Indiana Tribüne, Volume 24, Number 67, Indianapolis, Marion County, 24 November 1900 — Page 1

Tribiillr f w 'S' 5 Soatg5- $ Blatt 10 -ztzHi-ti OLt0t l U i w i Erscheint ebzi Zlchmtttag und Sonntag Morgens. ii. r Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Zamstag, den 24. November 1900. No. 67

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Zlusland Depesche Mom 'Reichsiag. Bai NKV ochttöigt Die Rcha des Kaisers Wilh?lm Tic Lage in Cffyina,

Die Küssen bellatten die VKW Peking Visettbaijn , O Uns bleiben auch in Pe-5H: Li. Ter Tf vier nuö sie ÄaU'erin oftator in aer ycwatt Tun. HsianlZs. f riin LsD N apoleon mit einer russischen (rvßfurstin verlM. . G Ter rieq m 5üöAfr,ka V 0 i." :fu!!.t?n Reichstag. H ? r t i n. 24. Nov. I Reichstag f t rte :m Freitag Der Staatssekretär der Rächer BZron von Aichthafe, eine Frage bttreffs der Ausweisung von D?ut''chen auö Transvaal facnttrnortr.;. ?ah unter den Satzung des rb;t b?e britisch Behörden verecö? seien, nicht wünschen -werthe Vers ooiv IKierchaupkatz u rat fernen. Deutschland sei aber in energische Aeife im Interesse derjenigen t':ü'--.:zur oit ohn Ursache greift wie?'" ibtitttn, ode: gnoi Die in unlthig bratetet Weise vorgegangen wurde. Deutschland habe auch Schadenersatz verlangt und Cnzland habe versprochen, d-?i'.igen zu entschävizen, di? rragerechter Weise ausgewiesen w'.:rd:n. Der Uraf Uantftt, Gras von Bulott, sprach achmaÜ des Längere ifttt die Reden bei Kaisers Wilhelm, tr störte, daß die Rede in Wilhelms, haven gleich r iJa dem Eintreffen der Nschrichr von der Ermordung des Barons von Kettele? eingetroffen sei. Es n?ür)e uoerftzndlich sein' sagte der Statuier wenn ein so furchtbares Terbrexer de ' Kais nicht das Blvt schneller durch die Adern getrieben 5m. Der Kanzler sagte auch, es fei kein aß bekannt, in dem ein deutscher 2oU dat sicb ifl Cb'7-z so benommen, daß er seinem Vaterland Unehre gemacht hätte. Der Kriegsminister, General von Gohler sagte, es sei ihm unverständlich, wie man I Civilisation von dein, (Zlkristenihun' trennen könne. ?$ fei ö?: gr'ötztt Pllhm. Deutschlands, taft das Chrinenthul.' in der Armee so fest eingewurzelt sei. Die heutige Debatte, die erst fflat am Aöend ei" Qrx erreichte, drehte sich um eine Lzah! sensationeller Angriffe auf den Kaiser Wilhelm und die Re qierung wegen, oe: China - Politik der letzteren. FZ roar hauptsächlich ein Aedekarnpf zwischen dem Sozialtstenut)?er Bede! and Zem (Ärasm oon ButVw, dem der General von (öoßler beistand, er, oöwoüI manchmal etwas ungeschickt, kein zu erachten oer Gezner ist. Am Montag hatt? Bebe! die Direkte m i Frage an den Grafen von Bülow und den Kriegsmr7lsler zestell:, ob es wahr sei. dafe die Truppen in China Beel erl alte:, hätten, keinen Pardon zu ge ben. Weder Iras Hon Bulom noch General von Goßlr haben auf vkese Herausforderung antwortet, und Herr Bebel nun wieder einen Eoldatenbrief rn )em oer Schreier destimmt behauptet, dah in einem gewissen Gefecht ve? ien Tsm alle I nesen. selbst oie Granen und Kinser zetödtet worden seien. Fr nahm auch auf die am Donnerftag von oen Agrarier Baron jj'. Wangenheim avegevene Erklärung Bezug, daß dem Kaiser in systematisi:e Weise falsche f.ix richten hinterbracht wursen. Dies sagte er, erkläre ö?e schlecht informirten" Reden oe- Kzlfers Am Sch.us; sagte er : Dieses (system unteM'nrt alle kaiserliche uno monarchistische- Autorität." Die Sozialisten haben eine Vorlag; eingereicht, in der die Verantwortlich' tat des Reichs 17-ers festgestellt wird. In der Reichsvecsassung ist daradr nichts vorgesehen. Die Vorlage . -stimmt, daß 'r Reichskanzler von. mm Staatszeci.'. das aus zmai- -vom Reichstag erwählenden Mitzliedern beftehen fall, prozessirt werden kann, und daß oieses Gericht die AbAtzung des Kanzler- verfügen und erklären kann, daß er nie wieder ein r fentliches Amt bekleiden könne. Krüger in. Frankreich. D i j o n . 24. Nov. Herr Krüger ift zur Zeit der Helo oes Tages in Frankich. Sein Tumohzug von Marseille nach dem Norden hat dies zur Eviden; vOwiese. In jeder Stadt an. der yahntinie wULvz itzrn .ein sroartioer

Empfang vere'i??. weZeyer tyniwete tn frenetische Ovationen ausartete. In Marille begleitete-. -A)n Tausende an die Baknstation uns bereiteten ihm eine großartig? Demonstration zum Abschied uno in Tars'on Avignon, Valence. Lyon. Macel" und Dr? fon warteten wieder Taufende an den Bahnhöfen beim Fintreffen des Zuges und riefen Kruger ein donnerndes ..Viv- b::i . Boers?- zu. Dies be;oles. Cv.i iie Ausbrüche des Enthustas -, .ni dc.-'krüzcr b-i sei er Ap?u.'? Frankreich begrüß! wuede, nicht etwa nur 'spontane Bei fallsbezeuzungen 2eS warmherzigen füdfranzös''l?e-' Lottes waren, sondern daß ganz Frankreich diese Gefühle rhei le, da der Fnwfang Krügers tn den. nördlichen Städten nahezu noch osten-. tatioer war. nzje in Marseille selbst. Was jedoch im weiteren Verlaufe der Reife nzch Norden immer deutlicher hervortrat, war die entschieden antienglische Tendenz dieser Demonstrativ nen. Die wenigen blödsinnigen g länder. die ßch in Marseille im Hotel du Loure zu Aeußerungen hatten hinreißen lassen, ivelche das Volt der Stadt gegen sie aufbrachte, waren sich wohl über oie Tragweite ihrer Thorheit nicht bewußt. Sie haben del- vr.o ze säet und as englische Volk erntet heute dafür den Sturm. Die ?caäirichten oon der beabsichtigtem Beleidig gung Krüger's ist in ganz Frankreich mit Entrüstung aufgenommen worden und unter die Rufe: Vwe le? Boer?" mischen sich edensooiele Rufe: 9tWde? mit den Engländern! ' Besonder in Dijon war die Demonstration rein anti-englisch. Mcrn fürchtet, daß bei ser Ankunft Krüger's in Paris dies? Inti-englischen Kundgebungen derar:ige Prooortionen annehmen mögen, daß England eoentuell gezwungen sein wird. Stellung zu denselben, zu nehmen. wodurch eZ zu ?rnftlichen Komplikationen kommen könnt?. Krüger und seine Begleiter sind ourch die Großartigkeil der ihnen zu Theil gewordenen Ofange sehr erfreut da man sie als aMsttgero znostiton seiner Mission JLtofa ansieht. B r ü s s e l , 24. )!qo. Le Soir" sagt, daß der Präsident Krüztt oei seinem F int reffen im Haag um die Ver mirtelung der Mächte nachsuchen und, wenn dies ohne Erfolg bleiben sollte, alle in seinem Besitz . befindlichen Staats-Dokumente. die wichtige Kriegsgeheimnisse enthalten, veröffentllchen wolle. Die Zeitung fügt hinzu, serc Krüger sei der Ansicht, daß, wenn Europa einmal die volle Wahrheit erfahre, die öffentliche Meinung in eine? solchen Weise beeinflußt werden würde, Mft sich England wahrscheinlich veranlaßt sehen, würde, mildere Saiten. aufzuziehen. Und wenn auch dies niazts nützen sollte, dann würde Herr Krüger nach Transvaal zurückkehren. Paris, 24. Nov. Es werd bier zersichert. Mn, in Anbetracht des Um'ftandes. daß England de Mächte nicht von der Annerion des Transvaal be.ackzrichtigl hat, der Präswent Krüzer oon dem Präsidenten Loubet im Elysee als ausländisches Staatsooerauot, das Jncognito reist, empfangen werden wird, wenn er dies wünschen sollte. Haag. 24. )loo. -- Die Königin Mlhelmine hat eine Teoe''te an Herrn Krüger geschickt, in der sie Freude darüber ausdrückt, daß er die Nerse in guter Gesundheit zurückgelegt babe. A g u i n a l d o v e r w u n o e t. Hongkong, 24. Ji9. Die Filipino-Junta hat in einer am 15. November abgehaltenen Versammlung beschlossen. Hongkong nicht zu oerlas'en uno oie Mitglieder werden, wenn sie fortfahren zu intrigttiren, vielleicht deportirt werden. Aus der letzten Korresponoenz zwischen. der Junta und Jen Insurgenten ist ersichtlich, daß Aguinalso noch am Leben ist. er soll aber eine Schußwunde im Mäzen hadui. Die Junta soll auch beschlossen haöen. Waen an die Filipinos zu schicken. uno zwar mit einem unter deutscher flagge segelnden Fahrzeug. Die Erpedition soll unter üdrung von Julio del Pilar stehen. Haves uno Garcia. zwe? Agenten der Filipinos, haben große Munttionsvorrathe in Macao angesZ!7::'.elt. Der chinesische General Pana. der kürzlich von den Philiooinen oeoortirt wurde, hat sich längere Zett :nit der Junta in Hongkong berathen, ist dann aber nach Sinzavore abgereist. Aus dem deutschen Reich. I e r l i n. 24. Nov. Die Verhandlungen zwischen der öteichsregiernng und dem Vatikan behufs Errichtung einer katholische theologischen Fakultät an der Straßburger Universität, als Gegengewicht gegen die Bestrebungen oes elsah-lothringischen Klerus, sollen dem günsttgen Abschlüsse nahe sein. Prof. Freih. o. Härtlmg in München, der deutscherseits die Verhand-

lunaeu geführt hat. wird wie es beißt, ,

an Stelle des hisher'gen Gesandten. Frbrn. v. Rotenhaii, Preußen bei Vatikan vertreten. Im britischen Kanal ist oas deutschatlantische Kabel b?scha)'t. sodaß der Betrieb oon Em.oen nach den Azoren unterbrochen ist. Im Auftrag: der Gesellschaft ist ein Kabeldampfer beschäftigt. die schadhafte Stelle festzustellen. Der Krimik'.altommisfä o. Thiel, von oem es am Donnerstag hieß, daß er sich geflüchtet baoe, wurde am Freitag in hiesiger Stadt verhaftet. Thiel wurde bei dem Sternberg Prozeß stark kompromittier. Aus einer Anzahl Postkarten und Briefen, die gerade aus China angetommen sind, ist ersichtlich, daß der Graf am Waldersee den deutschen Soldaten verboten hat. über die Kriegsereignisse nach Hause zu schreiben. In vielen Theilen von Deutschland hat es stark geschneit. Im Elsaß, in Schlesien, im Harz und in den bayeri schen Alpen liegt der Schnee fußtief. In Gen Thälern war der Schneefag nicht so stark. Die balboffizielle Berliner Post'' verlangt, daß das füafte Kabel zwi schen England und Deutschland, für welches das Geld schon längst aufgebracht ist. sofort gelegt werden soll, da der deutsche Handel durch den Mangel genügender Kabel-Facilitäten enormen Schaden leide." Die österreichische Regierung hit in energischer Weise gegen das deutsche leischeinfnhr-Verbot protestirt. da Ie-:erreich bisher viel Wurst nach den preußischen Grenzdistrikten verkauft hatte. F. Sckultz. ein Berliner Schreiner. ist zu drei Ä!onaten Gefängniß oerur theil: worden, weil er die Bremerhaoener Rede des Kaisers kritisirt hatte. Der frühere Bürgermeister Rink von Staoe, in Hannover, ern reicher Kaufmann, der überfübrt wurde, 32 Wechselfälschungen begangen zu haben, ist zu acht Jadren Zuchthaus oerurtheilt worden. Nachrichten aus China. Berlin, 24. Noo. Feldmarschall Graf von Waldersee hat telegraphirt, daß die Kolonne des OberstenVork am 17. November in Hsuenghiva ankam. Die schwache Garnison ergab sich, ohne einen Schuß abzufeuern. Die Kolonne des Obersten Mühlskevr rückt auf Aukiachelan vor. Eine weitere Depesche von oem Grafen von Waldersee enthält die Mitthei.ing, daß Mühlenfedt's Kolonne am 20. November eine bedeutend stärkere Borer Ubtbeilunz aus Amkia Chwang vertrreö. In dem kurzen Gefecht oerlvren die Barer 50 Man an Todten und acht Geschütze. E'ne Schwadron von der Kolonne des Obersten Kork griff die Nachhut der chinesischen Truppen an, die sich von Pruen nach Hwa Fu zurückzogen. De Truopen tödteten dreißig Chinesen und erbeuteten acht Wagen, die mit Geld. Munition un Waffen belaoen waren. London. 24. Noo. Eine ernste Meinunaöverschieoenbeit ist unter den Mächten in Petinz, wie der ..Daily Mai!" geineloe: loirv. entstanden. Japan. die Vereinigten Staaten, Ruß.' land i.:no Frankreich sind für eine mildere Bestrafung als die Hinrichtung des Prinzen Tuan und seiner Helfersde'er. während England, Deutschland. Oesterreick-Ungarn und Italien keine Modifikation ihrer Forderungen bewilligen wollen. Die Machte sind indeffen darüber einig, daß diese Me:nu7.zsverschiedenheit leinen Einfluß auf die allgemeinen 7r'e!)enzoerhanr" lungen haben soll. Eine andere bemertenswerthe Phase der chinesischen Wirren ist die herausfordernde Haltung Nußlands, welches sich nicht nur weigert, die Provinz Chi Li zu räumen, sondern auch die Uebergabe der Eivenvabn. die btMo'sen war. ablehnt. Aus Niu Chwang wiro gemeldet, daß dort Räubereien in großem Maßftabe verübt werden. Die Einwohner leben in fortwährender Aufregung und der Handel liegt brach. Ein Post' Kourierdienft ist unmöglich, da die Russen fortwährend die Brief' o'nen. Berlin. 24. Nov. Der Ver. Staaten Botschafter Wbite hatte mit dem Staatssekretär des Auswärtigen. Laron o. Richtbofen. eine längere Unterredung. Wie es deißt. erfolgte dieselbe in iolge eine- Kavelgramms von Washington, worin die Ansichten der Negierung in Washington über die Lage in China und die Cooperation der Vereinigten Staaten mit den eurodäischen Mächten und die Bedingungen. unter denen Frieden geschlossen werden könnte präzisirt seien. Wie es heißt, kamen o:e betreffenden Herren dabei zu einem vollen Verständniß und wurden dadurch die beunruhigenden Gerüchte, daß in der amerikanischen Presse erschienene deutsch-freindliche Artikel von Washington infpirirt seien, vollftändia dementirt.

, T i e n T s i n . 24. Nov. Die russischen Militärbehörden haben angekündigt, daß der Befehl, demzufolge die Eisenbakn an den Grafen Waldersee übergeben werden sollte, ruckgängig zemacht worden ist. es werden aber keine Gründe angeführt. Bis letzten Dien--käg durften Zivilisten die Eisenbahn frei benutzen. Seitdem wird aber Fahrgeld verlangt und die Billets sind in russischer Sprache gedrultt. Eine Expedrtlon nachSian Fu beabsichtigt. S h a n g h ai. 24. Nov. Die in den Zeitungen gemachte Angabe. Deutschland habe gedrobt, 15,000 Verbündete den Aangtse-Kiang hinauf nach Sian Fu zu schicken, hat den Äizekönig von Nanking sehr in Aufregung verfetzt. Er

hat seine Familie sofort nach der Prooing Hu Nan geschickt. Der hiesige deutsche Konsul stellt indessen in Abrede. bei seiner kürzlichen Unterredung mit dem Vicekänig auch nur Derartiges erwähnt zu haben. London. 24. Nov. Dem Korrespondenten der V!orning Post" in ; Zhanghai zufolge ist doch etwas Wah- ! res an dem Gerücht von der Expedii tion. Ein derartiges Vorgehen würde nach Ansicht oes Korresvontenden die Chinesen erbittern. Diese würden sich I britischer Besetzung unterwerfen fürchten sich aber vor deutscher Jntervention. General Tung Fu Hsiang's Truppen halte, einer Depesche zufolge, Siang ' Fu besetzt. Die Leibwache des Kaisers l und der Kaiserin - Wittwe besteht nur ( aus 25s) Mann. General Tung betritt ! d beiligenStätten nachÄgelieben, grüßt die Kaiserlichen sehr oberflächlich und ; hat erklärt, er werde den notorischen Wang Mang vernichten. Dieser soll 'während der Han-Dynastie den Hof ' daran verhindert haben, mit dem Feinde 1 ein Abkommen zu treffen, schließlich den Kaiser ermordet und als Usurpator den Thron beshegen haben. Die einzigeHoffnung für den Hof ist. daß Genera! Ma. der mit 5000 Mann Truppen vor Sian Fu steht, gegen Tung FuHsiang vorgeht, den er glühend haßt, weil derselbe seinen Äetter ermordete. Zn der Provinz Shen Si herrscht zroß'Hungeisnpt und selbst die Rezieruxövorrkthe sind alle geworden. Prinz LouisNapoleon verlobt. St. P e t e r s V u r g , 24. Nov. Die Verlobung des Prinzen Louis Na?oleon Bonaparte mit der Großfürstin Helene. Tochter des Großfürsten Wlaoimir. ist offiziell angekündigt worden. Dies stärkt ohne Zweifel die Sache der Sonapartisten in Frankreich und muß IM Verhältniß die republikanische Rezierung schwächen. Prinz Louis Napoleon Bonaparte 1 diente seit 15 Jahren in der russischen j rm.ee uno ist Oberst des Garde-Lan-, .ier-Regiments. Das Befinden des Zaren. Petersburg, 21. Nov. Es j ivurde am Nachmittag bier das Gerückt ?erbreitet,.daß Kaiser Nikolaus von einem Lungenleiden bedrolu sei, welches, im Falle e zum Ausdruck täme. die Aussichten auf seine Wiederherstellung sehr fraglich machen loürde. Lungenentzündung tritt in Nußland ' häufig in Verbindung mit Typhus auf. Bis jetzt entbehrt Gerücht der Be- : stätigung. Die Lage in Südafrika. K r o o n s p r i t . Oranje Staat. 24. Nov. Die Kolonne des Generals ; Bruce Hamilton ist am Mittwoch hierher zurückgekehrt uno hat eine Anzahl gefangene Boeren ir.r, gebracht. Die Letzteren berichten über bemerkenswerthe Vorspiegelungen, die ihnen vor vierzehn Tagen General De Wet in Thaba N'alu gemacht haben soll. De Wet soll die Boeren aufgefordert ! baden, bis zum 10. Dezember aszuhalten, mann alle Brtten nach Hause gehen würden. Er soll hinzugefügt haben, daß die Briten von Rußland nur für ein Jayr die Erlaubniß eralt.'n bätten, die Boeren zu bekämpfen ; daß die Königin Victoria sich in Kapstadt oefinoe, und oorthin gefloren sei. um oen Chinesen zu entgehen, die halb England eingenommen hätten ; daß General Both die Briten aus Transvaal vertrieben uno Pietermaritzvurg genommen habe ; daß De Wet selbst in der Kap Kolonie kämpfe, und die Farmen der Briten verbrenne und daß Loro ! Roberts, von drei Kugeln getroffen, ge- ; storben und in Heilbron unter dem Rathhaus begraben morden sei. London, 24. Nov. Einer T. pesche aus Midvleburg in Transvaal zufolge, sollen die Boeren bei dem Ueberfall auf einen Vorposten vom 3. Infanterie - Regiment, südwestlich von Baimoral, 60 Mann an Todten und Verwundeten verloren haben. Auch sollen die Bürger gleichzeitig eine GarNison von Füsilieren am Wilge River angegriffen haben, aber mit einem Verluft von 30 Mann zurückgeschlagen worden le.

Jttland Depeschen Die 9m fidxht Vßwch - Kitzele, legenheit.

Gouv. Koofevclt weigert sich den Malzsr Pan Mqck a Zusehen. Unterhandlungen betreffs der China-Angelegenheit. Die Ver. Staate mache neue Vsr schlüge. G Nachrichten über den Verbleib Agilinaldo'S. ör soll todt oder schwer verwund sein. Ei zehn jähriger Mörder. . Ist A z u i n aldo todt? Washington. D. C., -'4 S In den soeben eingetroffenen Zeitungen aus Manila liest man ausführliche Be--1 richte üoer den angeblichen Tod Äguinaldo's. Die Blätter sagen, daß es durchaus nicht unwahrscheinlich sei, o-aß Aguinaldo im nördlichen Luzon geftorben sei, zumal General Trias seit eini ger Zeit sich als Oberbefehlshaber oer Insurgenten" unterzeichnet habe. Ein Unteroffizier soll oon einer Einzeborenen, die die Frau eines Generals im Stäbe Aauinaldo's ist. in Erfahrung gebrach! haben, daß oer Führer der Insurgenten in dem Gefecht bei Nueoa Ecija schwer verwundet wurde un) später seinen Verletzungen erlag. ü n z v r ä g u n g aus eigene I a u st. Victor, Col., 24. Nov. Joseph Lesber. der tülich 100 Silber Souvenirs prägen ließ, die er Referendum Dollars" nannte, erklärt vom Ver. Staaten Distrtktanwatt die Versichrung erhalten zu daoen, daß seine originelle Viünzprizung nicht ungesetzliä? sei, und er hat jetzt einen neuen Stempel bestellt, von dem er sofort l.0.000 Souoereigns schlagen lassen will Das Silber wird ihm $3,500 kosten und difti Anfertigen oer Münzen weitere $1,500. Er wird die Münzen für $12.500 verkaufen und sie auf Verlangen für die selbe Summe zu jeder Zeit einlösen. Die neuen Münzen werden den Namen eines Grocers in Victoria tragen, der sich verpflichtet, sie als Bezahle i-a für Waaren annehmen, oder sie gegen Geld der Ver. Staaten nmtaufchen zu wollen. Bauer wird ausgeliefert. W a s'h i i, g ton. D. C.. 24. Koo. Das StÄcn? Departement hat angeoronet'. öafi s?r zur Zeit in New Aork Kn Gefängniß sitzen.)? Johann Bauer den deutschen Behörden auzizeefert werden soll. Bauer wird beschuldigt. seinen Viter, einen alten Schlosser, er schlagen zu haben, da dieser sich wieder verheiraten wollte. Es wird behauptet, daß der Arrestant das Grab für feinen Vater grub, ehe er denselben mit einer Schaufel erschlug. Nach der That entfloh der Sohn nach Amerika, wo er auf ein Gständniß seiner Tchw?st?r hin, die um den Mord wußte, verhaftet wurde. Mordversuch auf einen Richter. S p r i n g f i e l d . .. 24. Nov. Eine Frau Namens Bridget Sullroan begab sich am Freitag Nachmittag in das Bureau des Probatrichters Good. win, zog einen Revolver und gab Feuer auf den Richter. Die Kugel streifte den Kopf des Letzteren und fuhr in et 5en Stoß Papiere. Die Frau war wüthend darüber, daß der Richter ihren Sohn ins Irrenhaus geschickt hatt.'. 3 c n s ii S t a t i st 1 1 Washington. D. C., 24. Nov. Die Bevölkerung des Staates SüdCarolina beläuft sich, dem neuen Zen sus zufolge, auf l.-UQ.-ibl, gegen 1,151,149 im Jahre 1890. Es ist dies eine Zunahme oon 189,16? ooer 16.4 Prozent. Der Kaffee- und ZuckerKrieg. N e w Y o r t , 24. Nov. Die Woolson Spice Company bat den Preis für gebrannten Kaffee um einen Cent das Pfund herabgesetzt. Die Arbuckles antworteten darauf, indem sie den Preis für Zucker um 15 Cents per 10 Pfund herabsetzten. Die National Suqar Refining Co. ließ ein: gleiche Preisermäßigung eintreten und die Americar. Sugar Refining Co. beschloß am Abend ebenfalls, den Preis herabzusetzen. Arbuckle Bros, setzten später den Preis für Kaffee ebenfalls um einen Cent das Pfund herab. ' Ein j ugenlilichrr Mör o.e r. Vartersbura. W. Ba 24.

5:cfc. Ben. Heflin. em zehn Jahre c 'ter Knabe HÄ !m zireitem oen 1Z I5ih-7e alten Sohn von I. F. Penne 'st Uaiin nzit e:!-.em alten Taschen,T,: rKoche Dif Knaben waren Darüber 1 : il - :then. saß Pen nell Hut Heflin's f.tgemorf: hatte. Eine Kirche vom Blitz ge troffen. M a s i i l o n . O.. 24. Nov. Am Donnerstag Abend schlug hier der Blitz .wahrend des Gottesdienstes in die erste Meihodistenkirche ein. Fast die sämmtlichen Anwesenden wurden erschüttert und mehrere Personen wurden bt$m nungslos. Frl. Eua Engltsh befwdeh sich in Lebensgefahr. 4 Sonderbare Klage. S p r i n a f l e l d . Jll., 24. Nov. George Wegerftever oon New Berlin, emer kleinen Staot 20 Meilen vo Spr'T-zf'o. hat imKreisgericht von Sangamoni Eountine Klage geq Bettrz Long wegen Bruchs des Heirathsoersprechens erhoben. Er ver langt für sein gekränktes Herz ei Wunooflasi-r oon ZK). We er angie ' habe er Betty seit zwei Jahren den Hof aemacht und im April Mb- versprochen, ihn z

heiraten. Feil dieser Zeit habe sie sich mdjr 1 ' ' zert, ibr Versprechen gut zu machen Da er nun in dies Zeit eine b'tr ichtttch Summe für fenbahn fahrten und ander? Sachen ausgegeben ha'e welche oirekt durch seine Ve?tondt;nj. mit Bettv herbeigeführt woroen 'n, so verlangt er obi ge Sun - W vaoeuersatz. M c C u l t 0 u z t) freiaesprochen. L 0 u i z oi t, Kq., 24. Nov. Der Toroner ij.f' !cCullough würd? a'! Kachmrttag oo: Anklage des Mordes freigesprohm. M:C'llough hatte am 24. ,Septen'':r seinen Nachba .George erfchass-n. Gouv' yos?Jt'z Cat" s v t v d u'. mf - . 24. Nov. De, 'Oour'ur iooseoelt bat am Abend seine CntschcldRna in Bezug aus oak Gesuch, daß oer Manor Robert Ban Whi von der Stadt New Hork wegen feiner Verbindmig '.t oeu: Cis-Tcusi abgesetzt werden soll, abgegeben. Cr weigert sich, den Mayor abzusetzen, tet erklärt, daß on Letztere ohne Zweifel ein Aktionär oe 5rßTrufts gewesen sei, es ser her ke'n BeveiS dafür oorHanden, daß er abnchttich -das Gesetz verletzt hab. unter oem es verboten ist, daß der Inhaber eines öffentlichen Amt's )naaber einer Korooration sei, die Gesch itr atii oer Stadtverwaltung macht Eine neue Note an die 1): achte. W st lj t u t o r. , D. C.. 24. Noo D?r QtrM'y:i:r: hat eine identische Note an dir tn Ehina interessirten Macht0 gerichtet, in der in Kürze und aufs Neue 0'.' 'lvs'tzten der Ver. Staa ten aus'ü'andergesetzt werden, und w der angedeutet wird, wie die gemein -schuft träzm. Ziele der Mächte am Besten erreicht iverden können. In der Note wird angedeutet, dafz ganz neue UnterWandlungen angeknüpft werden müssen, um über die letzt unhaltbare Situation kinwegznkominen, die bei der letzten Konferenz der Gesandten in Peking geschaffen wurde. Einige Antworten sind verekts eingetroffen und es wird erklär!, o?ß die amerikanischen Vorschläge im Allgem?tnen gut aufgenommen wßrdep) feien. Wie es scheint, handelt es sich darum, die Mächte zu bestimmen, von ihren ex tremen Forderungen zurückzutreten unv dadurch die Fortführung der Unter Handlungen zu ermöglichen. Schisfsnachrichte. Liverpool, 23. Nov. Abgegan gen: ..Cevi." nach New York: Ger marnc" nach Nem York; ..Rhinelano nach Philadelphia. Browhead, 23. Nov. Passier: Lucania". von New Dork nach verpool bestimmt. Havre. 23. Nov. Angekommen! La Champagne" von New York' Victoria" von New York. N e a p e l, 23. Angekommen : Kai fer Wilhelm II. von New York, nach Genua bestimmt. H 0 g k 0 n g. 23. Nov. Abgegangen: ..lvmpia" nach Tacoma. Glasgow. 23. Nov. Abgegan gen: Sardinian' nack New York. M 0 v i l e. 23. Nov. Abgegangen: ..urnessia". von Glasgow nach New fc!ort bestimmt. Während des a m v e r f l 0 ssenen 31. October beendeten Jahres sind aus Californien 2000 Eisenbahnwagen - Ladungen Citronen unv 15.721 Ladungen Orangen zum Versandt gelangt. Die Plantagenvesitzer hoffen mit Zuversicht, im kommenden Jahre an 23,000 Ladungen auf den Nartt inae?': rÄnnen. . .-... .

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