Indiana Tribüne, Volume 24, Number 72, Indianapolis, Marion County, 29 November 1900 — Page 5

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H'Lf Jndiana Tribüne, Donnerstag, den 9, November 1900,

Ausland Depeschen

Aus dem deutschen Reiche. Ift Wilhelm keinen Gchkft Pulver werth? Der Czar befindet sich besser. Der türkische Tultan braucht Kriegsschiffe. Er hat Eins ill Philadclpbia bestellt. Et Aufruhr unter den Kap Vureu. GrpßcS Grubenunglück reich. in Frank Berlin. 29. Nov. Der Könic, von Sachsen wurde gestern vom Kaise? Wilhelm zum Feldmarschall der deut, scheu Armee ernannt. Als dem Kaiser in Brcsiau rni ic UU hiitSi Xi-t iirii-f ihm iiii iHi'i Ufa tiyltU WUU'l, vip '"t"1 ") " . ri . . ... 7,, warfen se . bemerkte er : Ein B.ll. Nanu ! Bin ich etwa keinen Schuß Pulver werth ?" Der akademische Verein für Kiur" nd Litteratur südrte im Theater 6 Westens das griechische Dnmm Ösefteö" von Aeschvlus in der Uebersetzn Von Ulrich v. Wilamowitz-Möl1endor und Musik von Mar Schillings auf Die Vorstellung mar ein großer (hfo; und wird wiederholt werden, weil dm Nachfrage nach Eintrittskarten nicht gc nügt werden konnte. Die bekannte Schriftstellerin Lina Morgenstern feierte am Sonntag ihre, 70. HeburtStag. Die meisten Blätter gedenken ihrer segensreichen philanthro pifchen Tkätigkeit auf dem Gebiete dr Kinder- und Frauenerziehung sowie ihrer Bestrebungen, die Erwerbsthätig Zeit der Frauen zu Heden. Die christlichen Bauernvereine b schloffen aut ihrem VereinStage in Franks urr a. . einstimmig im Name, von 200.000 Mitgliedern, den Doppel iöxif Marimal und Minimalzölle zu perlangen. Der Alldeutsche Verband hat b.schlössen, an Präsident Krüger in Pari, eine Begrüßungs'Deputation zu senden Der österreichische Rcichsrath Ludwi, Heinestan ist in rems, Prosessor An ton Seitz und der bekannte Brauer Jo. hann Gedlmayer find in München ge sth. Adolf Lemme, Zeitungsdeser i, Neustadt. EberSwalde, ist nach beder teudeu Wechselfälschungen flüchtig ce worden. Großes Grubenunglück. Paris, 29. November. I d Kohlengruben bei Ai.ichc neige:i si gestern eine Dynami:.lZr.'.Jsion. 2. zehn Arbeiter ward, n geldtei und dt 40 verwundet, oorun. r suuj : scheinlich tödtlich. Die eifte Le c . lind vollständig zerriffen, s? bai fti 5 Tiicht identiftzirt werden können. Der Sultan brauck t Krie schiffe. Berlin, 29. Nov. Der :,irftfaSultan hat zwar den guten Willen di von Amerika geforderte ntschädigun bttaklen. aber wo nickts ist wir V w nichts. Er hat keine Moneten. Da. gegen braucht er aber KriegSswisse. , Um die Wer. Staaten zu besänf'.ir en, bestellte er in Philadelphia bei Cramp ' ein grones Kriegsschiff. Hier glau' t " ... mnr, t hnto SultQTt flUCÖ bis 3 4t WV, w - - ' 7 - 1 X JL Lii .4...f Xin I!at(0tt mirÄ vwjin iv Der Zustand des Zaren. tvadia, 26. Nov. Der Zunan deZ Zaren war heute, gemäß eines Bu lettns. ein befriedigender. Die Rttui. heit des Zaren ist die Influenza . Wal r scheinlich wird er i einipen Tagen wilder gesund sein. Ausruhr unter den Kap Buren. London, 29. Nov. Die Dai!r Mail veröffentlicht deuie Mor cn d e folgende AlarM'Tepesche aus Kat."laks . Die dritenfeind.iche Stimmung in der Kap-Kolonie nimmt gefahrliche DiTransvaal. Die Loyalisten befürchten. 6064,lT'6b" 5 mttt' ft Xt.X. ...k.t nsl in ichfter Woche zusammentreten soll, das Signal zu einem Aufstand geben wird, und verlangen, daß in der ganzen Kolonie das Kriegvrecdt proklamirt wer den soll. Augelangte Dampfer. Rotterdam.' MaaSdam" von

mensionen an in Folge der fallen Be- . aestart gehabt dze Pomp m mtvM richte ub.r britische rcut'cimrtt in . -tat imD lua), ie j aneMe, .idf u , e hallve 7 r I , ZZIUZ ,,h . wure aber von ibnen durch einen se. uß -tvnd l)eu ich schon ' !t, daß mich Äer Oranze Rwer . Kolonie und m aninfh ist Lei luft im hnt, 3 ,1 J

Htm Yokt. Liverpool: Eufic" von New Pork. Queenslown: Majenic- von Liverpool. Neapel: .Fürst Bismarck" von New Z)ork. EoutHampton: .Ntw Port" Vvn New York.

Inland Depeschen.

Der amerikanische Kreuzer I . inite" gesunken. 1 Fünf Matrosen fanden ein Grab in den Wellen. lic iidriqett windett von einem &ohIcnlcdiff gerettet. Mehrere hundert Eingeborenen kommen im Sturm um. Von (riubrcchcrn erschossen Wurde ein Beamter in Vmde, JaDer Bahnungluckssall bei Beader, 4) o fern it e" geht unter. Manila. 29. Ncv. Der V.r Staaten Hl.fs!rcu;cr..Vosemiteist toäl io rraei Tyvhoons von seinem An .-- w , k-rvlatz c rissen und 60 Malen ivei ? " . vom User qeirieöfii worden, wo er aus einen Kekse uffttt$ sank. k ia Unglück geschah am 2b. Novemh?r unweit des Haseus von San Lui. ÄlpT, gusel Gua. jtir.s M tA'sen ?r:rantcn. Aehittschiss kam zu Hilft und es cjelan alle übrigen zu retten. Aosnattt war ein eisetts.cpanzcr S Äiff, da: ein Dcvlaccmcnt von G17L Tonnen hatte und $075,000 kostete. Das Schiff war mit zehn sünszölligen Geschützen versehen. verlautet, baü wahrend deS In fihoons viele Hunderte von Eingeborener. um 's Leben kamen. Zensus Statistik. W a s h i n g t o n, T. l5., 29. Nov. Die Bevölkerung von Nord-Dakota beZlssert na) dem leKten Genius zusolg filtVH, gegen 182,719 im Jahr 1890. Zunahme oder 74. Prozent. Die Bevölkerung von Neu.Meziko : 196,218, gegen 103,693 im Jahr 1890. Zunahme 41,717, oder 27. Prozent. Die Bevölkerung von Oklahoma 398 245, gegen 61,834 im Jahr 1890. Zunnadme 336.411, oder 54.. Prozent. Die Bevölkerung von Idaho bezincr ich aus 161,772, gegen 84,386 im )are 1890. Zunahme 77,367, oder Prozent Die Bevötkerung des Staates Wash in,Uon beziffert sih nach offtciellen A. ! .aben ort 518.103. orcen 449.390 L. i Zetz 1190. Zunahme 168,713, oca 48. Prczen:. Die Bevölkerung von Süd-Tako:a tt n 1 ; i- 4 j"),.r(j7, gegen 32.j t Aahr 1 JJ. Zunahme 72, 7i r 11. i i M . .. -3i i: 1 14 , van T e ness. e ri sich f ,Q2Qii, gegen 1,707 ? im Iar? I ZOO. Zunahme 253. 8 o P 0 4, olex 14.3 -pio-jcnt. Der Unfall war nickt si groß. 0 9 T , C ., 2'.?. Nov. Der n der geftrige Nacht gemeldete (fv.n--bahnuttfalt in der Rahe dieser s:a k war glück.ichcrweise nicht so schlimm, wie zuerst berichtet - der Zug gerieth , in einn ..Wash-oul" und stürzte in d, n j S..iß, ab.r nur der Eroreßbeamte . j Z. Easey fand den Tod in den F.ut .n. Vier Zugbeamle sind verletzt. - .. . . . . , ! a Räubern erschösse,. P c t t n III P e l i n . III., 29. Nov. Heu 9 11 km ' l,,. ' borgen um 3 Uhr sprengten Sinbrc , , i rz. v m. arTi-ii . 1. i v i djer in ßmden, 20 Mellen von hier, der I Gcls.-l.rank der Farmers Bank. Aus die Dkicnation hin eilte ein etwa vier Tauar entfernt wohnender Manr . NaeuS '.'!. G. l.bcrts herbei. Die Aauder ab.r u-fieiu?'. und knebelten ilxn. Ec sah, wie die Räuber den Schrank ösneten uZ sein.? Inhaltes beraubten. Et:ra $2000 wurden ton den Ein bre ' .rn erbeutet. per Te.epdon wurde der Ton-' MarschaÜ Iame Sanford von T eta i van benachrichtigt, damit er die Rauderl b.anae er iand diese,, in einer getödtet. Das Banlgebäude ist arp iiinrrtffitet und die N.ubei sind nnr her mim aber folgt. 1 I Der kleine dtherolb. Frau LouiS Houeg besucht in St. Loui .'wandte. Lieut. E. B. Martindale von Havana besindet sich auf Urlaub Hier bet seinen , Eltern. Die Gattin de, Herrn Elleriamp be schenkte ihren Mann mit einem kräftigen Mädchen. Herr Ehrift. Ellerkamp ift mithin ,um Großvater avanciert. Eine Anzahl Freundinnen und , F' Freunde überraschten gestern Abend , Frl. Anna Fisch in ihre Hause, 912! Cl ßior&u Str., bei Gelegenheit ihrer Geburtstagsfeier. '

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-QftmiWMxmnwityp lkl tfav k'UHll UU(fp V l Capjrigiu lgoo ill Germ an Pttm FUnCo, Uo. Oft. sram ! Kein lieber Herr Nedacktion'är! Seh. sage Se mich doch emol, muß denn u Mensch n en Mann fett sein, fc: gesund zu sein? Die Lizzie, was meine Altie is, die gibt mich keine Nest un datiert mei Mache Lewe aus mich, weil ich so lieh sin un Se is immer tfftehd, ich deht emol vor ihre Auae for Wiekneß hindrappe un den Gedanke kann se nit bekre. Mit de (SusiorieS, f " fc u tnhr un mit die (chnuffkuhr do Hot se zwei iycofc ?:MT:rf gehcll im jetzt geht fc de ganze Dag mit. Gedanke ennu, vaö se noch for mei Ka::dischen duhn könnt. E alle Frau hüt zu se ; gesagt, e gutes Ding sor mich fett zu ; kriege, war, waim se inich recht viel är- ! gere dcht. Well, so ebbes Hot mer auch ' noch die Lizzie sage möffek Die ärgert ! Nlich de s.anze Dag un macht mich al , emol so mahd, daß ich reite weg zu den , Wedeweiler geh. Ich hen emol mitden We des weiter die Sach iwwergesp röche un der Hot gesagt, wenn ich gut s:eyle deht, dann braucht ich gar im fetter zu sein, wie ich jetzt sin. Sell is , gut genug hen ich gesagt, awwer ivenn die Lizzie doch die Nohschen hat. j daß ich leidend sin, weil ich nit fett sin. vo is doch nicks zu mache." Öfs ; Kohrs sell iö boZ. Hot der Wedesweiler ? gesagt, awwer ich will dich emol ebves , age; wenn du mich nit ewea gewive wiUscht, dann will ich dich helfe un ich oenke mir kenne den Weg, deine Aktie von ih?e Eid u kuriren. Do hen ich schon glücklich gefiehlt un ich hen ihn oersproche, einiges zu duhn, wann er mich helfe wollt. Den nächste Morgen sin mer zusamme fort un er Hot mich in die Robber Fäcktorre genomme, wo en j guter Freind von ihn als Bormann geschafft Hot. Den Hot er gesagt, er sollt j mich e Suhl von Robber anmesse, wo mer uffpompe tonnt. wär von irxge en Tschohk un er sollt en recht schöne j Sckapp mache, daß Niemand mcks ! ausfinne deht. Der Mann is dann ; auch reiteveg dran gange un Hot ge meschert un gesickert un drei Tag späler Yen lch mei Suht gehadt. Ich hen fot Treiel emol angszc un Un mei annere Kleider an Tapp lmgezgge; in mei Kohjpacket do den ich e kleine Pomp gehabt, wo ick mit die dand worke gekonnt un die Pomp war mit ; I den Robberstcht mit e Hoi? tonnektet. Der Robdermann Hot gesagt, wann ich 1 an d Pomp apperehte deht, dann bebt sich der Ro oder saht mit Eyr sille un ich deht so dick wer'n wie ick wollt. Ick sollt awwer kehrfull sein, daß ich nit j zuviel Pompe deht, sonst dekt die ganze Schuhtingmätsch borfte. ll Heu ich mich alles gemerkt un wie ich M ber. Wedesweiler komme sin, Hot ! nit genohtist, dah ich den Robbesnnt ! unner meine annere Kleider gewc:ben. Iett werd's ut, Hot er geszt. ' Heit Kam kommst du mit deine Alke t Wenig, zu uns un baun Wer' IMI i pjt f r v f on sle. xyuyr geuug, Yen ÄESi ra in Ua säludn aanae. bis er sein Platz zugemacht Hot. Tann sin ich un der Wedesweiler in das SIttenrnhm n3 es Hot noch keine Minnitt ge tinmrn Tn (luvii nni-nl vv .Tt W . 1. Was konnt ich so glücklich sein, wenn oer Philipp e wemg besser ausgucke ; Ö li Hn4 rtnU Kini V: lllUV4. V, l VUUl IIVU, MM U IV JJÜ I Wedesweiler gesagt, er guckt ahl, vi'" i g. wann tl nur gesund ti, um das Fette geb ich gar nick?." Well, ch aWchV Hot die Lizzie aesaqt, ,,awwer der Mann kann m:ch oax kein Feli, wer duhn." Well." Hot die Missus Wedesweiler gesagt, er kann doch nit feit wer'n, blos weil du'S hawwe Willst." Die Lizzie Hot noch e Rie. mark gemacht un do hen ich gesagt: ..Rewwer meind. Lizzieclze, ich fiehle, daß ich dicker wer'n un ich sin schuhr, es nimmt gar nit lang, dann hen ich das Sets, wie du's gern gleiche duhft.' Wenn du da mennetsche könntst, dann deht ich einiges für dich duhn W die LW gesagt. Ich hkN schon min un me, Peymtes zu enq aeworde sin. Ich hen immer noch druff los geschafft, un wie mich die Lizzie Widder emol angeguckt Hot, do saat se: MedeSweilern, guck emol, mer denkt Wirklich, der Philipp wär e wenig dicker geworde Das is so," brt die MissuS Wedesweiler gesagt un ich hen immer noch druff losgepomp. daß mich for lauterFckseitement derSchweitz hinn un vorne deBuckel erunnergelaufe is. Die Lizzie un die Missus Wedesweiler den fick fancv Stoff, wo die Lizzie az bt bot. betrackt un der Wedttweiler Hot mich immer den Wink wwe, daß ich mich noch mehr blohe n r T i. n aua? .8 uno bei un bei hen ich en Beller an mich ; kriegt un en Buckel, wie e Pick, wann's t hgis Johr kei annere Arbeit zu schaffe braucht, wie zu fresse un zu grunze. Es sin mich auch schon e paar Hotten? baefle un der Wedesvetter

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Ijot Gesichter geschnitte. all wenn er das Lache gar nit mehr zurückhalte tonnt. Er Hot gesagt, komm Phil, mer wolle en Drink nemme, un do sm mer in den Saluhn, mitaus daß sich die Lehdies nur emol umgedreht hätte. In den Saluhn, wo mer ganz allem gewese sind, Hot mich der Wedesweiler eholfe zu poinpe un bei un bei hen ich en Aeller kriegt, als wenn ich e Behödrmnm mit Hut un Haar verschluckt yatt. Dann sin mer Widder in das ?etlingrnhm un jetzt hen sich die Lehdie et umgedreht. Wie mich die Lizzie gesehn liot, do Hot se en arig laute e!.!rei gelöste. ,rQ mei, o mie." dot se -sagt, waö diidst du jetzt so schön gucke: Wie bist du denn nor so schnell sett geworde? Sell hätt ich ja nit for möglich gehalte. Guck nor emol, Wedesweilern, was der Phil so schön dick Wisse Se, ich hen ecksspeät gehabt, sie deht mei Lucks nit gleiche, uww do sin ich miftehken gewese. Se l'ot gelacht, wie alles un Hot mich fascht zu Doht getickelt. Se sagt, se deht hoffe un eckspeckte, daß das immer so bleiwe deht. Ich hen Widder ? wenig in mei Hos gepompt, bis es nit mehr geschafft Hot. Wie ich so in .neine qanze Glorie gestrahlt hen un geguckt hen, wie e Berrell, do is die Lizzie uffgesprunge, iö zu mich komme un Hot mich g.anz fest liebgehabt, daß die Wedeswetlersch schuhr gedenkt hen, se wär krehsig gange. Ich hen se so ganz zart losschüttele wolle, awwer do Hot se mich noch emol so fest gedenkt, dah die Katastroph eingetrete is. Es Hot en rckerliche Schlag gedahn, die Robii ecksplodet UN wie all der war, do sin ich Widder so lt gewefö, wie vorher. Die Lizzie greint un toar effreht, se hätt mick einschert, un wie se gesehn Hot. daß ich nit gedämmetscht war'n. do Hot se mich gepramißt. daß se mich nit mehr quäle wollt, daß ich fett deht wer'il. Mit den Robbersuht Hot se gar nit angeketschk. Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. ein Kreuud von Besuchen. Ueber die zahllosen Eigenthümlichleiten deö berühmten Malers Bollon, der kürzlich in Paris gestorben ist, dringen jetzt sehr interessante Anekooten in die Öffentlichkeit. So batte er sich durch Miethsoerträge nicht weniger al? oolle drei Dutzend durch ganz Pa ris zerstreute Zimmer gesichert, deren jeoes als Meublement außer den nothwendigsten Malerrequisiten nur die Stafselei und enn einzigen Stuhl enthielt. Diese primitiven Gelasse dienten dem genialen Sonderling sowohl als Ateliers wie alS Zufluchtsstätten gegen alle möglichen Kategorieen von lästigen Besuchern. Gewahrte Vollon auf seinen täglichen Spaziergängen auch nur aus der Ferne eine Persönlichkeit von der er eine Annäherung dermulhen durfte, so trat er in das nächste beste HauZ und schloß, um in seinen bisheriaen Logis nicht mehr angetroffen zu werden, mit dem Wirthe sofcri einen Miethöcontrakt auf ein ttr.us Atelier" ab. in dem er iidrigen selten länger als vierelm Tage hintereinander ausharrte. Dieser befremdlichen lZrscs-einung lag einerseits eine an geborene Schüchternheit zu Grunde, wie andererseits aber auch die Unlust, oberflächltchen Bekannten über noch nicht ausgereifte künstlerische Projecte Rede zu stehen. In der Rue de Dun fern allein, in der ihn der Tod ereilt?, besa tc in Zwei sich gegenüberliegenden Häuser, . istätke. die er häufig eine liefen die andere vertauschte, so balv ihm die Gefal'r einer sieunD chaftüa';en" Überrumpelung drohte. Merkürs ge Eidesformeln Die Formel, unter welcher die hohen Beamten des siamesischen Hofes dem Leronprinzcn des Reiches den Eid der Treue geleistet haben, lautete folaendermaf'.en: ..DasBlut soll aus ieder Adcr meines Körpers weichen, der Blitz i soll mick Zn Ztvei Tneile zerspalten, i Krokodile ,llen mich fressen, ich soll verdammt sein, Wasser in bodenlosen Körben durch di Flammen der Hölle zu tragen, nach meinem Tode soll ich in den Körper eines Sklaven wandern, welcher die härteste Behandlung so viele Jahre, als Sandkörner in der Wüste und Tropfen im Meere sind, zu erdulden hat. ich soll von Neuem als blinder, stummer, tauber, mit den ekelhafiesten Geschwüren bedeckter Bettler geboren und sofort in die Hölle verftoßen werden, wenn ich je gegen meinen m . . m m -i . i rw Eid verstoye. )as genug! : tnen hübschen Schwur haben auch die Chinesen. Er lautet: Mir soll zumuthe sein, als ob ich ein Stacbeln verschluckt hätte, wenn ich den Eid nicht halte!" V e r l r e d u n g. Vertheidi rc (zum Angeklagten): Sie können liicht weinen? Gut, so bedecken Sie nur im rechten Augenblick Ihr Gesicht mit den Händen, ich bin auch Baucb redner und werde für Sie schluchzend Die rurrr? cve Negrerun.z hat beschlossen, alle in Konftantinopel und in anderen Städten der Türkei gebrauten Viere mit einer Fa. brikationssteuer zu belegen. Im Falle, daß diese Biere erportirt werden, soll die Hälfte der Steuer zurückerstattet werden. In Konftantinopel besteht nur eine Bierbrauerei, die der Gebrüder Bomonti, bayerische Staatsangehörige, welche von dieser Maßnahme betroffen werden. Bei dem verhältnißmäßig bedeutenden Bierconsum in Konstantinopel, an welchem sich auch die muselmanische Bevölkerung hervorragend betheiligi. und der im sieten Wachsen begriffen ist, dürfte diefer Bier-Octroi die Einfuhr europäischer S&lltI Sit4Z rorWra.

i?inc Uachtfelddienltübung.

Humoreske von Freiherr v. Schlicht. Der Major von Uetiedt und der Hanptmann von Wittkopf konnten sich auf den Tod nicht leiden. Die Feindschaft toar entstanden durch einen Streik der beiderseitigen Frauen, und diefer wiederum bet einer Kaffee-Ge-sellschaft beim MMär heißt eine solche Bereinigung der .Damen Der Waltürenntt- zum Ausbruch gekommen. Man hTtte über moderne Zimmer-Einrichtungen gesprochen und ia hatte Frau von Wittkopf Ansichten entwickelt, die Frau von Uetiedt als ,iltece und quasi als vorgesetzte Dame unmöglich durchgehen lassen konnte, sie hatte widersprochen, zuerst sanft und leise, pianisimo, dann crescendo, und als auch das nicht den Erfolg batte. oen die Disoiplin und die Subordination auch unter den Damen ver lazt, im stärksten Lortissiino. 9tun wird sie überzeugt sein, hatte Frau von Uetiedt gedacht. Aber die Damen irren sich manchmal, nicht oft, aber doch zuweilen. Mit den Worten: Gnädige Frau, ich sehe es von neuem ein. mit Ihnen kann man höchstens über Kindererziehung und Dienftbotenllatsch sprechen, war Frau von Wittköpf aufgestanden und zum Zimmer hinausgerauscht, nachdem sie sich von allen Damen, nur nicht von der Majornaise" verorbschiedet hatte. Das war stark. Am nächsten Morgen kaufte der Herr Major sich den Hauptmann und verlangte in energischen Worten, daß die Gattin seines Untergebenen seine eigene Gattin um Verzeihung bitte. Aber der Herr Hauptmann schüttelte dazu den Kopf: Herr Major, ich habe eö mir zum Grundsatz gemacht, mich nie in den Streit der Damen hineinzumischen. Außerdem stehe ich ganz auf seilen meiner Frau. Bei aller Hochachtung und Verehrung vor Ihrer Frau Gemahlm glaube ich doch, daß dieselbe zu weit gegangen ist; nach meiner Meinung sind die Damen sich alle gleich, da gibt es keine Vorgesetzte und keine Untergebene, und ich kann dem Verhalten meiner Frau nur zu stimmen. Zum ersten Mal in seinem Leben bedauerte der Herr Major, nicht selbstständiger Herrscher aller Reußen zu sein, um .seinen Untergebenen vor ein Kriegsgericht stellen und todtschießen lassen zu können. Es ist gut, Herr Hauptmann, das weitere wird sich finden, damit war die Unterredung beendet und jeder ging seiner Wege. Und das weitere fand sich. Wo der Herr Major Gelegenheit fand, seinem Untergebenen etwas auf den Hut zu geben, da that er es mit Freude, und wenn der Hauptmann eine Gelegenheit fand, seinen Vorgesetzten zu ärgern, was naturgemäß viel seltener vorkam, so strahlte er noch hinterher acht Tage lang vor Vergnügen. Fast noch schlimmer als die Feindschaft zwischen den beiden Männern war das Verhältniß zwischen den beid?n Damen: Frau von Wittkopf war sär Frau von Uetiedt Luft, einfach Luft und für die erstere eristirte die letztere überhaupt nicht. Zu Beginn des Streites hatte die Frau Major versucht, die rebellische Untergebene mit Hülfe der Commandeuse zur Raison zu bringen, aber die hohe Frau hatte abgewinkt, sie ließ sich nicht gern in ihrer Ruhe und in ihrer Bequemlichkeit stören, sie war zu dick und zu corpulent, um sich um die Angelegenheiten anderer Leute zu kümmern. Für den gesellschaftlichen Verkehr im Regiment war diese Fehde natürlich nicht ganz gleichgültig. Frau von Wittkopf war viel beliebter als die Uetiedt. und die Damen waren ausnahmsweise verständig und tapfer genug, sich auf die Seite der Kameraoin zu stellen. Die Folge war, daß man Frau von Wittkopf einlud und deren Feindin gar nicht erst aufforderte. Da geschah es, daß Frau von Wittköpf eines TageS die Nachricht erhielt, ihr Onkel, der Minister an einem klei. nen Hofe war. werde auf der Durchreise ihre Garnison berühren, und wenn die liebe Nichte, die er so lange nicht gesehen, nichts dagegen hätte, für einen Taä und eine Nacht bei ihr ab' steigen. Die liebe Nichte freute sich nicht wenig; nicht jeder hat einen 0 kel. der Minister ist. und wer den Vor' zug hat. einen solchen hohen Verwand ten zu besitzen, zeigt ihn gern den an. dern, der besitzlosen Klasse, damit auch die sich freuen, oder damit sie sich är. gern. Bei Frau von Wittkopf war es sofort beschlossene 'Sache, dem Herrn Minister zu Ehren ein großes Fest zu geben, und ihr Gatte stimmte ihr ganz bei. Die Kochfrau, in der kleinen Garnison eine der begehrtesten und gesuchteften Persönlichkeiten, hatte den in Frage kommenden Tag eigentlich schon halb und halb vergeben, aber sie war verständig genug, einzusehen, daß eh Minister nicht alle Tage käme, der ging natürlich vor, die andern Herrschaften mochten fehen, wie sie ohne sie fertig würden. Gegen diese Logik ließ sich, wenigstens von Seiten der Frau von Wittkopf, nichts einwenden, so wurde denn die Speisefolge und alles, was damit zusammenhängt, auf's gerauefte besprocKn und noch an demselden Abend wurden die Einladungs karten abgesandt; in erster Linie natürlich an den Herrn Oberst, dann an die verheiratheten Officiersfamilien sowie an einige Freunde in den Civil kreisen. Das einzige Ehepaar im Regiment, das absichtlich nicht geladen wurde, war Herr und Frau von Uetiedt. Leute, die nicht leben, kann ich nicht zu mir bitten, sagte die energische kleine Wirthin, und für mich leben die Leute nicht. Alle Gaste fagten zu. und während Frau von Wttkopf sich sonst, wenn eö sich mn einen officiellvi Commiß-Pekko

handelte, mehr über "die AV als über die Zusagen freute, strahlte sie dieses Mal, daß alle, alle kamen. Sie wollte Triumphe feiern und sich alö Frau und als Wirthin bewundern lassen, sie fuhr nach der Residenz, um dort eine prachtvolle Robe für sich und allerlei Delikatessen für ihre Gäste zu erstehen, sie scheute keine Kosten und keine Mühe, da Fest sollte herrlich werden. Aber ganz ohne Enttäuschung ging es doch nicht, ein Tag vor dem Fest sagte der Oberst nebst seiner Gattin ab. er war telegraphisch in dienstlicher Angelegen, heit nach Berlin berufen worden, und die Commandeuse, die froh war. wenn sie 'sich nicht zu rühren braucbte, benutzte diese, nicbt so leicht wiederkeh. rende Gelegenhett. um heftige Migrüne" zu bekommen. Während der Abwesenheit des Herrn Oberst führte nun der Herr Major von Uetiedt als ältester Stabsofficier das Regiment, und das veranlaßte Herrn von Witt topf, doch noch einmal mit seiner Frau darüber zu sprechen, ob man den Fewd des HauseL nun nicht doch wenigstens pro fonna einladen solle. Aber die Gattin streikte und erklärte kategorisch: Lieber sterb ich. Das wollte nun der Herr Haupt mann nicht und so blieb es wie es war. Der Herr Minister kam unter der neu gierigen Antheilnahme der halben Stadt an und ungeduldig sahen die Eingeladenen dem nächsten Tage entgegen, der ihnen die persönliche Betanntschaft mit der Excellenz vermit teln sollte. Der große Tag brach an. das Wetter war schöner, als man zu hoffen gewagt hatte, so konnte selbst die aus fünfzig bunten Lampions bestehende italienische Nacht", die vorbereitet war, aller Wahrscheinlich!eit nach Abends in Scene gesetzt werden. Die Hausfrau konnte sich vor Freude kaum fassen, aber ihre gute Laune schwand mit einem Mal dahin, als ihr Gatte Mittags mit einem Gesicht nach Haus kam. das mehr als Unglück verkündete. Dem hohen Gast durfte die Stimtnung unter keinen Umständen geraubt werden, so zog sie ihren Gatten denn unter einem Vorwand in ihr Boudoir: Otto, um Gotteswillen, sprich, was ist geschehen? Dröhnend schlug er mit der Faust auf den Tisch, daß sogar zwei chinesische Pagoden unwillig den Kopf schüttelten: WaS geschehen ist? Oh. nichts von Bedeutung, nur eine große Kleinigke'lt, die Gesellschaft kann heute Abend nicht stattfinden, der Major hat Kraft seines Amtes in seiner Eigenschaft als Regimentsführer befohlen, daß ich heute Abend mit meiner Compagnie eine Nachtfelddienstübung ma chen soll. Ich bin zu dem Mann hingegangen und habe mit ihm gesprochen, ich habe mich sogar erniedrigt und dieses Ungeheuer gebeten, die Uebung morgen machen zu dürfen .... Starr, fassungslos, zerschlagen und gerädert saß sie ihm gegenüber, aus ihren Wangen war jeder Blutstropfen gewichen und ihre Lippen zuckten und ihre Stimme bebte, als sie nun fragte: Und was gab dieser dieser Mensch dir zur Antwort? Er sazte, ein Befchl. der einmal erlassen sei. würde nicht zurückgenommen, das gebe es nicht, und höhnisch setzte er hinzu: Wenn ich nur eine Ahnung davon gehabt hätte, daß Sie heute Abend Ääste bei sich sehen, so würde ich darauf natürlich Rücksicht genommen haben. Wieder schlug der Hausherr zornig auf den Tisch: Und da soll man ihm nun glauben, daß er von unserer Gesellschaft nichts gewußt hat! Aber was hilft das Kl, gen ? Die Uebung muß ich abhalten, da hilft mir Niemand. LU ich zum letzten Mal den Major bat. mir den heuticn Abend nicht zu zerstören, gab er mir zur Antwort: Dienst ist Dienst, uno außerdem sind die Schwierigkeiten da, um überwunden zu werden, merken Sie sich das. Herr Hauptmann. Die vor Kurzem noch so fröhlichen Augen der Hausfrau füllten sich mit Thränen: Aber Otto, was machen wir denn nun? Zweierlei gibt es nur, erwiderte er, entweder findet die Gesellschaft überHaupt nicht statt, oder sie findet ohne mich statt und ich denke, den letztern Ausweg werden wir wählen. Bitte, entschuldige mich bei deinem Onkel, in der Laune, in der ich mich befinde, wäre ich ew schlechter Wirth. Außer dem muß ich mir die Uebung zurecht legen, ausrechnen, wann ich abmarschl ren muß und wann ich wieder hier sein kann. Bevor der Hauptmann sich aber an die Arbeit setzte, legte er sich der Länge nach auf die Chaiselongue, um bei ei ner guten Cigarre seinen Aerger los zu werden. An der Hausthür klingelte es alle fünf Minuten. Die Gäste schickten, sie hätten gehört, der Herr Hauptmann müßte heute Abend Nachtfeld-diens.-Uebanz abhalten, od die Gesellschaft, auf die man sich so gefreut hatte, da auch stattfinde. Die Antwort lautete stet ja" und jedesmal sekte der Hausherr, wenn er dieses ja" seines Dieners hörte, im Stillen hinzu: .Aber ohne mich." Es war um mehr als rasend zu werden und der Hauptmann ärgerte sie je des Mal von neuem, wenn er an die Worte des Vorgesetzten dachte: Dienst ist Dienst, und außerdem sind die Schwierigkeiten da. um überwunden zu werden, merken Sie sich das. Die Worte, die nach seiner Meinung die unfreundlichsten von allen gewesen waren, wollten ihm nicht aus dem Sinn, er mußte immer von neuem an sie denken. Da aber geschah etwas aanz Wunderbares, mit einem Mal schwanden die Wolken von feiner Stirn, und mit einem gespannten Gesichtsaus druck richtete er sich auf feinem Lager halb in die Höhe: Die Schwierigkeiten sind da, um übermuuden zu , werden, sprach er vor sich bin. aemkt

habe icb es mir; wie wäre es, wenn Ah danach handelte? Er schien einen guten Einfall zu haben, ein leises Lächeln umspielte seinen Mund, dann wieder nahm sein Geficht einen ernsthaften, nachdenkenden AuS druck an, endlich aber sprang er plotzlieh mit einem lauten: Ack was, eö ist mir ganz einerlei, ich riskire es! w die Höhe. Er setzte sich an seinen Schreib, tisch, ftudirte für kurze Zeit in der Generalstabskarte und klingelte dann nach seinem Burschen, damit dieser ihm beim Umkleiden helfe. Der Minifter-Onkel hatte sich für einen Augenblick schlafen gelegt, um sich für den kommenden Abend zu störken, so verabschiedete sich der Hausher: nur von seiner Gattin: Sorge nicht, beunruhige dich nickt, alles wird gut werden, um ein halb sieben soll gegessen werden. Bis dahin bin ich lange wieder da. Er küßte seine kleine Frau auf die Stirn und eilte dann in die Kaserne. Er stieg die Treppen zu dem Feldwebelburau in die Höhe, um mit der Mutter der Compagnie Rücksprache zu nehmen, und eine gute Halde Stunde später rückte er am hellen lichten Tage mit seiner Compagnie zur Nacht-Feld-dienstübung. Er wußte, daß um diese Zeit sein Major seinen Nachmittagsschlaf zu halten pflegte und fo ließ ttt als er bei der Wohnung des Vorgesetzten vorbeikam, die Trommler und Pfeiser mit einem flotten Marsch einsetzen. Er erreichte seinen Zweck vollständig. Mit einem Fluch auf den Lippen sprang der Herr Major von seinem Lager empor und stürzte an das Fenster, um nachzusehen, wer den Muth habe, ihn zu stören. Als er des Hauptmanns von Mtttopf ansichtig wurde, war sein erster Bedanke: Der Mensch ift verrückt geworden, woher nimmt du Mann den Muth, sich gegen die Gesetze aufzulehnen? Eine Nacht-Felddienst-Übung macht man bei Nacht, aber nicht bei Tage. Der Herr Major schickte feinen Burschen nach der Kaserne, um sich zu erkundigen, nach welcher Gegend der Hauptmann marschirt sei und setzte sich dann, etwa eine Stunde später, alif sein Roß. Nach einem scharfen Trabe hatte er bald die Compagnie deSHaupr, manns von Wittkopf eingeholt, die immer noch vorwärt marschirte. Der Anblick einer in das Gelände rückwden Truppe war ja für den Herrn Major nichts Neues, aber als er diese Compagnie marschiren fab. erfaßte ihn, wie Homer sagt, dennoch Staunen beim Anblick. Nicht wie sonst sprachen und plauderten die Leute miteinander, es wurde nicht gesungen und nicht geraucht, es ertönten keine lauten Befehle, sondern leise, geräuschlos bewegte sich die Truppe vorwärts. An der Queue der Abtheilung gingen die Flaggenträger sie trugen die vorschriftsmäßigen rothen, weißen und gelben Flaggen, die dazu dienen, die fehlenden Truppen, Cavallerie. Arti! lerie. sowie auch größere InfanterieAbtheilungen zu ersetzen, oder wie der Terminus Technicus lautet: zu markiren. Auch das war in schönster Ordnung und der Herr Major hatte auch hieran nicht das Geringste auszusetzen, aber eins vermochte er sich nit zu erklären: der Compag7!''e voran marschirte ein Mann, der eine schwa Flagge trug. Nun hatte der Hauptmann den Vorgesetzten bemerkt, und ritt ihm enigegen. um ihm zu melden, aber der Major ließ ihn gar nicht zu Worte kom men: Herr Hauptmann, fuhr e? ihn an, Herr Hauptmann. ich muß doch sebr bitten, was soll das heißen, daß Zie am hellen Nachmittag zu einer 'l'achtselvdienstübung abrücken? Da gibt es nickt, davon ist gar kein Gespläck. Ich bitte um Aufklärung, was denken Sie sich eigentlich dabei aud vor allen Dingen: Was bedeutet ec Mann mit der schwarzen Flagge Und ohne sich zu besinnen, gab der Herr Hauptmann zur Antwort: Der 5)err Major erinnerten mich heute Morgen wiederholt daran, daß die Schwierigkeiten nur dazu da seien, um überwunden zu werden. Ich handelte demgemäß, dieschwarzeFlagge markirtdieNacht. Einen Augenblick sah der Vorgesetzte den Untergebenen an, als wisse er nicht, ob er ihm nur grob werden oder ob er ihn ermorden solle, dann aber wandte er sein Pfcbd und ritt schweigeno davon, ihm fehlten die Worte und er wußte wirklich nicht, was er zu die ser That seines Untergebenen sagen sollte. BedeutsameBitte. Junge Frau (nach der Vernunftbeirath)? Nicht wahr, Otto. Du bist nicht böft. wenn ich in der Zerstreutheit manchmal lieber Paul" zu Dir sage?" Etn neues Sprungnetz zur Rettung von Menschenleben ans brennenden Häusern, das vor Kurzem einer außerordentlich befriedigenden Probe unterzogen wurde, ist von der New Yorker Feuerwehr eingeführt worden und wird so bald wie möglich bei der Feuerwehr der ganzen Stadt im Gebrauch sein. Das Sprungnetz ist auS massivem Drahtgeflecht, statt des bisherigen TaugeflechtS hergestellt, und das Drahtaeflecht ist mit einer dicken

Lage von Segeltuch überzogen. Um ! den Sprung abzuschwächen, sind in j einer Entfernung von je einem Fuß i Spiralen angebracht, die den Stoß der auf das Ney fallenden Körper derart abschwächen, daß keine Verletzungen ' die Folge sind, und zugleich wird durch ! die starten Federn die Erschütterung für die das Sprurgnetz haltenden Feuerwehrleute um iin Bedeutendes abgeschwächt. Das neue Sprungnetz bestand seine Feuerprobe", als der Feuerwehrmann Seabold vonSpritzenCompagnie No. 33 von dem vierten Stockwerk in das Netz sprang und es sich herausstellte, daß das Netz m jeder , Beziehung den Erwartungen entsprach.

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