Indiana Tribüne, Volume 24, Number 80, Indianapolis, Marion County, 7 December 1900 — Page 7

I

Deportirt.

Äcrncm von ?. W. Körnung. (VtsttzG.) Dann haben Sie ihn gewiß Morgens. als Ihr Schwaoe? ihn in Ihr Haus führte, sofort erkannt? Nein. Sir. Wie! Nicht einmal, als er mit Ihnen beim Frübftück saß? Nein. Auch dann nicht, als er Ihnen aus der Zeitung einen Bericht über das nämlicke Verbrechen vorlas, dessen er heute bezichtigt wird? Sie haben nichts aeahnt. nichts Verdächtiges in seinem Benebmen. nichts Bekanntes in seinen Augen bemerkt? Nein damals nock nicht. Sie haben also nichts geahnt und ihn nicht erkannt; auf ein Wort Ihrer :au hin aber haben Sie sofort den Angekläfften mit dem Manne, der Jhren Wagen anhielt, identifizirt, und find dabei geblieben? Der Zeuge mußte das zugeben, versuchle jedocb. den Sachverhalt zu erklären, worauf ihn CuUiford unterbrach, und den gewonnenen Vortheil benutzend, fortfuhr: Kehren wir also zu Ihrem Fahrgaft zurück. Haben Sie irgendwelche Werlblachen an ibrn gesehen? Eine Uhrkette? Ringe? -Eine Busennadel? Gewiß.' war die mürrische Antwort. Alle drei Gegenstände? Nein; nur eine Uhrketie und eine Nadel. Also eine Uhrkette und eine Nadel. Wie sah diese Nadel aus? is war eine Brillantnadel. Eine BriUantnadel. Können Sie beschwören, daß es eine BriUantnadel -war? Ja. denn ich habe sie bei der Flamme meiner Wagenlamve glänzen sehen. Sie haben also den Brillanten glänzen sehen, wiederholte Mr. Ser jeant Culliford mit seiner sonoren Stimme. Tann setzt er sich unerwa' tst und mit sehr zufriedener Miene, die Tom vergeblich zu deuten suchte. au seinen Platz. Es war die Zeit des Gabelfrühstücks, und der Gerichtshof vertagte sich. Auch Tom mußte seinen Verschlag verlassen und sah jetzt zum ersten Male die Galerien im Hintergrunde und die Menschenmenge, die einen Blick auf ihn zu werfen bemübt war. Nun. sagte der, ihn begleitende Aufseher, es geht ja viel besser, als ich geglaubt hätte. Ihr Vertheidiger hal schon drei oder vier wichtig Punkte zu Ihren Gunsten gemacht. Tom's Antlitz erheiterte sich in we. nig. Was er zuletzt erieichen woüte, bad ich nicht recht verstanden, meinte r. Aber baden Sie denn die beiden ftroejen veracssen, die er an den Po!':zisten richtete, welcher die Lage nci Leiche beschrieb? fragte der Anders Der Körper lag mit dem Gesicht n.u) unten; er wollt? wissen, ob man in dieser Lage die Cravatte sehen konnte, und ob die Naoel noch in derselben war. als Sie den Leicknam umdrehten. Verstehen Sie noch immer nicht? Die Nadel ist noch nicht zum Vorschein gekommen, und vielleicht wird noch bewiesen, daß sic werthvosiVr war als die Uhr! Der Angeklagte saß unter der Aufficht des Gefängnißwärters in einer Zelle, wohin man ihm seine Mahlzeit gebracht hatte; bei diesen Worten ließ er Messer und Gabel fallen, und blickte mit fieberrothen Wangen und von Hoffnung strahlenden Äugen auf. Jetzt begreife ich; rief er. O. was für ein herrlicher Mensch! Er wird mich vielleicht doch retten ich glaube, daß er mich trotz Allem retten wird! Hoffen wir das Beste? erwiderte der Aufseher. Es ist unbedingt sehr geschickt gemacht. Sehen Sie, was Sie mit der Uhr gethan haben, wissen wir Alle, aber keiner von uns ahnt wo Sie die Nadel versteckt haben! Tom fuhr auf. wie von der Tarantel gestochen. Sie glauben also Aber er fand keine Worte, und schwieg lieber. Diese Zwischenstunde war ihm schrecklicher, als der ganze lange Tag. Er xax dankbar, als die Verhandlung wirrer begann. Die Hauptzeugen des Nachmittags waren Mr. Adcock. Jonathan Butterfield und der Miniatur - Hausbesitzer von Kew. Das Trio, das dm armen Tom noch vor vierzehn Tagen die Welt In so günstigem Lichte hatte erscheinen lassen, zeigte ihm nun deren ganze Grausamkeit, denn die Aussagen der beiden Ersteren wurden zwar nur zögernd und ungern abgelegt, wirkten aber umso nachtheiliger, und die des Letzteren wäre an und für sich weniger belastend gewesen, wurde jedoch mit dem Hasse und der Schadenfreude eines persönlich Feindes abgeben. Seine alte Hauswirthin vergoß bittere Thränen, als sie ihre letzte Unterredung mit dem Angeklagten erzählte. Nur mit Muhe konnten die Aeußerungen, die Tom bei dieser Gelegenheit gemacht 'und die sie bereits in Marylebone beschivoren batte. ibren unwilli-

gen Lippen

nochmals abgezwungen werden. Ich werte es ihm heimzahlen' , und ..jeden Knochen in seinem höllischen Leibe will ich ihm zerschlagen", waren nicht die schlimmsten unter denselben. Dann wurde der Stock dem GerichtsHof voraelegt. Sein reiner Griff war jetzt mit einem harten, röthlichen UeVerzug bedeckt, bei dessen Anblick die Zeugin todtenblaß wurde, so daß man ihr ein Glas Wasser reichen mußte. Der Stock wurde identisizirt. und die Zeugin konnte Platz nehmen, nachdem sie ein kurzes, aber peinliches Kreuzverhör überstanden hatte, welches die Zuneigung der guten Seele für Tom klar erkennen ließ. Ihm schwindelte unter dcrn Gewicht dieser verhängnißvollen Aussage; er fühlte deren Einfluß auf Richter und Gtschworene; und gerade das Widerstreben, mit dem sie abyegeden wurde, erhöhte ihren moralischen Werth. Jonathan Butterfield legte ein ähnliches Benehmen an den Tag und erzielte das gleiche Resultat. Dieser Zeuge besckwo? jedoch ohne Zaudern, daß der Gefangene nicht die geiingsten Plutspuren an sich gehabt hatte, so lange sie beisammen waren. Und obwob! der listige Kewer ebenso bestimmt schwor, das ein Fleck auf der Weste des Angeklagten zuerst seinen Verdacht erregt habe, und obwohl der Arzt den- j selben als Blutfleck qualifizirte, wurde ; och bewiesen, daß das Blut mau von dem Ermordeten verrührte. Das ergab sich besonders auch aus der Dexosition des Eonskablers, auf welchen Tom bei seiner F'uckt aus dem leeren Hause gesprungen war. Te? Zeuge sagie, daß. als er die Augen öffnete, der Gefan gene sich mit blutender Nase über ihn beugte. Die Vertheidigung hatte aber77.als einen Sieg errungen, jedoch nach so vielen belastenden Angaben, daß Mr. Serjeant Culliford sich mit einem Seufzer sta:t ines Lächelns niedersetzte und der Angeklagte kaum mehr das Ende der Verhandlung erwarten konnte. ...: cie'er lange Tag ging endlich vorüber, doch schon längst vorher hatt? der Unglückliche alle Hosfnung aufgegeben. Nickt das Geringste ergab sich mebr zu seinen Gunsten; selbst sein Vertheidiger, der einen aussichtslosen Kampf mit Zähigkeit, jedoch gegen seine Ueberzeugung führte, war keinen Blick auf ihn. und Tom schaute vergeolich nach einem einzigen Gesicht aus. das den Glauben an seine Unschuld verriethe. Er fand keines. Der alte R ä-ter sah immer ärgerlicher und verdrießlicker aus; seine emporgezogenen Augenbrauen berührten fast seine Perrücke, als er sich vorbeugte, um einen besonders belastenden Umstand zu notiren. Der letzt Zeuge war der Arzt, der den Tod constatirt und den Leichnam secirt hatte. Es war in wohlbeleibter Herr mit weißem Backenbart und wohlwollender Stimme, aber Tom konnte nur das Licht auf seinem kablen Kopfe flimmern .sehen, als die Abendsonne durck die großen Fenster schien. Er hatte in seiner Verzweiflung bereits die Scheiben gezählt, und wollte sich eben an die Zählung der auf einer benachbarten Mauer sitzenden Sperlinge machen, als man ihn wieder am Arme erariff. um ihn abzuführen. Der Gerichtshof hatte sich in der Mitte der Zeugenaussagen, von denen Tom keine Silbe gebort hatte, vertagt. Als er sich umdrehte bemerkte er in den Reihen des Publikums ein erregtes Gesicht, das den unglücklichen Erichsen einen Moment auf andere Gedanken brachte: er meinte, was ihm kaum glaublich erschien, seinen alten Feind Nicholas Harding erkannt zu haben. 17. Es war wirklich Hardingl Tom betrat den Verschlag, die Augen auf die für das Publikum bestimmten Sitzreihen gerichtet. Es war Nicholas Harding. auf demselben Platze, und wie es schien, schämte er sich, der Verhandlung beizuwohnen, denn warum hätte er sonst seinen großen Kopf zu verbergen gesucht, als Tom vorgeführt wurde? Wichtigere Fragen drängten sich ihm jedoch auf. Warum war er gekommen? Was wußte er? Hatte Claiie ihm Alles gestanden und ihn gesandt, ihr das Ende mitzutheilen? Das Herz des Gefangenen schlug heftiger, als bei den gravirendftenZeugenaussagen, bei den geschicktesten Fragen der Vertheidiger. Ein neuer, wilder Lebensdrang brachte sein Blut in Wallung. Er muhte loskommen; seine Unschuld mußte und würde bewiesen werden, und wäre es nur ,um zu verhindern, daß dieser rachsüchige Spießj büraer über sein Unglück triumphire. Das Kreuzverhör des .Todtenbeschauers war länger und hartnäckiger, als das aller vorhergehenden Zeugen. Aber es wurde nichts damit erreicht. Der Zweck derselben war, zu beweisen, daß der Tod augenblicklich eingetreten war und erst um die Morgendämmerung txfolgt sein konnte. Jedoch diese Möglichseit, ein Alibi nachzuweisen, wollte der Arzt um keinen Preis 'gewähren. Es ; war weiter nichts aus .m herauszubringen, als daß man der Eintritt deö Todes durchaus nicht auf die Stunde bestimmen könne. Die spätere Stunde war ebenso gut möglich, ars die frühere. Ein weiteres Zugeständniß wollte der Docwr nicht machen; worauf Culliford barsch mit ihm umging, und Timt seufzte; er fühlte, daß der ulte Herr ihm gerne geholfen hätte, wenn es in seiner Macht gestanden wäre.

Jndiana Tribüne Freitag,

Nch eine Secunde. Herr Doeror. saate der Staateanwa lt. als Culliford, Platz genommen hatte . Sie haben r. Geschworenen erklärt, es sei nicht aus-, geschlossen, daß der Mord erst um 2 ; Uhr Morgens verübt wurde; wollen j ciefälliast die ftraae beantworten, ob i dieser nicht unmögliche Fall mit Ihren j bisherigen Erfahrungen als Arzt rn Widerspruch stehen würde? Das würde er allerdings. Culliford rückte ärgerlich hin und her. Könnten wir nicht annehmen, fuhr der Andere fort, daß in Ihrem Berufe Culliford sprang auf. Gar nicht können Sie annehmen? rief er. Ew. Lcrdschaft. ich muß gegen dies Form der Fragestellung VerwahPV V. V runa emleaen. wtn ,5reuno. ver Staatsamvalt. suggerirt die Antworten. Hier handelt es sich um Leben und Tod; durch solche Mittel darf man nicht den letzteren herbeizuführen oersuchen! Vielleicht trat diese? Zornesausbiuch j t t . . . v i f l. . ... r vurcy oen Zvucyitaven oer raae. aoer gewiß nicht durch den Geist, in welchern der Staatswalt die Anklage vertrat, gerechtfertigt; denn selbst der Gefangene hatte den Ankläger sehr zurückhaltend und gemäßigt gefunden. Tom beklagte also bitter, was ihm all beinahe geflissentliche Unfreundlichkeit ! seines Vertreters erschien. Diese Un-, freundlichkeit bracbte auch keinenNuen. i Denn die Frage wurde in richtiger Form wiederholt und Dr. Westmacott deponirte. daß die weit größere Wahrscheinlichkeit dafür spräche, daß das Verbrechen bereits vor Mitternacht verübt worden sei. Der Staatsanwalt ließ hierauf seinen letzten Zeugen, einen Aufseher aus Ncwgate, vorrufen, mit der anzüglichen Bemerkung, die Geschworenen, die nunmehr mit den unleugbaren Thatsachen vertraut seien, sollten jetzt auch das unglaubwürdige Märchen kören, mit welchem der Angeklagte die Thatsachen unschädlich zu machen versuche. Und jetzt wurden der Jury durch einen Tom feindlichen Zeugen, die oollen. wahren, aber unwahrscheinlich klingenden Einzelheiten über die letzte Zusammenkunft des Gefangenen mit rcm Opfer des Mordes vorgetragen; und der große CuUiford lächelte wiever. Bassett hatte für ihn genau niedergeschrieben. was Tom wirklich gesagt hatte, so daß die Behauptungen des Zeugen eingeschränkt, korrigir: und ergänzt werden konnten. Niemand hatte den Kunstgriff des großen Mannes vorausgesehen; der Staatsanwalt saß wie versteinert, während der Spitalaufseher zwanzig Minuten unter Culliford's Fragen schwitzte. Hier hatte er übertrieben, dort etwas vergessen und auf eigene Faust etwas Anderes hinzugefügt. Aus Ihren Eid, Sir?" erschallte dröhnend bei solchen Abweichungen von der Wahrheit die Stimme des Vertheidigers, der zuletzt erklärte, die Vertheidigung wolle keine Zeugen aufrufen in dem Tone eines Mannes. der wenigstens zwanzig vorladen lassen könnte, wenn er wollte . und sich mit siegesgewisser Miene niedersetzte. Der Staatsanwalt hielt nun an die Geschworenen eine Ansprache, die jedoch von seiner früheren Mäßigung wenig zeigte. Culliford's Benehmen hatte ihn aufgebracht, so daß er Mord und Mörder in maßloser Weise beschrieb. Wenn der Gefangene, sagte er, mtt dem yater tocntlicv t, woran wohl kein Zweifel mehr möglich ' . . . 1 . . w ..' wäre, so wäre die strengste Strafe mild im Verhältniß zu der Größe des Verbrechens. Die Vertheidigung nannte er glänzend; doch fürchte er, das rhetorische Feuerwerk seines Freundes habe nur die Schwäche der von ihm oertretenen Sache beleuchtet. Die Vertheidigung habe nichts entkräften können, weder die That, noch die Drohungen, noch die Thatsache, daß man Erichsen und den Erschlagenen um die Zeit, wv das Verbrechen verübt wurde, auf dem Thatorte zusammen gesehen hatte. Das Alles war ebenso gewiß, als daß die Todeswaffe das Eigenthum des Angeklagten war, seine compromittirende Flucht, der Umstand, daß Uhr und 5tette des Ermordeten sich in seinem Besitze befanden. Allerdings hatte sich die Vertheidigung auf das alberne Märchen gestützt, womit der Gefangene seit seiner Verhaftung diese nun einmal nicht abzuleuchtenden Thatsachen zu erklären versuchte. Der Gefangene behauptete, eine Quittung über Uhr und Kette gegeben zu haben! Aber wo war denn diese Quittung? War das eine glaubwürdige Geschichte? Die Jury würde darüber zu entscheiden haben, und nach Pflicht undGewissen entscheiden. Nach eine? Rede von erstaunlicher Kraft selzte sich der Staa'sanwalt, und der Gerichtshof vertagte die Sitzung bis zum Nachmittag. Tom konnte weder essen, noch trinken. Es ist wahr, sagte er sich, daß Culliford im Vergleich zu dem Anderen ein Riese ist. Aber was kann er auf 'dies Alles erwidern? Was kann er für mich vorbringen? Und die mitleidigen Blicke des alten Aufsehers kränkten ihn bitterer, als .dessen unfreiwillige Beleidigung vom vorigen Tage. Culliford's große Rede können wir kurz abmachen, denn nur eine wrrkllche Reproductron konnte der Leidenschaft und künstlerischen Wirkung einer Rede Gerechtigkeit widerfabren lassen, welcie

be 7. Dezember 1.

I den Gerichtshof zwei Stunden lana förmlich oezauoer:e. Er beaann mit der ftraae, ob ein sann wie Blandes mit mebr als einen Feind gehabt haben müffe? Wahrschein lick Hundert, von denen jeder ein-; zelne das Verbrechen begangen haben könne, und die noch überdies auf die ; größte Nachsicht ein Recbl hätten. So dann schilderte er in lebhaften Farben die letzte Begegnung zwischen Blaydes und Erichsen. Die Quittung? Eine ganz selbstverständliche Sache; die Uhr sollte ja nur versetzt, nicht behalten werden, und der Pfandzettel wieder in die Hände des Eigenthümers gelangen. Daß sie verschwunden war, ließ sich tUn fo leicht erklären; war doch Alles aus den Taschen des Todten entwendet worden! Die Quittuna und die Brillantnadel befanden sich ohne Zweifel in .ct nXlt-a V3 Vr ! TT der Tasche des wirklichen Mörders. Diese Brillantnadel war das S:eckenvferd der Vertbeidiauna. und Culliford beleuchtete diesen Punkt von I allen Seiten. Sie war werthvoller als die Uhr; die Hauswirthin des Todten i behauptete sogar, Blaydes habe die VI i U i VT,,M . - U . . T v Nade! sllft Rez.iKIiin nner ?rln,?d nnn siebzig Gumeen bekommen, ein Um-1 stand, der von doppelter Bedeutung war. Einerseits zeiate er. daß der Ver-! blickene sich aerne'auf Geschäfte ein- " ' 3 ließ, wie das mit Erichsen: andererseits bewies er. daß. falls wirklich der Gfangen? Blaydes ermordet und beraubt hatte, er entweder dessen werthvollsten Besitz vergessen oder denselben so gut verborgen hatte, daß er unauffindbar "U"S UN l,ll,clnnm. 5 Die Nadel war aber n;cht nur dasost- j bari'te. sondern auch das am leichtesten! v,.,.rt; rr::j. , v :i r. i . nß.:v.; n . , trjL.' t:i jniuuuu,c ciuu, tucr iluiuc uui u unwiderstehlicher Kraft erläutert, daß selbst der Gefangene erleichtert auathmete. Unstreitig war dies das stärkste Argument, das in jedem Gemüthe seine 5vur zurückließ. Selbst der Nichter sah weniger unzugänglich aus; die Gesch!rorenen blickten alle auf den Gefangenen. und ihre Augen glänzten froher. als die Mogltckkeit seiner Unschuld ihnen näber gebracht wurde. Dann kam die Vertheidigung von Tom's Flucht, wobei Culliford nicht lang verweilte, sondern zu einem Appell an die Jury überging. Mißverstehen Sie mich nicht, meine Herren! rief er zum Schluß. Ich bitte nickt um Mitleid sü? e:nenGentle-1 man. sondern verlange Gerechtigkeit ; für einen Mann. Tie Unschuld dieses j IVJIIIt lV 144 41444 mVMUU! V sgi wahrscheinlich. TOtine ernr, i!nnlinnc tu mrnt nur rrtnnltsri st m i vergessen Sie nicht, daß schon die Möglieb setner Unichnld zu leiner retsprecbung genügt. Wenn nur der Schatten eines Zweifels Jbr Gemüth beängstigt, so erinnern Sie stcki. daß der Ange'.5.gte das Recb,t bat. aus diesem Zweife! Nutzen zu ziehen. Möge Gott in seiner Barmherzigkeit Ihnen den Weg des Rechtes, der Gerechtigkeit, der Großmuth zeigen! Cullisord blickte stcgesgewiß um sich. :.i aute ans die Uhr und nahm Platz. Tom i'cbrieb mit unsicheren Zügen Gott segne Sie" auf ein Stück Papier und sandte es ibm durch Bassett. Culliford las es. ohne eine Miene zu verziehen. Der Richter gab hierauf das Resum :tz Verhandlung. Von seinen klaren Hüt oerstundlichenAusführungen brauchen wir nur zu erwähnen, daß sie sich aegen den Angeklagten kehrten. Um fünf Ubr fünfzehn Minuten zog sich die Jurr, zur Berathung zurück. Man bot Tom. den man aus dem Saale geleitete, Erfrischungen an. doch konnte er weder essen, noch sich nieder- ! setzen. Unruhig ging er rn 'dem Ztm I r l . "t c evt ..rr.t. mer auf und ab. während die Aufseher über Culliford's Rede sprachen. Es war ihm eine große Erleichterung, als Bassett erschien, frisch und munter wie immer, und augenscheinlich in der besten Laune. Wissen Sie, sagte er zu Tom. sollte es wider Erwarten doch schlecht gehen, so können wir immer noch eine Petition zusammenbringen. Meine Pläne sind schon gemacht! Ganz London wird in Aufregung sein. ganzLondon wird unterzeichnen. Ich werde einen ganzen Stab einrichten und von Haus zu Haus Unterschriften sammeln! Auf mein Wort, unsere Petition wird das Stadtgespräch bilden, wenn es nämlich heute nicht gut geht. Ihnen wäre das also angenehm, sagte Tom. Mir angenehm? rief Bassett erröthend. Tom wollte nicht weiter geben. Nein, versetzte er mit wehmüibigern Lächeln, ich spaßte nur. Ich wähle meine Zeit gut. nicht wahr? Wie spät ist es? Schon Secks? GlaubenSie. daß Serjeant CuUiford herunterkommen und mir erlauben würde, ihm die Hand zu drücken? Culliford! Er hat gewiß mit der Petition zu thun! Zum Teufel mit der Petition! Ich möchte ihm für seine Rede danken. Bassett wollte sehen. Er blieb kaum eine Minute weg und kam allein zurück. Culliford ist sehr müde, berichtete er. Er läßt sich entschuldigen und wünscht Ihnen aufrichtig guten Erfolg. Tom nickte nur. Sprechen konnte er nicht. (Fortsetzung folgt.) Von jetzt ab wird Peter Fritz fowoh! in der Wirthschaft 116 N. Delaware Stt. als auch im alten Platz 31 W. Ohio Str. zu finden sein.

Täalicker Marktbericht.

7 ' 9 , Viebmarkt. Jianapolis Union Viehhöfe. 7 r I Tlc m " 1,1 v v 1 c 4U Auserlesene bis prima :icre, 1350 Pfd. und aufwärts $5.10 5.75 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.50 5.10 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 M Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd Gute bis gewählte Rinder. Mittlere bis aute Rinder. 4.60 5.05 4.10 4.60 3.75 3.C0 3.00 4.50 4.35 3.50 2.75 4. Ü5 3.40 2.60 6.25 5.00 Gewöhnliche leichte Rinder 2.25 Gute bis gewählte Kühe. . 3.50 Mittlere bis gute Kühe.. 2.75 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.26 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.00 Prima bis fernen Export LUllkN 3.60 4.00 ri . . r .. v uie ois gewänne cyiacytcr Bullen 3.60 Gewöhnliche bis gutcBullcn 2.50 u:c Kühe mit Kalb.... $30 3.85 3.00 40 GlwchnlicheKühe mit Kalb 15 25 Schweine. Gute bis gewählte, milt' lerc und schwere $4.90 Gemischte u. schw. Packing 4.80 5.00 4.90 4.90 4.86 4.82 4.55 5.10 (vute bis gewadlie leichte 4.85 Gewöhnliche leichte... sj?g 4.80 3.25 4.25 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 ! Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.50 i Gute bis gewühlte Schafe 3.40 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 Stockcrs 2.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 4.25 3.75 3.25 3.50 2 75 Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen. $3 .00 für 300. Aepfel, $2-$3 per Faß. Feigen, 124c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunck. Tatteln, Persische 54c-6c per Pfund. Kokusnüfse, 3.50-4.0( per Hundert. Trauben, Concord, 8 Pfund Korb. 13c; Delaware und Niagara, Crate j V III frt "? Birnen, hiesige. $1 per Buel. Cranberries $3.00 ver Bushcl Crate. Orangen, mexikanische, $3.75 per Box. Gemüse. " Kraut, 90c per Faß. Zwiebeln, Spanische $1.50 per Craie; rothe Globe 70c per Bushel ; weiße Globe $2.00 per Faß. Gelbe Rüben, 75c per Tutzend Bun !ches. ttartofseln, Gl.dö ver tfafe; immer Burbanks und runde weiße 55c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey 53.25 per Faß. Virginia $1.75. Cclery, 25-50c per Buch. zaat 50c per Büschel. Spinat. 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6-7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7zc-7tzc; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 7c; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hinterviertel 10c; Rind Hinterviertel 8c; Rind Vorderviertel 6Hc; Kuh Vorderviertel 6c; Kuh Hinterviertel 8c. Frisches Kalbfleisch Kalber 9c; Hinterviertel 12c; Vorderviertel 8c. Frisches Schaffteisch Lämmer per Pfd. 8c; Schafe 7c; Schenkel 9c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c9c ; Cottage Schinken 7c ; gehautc'te Schultern 7c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tenderloins 16c ; Spare Ribs 6c ; Tail Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Ouali tat: 20-18 Pfund 11c; 15 Pfund lHc; 12-10 Pfund Ilse; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund 104c; 12 Pfund llic; 10 Pfund llc. kalifornische Schinken 6 bis 8 Pfund 7c; 10 bis 12 Pfund 7c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Cured 14c; gewählter Sugar Cured 134c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 134c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 12c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12jc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12jc. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund -m Durchschnitt, 12s c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12c. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9ic; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9ßc; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 9ßc; Klare Bellies,2öbis30Pfd.,9zc; 18 bis 22 Pfd., 9s c; 14 bis 16Pfd.,10ßc; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 94c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10c. Schuttern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchfchnitt, 8$r, 10 bis 12 Pfund 8-ic Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $19.00; Klares Bean 18.00; Family 17.00; Short Clear 15.00: Rumpf 15.00.

eb?te W schenke.,.

f."6' u&enieircn je; Jan. eitcn c; Knöchel 12f. schmalz, in TierccS, 1. Qualität 9c; 2. Qualität 82c; 3. Qualität 8ic. Würste, Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfurter 8c; Wicncrwu't c; Knackwurst 8c; Bologna in Därmen 6c, 'n Tuch 61c Fische, Auftern und Wildpret. Händlcr-Preise: Clams Little Necks 75c per 10v. Hummern 25c per Pfund.? Austern BesteBaltimore oderStand ards, $1.00 per Gallone; beste Balti. timore Selects, $1.10 per Gallcne; New York Counts, $1.00 per 5)undert; New York Culls, 70c per Hunde?:; Blue Points in Schalen, 75c per hundert. Austern in Kannen Nctr $ott Counts 35c; I. S. F. & Co. SelectS 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K.8c; R. 15c. See-Fifche. Knochenlose Häringe 7c; X parmge 54c; Perch 5c; Weirich 9; ee Forellen 94c; Red Snaover 84c; Kennebec Hechte 15c; Blaun icke 10c, Halibut 15c; Stockfisch 8c; 5?addock 8c'; Catfisch 10c; No. 1 Pickerel 10c; No. 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; lacf Baß 15c. Froschfchenkel, $1.50-2 per Dp. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c ' Eier, 22c per Dutzend. Hühner 54c;Turkcqs : junaMähne 10 Pfund und darüber 7c : jung.' kennen, 7 Pund und darüber 4c ; alt,- Hennen 54c ; alte Hähne 4c; klU und Krumbrüstigc 4c ; ßn:en 6c; Gänse 5.40-6.00. Getreide. ' Wcuen-No. 2 rother 73 auf den : No. 2 auf den . 2 weiß 4 weiß Geleisen, 734c von der Mühle rother 694-7 14c; Novbr. 7, Geleisen; Wagen'.oeizen 73c. Korn-No. 1 weiß 37c; Ko 37. c; No. 3 weiß 374c; 0. 334-354c; No. 2 weiß gemischt 364c; No. 3 weiß gemischt 36c; No. 4 weiß gemischt 32 - 34c; No. 2 gelb 37c; No. 3 gelb 36c; No. 4 gelb 324--34c; No. 2 gemischt 36c; No. 3 gemischt 36c; No. 4 gemischt 32 - 04c; an Kolben 34c. Hafer-No. 2 weißer 25 'c; No. 3 weißer 24c; No. 2 gemischter 23c; No. 3 gemischter 224c Heu-altes No. 1 Timothy 13.0013.50 No. 2 Timothy 11.50-12.50. Kaffee. Folgendes sind die Jndianapoli Preise : Vewoynt. vlS guter I2c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Ariofa $11.75, Lion 10.75, Jersey 11.75, Caracas 11.75, Dillworth' 12.00, Dutch Java Blend 16.00, Mail Pouch 11.00, Gates Blendcd Java, 10.75. Groceries. Zucker Dominoes 6.17c; Stückzucker 6.32; pulversirter 6.02c; pul vcrifirter 6.07c; Standard granulirter 5.92c; feiner granulirter 5.92c; Cubes 6.07c; Confectioners' A 5.72c; Ridge wood A 5.62c; Phöni, A 5.47c; Empire A 5.42c; Ideal Eztra Golden C 5.37c; Windfor Extra C 5.27c; Ribgewood extra C 5.17c; gelber C 5.02 ; 16 gelber 4.87. Eingemachte Früchte BlackberrteS, 3 Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; Sec onds. 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker korn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Sämereien. Kaufpreise: Kleesamen, Rother, $5-$5.',0; eng lischer, je nach Qualität $5-5.6; Al fyke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.30-$1.40. Detail-Preise : Kleesamen, alter, prima, $5.50; neuer $5.00-6.50. Timothy, Lewählter $2.25; prima $2 .'00-2. 10. Blue Gras, Fancy Kentucky $1.20 per Bushel; extra .eines 50-65c per Bushel. Kohlen. Xor.-.i Anthracit $7.00 Rauchlose 4.50 Jackson 4 00 Pittsburg 4 00 Raymond City 4 00 Winisrede 4.00 Kanawha 4.00 Luhrig 3.50 Brazil Block 3.50 Green County 3.00 Jndiana Lump 3.00 Stack 2.00 Bloßburg 5.00 konue 3.65 2.40 2.16 2.15 2.16 2.16 2.15 1.90 1.90 1.66 1.65 1.15 2.66 Lumv Coke 11c per Bush. $2.75 per 25 Bushel. $1.50 per 12 Bushel. Zerkleinerter Coke 13c verBu. $3.25 k? KL Bu. $1.75 vn 12z Bu.

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