Indiana Tribüne, Volume 24, Number 78, Indianapolis, Marion County, 5 December 1900 — Page 2
Jndians Tribüne, Mittwoch, den S, Dezember 1900,
Gedoctorte Sportspferde.
(?3 kann auch Solchen, welche sich
Nicht um Sportnachrichten - kümmern, handeltet Pferd kann sich nicht genüNicht entgangen sein, daß 'häufig Kla-! gend schützen und steht in grotzer Gegen über unehrliche Methoden merita- j fahr ein Bew zu brechen. In nrindenischer Bescher. Dressirer oder Reiter stens einem Falle soll dies einem JoDon Nennpferden Aufsehen machen, ; ckeydos Leben gekostet haben. Auch und man im Anslande da und dort so- ! Aecher und Cocain werden zur Ergar davon spricht, merikarrischen , tödtung des Schmerzgefühls angewen Sportleuten die betreffenden Renn- j det. Behufs bnormer Erhöhung der bahnen ganz zu verschließen, oder weit- j Schnelligkeit aber wird ein Präparat, gehende internationale Abmachungen dessen Hauptbestandtheil Cocain ist. zur Verhinderung von Betrügereien zu unter die Haut eingespritzl. entweder i -essen. Das ist ein sehr peinliches Ca- ! lnUx der Kinnlade oder am Hals, wo pitel; krumme Geschichten sind auf die- i die Mähn es verdeckt. $in anderes, sem Gebiet noch weit zahlreicher, als ! erft vor Kurzem erfundenes Geheimauf demjenigen des Klopffechterei- Präparat wird in Gestalt von Kapseln Sports, obgleich ste noch nie. wie im innerlich angewendet letzteren Falle, durch Mitglieder des j Nur selten kann ein aedokteneS
inneren Kreises selber erbarmungslos n dasTageslicht gezogen worden sind. I Dabei wäre es irrden ein ftarihurn. zu glauben, daß die Betruysmechoden der Rennbahn speziell amerikanischenCharacters seien oder bei uns größtentheils ihren Ursprung gehabt hätten; wenn sie bei amerikanischen Rennsportleuten besonders viel angewendet werden, n. m viivits Vili uiiuiiuni vi w.vv., so lieqi dies hux,schlick. daran, dab ' . hier die Aufsicht keine so strenge ist, wie in anderen Ländern, und daher mehr Geleaenheit und Verlockung zu unlauterem Wettbewerb vorhanden ist. Z .i b!Ü zLr. .-T V.'iuiiinuiuui iuv wv v. yi ttn - thodcn, und schon allein über das Doelern der Rennpferde selbst, um ihre Leistungsfähigkeit, vorübergehend abii in nTirnrn m i tt.ii iirir , , r w u ir' norm zu steigern oder zu verminoern. liche U6 m ftatt!.s un m eul. turqksckich!cken Standpunkt aus sehr lS Uchkm schreiben! Am meisten zu bedauern sind dabe'. die arwen Sportpferde selber; denn die reingefallenen Wettgimvel müssen ja ohnehin jederzeit auf Verluste gefaßt sein, ob nun die Glücksgötrin beide AuHen verbunden hat oder mit dem einen ein Bischen zwinkert und mogelt. Freilich können auch in diesen Kreisen die Wogen moralischer Entrüstungsehr hoch schlagen. iiirgc rei äuiiic,unKu mnc im an Sportpfcrden angewandt werden. um as Rennbahngluck zu corngnen mögen hier, zugleich mit Ruck ficht aus ßne geschichtliche Reichenfolge vorgeführt sein. Auf Bollstandiakeit konnen dieselben um so weniger An.pruch machen. als der Erfindungsgeist a-uch tf.:j.ri- :rr- . . auf diesem Felde allezeit thätrg ist. und ; es Mitunter etliche Zeit dauert, bis ein neuer Kniff an das Tageslicht kommt, Viele Niederlagen der besten Renner durch minerwerthige Thiere wurden früher dadurch herbeigeführt, daß man . ' rw i . .ii'n -v I gewisse Arten Gift an die Zäume brachte, und zwar gerade an das Zaum - Gebiß. Heutzutage jedoch gilt diese Methode für sehr plump und kommt nur noch selten zur Anwendung. Eine andere Mache, die ziemlich unpopulär geworden ist. besteht darin, daß die sogenannten Stiefelchen an den
Vorderbeinen vorausgesetzt, daß sie ßlgkeiten liebenden Amerikaner naheüberhaupt geduldet sind innen zu 42 Millionen Pfund Rosinen aus schwer mit Schrot belastet werden, in , dem Auslande einführen, heule aber einer Meise, die fick aeradezu mit ei- bat Clifornien diesen Import auf den
ner Verankerung der Füße des Pserdes vergleichen läßt! Langsa.ne Renner können mit Leichtigkeit weit schneiw m v - leren voranlaufen deren Boroersüke
einen solchen inneren Anker haben. In noch kein Dutzend großer Zwetschenmanchen Fällen ist dieser, so verblüf- . Pflanzungen, und Manche glaubten send einfache Schwindel wiederholt mit ernstlich, alle Versuche. Zwetschen aus
Erfola versucht worden, bis die enttäuschten Wettbolde den Buchmachern (mit denen der Dressirmeister im EinVerständniß gehandelt hatte) auf das Dach stiegen, und die Betrugsgelegenheit genommen wurde. Dann kam die Gepflogenheit auf, weiches Metall zwischen, dem Huf und dem Hufeisen anzuwenden und hierdurch einen bedeutenden Verlust der Ren - Geschwindigkeit herbeizufüh-. ren. ver wachiame ennoarm - eamte entdeckten diesen Kniff bald, und das Resultat der Rennen wurde auf den Kopf gestellt, nachdem das benachtheiligte Pferd ehrlich beschlagen worden war. Vor nicht ganz zehn Jahren UU"S sy" Zählte man geheimnißvolle Geschichten w V7i f 0 ' -i ? u ' i von Satteln mit einer verborgenen lectrischen Br und der wunder-: vollen Renn - Gchwindigkeit welche , hierdurch erzielt werde. Noch jetzt wer- - m fc,..,. Y den solche Sattel gemacht, aber nicht uvfi Weit größere Verbreitung, als alle vteie Nisse, yar in oen ieglen zayren
viz nmxnvm$ uou roijuen uno oer- drangen - Ernten Nicht Ie:cht vertruwandten Stoffen erlangt; diese Be- sten". wenigstens nicht auf lange Zeit, trugereien, mannigfaltig, wie sie sind. Unzweifelhaft haben auch die verwerden unter der Gesammtbezeichnung besserten Transport- und AufspeicheDrugglng" oder Doping" zusam- rungs - Gelegenheiten beträchtlich zur mengefaßt. Man fand diese Methode Förderung dieses Wachsthums der noch am sichersten und wirksamsten. amerikanischen Obstcultur in den letzErst begann man damit, einem ten Jahren beigetragen. Andererseits Pferd, unmittelbar ehe es nach dem wäre es zum Theil sehr wünschens,.S:art" - Pfosten gesandt wurde, eine, werth, daß die Obstzüchter unabhängig bezüglich der Menge sorgfältig berech- ger von den Transport - Monopolen nete Dosis Whiskey. Branntwein oder würden, die man im südlichen Califoretwas Aehnliches zu geben. Das regte nien jetzt auf co-operativem Wege zu die Stärke und Geschwindigkeit vor-. bekämpfen sucht. züglich an, wenn die Dosis nicht zu j groß war, oder wenn nicht der Beginn ' Bei Castelnuovo i n deö Rennens sich zu lange verzögerte. ' Italienisch - Tirol ist der 47 Jahre alte
in welchem Falle die Wirkung sich wieder verflüchtigte. Pferde, die an schwachen, lahmen oder wehen Vorderbeinen leiden, kriegen örtliche Anwendungen von gewissen Betäubungsmitteln, wodurch sie eine Weile lang über eine harte Rennbahn dahinspringen können, ohne be'onderen Schmerz zu fühlen. Gewöhnch wird zu diejem Behuf Cocain an
ben Vorderbeinen angewendet. Mit
unter führt Solcke? übriyns zu txntm bösen Unfall: denn ein solcherart de Pferd zwerSaison6 auf de? Rennbahn aushalten; d Stimulantien verderben sei Knocben. , Oroharttge Qvstcultur. Die Ver. Staaten haben bekanntlich Heuer im Großen und Ganzen ein reiches Obstjahr gehabt, woran man sich - r . , r md "! mt mh i Ki t ' ar UtT nv n n Tltlfljtfl SSIT SL ü S. 'jj IS if! txcfn ß11 f atljm nn einen vollstandmen Beanff von dem Umfange der heutigen Obstzüchterei in allen Theilen unseres Landes geben. In einem neuerlichen Magazin - AufZatz wird versucht, diesen Gegenstand - - Es, 77LdTSuZSZ JZitlZ i wirklich zusammenfaNend zu behünin no rui n - ?gI,7 J"CZ "T fZU hr?uW , und unse ,mm M. liche Obstförderung in den verschiede nn nhroaitr Tnm-t fw irnpr-hmi ! i h,n Lr&hr ttmi Jrh m. I Werth von rund einer Milliarde odcr tausend Millionen Dollars geschätzt. Besonders bemerkenswerth aber ist es. daß die Entwicklung dieser ungeheuren Obstultur nur einen Verhältnißik,i tnrin Aittviitm iwnfnfc' 'i'.t 4l4QI iUiVtl J tttUUlil 44llUp J den ältesten Specialitäten derselben gehinrl n hi frhrnnrn!.? nn.-nrh-'TrJMh obwohl ihr künstlicher Anbau (den Mutterschößling erhielt man von auslesenen Wildtrauben an dem MassaUs Ort, nach welchem sie bemnni rde, und hat ihn bis heute behrt) keine sechsza Jahre alt ist; im Allgemeinen jedoch ist unsere Trauben- ,,.,,. s ,rtn -in, Ii rmdU,U v 1-70 ' Ausdehnung w vielen Staaten erlangt ! hnt bnnvtsacklick ein Werk des belaufenen Bier!e!jahrhunderts. Und ie weit ist man in wenigen Jahren ' ber die Concord Traube hinausae- ! kommen, nickt nur in Ealifornien alI lein! Manche müssen heute daran erinnert werden, daß es erst etwa zwanzig Jahre her sind, seit die Erdbeeren - Ächterei. I die vorher nur einen sehr bescheidenen Theil des Ostens umfaßte, sich allmälig über dreizehn Staaten ausdehnte, darunter Arkansas und Mississippi! Noch im Jahre 1890 mußten die Sü- ' . ' vierten Theil herabgebracht. Ein noch auffallenderes Beispiel bietet die ! Zwetschen Zucht. Bor zwanzig ! Jahren gab es vn unserem ganzenande Europa rner anzuoauen, enoeien mir Ausartung. Ja noch vor 7.ehn Jahren importirten die Amerikaner nahezu 60 ! Millionen Pfund Zwetschen. Heute ! aber liefern unsere Zwetschenpflanzungen nahezu 100 Millionen Pfund, j und die Einfuhr dieses Artikels hat fast ! völlig aufgehört. Zumal viele gedörrte Zwetschen. die als deulsche und italienische verkauft werden, ebenfalls kalifornischen Ursprunges sind ) Auch tue weiincye uno iuoiye Psirii-:-tur hat ihre riesige Ausdehnung erst in neuerer Zeit erlangt, und sogar im Osten ist dieselbe theilweis noch sehr gestiegen. Die Aepfel.- Ernte, welche wir vor vier Jahren halten, wurde dem GeldYntrlU nrfv Airs iruk TOilYrn rtn nlTirä 9fschä (nur nach dem Preis für die )U7 S,, ,ir7 . f. mft nen dürfte auch die hZurige sich belaufen. Und man f( r Trrinn, . ffTfMn ' UrU)4, VU Q VTV V ViMMVJvIl - V V M V j oxnkri binnen zwei Jahren schon ! allein genügend sein wird, um llle Marktbedürfnisse unseres Landes zu ! v?rsorgen. Zum Glück lassen sich die j Älois Paoli auf der Dachsjagd verunglückt. In der Schlucht des Wildba ches Maso stürzte er, wahrscheinlich infolge eines Fehltrittes, über die senkrechte Felswand in die Tiefe. Sein Hund hielt treue Wacht bei dem zecschmetterten Leichnam. Es ist ein seltfamer Zufall, daß sein Bruder vor einigen Jahren ebenfalls durch Absturz endete.
r
hJJjl Ob fchltmme oder Uidttt Grköltungen und Hust-, t'd,n, all, sind sie .rnsilicd genug, sofort dagegen eizuschlte. Gebrauche Dr. August Königs Hamburger Drustthee, Icher prompt und schnell die schltmmften ?alle heN.
L N der Feuerland'Spitze. Die naeTNÜthliche südliche Spitze der amerikanischen Hemisphäre bat den Namen ffeuerland wahrscheinlich dader erkalten, daß jeder Eingeborene, welcher in seinem Canoe von diesem ungastlichen Gestade abstößt, in dem Boot ein ewiges Feuer" erhält, das man niemals ausgehen läßt, wenn man es irgend vermeiden kann, da sonst die drinaendste Gefahr besteht. ! daß die Insassen des gdrechlicren ! 'Fahrzeuges an Ka'te sterben. Andererseits bilden diese Boot - Flammen eine oenanoige eoronung tor ScylsJ ' u i ", tlä durch d MagkUen.Zraße rkn. Die milden Einqedorenen tiim haben, "H"i"t"' nächtlicherweile ein Bischen verstohlene Skerauberei zu treiben und. wo sie in Mass: beisammen siitd und die Gelegenheit für günstig halten, ein vorbeifahrendes Schiff mit Pfeilen, die sie an den Boot - Flammen entzünden, in 6 , piUNNrN. rand zu schießen, um es dnn au-zu-In solche Gefahr gerieth crn- Kurzem auch der Dampfer Herodot", der zur Kosmos - Linie gehört, auf der Fahrt von Hamburg nach San Francisco. Es wird darüber erzählt: Trotz des Sturmes, wie man ihn in dieseri Gewässern gewohnt ist. ging Alles gut, bis das Schiff in 'die Nähe des Smyth? - Fahrcanals kam und für die Nackt Anker warf. Sobald der "Herodot" seine Fahrt verlangsamte, igte sich an der Steuerbord - Seite Anzahl Canoes. jedes mit einer brennenden Flamme. Der Eapitän Brandenburg ordnete eine doppelte cye an, und 'diese Maßnahme er n J- je. r.it .-r . lvlcs na? aua leor zweamaniq. 'enn als die Indianer glaubten, daß die ganze chifssbemannuna schlafe, kamtn fie ganz nahe und schössen Pfeile, en Spitze mit Werg umwickelt war. welche sie an der Canoe - F!amme anzündeten, auf das Schiff. Hätte man nickt die gehörige Wachsamkeit geübt. so wäre der ..Herodot" wahrscheinlick bis auf den Wasserrand niedergebrannt; so aber wurde das Feuer mit Leichtigkeit von der alarmirten Mannschart gelöscht, ehe irgend ein nennensir im i i werter ll?aoen verursacut war. Am andern Tage kamen zwei der Fcuerländer an Bord des Schiffes, als wäre nicvls vorgefallen, und baten um etwas zu essen. Diese Mlden verschlangen sogar einige Stückchen parfümirte eise, die man ihnen gab, mit bei anderem Behagen. Wer weiß, was Älles sur eine Kiste Seife sich diesen rnn f l m a . Menschenkindern abhandeln liejje! Sie waren übrigens am hellen Tage ganz umgänglich. Aber der Eapitän traute ibnen nicht mehr und zog es vor, nicht durch den Smythe - Fahrcanal seinen Weg zu nehmen, sondern lieber hinaus in die sturmgepeitschte See. Er erreichte nach einer Fahrt von 102 Tagen glücklich sein Ziel. lrctischer Herrscher. Einer der berühmtesten Indianerstämme des Territoriums Alaska ist der Taku-Stamm, und sein anertannter Souverän, zu welchem 5(HX bis 6000 Indianer mit absolutem Vertrauen als ihren Fuhrer und Berather auch in Privat-Angelegenheiten aufblicken, ist der gebildete Hauptliilg Johnson. Er reoiert seinen Stamm i j , !,',., " a v. " ' " " V V mi f V , vor zwanzig Jahren erfolgte. John vm vwu iiiiki :aicis:, uuü son darf als oer größte der lnoianlsehen Magnaten ttküttal betrachtet werden; denn er ist nicht blos politisch. sondern auch geschäftlich ein Großn:o gul. Sieben große Läden zu Dyea, Juneau und an andern Plätzen sind sein, und er beherrscht den auswärtigen Handel" mit seinem Volte sogut wie vollständig. Seine Freigebigkeit ist auch nicht geringer, als ,'ein Reichthum. Der nordwestlichen Indianersitte entsprechend, gibt er alle drei Jahre ein großes Potlatch". lvelches man bei uns das Hauptereigniß der Saison nennen würd. Da werden Tausende von Decken und andere schönen Dinge verschenkt, und ein einziger solcher Schenk-Schmauö tostet $25,000 der darüber. Johnson ist auch in manchen Kreisen von Oregon und Washington eine bekannte Persönlichkeit. Denn er kommt jährlich aus Alaska hierher, um Einkäufe imGroßen zu mache oder Decken u. s. w. nach dem Tausend zu bestellen. Er hat schon manchmal eine Wollfirma mit der Größe einer Bestellung in molnentine Verlegenheit geseht. Uebrigens ist Johnson zwar kein Feind, aber ein bitttr?r Ankläa.r d?rMißen. denen
?
er oeionders vorwirst, daß ste Alaska um seinen ganzen Jagd- und Fisch reichthum beraubten und damit sein ge liebtes Volk immer tiefer in's Elend brächten. Auch ist er, soweit die Indianer in Betracht kommen, ein leidensck.aftlicher Prohibitionist und beschwert stch arg darüber, daß die Whisky-Prohibition in Alaska nickt gehörig durchgeführt werde, und so die Indianer auf doppeltem Weg verelendigi und ausgerottet werden. Ueber das Regieren im Allgemeinen machte er jungst die folgende kurze und inyattreiche Bemerkung: ..Die Häuptlinge :".on Euch Weißen herrschen nur des , ' - . . . WM ': .' ?' lomnmh un es ncran mir, wk s mich für 5cht 1ßli." Bultau und Bergbau. In mancher Hinsicht noch merkwürdiger, als die unlängst in der Presse erivähnte Geschichte der Jndepe-dence-Golderz-Gruben von Eolorado ist die Gesch:u)te einer Silbererz-Grube dieses Staates, nämlich der Geyser Mine". Äian möchte glauben, ein Jules Berne habe sie lediglich pyantasirt, und gewissen Leuten, die ihr Geld in dieses Bergwerk gesteckt haben, wäre es seh: lieb, wenn sie dies wirklich glauben könnten. Um 187 herum entdeckte man am östlichen Saum des Wet-Mountain-Thales entlang sehr reichhaltiges Silbererz. und zwar in so großen Klumden. daß das Städtchen, welches dort rasch erblühte, den Namen Siiver Cliff erhielt. Doch nicht von langer Dauer war die Herrlichkeit. Schon kurz unter der Oberfläche des Bodens war keine Spur mehr von dem Silbererz zu finden. Man fragte sich vergeblich, woher die bis dato gefundenen' Silberklumpen wohl gekommen sein möchten. Alle Jnteressirten verloren den Muth, nur Einer nicht. Dieser Eine gelangte zu dem kühnen Schluß, die Silbererz-Klumpen mußten aus irgend einem Vulkan mit großer Gewalt ausgespien und eine gewisse Entfernung weit geschleudert worden sein. Er sann und rechnete nun. mit Zugrundelegung der Weite und Richtung sonstiger Vulkan-Aus-würfe, wo dieser Vulkan sich befunden haben, und daher die Quelle des Silbers gesucht werden müffe. Endlich glaubte er. die Stelle gefunden zu haden, und dort nahm er nunmehr die Silbergräberei auf'ö Neue auf. So entstand die Geyser-Mine. Jahre und Jahre wurde gegraben, bis der Schacht der tiefste im ganzen Staate war. Manche Aankees, die sich auf ihre geschäftliche Schläue etwas einbildeten, ließen sich veranlassen, große Summen in das Unternehmen zu stecken. Dann und wann bemerkte man auch eine schwache Spur von Silbererz, was die Hoffnung immer wieder auf's Neue belebte. Eines schönen Tages starb der Entdecker", noch immer von dem Glauben an seine Theorie erfüllt. Doch es fand sich ein anderer Leiter des abenteuerlichen Unternehmens, und dasselbe wurde fortgcsetzt, es steckte zuviel Geld in der Vulkan-Mine. und es mußte daher noch mehr hineingeworfen werden! Es war der reinste Keely-Motor, und er ging eine halbe Meile unter die Erde. Endlich aber triegten die Actionäre die vielen Umlagen satt; der auf's Aeußerste gespannte Bogen mußte einmal platzen. Die Geyser-Mine wurde zugemacht. Aber wer weiß, ob nicht eines Tages die Vulkan-Bergwerkerei wieder aufgenommen wird? A m M u r u s e r b e i P u n t igam fand man vier mit einer festen Schnur zusammengebundene weiblicbe Leichen, eine Mutter mit drei kleinen Kindern. Sie boten einen entsetzlichen Anblick: das Gesicht der Frau war mit Blut bedeckt und die Füße zeigten mit Blut bedeckte Wunden; ebenso waren die Leichen der Kinder, wahrscheinlich in Folge des Sturzes n's Wasser und des Anschwemmens an Steine. Sand und Geröll, an verschiedenen Stellen verletzt. Die Köpfe der beiden jüngeren Mädchen umhüllten Tücher. Die älteste Tochter hielt die Mutter umschlungen. Das Aussehen der Leichen ließ vermuthen, daß sie bereits vier Wochen im Wasser gelegen sein dürften. Die Leichen wurden agnoscirt als die 40jährige Amalie Pozun mit ihren drei Kindern Hermine, 9 Jahre alt, Anna. 6 Jahre alt. und Marie Pozun. 3 Jahre alt. Die Frau hat jedenfalls im Zustande geistiger Umnachtung sich selbst und ihren Kindern den Tod gez:tm.
Dr. j. A. Sutcliffe, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin- und Rectum Krankheiten. Office: 155 Oft Mars Str. Tel. 941 Offttnden: 9 bi 10 Uhr Bor.; S d4Uhr 9t
DR. J0S. E. M0RR0W P Geschlechts- und Harnkrankheiten. 20 West Qhlo Str. C. C. Everts, Qtutfätt 3al)narjt, 8s Nord Pennsylvania Str. o I wird aus Wunsch anqewndt. Ar I. Bühler. 206 Ost McCarty-Str. Sprechstunden: 8 bis 9 Uhr Vorm.; 2 bis 3 Uhr Nachm. ; 8 bis 9 Uhr Abds. ; Sonntags von 8 bis 9 Uhr Vorm. uns 7 bis 8 Uhr Abends. Telephon 1446. .:. Striktur .:. Mcinc gute Behandlung heilt sttik'.uren voll ständig und entfern? irdesi:idcrnik im Blasenkanat. bebt Entzündungen und rcduzirt vergrößerte Trüicn auf den normalen Ttand. reinigt und heilt Vieren und Harnröhren, stärkt das Rervensuftem, setz! -rästcverschwrndunq ein Ziel, bringt dem Lei Senden Vesundhcit und kxaH wieder und ermöglicht inm die Erfüllung der Lebenc-rNichten. vrechen Sie vor oder schreiben Sie für Iusorma:in. Meine Hausdeda idlung lft stets erfolgreich, cv.sltakion in deutsch u id englisch frei. . Cfnre Stunden : Dr. 5arter Co.. 9 12: 2 5; 7-8.00. Süd Illinois Tt. Sonnlags: 9 11.00. Indianapolis. Ind. Dr. 0. 6. Pfaff hat seine Office nach dem Wivoughby-Gebaude, 224Nortz Meritzian Str., erste Etize. verlegt. Ofrile.Ewnden: Don 2 bi 4 Uhr Nachmittag. t'.vhon: Offti-t iSk -Wohnung Die Wohnung dertr.det ''ich wie tubcr: 1337 Nord Pennsylvania 8t. Dr. 1. 1. Kirkpatrick ? gehandelt &raurnfr n?bcit?tt ttftt Krankheiten M eetums. Hi, tz!e ! MNe Tan.,ifi UND hilt. 0: Bnilfling, 31 0it Obio 8tr WALTER FRANZ, Sahn-Arzt, No. Wi Ost Market.Strabe, Eofsitt lock. Zimmer 48. Osftceftndn : T 12 3?rn. ; 1 5fhn.; ?- bend Sonntag! von 10 Uhr Vm. b 2 Uhr 3im. Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt, Mnjestie Gebseude. Jimme? s. 207 Llr. L. i GREINER, empfiehlt sich für du Vkrifikim (tut !hittk. W ranke Pferd werden entgegengenommen nd erhalten desse Ad Wartung all in ihrer ciftua taHung. 18 Mi 4 Ofl.,?sz,. Telephon 905. V,hung 1791 J veriniethen : Zimmer im Majestic Gebäude zu revuzirtcn Preisen. DaS feinste Offire.GebSude in der Stadt. vollständig feuersicher, schnelle Fahrstühle und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bei 8REG0RY & AFPEL, Agenten. für die Indianapolis Bas Eo. Theodore F. Smlther geschickter und zuverläsftger Dnchdeckev. Pech- und tties-TScher, :Svhalt. und ilsonit.DScher. Engro-Hündler in llen Arten von achmaterialien. Telephsn 861. 301 West Maryland 8t'dwestUche k von Mlssisfippi nd Marvland SN XV. GIERKE, deutscher : : Buchbinder, 631 üe ! tr.. H,nterhau rrr 4 i'tntpono. i? Sus ladazGttz .' VttUkiiKfleR eKtatycn
KsWIl8.MWelstr
vo INDIANAPOLIS. LebrnSvrrsichrrunk. Kt f)ort Life ?nsurance CvmpTM. Vamberger, Sp. Bgent. 200 Jndiana Zruft tildinU, American Tentral Life Ins. Co.. 8 Ost M ket Etr. Q B. Martmdale. Präs. gDitcl t200.000. Advokaten. Banett.".Brown. Pamberqer & Feibleman, deutsche Advokaten. Tel. 417. ---? Stevenion Gebsude. Holz und Kohlenhändler. H. H. Kattau & Co., 41A Cdar Str. ltes Phone 1272. Eisen- und Schmieewaar. Bonnegut Hardware ?., 120124 Oft Wasdwgton Bt Eisen und Stahl. Holliday. W. I. k Co., 107 S Meridian. Schuhe und Etiefel iWI'olksale). VS. T. Coopk? Ckok sso., 127 S. Merid:. Hendricks. Pance Co., US 6. Meridian Banken. rhe Capital National Paris. 28 S, Meridw, Str. M. 43. W'lson Präs. W. T. öhurchma:.. Kzirer. Leichenbestatter. rinftewer S5rc5., 522 Ost V!arket Str. Farben, Ocle und GlaS. rhe . Vurdsal Co.. 102 S. Meridian LtK Indianapolis Painl k l okor Co., 240248 Massachusetts Erocers (Wholesale). Geo. W. Staut, 207 C. Meridian Str. krinkmeder, kühn k Co.. 211 S Meridian U Severin k Co., 61 S. Mkridian Str. M. O Connor k Co.. 47 S. Meridian Er. I. . Prry k Co.. 26 W. Georgia Str. Kutschen und Reparaturen. odbinS, Jrvin k Co.. 32 Oft Georgia St. Spiele und Spielwaaren. Mader, Charles k Co.. 29 K. Lashingtw Truggisten cWholesalc). Indianapolis Trug Co.. 21 0 'arylank. Ward BroS. Trug Co.. 6. Meridian. Sägen und Werkzeuge. E. C. Atkins k Co., 402-410 S. Jllinoik. Trust-Compag'.iirn. Jndiana Truft Co. k Safetv Vault Safe Tcpostt BonltS. gleicher? Sase Teposit, 30 Os Z'-ashingto. Bor.eb ..00 und fwibktß. Sameuhli.'ldler. Huntington k Page. 130 Oft Market. PianoS und Musikalien. karltn k Lennox. 59 Oft Marlet Str. Landwirthschajtliche Geräthe u. Wag holten W. . Mfg. Co.. 339 Oft Wash. t. X. Conde Jnement Co.. 27 N. Capitol Wintr k Hummel, 221 Washington. Zuckerwsaren (Wholesale). Daggelt k Co., 18 West Georgia Str. Schnittwaarcu. urphy. Htbten k Co., 135 S, UnIKwU 6aenf k GeddeS Co.. 206 6. Meridian. Grundeigenthum und Versicherung. Spann, John S. k Co., 86 Oft Market. FeuerversicherungegescUschaften. Jndiana Insurance Co., ChaL. SchurmR Präs.: Tho. v. Kinn. Secretör. Eisen- und Blechwaaren, Gewehre. Lahman k Carey Co.. 111115 S. MeriX Leder, Treibriemen, Packmaterial. hid. Veattzer k Belting Cc . 227 S. Meridian St Wnndarztliche Instrumente. W. h. rmftrong k Co.. 224 S. Mr!ditn. Pumpen, Wasserleitung. Fahrzeuge. omftock k Coonse Co.. 371 S. Meridian. Obft und Produkte Commission. Syerup k Co.. 2224 S, Delawar Str. Ire Cream. ffurna. . W.. 212 N. Pennsylvania S. Bauholz. Coburn, Henry. Georgia Str. Hrn Weißblech. Banner k Sulliran, 216 S. Meridian StA Putzwaaren, ffahnley k McCrea, 240 S, Meridian Ste Beckereien. he Parrott k Tagqarl Bakerh. Xtl 80k Bry' Bakery. 14 Ost Soulh Str. Hüte, Handschuhe etc. , Hendrickso, Lefler k Co . 131 S. Merid jiyfi comte roated RIPANS TABUIIS re intended sor children, lad! and all who prtfer a medictoe disguUed as von. fectionery. T hcy may now be had (put up in Tin Boxcs.scvcnty.tMO in a box), oricc. twentv.stve cents or fiveboxes 5 nc dollar. Any druggist wjll get them - .. . u you insis. ane tney may aiways oe : btamed by rctn:ttinj the pnee to TheRiparts Gienvca! i?p?nyrvc iv mmr t. . W w
M
sXMM
s i un
jmm
r-Htx t. n m
