Indiana Tribüne, Volume 24, Number 75, Indianapolis, Marion County, 2 December 1900 — Page 6
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JttViana Trihünc, Sonntag, 2. Tcccmdcr 1900.
Weihnachts-Handarbeiten. Die an künstlerischem Geschmack re:$n, dabei meist flott herzustellenden Arbeiten der Neuzeit umfassen eil weiie3, technisches Gebiet und dienen dem Haus wie der Toilette zur Zierde und zum Nutzen. Es wird immer nur daruf ankommen, das für den limpfäner angenehme und zweckentsprechende herauszufinden. Wir wollen deshalb hier eine Zusammenstellung der beliebtesten, lohnendsten und charakteristischften Handarbeiten geben, wenn diese auch bei all der Fülle natürlich nicht erschöpfend sein kann. Ein großes Gebiet für Handarbeiten stellen Decken in den verschiedensten Techniken. Für Salontischdecken steht noch immer die Point-Lace Arbeit in hoher Gunst, mag sie nun allein in dieser schönen Technik oder im Verein mit Tüll, Seide, Leinen oder anderenStoffen ausgeführt werden. Ebenso effectvoll sind Decken aus gemusterter gelblicher Seid auf einer Unterlage von Brüsseler Tüll, an denen die Muste?ung durch Mignardise umrandet und mit flotten Stichen aus starker, stlberweißer Seide ausgenäht ist. Der seidene Stoff wird theilweise über dem Tüll fortgeschnitten und dieser zierlich durchstopft. Außerdem verwendet man mit Vorliebe für Salontischdecken Nadelmalerei, Gobelin- und Plattstichstikerei, sowie Durchbrucharbeiten und Filetguipüre. Recht niedliche einfache Schutzdecken arbeitet man jetzt aus gewustertem Batist und versteht sie mit einer Umrandung aus rothem Schweizerkattun. der eine nach der Form ausgeschnittene Bordüre bildet und mit leichten Stichen ausgenäht ist. Ebenso nett sind leinene Decken mit buntfarbigen. im Platt- .'der Stielstich mit Waschseide oder Garn ausgeführten Streublumen, bei denen es nur geringer Mühe be'darf, um die verschieden$en von uns gegebenen Vorlagen dafür zu verwenden. Für Eß- und Wohnzimmer, zu Kaffeedecken und dergleichen findet die Zkreuz- und Flachstickerei viel Beachlung, ebenso für Vorhänge. Stuhlbordüren. Fußkissen und manche andere Dinge. Dem sich immer mehr geltend machenden Verlangen, alles zierlich und nett zu gestalten, entspricht die Mode, Schiebladen vonNachttischchen. Toiletten u. s. w., namentlich in Fremdenzimmern, mit Teckchen auszulegen. Man arbeitet sie aus altdeutschem Leinen und umrandet sie mit leicht qestick--ten Bordüren, Languetten oder Steppsäumen. Kleineren Mädchen ist Gelegenheit gegeben, ihre Fingerfertigkeit und Ausdauer an Tuch- und Filzdecken. Bürstentaschen und ähnlichen Dingen zu üben, auf denen die einfache Mustetung für den trichstich vorgezeichnet ist. So beliebt und wirksam PointLnce und Filetguipüre für Tisch- und Bettwäsche sind, ebenso sind sie es auch in feinerer Ausführung für Toilettengegenstände aller Art. In ersterer Technik arbeitet man ganze Kleider, Blusen, Jäckchen. Kragen. Fichus u. s. fc. oder verziert damit Taillen. Kratvatten. Schärpen, überhaupt die verschiedensten Gegenstände, während die Filetguipüre vielfach in einzelnenQua"braten und Einsätzen an der Toilette
Zvenduna findet, :tn stärkerer Au n Immiirft m,in mtt7ttlt uitnHro nae. decken u. s. w. "luck hte rum- und ttenan am-eu'iferpi tit se Gegenstände wie für Kleiderren gleicy oeiieot. enr yuv,cy .ascyeniucvoorouren. icyuö unv Illeidergarntturcn mit Tülldurchzug; uch Gardinen. Bett- und Tischdecken, Stores. Unterröcke, Sckürzen und andere Gegenstände werden vielfach damit Verziert. Von plastischer Schönheit ist die oft für Sachets, Körbchen u. f. w. verwenoete Stickerei von Seidenbändchen. die trotz ihrer leichtenAusführung doch von großer Wirkung ist. Ein weites Feld beherrscht die Applikation, die nahezu für alle Gegenstände Verwendung findet. Mappen, Ziaminschirme, Stuhlbordüren. Decken, Vilderahmen, ganze Bilder, Kissen und viele andere Gegenstände werden in dieser Technik gearbeitet, die oft mit leichten stichen und in einander greisenden Plattstichen verziert, in das Gebiet der Nadelmalerei übergreifen. Damen. die mit dem Pinsel umzugehen wissen, werden die hübschesten Wirkungen erzielen, wenn sie auf Gaze. Seide, Sammet u. s. w. ein Muster in leichter Karbentönung anlegen und mit flotten Ttichen von Goldfaden, Seide oder Ckienille aussticken. Für weniger kunstfertige Damen sind die Muster mit unten, wie Malerei wirkenden Farben ras Atlas u. s. w. vorgedruckt, so daß es nur der leichten Nachhilfe bedarf, um vollkommen künstlerisch erscheinenltt Rahmen. Kissen, Kästchen u. dergl. Herzustellen. Aeltere Damen, deren Augen und ande für die feineren Arbeiten der Jugend nicht mehr so geeignet sind, können mit den praktischen, immer hübschen, gehäkelten und gestrickten Wollarbeiten ebensoviel Freude errern, wie jüngere mit den kunstvollsten Nadelarbeiten, Malereien u. s. w. Da gibt es schnell fördernde Taillentücher, Wchlaf- und Wagendecken. Unterröcke. Vnrerjacken und viele andere, vielleicht ichr gerade poetisch wirkende, aber och sehr angenehme und nützliche Dinge. die unter Umständen vielleicht mehr erfreuen, als jene nur dem Schmuck dienenden Handarbeiten. Wenn wir nun nech aller jener Techiken gedenken, bei denen nickt die Nadel, sondern Schnitzmesser, Punzeism, Brennstift, Pinsel u. s. w. herrscht, so erschließt sich hier eine ebenso weite Perspective für die manuelle GeschickLchkeit und für das künstlerische Em-' pfinden der Damenwelt. Mit der kerbschnitzerei oder der Brandmalerei
verziert man Wandbretter. Supraporten. Spiegelrahmen, Schränke, Stühle, Tische, Schachbretter und dergl.. wobei man oft auch beide Techniken miteinander zu gemeinsamer Wirkung verbindet. Ebenso vereint man oft die Brandmalerei mit der Buntmalerei zu hübschen Effekten. Wird nun zwar in jedem Jahre so auch diesmal zur Weihnachtszeit über das qeheimnißvolle Handarbeiten der Frauen ein wenig gescholten und vielleicht wohl auch gespöttelt werden, so hat das nichts auf sich. Es liegt in diesen selbst gearbeiteten Weihnachtsgaben ein eigener traulicher Zauber und in dem Arbeiten selbst so liebevolle Schaffensfreudigkeit. Und überdies: ist dieses Spötteln und gutmüthige Schelten nicht vielleicht nur ein Maske, hinter der die fterren der Schöpfung ihre Rührung über die endlos sorgende Hingebung der Frauen nur zu verbergen suchen? Kaschper! in Mönchen. Der Münchener Magistrat hat den volkserzieherischen Werth des Puppenspiels, wie es der greise Jugendfreund Papa Schmid" in gemüthveredelnder Weise seit über 40 Jabren ausübt, erkannt und dem Kaschperl" ein eigenes steinernes Haus erbaut, das erste regelrechte ständige Theater, dessen er in Deutschland je gewürdigt worden ist. Der Kaschperl", hinter dem Joseph Sefcmrd steckt, verdient solche Ehre. Dieser Kaschperl" weiß gar wohl, daß er eine culturgeschichtliche Persönlichkeit ist. die, ihres heiligen Ursprungs und ihres dramaturgisch und religiös bedeutsamen Vorlebens hier ganz zu geschweigen. der frühste Vorläufer und der letzteErbe des lustigenLieblings der Volksbühne, des immerfrohen, aber Nimmersatten Hanswurst, ist.
Joseph Schmid. Der ..Kaschperl" läßt, indem er nach mündlicher oder handschriftlicher Ueberlieferung mehr als hundert Stücke gibt, seine Schwänke nach Art des echten alten Puppenspiels, das er fortpflanzt, in das drollig naiv vermittelnde Repertoire der gesammten Weltliteratur, den Holofernes" u. Fortunal" wie den Faust" und Ton Juan", hereinspielen. Ja, er hat sogar einen Merks" für's actuelle" und legt sich flink die Zeitereignisse zurecht. Dabei besitzt Kaschperl" nicht nur ein großes Maul und einen guten, sehr weiten Magen, sondern auch einen hellen Kopf und ein wackeres Herz. Er ist ein kreuzfideler, grundbraver Kerl. Ueberall, wo er im Münchener Marionettentheater auftritt, schreitet ihm das Ideal, sei es eine holde Fee, ein milder Engel, ein tapferer Held, eine fromme Frau, voran. Dem ethischen Moment dieses Puppenspiels hält das ästhetische die Wage, denn die zahlreichen Decorationen wie das über tausend Figuren umfassende Personal sind, von Malern und BildHauern ersten Ranges geschaffen, bis in's Kleinste künstlerisch durchgebildet. Kein geringerer als Franz v. Seitz. der Reformator der zu historischer Stilechtheit erhobenen Bühnenausstattung, ist einst bei der Costümirung der Marionetten mit Rath und That behilflich gewesen. Das Münchener Marionettentheater ist das Werk des Generalmajors von Heydek, der sein malerisches Talent an den Fresken des Cornelius in der Glyptothek erprobt hat. Für Hevdek's eigene und die Kinder der Hofgesellschaft entstanden, gelangte das in Allem unbedingt kunstgerechte Liliputtheater 1858 in den Besitz des Vereinsactuars Schmid, der in dem Hof - Musikintendanten Grafen Pocci seinen Hausdichter fand. Vierzig Stücke hat Pocci. viele Kobell und anMarionettentheater. dere Unioersitätsprofessoren. die Musik oazu eine Reihe von Hofkapellmeistern geschrieben. König Ludwig der Elfte, der an der gemüthvoll kernigen Sprache des von Schmid übernommenen Kaschperl" seine besondere Freude hatte. gewährte ihm sogar im königlichen Odeon Raum. Doch weder hier noch an sieben anderen Orten fand das Marionettentheater eine dauernde Stätte, bis sie ihm durch den hübschen zweckentsprechenden Bau Theodor Fischer's geworden ist. Dieser Tage hat der rzigjährige Schmid. der, daß der kaschperl nöt oerfremd't", der Stadt sein Marionettentheater letztwillig zu hinterlassen gedenkt, zum Jubel der Jugend im neuen Heim seinen Einzug gehalten mit dem harmlosen G'schpiel. das scho' viel Tausend a Freud gemachk ur.d L'wirl: auf ihr G'fuhl". Verkante. Grete. laß Dit von dem hübschen Vetter nicht dett Kopf verdrehen. " O Mama, ich bin! vollständig vetterfest!"
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Harbnrg an der Wörnitz. Wenn man mit der Eisenbahn von Augsburg nach Nördlingen fährt, durchschneidet man. nachdem das weite Lechseld und die Tonauebene passirt sind, ein felsiges Bergland, die Auslaufer des Schwäbischen Jura. Verwundert sieht der Reisende aus einmal schroffe Felswände, die das Flüßchen Wörnitz. das vorher in großen Schlangcnwindungen die Ebene durchzogen, sich durchbrochen hat, um der Donau zuzueilen. Bei einer raschen Biegung um einen steilen Felskoloß zeigen sich plötzlich den erstaunten Augen die Zinnen und Thürme eines imponirenden Schlosses, des Schlosses Harburg. Ein stolzer mittelalterlicher Bau ragt mit acht Thürmen auf der zerklüfteten Felswand gen Himmel, eines der pittoreskesten Bilder, die man in Teutschland finden kann. Die Burg gibt noch ein volles Bild eines Mittelalterlichen Schlosses, da sie wenigstens von außen vollständig erhalten ist; sie hat alle Kriegsstürme der verflossenen Jahrhunderte unversehrt überstanden und steht noch als ein Zeugniß der ttxaH unserer Altvordern da. Schloß Harburg war der Stammsch einer im vorigen Jahrhundert ausgestorbenen Linie der Fürsten von Oettingen. Es ist heute noch im Besitz der Familie, doch ist es nicht mehr bewohnbar, und nur das Nothwendige geschieht, um den Bau vor gänzlichem Verfall zu schützen.
Harburg. Harburg an der Wörnitz '.st eine der ältesten Städte DeNtschlands. Schon vor 1250 war es eine reichsunmittelbare Stadt, wurde aber von Kaiser Konrad in Geldnöthen an die reichen Grafen von Oettingen um 1590 Mark Silber verpfändet. Von da an blieb es im Besitz dieser Familie. Die Wörnitz. der Ausfluß des vorgeschichtlichen Riessees, durchbricht den Jura ähnlich wie weiter östlich die Altmühl. Dieser Riessee spielt in den Sagen über die Entstehung desSchlosses seine Rolle. Die Fischer des Riessees, der bis an die Felswände des Schloßberges spülte, sollen ihre Kähne an eisernen Ringen am Felsen befestigt haben und beim Heranziehen derKähne gerufen haben: Harr an die Burg", woraus Harburg" entstanden sein soll. Doch bedeutet der Name in Wirklichkeit nur Aar, Har hart, hoch, also Hochburg (die Form ist noch vorhanden in Hartsfeld, Hertsfeld und so weiter). Das Schloß liegt auch mehr als 400 Fuß über der Stadt. Harburg hat zwei Kirchen: St. Michael im Schloß und St. Barbara in der Stadt; außerdem eine Synagoge. Jedenfalls stand schon in Römerzeiten ein Kastell hier, wie der massive viereckige Thurm im Schloßhof beweift, der später als Gefängniß diente und schauerliche Verhältnisse birgt. Unholdenloch" wurde der Thurm einst genannt. Die weiteren Thürme sind der Pfisterthurm. nach der daneben gelegenen Schloßbäckerei genannt, auch Armsünderthurm, weil die Verurtheilten hier ihr letztes Stündlein abwarten mußten, ferner Faulthurm und Brunnenthurm, welch' letzterer den Schloßbrunnen enthielt, der 437 Fuß tief bis auf den Grund der Wörnitz geht, Glockenthurm und so weiter. Burghof. Der obere Burghof wird von einem bedeckten Schloßgang vollständig umgeben, von dem aus Schießscharten herunterdrohen. Man hat von hier eine entzückende Aussicht. Ein mächtiges Thor mit massivem Fallgatter, an dem ein Wolfskopf angenagelt war, schloß den Hof ab. Es ist alles gut erhalten. Außer einem Fahrweg geht vom Städtchen aus eine über 400 Stufen zählende Treppe im Schatten Herrlicher Lindenbäume direkt in den unteren Schloßhof. Die Schloßkirche enthält in der St. Annakapelle die Familiengruft (Eingang unter der Kanzel, von zwei steinernen Wächtern behütet), und hier liegen beinahe sämmtliche Glieder der ausgestorbenenLinie Oettingen. Prächtige steinerne Grabdenkmale zieren die Wände der Kirche, die 1721 erneuert, aber leider durch den Zopfstil verunstaltet wurde. In der Gruft befinden sich auch drei alte Fahnen. Seit Harburg die Gerichtsbarkeit verloren, ist vollends alles Leben aus den Gebäuden des Schlosses entflohen, und nur die Schloßfahne klagt krachgend über den Versal!. Im neuen" Schloß sind noch ein Festsaal und eine Reihe Gemächer ziemlich erhalten, im alten Schloß dagegen sieht man durch 1 die Balkenlagen der Decken und Fußböden bis in den Keller. In der Stadt fällt das Pfarrhaus als höchstes Gebäude auf. Es war früher Amtshaus und enthielt Gefäng- .' nisse, die noch 1670 benutzt wurden.
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Die GefKigenenzellen waren dunkel, und die Insassen konnten nicht einmal aufrecht stehen.
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r - j Burgthor. Der Pfarrgarten, der sich an dem Schloßfelsen emporwindet, zeigt an der Felswand eine Höhlung, die sich in den Fels hinein verliert. Man glaubt, daß dies die Mündung eixes Geheimganges war, der zu Ausfällen oder auch zur Flucht der Bewohner diente. Die Stadt besteht beinahe nur aus einer Straße, die sich auf dem schmalen Terrain zwischen Schloßfelsen und Wöl--nitz hinzieht und sich die Schlucht zwischen dem Schloßberg und der venachKarten Höhe hinaufwindet. Die Thore, deren einst sieben vorhanden gewesen sein sollen, sind gefallen, und heute macht die Stadt einen sehr ländlichen Eindruck. Die Stadt besitzt vielWald, den sogenannten Karab, den eine sagenhafte Gräfin Hilaria ihr vermacht hat, aus Gewissensbissen, weil sie eine unliebe Schwiegertochter durch ihre Knechte hatte beseitigen lassen. Harburg hat eine bewegte Bergangenheit. Im Jahre 1542 wurde cs durch spanische Truppen eingenommen, 1546 durch Markgraf Albrecht erobert, am 3. August 1645 durch Turenne besetzt, 1648 durch kaiserliche und bayrische Truppen eingenommen; damals gerieth das Schloß am Thor in Brand. Am 24. Juni 1800 zogen wieder Franzosen in die Stadt ein. Modern. Gnädige: Hier, Fräulein die Nota des Metzgers mit 38 Mark, die des Bäckers mit 21, und dem Kaufmann vorläufig eine ü 'nt-Zah-lung von 50 Ms.! Bezahlen Sie dies einstweilen, bis mein Mann im nächsten Monat diese Bagatelle regelt!" Hausfräulein (verlegen): Bedauere. gnädige Frau, das geht über mein Vermögen! Ich kann Ihnen meine Kräfte, aber keine Geldmittel zur Verfügung stellen!" Gnädige: Empörend! Ich habe mich, scheint es, in Ihrer Person gründlich getäuscht! Was verstehen Sie denn unter Stütze einer Hausfrau" ? ! Doppeldeutig. II 11 II . . .Wenn ich denke, wie schön andere Männer ihre Frauen kleiden. . Still!. . . Wirst Du schon wieder anzüglich?" N a i v. ll Ifnlr' i i - l v - . . w-fe d JJMiAymML o3 k Q Vater (der Braut): 50,000 Mark Schulden haben Sie? Da bleibt ja beinahe nichts von der Mitgist übrig!" Bewerber (verwundert): Ja. wollen wir denn die Schulden bezahlen?-
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Kanton. Die Erhebung der Reformpartei m de-c chinesischen Provinz Kuangtung ßeaen die Mandschu - Regierung hat am Tungkiang (Ostfluß) und im Hiaterland der britischen Besitzung Kaulung unter der Führung des Arztes Sunyatsen einen solchen Anhang acfunden, daß die Metropole derProvinz, Kanton, am Tschukiang bereits bedroht erscheint. Kanton mit seiner Bevölkerung von zwei Millionen Seelen ist die größte Stadt Chinas. Bon den Ufern des sehr belebten Tschukiang oder Kantonstroms dehnt sie sich weithin in die fruchtbare und sehr gut angebaute Ebene aus und steigt im Westen an den dortigen Hügeln empor. Aus den unabsehbalen Häusermassen ragt die schöne gothische Kathedrale des katholischen Bischofs von Kanton mit ihren beiden hohen Thürmen als Wahrzeichen auf. Im übrigen ist die bemerkenswertheste bauliche Sehenswürdigkeit hier wie so oft in China die mächtige Ringmauer mit ihren Thoren und Thürmen.
Großes Nordthor. Die Tempel, so der des Kaisers, sind zwar zum Theil sehr alte, meist aber unansehnliche Gebäude, in deren VorHöfen das Gras wächst. Einen unerschöpflichen Reichthum von Bildern aus dem Volksleben der Stadt, die einheimisch Kuang-tschou-fu heißt, gewährt das Gewirr enger Gassen der Chinesenstadt. das den ganzen Tag über vom Getöse der Hausindustrie und des Straßenverkehrs erfüllt ist. Wie ehemals in Europa, so wohnen auch hier die Angehörigen desselben Handwerts immer in einer Gasse für sich allein. Die aus grauen harten Ziegeln erbauten und mit gebrannten, durch Mörtel verbundenen Hohlziegeln gedecktenHäuser sind meist einstöckig und gestatten von der Straße aus einen ungehind?rten Einblick und Eintritt in das Innere. Die größeren Läden, in denen die Erzeugnisse des dortigen Gewerbefleißes. Seidenstickereien. Fächer, getriebene Silberarbeiten. Bronzen, Perzellan. Emails feilgeboten werden, sind für den europäischen Besucher kleine Museen. Stiller als in dem betriebsamen Inneren Kantons ist es in den die Privatwohnungen der wohlyabenderen Bevölkerung enthaltenden Außenvierteln und in der von einer eigenen Mauer umgebenen Tatarenstadt, dem Sitz des Vicekönigs und der kaiserlichen Behörden. Den größten Gegensatz zu der Chinesenstadt bildet das auf einer bis vor zwei Jahrzehnten wüsten Insel d?s Tschukiang gelegene Europäerviertel Schamin mit seinen Consulaten, Villen. Gärten. Parks. Lawntennis Grounds, seiner eigenen Wasserleitung, Englische Brücke Feuerwehr und Polizei. Ueber den Kanal, der Schamin von Kanton trennt, führen zwei Brücken, die englische und französische, die durch starke Eisengitter gesperrt werden können und auf der einen Seite von schaminer Polizisten. auf der anderen von chinesischen Soldaten bewacht werden. Vorficht gegen die einheimische Bevölkerung ist am Platz, wie noch ein Ueberfall der Europäerstadt in den achtziger Jahren gelehrt hat. Schamin ist von Europäern aller Nationen, vornehmlich von Engländern und Deutschen bewohnt, die hier das Ausfuhrgeschäft betreiben, und wird von einem Stadtrath verK a i s e r p a l a st. waltet, der aus völlig freien Wahlen der dortigen Europäer hervorgeht, da kein chinesischer Statthalter und keine europäische Macht in die Angelegenheiten dieses merkwürdigen kleinen Freistaates sich einzumischen das. Recht hat. Mindestens ebenso interessant wie das Kanton auf dem festen Land ist die umfangreiche Schiffstadt auf dem Strom. Die am Tage meist von Frauen und Mädchen gelenkten Ruderdoote gehen Abends am Ufer vor Anser; alsdann ist der durch ein rundgewölbtes Holzdach gegen die Unbilden der Witterung geschützte Raum der Jahrgäste und der Ladung die Schlaf-
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statte der Bootsleute, die an Bord ihrer vorn und hinten mit einem Deck versehenen Fahrzeuge die Mahlzeiten bereiten, die Wäsche besorgen und alle möglichen häuslichen Verrichtungen vornehmen.
Unerwartete Wirkung. ,Wer mag die Würstln?" KaffeemitRum. hktmfo ;.. -S7-'.-it& vt-VArrf, T '. i " m'-, i . . , SSO; T - -7 t yi & -'x iüMr ' X .- -y ' j? t, , ...ii vu' - : ss s - m,i ? -GT:-M ?ÄVe4-S ja nXMOLSE ' MMJff&F' - ' - - -j. : unvt ;arv nn. xii's'j a. s I IH 3k lsl . Unterscheidung. Frau (zum Dienstmädchen): Lina, Klatschereien dulde ich keine, aber Neuigkeiten können Sie mir mittheilen." Immer z e r st r e u t. T - T :s - So so Alles besetzt?!. ..Na, ich komm' ein ander' Mal!" Gerechte Entrüstung. Richter: Sie wurden also von dem Angeklagten in Ihrem Keller überfallen. und mußten wehrlos zusehen, wie er sich an Ihren besten Weinen labte?" Zeuge (entrüstet): ..Jawohl!. . . Zuletzt habe ich sogar noch Schmollis rnit ihm trinken müssen!"
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in Pariser Gewerbe.
Laubsammler" nennen sich selbst die Mitglieder einer Corporation in Paris, die nicht der wirthschaftlichen Bedeutung entbehrt. Der Laubsammler ist gewöhnlich ein früherer Arveiter, der durch irgend einen Unfall die Fähigkeit verloren hat, schwere Arbeit zu verrichten; man sieht ihn in den Wäldern um Paris auf der suche nach grünen Bäumen und frischen Blättern. Den ganzen langen Tag schichtet er seine Ernte zu einem großen Haufen auf, den er dann Abends in die Stad: bringt. Manche haben ihre kleine feste Kundschaft, bestehend aus Detaillistcn, Butter-, Obst-, Wildhändlern, denen sie ihr Laub pfundweise für 10 Centimes verkaufen, wobei sie bis zu 6 Francs verdienen. Die Grohhändler in den Markthallen nehmen ihnen den gesammten Tagesvorrath auf emmal für nur 4 Francs ab. Das. wie man sieht, ziemlich einträgliche Geschäft n noch den Vortheil, daß es das ganze Jahr hindurch geht". Denn im Winter, wenn die Buchen und der Ahorn kahl geworden sind, liefern die Brombeersträucker das nöthige Material. Dabei sind die Unkosten gering, ri'le Wälder sind überhaupt Jedem zugänglich, während in den Staatsforsten allerdings nur auf Grund einer Eoncession. die 10 Francs jährlich kostet, das Laubsammeln gestattet wird. Die Laubsammler sind denn auch mit ihrem Metier meist recht zufrieden. Auf der Ferienreise. Frau (ihren Mann überrast-end. als er der Kellnerin einen 5iufz gio:: ..Aber Mann, was machst du denn da?" Mann: Ich. liebes Kind? Hm! Zch studiere nur die hiesige Munoar:." I '1 i v, nmt : . ürn - mmm & Kammerzofe (zum Kutscher, : Ds gnädige Fräulein wird einig Tage nicht ausfahren, sie hat ein Wunmerl auf der Nase! Kutscher: Bei unsereinem möä i's gleich heißen: Der Kerl kriegt eine Schnapsnase!" Widerspruch. ' v Na, Peter, bist Du auch bei r. freiwilligen Feuerwehr Dös glaub' i' bei um muß a Jeder zu der freiwilligen jytvxi wehr!" O. diese Kinder! ! ' . rn . n m Aber Kinder, was habt ihr denn mit meinem theuren Muff gemacht?" Wir haben Friseur gespielt, Mamav Widerspruch. Stotterer: Mein gnä gnä gnädiges Fr Fr Fräulein, ich ha ha habe Ihnen ein Ges st ständnih zu m m machen. Ich lie lie lie liebe Sie!" Fräulein (errathend): Das kommt so plötzlich!" Ein feines Theater. Fremder (im Wirthshaus): Ihr Hel dendarsteller hat gestern Abend aber famos ausgesehen!" Sckmierendirector: , da sollten Sie 'mal erst Sonntags in's Tbeater kommen 0t ist er frisch rasirt!"
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