic" von Liverpool. Glasgow. 14. Dez. Anaetsm men: Californian" oon New Hock. Liverpool. 14. Bez. Angekom men: Corinthian" von Portland. Norseman" von Boston. Philadeb phian" von New Kork. Marseilles, 14. Dez. Ange kommen: ..Karamanra von New Asr, Oist X m Naöont . . . -t A . CW Vx Wivo t x e n , i. vei- Vtngerom men: Nederland" von Philadelphia. A u ck l a n d . 14. Dez. Angekom men: ..Mariposa" von San Franciöc via Honolulu, nach Sydney. N. S. W. bestimmt. H a v r e , 14. Dez. Angekommen! La Gascognc" von New York. Hamburg. 14. Dez. Angekommen : ..Capt. Frye" von New York. Liverpool. 14. Dez. Abgegangen: ..Ultonia" nach Boston. G l a s g o w . 14. Dez. Abgegangen t Laurentian" nach New Jork. M o v i l l e . 14. Dez. Abgegangen i Anchoria" (von Glasgow) nach R York. Genua. 14. Dez. Angekommen! .Werra". von New York. Q u e e n ö t o w n, 14. Dez. Abgegangen: ..Ullonia' , von Liverpool, nach Boston. Boston. 14. Dez. gekommen; Jvernia". von Liverpool.
