Indiana Tribüne, Volume 24, Number 74, Indianapolis, Marion County, 1 December 1900 — Page 7

I

Deportirt.

Roman von S. V. o I n I n g. Fortsetzung.) 20. Nach dem Schiden des letzten Äaftes ergriff Lady Stark ihren Bruder bei toben Händen und gratulirte ihm warm in Daintree's und Claire's Gegenwart. Ein vollständiger Triumph! erHarte sie. Hätten nur Deine Feinde da sehen können.' Aber jetzt, Nicholas, brauchst Du Dich nicht mehr um sie zu bekümmern; Du kennst nunmehr die Gefühle aller vernünftigen Menschen. Wer weitz denn nicht, daß die ganze Anklage nur ein von den Radikalen Wider Dich geschmiedetes Complot war! Aber sie sehen jetzt in. welche unerschütterliche Position 5Du einnimmst, lieber Nicholas, und wetdkn sich wohl hüten, nochmals anzufangen. Ich sollte Euch Beiden danken, rief Harding mit gezwungenem Lachen aus. Aber die Wahrheit zu sagen 5en ganzen Abend habe ich diesen Blaydes vergeblich errrartet. Was zum Teufel kann ihm zugestoßen sein? Claire's Händen entglitt der schwere Pianodeckel nn fiel mit lautem Kra-1 chen nieder. Daintree beobachtete sie. während sie sich für ihre UngeschicklichZeit entschuldigte, obne sich dabei umzuwenden Wolltest D geschäftlich mit Capitän Blaydes verhandeln? erkundigte stch Ladn Stark. Einestheils auch das. Es handelte sich um eine ziemlich wichtig Angelegenheit. An emem so ungelegenen Tage! Es ging nicht anders; aber die Hauptsacke ist jetzt, was mit ihm geschehen sein kann? Scbon vor Stunden hätte der Wagen da sein müssen. Wetter und Wege sind ausgezeichnet. Was kann ihn also zurückgehalten haben? Unbegreiflich! Unbegreiflich! rief Mr. Harding ganz außer sicb: aber bei Gott, ick möcbte wobl binüberaei-cn in seine Wohnung und sehen O bitte, bitt! Um Gotteswillen, gehe sofort! Zitternd, "mit aufgehobenen Händen stand Claire vor ihm. ihre Stimme fast unhörbar, ihr Antlitz von Entsetzen erfüllt. Einen Augenblick lang standen sich Bater und Tochter mit verständnißlosem Erstaunen gegenüber, jedes von ihnen überrascht, in dem Auge des Anderen seine eigenen Befürchtungen zu lesen. Dann floh Claire schluchzend aus T?rn 4immer Lady Stcrkie folgte ibr. Jetzt verstehe ich Alles, saqte " v . AUIIllCC. Jl$l VSlJltlC iU UUZiSl Mr. Harding schloß die Thüce. Das freut mich wirklich, bemerkte er sarkastisch. Ick meinerseits gestehe, daß ich es nicht verstehe. Was ist dcnn Ihre Erklärung? Sie ist in Blaydes verubt. In Blaydes? Narrheiten; in Sie eher. Liebt sie wirklich Jemanden, so können nur Sie es sein. Daintree 'erichtet in großer ErreHung die Geschichte seiner Liebeserklärung in der Laube. Aber ich werde Sie doch noch mein nennen! schloß er. mit den Zähnen knirschend. Mr. Harding's Entrüstung war unbeschrelblic Diese Heirath wäre sein eigenstes Werk gewesen. Er hatte Daintree's Bewerbung mehr als nur sein Einwilligung gegeben, und ihn seit Monaten als Schwiegersohn betrachtet und behandelt. Aber er war nicht im Stande, lange bei diesem Gegenstand zu verweilen, und sagte nach einigen Worten des Bedauerns: Wenn Sie Recht haben, so bin ich gezwungn. Blaydes sofort aufzusuchen und der Sache ei Ende zu machen. Ich konnte mir nicht denken, wa rum der Kerl nach Westend zog: jetzt begreife ich es. Noch heute Abend werde ich ihm mein Haus verbieten. Ich habe noch eine Kleinigkeit mit ihm abzumachen, dann sind wir geschieden Leute. Wollen Sie mitkommen? Und ich muß wiffen, ob der Mensch heute Abend in die Etadt gekommen ist. und warum ich ihn vergebens erwartete. Ich muß das wissen, bevor ich schlafen gehe! Tamtree holte schnell seinen Hut, und beide Herren verließen behutsam das Hau?; trotzdem hörte Clan? ihr Fortgehen. Sie schritten zwischen denselben Heckenzäunen und vsm Monde beschienenen Feldern dahin, wo Thomas Erichs und der unglückliche Blaydes zu einer früheren Stunde gewandelt waren. In einer Entfernung von zweihundert Schlitten gingen sie an der Steile vorübHr. wo um diese Zeit Ar Leichnam des Capitäns noch unntdeckt lag. Sie wckten ein imSchlafe liegendes Torf auf und erhielten aus inem nach langem Klopfen geöffneten Fenster die mürrisch Mittheilung, daß Kapitän Blaydes zwar nach Hause gekommen war. sich aber umgekleidet und kurz nach zehn Uhr in einem Fiaker wieder auf den Weg gemacht hatte. Sagte er, wohin er ging? Nein, aber ich hörte, wie er dem Kutscher sagte, daß die Entfernung nur eine Meile betrage. Das Fenster wurde geschlossen. Die beiden rren Zehrten um. Keiner von

ihnen sprach ein Wort; aber Harding's Knie zitterten, und sein Gefährte beobachtete ihn aufmerksam. Als sie das Thor öffneten, verschwand an inem Fenster des ersten Stockes ein Licht, um gleich darauf in der Vorhalle sichtbar zu werden. Daintree ergriff den Anderen beim Arm und flüsterte: Das ist Miß Harding! Jetzt werden Sie sehen, daß ich Recht habe! In der That kam ihnen Claire mit einer Kerze in der Hand entgegen. In ihrem grau und alt erscheinenden Gesichte glühten unruhig ihre ausdrucksvollen Augen. Nun? Kaum konnt sie dies eine Wort hervordringen. Er ist nicht zu Haus, sagte Mr. Harding. Gewiß ist r dann überhaupt nickt zurückgekehrt! O ja. Darum handelt es gerade. Seit r um zehn Uhr wegfuhr, um ,u uns zu kommen, hat man nichts mehr von ihm ghört. Elaire stand wortlos vor ihnen; ihr Gsicht rschien beim Kerzenlichte ge-

spenstisck bleich. Mit tiefem Stöhnen ' ging sie wieder die Treppe hinauf. Mr. Harding schien in Gedanken verloren, aber Daintree faßte ihn beim Ärm. Nun. was habe ich Jbnen gesagt? Harding backte nach. Sie sagten, es wäre Blaydes. Wenn auck dem so wäre, wird sie doch nie sein Gattin. Doch vor Allem möchte ich wissen, wo er sein kann! Ich auch, meinte Daintree hamisch. In der Vorhalle reichte er Harding die Hand zum Abschiede, doch dieser wollte nichts davon hören. Um Himmelswillen, lassen Sie mich nur jetzt nicht allein! Ich kann heute Nacht kein Auge schließen. Wa kann dem Mcnscken zwischen demWestend und meinem Hause zugestoßen sein? Was kann geschehen sein? Ick weiß es nicht und kümmere mich nickt darunk. Ick ebensowenig aber seiner Ahnungen kann man sich nun einmal nickt erwehren. Harding schauderte. Er schloß die Thüre der Bibliothek und zündete eigenhändig das Kaminfeuer an. neben welckem er trotz der warmen Frühlingnackt bis zum Tagesanbruch kauerte. Bei Sonnenaufgang zogen sich beide Herren zurück. Claire hatte kein Auge geschlossen und erschien auch nicht zum Frühstück. Lady Stärkte fand ihrem Bruder und seinen Gast sckrecklich aussehend, was sie gar nicht überraschte, als sie erfuhr, zu welcher Stunde sich dieselben zur Ruhe begeben hatten. Sonst gaben sie ihr keinerlei Aufklärung, und bis Wittwe des General Lieutenants reiste am Vormittag nach Bath ab. ohne sick träumen zu lassen, welcker Sturm in der gleichen Stunde ausbrechen würde. Nach ihrer Abreise ließ Mi. Harding einspannen, um nochmals nach Westend zu fahren. Daintree begleitete ihn wieder und sah. als er bei der Abfahrt den Kopf ivendete. ein todtenblasses Gesicht von dem Fenster verschwinden, wo in hu Nacht die Kerze gebrannt hatte. Er knirschte mit den Zähnen, machte aber keine Bemerkung. Nach einer Viertelstunde ungefähr nahm Mr. Harding in einer Kastanienallee die weißen Hosen und glänzenden Hüte von Polizeisoldaten wahr. Ein anderer Constabler. von einem einfach gekleideten großen Manne begleitet. kam den Hügel herab und erreichte die Landstraße, als der Wagen gerade vorbeifuhr. Da scheint etwas los zu sein! bemerkte Daintree, indem er auf die Gruppe deutete. Mr. Harding warf einen Blick in die angegebene Richtung und schaute dann starr vor sich hin. bis die rothenDächer von Westend auf der linken Seit auftauchten. In dem Häuschen, wo Blaydes wohnte, hatte man noch nichts über seinen Verbleib erfahren. Die gut Frau war überhöflich, wie wenn sie ihr unwirsches Benehmen in der Nacht hätte gutmachen wollen: doch konnte sie den Herren auch jetzt keinen Aufschluß geben. Als dieselben jedoch das 5)aus verließen, öffnete sich die Gitierthüre des Gärtchens und sie sahen sich einem Constabler und einem großgewachsenem Manne gegenüber. Die Männer, an denen wir borüberfuhren! rief Daintree. Wissen Sie e!was von Capitän Blaydcs, mein Freund? Suchen Sie den? Ja; besser gesagt, dieser Her? sucht ihn. In dieser Welt werden Sie ihn nicht mehr finden, Sir. Wie? kreischte Harding. Er war tiefer erschüttert als die Hauswirthin des Todten, die ihm inen Stuhl aus der Küche brachte, auf welckem Mr. Harding mü purpurrothem Gesichte iird zitternden Knien faß. Der Todte war in Freund meins Freunds. erklärte Daintree flüsternd; aber Harding hörte ihn doch. Ein Freund? sagte er. Das weiß der Himmel: aber ick erwartete ihn gestern Abends von Stunde zu Stunde in meinem Hause. Die einfach gekleidete Persönlichkeit gab sich als Detektiv von Scotland Fard zu erkennen und sagte derHausfrau, er müsse einig Worte mit ihr allein sprechen. Die Leiden looen fiü

Judiana Tribüne Samftag,

ins Haus zurück, während der Polizist draußen blieb und für ine halbe Guinee Alles erzählte, was erst in den Abendzeitungen veröffentlicht wurre. ( Nur die Beschreibung der geraubten ! Gegenstände fehlte, da sich der Detec-j tive dieselbe erst jetzt von der Hausfrau , geben ließ. Was geschieht in solchen Fälle? sragte Mr. Harding. noch ein Geldstück , aus der Tasche ziehend, mit den Papieren des Todten. Zuerst muß man sie finden, versetzte der Constabler grinsend. Aber diesmal müssen Sie doch etwas gefunden haben; wie könntenSie sonst den Namen des Ermordeten wissen? Wir haben keinerlei Papiere vorgefunden. Keine Papiere! Gar nichts, aber seine Wäsche war gemärkt und außerdem war uns der saubere Herr recht wohl bekannt. Leider schon seit geraumer Zeit. Nur der schreckliche Zustand seines Kopfes. Dank, wir wissen genug, sagte Daintree, sich über Mr. Harding beugend. Sie sind unwohl. Sir! flüsterte er ihm zu. Wir wollen sofort nach Hause fahren. Harding wankte zu seinem Wagen, wobei er fortwährend vor sich hinmurmelte: Stunde um Stunde erwartete ich ifrn: also desla1b kam er nicht! Deshalb kam er nicht! Bei ihrer Rücllehr war Elaire noch im oberen Stock, und Mr. Harding stärkte sich mit einem Glas Brandy, bevor er ihr die Nachricht brachte. Aber dieselbe erschütterte sie weil weniger, als es bei ihm der Fall gewesen war. Ihre erste Frage war Nicholas Harding ganz unbegreiflick. Sie erkundigte sich, mit was für einer Waffe das Verbrechen verübt wordn war. Als er ihr sagte, es sei mit einem schweren Escdenknüttel gesckehen was er durch den Constabler erfahren hatte--, nickte sie eigenthümlich, wie wenn sie diese Antwort erwartet hättet In der That hatte sie vom Anfang an das Schlimmste geahnt. Ihr Vater fragte sie erstaunt, wie es komme, daß sie bei einer vielleicht unbegründeten Befürchtuna gezittert habe und die schrecklich? Gewißheit nun mit solcher Ruhe trage. Du wirst es bald genug erfahren, war Claire's Erwiderung. Aber Du scheinst wegen des armen Blaydes so aufgeregt zu sein? Ich war es wirklich. Ich war fast sicher, daß Du ihn liebtest. Ihn? Armer Mensch! Er wäre der Letzte gewesen, dem ich meine ZuNeigung geschenkt hätte! Aber wer kann es denn sein, Claire? Daintree theilte mir den Bescheid mit. den Du ihm thörichterweise gabst, und ich bestehe darauf, u er--fahren, wer ihm im Wege steht! Bitte, laß das jetzt! Du wirft es bald genug erfahren! sagte sie abermals. Mr. Harding war sprachlos. Er witterte ein neues Geheimniß, und bevor dasselbe nicht aufgeklärt war, wollte er die Sache des abgewiesenen Freiers bei Claire nicht weiter führen. Nach dem Frühstück fuhr er in dieCitv und war auch beim Diner abwesend. Claire speiste mit Daintree, war je doch durch die fortwährende Gegenwart eines Diener hinter jedem Stuhl vor vertraulichen Gespächen gesichert. Trotzdem konnte Daintree nickt um hin. das tragische Ereigniß zu erwähnen. Ich glaube, Mr. Harding will bei Gericht Erkundigungen einziehen, sagte er. Haben Sie keine Abendzeitung gelesen? Nein. Ich habe den Globe". Er enthält einen ziemlich vollständiaen Bericht. Kennt man den Thäter? Bis jetzt ncch nicht. Man weiß seinen Namen nicht? Nein. Auch nicht, wie er aussieht? Ueberhaupt gar nichts von ibm? Nein. bi5 jetzt nicht das Ge ringste; aber die Entdeckung kann ja nur eine Frage der Zeit sein. Claire saß dort, ohne einen Bissen anzurühren, und ihre Augen füllten sich mit Thränen. Armer Mensck? Armer, armer Menfch! schrie sie endlich. Ich kann nicht glauben il hielt plötzlich inne. Was können 3ic nicht glauben? fragte ihr Gefährte. Daß er .'odt ist! Daint:ee's Miene wurde düster. Sie dachten also an Blaydes! sagte er bitter. Ich hätte das wissen können o, ich hätte es wissen können! 11. Zwischen neun und zehn Uhr Abmds wurde das Rollen eines Wagens hörbar; es war Mr. Harding, der heraussprang, noch bevor der Wagen anhalten konnte. In der Vorhalle fragte er nach sei.ner Tochter; sie war bereits hinaufgegangen, und er begab sich augenblicklich zu ihr. Claire erwartete ihn an der Thüre, die er hinter sich schloß. Er ist gefangen! rief Claire aus, beide Hände aufs Herz pressend. Wer? fragte ihr Vater scharf. Wer ist gefangen? Nun? Unter seinem zornigen Blick erzitterte sie. D:r Mann den sie in die-

de 1. Tczember 1900.

ser schrecklichen Angelegenheit sucren.j erwiderte sie zaghaft, auf einen Stubl sinkend. Bitte, wer ist dieser Mann? Tu scheinst e ja zu wissen. Keine Antwort; nur ein krampfhaftes Zittern erschütterte ihren Körper. Und wenn ick Dir mittkeilen könnte, daß es jener junge Ericksen ist würde Dich dies sehr überraschen? O nein; wie ich sehe, warst Du darauf aefakt. Und iedt m'öckte ick wissen, warum! Du hast mir Sand in die Augen gestreut; ich habe mir fest vorgenommen. dies Zimmer nicht eher zu verlassen, als bis ich Alles weiß. Mit festem Schritte näherte er sich! der Thür, verschloß dieselbe und steckte den Schlüssel in die Tasche; dann kam ! er zurück, aber felbst sein steinernes ! Herz wurde weich beim Anblick ibrer tvdttraurigen Augen und flehend erhodenen Hände. Sag mir nur. ob er aefanaen ist. bat sie. und ich verspreche Dir. Alles zu sagen. nock nickt, lange wird es aber nicht! mehr dauern. fcefet halte Dein Verspre eben! Sie gestand Alles. Sie satte ibren gen. und nun hatte sie den Lohn da - für. Während des Streites der ' Väter hatten sie und Tom Freundschaft geschlössen, die sich bald in Liebe verwandelte. Doch erst zwei Jahre später, als Tom Ericksen nack Indien reisen sollte. el ' ;V4A4VM . . l.W i ii t r ii i r Mir w i i i i i i i . i i " und dann Ick verstehe, versetzte Mr. Hardirig sarkasiisck; ick braucke weiter nickts zu wissen. Aber warum segelte er nickt ab? Und in welcher Verbindüng stand er mit Blaydes? Claire erzählte ihr zufälliges Zusammentreffen im Park, erwähnte ihren Brief und die durch denselben veranlaßte geheime Zusammenkunft: berichtete Blaydes' sckändliches Vernehmen gegen Tom. wie schnell der Letztere entdeckte, daß sein Feind ein Freund ihres Hauses war. und wie sie sick nack langem Weigern gezwungen sab. ihm Blaydes' Adreffe mitzutheilen. So sehr sie konnte, suchte sie Tom's Schuld, deren sie sicher war. abzusckwäcken, gewiß hatte er sich nur vertheidigen wollen und nickt die Absicht ge-l-cgt. seinen Gegner zu todten. Daß Tom" ihn der Uhr und Brillantnadel beraubt bätte. war ganz ausgeschlossen; jemand Anderer mußte den Diebstahl verübt haben wahrscheinlich der Mann, der den Leichnam aufgefunden hatte. Mr. Harding klärte sie ruhig und in sachlicher Weise über ihren Irrthum auf. Als Freund des Ermordeten, der über Vieles Auskunft geben konnte, hatte er einige Zeit in Scotland Jar'o zugebrackt und dort Manches erfahren. Claire war starr vor Entsetzen, als sie Tom's Flucht aus dem Hause des Fiakerkutschers hörte und vernahm, daß er bewiesenermaßen des Todten Uhr und Kette besaß. Der Vater setzte ihr Alles verständlich, aber ohne jede überflüsiige Härte auseinander und ersparte ihr jeden Vorwurf. Im Gegentheil, er sprach sogar über den ver muthlichen Mörder ohne jede Spur der Erbitterung, die cr stets gegen den nichtsnutzigen Sohn des verabscheuten Pastors geoffenbart hatte. Du siehst nun. sagte er. was Deine Thorheit angestellt hat! Du hast Dich mit einem Burschen eingelassen, dessen Geschick, falls man seiner habhaft werden sollte, wir lieber nicht ins Auge fassen wollen; man kann Dich sogar als Zeugin gegen ihn vorladen! Gegen ihn! Gewiß wärest Du Belastungszeugin, wenn etwas über Eure näcktlicke Zusammenkunft verlauten würde! Das wird nicht geschehen. Und wenn die Jury wüßte, was Du mir erzählt hast, mit der Adresse und allem Anderen, so würde das allein genügen, ihn an den Galgen zu bringen. Tom an den Galgen! Mir kommt es wenigstens ganz so vor. Claire; um der Todesstrafe zu entgehen, müßte er eine ganz ausgezeichnete und ungemein kostspieligeVertheidigung haben. Dann muß man sie ihm gewähren! O. er kann das Schrecklicke nie mit Willen gethan haben! Er muß den besten Vertheidiger bekommen. denLondon aufzuweisen hat; aber, mein Gott! wer wird die K?it?n traoen? (Firlsehung folgt.) 23cibcrFIuthD0ii3uöi. l ä e n, die sich namentlich in Künstlerkreisen immer breiter macht, ist es kein Wunder, daß sich auch kleinere G:ister vom Jubiläumsfieber anstecken lassen. So feierte kürzlich di Wittwe Johanne Rosine Böhme in Wiedemar den Tag. wo sie 25 Jahre der Gemeinde Wiede--mar die Gänse gehütet hat. Jüngst feierte in Schwerin der älteste active Soldat der deutscheu Armee, der 71jährige Musikdirector des Mecklenburgischen Fusilier-Re o.firtvrw s.i f,",k aunuur jiv.vy "I"' '""''' zigsähriaes Dienstjubiläum am . December 187 führte Lenschow bei Loigny sein Musikcorps mit gezogenem Degen taktirend zum Sturm vor. Durch die Klänge des Marsches stürzte alles wie elektrisirt auf den Feind. Drei todte und fünf verwundete Hoboisten deckten das Schlachtfeld. Der Einundsiebzigjährige hat das letzteManöver in voller irische mitaemacbt.

TagUMer MarktKenckt. 7 7

Viehmarkt. Indianapolis Union Viehhöfe. I.Dec. Rindvieh. Auserlesene bis prima Stiere, 1350 Pfd. und' aufwärts $5.00 5.50 ins mittlere stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.40 5.00 Auserlesene bis pnma Stiere 1150 bis 1300 Pfd Gute bis mittlere 1150 bis

4.50 5.40 4.00 4.50 3.65 4.40 3.50 4.25 3.00 3.40 2.25 2.75 3 40 4.1)0 2.50 3.35 1.00 2.25 5.00 6.00 3.00 5.00 3.50 3.85 3.60 3.85 2.50 3.C0 530 40 15 25

1300 Pfd. Slie . . . . Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd . . . . Gute bis gewählte Rinder. i Attttlere VU gute Rinder i ru ui :jl . i ix a...v w(wvj;iuiu)i: itsiuyic jiiuuti Gute bis gewählte Kühe . . Mittlere bis gute Kühe.. i Gewöhnliche alte Kühe Prima bis fancy Export Gute bis gewählte Schläch' ter Bullen ! Gute Kühe mit Kalb GcwöhnlicheKuhe mit Kalb : S ck w e i e ., , ... , bis gewählte, mmM lm "nb ere. ...tz4.8L Gcmischteu. chw.PackiNg 4.75 4.95 4,90 4.874 4.85 4.75 4.70 4.75 fi , " l . , f IV4ift- htfi rtrnrvhl in ! r t rf t Gute bis gewählte leichte 4.85 Gewöhnliche leichte 4.75 Pif.s 4.00 Roughs 4.-J5 Schafe. ; Gute bis gewählte Lämmer 4.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 Gurt bis gewählte Schafe 3.25 Ordinäre bis gute Schafe 2.25 Stockers 2.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 4.00 3.50 3.00 3.25 2.75 Früchte und Gemüse. Früchte. Citronen, $300 für 300. Acpfcl, 52-53 ver Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Buncb. Tatteln, Persische 5k-6c per Pfund. Kokusnüfse, 3.50-4.00 ver Hundert. Trauben, Concord, 8 Pfund Korb, 13c; Delaware und Niagara, Cralc von 4 Körben, 12c Birnen, hiesige, 51 per Busbel. (5ranbcrries 53.00 per Vushel Crate. drangen, mexikanische, 53.75 per Box. Gemüse. Kraut, 90c ver Faß. Zwiebeln, Spanische 51. 50 per Crate; rothe Globe 70c ver Bushcl ; weiße Globe 52.00 per Faß. Gelbe Rüben, 75c per Nutzend Bunchcs. Kartoffeln, 51.55 per Faß; prima Burbankö und runde weiße 55c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey 53.25 per Faß. Virginia $4.75. Cclcry, 25-50c per Bunch. Salat 50c per Büschel. Spinat, 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachretes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6-7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7-7; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 7c; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hinterviertel 10c; Rind Hintervierte! 8$c; Rind Vorderviertel 6c; Kuh Vorderviertel 6c; Kuh Hinterviertel 8c. Frisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hinterviertel 12c; Vorderviertel 8c. Frisches Schasfleisch Lämmer per Pfd. 8c; Schafe 7c; Schenke! 9c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c9c ; Cottage Schinken 7 c ; gehäutete Schultern 7c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tenderloins 16c ; Spare Ribs 6c ; Tail Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Curcd Schinken Erste Qualität: 20-18 Pfund 11c; 15 Pfund llc; 12-10 Pfund Ilse; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund Mc; 12 Pfund llic; 10 Pfund llc. Kalifornische Schinken 6 bis 8 Pfund 7c; 10 bis 12 Pfund 7c; 12 bis 14 Pfund. Frühstuck Speck Klarer English Cured 14c; gewählter sugar Curcd 13c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 124c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12c. veck,Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 12s c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12c. speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9c; KlareSeiten, 30 biv 40 Pfd. im Durchschnitt, 9ßc; Klare leiten, 20 bis 50 Pfd., 9c; Klare Bellies, 25bis 30Pfd.,9lc; 18 bis 22 Pfd.,9ßc;14b!s 16Pfd.,10ßc; Klare -rv ; Rücken. 20 bis 25 Pfd.. 9c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 94c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10c. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8ic; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Nfund 8ic Gepöckcltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy P'g $19.00; Klares Bean 18.00; Family 17.00; Skort Clem 15.Vz Rum'.'! 15.00.

Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, 11c; Außenseiten 8c; Innen seiten 13c; Knöchel 12c. Schmalz, in TierceS, 1. Quaittät 9c; 2. Qualität 8c; 3. Qualität 8c. Würste, Geräucherte Bratwurst 6c; Frankfurter 8c; Wienerwu.-ft 8c; Knackwurst 8c; Bologna in Tönn'!

64c, Tuch 6jc. Butter, Eier und Geflügel.' Händler bezahlen folgende Preise : Butter, ftische, 12c Eier, 20c per Dutzend. Hühner 6c; Turkeys : junge Hahne 10 Pfund und darüber 7c ; junge Hennen, 7 Pund und darüber 6c ;. alte Kennen 5c ; alte Hähne 4c; CuÜS und Krumbrustige 44c ; Enten 6c; Gänse 5.40-6.00. Getreide. Weizen-Ro. 2 rother 73c auf den Geleisen, 73c von der Mühle ; No. 3 rother 69-71c; Novbr. 73c auf den Geleisen; Wvgenweizcn 73c. Korn-Ro. 1 weiß 37c; Ro. 2 weiß 37c; No. 3 weiß 37c; No. 4 weiß 33-35c; No. 2 weiß gemischt 36c; No. 3 weiß gemischt 36c; No. 4 weiß gemischt 32 - 34c; No. 2 gelb 37 c; No. 3 aclv 3vc; wo. 4 aclo 323-34k: No. 2 gemischt 36c; No. 3 gemischt öbc; Vio.4 gemilcht 32 - an Kolben 34c. 5)afcr-No. 2 weißer 25; No. 3 weißer 24k; No. 2 gemischte? 2c; No. 3 gemischter 224c Hcu-altcs No. 1 Timothy 12.7513.25 No. 2 Timothy 11.00-13.00. Kaffee. Folgendes sind die Jndia.apoli Preise : Gewöhnl. bis. guter 12c-18c; prima bi gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packcten: Ariosa 512.75, Lion 11.75, Jersey 13.25, Caracas 13.25, Dill.-rrth'S 13.25, Tutch Java Blend 15.00, Mail Pouch 12.25, Gates Blendcd Java 11.75. Groceries. Zucker Dominoes 6.17c; Siückzucker 6.32; vulversirter 6.02.; S2 pulvcrisirlcr 6.07c; Standard granullrter 5.92c; feiner granulirler 5.92c; granu lirtcr in 5 Pfund Säcken 6.07c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.07c; extra feiner granulirler 6.07c; Cubcs 6.07c; Mold A 6.07c; ConfcctionerS' A 5.72c; 1 Columbia A-Keystone A .567c; 2 Windsor A-Amcrican A 5.62c; 3 Ridge. wood A-Ccntennial A. 5.52c: 4 Phöni; ACalifornia A 5.47c; 5 Empire AFranklin B 5.42c; 6 Ideal Extra Gol den C-Keystone B 5.37c; 7 Windsor Extra C-American B 5.27c; 8 Ridge. wood cxtta C-Centennial B 5.17c; 9 gelber extra C-California B 5.17c; IG gelber C-Franklin extra C 6.12c; 11 gclbcr-Kcystone extra C. 5.12c; 12 gclber-Amcrican extra C 5.12c; 13 gel bcr-Centennial extra C 5.12c; 14 gelber -California extra C 5.12c; 15 gelber ! 5.12c; 16 gelber 5.02c. Eingemachte Früchte Blackbcrries, 3 Pfund, 51.10; Peaches Stand. 3 Pf., 52-2.25; Seconds 3 Pfund 51.50 51.65; Pie 51.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds, 3 Pfund, 51.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marcow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker korn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Fische, Austern und Wildpret. Händler-Preise: Clams Little Necks 75c per 16. Hummern 25c per Pfund. ? Austern Beste Baltimore oder S tand ards, $1.00 per Gallone; beste Baltitimore Selects, $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hunderi; New York Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New Yorf Counts 35c; I. S. F. & Co. SelectS 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. ff. 18c;. 16c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c; Haringc 4c; Perch 5c; Weißfisch 94c; See Forellen 9c; Red Snapper 8c; Kcnnebec Hechte 15c; Blaufische 10c. Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisch 10c; No. 1 Pickerel 9c; No. 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Froschschenkel, $1.50-2 ver Ttzd. Wolle. Folgeni.es sind die Preise für Wagen, ladungen : Ungewaschene mittelmäßige Wolle 19-20c; feine Merino 15-17c; unge reinigte, von 3c bis 5c weniger; zuberge waschene 28-30c. Kohlen. Tonne Tom Anthracit $7.00 Rauchlose 4.50 Jackson 4 00 Pittsburg 4 00 Raymond City 4 00 Winifrcde 4.00 Kanawha 4.00 Luhrig. 3.50 Brazil Block 3.50 Green County 3.00 Indiana Lump 3.00 Slack 2.00 Bloßbura 5.00 3.66 2.40 2.16 2.15 2.16 2.16 2.16 1.90 1.90 1.66 1.65 1.16 2.66 Lumv Coke 11c per Bush. $2 75 per 25 Bushel, $1.50 per 125 Bushel. Zerkleinerter Coke 13c vezBu. $3.2ö

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