Indiana Tribüne, Volume 24, Number 73, Indianapolis, Marion County, 30 November 1900 — Page 2
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Jndiana Tribüne, Freitag, den 30. November 1900
Die Geschwindigkeit der Meteore.
Prof. Elkin, Direktor der Sternwarte des Aale - College, hat einen Apparat in Thätigkeit gesetzt, der die Frage der Geschwindigkeit der Meteore im Raume genauer zu losen bestimmt ist, als dies durch die bisherigen direkten Beobachtungen geschehen konnte. Zieht eine Feuerkugel ihre leuchtende Bahn am nächtlichen Himmel, so kann aus Beobachtungen von verschieden? Standorten auf der Erde der Wez, den sie innerhalb der Erdatmosphäre zurückgelegt hat. nach Anfangs- und EndpunU genau ermittelt werden. Um aber die Bahn im Weltraum, die das Meteor direkt auf die Erde stoßen lieh, rückwärts zu berechnen, ist es noch sehr wesentlich, die Geschwindigkeit in diesem letzten Theil der Bahn zu kennen. Diese ergibt sich, da die Länge des Weges aus dem Orte des Anfangs- und Endpunktes bekannt ist. sofort, wenn die Zeit genau festgestellt ist. die das Meteor zur Zurücklegung dieses Weges brauchte. Es ist aber höchst schwierig, diese kurze Zeit, die oft weniger als eine Sekunde beträgt und fünf Sekunden wohl nur selten übersteigt, mit der erforderlichen Genauigkeit abzuschätzen. Die Plötzlichkeit der Erscheinung heller Feuerkugeln läßt dem meist in Schätzungen so kleiner Zeiten ungeübten Beobachter gar nicht die Ruhe, dieses wichtige Element genau abzuwägen und die Notirungen der Erscheinungsdauer bei Meteoren fehlen daher meistens oder sind, wenn sie gegeben tverden, nicht selten um 100 und mehr Prozent feh - lerhaft. Dieser Fehler wirkt aber in vollem Betrage auf die Berechnung der kosmischen Bahn des Meteors und diese ist ja gerade das Interessante an der schönen Erscheinung. Es ist nun schon oft gelungen. Sternschnuppenbahnen zu Photographiren mit Linsen. die ein sehr großes Feld rx3$im mels auf einmal aufnehmen., und Elkin fühne nun noch die kluge Idee aus. vor der aufnehmenden Platte einen Rahmen mit Schlitzen derart rotiren zu lassen, daß der Rahmen die Platte gegen das Sternenlicht verdenkte. die Schlitze aber diesem den Zutritt gestatteten. Flog min eine Feuerkugel durch den abgebildeten Raum des Himmels, sc zeichnete sie nicht, wie sonst, sine zusammenhängende Linie, sondern eine in gleichen Intervallen unterbrochene. Die Unterbrechungen rührten von den Verdeckungen durch den Rahmen her und die ausgezogenen Stellen geben nun durch ihre Zahl an, wie viel Schlitze vor der Linse passirt waren, während das Meteor seine Bahn beschrieb. Da die Zeit, die ;in Schlitz zum Passiren braucht, bekannt war. weil sie von der Geschwindigkeit der Umdrehung des Rahmens herrührte, so folgte aus der Zahl der ausgezogenen Stellen die Zeitdauer, die ba3 Meteor zum Zurücklegen seiner Bahn in der Erdatmosphäre brauchte. Tr.iten nun hierzu Beobachtungen von mindestens einer anderen Station, so konnte die räumliche Geschwindigkeit berechnet werden. Elkin theilt die Ergebnisse von 4 gelungenen Aufnahmen mit. und zwar hatten die betreffenden Meteore Geschwindigkeite.n von 34.4. 32.0. 32.4. 39.8 und 34.0 Kilometern in der Sekunde. Diese großen Zahlen. die die Geschwindigkeiten unsere? Eilzüge um das Zweitausendfache übertreffen, können nur Den erstaunen. der vergißt, daß wir es hier mit kosmischen Bewegungen zu thun haben. Da diese Geschwindigkeiten in einem Punkte des Sonnensystems statthaben, der sich sehr nahe der Erdbahn befindet, so liegt es nahe, sie mit der Geschwindigkeit der Erde in ihrer Bahn zu vergleichen. Die Erde läuft aber pro Sekunde 30 Kilometer, und sie beschreibt nahezu eine Kreisbahn. Nach mathematischen Gesetzen wird nun die Geschwindigkeit eines der Sonnen - Anziehung unterworfenen Körpers an einem bestimmten Punkt immer größer, je nachdem die Bahn ein Kreis, eine Ellipse, eine Parabel oder eine Hyperbel ist (andere Kurven als diese 4 sind undenkbar). In der Entfernung der Erde wird nun eineKreisbahn mit 30, eine Parabel aber mit 42 Kilometer Geschwindigkeit durchsaust. Obige 5 Meteore bewegten sich also sämmtlich in Ellipsen, die der zweiten und dritten wichen noch nicht stark von .der Kreisform ab, das vierte aber beschrieb schon eine sehr langgestreckte fast parabelähnliche Bahn, immerhin ober noch eine Ellipse. Und das ist das Wichtige. Denn die Ellipse ist noch eine geschlossene Kurve, was Parabel und Hyperbel nicht sind. Die 5 beobachteten Meteore waren also dauernde Glieder des Sonnensystems, die oft die Sonne umkreist hatten, bis sie mit der Erde zusammenstießen. Sie stammen nicht, wie das sonst von den Meteoren angenommen wird, aus weltenfernen Räumen, als Trümnier der Planeten anderer Sonnen fortgeschleudert, und in rastloser Wanderung begriffen, der der Zusammenstoß mit der Erde ein Ende machte. Die Fortsetzung der Elkin'schen Versuche ist gerade unter dem Gesichtspunkte interessant, ob sich auch Meteore mit hyperbolischer Geschwindigkeit finden, denn aus jenen 5 lasen sich ja allgemeine Scklüsse noch !'icht ziehen. Einziger Verkehr. A.: .So. Ibre Herrschaft hat gar keinen oerlebrr B.: ..Rein, blos der Ziczj kehlt öfters ein?"
uöhebung eines VorcrncNeS.
In anschaulicher Weise schildert ein deutscher Combattant eine Expedition alliirter Truppen nach der alten Klosterstadt Badatschu. um dieselbe von den Boxern zu säubern. Von großer militärischer Wichtigkeit war dieser Zug gerade nicht, allein seine Ausführung wirst ein grelles Streiflicht auf die sogenannte Kooperation der Älurten. In dem Bericbt heißt es unter j Anderem: . 1500 englische und ame- j litauische Infanteristen sollten unter dem Befehl der Generäle Sir Alfred j Gaselee und Wilson von Süden gegen , Badatschu vordringen, während eine j japanische Abtheilung von 1000 Mann j den Ort im Norden und Westen um j stellen sollte. Von den deutschen Seebataillonen sollten vann 1800 Mann nnt der Feldbatterie im Verein mit 200 italienischen und 80 österreichischen Matrosen gleichzeitig von -Osten angreifen und so die Einschließung vollenden. Amerikaner, Engländer und Japaner brachen einen Tag vor den Deutschen auf, welche mit ihren Verbündeten Peking aus dem Nordwestthor der Tataren-stadt, dem Pingdse Men. verließen. Vor, 'dort ging es auf der Landstraße in grader Richtung nach Msten, durch den stattlichen Ort Balidschuang( d. h. den 8 Li entfernten Ort), wo die oesomrnteBevölkerung sich trotz der Besetzung der Hauptstadt noch ungestört aufzuhalten schien. Entlang der Hauptstraße standen sie in dichten Reiben und starrten neuaieria auf die fremden Krieger, die durch ihre Stadt i zogen mit Geschützen und gebeimmtzvollen Wagen. Pferden und Maulthieren, und alle bewaffnet mit Gewehr oder Carabiner, Mauserpistole cfrer Revolver. Beim Dorfe Tientsun, 6 englische Meilen westlich von Peking, wurde die Marschrichtung geändert, von hier an ging es auf Badatschu. Kaum war der Ort in Sicht gekommen, als sich der englische Comnwndirende. General Gaselee. anschloß und meldete, dak seine Truppen. Infanterie wie bengalijchc Lanzenretter, schon in der Frühe um sechs den Angriff gemacht und die . Boxer in die Berge vertrieben hätten. Baö war gänzlich unerwartete und 'durchaus unerwünschte Kurt. 'Erst nach Ankunft der deutschen Truppen und der österreichischen und italicnischen Matrosen hatte der gemeinsame Angriff von allen Seiten stattfinden sollen, und nach dem verabredeten Plane wäre es den Boxern wohl un möglich gewesen, zu entkommen. Da rmn die englischen und amerikanischer: Befehlshaber sich aus unerklärlichen Gründen bemüßigt gesehen hatten, schon in der Nacht um 2 Uhr ihre Sielluna in Mosrkou zu verlassen und auf Badatschu zu .marschiren, war der gan- I ze Plan ins Waffer gefallen: dem einseitigen Angriff konnten die Boxer leicht entgehen, die Japaner, die sich j besser an die Verabredung gehalten : hatten, waren noch unterwegs, und so I war es höchst einfach für die aus ihrem i Nest aufgestöberten Chinesen, sich' westlich in die Berge zu schlagen, uf Nimmerwiedersehen, denn dort ist ohne Cavallerie und Gebirgsartillerie an ! keine Verfolgung zu denken. Jetzt konn-! ten wir auch mit dem Glase die in wei-! ;.n Sommeranzügen steckenden japani-; schen Truppen auf den nördlichen Bergen herankrauchen seh, während in unmittelbarer Nabe des Ortes hie ! Amerikaner sich nützlich beschäftigterl und den Chinesen ihr Rindvieh forttrieben. Für die Deutschen hatte es nun gar keinen Zweck' mehr, mit ihren Truppen die etwa 1000 Fuß höh? Bergwand hinaufzuziehen, an der sich Badatschu in die Höhe zieht. Nur die Generäle mit ihrem Stäbe ritten hin--auf. In den Klöstern, die dem Ort 'den 1 Namen geben (Ba Da Tschu gleich I Acht-Klöster-Stadt). fanden wir oben ! Amerikaner und Engländer schon : häuslich eingerichtet und fleißig bei der ! Arbeit. Kriegerische Thätigkeit war zwar nicht zu entfalten. Denn der ' Kampf, der sehr früh Morgens stattge-i funden hatte, konnte nur ganz unbe-' deutend gewesen sein und wahrscheinlich auch ganz einseitig. Ich -sah auf dem Wege den Berg hinauf nur vier Tote liegen, und oben im Kloster? Hof in den Gebäuden und Zimmern ' noch sechs, von denen keiner erkennbare Boxerabzeichen trug. Dagegen lvaren , ein paar Gefangene gemacht worden ' (die später -von denEngländern er-1 schössen wurden?, bei denen der vorschriftsmäßige rothe Turban mit dem Jtschuanzeichen. der Brusteinsatz mit den Amuletten gefunden wurden, und, 1 bei einem wenigstens, war sogar auf der Haut der Brust der Wahlspruch der Borer eingeritzt. So blieb denn an : Arbeit für die indischen Soldaten und' die in ihren breiten Filzhüten und I blauen Wollhemden wie Abruzzenräu-I ber dreinscheiuenden Amerikaner nichts ' anders übrig als zu plündern. Für den Jndier gibt es kein größeres Ver-1 gnügen als den Lut". und beim Ame-! rikaner versüßt die Aussicht auf Ge-i winn die Mühe, Kisten und Kasten aufzubrechen, in den Kellern den Boden aufureißen und nach verborgenen Schätzen zu graben und was sonst das Plündern für Anstrengungen erheischen mag. Die Flucht der Boxer-
suyrer und der Mönche, bti denen sie ! fichs wohl hatten gut gehen lassen, war ! augenscheinlich sehr hastig gewesen.! Alle Zimmer waren so verlassen wor-! ber, tofo sie !r:-:n, mit all ihren ' i
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Jeh.v allgemein. ßttctzlich Aenderungen der Temperatur ettckeln viele Leide tt Halses und der Lunge,
I Hüften. 9rfätungcu, ftroncnftl, Mrlppe und Vfttqtft, BfglH lche Seiten r nichts rffcrc giebt mit
S"ÜH i Schmuck jachen, Vasen, Uhren twd Spielereien, und den gewaltigen Kisten voll Kleider. Beide Arme vollgepackt mit kostbaren 'Seidenröcken und präch tigen Pelzen entstiegen Jndier und Amerikaner oen zahlreichen Häuschen und Pavillons deö Klosterhofcs und packten draußen im Vorhof alles auf die bereitstehen'den Maulthiere, um später in Peking den schätzesammelnden Fremden ihre Beute gegen, baares Geld zu verkaufen. Offiziere von fünf oder sechs Nationen saßen mitten in dem Wirrwarr bei einem rasch zurechtgemachten Frü iftück, und auf Kisten oder Treppenstufen standen 'die Zeichner englischer und amerikanischer Wochenschriften. um das große Ereigniß der Einnahme von Badatschu 'durch die Verbündeten" mit ihrem Stift oder auf der photographischen Platte zu verelotgen. Für uns gab es oben nichts mehr zu thun. Von den fremden Offizkren sich den Hergang ihrer verfrühten Unternehmung erzählen zu lassen, war das einzige von Werth, was hier oben für uns zu haben war. In der Küche, wo der Koch mit zweien seiner Äebilfen erschossen auf dem Bcden leg, tränkte ich mein Pferd aus einer ungeheuren Thon-Urne voll kühlen Wassers. Ans 'dem noch glimmenden Feuer stand ein Riesenkessel, in dem der Koch grünen Kohl aufgesetzt hatte, wohl für die frommen Bonzen und die Herren Boxeroffiziere. Alles war unverändert, wie durch einen Zauberschlag vom Leben zum Tode gebracht und erstarrt. Nur draußen saß noch als Ueberbleidsel des so plötzlich vernichteten Kloster-stillleben-s ein armer Teufel mit zerschossenem Ellbogen. Er zitterte vor Schmerz und wiegte den zersplitterten Arm sachte auf und ab, gab aber keinen Laut von sich und betrachtete mit gro. ßen, schon vom Fikber geröthetm Augeix die rothen Teufel, die in sein Heilig, thum eingedrungen warm und all Schatze, die Priesterhabsucht und Volksaberglaube hier zusammengebracht hatten, grausam und unersättlich auf ihre Packthiere luden. Und drinnen im Tenipel nebenan thronten die beiden gewaltigen Kriegsgötter, mehr als lebensgroß, mit dem üblichen fauchenden Mund, den schrecklich dräu.end zusammengezogenen Augenbraunen u. dem zahnbürstenähnlichen Schnurrbart. Aber ihre ganze furchtbare Schök.heit ist machtlos, ihre Wuth ist zwecklos, wie das auf der Stelle treten" des erecirenden Soldaten, und der Weisere scheint doch der alte Buddha zu sein, der vor einer anderen Wand des Tempels thront und zu allern milde und versöhnlich lächelt." Eine böse Schwiegermutter. Vor dem Assisengericht des Departements Pas-de-Calais in St. Qrner wurde dieserTage einStrafprozeß verhandelt, der mit der V er urt Heilung einer Frau zu lebenslänglicher Zwangsarbeit endete. Die Verbrecherin, eine Wittwe Namens Lehut, hatte auf höchst brutale Weiseihren Schwiegersöhn umgebracht. Sie war gegen 9 Uhr Abends mit einem Tranchirmesser bewaffnet in die Wohnung ihrer verheiratheten Tochter eingedrungen,nachdem sie sich davon überzeugt hatte, daß der ihr verhaßte Eidam Wattrain in der im Erdgeschoß des Hauses befindlichen Kneipe saß. Ohne von der jungen Frau bemerkt zu werden, schlich sich das Weib an das Bett i?cr Enkelin. verwundete sie mit dem Messer am Arm und befahl dem Kinde, auszusagen, daß der Vater ihm die Verletzung beigebracht habe. Auf das Geschrei der Kleinen stürzte die Mutter aus der benachbarten Stube herbei und als sie erkannte, was vorging, rief sie nach ihrem Manne. Außer sich vor Wuth, daß ihre Anwesenheit dem Schwiegersohn, den sie durch eine Intrigue in's Gefängniß zu bringen wünschte, verrathen wurde, schlug die Wittwe nun auf ihre Tochter los. Dann aber lief sie dem die Treppe heraufkommenden Wattrain entgegen und versetzte ihm einen Stich in den Kopf. Der auf einen solchen Angriff nicht vorbereitet gewesene und wohl halb betrunkene Mann vermochte sick nur schwach zu vertheidigen. Die Megäre zerrte ihn in die Küche seiner Wt nung und zwang ihn. eine bedeutende Quantität reinen Absyntb auszutrinken. Aus Angst vor der brutalen Mutter wagte die Frau des bewußtlos zusammenbrechenden Opfers nicht, nach fremder Hilfe zu rufen. Sic muft.te der Unholdin. die alle leichteren
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kr. August König', Hamburger Brustthee.
? Jt Movei tm Woynztmmer durchemanderwarf, sogar versprechen, die fieirte glauben zu machen, daß sie selbst mit ibrem berauschten Gatten einen Zank gehabt hätte. Als die Gewaltthätige dann aber fortging, um für ein Alibi zu sorgen, holte Mme. Wattrain sofort :yre Fturnachdarn herbei. Alle Bemühungen um den imBIute schwimmenden Mann waren jedoch vergebgeblich; er hatte bereits seinen Geist aufgegeben. Byznrtnzsmus. Professor Dr. Feli? Dahn in Brkslau kam in einer Vorlesung über preußisches Staatsrecht bei der Lehre vom Königthum" auf dieUrsachen der staatlichen Entwickelung Preußens zu sprcchcn. Dabei wandte er sich gegen den sich namentlich seit der Regierung des jetzigen Kaisers breitmachenden widerlichen Byzantinismus" und führte etwa folgenden Gedantengang aus: Hervorragende Herrscher waren der Große Kurfürst. Friedrich Wilhelm I. und Friedrich der Große. Sein Nachfolger (Friedrich Wilhelm II.) war ein schlechter Regent. Friedrich Wilhelm III., der mit Gewalt in den Befreiungskrieg getrieben werden mußte, war wahrlich kein hervorragenderHerrscher. Friedrich Wilhelm IV. war ein geistvoller, für Kunst und Wissenschaft begabter Mann, aber das Gegentheil eines großen Staatsmannes. Nur mit höchster Pietät kann man den hehren Namen des ehrwürdigen Barbablanca Wilhelms I. nennen, der mit den höchsten menschlichen Tugenden und Vorzügen ausgestattet war. Aber den Namen der Große" würde ich ihm nicht beilegen. Denn bekanntlich sind seine großen Thaten und Gedanken nicht von ihm ausgegangen, sondern von Bismarck. der durchaus nicht bloß HelfersHelfer und Handlanger war Die Geschichte der Hohenzollern braucht den widerlichen Byzantinismus nicht!" Donnernder Beifall der das Auditorium bis auf den letzten Platz füllenden Hörer brachte dem gefeierten Lehrer vollste Zustimmung zum Ausdruck. Der Fabrikarbeiter Heinrich Grub inKaiserslautern wurde von seiner eigenen Frau wegen Maj'estätsbcleidigung angezeigt. Sie war von ihrem Mann mißhandelt worden und wollte sich dafür rächen. Vor Ge richt widerrief sie ihre Behauptungen. Doch wurde der Angeklagte von der Strafkammer zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt und sofort verhaftet. In derttähe desLeh rerseminars zu Rawitsch wurde in gänzlich verwahrlostem und betrun kenem Zustande ein unbekannter Mann aufgefunden. Wie sich herausstellte, handelte es sich um den Dr. Max Kulli aus Ratibor; er wurv durch die Poli zei in fast hoffnungslosem Z-ustandt dem städtischen Krankenhause zugeführt. Kulla war vor mehreren Iahren Kreisschulinspector in Samter und wurde darauf Seminardirector in Exin. Nachdem er dort im Jahre 1895 auf disciplinarischem Mge seiner Trunksucht halber seines Amtes enthoben worden war, wandte er sich dem j Schriftstellerberufe zu. Er wurde Re-; dacteur in Köln a. Rh., doch verlor er wegen seines Lasters auch diese Stellung und ebenso immer wieder die ihm übertragenen Privatlehcerstellen. Schließlich führte er ein unstetes Wemverleben, das ihn jetzt nach Rawitsch führte.. Geriebene H o ch st a p ? e r haben einen neuen Schwindel ausgeheckt, um leicht einzuschüchternde Personen zu rupfen, und namentlich in den Landdistrikten von Jndiana haben sie mit demselben Erfolg gehabt. Der Operationsmodus ist folgender: Angebliche Agenten Männer undFrauen machen mitMusterproben von gewissen Artikeln die Runde. Der Agent läßt den Artikel in einem Hause, nach dem er den Preis dafür genannt hat. und sagt, in einigen Tagen werde man wieder vorsprechen, um entweder den Preis für den Artikel zu empfangen oder den Artikel wieder mitzunehmen. Einige Tage später kommt eine andere Person und holt entweder die Waare wieder oder das Geld dafür. Nun kommt der Schwindel: Einen Tag später erscheint der Agent" und erklärt in dem Hause, man hätte nur auf eine. Anweisung von ihm die Waare wieder zurückgeben oder das Geld bezahlen sollen. Hat er nicht jofort Erfolg, so droht er mit einer Klage und mancbe fallen varauf hin-
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