Indiana Tribüne, Volume 24, Number 84, Indianapolis, Marion County, 11 December 1900 — Page 1
K - i f W IM M,X Strateg 4 $ Null vV '.OrverAoS? MP i v QrtTdiclnt joden la4)mitta.; rr.tir Sonntag Woretts. Jahrzang 24. Indianapolis, Inü., Tienstag, den 11. Dezember 190V. No.
SK!
x F 1 A 1 ' I l--nt Z S f: t z
Inoinlln
" K Errliune.
r
Ausland Depeschen
Iioiii IrffNig. Ein Rückgang in den Wirth' schafZlichcn Berhälwisseit Teutschlands. Als Ixo!qe Der Jichtt langen übergroßcl: Spannung Von urrn Sekrrtii des Reichs schttimmts in Aussicht gestellt. Graf von ullZV'ö Erklärungen Bfcl die AiweiiXD Trägers. oscvh Chamberlain Vertheidigt sich im britischen Unter tti jtgfl oic ans ihn gemachten Angriffe. Der Rttttiftntf in der britischen Mp gicruug. Von: deutsche Reichst g. Berlin. 11. Dez. Während der Bur'a'ebatte im Neichtag hielt ain Vontag der Sekretär des Reichsschatzaint:.. Laron von Thielmann, eme Rer:, m 2er er die ivirthschaftlich? Lage in Teutschland in icht gerade rosigein Ächt s'iloerte. Er sagte, dah seit dem Sommer eine radikale Veränderung in oer Lage eingetreten sei. Das Volk müsse steh darauf gefaßt machen, daß für Jahre hinaus ein allgemeinesNachlassen der Ueberspannuug zu gewani gen sei. Die' Abnahme im Geschäft 1 werde aber nicht die Form, eines allge meinen inanzkrachs. wie im ahre 1873, annehmen. Diese Periode der Geschäftsflauheit müsse aber das Reichsbudget ernstlich in Mitleidenscdaft ziehen und es sei daher nöthig, ie Reserven des Schatzamts zu stärken. In Bezug auf die Abschaffung der Zucker-Prämien sagte der Schatzamts-
Sekretär, daß die Unterhandlungen j peuif nngecrn nau. zwischen Oesterreich. Frankreich und Araber den anerkannt grotzen dtploma.Deutschland noch nicht beendet seien. ! W des ran von Waldersee Saft sie aber wahrscheinlich die Basis kennt, ivnd nicht einen Augenblick oaiür ein definitives Uebereintommen Tan z"lfeln. dad er sich Niemals zu n. tvgeben würden ! uem olch brüsken Verfahren hätte hm Der Sekretär kündigte auch an. daß reißen lassen, wenn er nicht ganz beeine Vorlage zur Besteuerung von sber provozirt worden wäre.
-tr....moussirenden Weinen und eine andere ;ur Besteuerung von Saccharin in Vorbereitung sei. ,,m Jahre 1901." sagt? der Sekreiär. werden die Ausgaben der Regie cung um 53.000,(X Mark gröfter sein ils im jetzigen Jahr, und diese Summe nuß aus irgend eine Weile aufgebracht werden. Die Abgabe der überschüssigen Reichseinnahmen an die BundesRegierungen wird deshalb vor allem zufhören." v v.Ein allgemeiner Ueberblick über den jetzigen Voranschlag der Ausgaben." sagte Herr von Tht.imann weiter. ..gewähre ein entschieoen weniger befrieÄiqendes Bild wie vor einem Jahr." Der Reichskanzler. Graf von Bülow. öeantworte:e eine Interpellation in Bezug auf die Abweisung des Präsilenten Krüger seitens des Kaisers Wilhelm. Er sagte, daß die Regierung alles in ihrer Macht Befindliche ettxln habe, um den Krieg zu verhinoern. und daß sie die beiden Republien nicht im Zweifel darüber gelassen )abe. wie die Stimmung unter den euwpäischen Kabinetten sei. und daß ie die Reg-erung Herrn Krüger ein r..a r u L KtIVIVMV. f . v . , V. VV W vu - -' ' i gierungen Hollands und Deutschlands zu überspannt gewesen. Die deutsche Regierung baoe gewußt, daß es oerlocene Mühe sein würde, jetzt noch Rathschlüge zu geben; sie sei überzeugt gewesen. daß es nutzlos und sogar ge-r-il 'j r' . -..j -4. fahrlich tern wurde, sich darnal noch r itniiimi -hen ,Ul,WUU Vj V . - . g . Es war absolut keme Veranlassung
Deutschland die streng te Neutralität ' . K . veobachten werde. Im Jahre 1399. . r Familie deö Lord Sa iöbury an. Lls die Möglichkeit eines Schieosge- "e rofetn satKer , ,U"D richts noch nicht ausgeschlossen war. Zchwtegersohne und N effen denselben
r TJiZSVX NffTOf r M.-. i ÄÄÄ&w AgzZ ! f li rl r.:. ssr,,-rf,n ti.r s;- i fuhrt werden kann. Die Tüchtigkeit ,esucht. seien seme Ansichten tur dteRe- ' Z xum ...,. -IkV l
für un: vorhanden', fuhr der Recchs- Üt)ren bi, is)t Dffiziers-Patent kanzler fort. ..unsere Finger zwtichen bm($i Familien. Einflüsse erhalten hadür und Angel zu stecken." Der fj.n
zlanzler wies oann oaraur y?n. wie 'das in sehr höfliche Weise gemachte Vermittlungs-Angebot der Ver. Staaten in kategorischer Weise jurückgewie sen worden sei, und er fügte hinzu, daß eine Einmischung vielleicht zum Krieg geführt haben würde. Der Kanzler definirte dann die Antwort, die der französische Minister
M Auswar.igen, H. Mj . i SPitMMM
ergreifen, wurse aber nicht opjonren,
w?nn gewisse Eventualitäten eirträ ten, vorausgesetzt, daß den frcit o fischen Interessen damit gedient w rt. Graf v. Biilow sagte dann, daß er selbst keine bessere Antwort habe geden können. Ovationen für Herrn Krüger in Deutschland würden Diel leicht internationale Beziehungen gestört haben. Deutschlmd wäre nicht um ein Haar mehr aegen England mx bunden, wie England gegen Deutschland. Es wäre aber eine Thorheit. England gegenüber den Don Qurore ;u spielen, und für eine solche Thorheit könne er die Verantwortlichkeit nicht übernehmen. Wenn auch die Knier Angelegenheit im Reichstag wieder vorkommen wird, wird dies wenig zu bedeuten haben, da die. offenbar mit groher Sorgfalt vorbereitete Rede des Reichskanzlers eine solche Menge gewichtiger Thatsacken ; enthielt, daß die ganze Opposition dai durch entwaffnet wurde. Der unfreiwillige Humor des Kanzlers und seine oft recht gelungenen Citatwrlen rissen häufig eine bittersten Gegner zu herzlichem Lachen hin. Soweit die deutsche Politik in Be i tracht kommt, !ann die Angelegenheit l(i erledigt angesehen werden, dies NR sicherlich die Ansicht Aller, als sich oer Reichstag am Abend vertagte. Berlin. 11. Dez. Die deutsche Regierung hat keine offizielle Notiz uon dem schreiben des Generals Chaffee an : den Grafen von Waldersee genommen, i ein Schreiben, in dem oer General gegen die Entfernung der astronomischen In- ; strumente von den Mauern von Peking protestirt. uns das wegen oes beleidi- ' genden Tones, in dem es gehalten war. ! an General Chasfee zurückgeschickt i wurJe. Vftur irtrn 3tf iitt-iprt rnrthnrt rirt Verfall in ihren Neuigkeltö - Rubriken. "N I l . . . 1 . . . L . . I ahl J K K I W t I t lV j L( ViW.f.V.V Vw. Die ..Vossische Zeitung" sagt darüber : ..Was auch die Veranlassung gemeien sein mag. General Chaffee hatte auf keinen Fall ein Recht, in einem Schrei den an den Ober - Kommandeur sich so grober Sprache zu beoienen." Und daj ..Berliner Tageblatt" sagt : ..Wir müssen natürlich mit einem oefinitiven Ur theil zurückhatten, bis zuverlässige lC n n i i. r w icc 4?uogei - ussuittjj ura jiciu;- ! tags bat eine Resolution angenommen. ! dahingehend, das; das chinesische Erpedi- ! tionskorps aufgelöst werden müsse. ' nachdem es seine Pflichten in China er- ! füllt hat. Graf von Waldersee hat telegraphirt. daß die international? Kommisi sion. welche die Verwaltung von Pe- : king übernehmen soll, bis die Stadt nach de: Rückkehr des Hofes den chinesischen V .'hör oen wieder übergeben werden kann, vollständig oraanisirt r l : . . . . i i . - i l. . . k. vu . x-. j . worden ist. An der Spttze der KomMission steht der Oberst Baron von Gayl. 6am briiischenParlament. London. 11. Dezember. Im Unterhaus reichte am Montag der Konservative (I. F. Bartley ein -'lmendement zur -Antwort auf die Thronrede der Königin ein. in dem Vedauern darüber ausgedrückt wird, daß Lord Salisbury io viele seiner eigenen Verwandten für Regierungsämi er empfohlm habe. ..Der fünfte Theil der Kabinetsmit-'-,L 'ül" ?u standen kp Nicht anzunehmen, daß eme r'-mtre c r i rf" . - i i in ri Knn t trt iin,-irr.!ii.ii 'IliulUlll)iljt, IIU(.IUIIIM'-MI durch ernstlich in Frage gezogen und die AiSsichten auf eine gründliche Reform n dem System oer Ratwnal Vertheidigung werden ganz bedeutend vermindert' Derselbe Repotiömus habe uw uic iuu u.iicii uct iiiicc unu uci t ftsft , ,. . V. . r . , . nU-u auch die Tilchtigkeit der Armee und der ivtcitv. -& ii v.v w v. ' U a ' a ne Ansicht, daß viele der ciederlagen V i f V V w V in &utotffci aus Qffiite iurüdau Herr A. I. Balfour. ein Reffe des Premiers, antwortete, daß ein Mann nicht vom öffentlichen Dienst aasgeschlössen werden sollte, weil er zufällig mit einflufzreichen Männern im Amte verwandt fti. Herr Bartley könne nicht sagen, daß die Verwandten Lord Sallsbrps im Kabinet unfähig
i r, ii . . . . .. . . . .
UCl U (Clll IIUC1I OClIUUUtlllU IUUU ÜU- ,
CaCa ,, 0A Kiiho hi hr iimrii
schwierige, unoanrozrc Arbeit erfolg-
reich bemeiftern werde. Das Amendement wurde n'it 239 gegen 128 Stimmen verworfen. D. Lloyd George, dos raoikale HausMitglied or- .arnaroon. zri'f den Koli.mial . Minister heftig wegen feiner Betheiligung an geschäftlichen Unternehmungen, welche direkte Gewinne durch die Kegierungj Kontrakte hatten, an und stellte Den Lntrag. daß kein Mitglied der Regierung sich ta Zukunft an derartigen Unternehmungen betheiligen dürfe. Fr wies nach, daß Eham berlain 5,060 und .indere Mitglieder seiner Familie 67.(A Aktien in oem Birmingham Trust besäßen, welcher wiederum eine Tdeilhaberin der Tubes Limited Gesellschaft sei. welche jährlich 10,000 Pfuno Sterling an Regie rungs Kontrakten verdiene. Er erklärte fer ner, duß Cy,zmberlatn und feine Familie tur 230.000 bis 250,000 Pfund Sterling Aktien in der Elliotts ikletal Eo. besäßen, welche die AdmiralitätKontrakte erhielt, ferner für 250,000 Pfuno Aktien in der Kynoch Dynamite Co., welche die Kontrakte des Kriegsjmts bekomme Er zählte dar roch mehr Unternehmungen aus, an oenen Chamberlain respe? tiv seine Familie betheiligt sei. betonte aber, daß er nicht die persönlich? Ehrenhaftigkeit )es Ministers in Frage stellen mUtt, daß er aber sie Sache zur Sprach bringe, damit durch ähnliche Fälle i-t oer Zukunft nicht der Korruption die Wege geebnet würden. Hierauf -erwiderte Herr Chamöerlain : In diesem Falle ist meine persönliche Ehrenhaftigke?: allerdings '.N Frage gestellt und ich halte es für ungerecht, daß ich hter nach 25jäh?iger Amtsführung im hellsten Lichte der Öffentlichkeit und des Parlaments vor Ihnen stehen und erklären muß, daß ich kein gemeiner Dieb bin. Diese Angriffe sind unerhört und absurd. Ich werde direkt beschuldigt, mich an den Ausgaben für den Krieg, den ich herbeigeführt haben soll, zu bereichern. Von all den genannten Gesellschaften bin ich nur an zrveien als Aktionär betheiligt. Meine Angehörige werden in Hinsicht auf die mir zugefügten Be leidigungen gerichtliche Schritte einleiten. Meine Angehörigen sind alle Geschäftsleute. welche sich ihre Vermögen haben erwerben müssen. Ich komme von einer Familie, welche keinen Anspruch auf Adel oer Geburt und ererb te Reichthümer machen kann, aber ivelche zwei Jahrhunderte lang den Ruf höchster kaufmännischer Ehrenhaftigkeit genossen hat. Während meiner langjährigen öffentlichen Laufbahn hat keiner meiner Angehörigen jemals das Ansinnen an mich gestellt, meinen politischen Einfluß zu Gunsten seiner geschäftigen. Transalltonen zu mißbrauchen. In Betreff der beiden Gesellschaften, in denen er betheillgt sei, bemerkte Herr Chamberlain. daß er bereits vor 2? Jahren ein Mitglied der Colombo Gesellschaft geworden sei. Der Kontrakt. Hütten für die gefangenen Boeren in Ceylon zu bauen, welcher dieser Gesellschaft übertragen wurde, sei ihr von der dortigen Lokal-Rezierung übergeben, ohne daß er das Geringste damit zu thun gehabt hätte. Was den. Birminghamer Trust anbetreffe, so wisse er absolut nichts von dessen geschäftlichen Transaktionen und habe erst kürzlich gehört, daß derselbe einen geringen Betrag in der Tudes Limited Gesellschaft angelegt habe. Ehamberlain schloß seine Rede mit den Worten: Ist es nicht schwer für mich, auf solch unsinnige Beschuldigungen hier ceagiren zu müssen - Wenn Alles, was ich an Regierungstontrakten verdient habe, zusammengerechnet wird, so mögen höchstens ein paar Pfund, vielleicht nur Schillinge dabei herauskommen. Und doch v:cd vom Haus verlangt, eine Resolution anzunehmen, welche nicht so sehr mich selbst treffen würde, wie manche Mitglieder des Hauses, welche ein derartiges Resultat wohl kaum erwartet haben." Unter lauten Beifallöbezeugungen nahm Chamberlain seinen Sitz wieder ein. Nachdem noch der Radikale R. B. Haldane von Huddingtonshire und einige Andere für und gegen den Antrag des Herrn Lloyd George gesprochen hatten, wurde derselbe mit 269 gegen 127 Stimmen abgelehnt. Herr Balfour beauftragte darauf Schluß der Debatte, was mit 233 Stimmen gegen 18 angenommen wurde, und wurde hierauf die Thronrede -uit 265 gegen 23 Stimmen vom Hause angenommen. Von den Dieben, welche in der Samstag Nacht aus dem Greenwich Hospital mehrere Andenken an Lord Nelson stahlen. einschließlich seiner Uhr und vieler seiner Orden, hat man noch keine Spur. Man hält in Greenwich die Diebe für Franzosen, und glaubt dies aus einer Anzahl von ihnen zurückgelassenen Briefen zu schließen, worin sie in äußerst unorthographischem Englisch drohen, wieder zu kommen und die sranzösische Flagge, welche sich unter den Trophäen befindet, mitzunehmen. Die Vandalen nahmen rahezu alles mit
Inland Depeschen.
KWßnH. 3mciir; yiiwii. Die Gl'tttennial'-I?ier am Mittwoch. Die Minorität im AnS schuft für Mittel und Wege Elnpfiehlt Herabsetzung der Kriegs steuer um $70,000,000. Die Baumwall-Ernte der Ver. Ztaateu Offiziell auf 10,100,000 Ballen abge. schätzt. Die Reichen von l.00 Soldaten uns Matrosen in San Francisco lUtgekomknen. Repräsentantenhaus. Washington. D. C.. 11. Dez. Die erste der großen VerwilligungS vorlagen, diejenige für die Legislative, die Erekutive und das Justiz-Departe luent, wurde am Montag vom HauZ angenommen. Die Verwilligung be trä.;. ili, 496,308 und die Vorlage unitaßt UI Seiten, die Debatten da rüber dauerten aber keine zehn Minu ten. Repr. Bingham. von Pennfyl vaaia. der die Vorlage in Händen hat te. dankte dem Haus für das Vertrauen, das es in den Ausschuß für Bewilligungen habe. Der Clerk brauchte beinahe drei Stunden, um die Vorlage zu verlesen. Es Wurden keine anderen Geschäfte erledigt. Senat. Der Achtb. Charles A. Towne. der zum Nachfolger des verstorbenen Senators Daoiö von Minnesota ernannt worden, wohnte der heutigen Sitzung bei und legte den Amtseid ab. In der öffentlichen Sitzung wurden keine Geschäfte von Wichtigkeit erle digt. denn sofort nach der Erledigung der Routinegeschäfte begab sich der Se nat w Exekutivsitzung, um den Hay-Pauncefote-Vertrag in Berathung zu nehmen. Die Centennial-Feier am Mittwoch. Staatsgouverneure und andere höh Staatsbeamte treffen bereits hier ein, um am Mittwoch der Centennial-Feier dem hundertsten Jahrestag der ersten Kongreßsitzung in Washington beizuwohnen. Bis jetzt sind die Gouverneure Shaw von Iowa. Schofield von Wisconsin und Barnes von Okahoma angekom men. Am Mittwoch Vormittag um zehn Uhr wird der Präsident McKinley die Gouverneure empfangen. Später wird Col. Bingham ein Model und dieZeichnungen für ein. vergrößertes Exekutiv Gebäude zeigen. Es werden dann von dem Distrittkommlssär McFarland und mehreren Gouverneuren Reden gehalten werden. Am Nachmittag findet eine Militär und Cioilparade statt, und nachdem der Präsident diese entgegengenommen, wird er sich mit den Mitgliedern des Kabinets. dem diplomatischen Korp, den Richtern des Supreme - Gerichts, den Äsuverneuren. Admiral Dewey, Gen. Miles. den Senatoren und Repr sentanten nach dem Sitzungssaal der Repräsentanten begeben, wo Reden ge halten werden. Am Abend um neun Uhr wird im Weißen Haus ein Empfang zu Ehren der Gouverneure der Staaten und Territorien stattfinden. Die Herabsetzung der Kriegs steuern. Der republikanischeHauö-Kaukus hat am. Abend beschlossen, die Vorlage zur Herabsetzung der Kriegssteuern in der Form zu unterstützen, wie sie vom Ausschuß für Mittel und Wege eingereicht worden ist. Der Antrag, die Vorlage zu unterstützen, wurde mit 68 gegen 29 Stimmen angenommen. Ein vorhergestellter Antrag, die Biersteuer anstatt, auf 51.60 auf 51.50 herabzusetzen, wurde mit 98 gegen 48 Stimmen verworsen. Ein Vorschlag des Repr. Roberts, von Massachusetts, daß die jetzige Biersteuer nur um 10 Prozent herabqefe werden solle, die Tyee-Steuer dagegen von 10 auf 5 Cents wurde fast einstim mig verworfen. Die demokratische Minorität im Ausschuß für Mitte! und Wege hat einen eigenen Bericht ausgearbeitet, der am Dienstag im Haus eingereicht- werden wird. wird darin die Herah
leyung oer Sfnegssteukrn anstatt vm $40,000,000, um volle $70,000,000 in Vorsazlag gebracht. Es wird in dem Bericht auch die Erhebung einer Einkommensteuer vorgeschlagen, um diese Angelegenheit nochmals in .nodifizirter Fo'-m vor das Supremgericht zu bringen. Die Minoritär stimmt mit dem Schatzamtssekretär darin nicht iiberein. daß der Ueberschuß im nächsten Jahr nur $26.000.000 betragen werde; su erklärt im Gegentheil, daß bei gehört ger Sparsamkeit der Ueberschuh mehr als $100.000.000 betragen müßte. Die B a u m w o l ! - F r n t c. Washington. D. C.. 11. Dez.
Der Statistiker des Ackerbau-Departe-ments schätzt den wahrscheinlichen Er trag der Baumwoll-Ernte in den Vereinigten Staaten für 1900 1901 auf 10,1000,000 Ballen ab. Der Durchschnitts - Ertrag von Baumwolle in den verschiedenen Staaten ist folgender: Virginia 130, NordCarolina 199, Siid Earolina 167, Georqia 172, Florida 133, Alnbama 151, Mississippi 158, Louifiana 234, Teras 226, Arkansas 223, Tennessee 177, Missouri 275, Oklahoma 318. Indianer-Territorium 289 per Acre. Das Areal, von dem die Ernte ein-gehe:7-s: Acres. wird, beträgt 25,034,734 Dynamit - Erplosion. Gloucester. ., 11. Dezember. AU am Montag mehrere Bergleute bei der JobsMine. in Trimble. O.. hier im Vegriff waren, einige Stangen Dynamit aufzuthauen, fand eine surchtbare Erploson statt, die auf Meilen im Umkreis verspürt wurde. Dow Leseoer und John Moody wurden beide Augen zerstört und Charles Karns erlitt andr.e lebensgefährliche Verletzungen. 150 0 Leichen in SanFran Cisco angekommen. Log anspart. Ind.. 11. Dez. Der Transportdampfer ..Hancock" kam am Montag von Manila an. mit den Leichen von ungefähr 1500 amerikani-! scbenSoloaten und Matrosen an Bord. ' die entweder im Kampf gefallen oder auf den Philippinen, in China und in Honolulu an Krankheiten gestorben sind. Es ist dies die größte Zahl von Leichen, .die seit dem Ausbruch des spa-! nisch-amerikaNlschenKrieges nach Hause gebracht worden ist. Erplosion im ASpen-Tun n e l. O g v e n. Utah. 11. Dez. Aus As pen. Wno.. wird berichtet, daß in dem großen Tunne' der Union Pacific Ei senahn. secho Meile nördlich non Aspen. am Montag eine furchtbare Explosion stattfand, bei der fünf Männer ums Leben kamen und viele andere schwer verletzt lourden. Von A.spen aus ist Hilfe .ivgelchickt worden. Der Tunnel ist 6700 Fuß lang. Auf der Besserung New York. 1L Dez. Herr OS Wald Ottendorfer. Herausqeder der Staatszeitunq". an dem vor einigm Tagen eine Operation vorgenommen wurde, ist heute wieder außer Ge fahr erklärt worden. Vanderbilt'sMillionen. New York, 11. Dezember. C. B. D. Hasbrouck. der Vertre ter der Nachlassenschaft von Cornelius Vanderbilt, kündigte vor einigen Tagen an, daß die Abschätzung des Nachlasses in Bezug auf Ermittelung der fälligen Staats- und Bundeö Erbschaftssteuerbeträge abgeschlossen sei und der Vertheilung der Millionen an die Erben nichts im Wege stehe. Die Bestimmungen des Testaments waren schon lange bekannt, da wenige Wochen nach dem Tode das Testament eröffnet worden war. Der Nachlaß ist amtlich auf $72.000,000 abgeschätzt worden. Von dieser Summe sind $52,500,000 in Bonds und Aktien angelegt, während der Grundbesitz einen Werth von $20.000.000 reprälentirt. Den größten Theil dieses Riesenvermögens, $44,500,000, erhält Alfred G. Bänderbitt, de? auf ausdrücklichen Wunsch seines Vaters dessen Nachfolger als Haupt des Hauses Vanderbilt werden soll. Cornelius, der älteste Sohn, ist in Folge eine Zerwürfnisses mit seinem Vater, gegen dessen Willen er Grace Wilson heirathetc. mit $1.500.000 abgespeist worden. Er brachte somit der Liebe zu seiner Frau die Kleinigkeit von $37,000.000 zum Opfer. Als ein Zeichen seiner brüderlichen Liebe hat ihm aber der Universalerbe von seinem Erbtheil $6.000.000 abgegeben, so daß er ebenso viel wie die anderen Kinder erhalt. Gertrud, die Gattin von Harry Paune Whitney, erhält $7.500.000 und durch besondere Bestimmung des Testaments außerdem noch ein Legat von $1.000.000. Reginald. der gegenwärtig in Aale studirt. und Gladys, theilen sich in den aus sie fallenden Theil von $15.000.000. Frau Banderbilt. die Wittwe des Erblassers, n-
hätt 5r'2.(HKJ,00U in oaarem Gelde, ein Jahreseinkommen von $250.000. die Palsft in New Jork und Newport, d Stallungen, Möbel. Bilder. Silberzeug, Juwelen, kurz-um den ganzen Haushalt. Der Betrag der Staatssteuer oeläuft sich auf $520.000. für deren Eintreibung Komptrollrr Cole, $52,000 erhält. Coler erklärt dies indeß für lächerlich, und er deutet an,, daß die Summe nur. $5200 betrage. Menschenjagd. Logansport. Ind.. 10. Dez. Polizeichef Foley und die Polizisten Barney Burch. Dick Costello. Ben, Dean und George Graham verfolgten am Montag Abend einen Desperado sechs Äccilen weit, wobei sie zahlreiche Schüsse auf denselben abgaben. De? Flüchtling ist höchst wahrscheinlich der vor einigen Tagen aus dem Zuchthaus in Columdus entsprungene Verbrecher Marvin Kuhns. Derselbe erwiderte das Feuer der Beamten von Zeit zu Zeit, wobei er sich zweier Revolver bediente. Dean war ihm nahe auf den Fersen und schließlich drehte sich der Verfolgte um und ging auf Dean, der keine Patronen mehr hatte, los und drohte ihn zu todten. Trotzdem ging der Beamte auf den Kerl los und ergriff ihn beim Handgelenke, worauf derselbe ihn aus unmittelbarer Nähe mitten durch die Brust schoß. Der Beamte fiel zu Boden und während seine Kollegen um ihn beschäftigt waren, entkam der Verbrccher. Später machte sich eine große gutbctoaffnete Sheriffs -- Mannschaft zur Verfolgung des Desperados auf. Man glaubt nicht, daß er entkommen kann, da die Umgegend auf Meilen weil von dem Verbrechen in Kenntniß gesetzt wurde. Kuhns entwich aus dem Zuchthause in.Columbus, wo er wegen Mordes internirt war, am Danksagungstage. G.r ausiger Fund. Roch öfter, N. Y., 11. Dez. Im Flusse (nahe Charlotte ourde heute Morgen ein q'raustger Fund gemacht. Fred. Josh sah einen menschlichen Fuß ans dem seichten Wasser ragest mch fand die untere Hälfte eines Frauenkörpers, in der Höhe der Hüfte, mit eimm scharfen Messer vom Oberkörper abgetrennt. Kopf und Schultern wurden im Schlamm nicht weit davon ae-
funden. Josh alarmirte den Kapitän Grau von der Lebensrettungsstation und dieser lootste den Leichnam nach dem Dock. Später ordnete Corona Kleindienst die Ueverführunq des Körperö nach der Morgue an. Dieser Fund so kurz nack der Ermordung des Frl. Keating und einer alarmirenden Anzahl von Angriffen auf Frauenzimmer in verschiedenen Theilen der Stadt verursacht große Unruhe und ein Gefühl der Unssckerhcit wacht sich bemerkbar. Dies um so mehr, als die Polizei bis jetzt nicht im Stande war, auch nur den geringsten Anhalispunkt in dem Keating'schcn Mordfallc zu finden. S chiffsnachrichten. L i v e r p o o l. 10. Dez. Angctom men: Lancastrian", von Boston; Trnirk", von New Dort. Glasgow. 10. Dezember. .Anaelc.mmen: Anchori", von New ßork. e in Y or t, 10. Dez. Angkkom. m.n Calcdonia". von Liverpool. S o u t h a m p t o n, 10. Dez. Ad. gegangen: Baderlayd". von Antwerpen, nach New Aork bestimmt. Portugal und die Riede? lande. Haag. 11. Dez. Der hiesige portugisische Gesandte. Graf de Salir. ist nc.ch Lissabon abgeregt und der hollcindis he Gesandte in Lissabon. Baron rwn Hseteren, lvird während der Nacht hier erwartet. craf von Bvland benachrichtigte während des Tages in der zweiten 5hamtner d?n Minister des Auswärtinen. daß er in Dienstag die Regierung deircff-? dr Spannung zwischen Holland und Portugal interpelliren werde. Herr Krüger empfing jvähreud des Tages eine Deputation von dem ..Alldeutschen Verband" und er dankte sei neu ..deutschen Brüdern" für ihre Sympathie Beweise. Spater erwiderte Herr Krüger den Besuch der Ministers des Aeuheren. Beim Spiel verloren. Paris. 11. Dez. Eine gehörige Sensation spitzt sich aus dem Grunde zu. daß Jruing A. Lyon von New Äjork der Tänzerin Otero in ihrem Hause an der Avenue Kleber bei einem neuen ffAekspiele ..Chemin du Ft.?" (Eisenbahn) 50,000 abgenommen. Auch Shb'l Sanderson soll in dem Spiele.em ur Ze't gunz Paris mit LcjwilsirZaft huldigt, so viel Gold vcrlorcn haben, daß sie was Thatsache ist ihre brillante Wohnung an den Chaiups Elysees mit einer sehr bescheidenen vertauscht hat und zur Bühne zu T tl l . I
muijuicmi ycocjiu.
