Indiana Tribüne, Volume 24, Number 83, Indianapolis, Marion County, 10 December 1900 — Page 2
Jndiana Tribüne, Montag, den lO, Tezember 1900
Dt Heimkehr von Glla,
Das Wert Lord Nostdcrrys äfct Napoleon auf Sankt fitfoti hat wieder leidenschaftliche Proteste gegen daö Verhalten der Engländer hervorgerufen, das der britische Staatsmann zu rechtfertigen sucht. Sein Hauptargument ist. daß tveqen des Prädenzfalles der Flucht von Elba mit eiserner Strenge gegen den Quälgeist Europas vorgegangen werden muhte". In dieser Hinsicht ist nun ine DarsteUung der Rückkehr aus Elba von großem Interesse, die der Pariser Gaulois" nach der öffentlichen Bekundung eines Herrn D . . . . gibt, der im Jahre 1859 Sekretär des Prinzen I. iome Bonaparte war. Aus dieser Darstellung geht hervor, daß Napoleon zu dem verwegenen Schritte von einem bescheidenen Kaufmanne angeregt werden war. In Porto-Ferrajo auf Elba lebt ein wohshavender Kaufmann Namens Fornesi," heißt es in diesem Berichte. Dieser Fornesi hatte sich der Garnison de? Insel während der Kriege des Kaiserreiches sehr nütz!ich erwiesen. Nach toi Ereignissen von 1814, als der Kaiser nach Elba verbannt worden, zeigte der Kaufmann pjnen glühenden Erlthusiasmus für '.Napoleon, der diesem und seiner Umgebung nicht entging, weshalb Fornesi mit dem Kaiser in Verbindung trat. lin& Tages gegenEnde Februar 1815 stattete Napoleon Fornesi einen Besuch ab. , Ich möchte einen Ausflug unter nehmen." sagte der Kaiser; wieviel Leute tonnen die Schiffe, die Du mir zur Verfügung stellen würdest, wohl aufnehmen." Cire. so und so viel Mann, so und so viel Kanonen, so und so viel Vorräthe." lautete die prompte Erwiderung. Kanonen? Wer sagt Dir denn, dafc ich Kanonen mit mir nedmen will?" Oh. Sire, ich weif; gar nichts; ich dachte nur so. Euer Majestät muß sich doch hier sehr langweilen." Der Kaiser sah Fornesi scharf an, legte dann nach italienischer Art den Zeigefinger unter das rechte Auge, als ob er es tveit aufreißen wollte, und rief aus: JBtgnVT Fornesi. riete farta." (fyix Fornesi, Sie sind 'in Schelm.") UV surbo !, luu MM Hfl tr;i ditoiv, Maesta." (Ein Schelm wohl, aber kein Verräther. Majestät!") Gut denn, halte Deine Schiffe für mich bereit, aber ohne darüber zu sprechen." Am nächsten Tage suchte Drvuot Fornesi auf. Ueber wieviel Geld verfügen Sie?" fragte er ihn ohne weitere Umschweife. Ueber 130,000 Francs." Wollen Sie mir disc Summe leihen?" ..Sehr gern." Eine Stunde später sprach Drouot wieder bei Fornesi vor. Könnten Sie nicht noch etwas zu den 130.000 Francs hinzufügen?" fragte er. Oh ja." versetzte der Kaufmann, dann müßte ich aber meinen Correspondenten schreiben und sie aufsuchen; das würde vielleicht Aufsehen erregen." ..Haben Sie nicht in Porto-Ferrajo fünf Läden einem Wucherer Namens Outze vermiethet?" Ja wohl!" Könnten Sie nicht von diesem Menschen einen Vorschuß oder ein Darlehen erhalten?" Freilich, bitte warten Sie auf mich!" Fornesi kam dann bald mit 25,000 Francs zurück, die er zu den 130,000 hinzufügte. Am nächsten Tage erhielt er einen neuen Besuch Napoleons. Fornesi, wo befindet sich die englisehe Corvette?" fragte dieses. ..Ist sie nicht mehr in Sicht?" Ich weiß es nicht, Sire." Du mußt es aber erfahren." Wie soll ich das anfangen. Sire? Ich versichere Ihnen, daß mir keine Mittel dafür zu Gebote stehen." Das ist Deine Sache. Ich muß es wissen. Ich zähl: auf Dich." Fornesi dachte, als der Kaiser ihn verlassen hatte, lange nach. Da erinnerte er sich, daß der englische Consul, der in Porto-Longone wohnte, sein Schuldner war. Er suchte ihn sofort auf und sagt zu ihm: Geehrter Herr, es thut mir sehr leid, ader ich brauche mein Geld sofort dringend." Mein lieber Herr Fornesi. es ist niir augenblicklich unmöglich, Ihnen meine Schuld abzuzahlen." erwioerte der Eonsul. Unmöglich? Gut. So verschaffen Sie mir wenigstens Zutritt an Bord der Corvette. Man ist mir dort auch etwas schuldig und vielleicht treffe ich es dort besser." Das ist gleichfalls unmöglich, mein lieber Herr Fornesi. Ich bin ganz verzweifelt darüber Warum denn?" Weil die Corvette nicht in Sicht ist." Das ist dumm! Wo könnte ich sie denn finden?" Es wird Ihnen überhaupt schwer werden, sie zu finden." Darauf vertraut dr Consul unter dem Siegel strengster Verschwiegenheit fornesi an. daß der Capitän der Korvette leidenschaftlich in die Gattin :nes Grafen verliebt und nach einer
Stadt an der '.talienischen 5äift mit einer oii:c . J:.: ivii sei, um der Age beteten u ?r! jem Fornesi stellte sich so, als sei er frnübcr trostlos, und empfa! sich. Er rufet sl jetzt, was er in Erfahrung crir.;:n wellte. Die (5 rttxtie war nicht da, um die Abfahrt des Kaifrö zu oerbindcrn . . . Mitte Mai 1815 dcgad sich Fornesi nach Paris und eilte sofort nach den Tuilerien. Der zurück gelehrte Kaiser empfing ihn inmitten einer glänzenden Hofgesellschaft. Seien Sie willkommen, mein Herr," sagte er ziemlich kühl und litz ihn einen Augenblick stehen, um ihn in Verlegenheit zu fetzen. Fornesi war ganz bestürzt und gekränkt über diesen Empfang. Napoleon trat dann wieder auf ihn zu und sagte: Ich habe Befehl ertheilt, daß man Ihnen die Summ, die Ihnen zukommt, auszahlt." Sie sind zu gütig. Sire." Da Sie einmal in Paris sind, möchte ich Ihnen einen Wunsch gewähren." Ich bitte mir nur die Gnade aus, Ew. Majestät Hand küssen zu können." Ein kurz Pause entstand. Meine Herren." sagte dann der Kaiser, ich stelle Ihnen Herrn Fornesi aus Porto-Ferrajo vor. der mir große Dienste geleistet hat, Dienste, ohne die es mir unmöglich gewesen wäre. Elba zu verlassen. In meine Arme, FornW Fornesi erhielt aber, da bald der zweite Sturz Napoleons folgte, sein Geld nie zurück und starb 1849 in tiefem Elend. Auch sein Sohn konnte von Napoleon III. nichts, als Versprechungen erzielen, die nicht gehalten wurden.
Die russische Thrcnfo'ge. Aub Anlaß der Krankheit des Kaifers von Rußland wird der Voss. 30.." von einem genauen Kenner der russischen Verhältnisse" geschrieben: ..Die Thatsache, daß man in Livadia sich veranlaß: gesehen hat. Bulletins über das Befinden des Zaren zu veröffentlichen, und feine ernstliche Erkrankunq einräumt, läßt darauf schließen. daß man um das Leben des jungen sympathischen Herrschers nickt ohne Sorge ist, denn am russischen Hofe scheut man sich noch weit mehr als an anderen Höfen, durch Bulletins über eine schwere Erkrankung des Trägers der Krone Beunruhigung in weitere Kreise zu tragen. Wenn auch der Kaiser von' zarter (Konstitution ist. so bat doch sein Gesundheitszustand bisher keinen Anlaß zu Klagen gegeben, und man darf um so eher auf seine Genesung hoffen, als feinKörper nickt durch frühere Krankheiten geschwächt ist. Für Rußland wäre es ein Unglück, wenn die Krankheit des Kaisers einen ungünstigen Verlauf nähme. Aus der Ehe des Kaisers mit der Prinzessin Alir von Hessen sind bis jetzt dreiTöchter entsprossen. Sie haben keine Anspräche auf den Thron, der im Fall einer Katastrophe an den Bruder des Kaisers, den Großfürsten Michael, übergehen würde, vorausgesetzt, daß die Kaiserin, die ihrer Entbindung entgegengeht, nicht einem Sohne das Leben schenkt. In diesem Falle wäre eine langjährige Regentschaft nothwenbig. Die Vermuthung liegt nahe, daß Kaiser Nikolaus diese Möglichkeit schon vor s?iner Erkrankung in Erwägung gezogen und Bestimmungen über Vormundschaft und Regentschaft getroffen hat. Das Hausgesetz der kaiserlichen Familie läßt dem Kaiser als Chef der Familie in dieser Beziehung weiten Spielraum. Daß die Krankheit des Kaisers einen günstigen Verlauf nehme, ist um so Wünschenswerther. als die SteUung eines nachgeborenen Thronerben nirgends schwieriger ist. als gerade in Rußland, wo in allen Kreisen der Bevölkerung die Tendenz zur Legendenbildung üppig entwickelt ist und aberwitzige Ausstreuungen um so leichter Glauben finden, als die Presse sich nicht mit Erörterungen der Verhältnisse der kaiserlichen Familie befassen darf. Ausstreuungen dieser Art wurden im Jahre 1825 noch dem Tode Alexanders l. von den Tebakristen benutzt, um im Volke für den Großfürsten Konstantin Pawlowitsch Stimmung zu machen, der zu Gunsten sein?s Bruders, des Kaisers Nikolaus I.. auf den Thron verzichtet batte; und von dem Großfürsten Konstantin SH kolajewitsch. dem zweiten Sohne Nikolaus I.. dem Bruder Alexanders I!., erzählte man sich in Petersburg allgemein, daß er sich eigenUich als den erbberechtigten Sobn des Kaisers Nikolaus betrachtet habe, weil er der erste Sohn getvesen ist. der dem Kaiser Nikolaus nach seiner Thronbesteigung geboren worden ist, während, alsAlerander II. das Licht der 2Bdt erblickte. Kaiser Nikolaus nur Thronfolger gewesen sei. Gegensätze, die zwischen Alexander II. und seinem Bruder Konstantin bestanden haben, wurden seinerzeit in Petersburg auf die Verschiedenariigkeit der Auffassung des Thronfolgerechtes zurückgeführt und gaben nicht nur in den Salons der vornehmen Welt, sondern auch im Volk Veranlassung zu viel widerwärtigem und überflüssigem Klatsch.Richtig. Sprachlehrer: Wenn ich Ihnen rathen darf: lassen Sie's doch bleiben, auch noch französisch zu lernen Sie schwäbeln j deutsch schon genug!"
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Sekr allgemein. Plötzlich Nendkrungen der Temperatur entmiekkln vtcle Leid tt Halses und der Lunge, w, Hüften, Erkältung,, Vroneyitis, Nrippe und AsthMM, ge,n ich gelten 4 nichts besseres giebt i
i Cin Deutsch ?rereiermeifter In Tripolis. Ms der ers in die türkischen Provinzen geschickten deutschen Militärreformer weilt der Oberst v. Rüdgisch seit einiger Zeit in Tripolis und zwar bat er die Aufgabe, die einheimische, insbesondere die irreguläre Cavallerie zu organisiren. Man hat nämlich in Tripolitanien zwischen der von Konstantinopel gesandten und auch von daher verpflegten türkischen Arm in der Stärke einer Division und den einbeimischen, aus Arabern bestehenden Truppen, welche nur zu bestimmten Zeiten und an verschiedenen Orten zu Uebungen versammelt werden, zu unterscheiden. Trotz ihrer großen Zahl, die man auf 40,000 Mann zu veranschlagen pflegte, und trotz der Uebungenwie sie bisher betrieben wurden. war der kriegerische Werth dieser Truppen nicht hoch anzuschlagen. Ein europäischer Feind hätte mit ihnen im offenen Kampfe wohl ebenso leichtes Spiel gehabt, wie jüngst die Franzosen mit den Bewohnern der Tuat-Oasen. Ueber die bisherigen Erfolge des Oberften v. Rüdgisch schreibt ein Correspondent aus Tripolis das Folgende: Nachdem sich unser Landsmann zunächst aus den regulären CavallerieRegimentern eine Anzahl geeigneter Oficiere ausgesucht, sie in ihrem Dienstzweig ausgebildet und sich so ein genügendes Lehrerpersona! geschaffen htte. wurden die Dienstpflichtigen aus der nächsten Umgebung der Hauptstadt zu einer zehntägigen Uebung zusammenberufen. Am Ausgang der Tri-po!i--Oase nachSüdosten zu. j Stunde vor der Stabi, Port wo die Wüste ansannt, versammelten sich jeden Morgen fxi Sonnenaufgang, in ihrer Weise kriegsmäßig ausgerüstet, gegn 700 beritten Araber, die. um nach dem Uebungsplatz zu ionancn, je nachdem 4 bis iz Stunde zu reiten hatten. Obgleich sie mit eigener Bewaffnung, mit eigenen Pferden und deren Aus rüstung ankommen, bemerkt man doch eine ziemliche Gleichmäßigkeit der äußeren Erscheinung. Sie tragen den weiten, den ganzen Körper einhüllend Burnus, auf dem Kopfe den Turban, bewaffnet sind sie vorläufig noch mit den langen Vorderladergewehren und arabischen Dolchen und Säbeln im Gürtel: die Pferde, durchweg Stuten, tragen den arabischen Sattel mit Vor-der-und Hinter lehne und eine scharfe Kandare, die Steigbügel sind breit, scdaß der ganze Fuß darin ruht, was nebst der Form des Sattels für den Reiter sehr bequem ist. cber den Nachtheil für ihn hat. daß er sich, wenn er mit dem Pferde stürzt, nur schwer frei machet, kann. Doch kommt dies kaum vor. denn die Araber, von klein auf an ihre Pferde gewöhnt, sind vorzügliche Reiter. Nur dadurch erklärt es sich, daß es eine ganz ungeschulte Truppe in der kurzen Zeit von zehn Tagen zu einem Grade von Ausbildung nach deutschem Reglement, dem Vorbild des türkischen, bringen konnte, wie ihn das in Gegenwart des Mali und des Mudir sowie einer großen Volksmenge veranstaltete Schlußexerciren an den Tag legte. Dieses bot denn auch ein Herrliebes Schauspiel. Unter den hohen Palmen mit dem dichten Unterholz der dreifache Frucht bringenden Gärten waren Zelte aufgeschlagen, in deren Schatten der Mali und die übrigen Oberbeamten der einheimischen Behörden Platz genommen hatten. Vor ihnen die unermeßliche sandige Ebene mit ihren nach dem Horizont hin om'steicenben, mit ihm verschwimm:nden Hügeln, die Sahara. Von bier aus war Nochtiqal in die Wüste hineingezogen, um erst nach sieben Iobren. in Egypten. wieder herauszukommen. Darüber ein wolkenloser .Himmel und die in ihrem Lauf immer glühcnd.'r strahlen herabsendende Sonne, f&i war eine wahre Freude, diese unbcrfc von Reitern in ihren weißen wallenden Burnussen, vor ihnen die ch.'iks in buntfarbigen seidenen Umhängen, auf reich mit Gofc bestickten und verzierten Sätteln, in tadelloser ParadeAufstellung zu sehen, zu seben. wie sie präcis, so wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Evolutionen in Zug-. Escadron- und Reqimentscolonn-en ausführten, wie schneidig sie die Echelonsattacken ritten, wie sie sich mit Allah - Geschrei allesammt auf den markirten Feind stürzten und zum Schluh ine schöne geschlossene Frontalbewequnq auf den Wali machten. auf das Signal: Halt! fest wie eine Mauer stehenbleiöend. Sein Commando in türkischer Sprache und die Signale, die er geben ließ, wurden offenbar vorzüglich verstanden und
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Dr. Aiigitl König' Hamburger Brustthee. i Heilt vewlgl: geradezu überraschend wirkte es. wenn die Truppe aus dem wildesten Durcheinander auf das geqebene Zeichen die Front wiererherstellte. Man sah. daß der Führer seine Truppe vollständig in der Hand natte. daß sie ihm sogar freudig gehorchte. Letzteres verdient umso mehr hervorgehoben zu werden, als es von vornherein nicht ganz feststand, ob sich diese unabhängigen, von den Türken immer nur mit größter Rücksicht und Schonung behandelten Araber obne I iveiteres unter den Oberbefehl eines Christen stellen würden: hatten sie doch der. Ankunft des neuen Miralai" mit dem Verdacht entgegengesehen, die Regierung wolle den Zwang an die Stelle ter Freiwilligkeit ihres militärischen Dienstes setzen. Dieser Verdacht schwand aber bald, als sie ihn unter sich und immer in eigener Person mit gutem Beispiel vorangehen sahen; schnell erkannten sie wobl auch ole Vortheile der ihnen gebotenen systematischcnAuSbildung, waren auchschlietzlick ru elfrizeMuselmanen. als daß sie nickt den von tern Oberhaupt ihrer Glau bensqemeinschaft ihnen zugeschickten preußischen Officier. der die Augen des Paoifckcihs gesehen". Verehrung und Gehorsam entgegengebracht hätten. Unter den für sie sich ergebenden Vortheilen ist natürlich die Erhöhung ihrer militärischen Widerstandskraft, zu verstehen, und zwar gegen jedweden europäischer, Feind. Nach wenigen Ruhetagen begab sich Oberst v. Rüdgisch nach Sansura. einer etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernten Oase. Dort, als erster Etappe auf einer durch Tripolitanien zu unternehmenden Rundreise, halte der Wali für längere Zeit Aufenthalt genommen; dorthin wurden wiederum die Truppen der Umgegend zusammen berufen und ihr berittener heil wiederum durch den Obersten und die ihn begleitenden Escadronund Zugführer wäfcnd der Zeit von zehn Tagen militärisch ausgebildet. Die Zahl der Herbeigekommenen war noch größer, der Erfolg der SchlußManöver soll noch besser gewesen sein, als der oben berichette. Eine Reihe anderer Städte an der Küste und im Innern 'werden nun dem Beispiel von Tripolis und Sansura folgen, solange es das Wetter gestattet, d. h. solange nicht Regen eintritt, der die Vornahme der Feldarbeiten gestattet und gebietet; sederifalls wird im Frühjahr das begonnene Werk wieder aufgenommene und weitergeführt werden." B e r seiner zungsten Anrvesenheit in H.ldesberm fand Herr v. Miquel eine begeisterte Aufnahme, und er darf sich rühmen, nächst dem KaiserPaar die lebhaftesten Ovationen dort empfanden zu haben. In allen Straßen. die der Minister passirte. tönten ihm Hoch- und Hurrahrufe entgegen. In einer Straße, no die Feuerwehren aus den Nachbarorten Spalier bild:ten. standen Hunderte von Zuschauern, die Miquel lebhaft begrüßten. Da. als die Hurrahrufe keinlZnde nehmen wollten, drehte ein recht behäbiger, dicker Feuerwehrmann sich um und sagte, zu der Menge gewendet: ..Kinner. schriet nich sau dulle. wenn hei süht. dat je noch sau lut b'ölken könnt, denn mötet je umt Joahr dubbelt sau veel Stüer betahlen!" (Kinder, schreit nicht so toll, wenn er sieht, daß Ihr noch so laut schreien könnt, dann müßt Ihr im nächsten Jahre doppelt so viel Steuern bezahlen!) Die FraudesEinwohnerZ Franz Bodor in dem ungarisct.en Orte Fekiereayb.iz führte ein leichtfertiges Leben und betrog ihren Gatten mU einem jungen Manne Namens E:r.erick Pajor. Ter Mann ahnte zwar sein Schicksal, doch verstand es seine Frau, seine imnrer reger werd.nde Eifersucht zu besänftigen, zuletzt inoem sie Nazarenerin wurde. Der Mann erwartete nämlich, daß nunnrehr die Frau ihren unsittlichen Lebenswandel ändern werde. Sie aber rechnete anders: Die Erbauungs-Zu-sannnenkünfte im Nazarener-Bethcuse sollten ihr die Möglichkeit bieten, jeden Abend mit ihrem Liebbaber. der auch Nazarener geworden war. zusammenzutreffen. So ging es eine geraume Weile, bis ein anonymer Brief den Gatten über seine Lage aufklärt. Er machte jetzt kurzen Prozeß, bewaffnete sich mit einem Küchenmesser, ging Abends nach dem Bethause und lauerte seiner Gattin und ihrem Liebhaber auf. Diese fornen auch bald des Weges und der betrogene Ehemann erstach zuerst die Frau und dann auch den jungen Pajor. Der Mörder wurde verhaftet.
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