Indiana Tribüne, Volume 24, Number 82, Indianapolis, Marion County, 9 December 1900 — Page 3

Jndiantt Tribüne, Upmltag, 9. Tecemher 1900.

Im schallen Des Boppespngers. Kans Ireikigs Lehr- und Man derzeit diesseits und jenseits des Hceans. Roman von Karl vundlach.

Cpynghte4 189. Nachdruck verboten. (12. Fortsetzung.) Nach Beendigung der Feier drückte mir der alte Farmer tief ergriffen die Hand und übergab mich der Obhut seines Schwiegersohnes, der mir sagte, er Wolle mich verschiedenen prominenten Nachbarn vorstellen, die mich kennen zu lernen wünschten. Ich folgte ihm aus dem Gedränge und wer stand plötzlich vor mir? Mein alter Freund von der fthätia". Mister Borowsky: Hier ist Mr. Freiling!" sagte mein Begleiter. Der lange Herr streckte mir erfreut beide Hände entgegen und rief: (bind Sie's denn wirklich? Ich traute vorhin meinen Augen kaum, als ich Sie sah. Wie ich Sie aber reden hörte, schwand jeder Zweifel, und wie nun gar aber halt! Das gibt ja eine besondere Ueberraschung für Sie. Hahaha! Kommen Sie her! Meine Damen brennen darauf, Sie kennen zu lernen. Er ist's! Er ist's wirklich!" rief er dann einer Gruppe von Damen und Herren zu, der wir uns näherten. Eine junge, schöne, hochgewachsene Dame trat aus dem Kreise auf mich zu und streckte mir die Hände entgegen. Ein dunkles Augenpaar blitzte mich an und rief wie mit Zauderschlag die Träume meiner Jugend wach. Ja!" meinte sie lachend. Die tolle Mathilde kreuzt Deinen Weg, träumerischer Hans, und will wissen, ob Du glücklich bist. Du bist's, das sehe ich Dir an. und nun komm zu den Anderen, wir dürfen uns jetzt nicht absonbetn. Später findet sich ein Augenblick, uns gegenseitig auszusprechen." Sie hatte recht, wir mußten hier Rücksichten nehmen. Ich folgte ihr zur Gesellschaft, wo sie mich mit ihrer Dienstherrin, der Gattin meines langen Freundes, bekannt machte. Eine feine, liebenswürdige Dame, eine eckte Amerikanerin. Außerdem ward ich mit einer ganzen Menge Personen und Namen bekannt gemacht, die ich vergessen hatte, fast ehe ich sie hörte, und mußte nach amerikanischer Weise eine ganze Masse Hände schütteln. Von allem Durcheinander von Redensarten und Fragen und dem ganzen Lärm der Unterhaltung kam ich erst einigermaßen wieder zur Besinnung, als ich mit der Gesellschaft in einem Gasthause an der Mittagstafel saß. Während des Essens hatte ich keine Gelegenheit, mit Mathilde ein Wort zu wechseln, ich konnte nur bisweilen zu ihr hinübersehen, und es kam mir vor. als ob die tolle Mathilde gar nicht mehr die tolle" sei, als ob ein geheimer Kummer ihre Stirne umschatte und sie sich Mühe geben müsse, heiter zu erIcheinen. Nach dem Essen stellte ncir mein langer Freund einen alten Herrn, einen Rechtsanwalt Werner an?Geneoa. vor. Er bemerkte dabei: Mr. Werner, wenr ich mich ein bischen auf Menschen verstehe, so ist Mr. Freiling Ihr Mann. Der Herr sucht nämlich einen Lehrer der spanischen Sprache," erklärte er mir. Der alte behäbige Herr reichte mir vergnügt die Hand und sein freundliches, äußerst gutmüthiges Gesicht ward vor Zufriedenheit noch runder, als es vorhin schon war. Well, Sir!" sagte er mit einer fettigen, sanften Stimme, wie sie nur aus einem so wohlbehäbigen Gehäuse kommen konnte. Well. Sir, wenn Sie Zeit haben und wir einig werden, nehmen Sie mir eine große Last von der Seele." Ich erklärte mich bereit, wenn es irgend im Bereiche der Möglichkeit liege, alle seine Wünsche zu erfüllen. Ich glaube, ich hätte es auch gar nicht fertig gebracht, dieser Verkörperung der Gemüthlichkeit und des Vertrauens etwas abzuschlagen. Tls ist hübsch von Ihnen!" sagte der Alte. Kommen Sie. setzen wir uns hier in eine Ecke, und bei einer

Flasche Wein lassen Sie sich mal die Geschichte erzählen." Ich folgte ihm in eine Fensternische, wo wir an einem kleinen Tische Platz nahmen. Er schenkte die Gläser voll und stieß mit mir an. Trinken wir erst einmal!" ermunterte er mich. Es plauderte sich gemüthlicher." Wir tranken, und dann setzte er sich bequem zurecht und begann: Sehen Sie, lieber Herr, es ist mit dem amerikanischen Landleben so ein eigenes Ding. Der Farmer ist heutzutagt lange nicht mehr das, was er früher wr, und selten kommt einer auf einen grünen Zweig. Besonders in meiner Gegend herrscht große Unzufriedenheit. und schon lange hat die mißlaunige Jugend Pläne geschmiedet, sich nach einer besseren Gcgend umzusehen. Mich betrachten Sie nun als so eine Art Universallexikon, das überall Bescheid wissen soll ich bin nämlich schon an die vierzig Jahre dort ein alter Achtundvierziger von damals, verstehen Sie? und da sollte ich nun auch wissen, in welchem Landstriche Nordamerikas der beste Platz für eine neue Colonie stecke. Du lieber Gott! Man hat viel erlebt und gehört, aber Alles weiß man denn doch nun gerade auch nicht. Ich wandte mich an Bekannte in Chicago, fuhr auch selbst hinüber, klap- . v.er' kAeschäftiräume von allen ' , 4fnMoftn a, den

gerade bei diesen bekommt man über neue Ansiedlungen die beste Auskunft, und trug so nach und nach ein ganz hübsches Material zusammen. Da waren schöne Gegenden in Flokida, passend für Orangenzucht, andere in Georgia, selbst in Mexico und Guatemala, Auswahl die iMifl und Fülle. Aber wie aus dieser Masse etwas Gutes herausfinden? Da kam mir der Zufall zu Hilfe. Als ich nämlich wieder eines schönen Tages die Beamten einer Eisenbahngesellschaft mit umständlichen Fragen quälte und fast zur Verzweiflung brachte, trat ein Herr, der schon einige Zeit zugehört hatte, auf mich zu und meinte: Ich glaube, lieber Herr, ich kann Ihnen viel besser helfen, als die ganze Gesellschaft da. Sie suchen Land für neue Ansiedelungen, wenn ich Sie recht verstehe, einerlei, wo es liegt, wenn es nur gut ist. nicht wahr?" Na, Sie können sich denken, wie froh ich war, endlich eine Menschenseele gefunden zu haben, die mich verstand. Der Herr machte einen sehr guten Eindruck, und sein hübsches, gebräuntes, von einem blondea Vollbarte umrahmtes Gesicht bestätigte seine Erklärung, daß er sich lange Jahre im Süden aufgehalten habe. Er war so eine Art Weltreisender, wie er lachend meinte, und er klärte mich in kurzer Zeit über alles Wünschenswerte auf. Für das allerbeste Land, das den Vorzug vor allen Ländern verdiene, erklärte er das Hochthal von Oaxaca in Mexico. Er sei eben im Begriffe, dorthin zu reisen, um sich in dem herrlichen Klima von den Anstrengungen einer Forschungsreise in Colorado zu erholen. Und denken Sie nur! Er war so liebenswürdig, mit mir zu gehen und uns in einer Reihe von Vorträgen und zwar unentgeltich! über Land. Cultur u. s. w. das Wissenswertheste mitzutheilen. Es hat sich nun unter seiner Leitung eine Colonisationsgesellschaft gebildet, und bereits in den nächsten Tagen wird er selbst mit einigen Comitemitgliedern nach Mexico reisen, um behufs Ueberlassung von Land zu Colonialzwecken mit der Regierung das Nöthige zu verhandeln. Im Uebrigen haben wir's für vortheilhaft erachtet, daß sich die künftigen Ansiedler mit der spanischen Sprache ein bischen bekannt machen, denn ohne die Landessprache kann man doch wohl nicht gut durchkommen. Natürlich haben sie mir auch die Sorge für diesen Punkt aufgebürdet. Nun können Sie sich denken, es war mir wie eine Botschaft vom Himmel, als Mr. Borowsky sagte, Sie wären der spanischen Sprache mächtig und könnten uns jedenfalls aus der Noth helfen. Na. wie ist's? Wollen Sie sich der Mühe unterziehen? Sie werden gut bezahlt und kommen zweimal wöchentlich zu uns hinaus." Was war da viel zu überlegen? Von Allem, was ich bis jetzt gelernt hatte, war mir ja stets nur das von Nutzen gewesen, was man auf dem Gymnasium die Allotria" nannte, während die ganze Gymnasialweisheit mich zum Verhungern befähigte, wenn ich meinen Nacken nicht unter's Joch des StaatsDienstes beugen wollte. Kurz entschlossen schlug ich ein und versprach dem alten Herrn, am nächsten Samstage mich in Geneva einzustellen. Schade, daß Sie nicht gleich mitkommen können!" meinte er. Sie hätten dann noch Gelegenheit, unseren Weltreisenden kennen zu lernen. Ein netter Mann, sag' ich Ihnen, ein ersahrener. umsichtiger Mann. Na, das ist ja auch am Ende ganz natürlich bei einem Leben, das ganz dem Interesse der Forschung und Wissenschaft geweiht ist. Aber vielleicht kennen Sie seinen Namen? Er ist ein Deutscher. Baron von Hohenstein. der sein ganzes colossales Vermögen in seinen ethnographischen Forschungen anlegt. Wirklich jammerschade, daß Sie ihn nicht kennen lernen können. Ja, ja, jammerschade! Na, was nicht ist, kann ja doch noch werden. Also, mein Herr, ich verlasse mich auf Sie." Damit war die Sache erlediqt, und

ich hatte Aussicht auf anständigen Erwerd. Der Schwiegersohn zog mich in ein Nebengemach und zahlte mir meinen Lohn unter nochmaligen Dankesworten aus, und dann endlich konnte ich zu Mathilden. Aber kaum hatten wir ein paar Worte gewechselt, als mein langer Freund erschien und zum Aufbruch mahnte. Sie fahren jetzt mit uns nach Hause !" erklärte er. Dort können Sie sich in aller Gemüthsruhe mit Ihre.' Jugendfreundin aussprechen, und dann feiern wir rn der Familie unser glucknches Wiedersehen. Keine Widerrede, Freund! Basta!" Nicht lange nachher saß ich mit Mathilde in einem Zimmer der Villa Borowsky" und erzählte ihr das Jnteressante aus meinen Irrfahrten. Wie ich von Bertha sprach, mußte ich unwillkürlich an meines Onkels Pläne denken. Hans der Träumer" ist doch auch immer Hans im Glücke"!" meinte Mathilde. J&btt das Wesen, das Dich gefangen hat, muß ich doch kennen lernen." Und nun," sagte ich, ihre Hand erfassend, nun erfahre ich auch, was der Schatten auf der Stirne der einst so tollen Mathilde bedeutet." Da schüttete sie mir ihr Herz aus und ich erfubr, was ich ja theilweise ahnen konnt? Bei der Ueberfahrt über den Ocean hatte sie ihn kennen gelernt. Es waren glückliche Stunden, als wir zusammen auf dem Verdeck saßen und ich seinen Erzählungen von Laad und Leuten lauschte, die er auf seinen weiten Reisen gesehen." Othello und Desdemona!" warf ich lächelnd ein. .So etwa Aehnliches," meinte sie.

.Aber von Liebe ward nicht gesprochen. Beim Abschiede von New York gab er mir sein Bild unk ich hatte keines von mir zum Austausche. Da faßte er meine Hände und sah mir eine Weile schweigend in die Augen, dann sagte er: So. nun hab' ich Ihr Bild und kenne das Geheimniß, das diese dunklen Seen bergen. Wenn ich weiß, wohin mein Weg mich führt, dann komme ich in die Villa bei Waukegan unto hole mir den Kuß wieder, den ich meinem Glücke zum Abschied gebe." Ehe ich mich's versah, brannte ein Kuß auf meinen Lippen und seitdem hab' ich nichts wieder von ihm gesehen und gehört." Mir dämmerte ein eigenthümlicher Gedanke, und ich bat sie. mir doch sein Bild zu zeigen. Sie holte es, und ich war gar nicht so schr überrascht, als mir die unternehmenden Züge Wildenberger's entgegen lachten. Gar nichts gesehen und gehört?" sagte ich. Und doch ist Dir der Weltreisende Fritz Wildenberger vielleicht gar nicht so ferne, wie Du denkst." Mit einem Schrei fuhr sie auf. Du kennst ihn?" Ich kannte ihn schon in Basel und kenne auch den Grund, weshalb er sich bis jetzt den Kuß noch nicht wiedergeholt hat. Er weih nämlich augenblicklich noch nicht, wohin sein Weg führt. Die Mittel zu einer fröhlichen Fahrt sind ihm durch eine geschickte Hand entzogen worden". Und nun teilte ich ihr mit, was ich von Wilden r wußte; daß er mir etwas von tilij Sterne seines Lebens angedeutet, aber weder den Namen ge-

nannt, noch sonstige nähere Auskunst gegeben habe. Aber." schloß ich. sei nur ruhig und vertraue Deinem und seinem Glücke; und Glück hat ein solcherMann immer. Du bist sein Stern, das weiß ich jetzt gewiß, und lange soll es nicht währen, dann bringe ich ihn Dir; verlaß Dich auf Deinen alten Jugendfreund!" Sie dankte mir gerührt und führte mich zur Familie Borowsky. Es war ein gemüthlicher Abend, den ich dort verlebte. Ich mußte natürlich auch mein Abenteuer mit der Geheimpolizei erzählen. Borowsky lachte herzlich über die Unfähigkeit der wackeren Herren und meinte: Solange die Politics" hierzulande in der entsetzlichen Verlogenheit und Verkommenheit steckt, solange ist auf Besserung nicht zu hoffen. Aber wenn sich ein großes Volk von einer ehrlosen Bande geldgieriger Aemterjäger und skrupelloser Advokaten zum Narren halten läßt, verhallt jede Warnung wie die Stimme des Predigers in der Wüste. Jedes Volk hat eben die Regierung. die es verdient. Ich selber bin auch des Staatsdienstes gründlich satt, und nur manchmal regt s'ch noch mein Criminalistenblut und verlockt mich zu allerhand Forschungen im Interesse meiner Mitmenschen. Im Allgemeinen halte ich mich vom öffentlichen Leoen fern. Seit Ihr Doppelgänger mir damals durch die Finger geschlüpft ist, habe ich den Glauben an meine Uefehlbarkeit verloren. Das war ein Gauner ersten Ranges, und wenn ich den noch einmal entlarven könnte ie müssen mir versprechen, wenn Ihnen der Kerl wieder in den Weg läuft, mich sofort zu benachrichtigen." Das versprach ich. Selbstverständlich mußte ich über Nacht in der Villa bleiben, das ließen sich die Leute nicht nehmen. Ihre Frau erwartet Sie doch nicht ?" fragte Frau Borowsky. Sonst müssen wir telegraphiren." Nein!" erwiderte ich. Es war ausgemacht, daß ich erst morgen früh zurückfahren sollte. Ich gehe nicht gern mehr Nachts durch die Straßen Chicagos; die Polizei ist mir doch zu gefährlich." Sie lachten, und Frau Borowsky nöthigte mir das Versprechen ab, Bcrtha am Weihnachtsabend zu ihnen zu bringen. Sie bestand darauf: Das Weihnachtsfest müssen Sie in unserem Kreise verleben, und da will ich das Goldhaar Ihrer Bertha hier sehen, oder Sie dürfen mir nicht mehr über die Schwelle kommen." Ja. lieber Freund!" sagte lächelnd Borowsky. Hier herrscht meine Frau, und da kann Ihnen kein Gott helfen. Das Beste ist. Sie fügen sich, sonst bekomme ich Sie gar nicht wieder zu sehen." Natürlich!" erklärte ich. Ich füge mich. Ich bin qlllcklich. dan ich Menschen gefunden habe, die mich gerne sehen!" Niemand war glücklicher als Bertha, als ich ihr anderen Tages berichtete. ..siehst Du!" rief sie. Jetzt geht Alles gut. Du hast Beschäftigung und Verdienst, so daß wir uns Geld sparen können, und Du hast liebe, nette Menschen gefunden, und die sind eine Seltenheit in der Welt. Jetzt brauchst Du nur noch der tollen Mathilde, auf die ich übrigens riesig neugierig bin, ihren Weltreisenoen zuzuführen und Du kannst auf Deinen Lorbeeren ausruhen." Wenn nicht der Doppelgänger noch im Dunkeln spukt und vielleicht wieder die Phantasie eines Geheimpolizisten auf mir gefährliche Ideen bringen könnte!" hielt ich ihr vor. Bertha sah mich einen Augenblick überlegend an und lachte dann hell auf. Du!" rief sie. Wer weiß, was geschieht. Ich hab' eine Idee. Wenn die Gegend dort unten in Mexico was für uns ist. wer hindert uns denn, auch dorthin zu gehen? Dann schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir . i . c w .v2.:j. irt: eilige qcn oein qanncyen icagoer jtii I ma und lassen Deinen Doppelgänger

allem hier spuken; die Geschichte wird ihm schon langwellig werden.31. Kapitel. Eine kleine Ueberraschung. Weißt Du was?" sagte am anderen Morgen Bertha. Bis Weihnachten sind's fast noch drei Wochen, und so lange dürfen -wir Mathilden nicht im Ungewissen lassen. Zuerst mußt Du natürlich ihren Helden, den Herrn Wildenberger, auftreiben, und wenn wir ihn haben, lade ich Mathilden zu uns ein. Einen Tag wird sie ja wohl abkommen können, und der eine Tag genügt, zwei Menschen glücklich zu machen." Herr Dr. Wildenberger ist immer noch nicht zurück!" lautete die Antwort auf meine Frage. Aber da ist eine Postkarte an Sie. Er kommt um zwei Uhr heute Nachmittag an." Damit reichte mir der Wirth eine Postkarte, auf der Wildenberger mir feine Rückkehr anzeigte mit dem Bemerken: Kolossalen Erfolg gehabt. Habe Ihnen viel zu sagen. W." Aha!" d-achte ich. Jetzt kennt er seinen Weg und will mich mit seinem Geheimnisse überraschen. Der wird Augen machen, wenn er sieht, daß ich mehr lveiß, als er." Ich mußte mich aber noch gedulden; es war erst elf Uhr Vormittags. Da hatte ich ja gerade noch Zeit, dem alten Mimen meinen Erfolg mitzutheilen. Da ich aber seine Wohnung nicht mußte, ging ich in die Wirthschaft des sog. Thalia-Theaters, um zu erfahren, wo ich den Mann am besten finden könne. Egidius stand mit einigen Herren an der Bar und führte das große Wort. Wie es schien, erzählte er ihnen schnürrige Geschichten aus seinen Theaterfahrten Wahrheit und Dichtung, nach seiner Art denn die Heiterkeit der Gesellschaft hatte einen ziemlich hohen Wärmegrad erreicht, und der Wirth niachte ein zufriedenes Gesicht. Kaun hatte mich Egidius erblickt, als er mir sehr vergnügt zurief: Hallo, Mr. Freiling! Sie fehlen gerade noch. Heran, Mann, Sie können mir bestätigen, wie ich in St. Louis mit dem großen englischen Heldenmimen um die Wette gespielt habe." Jawohl!" sagte ich. Er deutsch und Sie englisch." Egidius besah sich entzückt im Spiegel und strich wohlgefällig seine Nase mit dem Bemerken: Da haben Sie den Beweis, meine ungläubigen Herren! Ich kann Alles, was ich will!" Es entstand nun eine lebhafte Unterhaltung über alles Mögliche und Unmögliche, wobei zum Vergnügen des Wirthes immer mehr getrunken ward. Plötzlich trat eine junge Tame ein, auf die Egidius sofort zuging, worauf die Beiden lebhaft miteinander sprachen. Die Herren sahen den Wirth fragend an. Dieser nickte ihnen zu und bemerkte: Das ist sie." Wer?" fragte ich leise. Seine Braut." Egidius kam zurück und bat. ihn zu entschuldigen; er habe seiner Braut versprochcn, sie auf einem Ausgange zu begleiten. Sie sind vollständig entschuldigt," sagte einer der Herren. Allein ein Gläschen Wein wird doch wohl Ihr Fräulein Braut nicht ausschlagen. Bitte, stellen Sie uns ihr vor." Was blieb Egidius unter diesen Umständen übrig, er mußte die Gesellschaft vorstellen. Die iunae Dame Meine erste

Liebhaberin!" flüsterte mir Egidius zu nahm die Einladung an und wir setzten uns um einen Tisch vorn am Fenster. Es mag Leute geben, die Geschmack an solchen gemütblichen Vormittagszechereien finden können, jedenfalls gehört dazu ein besonderes Gesellschaftstalent. und gerade da tu mir vom Schicksale versagt. Ich erhob mich deshalb bald mit dem Bemerken, daß ich in Geschäften erwartet würde, und verabschiedete mich. Egidius begleitete mich zur Thüre und flüsterte mir zu: Lieber Freund, um Himmelswillen! Sagen Sie keinem Menschen, daß ich verheirathet bin. Sehen Sie. es ging nicht anoers, ich mußte mich im Geschäftsinteresse verloben, sonst hätte meine erste Liebhaberin das Engagement verlassen. Freilich wäre es noch gar nicht so dumm, wenn ich das Mädel wirklich heirathete, aber Sie kennen doch die Geschichte von dem gebrannten Kinde, wie?" Ja!" antwortete ich. Es vernarrte sich in's Feuer." Er warf einen Blick in den Spiegel und sah mich dann grinsend von der Seite an. Sie haben die Kunst, boshafte Bemertungen zu machen, von Ihrer Frau gelernt." bemerkte er halb ärgerlich, halb geschmeichelt. Jß Mr. Schein in here?" Mit dieser Frage steckte ein Dienstmädchen den Kopf durch die Halbgeöffnete Hinterthüre des Saloos. Y-s, he is! antwortete der Wirth und Sgtbtui setzte hinzu: Jfykt hängt er!" Icht öffnete sica di: Hinterthür ganz Ufid unwillkürlich schob ich mich rückwöriD zur Eingangsthüre hinaus; Egidiu blieb, zur Salzsäule erstarrt, iiUn. Von draußen warf ich noch einen Jlick durch das Thürfenste" ich hatte leine Erscheinung gesehen: Drt hinten in der Thüre stand rund, lächelnd und blaß, mit großen, dunklen, verwunderen Augen E a m i l l a, das tugendsame Weib ! 32. K a p i t e l. EineigenthumlicheK'Licht geht Hansen Freiling auf.

und die Freunde fassen einen raschen Entschluß. Frisch und verwegen, fast noch übermüthiger. als ich ihn je gekannt hatte, trat mir Fritz wildenberger entgegen. Ganz wieder der Alte, was?" rief er mir mit mächtig dröhnender Stimme schon von Weitem zu. Wie gefalle ich Ihnen jetzt? Gentleman vom Wirbel bis zur Sohle!" Und wenn Sie wüßten, was ich weiß, dann liefe ich jetzt Gefahr, von Ihren Bärenarmen todt gedrückt zu werden." Er sah mich verwundert an und meinte: Ich glaube kaum, daß Sie mich veranüater machen können, als ich bin.

Das waren schwere Tage. Freund, die hinter mir liegen. Was habech nicht Alles getrieben! Ich war Gärtner im Treibhause, politischer Volksredner und Parteibummler. Ingenieur und Landagent für Eisenbahngesellschaften ich sage Ihnen, das greift Leib und Seele an, aber es bezahlt sich auch hierzulande. Jcb habe wieder Oberwasser: Geld wie Heu! Und nun wird ein altes Versprechen eingelöst. Hurrah!" brüllte er, daß der Wirth und die Gäste erschrocken zusammenfuhren. Ja so!" fuhr er ruhiger fort. Sie wissen ja noch nichts. Kommen Sie! Lassen Sie uns in Freie, ich halt's in diesen dumpfen Wänden nicht aus. Draußen sollen Sie Alles erfahren." Einverstanden!" sagte ich. Das heißt, Sie vertrauen sich meiner Führung an. Ich habe nämlich Auftrag von meiner Frau, Sie sofort hinaus zu uns zu bringen, wo wir Kriegsrath halten wollen, wie Sie am schnellsten Ihr Versprechen einlösen können." Ja, ja, das Versprechen!" sagte er eifrig und sah mich von der Seite an. Sie sind wohl furchtbar neugierig? Na. dann los! Gel)cn wir zu Jh " Er hielt inne, schob mich in Armeslänge von sich und betrachtete mich verwundert. Himmel und Wolken!" sagte er dann gedehnt. Verheirathet sind Sie auch? Kerl, Sie sind ja ein ! Vorwärts, zu ?Zhnen! Aber zu Fuß, nicht in einem Eisknsien der Straßenbahngesellschaft; das Ding fährt mir nicht schnell genug." Wir gingen, und er fuhr fort: Also die Sache ist d'e: " Sie wartet schon darauf, daß Sie sich Ihren Kuß wiederholen." ergänzte ich trocken. Mit einem Ruck blieb er stehen und starrte mich an. Ich hab Ihnen doch noch gar nichts gesagt." meinte er verwundert. ' Sie nicht. v.fccr Mathilde!" ..Sie kennen Mathilden?" fragte er erstaunt. Schon seit meinem zweiten Lebensjähre." Jetzt mußte ich aber meine ganze Lungenkraft zusammennehmen, um in seiner wilden Umarmung nicht zu ersticken. Mensch!" rief er, oder besser gesagt, donnerte er. Mensch! Sie sind ein Gott!" Alle Vorübergehenden blieben stehen; ein Polizist kam eilends mit geschwungenem Knüppel auf uns zu. Der Diensteifrige hatte wahrscheinlich die deutschen Worte nicht verstanden und glaubte wohl, es solle Einer umgebracht werden. Mit Mühe nur konnte ich ihn über das Harmlose des Vorfalles aufklären. Tin glad of it. this thing" e? zeigte auf seinen Knüppel is no good for a bear hunt." Er belachte seinen Witz gebührend selber und trollte sich unter dem Beifalle der Umstehenden davon. Unterwegs ging's nun an ein Erzählen, Fragen und Antworten herüber und hinüber, daß uns die Zeit wie im Fluge schwand und wir vor unserer Wohnung standen, ehe wir's dachten. Donnerwetter!" rief Wildenberger. Das ist niedlich! Und das auch!" setzte er hinzu. lcit den letzten Worten meinte e Bertha. die eben in der Thüre e"schien und Wildenberger herzlich willkommen hieß. ..Solch' ein Empfang thut einem heimatkloien Kerle wobl! meinte er. Aber zum Teufel! ito hab' ich denn diese rothen Locken 'chon gesehen? Solches Nibelungenhaar vergißt man nicht so leicht. Hat darauf nicht auch die Alpensonne geschienen?" Bertha nickte und sagte: Aber die Alpensonne fehlt ihm hier." Die fehlt mir auch!" erklärte Wil denberger. Die fehlt uns Allen, fehlt überhaupt zur Gesundheit. Na, ich habe etwas in petto, das uns vielleicht die Schweizer Alpen ersetzt, d. h. vo ausgesetzt, daß Ihnen der Weg nicht zu weit ist." Bertha lächelte und sagte: Uns ist kein Land zu weit und wenn es die Berge von Oaxaca waren." Wildenberger machte jetzt ein so verdutztes Gesicht, daß wir hell auflachen mußten. Ich schob ihm einen Stuhl hin und Veriha holte rasch eine Flasche Vier und Gläser. Hier!" sagte sie und reichte ihm ein volles Glas. Trinken Sie! Das schlägt nieder." Langsam trank er und sagte dann ebenso langsam, als werde es ihm schwer, seine Gedanken zu ordnen: Sie haben doch meine Brieftasche nicht gesunden?" Ihre Brieftasche?" Jetzt war das Erstaunen an uns. Plötzlich kam mir ein sonderbarer Gedanke. Stand meine Antwort in Ihrer Brieftasche?" fragte Bertha. So zu sagen!" antwortete er. Sammt einer Angabe der besten Coloitisationsplätze der mexikanischen Staatat Vera Cruz und Oaxaca. mit HandZeichnungen nach der Natur, erläutert von Fritz Wildenberger." In meinem Oberstübchen fing es a. immer helln ju werden.

Ihre Brieftasche haben wir nicht ge. funden." sagte ich. aber vielleicht finwir die schönste Gelegenheit, den iS? ?! ?ufmde!l. Wildenberger sah mich von der Seite a" ;melmC; l ,2 vcrm mim$Zt '""w mXfU & Nur Geduld! sagte ich Es wird kommen Kennen Sie einen Entdeckungsreisenden Baron von HohenEl sj."ü 11 ec ,.v, rmmäm Ja Wmm." Pf ' 8 7Es gibt .w7n rg Hoh.nst.in b.i Ham.In an der Wes.r. än. von Hhenst.in gibt es rnchj," I O

CT O jl i o. v- -r Z)as Glicht in meinem Innern war I 9 I jetzt ganz bell, und ich sagte ebenso ruhig und bestimmt wie Wildenberger: f 9 J 1 Der sogenannte Baron von ychai' stein hat Ihre Brieftasche." Wildenberger sprang auf. W ist der Kerl?" iNui ruhig Blut!- ermähnte ich. und Bertha erklärte: " i Jetzt wird erst in aller Ruhe gegessen und getrunken, und Hans erzählt uns dabei mit den nöthigen Zwischenpausen die Geschichte der mexikanischen Eolönisationsgesellschaft. Später bei einer Cigarre und einer Tasse Kasfee - V geht uns chon das erforderliche Licht auf. das uns den besten Weg zu Ihrer Brieftasche Zeiat " Selb stverständlich behielt meine Frau recht, und wir fügten uns. U Als ich meinen Bericht geendet hatte, saate Wildenberaer Gott sei dem Kerle gnädig, wenn ich ihn unter die Finger bekomme!" Schmunzelnd reichte ihm Bertha den Ciaarrenfecher Hier! Zünden Sie sich eine Havana an- as Mittel hilft bei Hans immer. So! Hier ist Feuer - hier ist Kaffee Sie trinken ihn schwarz? Das konnt' ich mir denken. Und nun wird sich ganz von selber finden, was geschehen muß - Ich glaube. eS ist am besten, wenn Sie einmal die geistige Leituna der Sache in die Hand nehmen." sagte Wildenberger zu Bertha. nachdem er seine Ciqarre angezündet hatte. Sie haben eher die nöthige überlegende Gemüthsruhe für so etwas Verwickeltes. m?,in, .ftiiTiiV können erst in Tbätiakeit treten, wenn wir den Hallunken haben. aber erst müssen wir ihn haben." , v ' ' ' 3 Bertha überlegte einen Augenblick. wobei sie mich aus halb geschlossenen Lidern verschmitzt ansah, und mir dämmerte unter diesem Blicke ein Gedanke auf. Merkwürdig! Es kam mir vor. als sprängen ihre Gedanken zu mir herüber. Nun. Schatz!- sagte sie. Weißt Du. was ich denke?" Du meinst." versuchte ich die Erklärung, Wildenberger solle morgen mit mir nach Geneva fahren? Ja. sollte es dazu nicht schon 'u spat sein? Der u. uiu t w" f vni. . Edle von Hohenstein reist vielleicht 7 schon heute ab." Oder ist vielleicht schon abgereist!" gab sie zu. Ihn brauchen wir auch vorläufig gar nicht. Im Gegentheil! Wir haben es offenbar mit einem geriebenen Vogel zu thun, und je vorsichtiger ihm das Netz übergeworfen wird,, . ' . . - - ' desto sicherer ist der Erfolg. Erst mutz man Beweise in fanden haben, sonst läuft man Gefahr, daß der Kerl den Spieß umdreht und Herrn Wildenberger einstecken läßt." Teufel! Sie könnten recht haben!" gab Wildenberger zu. Beweise haben wir ja eigentlich noch gar keine." Sehen Sie!" sagte Bertha. Der Mensch hat aber, wie der alte vertrauensselige Anwalt erzählt hat,, in Geneva Vorträge über Land und Leute in Mexico gehalten. Glauben Sie da nicht, daß er dazu die nöthiaen Erläuterungen aus Ihrem Notizbuche genommen hat?" Du!" warf ich ein. Jetzt ist mein kleine? Schlaukopf aber doch entschieden auf dem Holzwege. Wenn der Hochstapler die Bilder Wildenbergers benutzt hat, wird er doch wohl den Namen des Verfassers ausgemerzt haben." Sie legte die Hand an das Kinn und sah mich kätzchenhaft possirlich an. Ich hab' einmal gehört, jeder Maler habe sein Geheimzeichen?" Und das hab' ich auch!" rief Wil.denberger. Auf jeder meiner Zeichnungen befindet sich als Theil der Schattirung eines Baumes, eines Steines oder dergleichen ein großes W." mit Datum. Wer es nicht weiß, bemerkt es nur bei sorgfältiger Prüfung des Bildes. Es ist das eigentlich eine Spielerei, die wir auf der Zeichenschule übten, kommt mir aber hier vielleicht zustatten. Also abgemacht, ich reise morgen mit nach Geneva uno Nein!" unterbrach er sich. .Es geht doch niht. Ich muß erst I! Da sollte mich alten Esel doch gleich ein heiliges Donnerwetter verzehren! Ich muß doch erst Zu Fräulein Mathilde nach WauhjtmV fragte Bertha. Mathilde lade ich eich auf der Stelle zu Sonntag higher ein und dann feiern wir im gemüthlichen Familienkreise Verlobung." Wildenberger reickte uns die Hände und sagte: Ihr seid doch ein paar liebe, gute Menschen! Und der Teufel soll mich lothweise holen, wenn ich mich nicht dankbar zeige!" In gemüthlichem Beisammensein und Austausche alter Erinnerungen entschwand uns der Tag. und die große Hängelainpe beleuchtete schon längere Zeit die verschiedensten Zukunftsplane, die wir an die Schilderung der mexikanischen Reise Wildenberger's knüpften, als draußen vor dem Garten plötzlich eine laute Stimme rief: Hallo!" Wohnt hier Mr. Freiling?Ich öffnete die Thüre und antwor fcfc: .Ja! Kommen Sie nur herein V (Fortsetzung folgt.)

Für die Aichk. u p p e v o n A p f e ! w e i n. Ma Zrinqt ein Pint Apfelwein it einem Pwt Wasser und einiqen Nelken. sowie zwei fingergl-edlangen Stücken Nelken zum Kochen, wobei man nach Geschmack süßt. Dann wer--We' n zwei Theelöffel fl Weizenmehl aufgelöst und unter 3 die darauf noch weiter kochen muß. üblich 2Ä man 2 - 4 ganz. f . sügt si. un... b'stan,g.m Quirle zu dem W.,n und tnnt dem Quirl l wnge fort. h?fi Ti0 rtnm -mYHo t i ,A um

Vis niv umini vui'V'l Vlll wuiuum MV , " . . LT, v. fl Vr r n r nh m f nV H 4i aaHi n ?lr Zr W , ' V snnt 0Trt Mltif it0i i rt t inS ntl "V1".1" ? 7" T l . L...Salz in etwas gebraunttr Butter goldbraun rosten lassen, wooe. man damit sie nicht anbrennen, mit a "" ä" ""c."!' i d - .r.iihhA , w .Fauche r R e Hz, e m e r. Aas 'nem aJ?Iefle mfl u"ü lüCs I"1,1 V Fett ab. Dann spicke man das Fleiich reichlich Mit Speckstrelfen und lege cs - v f I - w s.J-,..W S? Zwiebeln m Hal ten und lege es mit zwer Lorbeerblattern, einigen Pfefferkörnern und Nelken zu dem Flelsch welches dann mit mcht zu star. kem Essig übergössen wird Für klei. nere Fam:l,en ist es rathsam. den Schlegel zu theilen da i sonst fei rotes w"d. Das kleinere j-tu fit man etwa sechs Tage m Esilg ste. n, das größere entiprechend langer. Die Zubereitung ist dieselbe wie beim Rehbraten. Zubereitungsdauer zwer Stunden. & fl ? H"schf l"sch. Em schönes Stuck von etwa 4 bis S Pfund Hirschfleisch wird mit kochen, dem Wasser beigesetzt, rein abgeschäumt und eine Zwiebel, zwei Mohren. Por ree, Sellerie, etwas Petersilie und Salz daran gethan, zugedeckt und langsam weich geiocol. can r:m es recy, oe:y an, ueurcui es iciuji iuu iciucm vsulg, garnrrt es mit Petersiliensträußchea und gibt eine Meerrettigsauce dazu. Puddina aus Fleisch? e n r i ri -T.:si hierzu eignet o",,,. doch ist Bratenflelsch femer als gekoch. . iv-. comeme- unouoner. fleisch feiner als Rind- oder Schöpsensleisch. Man wiegt die Reste recht fein mit etwas Zwiebel und Petersilie, würzt mit Salz. Pfeffer. Muskat und ganz wenig Citronenschale, fügt in Milch geweichte Semmel, die man f.eft ausdrückt, etwa in einviertel der Masse dazu, und vermengt mit Eidotter, bis die Masse hübsch weich ist etwa auf einen Teller voll Masse zwei Dotter. Ehe man dann die Masse in eine mit Butter oder feinen Speckstreifen belegte 5, . y 1 r j- 1 Frm gibt, mischt man den Schnee der K -1 . . Unrt . siiitnX. Eier dazu und backt etwa eine Stund (die erste halbe Staute zugedeckt) m einem Backofen. K l 0 p s. Ein und ein halbes Pfund fein gehacktes Ochsenfleisch, zwei ganze Eier, etwas fein gehackte Zwiebel, Pfeffer, Salz, ein wenig vbenfalls fein 11. ffü r Jt . . c rm 'i ?eyaaie iironenicyate uno ein 'jjnieg brot halb aerieben. halb eiilaeweicht. wird gut vermengt. Aus dieser Masse formt man eiergroße Klöße und stellt sie beiseite. Nun bereitet man eine helle Buttersauce, in welche man einen Eßlöffel fein gewiegte Sardellen oder ganze Kapern gibt, legt die Klöße hin ein und läßt sie ziemlich lange kochen. Sardellenkartofsek. Rohe, geschälte Kartoffeln schneidet man in feine Scheibchen. Halb Butter, halb Schweineschmalz läßt man goldbraun werden, legt die Scheiben hinein und dämpft sie mit Petersilie und emer Schalotte, beides fein gehackt, weich; nun hackt man einiae qut qereiniqte Sardellen und vermischt dieselben mit . , rw 1 r cr einem oalven PMi laurem aym. Kurz vor dem Anrichten aießt man diese Mischung über die Kartoffeln und schwenkt sie einige Male dam't durch. Man servirt auf erwärmter Platte und streut etwas feine Petersilie darüber. Kartoffelomeletten. Gekochte Kartoffeln werden kalt c;htn. etwa zwei Suppenteller voll Eidottern, einem Eßlöffel etwas Salz vermengt man bene recht kräftig und gibt der Eiweiße hinzu. In r Schmalz backt man die Ome? gelb. Eitronenanflam. Eidotter rührt man mit einem ..reue Pfund Zucker dick schaumig, dann gibt man der' Saft ein?r Citrone, sowie dai Weiße der Eier, zu steifem Schnee ge schlagen, darnnter. In 15 bis 20 Mi. nuten ist der Aufkauf gebacken. Er steigt febr. deshalb darf man die Form nicht voll machen. Parmefanpastetchen. Von einem guten Stuck Butter und Z Efe löffeln voll Mehl wird eine weiße Ein brenne gemacht, mit so viel Milch ver rübrt. daß eS ein dicker Brei wird. S!z, ein Eigelb, eine Untertasse voll geriebenem Parmesankäse und zuletzt dcn Eierschnee darunter gerührt und alles in fertiggebackene Paftetchen ge füllt, die man auf einem Blech oder im Eierkuchentiegel im Bratofen hellgelb bäckt. Außen müssen sie kroß, innen jedoch weich sein. Man thut gern etwas Cayennepfeffer an die Masse, die man auch in rohen Blätterteigpastete backen kann. Man reicht die Paftetche it ausgebackener Peterßlie. Die wahre Gesinnung manches Menschen erfährst Du erst, wen n von Dir unabhängig wird. B 0 s lf f t. Sie: Du vernachlässigst mich, fett wir hier im Bade sind, aber ausfallend. Er: Ja. mein ftuiarii bat mir verordnet, alles Fette ju tmmrin&ov

tun.