Indiana Tribüne, Volume 24, Number 80, Indianapolis, Marion County, 7 December 1900 — Page 2

Jndiana Tribüne, ZZreitag, den 7. Dezember 1900.

Aus deutschen Soldatenbriefcn.

5trieg und Humanitä: stehen zwar in ilmetrllm Gegensatz zu einander, allein man kann von Humanität im Kriege doch insofern sprechen, als die Soldaten civilishter Völker sich wenigstens unnöthiger Grausam'eiten dem wehrlosen oder verwundeten Feinde geHenüber enthalten. Davon scheint aber in China nicht dieRede zu sein, wie aus zahlreichen Briefen deutscher Soldaten erhellt. So erhielt die Krefelder Zeituw" aus M. Gladbach einen Brief eines von dort gebürtigen, jetzt in China im 1. Seebataillon dienenden Soldat .11 twrv Co . de, aus Pelmg u, A. FIg.ndes 1 v. r r tv i n v. 1 Nachdem w,r S oldakn st tan ; Zogt hr warnt, feiten w,r schon das , Mmviiiivi Vt-u Yt n min rt r ntitiDl .iynuH, ,wuh jjiuii ,v miimwj will, eme kleine zecunon ausüben zu muffen. An dem betr. Tage wurden nämlich 78 Clinesen. welche im deutsehen Viertel geplündert hatten oder sonstwie irgend etwas verbrochen hatten, von uns erschossen. Auch ich war daran betheiligt und habe zwei von diesen in s Jenseits befördern müssen. 5jmz T 2 V ZC es ' l JZT i tX ,eÄÄrlS! Äftt1?; l)eu. Die r verrichten haben, lassen wir von fcn mZrX' Li uns etwas zu thun, so greift er sich auf der Straße einfach ein paar Chinesen auf, welche dazu herangeholt werden. Wir bleiben blos mt geladenem Gewehr dabei stehen und fehen uns die Sacke an. Ist die Arbeit fertig, so werden die Chinesen einfach laufen gelassen. Je naebdem erhalten sie eine gehörige Tracht Prügel dazu, denn wie Menschen kann man diese Kerle nicht behandeln, sie sind w'.e die Thiere. Von der furchtbaren Hitze, lvelche hier herrscht, habe ich anfangs gesprochen. Aus diesem Grunde entstehen bei den Truppen auch die vielen Krankl)eiten, namentlich die Rubrkrankheit. Sehr viele von unserer Compagnie sind davon betroffen. Ein Seesoldat ist daran gestorben. In einem vom ..Frank. Kurier" veröffentlichten Briefe eines Soldaten des 2. SeebataiUons an feine Eltern in Waldershof ist Folgendes zu lesen:

Mit den Chinesen, welche uns nicht mit der Waffe begegnen, wird nicht viel In dem Atelier eines der ersten Federlesens gemacht. Dieselben müssen Kleiderkünstler in der Rue de !a Paix schwer arbeiten, wenn einer nicht an- in Paris erschienen kürzlich zwei Popacken trull, wird er sofort niederge- lizeibeamte und bemächtigten sich ohne knallt; von uns weniger, aber die Ruf- Umstände eines sehr hübschen Mädsen und Japaner treiben dies im Gro-, chens, das ruhig bei der Arbeit saß. ßen. Gefangene werden nicht gemacht. Die junge Näherin stieß einen gellend. h. wenn solche gemacht werden, so den Schrei aus und flehte ihre Kämewerden diese nach dem Gefecht sofort radinnen an. ihr beizustehen. Mit erschossen. Die Chinesen (in Liang-! Scheeren undNadeln bewaffnet, stürzte Eian. Red.) verloren 400 Mann und sich auch die ganze Schaar der Arbeitebeim Straßenkampf etwa 500 Mann rinnen auf die Vertreter der HermanFrauen und Kinder wurden geschont, dad, aber es nutzte nichts, das Mädober alles Uedrige vernichtet. Anfangs chen wurde in eine Drofchke gefetzt und thaten unsere Gewehrkolben ordentlich zum Commissariat gebracht. Die Vormit. aber dieselben springen beim 98er geschichte dieser Verhaftung ist recht piGewehr leicht ab, weshalb an ihre kant. Das etwa 27jährige Mädchen

CteNe das Bajonnett kam. Es war furchtbar anzusehen, und fast mochte man Mitleid haben, aber wenn man be

dachte, was diese Kerls mit uns mach- saß. Vor wenigen Jahren verbreitete ien, wenn sie 'die Oberhand bekommen sich das Gerücht, daß die hübsche Putzhätten, so ließ dieser Gedanke ein sol- macherin einen Protektor in dem junches Empfinden nicht aufkommen." , gen König von Serbien gefunden hätte. Das Wochenblatt für den Kreis Dann verschwand auch die junge Dame

Teckknburg", ein amtliches Kreisblatt, .

veröffentlicht einen Brief des Seesolda- etwas von ihr. Erst als es bekannt ten Friedrich Hischemoller aus Wester- wurde, daß König Alezander eipe 'capheln aus Tsimo, in dem es unter , Draga Maschw ai!f den Thron erheAnderem heißt; 1 ben wolrtk. machte die Wienerin plötz- ' .Als wlt rn das Dors marschirten, lich in der serbischen Residenz von sich kamen uns die Einwohner mit Lanzen, reden. Sie stieß, nachdem die TrauSäbeln und allerhand Waffen entge-, ung erfolgt war. so furchtbare Drogen; sie begrüßten uns mit Schüssen, hungen gegen das Königspaar aus, daß die Kugeln uns um die Ohren daß man es für rathsam hielt, sie aus pfiffen. Da wir uns infolge dessen der Stadt und dem Lande zu entfernicht mehr sicher waren, wurde aesam- ( nen. Sie wurde nach Paris gebracht, melt und wir gingen an den Seiten des ' wo sie mit einer runden Summe in eiDorfes entlang. Der eine Chinese, den nem Hotel zurückblieb. Nachdem dak wir bei uns hatten, bezeichnete uns ein Geld verthan war, sah sich die unge Haus, in dem viele Waffen sein sollten. Abenteurerin genöthigt. Beschäfttguttg Sofort schlug Gefreiter Bröckel die zu suchen. Sie fand diese auch bald in halbe Thüre ein. erhielt aber von dem j dem Modesalon in der Rue de la Paix. Chinesen, der in diesem Hause wohnte, ! In ihren Mutzestunden war sie eifrig einen Schlag in's Auge, daß er nicht j thätig, sich an dem ehemaligen Geliebmehr sehen konnte. Ich war noch einige ten zu rächen. Der Umstand, daß Schritte zurück, als ein Chinese eine Sascha" keine Prinzessin geheirathet Wallbüchse losschoß, aber zu hoch, das hat. empörte sie. Da hätte er ebenso Feuer ging mir über den Kopf, zu mei-: gut mich zur Königin machen können.nem Glück, sonst wäre ich nicht -mehr meinte sie kürzlich. König Alexander am Leben. Nun hieß es: Kehrt, marsch und seine Gemahlin, sowie Milan und nach dem Wall! Vor uns liefen zehn Natalie empfingen in den letzten WoChinesen, auf die Schnellfeuer gegeben chen Abschriften von compromittiren-

wurde. Jetzt wurde das Seitengewehr ausgpslanzt und unser Oberftlieutenant befahl, Alles, was vorkommt, niederzuschreßen und niederzustechen. In dieser Nacht wurden viele Chinesen getödtet. auch eine Frau und ein Kind." Alle diese Briefe, die von socialdemokratischen und nationalliberalen Blättern, oder, wie der letzterwähnte, von einem amtlichen Kreisölatte unter Nennung des Verfassers veröffentlicht worden sind, stimmen in der Hauptsache so berem daß a der Richtigkeit x'uuvcuu.uj "um uicut ju zinisetn istZt Net Bayr. Lndeszeitung" veröffentlicht folgenden Brief eines Chinafreiwilligen, eines geborenen Unterfranken. aus Tientsm: isiuaiico ,ino wir angekommen, .tu t i o tii-2 i ?) r- w . i gluckltch hat uns Gottes Hand bis hierher geführt und wird rn;s auch weiter führen. Es sind ja schon einige meiner Kameraden in die himmlische Heimath abberufen worden, aber nicht im Gefecht, sondern wegen des Klimas. bei Tag ist es sehr heiß, bei Nacht sehr ! kühl ... Mir ist es bis jetzt sehr gut gegangen, ich bin auf dem Schiff in die Qfficierskantine commandirt und da ,

hatte ich dlZ jetzl ser ön? Jenen, an

l5ssen ant TrirJsn fehlte es nicht. Eben bin .ch mit der Officieiökantine per Segelschiff mit angespannten :'..- nesen auf dem Transport von Tientsin nach Peking. Es werden 5 6 Chinesen an ein Schiff gespannt, das mit 300 Centnci beladen ist. Wenn der Chinese nicht ziehen will, wird er mit einem Bambusknüpvel ordentlich getrieben oder niedergeschossen. Cine Hin- und Herreise dauert 14 Tage. Unterwegs gehen wir in die Ortschaften und nehmen mit, was wir brauchen können, wie Hühner. Eier, Tauben, Trauben usw. Wenn sich die Chinesen . i in.'. .ni r "i w. oufOaltcn. wird das Swngtoebr ufaepflanzt. Da kann einer j Wmstn nkbnlnaOra: uf A 5 8t. so satten s ' ' r v.,, : v r, ,i O. X,. V - - j f - - f Leidi. Der fIufe, aus dem wir fahren, heißt Peiho. Bis jetzt haben unsere Bataillone zwei Gefechte mit den Borern gehabt, ngefähr 50 Kilometer hinter Pekina, wo ein paar Mann verwundei worden sind. 5000 Borer sind Hefallen. Tausende von Todten liegen und schwimmen auf dem Flusse umher. Der 5,fi ä Die ..Lippische Landeszeiturw" theilt iTKn Brief mi?den ein Ehinakämpfer Naeus Ernst Kükenhörner aus Peking QJ Anqehörigen in Heidenoldendorf gerichtet hat. In diesem Briefe ' 1 - Ich kann Euck sagen, ein deutscher Soldat ist nicht bange, aber wenn die ersten Kanonen brüllen, Gcroehrsalven j krachen und die Kugeln um die Obren pfeifen, dann wird einem andere zu , Muth, dann denkt man an die lieben , Angehörigen und auf einmal heißt ! es: Gerade aus. Schützen, legt an ! Ieuer.' ' Der Traum entschwindet; es heißt: Treu dem Schwur, vorwärts nur! Und so haben wir's gemacht, denn in 2 Stunden waren die Thore , gesprengt und nun ging's an'k Mor-' den. Es war schrecklich; ich l)abe in ' einer halben Stunde acht Mann umgebracht. Vichher wurden die Gefanqenen, je 17 Mann, zusammen gebunden (mit ihren Zöpfen) und erschossen. Ich will mündlich mehr erzählen, tvenn I ich wieder bei Euch bin. Das rachsüchtige Kanigslicvchcn. soll eine Wienerin fein, du, bevor sie nach Paris kam, in der Donaustadt einen kleinen Putzladen am Graben be- ! und vis vor Kurzem hörte Niemand den Briefen und Dokumenten mit der j Drohung, daß diese Papiere demnächst veröffentlicht werden sollten, wenn man es nicht vorziehen würde, sich die Originale geoen einen hohen Preis ausliefern zu lassen. Wie bcnauptet wird, hat das Mädchen auch bereits einen Verleger gesunden, der ihr eine enorme Summ für die Briefe zahlen D i e A c c"i se b e a m t e n d e r Stadt Paris haben verschärfte Vorrasten gur Beaufsichtigung der RadznhTfT ballen da es slck berousaestellt hat. daß die Gummireifen der Räder, statt mit Luft, mit Alkohol gefüllt I 7 - - - ---7 ' I i) I sind. Jüngst, als ein solcherSchmuggler zu Rad durck'sThor einfuhr, platzte ein Neifen und liefe eine ZNLskiaknt . m - v . ii u durch, die sich eben als Alcohol ent- ' ' ' . . -- puppte. Auch sollen die Zollbeamten sogar durch eine Radsahrerabthellung verstärkt werden, um flüchtigen Defraudanten nachzusetzen. Die Stadt Paris ist bekanntlich zur Ausgleichung ihres Budgets noch auf die Schlacht urfd Mahl'steuer angewiesen; und da das Budoet jährlich wächst, ist die äußerfte Strenge zur Verhütung von Schmuggelei geboten.

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gtoei große Leiden Q scheinen allenthalben ein Erdtheil der menschlichen Famllle zu sein, nämlich Rheumatismus und Neuralgie. Diese Leiden werden jedoch geheilt durch das MeifterheilmttteZ

St. LTit Lloyddncks in Hobokeu. x Noch der furchtbaren Brandkatastrophe. von welcher der Norddeutsche Lloyd inHoboken drnoffen wurde, war eine Zeit lang die Rede davon, daß derselbe seine Docks nach New 7)ork zu verlegen gedenke, allein im Hinblick auf die ihm von der Uferland-Commiffion eingeräumten Rechte und das von den Behörden der Stadt Hoboten erwartete Entgegenkommen hat er beschlossen. in Hodoken zu b'.eiben und dort neue Piers an Stelle der durch den großen Brand in Asche gelegten und sonstige Gebäulichkeiten zu errichten. Die Plane sind von dem Ingenieur W. F. Whitemore nach gründlicher Berathung mit anderen Ingenieuren und mit Zustimmung des New Aork Board of Fire Underwriters angenommen worden. Man beabsichtigt, in der Länge von 900 Fuß eine Seemauer aus Granit und Beton zu bauen und auf dieser Seemaucr wird ein sul'stantielles 850 Fuß langes und 130 Fuß breitesGebäude errichtet werden, dessen Gerippe aus Stahlsäulen besteht, deren Zwischenräume mit Beton ausgefüllt werden. Die Decke wird durch ausgemauerte Bogen gebildet und das zwei Stockwerk hohe Gebäude für alle praktischen Zwecke als unverbrennlich gelten können, da außer auf dem Dache kein Holzwerk in dem Gebäude zur Berwendung kommt. Der Raum zu ebener Erde wird zur Aufbewahrung derFracht dienen, während das obere Stockwerk für den Pasfagieiverkehr reservirt wird. Das Gepäck der ankommenden Passagiere wird dort in einer komfortablen, gut ventilirten und geheizten Halle untersucht werden und diese Halle ist absolut feuersicher. Zahlreiche Aufgänge werden angelegt und auf dem Dache eine Promenade errichtet werden, woselbst die Freunde derAnkommlinge oder Abfahrenden sich aufhalten können. Von dn Mittelpunkt des feuersicheren Gebäudes führen drei große Piers in den Fluß, von denen aus die Dampfer abfahren. Der am nördlichsten gelegene Pier wird zunächst eine Länge von 730 Fuß erhalten, schließlich aber eine solche von 910 Fuß bekommen. Der zweite Pier wird 894 und der dritte 874 Fuß lang und die ersten beiden 80, die dritte 90 Fuß breit werden. Diese Piers ruhen naturgemäß auf Holzpfählen, da ein völlig steinerner Bau sich nicht aufführen läßt. Der Boden der Piers ist durch Beton geschützt und schwere Eichenbalken verhindern, daß ein Brand sich von außen her dem Pier mittheilen kann. Die Schuppen auf den Piers werden aus Stahl und Beton bestehen. Die hölzernen Seiten der Piers sind mit Blech beschlagen und dieses ist in einer Weise befestigt, daß es inen genügenden Schutz Hegen Meuer gewährt. Wo immer auf dem Dache und an fonstigen Stellen Glas zur Verwendung kommt, wird das sogenannte Drahtglas benutzt, das auch bei der größten Hitze nicht springt. Jeder Schuppen aus den Piers wird in beiden Stockwerken durch Brandmauern in drei Abtheilurrgen getheilt sein und sogenannte automatische Feuerthüren haben. Die Baulichkeiten auf der Seemauer sind in sechs Abtheilungen getheilt und unter sich vollständig feuersicher. Als weiterer Schutz gegen FeuerZyefahr ist ein automatischer Bewässeruugs - Apparat angebracht, wie er jetzt in den Baumwollsprnnereien allgemein zur Verwendung kommt. Diese Apparate treten bei eine? gewissen Temperatur von selbst in Action. Außerdem werden überall Hydranten angebracht werden. Ferner werden automatische Alarmapparate .überall angebracht werden, so daß der Norddeutsche Llovd die Ueberzeugung gewonnen hat, daß sein Eigenthum und der Comfort der Paffagiere so weit gesichert sind, als dies durch menschliche Voraussicht geschehen kann. IN Arltngtön, A. I., hat sich eine Damen-Liga gebildet, welche sich nriteinanorr feierlich verschworen haben, alle brutalen Kerle unter den Straßenbahn - Conducteuren mor zu lehren. Es gehört zu den Regeln 'der Liga, daß jee Dame ein kleines MeMranum-Täfelchen bei sich führt, auf welcher sie, sobald es zwischen einem Conducteur und Passagieren zu kontroversen kommt, 'die Nummer der Bachnangestellten und des Waggons notirt. und wenn nöthig, bei Beschwerden im Gericht oder vor den Betriebsleitern 'der Gesellschaft als Zeugin funflirt. Das Vorgehen 'der Arlingtoner Danren verdient Nachahninng.

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Jakobs Gel. 1 1 m I , rt Jt Gänger und Blumen. Seit alten Zeiten schon gilt es als Thatsache, daß der Duft der Blumen. besonders in geschlossenen Räumen und zur Nachtzeit, schädlichen Einfluß auf den menschlichen Organismus, ausübt. Weniger bekannt ist die schädliche Wir kling auf die Stimmbildung. Der ausgezeichnete Laryngologe Fauvel erzählt, daß die berühmte Sängerin Marie Sasse, zu einer Soiree in einem oer elegantesten Pariser Salons gebeten, ein prachtvolles Bouquet aus Veilchen von Parma erhielt, besprengt mit einem stark duftenden Extrakt dcrselden Blume. Die Sängerin, welche diesen Duft außerordentlich liebte, athmete ihn in vollen Zügen ein. Kurz darauf trat sie zum Klavier, um ein Lied zu singen. Es war unmöglich, sie war vollkommen stimmlos. Wie geschah das? Vielleicht war es ein Schwingungskampf zwischen Schallund Duftwellen; die Stimmbänder erlitten eine Lähmung, wahrscheinlich in Folge einer nervösen Affektion. Bisher sind wir auf Hypothesen angewiesen. die Thatsache aber ist durch Untersuchungen festgestellt worden. In der Kunstrrelt gilt der Duft der Mimosen, Tuberosen. Hyacinthen und Veilchen als für die Stimmorgane schädlich, gewohnlich geht andauernde Heiserkeit der völligen Stimmlosigkeit voran. Madame Renee Richard von der Pariser Oper bemerkte sogar Abnahme der Stimmstärke, wenn ihre Schülerinnen Veilchenbouquets am Gürtel trugen, und constatirte bei ihnen Anschwellen und Flockigwerden der Stimmbänder. Madame Krauß macht ebenfalls die Bemerkung, daß Veilchen fast augenblicklich Heiserkeit herbeisühren. Die berühmte Christine Nilsson erzählt von einem Künstler, der in einem Salon sang, dessen Luft gesättigt war von Rosen- und Tuberosenduft. Nach dem Vortrag bekam der Sänger Schmerzen im Kehlkopfe und verlor gänzlich dieStimme durch einige Monate; seitdem verbannt die Nilsson alle Blumen aus ihren Appartements. Madame Jsaac und Emma Caloe halten auch den weißen Flieder für schadlich. der Bassist Telmas räth, bei solchen Produktionen stets ein Fläschchen Eau de Cologne bei sich zu tragen und durch dessen scharfen Geruch die Blumendüfte zu paralysiren. Im Conservatorium verbannt Professor Segny jeden Parfum und erklärt: Wird das Riechen an Blume zur Gewohnheit, fo tritt zuerst Heiserkeit, dann Abnähme der Stimmhöhe und trockener Schlund ein. Phlegmatiker sind den schädlichen Einflüssen weniger unterworfen als Nervöse. Auch der große Künstler Faure. der eine Hygiene ocs Gesanges geschrieben, nennt die Beilchen die größten Feinde des Sängers, denen er den Gebrauch des Alkohols und des Tabaks als gleich gefährlich an die Seite ftollt. DerProduktenhändler Eduard Schrnider in Tetschen wurde ermordet und sein Leichnam an den Elbestrand geworfen. Die Gattin des Ermordeten wurde verhaftet unter dem Verdacht, in Gemeinschaft mit ihrem früheren Geliebten den Mord begangen zu haben. Die Leiche Schmiders wies sieben Beilhiebe am Kopfe auf. sowie eine Wunde an der Seite. Die Verhaftete leugnete anfangs, legte aber später ein Geständnib ab. Unter den Insassen des Militär - Gefängnisses bei Athen gab es seit Langem Reibereien zwischen einzelnen Gruppen, die verschiedenen Landsmannschaften angehören. Bei einem Spaziergange kamen nach einem Streit beim Kartensoiel die Gehässigleiten zum Ausbruch. Zwanzig Gefangene, Soldaten aus Athen und Patros, überfielen unter Führung des Corporals Th?odorakis mit Messern. Dolchen und Stöcken den Soldaten Stolichos. der bald Hilfe durch Kämeraden bekam. Im Handgemenge wurden die Führer und sechs Mann sogleich schwer verletzt; Stolichos und drei Kameraden wurden qet'ödtet. Die Gefängnißwache versuchte vergeblich, die Kämpfenden durch Steinwürfe und Scküsse zu trennen; als Verstärkung rückte schließlich eine Escadron Cavallerie und das 7. Infanterie - Regiment an. Es wurde Feuer commandirt. und während einer halben Stunde, in der geschossen wurde, fielen dreißig Häftlinge, ohne daß damit die Ruhe hergestellt war. Schließlich nahmen die Soldaten das Gefängniß im Sturm, und mit Gewehrkolben und Bajonetten vermochten sie die Kämpfendcn zu trcn-nen.

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