Indiana Tribüne, Volume 24, Number 86, Indianapolis, Marion County, 13 December 1900 — Page 1
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ÜOlll ftnlft&ffi IKKKlltz. Graf von Bülow giebt weitere Erklärungen Ueber sie VeznhMWN Deutschlands zu Eugiand ad. Die GeßRntte in Dckiß Haben sich auf die gemeins.i'aftlicke )Zote geeinigt. Ve Weß abermals den Briten cut Ivmwcn, Die sichcr qlanbtcn, ihn dieöma! um zzelt gn total. 9tn krVschn ftitamt. Vom deutschen Reichstag. Berlin. 13. Dez. Im Reichstag antworte:; a:n. Mittwoch der Kriegsminister. General von (Äß.er. auf die Frage, oo es ivahr sei. daß eine ganze Division mit einem neuen Gem:hr ausgenistet orö.-n sei. Der Kriegsminifter sagte, daß, um. nicht hinter den anoeren Machten zurückzubleiv und i'tets die besten und modernsten Waffen ;u besitzen, das Kriegsministerium mit irrem skandinavisch Erfinder in Verbindung ste'qe und dessen Modell -)on einem automatischen Hinterlader erwerben wolle. DaS üloQtü sei aber ,'oweit nci) nicht geschickt worden. Der UeichStanzler. Graf von Bülon,. hielt während beä Xagti wieder eine lange Rede üoer oie Gründe, die den aiser Wilhelm veranlaßt hatten, den Präsidenten kkügn nicht zu empfan ptL fh sagte, daß das Kommen deS Herrn Kriiger 24. im höchsten Falle 43 Stunden oor seiner Abreise nach Bersin angekündigt worden sei. Bis dahin habe man angeitomrnei!, daß sich Herr Krüger von Paris nach Holland begeben werde. Der Kanzln fügte dann MZu: Wir ließen ihm in höflicher Weise durch die Botschaft in Paris und durch Dr. Leyds mittheilen, daß der Kaiser bedauere, nicht in der Lag? zu sein, ihn :mpfangen zu können. Trotzdem reiste Herr Krüger ab. In Köln wurde ihm vieder in der höflichsten Weise zu oerstehen gegeben, daß irrn der Kaiser nickt 'mpfangen könne." Der Kanzler stellte in Abrede, daß oie Handlungsweise der Regierung in irgend welcher Weise von dem englischen Hofe beeinflußt worden sei. Für den Kaiser seien nur deutsche nationale Gründe maßgebend gewesen. Wenn gfamiüen-Rücküchten oder dynastische Gründe die auswärtige Politik beeinslußten. würde er nicht einem einzigen Tag Minister bleiben. Des Weiteren sagte der Kanzler, daß die deutsch-englische Vereinbarung vom Jahre 1898 keine Klausel enthalte, die auf einen Ktf z zwischen England und oen südafrikanischen Republiken Bezug habe. Auch die jangtse Kiang- und oie Samoa-Vereindarungen enthielten keine geheimen Klauseln. Als der Kaiser im Jahr 1896 die bekannte Depesche an den Präsidenten Krüger schickte, sei von keinem Krieg zwischen England und den Boeren -Republiken die Rede gewesen. Es habe sich damals um eine Flibustier-Erpeoition gehandelt. Der Kanzler habe die Depesche, in welcher der Kaiser seinen gerechten Gefühlen wegen der Verletzung des Völkerrechts Ausdruck gegeben, nickt repudiirt. Der Kaiser habe mit der Depesche nicht beabsichtigt. die Politik Deutschlands für alle Zukunft anzukündigen. Der Kanzler sagte dann zum Schluß: Ich begehe keine oiplomatische In oiskretion. wenn ich sage, oaß die Aufnähme, welche die Depesche außerhalb ?on Deutschland gefunden, keinen Zweifel darüber aufkommen ließ, oaß im Falle eines Konflikts mit England in Afrika. Deutschland sich ganz auf sich allein hätte verlassen müssen. Baron von Richthofen. oer Staats sekretär des Aeußeren. sagte über oie Ausweisung von Deutschen aus oem Transvaal uno dem Oranje Staat: .Ich bin überzeugt, daß diese Auswei sungen in vielen Fällen ungerechtfertigt und eine Verletzung des Völkerrechts waren. Vorstellungen in diesem Sinn sind in London gemacht worden." Auf der anderen Seite sind die Deutschen, die mit den Boeren gekämpft haben, schlecht gefahren. Sie sino. ohne Bezahlung erhalten zu haben, entlassen worden uno auf ihre Proteste wurde ihnen gesagt: Wir haben Euch nicht aufgefordert, zu kommen." Ehe Graf von Bülon, seine Rede hielt, hatte Dr. Hasse, oo.n Alldeutschen Verband, die Regierung heftig angegriffen, weil sie Herrn Krüger nicht em pfanaen batte. SBenn er auch jugab.
van. ?',lt?wizn) gezwungen gewesen sei. die strengste Neutralität zu bewahren. hätte oie Regierung öodi vermeiden sollen, sich den Anschein zu geben, als ob sie die Neutralität zu Gunsten Englands breche. Er sagt? ferner, daß die Weigerung. Herrn Krüger zu empfangen. im Allgemeinen die tiefsten Gefühle der Deutschen verletzt hätten. Herr Hasse erklärte auch, daß die Engländer die Deutschen in Südafrika schinachooll bebandelt und von ihnen erklärt hätten, ..daß sie nur Deutsche" seien, während sie die Franzosen und selbst oie Griechen mehr respektvoll behanoelten. Auf die kürzliche Rede des Kaisers Wilhelm Bezug nehmend, sagte er: Wie reimt sich dies mit dem stolzen Zlusspruch zusammen Ciois Romanus Sum" (Ich bin ein römischer Bürger). m er verglich in sarkastische- Weise die Abweisung des Präsidenten Krüger mit xm Empfang des Herrn Eecil RhooeS in Berlin. Nachsem der Reichskanzler geendet, frug ihn Herr Bebel. ob der Kaiser Wilhelm mit seiner Depesche, in der er erklärte. ..Herrn Krüger jetzt nicht emjifangen zu können", eine absolute Weigerunz gemeint habe, oder ob es seine Ubsicht sei. Herrn Krüger später zu empfanzen. Graf von Bülow blieb darauf )ie Antwort schuldig. Die agrarischen und konservativen Zeitungen haben sehr Vieles an der ftede auszusetzen, die Graf von Bülow am Montag im Reichstag gehalten. Die Kreuzzeitung" giebt zu. daß es oer Sack? der Boeren nicht genützt hazen würde, wenn der Kaiser Wilhelm oen Präsidenten Krüger empfangen hätte, fragt aber. mai es Deutschland zeschadet haben wurde. Die ..Tageszeitung" nimmt Bezug auf die Aeust'rurg des Grafen von Bülow. daß oie Volt Sleidenschaft, wie sie in England regt g? ?orr,n. häufig Kriege veranlasse, uno sie sagt dann: .Bei uns ist es schon weit gekommen." Die Zeitung weist dann in sartastischer Weise auf den Au-spruch Bismarcks hin: Wir D.'utscke fürchten Gott, aber sonst nickt - in der Welt." Verschiedenes auS dem deutschen R?ich. Berlin. 13. Dez. Der neuen Tensus-Aufnahme zufolge hat Hambürg 704.66') Einwohner. Chemnitz 306,581 und Dortmund 142.418. Es ist dieS eine Zunahm? von 79,117, 15.467 und 30.186 resp, in den letzten fünf fahren. Herr Heinrich Schmidt, ein Direktor oer preußischen Hn?otheken-?ktien-dank, wurde am Mittwoch verhaftet, weil er sich geweigert hatte, sein Prioatoermözen herzugeben, um die Glaubiger der Bank schadlos zu halten. Die großem öerliner Banken hielten svährend des Tages ein? Versammlung ab und organistrten ein Syndikat, das sie Gläubiger der Aktienbank beschützen wird. Dies ist geschehen, um dein Anstürm auf die anderen HypothekenRanken Einhalt zu gebieten, der große Leunruhiz.:nz in Finanzkreisen verur sacht hat. Die Influenza fängt wieder an. in Berltn zu grassiren. August von Graoenhorst, ein Amenkaner und Architekt, wird seit dem 1. Dezember vermißt. Er wurde zuletzt in hiesiger Stadt gesehen. Die Lage in China. London. 13. Dez. Die Unter'.olungen der Mächte in Bezug auf die an die chinesische Regierung zu rich-
tende gemeinschaftliche 'ote wurden am Dienstag beenoet. Die sämmtlichen Gesandten stimmten den Bedingungen zu, oie Graf von Bülow. der deutsche Reichskanzler, am 19. November im deutschen Reichstag verlesen hatte, nur wurde der Einleitung - Paragraph gestrichen, in dem erklärt wiro. daß die Forderungen unwiderruflich seien. Die Forderungen sind im Wesentlichen die Folgenoen: China soll oem Baron von Ketteler ein Denkmal setzen an oer Stelle, wo er ermordet wurde, und eine Entschuldigung Durch einen kaiserlichen Prinzen nach Deutschland überbringen lassen. China soll die Todesstrafe an elf Prinzen uno WurdenträArn welche bereits namhaft gemacht sind, vollziehen lassen und die Eramina auf fünf Jahre in den Gebietstheilen suspendiren. wo die Ausbrüche gegen die Fremden stattgefunden haven. In Zukunft sollen alle Beamten, in deren Distrikten Verbrechen gegen Fremde begangen werden, entlassen und bestraft werden. Entschädigungen sind an die Staaten, sowie an die geschädigten Korporaticnen und Individuen zu zahlen. Der Tsung Li Samen soll abgeschafft und seine Funktionen einem Minister des Aeußeren übertragen werden. Ein vernünftiger Verkehr soll zwischen dem Kaiser und den Regierung - Organen. wie in anderen zivilisirten Ländern stattfinden. Die Forts von Taku und die Forts an der Küste von Li sollen geschleift
werden uno oer Import von Waffen und Kriegsmaterial !vird verboten. Ständige Gesanotj'chafts - Schutztrupven sollen in Peking garniioniren und ebenso Sckutziruppen zur Aufrechterhaltung der Verbindung mit der See küste. Kaiserliche Prokl rmationen sollen währeno zweier Jahre im ganzen Lande angeschlagen werden, worin die Unterdrückung der Boxer angeordnet wird. Die Schadenersatzansprüche können auch von solchen Ehinesen erhoben werden. welche in ihrer Eigenschaft als Diener von Fremden Schaden erlitten haben, aber nicht von chinesischen Christen. China soll Büß - Monumente in allen fremden oder internationalen FriedHöfen errichten, wo Gräber profanirt worden sind. Die chinesische Regierung soll inVerHandlungen über solche Abänderungen der bestellenden .Handels und Schifffahrts - Verträge eintreten, welche den fremden Regierungcn für wünschenswerth erscheinen. Solche Verhandlungen sollen auch auf anderePunkte. welche die Erleichterung deS gegenseitigen Verhrt bezkvecten. ausaeoebnt werden. Die Revolution in Colom b i a. C o l o n , Colombia. 13. Dez. Offiziellen Nachrichten des Gouverneurs Alban vom Staate Panama zufolge, haben die Regierungstruppen nach drertägigem Kapf die Hafenstadt Tumaco. ?inen der Hauptstützpunkte der Jnsurzenten an der pazifischen Küste, am 4. Dezember eingenommen. Der Jnsurzentendampfer ..Gaitan" wurde in den Grund gebohrt. Gouverneur Alban. oer nach Pa riama zurückaetehrk ist. wird den britischen Dampfer ..Taboga", der im letz' ten Monat von der colombischen Regierung mit Beschlag belegt ouro?. um Truppen zu befördern, unversehrt an oie Eigenthümer zurückgeben. Der Dampfer war bei den Operationen gezen Tumaco. Buenaventura. Bazan und Soldad als Kriegsschiff verwendet worden. Der Krieg in Südafrika. London. 13. Dez. Lord Kitchener hat an das Kriegsdepartement telegraohirt Äeneral Knor melde von Helvetia. daß er beständig mit den Truppen De Wet's im Kampfe sei. die nach Redderg zu ziehen, wo eine britische Kolonne steht, bereit, mit den anderen britischen Truppen zu cooperiren. Lord Kitckener meldet in einer anderen Depesche, daß die Boeren die Besatzung von Barbecton angegriffen hätten. Der Verlust der Briten belief sich dabei auf drei Todte, fünf Verwundete und dreizehn Gefangene. Die letzteren sind seitdem, wieder freigelassen worden. Die Beeren überfielen und plünderten am 11. Dezember die Riverton Road Station. Sie werden jetzt verfolgt. Aus oer Depesche Lord Kitcheners geht hervor, daß De Wet abermals dem General :A:ox entwischt ist. Nachdem Knor den Boeren bei der Coomassie'.:rth den Weg verlegt, scheinen die Bohren wieder zurückgegangen und den Cal?don Fluß an einer anderen Stelle überschritten zu haben, worauf sie in nordwestlicher Richtung gegen Red dersburg zogen, wo im April De Wet die irisch m chüen gefangen nahm. London, 13. Dez. Einundvierzig Proklamationen des Lord Roberts sind hier veröffentlicht worden, die meisten davon sind aber bereits vorher durch die Zeitungen bekannt gemacht worden. Die letzte vom 18. November datirt. lautet : Da gewisse Mißverständnisse in Bezug auf das Verbrennen von Farmen zu bestehen scheinen, wünscht der OberKommanoeur. daß die kommandirenden Generäle sich nach dem Nachstehenden richten sollen : ..Es darf keine Farm verbrannt werden, ausgenommen, wenn es gilt, einen Verrath zu bestrafen, oder lvenn von einer solchen Farm aus auf unsere Truppen geschossen wurde ; oder als Bestrafung für die Zerstörung der Eisenbahn oder des Telegraphen ; oder wenn eine solche Farin als Operations - Basts für Ueberfälle benutzt wird ; und dann nur mit der direkten Einwilligung des kommandirenden Generals Die bloße Thalsache, daß ein Bürger abwesend ist und vielleicht in einem Kommando dient, darf nicht als Grund für das Verbrennen einer Farm gelten. Alles Vieh, alle Wägen und alle Nahrungsmittel müssen von allen Farmen entfernt werden. Wenn dies nickt möglich ist. müssen sie zerstört werden, ob der Eigenthümer an wesend ist der nicht. Vom briti schenParlament. London, 13. Dez. Im UnterHaus fand an: Mittwoch eine ziemlich animirte Debatte statt. Sir Robert T. Reid. Liberaler, schilderte die Lage in Südafrika in wüsteren Farben. Er
lagre, vag. nacyoem oer rieg. der 5.0(X),00() den Monat koste, bereits vierzehn Monate gedauert, gänzliche Anarchie in Südafrika herrsche und ein Aufstand der Eingeborenen zu den Möglichkeiten gehöre, da dem Land eine Hungersnoth drohe. Ein Versuch, die Kolonien unter Militärherrschaft zu stellen, würde die Existenz des Reiches selbst bedrohen. Seiner Ansicht nach wäre die Zeit gekommen, den Boeren Bedingungen zu stellen, die sie annehmen könnten, ohne daß sich England etwao dabei vergäbe. Der Gedanke, daß sich die Boeren bedingungslos ergeben müßten, sollte ganz aufgegeben werden. James Bryce, Liberaler, sprach in ähnlichem Sinne. Er schlug vor. daß man die Boeren, die jetzt noch die Wasfen führen, als legitime Kombattanten anerkenn? und ihnen eine allgemeine Amnestie gewähre. Auch sagte der Redner, daß die Unterhandlungen nicht Sir Alfred Milner anvertraut werden sollten, dem man ganz allgemein mißtraue und der von wenigstens der Hälfte der britischen Unterthanen tn Südafrika verabscheut würde. Der KriegSfckretär. Herr Broderick, erklärte in heftiger Weise die Behauptungen betreffs des Sir Alfred Milner für unwahr. In Bezug auf die Vorschläge des Sir Albert Reid erklärte der Kriegssekretär. daß sie unauSfübrbar. unweife und gefährlich feien. Die Regierung sei Willens, den Boeren gewisse Bedingungen zu stellen, unter denen sie sich ergeben könnten, wenn dies nicht als Schwäche aufgelegt werden und den Guerilla-Krieg verlängern könne. Nach lveitcren heftigen Angriffen auf di? Regierung wurden die für die Fortführung des Krieges verlangten i.l6.M.000 bewilliat. Im Ausschuß für Mittel und Wege, der sich nachher mit den Plänen für die Herbeischaffung des Geldes beschäftigte, erklärte der Schatzamtskanzler, Sir Michael Hicks Beack. daß das Transvaal eventuell für einen ansehnlichen Theil der Kriegskosten verantwortlich gehalten werden würde. Er fügte -hinzu. daß eine Kommission vom Schatzamt im Begriffe sei, sich nach Südafrika zu begeben, um sich über die Refourcen des Transvaal zu vergewissern und festzustellen, wie hoch das Eigenthum besteuert werden könne. Sir David Barbour sei zum Präsidenten der Kommission ernannt worden. London. 13. Dez. Sir Michael Hicks Beach. der Schatzamtskanzler, und Sir Mathew White Rioley, der Sekretär des Innern im letzten Kabi net war. sind in den Pairsstand erho
ben worden. - I W i r t y s - H e rz e. Topeta. Kas.. 13. Dez. Ein Kreuzzug gegen das Laster, mit anderen Worten eine regelrechte Wirthshetze wiro hier in den nächsten Tagen begonnen werden. Es ist bereits ein Fonds oon $26,000 zur Verfolgung der Wirthc ausaebracht worden. Die Beamten der Gut - Bürger" - Association erklären. tve?ln nöthig die Summe auf $100,000 bringen zu können. Es ist ein Spezia! Kommittee ernannt worden, das die Durchführung desProhibitionsGesetzes erzwingen soll. Edward Wilder, Schatzmeister der Santa Fe Eisenbahn, steht an der'Spitze des Kommittees. Neue e l e k t r i s ch c B a b n ! i n i i C o l u m b u s. O.. 13. Dez. Du Scioto Valley Traction Co.. welche zuk Erbauung einer elektrischen Bahn oon Columbus nach Chillicothe gebildet wurde, hat ihr Aktien - Kapital von $100.000 auf $1.000.000 erhöht. B. Mahler von Cleveland, O.. wurde zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt. H, A. Everett. Präsident der konsolidieren Straßenbahngesellschaft in Clevelank und verschiedene andere Kapitalisten, welche bereits vier längere elektrisch Bahnlinien zwischen verschiedenen Städten des Staates besitzen, sollen auch dieses Unternehmen in Händen ha ben. Das offizielle Votum von New York. New York. 13. Dez. Das of' fizielle Votum für die verschiedenen Präsidentschafts-Kandidaten. das am 6. November im Staate New York ab gegeben wurde, ist folgendes: McKinley (Rep.) 821.992. Bryan (Dem.) 673,336. Mallonen (Sozial-Arbeiterj 12.622. Woolley (Protubitionist) 22,. 043. Debs (Sozial-Demokrat) 12,86$ McKinley's Pluralität betragt somi 143.606. Die Pluralität des republi kani'schen Gouverneurs - Kandidaten Odell beträgt 111.126. West-Virginien's Votum Charleston. W. Va.. 13. Dez Der offiziellen Zählung zufolge hat in der Nooemberwahl Wm. McKinleti 119.821 und Wm. I. Bryan 98.80? Stimmen erhalten. McKinley's Plu. ralttät beträgt somit 21.014.
Inland Depeschen. Arr fjinitelüp MMg , Der Etablirung der Negieruug in Washington In der nationalen Hauptstadt in Glänzender Weile gefeiert.
Ein Kloster in Fort Dodge, Ja n:e)erzebrannt. Dr ttinirn lebendig verbrannt. Mysteriöse Schieftaffoire in DeS Moiucs, Ja. Eisenbahn: Unfall in Arkani. Centennar - Feier in der Bundes - H a u p t st a dt. Washington. D. C.. 13. Dez. Mit großartigem Pomp wurde am Mittkwch die hundertste Wiederkehr des Tages festlich begangen, an welchem Washington zur Hauptstadt des Lcmdes erhoben wurde. Die Festlichkeiten bestanden aus einer glänzenden militarischen Parabe, welche vom Präsidenten von der Ostfront des Kapitals aus abgenommen wurde, und einem Festakt im Repräsentantenhause, zu wel chem sich eine glänzende Gesellschaft eina. 'funden hatte. Durch Kongreßbechl::3 war der Tag für den Distrikt Columbia zu einem Feiertag gemacht worden und in Folge dessen betheiligtc nahezu die ganze Bevölkerung an den Fe'ichkeiten. Hervorragenden Antheil an oer Feier des Tages nahm dür Präsident und die Mitglieder sei ' nes Kabimts. sowie eine ganze Anzahl von Gouverneuren verschiedener Staa ' ten uno Territorien der Union. Die folgenden Gouverneure von Staaten und Territorien wohnten der Feier bei : Ä. W. Alkinson. West Vir ginia ; D. W. Blorham. Florida ; C. M. Barnes. Oklahoma ; D W. Zone. Arkansas ; I. A. Mount. Jndiana ; C. S. Thomas. Colorado ; E. W. Tunnell. Delawar? ; L. M. Shaw. Iowa ; Llewcllnn Powers, Maine ; F. W. Rollins. New Hampshire ; F. M. Voorhees. New Jersey ; I. H. Taylor. Virginia ; M. A. Qtero. New Mexico ; S Steunenburg. Jdaho ; Gouo. Statte, Vennsyloania ; E. Scofield. Wisconsin ; D. L. Russell. Nord Caroli.c? ; Theodore Rooscvelt, New Fort ; U. E; tz, S'io Dakota ; O. Vkttp! na ; Wm. Gcegory. Rhode Zland ; I W Smith. Maryland ; M M. Crane. Mass . und Gouv. W. W. Hearo, Lousiana. Ferner die Senatoren und Reprä fentanten deS Kongresses, die Mitglieder des O.o.:7de7'Z?richtS. das diplornatische .'i:, die Spitzen der Armee und der Marine, sowie eine große Volk::. vv Obgleich Washington schon der a,auplatz vieler glänzender Festlichkeiten war, so bat doch noch keine hier stattgefunden, welche an äußerem Glanz und eindrucksvoller BedeutsamZeit der Zeremonie mit dieser Ccntcn-nar-Feier hätte verglichen werden können. Früh am Vormittag empfing der Präsident die hirr ai.westnde Gouver neure der Staaten und Territorien im Weißen Hause und dos Modell eines neuen und vergrößerten Weißen Hauses, welches zur Erinnerung an den heutigen Tag errichtet werden soll, wurde mit einer passenden Ansprache ent. hüllt. Um 1 Ubr öea?h sich der Präsident nebst Gefolge nach dem Kapitol, wo er die Parao? sämmtlicher regulärer und Miliz Truppen des Distrikts, unter Kommando des General-Leutnants Miles abnahm. Um 3 Uhr 30 Minuten begann der Festaktus im Kapital, bei welcher Ansprachen gehalten wurden von den Senatoren Daniel von Virginicn und McComas von Mailand, sowie von den Repräsentanten Payne von New York und Richardson von Tennessee. Einen geschichtlichen Ueberblick gab in einer aus.i.",e-n?t?n Rede Senator Hoar von Massachusetts. Den Schlußakt der Feierlichkeiten bildete am "lbend von 8 bis 11 Uhr ein Empfang in der Corcoran Kunst-Gal-lerie. bei welchen! der Präsident und mehrere Mitglieder des Kabinetö. so Ivie die Staatsgouoerneure mit ihren Stäben anwesend waren; ferner ein Karkes Kontingent offizieller und lokaler Gesellschaften und Vereinigungen. Präsident McKinley traf in Begleitung der Sekretäre Wilson, Hitchcock und seines Privatsekrctärs Cortelyou ungefähr um zi0 Uhr daselbst ein. An der Thür wurden die Herrschaften von eiitem Empfangskommittee begrüßt und zu einem Balkon aeleitct. wo sich der
Präsident ca. 15 Minuten mit dem Vorsitzer des Empfangskommittce, Herrn Chas. I. Bell, unterhielt und die sich im Saale drängende Menge beobachtete, welche den Präsidenten bei jeinem Eintritt in enthusiastischer Wei't begrüßt batte. Der General Leutnant Nelson X Niles erlitt einen geringfügigen Unfak, -ds er an der Spitze der Parade die Tribüne, auf welcher sich den Präsident befand, passirt hatte. Gerade an der anderen Seite der Tribüne riß der Sattelgurt des Pferdes und MleS glitt mit dem losen Satte! von Pferde hinab und fiel zu Boden, ohne sich z doch irgendwie ' zu verletzen. 5durze Zeit nach dem Unfall erschien er im Repräsentantenhause und nahm an de Feierlichkeiten Theil. Die Atalanta" verkauft. New York. 13. Dez. George Gould's Dampf-Yacht Atalanta"
t iach langen Unterhandlungen nun doch IN oen Brstz enr sudqn'erfklintschen. Republik übergegangen. Venezuela )ct indeß die Yacht gekauft und nicht Colombia. Napoleon Bolet Peraz. der Spezialagent Venezu?la's. nahm am Nittwoch formell Besitz von demSchiff, nachdem er dem Agenten des Herrn Gould $125.000 in Baar ausbezahtt hatte. Drei Kinder lebendig verb r a n n t . Tionesta. Pa.. 13. Dez. In Colinza. 12 Meilen von hier entfernt. brannte am Mittwoch das Haus von ! F. W. Grubbs nieder und drei Kinder. !tm Alier von und zwei Jahren und 6 Monaten stehend, kamen in den Flaminen um. Die Mutter hatte sich zu Nachbarn begeben, die Kinder allein im Hause zurücklassend, al der Druck des Naturgases plötzlich stark zunahm. Die Folge war, daß der Ofen überheizt wurde und das Haus in Brand gerieth. Als das Feuer entdeckt wurde, hatte eS bereits derart um sich gegriffen, daß eS unmöglich war, in das Haus einzudringen und die Kleinen verbrannten beinahe zu Asche. Die ..Illinois Staats z eit u n g" v e r k a u s t. Chicago- Jll.. 13. Dez. Die Illinois Staatszeitung" ist am Mittwoch auf öffentlicher Auktion an Frau Margarethe Raster. Wittwe des Herrn Hermann Raster, der Redakteur der Zeitung oon 1867 bis 1890 war. verkauft worden. , Der bezahlte Preis beträgt $50,200. damit wurde aber eine Hypothek oon $150.000 übernommen, sodaß der wirkliche Preis $200.200 beträgt. Frau Raster lvar eine der Hauptglaubigerinneii der Zeitung. Dur Kompagnie wird sofort reorganisirt werden. Eisenbahn - Unfall. D e S o t o. Mo., 13. Dez. In der Nähe von Des Arc. Mo., fand am Mittwoch ein Zusammenstoß zwischen zwei Frachtzügen statt, wobei der Lokomotivführcr James Britt von Olncy. Jll.. und der Bremser Ed. Bradley von De Soto ums Leben kamen. Der Heizer B. Barrett fiel unter die Lokomotive und wäre lebendig verbrannt. wenn ihm nicht Jemand den linken Arm mit einer Axt abgehackt hätte. Der Mann hat Aussichten, mit dem Leben davon zu kommen. Die beiden Lokomotiven wurden vollständig zerstört und acht Waggons, die mit Holz und Baumwolle beladen waren, wurden ein Raub der Flam men. FalscheArt. Schulden zu bezahlen. W a r s a w. Ind.. 13. Dez. Albert Bernaro. ein Farmer, wurde hiet auf Veranlassung des Bankiers Jsaac Strauß oon Ligonier. Ind.. verhaftet. Bernard soll eine oon ihm zahlbare Note, die Strauß ihm zur Inspektion vorgelegt hatte, zerrissen haben. Der Farmer wurde unter $500 Bürgschaft für sein Erscheinen vor Gericht gestellt. Schiffsnachrichte. Q u e e n s t o w n . 12. Dez. An gekommen : Teutonic" von New Kork nach Liverpool bestimmt. Moville, 12. Dez. Angekom. mcn : Astoria" von New York nach Glasgow bestimmt. Liverpool. 12. Dez. Ange. kommen : ..Sylvania" von Boston. N e w York. 12. Dez. Angetom. men: Southwark" von Antwerpen. P o r t l a n d . Me.. 12. Dez. An gekommen: ..Cambroman" von Liverpool. Kinsale. 12. Dez. Passirt: Co. cinthian" von Portland, Me.. und Ha. lifaz. N. S., nach Liverpool bestimmt. Queenstomn. 12. Dez. An. gekommen: New England" von Bo. jton. nach Liverpool etc. bestimmt. Antwerpen, 12. Dez. Ange Zommen : Kensington" von New Aork.
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