Indiana Tribüne, Volume 24, Number 80, Indianapolis, Marion County, 7 December 1900 — Page 1
Zlldiana 1 -MitX SonrtagsI Blatt IScVerSockc V ? .:r K n: VrlÄxeint feien iatf mittag und Sanntag Wargrn, Jahrgang J4. Indianapolis, Ind.. Freitag, den 7. Dezember 1900. No. 80
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Tribüne.
Muslaud Depeschen
Ihr Öriliftijc Pilamml Formell mit einer kurzen Thronrede der Kömgin eröffnet. Die Regierung in beiden Häusern heftig augegriffen. Lord SnlisvurlZ erklärt, aft den Boeren keine Spur von Unabhängigkeit gelassen werden dürfe. ITcr Asrikalidcr-Kongrcß in Worcestcr. Uü!,csäkr 6000 HoUänöcr dort versammelt. 0OL Tclarcu bringt den Briten wie der eure schlappe bei. Berschicdenrs aus dem deutschen Reich. Die Thronrede der Koni gin. London. 7. Dez. Di: Thronrede der Königin Victoria, die am Donnerstag in beiden Häusern verlescn wurde, lautet wie folgt : Mn Lords und meine sperren ! Es'ist nöthig geworden, weitere Gelder für meine Armeen in Südafrika und 5hina zu verwilligen. Ich habe Sie .zu einer Extra - Session einberufen, damit Sie die nöthigen Schritte, die in dieser Hinsicht gethan worden sind, gutheißen mögen. Sie werden sich nicht mit anderen öffentlichenAngelegenheiten beschäftigen, big das Parlament im Frühjahr zur regelmäßigen Session zusammentritt. In beiden Häusern begann sofort nach dem Verlesen be: Thronrede die Debatte darüber. Im Unterhaus griff .Herr Campbell Bannerman die Regie rung wegen des plötzlichen Auflösens des Parlaments und wegen des südafrikanischen Krieges an und ibm antwortete Herr I. A. Balfour in ziemlich vorsichtiger Weise. Er sagte, die Regierung führe den Krieg in so humaner Weise wie möglich, eingedenk der Thatsuche, daß die Boeren einst loyale Unterthanen werden sollten, aber endlich müßten doch strenge Maßregeln ergriffen werden, um dem Krieg ein Ende zu machen. Die Angriffe der Liberalen, häufig ganz ungemein heftig und satirisch, waren hauptsächlich gegen Herrn Joseph Chamberlain gerichtet, der Stunden lang, wenn auch höchst erregt, alles über sich ergehen lassen mußte und nur zuweilen die Redner unterbrach. Als H schließlich das Wort nahm, um seinen Angreifern zu antworten, war er bleich vor Wuth und er sprach dann nur kurz und' unzusammenhängend, auf einige der Hauptanklagen antworteno. Im Oberhaus griff namentlich Lord Rofebery die Regierung an und Lord Salisbury hielt dann eine längere Rede. Er sagte darin, daß die Transoaaler, die Freistaatler und die ganze Welt einmal begreifen müßten, daß die Regierung keinen Zoll von der einmal angeschlagenen Politik abweichen werde. Irgend etwas, was nur im Entferntesten Unabhängigkeit ähnlich sehe, rönne niemals gewährt werden. Der Krieg müsse fortgeführt werde, bis der letzte Rest deö Aufstandes unterdrückt sei. Wir müssen zeigen." fuhr der Premier fort, daß Niemand mit einem frechen und unverschämten Ultimatum die britische Regierung zminqen kann, sich zu demüthigen und ihre Rechte aufzugeben. Ich kann niemals Zugeben, daß den Boerenstaaten auch nur eine Spur von Unabhängigkeit verbleibt. Wann den Transvaalern und Freistaatlern wieder das Recht der Selbstregierung gewährt werden wird, kann nicht vorausgesagt werden. ?s hängt von ihnen selbst ab. Es kann Jahre, es kann Generationen dauernd Betreffs Chinas sagte Lord Salisbury. daß er nichts verrathen könne, ohne die Geheimnisse anderer Nationen preiszugeben, wie auch die eigenen. Die Lage in Südafrika. London. 7. Dez. In einer aus Bloemfontein, 6. Dez., daiirten Depesche meldet Lord Kitchener, daß General Delarey mit 500 Boeren am 3. Dezember einen Convoi angriff, der sich von Pretoria aus nach Rustenberg unter wegs befand. Der Ueberfall fand bei Buffelspoort statt. Die Boeren derbrannten die Hälfte der Wagen, tödteien 15 und verwundeten 23 Mann, darunter einen Leutnant. Die Depesche fügt hinzu, daß die Boeren bedeutende Verluste erlitten hätten. Nachdem Der
starknngen mit Artillerie von Rustenberg und Commando Neck aus abgeschickt worden, wurden die Boeren vertrieben. Des Weiteren wird in der Depesche gemeldet, daß der General De Wel am 5. Dezember bei Kareeport Drift den Caledon Ifluß überschritt und gegen Odendal zog. von General Knox gefolgt. Die Furth war von einer Abtheilung Gardetruppen besetzt und der Fluß war hoch angeschwollen. W o r c e fte r . Kaptolonie. 7. Dez. Ungefähr 6000 Holländer versammel ten sich am Donnerstag am Rande hiesiger Stadt, im Freien, auf der um mibaum-Plantage. um an dem Afri-kander-Kongreh theilzunehmen. Aus einem Umkreis von sechzig Meilen tamen während der ganzen Nacht Reiter an. S. C. Cronwright Schreiner hielt eine Rede, in der er den britischen OberKommissär in Südafrika, Sir Alfred Milner. in heftiger Weise angriff. Er sagte unter Anderem, daß kein Friede bestehen könne, so lange Sir Alfred Gouverneur der Kapkolonie sei. I. W. Sauer, der frühere Kommisstir für öffentliche Werke wird ebenfalls eine Rede halten und ohne Zweifel einen großen Einfluß auf die Beschlüsse des Kongresses ausüben. Es wird' : wahrscheinlich eine zahlreiche Deputation ausgewählt werden, die Sir Alfred Milner besuchen und ihn drängen wird, den Feindseligkeiten ein lßnde zu machen und den Republiken Autonomie zu gewähren. , Die Regierung läßt unter len Delegalen in taufenden vyn Exemplaren eine Flugschrift verbreiten, in der viele der über die Briten verbreiteten Gerüchte für unwahr erklärt werden und m der auf die Hoffnungslosigkeit des ' Widerstandes der Boeren hingewiesen wird, da die Briten 14,000 Gefangene in Handen und alle hauptsächlichsten ' Städte der beiden Republiken im Besitz haben. Mehr Truppen sind hier angekommen. Ungefähr 1500 Mann mit zehn Geschützen haben die umliegenden Hohen besetzt. Die Afrikander sind darüber, daß die Geschütze aus den Ver--sammlungsplatz gerichtet sind, im hochsten Grade aufgebracht. Lord Roberts hält eine Rede. Durban. Natal. 6. Dez. Vor seiner Abreise nach Kapstadt hielt Lord Roberts hier eine Rede, in der er seine Zuhörer aufforderte, ihren ehemaligen Feinden jetzt die Hand in Freundschaft zu reichen. Wenn der Friede wieder eingekehrt ist." sagte der General, dann sagen Sie den Leuten, daß wir alle ein Volk in einem Lande sind ; daß wir alle ein gemeinschaftliches Interesse haben und wir sie ehren. Sie haben für ein falsches Prinzip getämpft. sie sind aber von ihren schlecht berathenen Führern dazu verleitet worden. Trotzdem achten wir sie. weil sie für die Freiheit kämpften, an der wir selbst so zäh festhalten. Und jetzt, im Geiste der Freiheit. Wahrheit und Gerechtigkeit, sind wir bereit, diese Privilegien, die Jedem Engländer theuer sind. Denjenigen anzubieten, die gegen uns gekämvft haden. Aus dem Deutschen Reich. Berlin. 7. Dez. In dem Sternberg - Prozeß kamen am Mittwoch sensationelle Dinge an den Tag. Der ; Staatsanwalt erklärte nämlich.der vom Amt susvendirte Kriminalkommissär Thiel habe demUntersuchungsrichter gegenüber ein umfassendes Geständniß ! abgelegt unv zugegeben, daß er offizielle Berichte und das gegen Sternberg gej sammelte Beweismaterial an Luppa. , den Freund und Agenten Sternberg's verkauft habe. Er erklärte die Behauptung des Kriminalpolizisten Stierstäd- , ter, daß Thiel ihn zu bestechen versucht habe, indem er ihm eine Villa am Genfer See anbot, ebenfalls für wahr. Der Staatsanwalt fuhr fort, daß ! durch da? Geständniß Thiel's D. E. Werthauer, einer der Anwälte des Anzeklagten. implizirt sei. da er es gewesen. der divon Thiel gekauften Akten- , stücke in Empfang genommen habe. Er beantragte deshalb, daß sofort eine Durchsuchung der Bureaux des Dr. Werthauer vorgenommen werden solle, dies wurde von dem Richter aber auf den Grund hin verweigert, daß ein solcher Schritt ungesetzlich sei. Luppa. der ein Bergwerksdirekto? war, ist seit vierzehn Tagen verschwunden. Er war es. der die falschen Zeugen für Sternberg herbeigeschafft hatte. Der angeklagte Bankier soll schon fünf bis sechs Millionen Mark für seine Vertheidigung ausgegeben haben. Die Kölnische Volkszeitung" sagt in einem Ein schlecht berathener Kaiser" überschriebenen Leitartikel: Der jetzige Kaiser hat keine Katholiken in seiner Umgebung, während sein : Großvater mehrere in seiner unmittel
baren Umgebung hatte, wie auch seine Großmutter und sein Vater. Daher kommt es auch, daß er keinen richtigen
Begrrf von den GeNnnungen der kalholischen Bevölkerung hat und seine Regierung einen rein protestantischen Anstrich erhält.Jm Reichstag begann am Donnerstag die Debatte über die Anti-Mono-pol-Vorlage und es fand bei dieser Gelegenbeit eine interessante Diskussion über die Ursachen der Kohlennoth statt. Herr Sachs. Sozialist. schlug vor. dafe die Kohlenbergwerke verstaatlicht wer den sollten, und Herr Camp, von der Reichspartei, war , der Ansicht, daß Preußen genug Kohlenbergwerke in Westphalen aufkaufen sollte, um einen entscheidenden Einfluß auf das Koh-len-Syndikat ausüben zu können. Der Handelsminister, Herr Brefeld. hielt den letzteren Vorschlag für gut. er sagte aber, daß das Projekt keineswegs in Westphalen. vielleicht aber in Ober- . schlesien erfolgreich durchgeführt werden könne. Die deutsch: Presse mißbilligt immer noch die Weigerung des Kaisers WilHelm, den Präsidenten Krüger zu empfangen. und sie halten die Weigerung für einen groben politischen Fehler. Seil Montag haben in Berlin ProBoeren - Demonstrationen stattgefun den. besonders in den verschiedenen Variet Theatern. Im Apollo-Theater rief das Publikum, als ein Schguspieier als m" Krüger erschien, Hoch ven tapferen Boeren!" und Nieder mit Zngland!" Es heißt in eingeweihten Kreisen, daß Graf von Bülow in den nächsten Tagen dem Reichstag erklären werde, warum Herr Krüger nicht in Berlin empfanaen wurde. Im Reichstag beantragten Baron von Henl und andere Führer der Ratio-nal-Liberalen die Einreichung eines Anti-Trust-Vorlage, nach welcher die bestehenden Trusts resp. Kombinatignen durch Staatsbeamte überwacht werden sollen. Kaiser Wilhelm hat sich mit dem Reichskanzler Graf von Bülow einen Scherz gemacht, indem er ihm ein großes Packet mit 100 Pfund Seife schickte. UM den Reichskanzler Palast zu reinigen. Graf von Büloro hatte nämlich er klärt. seineFrau fürchte sich vor der grohen Hausreinigung. Die Morgenzeitungen enthalten ein Interview mit Botschafter White über die Stellung der Ver. Staaten zu Deutschland in der Chinesenfrage. Herr White dementirte die in dem Interview ihm zugeschriebenen Aeußerungen über eine Spannung zwischen den beiden Mächten auf das Entschiedenste und betonte, daß vollständige Harmonie zwischen den beiderseitigen Regierungen herrsche. Herr White erklärte nachdrücklich. daß die Ver. Staaten mit Deutschland bezüglich der Bestrafung der chine-s-'chen Beamten völlig übereinstimmen, soweit die Bestrafung derLetzteren mögh ist und daß keine Differenzen irgend welcher Art in dem Programm der bei den Mächte vorbanden wären. Die Ehrhardter Geschützfabriken in Eisenach und Düsseldorf liefern der britischen Regierung durch die British South A'rica Chartered Company 18 Batterien Schnellfeuergeschütze. Einige Abendblätter fordern die Regierung auf. dies zu verbieten, da sich das mit . der Neutralität Deutschlands nicht ver. , trage. i .Aus China . Peking. 7. Dez. Die Beerdi gunz des Obersten Graf Jorck oonWartenberg. die am Mittwoch von dem Palast der Kaiserin aus stattfand, war eine eindrucksvolle internationale Affaire. Die auswärtigen Gesandten und ihre sämmtlichen Attache's, sowie die Generäle aller ausländischen TruppenKontingente wohnten mit ihren Stäben der Beerdigung bei. Der Sarg wurde in einem der Tempel innerhalb der kaiserlichen Stadt beigesetzt, wo er, von Truppen bewacht, bis zum Frühjahr bleiben wird. Er wird dann nach Deutschland geschickt werden. London. 7. Dezember. Der Daily News" wird aus Wangasacki gemeldet: Der Befehl. 5000 rufstsche Truppen nach Odessa zurückzusenden. ist widerrufen worden. Dieselben bleiben bis auf weitere Befehle in China. Verhandlungen über die Friedensbedingunqen sind bis jetzt noch nicht veröffentlicht worden. Ter französische, deutsche sowie der japanische Ge- ; sandte erwarten Instruktionen von ihren Regierungen und Prinz Ching und Li Hung Chang erwarten ein weiteres Edikt seitens ihrer Regierung. Unter den Vertretern aller Nationen bricht sich nach und nach die Ueberzeugung Bahn, daß ein Friedensschluß unmöglich ist: daß die Feindseligkeiten mit Beginn des Frühjahrs wieder aufgenommen werden müssen und daß ei- ; ne Auftheilung China's die einzige Lösung der chinesischen Frage bleiben
wird. Zwet amerikanische Millionen beschweren sich, daß die Deutschen in Tbo Chan Konvertiten ebenso aevlünl dert haben, wie andere Chinesen."
Inland Depeschen. ZristWkWml mm Loko- . mo!!l!Wlr5. Wm. Gibson eingefangen. Telegrafihistm-5treik. Arbeiter-Föderation von Ohio.
Selbstmord eines Todtkranken. Geistesgegenwart eines Lokomotivführers. P i t t s b u r g. Pa.. 7. Dez. Mit bewundernswerther Geistesgegenwart rettehen der Lokomotivführer David Phillips und Heizer Robert Cobaugh von der Baltimore & Ohio Bahn mehr als hundert Menschenleben. Die beiden Männer liegen infolge des schrecklichen Erlebrisses schwer verletzt und zu Tode erschöprl im hiesigen Stadthospi-
tat darnieder. des jaren geiimcner anmer m die Nahe Elm Grove liegt eine Natur- ' sem Lande, gegen die Kirche einen Br gasleitung unter den Geleisen der ge- ! schlagnahmebefehl erwirkte. Die Kirchnannten Bahn. Als gestern Nachmit- ! thüren wurden trotz des Protestes des tag der von Phillips und Cobaugh ge- i Pastors geschlossen. Der Vertreter des führte Zug über die von Eisenbahnbe- ! Bischofs sagt, daß derselbe die meisten amten oft als gefährlich bezeichnete ; Fonds zum Jnstandhalten der Kirche Stelle dabin sauste, fingen aus der Lei-. ' geliefert habe und daß ihm daher jetzt
tung entweichende Gase am Herde der Lokomotive Feuer. Mit Blitzesschnelle waren Maschinenführer und Heizer in flammen eingehüllt. Ihre Kleider und Haare brannten lichterloh. Obgleich von unsäglichen Schmerzen gepeinigt, dachte Phillips nickt an sich selbst, sondern an die hundert oder mehr Passagiere, denn wenn die Flammen die Leuchtgasbehälter unter dem Wagen erreichten, muhte der ganze Zug in die Luft fliegen. Im gleichen Augenblick öffnete er das Ventil voll und mit einem gewaltigen Satzt schössen Lokomotive und vagen oormarrs. o gewaltig war die plötzlich erreichte Geschwindigkeit. daß der dadurch erzeugte Lustzug die hochauflodernde Naturgasflamme ausblies, Mle Fenster in den Perfonenwaien zerrrÄMPeri und ji? Passagiere von ihren Sitzen geschleudert wurden. Als der Kondukteur und andere Zugsbedimstete der Lokomotive zueilten, fanden sie den Maschinisten und feinen Heizer entsetzlich verbrannt und halb bewußtlos auf dem Boden der Kabüse. Phillips erholte sich nach einigen Minuten wieder einigermaßen und führte den Zug bis nach Washington. Pa.. werter. Dort wurden er und Cobaugh abgelöst und im Gepäckwagen in ärztliche Behandlung genommen. Bei der Am'unft hier erfolgte ihre Ueber führung nach dem Hospital. Ihr Zustand wird von den Aerzten als kritisch bezeichnet. Wm. Gibson eingefangen. M a y s v i l l e. Ky.. 7. Dez. Der Kindesmörder William Gibson, der sein kleines Stieftöchterchen zu Tode gemartert Imt, wurde m Carter County ein gefangen, nach Catlettsburg gebracht, dann ar. nach einem Aufenthalt von nur 20 Minuten wieder in einemBuazy aus der Stadt uno mit dem nächsten Zua hierher gebracht. Äiösön ist sehr nervös und deutet an. daß er das Verbrechen nicht allein be- , v 4 uns t C t r s i yunytn, ipi uuu uujaiiiu tiiuuiirci lvvrden sei, um das geringe Versicherungsgeld zu erlangen. Gibson sagt, daß er sich nicht vor dem Mob fjirchte und bereit sei, nach Catlettsburg zurückzukehren. Arbeiter -Konvent. L o u i s v l l l e. y.. 7 Dez. Morgen wird die Amerikanische ArbeiterFederatiyn die ihr vorliegenden Geschäfte ledigen, nachdem der erste Tag der Konvention Begrüßungsreden. Be- ! richten und der Ernennung der Komi mittees gewidmet war. Der Besuch ist arnfc.r l wie bei iraend einer frii w
Konvention der Arbeiter - Föderation ' en an "Ht zur Union gehörende Besonders hervortretend sind die drei Druckereien vergebe. Die Konvention ' weiblichen Repräsentanten. Frl. Sarah s darauf hm. daß die StaatsbeamGroshcms von Streator. Jll.; Frau t tcn in Uebereinstimmung mit dem GeEmma Lamphere von Colesburg. Jll. ! handelten, wonach die Kontrakte und FrlEllen King von Petersburg. ! den niedrigsten gutstehenden Bietern Ind. Jede derselben repräsentirt eine ! zugeschlagen werden müßten und daß Arbeiter - Organisation. Die Damen hierin nur die Legislatur Abhilfe nehmen an den Vorgängen lebhaften ! schaffen könne. Antheil. Durch eigene Schuld. Unter den Anwesenden auf der Buhne i . u , . 7 L befanden sich Samuel Weir von Schott. J a " l' inn' &nb und Peter Curran. welche die drl. ; Die Coroners - Jury, welche die Un-
ti chen Gewerkschafts - Unionen repra - 1 fentiren. Es wurden folgende Kommittees tu nannt: Für den Bericht des Präsiden ten. für den Bericht des Exekutiv-Ra-thes, für den Bericht der Schatzmeister. Resolutionen. Gesetze. Reorganisirung. Schutzmarken, Boycotts. Beschwerden - - - und lokale und nationaleKöroerschaften. Chas. A. Towne zumBundes Senator ernannt. St. Paul. 6. Dez Der Silber Revublikaner und frühere Konareö-
(Repräsentant Charles A. Towne, von , Duluth. hat formell die ihm von dem ! Gouverneur Lind angebotene Ernen!nung zum Bundes Senator an Stelle j des vor Kurzem verstorbenen Senators Davis angenommen. Er nahm um 1 Donnerstag Nachmittag sein Ernen- ' nungsschreiben in Empfang und wird in den nächsten Tagen nach Washington j abreisen. Er wird indeß nur wenige ! Wochen im Amte sein, da die Legislatur. die gleich nach Neujahr zusammen-
tritt und eine bedeutende republnanlsche Majorität aufweist, einen Senator an seiner Stelle erwählen wird. Eine ganze Gemeinde zum Katholizismus über-" getreten. New York. 7. Dez. Unter de? Führung ' ihres Seelsorgers Pastor Rev. Michael Aackovies ist die ganze Gemeinde der orthodoxen russischgriechischen Kirche vom Zaren abgefallen und zur römisch-katholischen Kirche übergetreten. Der Schritt war kein .übereilter, sondern wohl erwogen und das Resultat war. daß ein Vertreter j des orthodoxen Bischofs von Alaska. das Besttthum gehöre Für den Uebertritt der Gemeinde konnte keine andere Erklärung erlanzt werden als die des Pastors, daß die Mitglieder den römisch - katholischen Glauben als den allein richtigen anerkennen und daher beschlossen hätten, sich demselben zu ergeben; sie wollen gegen den Bischof einen Einhaltsbcfchl erwirken und ihn daran verhindern. der Verrichtung ihres Gottesdienstes im Wege zu sein. Telegraphisten - Streik. Fort W ort h. Ter.. 7. Dez. Die sämmtlichen Telegraphisten an der mui Clor-ido & Santa Fe Eisenbahn haben am Donnerstag die Arbeit nieoergelcgt, und zwar alle Züge zwischen Galveston und Purcell sind in Folge dessen eingestellt. Jeder einzige Telegraphis! der Linie hat sich dem Streik angeschlossen. Die Eisenbahn-Kom-pagnie wollte sich auf kein Schiedsgericht betreffs der Regeln und Regillaiionen einlassen, wohl aber in Bezug auf die streitige Lohnfrage. Selbstmord eines Todtkranken. Chicago. Jlls.. 7. Dez. Louis Marden, sin ehemaliger Kaufmann, der. am Magenkrebs leidend, im Stcrden lag. erhob sich am Donnerstag mühsam von seinem Lager, schleppte ! sich in ein benachbartes Zimmer, wo er einen Revolver ergriff und sich damit erschoß. Die Kugel durchbohrte ihn, das Herz und führte den sofortigen Tod herbei. Marden hätte nur noch wenige Tage leben können. Mord und Selbstmord. L a f a y e t t e. Ind.. 7. Dez. In Taylors Station, bei . hiesiger Stadt hat am Donnerstag Abend Lou Meadows. 2rt til die 17 Jahre s är Fran'ces Hohn erschossen und dann seinem eigenen Leben ein Ende gemacht. , Frs.Hohn hatte sich geweigert. Meadows ! zu heirathen. I ( . l i Foderatiolf von Ohio. O.. 7. Dez. Die Ohio N e w a r k Arbeiter - Föderation erwählte folgende Beamten : Präsident. E. R. Usher von Toledo ; Vize-Präsident. C. H. Spitznagle ; Sekretär, H. E. Worten von Springfield ; Schatzmeister, W. H. Cranton von Columbus. Die Repräsentanten der Typographischen Union von Cincinnati zogen sich von der Konvention zurück, weil rocT9""v0ie alsoerwai J tung dafür zu tadeln, daß sie Druck letztere sich weigerte, die Staatsverwalreriucvung uoer oas unglua in oen ev ? an ! c ' Ti i - 3 1 - San Francisco und Pacific Glaswerken gefuhrt hat, wobei am Danksagungstage durch Zusammenbruch des Daches, von welchem die Betroffenen einem Fußballspiele zuschauten. 20 Peronen ihr Leben verloren, ist zu dem Be- ! fund gekommen, daß die Verunglückten . . , l Jtn a v - - 4 ijf -v " C 1 1 m M. auf dem Dache nichts zu suchen" hatten und sich auf dasselbe trotz des ausdrücklichen Verbotes des Superintendenten begeben hatten, daß sie daher an ihrem Tod selbst schuld seien und daß btyfctif einem Unfälle zuzuschreiben fei.
Aus derBzendeshauptfrdt ' föJfaifltTß. 3ici!f Sfffioii. Die Armee - Reorganisationsmiage angenommen. Die Kantinen werden angeschafft.
Senat. Washington, D. C. 7. Dez. Der Senat erleckgte am Donnerstag in der offenen Sitzung keine Geschäfte von Wichtigkeit. Er brachte fast den ganzen Nachmittag in Exekutivsitzung zu und die Schiffssubsidiezh-Borlage wur de gar nicht aufgenommen. In der Exekutivsitzung wurde der Pauncefote-Hay-Vertrag zur Abschaffung des Clayton-Bu.lwer.Vertrages in Erwägung gezogen. Repräsentantenhaus. Das Haus nahm heute nach einer langen Sitzung die Armee Reorgani-. sationsvorlage mit 166 gegen 13& Stimmen an. Drei Demokraten: Halt von Pennsylvania und Unoerhill imd Clayton von New Jork. stimmten mit den Republikanern für die Vorlage, und McCall. Republikaner, von Massa chusetts. mit den Demokraten dagegen. Im Uebrigen wurde die Vorlage mit einem stritten Partei-Votum angenommen. Der Borschlag der Demotraten, daß ! das jetzige Armee-Gesetz bis zum 1. Juli 1903 verlängert werden solle. j wurde nur von ungefähr der Hälfte der Demokraten und zwei Republikanern, McCall von Mass. und Man von Jlli. nois, unterstützt. Es wurden der Vorlage vor ihrer j Annahme eine ganze Anzahl Amendement angehängt, aber kerns nahm so tzrotzes Interesse in Anspruch als da von dem Rspr. Littlefield von Maine für den Kantine-Paragraphen offerirte Substitut. in dem der Verkauf geistiger Getränke absolut verboten wird. Das Substitut wurde unterstützt von den Herren Littlefield. Nep., von Maine; Grosvenor, Rep.. Ohio; Dick, Rep.. Ohio. und Hay. Dem.. Va.. und opponirt von den" Herren Slain. Dem., von Texas; Fitzgerald. Dem., von Mass.; Pearce. Rev., Missouri; Parkers. Rep.. New Jersey, und Bartholdt. Rep.. Missouri. Am heftigsten opponirte der Repr. ihgerald dem Substitut. Er sagte, daß es unmöglich sein würde, in irgend einem Theil dieses Landes, oder auch in der Welt die Proposttion durchzuführen und er fordert Alle, die nicht wünschten, als Heuchler angesehen zu werden, auf. gegen das Substitut zu stimmen. Zum Schluß machte Herr ! Fitzocrald einen heftigen Angriff aus i die sogenannte Prohibition in Maine. dem Heimathsstaat Littlefield's, wo es i mehr Schnapstrinker als in irgend eij nem anderen Staat der Union gebe. Herr Grosvenor. von Ohio. gab auch zu. daß die Prohibition überall, wo sie eingeführt worden fei. sich als Fehl- ' schlag erwiesen habe, trotzdem wolle er ; aber für das Substitut stimmen., denn ! wenn e) auch wahrscheinlich nichts ; nützen würde, so würde es doch vielleicht nichts schaden. Eine starke Delegation der W. C. T. U.. die hier eine Konvention abhält. fab dem Wyrtkampf von den Gallerten 1 aus zu. Das Prohibitions-Amende-j ment wurde schließlich mit der großem , Majorität von 159 gegen. 51 onjey
1 nommen. . Die Paragraphen der Vorlage, in denen verfügt wird', dich General Shafter mt dem Pang ewes General Majors und die (bentt&t Fitzhugh Lee und James H. Wilson alS BrigadeGeneräle in den Ruhestand versetzt werden sollten, wurden gestrichen. Viele der Herren Repräsentanten erklärten, nicht damit einverstanden zu sein, daß Offiziere im Rang avancirt würden, um dann größere Pensionen zu beziehen. Brig. - General Egan reha b i l i t i r t. Der Brigade - General Charles P. Egan wurde am Donnerstag von dem Präsidenten wieder in die aktive Liste der Armee-Offiziere versetzt und dann gleich darauf pensionirt. In dem bezüglichen Befehl des Präsidcnten wird General Egan der nicht abgelaufene Theil seiner Suspension vom aktiven Dienst erlassen, und er wurde zum aktiven Dienst in Wash ington" zurückbeordert. Diesem Befehl folgte sofort eine Ordre von dem General Miles. in der angekündigt wird, daß General Egan auf eigenes Ersuchen nach dreißigjähriger Dienstzeit in den Ruhestand ge treten sei. Londons 6. Dez. Abgegangen? Minnehaha" nach New York. New Jork. 6. Dez. Angetom men: Friedrich der Große" von Brc men. Southampton und Cherbourg.
