Indiana Tribüne, Volume 24, Number 63, Indianapolis, Marion County, 20 November 1900 — Page 2

Jndiana Tribüne. Dienstag, den 20. November 1900.

Tic Teutschen aNzeit voran.

1 Dn ICttlfuilci ,3f;iuna" k innn ßtwiß chi den Vwurs aLzu yroer Vorl'.ebk für den reulfoen Militarismuö machen und deepaib vkittmi ein 2Pmt ihres Shanabc-.i'er Corlkspondenten über da 5 Aussehen und Austrctrn be: teuifcrxn Soldat bortlln um 5o meb: Beachtung. D Bfitlctd) mit de Soldaten andcrci Machte ihna,! in ein rjtfbcl:ln"5 rb t.ir die Deul'cken ai:. 2xX stricht fr.utft: Was das streiten unserer ! . . , . 0 I

Wurfcten Soldaten in Shanahai K , er habe mau daran gedacht, echtrifft, kann man du nur muster- j Prellereien und endere Hochstapler giltig nennen. Ibr cistes Erscheinen ' tünfte zu insccniren. um deren roiflen . auf ch'.ncsiscre Bodcn wirkt einfach 'man ihn jetzt zur !ü:antnOrtuna ziede. verblüffend. Ich hatte mit kurz v?r ! Seine deträlptlickn Lechschulden M Antu't der LandunaN'ie die von j Poris, Petersburg und mehreren deut- j den Franzr-sen freun wichst gestellte fchn Stätten gedachte er nämlich, SeeZoldatencompclcinie c.nf!esehen und, prompt und redlich zu bcaeieben. ß Iv&k bei mir: .nun, wen unsere 5ald ihm d stst i Äussiä.t gestellte ; fceute da nur nicrt im Kölner ?.J j Tantieme" an dem Verkauf bei Harfe den Franz-sen rnindcrrnertdig ersckei- Morrc Anteinciks einer historiscn nen " Unn'ötkngk Bcfürcktuna! Tort j Reliquie von croßem Werth au-ge- ! naden die Dampsbortk. Die Musik Zahlt fein wurde. Diese Erzählung des bei ftjifi Lismarck" spU den Prä- ehienwerihen Hcrin Thomson erweöie

sentirmarscd und reounei?i05- 1ter,en in nHnn ein uurwi Bord der Dampr dict tk 's'afsen ac- Schütteln des Koffes; da indessen der waüige gelbackleideter Soldaten. Nie-, Angeklagte lies aller begütigenden ' !n tmh tl Die Äu-lese aus dem , Vordaitungcn des Prafld.'nten mit ;

Gardecorps. Leute, die treft der aus gesuchten .Häßlichkeit der Uniform Jedem imponircn muncn. iau 7: oilü, riesig udcr das Herumfahren r Köpfe, wie sie aucb ungl7.ud:ickks Ber gnügen über das .Augen geicd aus" an den Zac legen Äre? es i't kein, höhnische, sondern ene rein tinr.ict'c Zre.., ii ' .et ric'c irirtlici er. M:r.tcr an 2ac leren. Jetzt trmmen die Vris .ah !ah mcch die Shwe sen. mwel J n-v r! ' sagte ein En7-land'-t nede mi?4 Run kam de: v todenun "er an den präsemirent" ranzcsen vorbei. Ick daoe manck. '. Pa :u er" ac eben und ;r:!gt:.uCt,r, aber ich entsinne r.ick nickt, jemals nen oefseren aefeden zu haben, und das

hr.Ur von den -.ändern aelernt. Tarn n, ia a:ri::a. nn :vtmc nancr naa.. denn ohne jedes unnöltiae Commando. : der i ier,würd,gen ns Hach ; fast wortlos ht die usschiffung v W eekundigen. Zu aöcor'äiungen . sieh etzt ersolat das i5cmmando : Slaat-aoallc- ergaben, uberra-. H-&i Such!- Die (T dingen freuen schd genug, daß der bezichtigte ch-

s'ias'.rse Staunen auf den GeZiwtern I 1 r jt . - V r,cin:tne 11 hpr 1 iii r n nrr imslif rrV. ' : - i k l rnV; oat die noraelnde cireuer.) von Bord , tmfcS-' n3 i iI iSfi "KE V iGr w urJ.: ' ttlnchi hatte sie eingeseben. dap. rni, .m.nHhrinrr i.nftaTil nickt der las, wir tror weiiäbriaer Dienftit nickt - v V r 1 O v entartet sind. Was mir aber an nnftren deutschen Soldaten gan? beson ders gefällt, das ist ihr musterhaftes Verhalten. Man sieht nur ruhige, bescheide Leute in deutscher Uniscrin. während man fast daraus weiter lann. daß, Vc:r englische Matrose am Abend betrunken ist. Auch betrunkene intiT es f Soldaten sind keinesweas eine Eettenheit. doch rnd sie irnmerdin fei ; rener als re!r:.r.ien engianocr. .'c . -V r r r Japaner und Franzosen Wragen sich ... 4.1-- - . Vk.n , 4 4 ' . v ö .- -, r ii!4i,u. i. niinv wie uiiiuuuiuii.i t 4. Hr. i r nv . . und l.ollanduchen iairoien. D letzteren erkundigen sich bei jedem Fremden, wie es den Buren geht, und sind u:m Raufen bereit, sobald sie einen Engländer sehen. Höchst eigenthümlich ist da- Bild, welches nu japanisches Bataillon auf dem Mnsch bietet. Die Marfchgliederung und Marschformation entspricht durchaus der unserigen. aver das Marschtempo etwa dem eines militärischen Reichenbegängnisses in T'eutschland. Das er'cheint dem europäischen Soldaten auf den ersten Blick unmilitärisch und un erträglich und doch ist es richtig und, durchaus angebracht, denn rn iangsamern Tempo lasten sich bei der hiesigen Temperatur yroie Strecken zurücklegen. aber nicht in unserem gewöhnlickcn Tempo.' Eine Felddienstuduni der Japaner, die ich mir ansah, entsprach durchaus verwöhnten deutschen Ansprüchen. Eine Feldvien'tübur,' der Indier entsprach englischen Ansprächen, das heitzt, man tbut am besten. darüber zu -schiveiaen. Den Franzosen kann man nur Lob zollen. Sie sind in allen ihren Bewegungen flink und geirandt wie die Katzen, wenn auch vielleicht körperlich nicht gur.z so leistungsfähig, wie die Auslese deutschen Militärs, die wir ;n 0 nina baden. Bergen wir ad?r nict. rawir edr eine Auöle rner baber.. swd aoe? unsere Soldatcn hier ürumm und schneidig, so läßt nch aSse.be ron den Offizieren behaupt ten Die folcer.be kleine Geschichte bewe.iern mag. (m hoy Offizier, der ftr eine Nacht in Shanghai Log'-' s'.'.irik. wußte sich, da alle Hotels deset iraren. bei einem reicben Deut scheu ctl Gast anmelden lassen. Nun sind die fingen Deutschen der besseren Gesellschaft faft alle Bolunteers, d. f. machen das englische Soldatenspielen mit. Sei es nun dem Gast des HauC7 ( IA UllS UllU:!! Grunde, kurzum, ein junger Herr oeZ Hauses erschien in seinerKbakiuniform sasi in dem Augenblick auf der Bilds der General mit seinem Gepäck erfchien. Kommen Sie mal her! 'v? heisM Sie?" donnerte ihn der Oewaltige an. Schüchtern folgt die -- - n.nnung. Welche Compaaishanghai Volunteercompagnic." .'i.'. '.icn Sorgen Sie, daß das Gepäck hin heraufkommt, aber 'n bisckcn firl" Tern lAdanahai-Bolunteer , P, in IV nr lMV ah Vv

, i, tu h ii..( l. j i v. . i f n int. r kRn dkwik n-.it. daß o::i "atl fZttj , Vln tMctlB dr., ! K. ffll'lJÄ !

;u Vefchichtk nicht sonderlich ge- i sen, soll aber inzwischen heimlich zufallen Iv.frr.. aber s,e gefiel mir, und! rückgekehrt sein unt i Paris sich auf0tö.v.ld erzähle ick sie bie? I halten.

Die Harfe der Königin.

In einem HockstapZer - Piocesie. tr zur Zett die Cx:xt):e in Stockholm bemftffii, fjU das ehemalige Lied-iingsiriftriimer-l der unzlü blicken 5untgin Marie Vlntoinette eine eigen thunuiche oüe. Der unier Anklage ifrlxnrx inttinotioiuiie OCtapto, e.n fiebere na Schtoet-e Samens ihomi'rn, Ki trotz jeimr jurrn ttK'nrjür rt von dci Noüe dc- co. : ! t ; : st : rcrt: n C. ictz! a u ; -mann alwürls die zum wrlui.-.rten ittr.dir.nsNr tön (blud tatst! M särnmllicheu it-c'tlheilcn oersuck: hat, macyie ?e; leiner eiyasiunc? gtutnn, . j 1 . 1 P , , P 1 rf 4. eigensinniger tharrlichtei: n seiner Darstkllunq f-rtlk;i. that ihm oer öffentliche An!lcigfr sÄlietzliä' den GeHcv'ix viell cht jurn ersten Mal in s?ine:n Lden wirkück die Wadrdei: c:ircäm. Gin Värm!ä:'.d:-'c5: Mag ! nal und Grunrderr. v. Langenb:a ijtt-stad, bekannte iii :h:.trsidrilicb .ilBesitzcr jenes dentlr.irdis,en '.fit'7.trumtrtes. dejfen verkauf er gutglau t:a dem mit allen Hundes gedetz,:en , Hoerstpler Ttozuson anr:t?aut hatte. Tdomson y.tri. errenr;U'. 'Jlzr.dat in der We.se aus. daß er m.i: einer ' ,.!?t.cn?g,:oßen" ttlcrcvhie bei et , kaufsodjecteL der Tafcke ämmtlichi Großstädte des Continentes mit seinr Gegeitwart beehrte. Da ein zablungskräftigerKäufer sich durckaue niebt einiu:tllll, .UMU'U I i i l- i UHV UMVl U, li , ' v " 7 . .'...( .5w:ct;i:een als ftandeogemäß 77.'. v . ' . , r. . " 'rbsquellen. die ihn jedcr nur zu ba:d in die offenen Arme der ,,..4- t-Kr, .. . Juftltl fuhren tollten. 9tti nun d erwähnte Wanderkarte im Be sonderen- betrifft, so ist allerdings ' attenurtundlich festaestellt. dc.fe die schöne und unaluerltcbe Franofenköniain in den turnen Tagen ihres Glanzes zwei Harfen lelaß. Nch bem Aus druck der Rerolution wurde der gesammtk beweglichc Vesitz der ..Familie , Louis Caper" so weit ihn der Pöbel nickt schon bvibr. gestohlen von den atodinern ovent.icb verneiaert. as ' il-4l4V 4Vi2 ,iU UUUI ifc VllUlii tLTUl Privatbesitz der ftöniain. 1 I Ifiin i've) ( - r. 4 -i 5 i Vv v - ... r.,-- C. , srrtc: ll " - ine Ezeemdkae wurde von einem öfterreichischen Patrioten auaetauft und später rmtm Wiener Museum überwiesen, wo e6 sich noch beute dennde:. Das Rweite Exemplar ging aus der Hand eire Maklers in oen Besitz de- schwedischen Gesandten in Paris. 2tzi von .Holstein, über. Der Letztere beschasfte gleickzcitig die erforderlichen Zeugenaussagen, um die Identität der königlichen Harfe auch für spätere Zeitcn erbarten. Minister de Stael sandle das weriuvclle Jnftrunient nebst Urkunde nachSeyweden. wo es zunächst Durch Erbschaft gelangte die .Harfe um v,, anu wbitv qkkxkd4 im Benne deiner amiue verdliev. die Ätitte des letzten Jahrhunderts an die freiherrliche Familie v. tÄedoa. unv von dieser an da Maci.nater,.e'chlecht der Langenberge! Außer der Harfe, der alten Ministerialurkunde ur.d verschie denen Erbschaftsacten, die über die wechie'vollen Schicksale der Harte Auskunfl geben, ist sogar nock die mittlerWeile recht altersschwach gewordene Vrf7.ndtkiste. die der Pariser Botschaf:er für den Transport nach Schweden denutzte. vorbanden. Das arniliebe SigiU" des divlomalischen Abfenders ist an der Außenseite der wurmstichigen Lad deutlich erkennbar. Die Äusstaltuna des ebemaiiaen Lieblingsinstrumemes Marie Antornettes ist im Uebrin ziemlich anspruchslos. Der schlichte Rarmen ist au- braungeb-eiztern Holze gefertigt und mit ein paar emfachen Veraoldunaen versehen. Seiner Eon-' struction nach v: vas Instrument als soonamt,' v'ern? an:ns,-,r-n deren Saiten oiionisch mittels besonderer Stimmbaker. gespannt wurden. Dem Besitzer rurde von ein,.m amerikanifchen Sammler vor einigen Jahren die bescheidene 5c.c-ri -keit von 1,.X) Dollars geboten, l-zch erschien dem glücklichen Eigen diiiner jenes Angebot allzu geringfügig. .Heute wurde er allerdings srob'sein. wenn er sich der Wunderharfe um die Hälfte jenes Ambitionspreifes eniledigen könnte. Die Pariser Polizeicornrnissäre haben Anweisung erbalten. nach dem 1 851 geborenen russischen Fürsten .'llerander FodoroffUhrainzoff zu fabnden. der als anarchistischer Schriftsteller auf die Propagandisten der Tbat bedeutenden Einfluß ausüben soll. Er wurde am 16. Mai d. I. aus Frankreich ausgewie-

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Man gebe tl)t! Renn man ffch nickt nut dem Magen in cdii nlmnik, wirft

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Jlnreines Alut die unausbleibliche Kolg, in. Dr. AuguS König s Hamburger Tropfen ttinifftn ttn Magen und dos Z?!u? und da Nrsulta wird eine vUftandige Heilung sein. .

CKXKKOCHCKXKK 0CKX0KCK ?lus den ehcimniffen der Tomvs". In eine? der velebtesten Straßen der unteren Stadt New ork geht ein seit-san-.cs Gebäude seiner Bollendung entgegen. Zehn Stcckwerke über die tra?e erbebt sich ein Bau. der mancbes von einer Festung an sich dar. Ungeheu Mauern, starkaewölbte Fenfterniscken. armdicke Eisenvergit.erunaen. Thürme aller Art zeigt die Front. Bon einer bksiirnrnten Suilart laßt sich nicht gut reden, aber einzelne Motive, welcke an alte assyrische und egyptisch Tempelbautcn erinnern, falleu auf. Das Ganze macht einen befremdenden Eindruck, und auck der. wacher die eigentlich? Bestimmung dieser unhelimlichen Zwingburq nich: kenn:, hat das sichere Gefübl. ne sei nicht f,um Ausenthalte guter Bürger errichtet. Dieser Koloß von Stab! und Eisen sind die Temb-," das neue Gefängniß, welche an Stelle des nietaiZeriffene allen errichtet wurde. Im Innern durchaus mit den neuesten Einholungen ausgestaltet, entspricht ei! .'Ui-n Anforderungen, die man an ein modernes Gefängniß denn selbst die Gefängnisse sind ja beutzutage modern stellen kann, und man war? fast versucht, den gewiüen stereotypen Au-druck ..mit allem Eomfort der Neu5ii ausgestattet" auf dieses Berbrecherhotel anzuwenden. llllie alten Tornbs ünd Anfangs der Dreißigcrjahre erbaut worden. Wer ihr erster Bewohner war, meldet kein Lied, kein Heldenbuch. Wohl aber in; vet sich in den Aufzeichnungen des Geföngnisses eine lange Liste der interesfan:es:en Verbrecher längst vergangener Tage, die aber nur lokales Interesse haben. Dafe die Mord- und RaubEbronik New Jorks zu allen Zeiten tticn an den selt'amstcn Sensationen war. ist bekannt. Ebenso daß der Henker fleißig in Aktion zu kreier, batie. bevor der Galgen durch der. ebenfalls modernen elektrischen Stuhl abgelöst wurde. In Jahre 1890 fand die letzte Hinrichtung in den Tcmbs selber statt, welcher eine der denkwürdigsten Iustificirungen voran gegangen war, liei welcher vier Frauenmördcr gleichseitig mitSeilers Töchterlein Bekanntschaft schließen mußten. Aber nickt immer fielen die dem Tode Geweibten auch wirklich dem Henker anheim, und an interessanten, romantischen Fluchtgeschickten ist in der Chronik der Tornbs durchaus kein Mangel. Ein gewifser Humor wohnt dieser Chronik inne. welche erzählt, wie ein Gefangcner ''eine Freiheit erlangte, indem er feinen nackten Körper intensiv mit Seife einrieb, bis es ihm gelang, durch eine kleine Spalte in der Mauer in's Freie zu gelangen. Die berübrnteue Flucht aber ist die von William Shartey. eines der raffinirtesten Gauner, gewefen. welcher eine Serie der kühnsten Verbrechen auf dem Gewissen batte. Seine Geliebte, eine zu jener Zeit berühmte Halbweltlerin. opferte ibr ganzes Vermögen, ihren kostbaren Schmuck zur Beftreituna der Proceß kosten. Tag für Tag ?cnd sie sich in den Tombs ein. sie kam als erste und verließ als letzte das alte unbeimliche Gedäude. So fiel es denn am 19. November 1873 den Wärtern auf. daß die schöne Maggie schon um 1 Uhr das Haus verließ während sie sonst stets bi5- 2 Uhr, zur letzten Minute der gestatteien Besuchszeit, ausgebarrt hatte Kurze Zeit nach ihr kam ein anscheinend altes Frauenzimmer durch den Gefängnißcorridor geschlichen. Es War in tiefste Trauer gekleidet, und ein dichter Schleier verhüllte das Gesicht. Anstandslos ließen die drei wachthabenden Beamten diese unoeimliche Figur pussiren. und von dieser Stunde an ward William Sbarkeh nicht mehr gesehen. Seine Geliebte wurde festgenommen und vor einr Jury gestellt, welche sich aber, wohl durch die Kühnheit und Opferwilligkeit des Mädchens bestochen, nicht zu einem Wabrspruch einigen konnte, fo daß die Gerichte sie laufen lassen mußten. Auch durch Selbstmord hat sich eine Reihe von dem Tode Geweihten dem Henker zu entziehen gewußt. Colt, der Mörder von Samuel Adftms, sprach den Wunsch aus. am Tage seiner .Einrichtung mit seiner Maitresse, deren treue Liebe er auf diese Weise lohnen wollte, ehelich oerdunden zu werden. Diese fchauerlicke Trauung fand thatsächlich statt, und Sherifs I. H. Panne, der Bersasser des berührnten Ho) eweel Borne", war einer der Trauzeugen. Nach rer Feierlichkeit wurde den Neuvermählten gestattet. eine Stunde allein und unbewacht

mit einander zu verieoen. In der .Zwischenzeit wurde im Hose des Ge- ! fängnisses der Galgen aufgerichtet und j alle Vorbereitungen für die bevorste- ' lende Hinrichtung getroffen. Um 4 Uhr Nachmittags, als der Verurtbeilte : feinen letzten Gang antreten follte. ' ballten plötzlich die Rufe Feuer, ; Feuer" durch die langen Gänge. Die Kuppel des Gefängnisses stand in Flammen. Fast zur selben Zeit betrat der Seelsorger die Zelle Colts, den er z seinem Entfetten, mit einem Messe: im 5erzen. todt auf seinem Lager vorfand. Den Zusammenhang und die Einzelheiten der Borfälle, welche sich bicr in kurze? Zeit abspielten, konnte man niemals klar legen. Für einen Crirninalrornantiker aber läßt sich kaum ein packenderer Stoff ausdenken, als die Schilderung jener einen, entsetzlicheir Stunde, welche das angesschis des Galgens getrauie Ehepaar , verleb: bat. In den gran?n und eni'eil'ck'i?' Elend -eiscr.deu B'ldrn der Et rcr'k fehlt es aber ab und zu auch nicht an einem gewissen Humor. Die .Herren Gauner und Nauder sind ja fäost noch in der sicheren Zelle des öfteren lockere Spaßvögel gewesen. Tic Palmc des Galgenhumors aber bat in den Tombs ein Mann davongetragen, der eine Art von Parodie aus Michael Kohlhaas bedeutet. In den siebziaer Jahren wurde Büraer" Georae Francis Train, welcher in Verbindung mit fchwindelhaften Unternehmungen jener Zeit stehen sollte, Gast der Tombs. Die Grand Jury kam jedoch schon wenige Tage später zur Erkenntniß, daß sie einem ganz Unschuldigen gegenüberstehe, und ordnete seine sofortige EntHaftung an. Bürger Train erklärte aber zum allgemeinen Erstaunen. es gefalle ihm soweit in den Tornbs ganz gut und er habe nicbt dic Absicht, seinen Aufentbalt zu wechseln. Alle Versuche, ihn zur Vernunft zu bringen, erwiesen sich als vergebens. Endlich sperrte man ihn in eine Zelle des Murderers Row" in de? Erwartung, daß die Härte der damit verbundenen Behandlung ibn anderen Sinnes machen werde. Hier aber ging der Spaß erst recht an. Train organissrte über Nackt einen Mörder-Elub, dessen Präsident cr .natürlich selbst war und in welchem täglich Sitzungen veronstaltet wurden, welche an Tollheit das fidelste Gefängniß weit übertrafen. , Einige Monate sah man diesem Trei- , ben hilflos zu. Endlich verfiel eine? . der Aufseher auf die Idee, es nochmals ' mit Güte zu versuchen. Hinter dem Rücken des Mörder-Prastdenten ließ er feine sämmtlichen Kleider und Effecten in ein freundliches Gemach des Gefängniß - Spitales schaffen, woselbst überdies eine sehr leckere Mahlzeit seiner wartete. Dabei kam er aber schön an. Train erklärte dies als eine infame Tvrannei und rief aus: Steinmauern machen kein Gefängniß und Eisenstäbe keine Zelle, fort mit mir nach der Bastille." Auf diese Weise waren mebr als sechs Monate oergangen. und der freiwillige Kostgänger des .Hotel Tornbs weilte noch immer in den Mauern. Schließlich verfiel man auf den Ausweg, ibn in eine Niemand zugängliche Zelle zu sperren. Diese absolute Einsamkeit machte Train mürbe, er batte Niemand, an dem er seine Späße auslassen konnte, die schönen Tage des Mörderclubs waren auch dahin, und so schüttelte er denn eins Tages den Staub der Gefängnißweit, die jetzt wirklich zu langweilig geworden war, von seinen Füßen und zog seiner Wege. , 7? 0 l q e r i cb t i a. &at : -SC-Ot ren Sie mal. Herr Wirtb. Ihr Wein icrmectt lehr wäis'rial" Wir!?: ..Natürlich i: trinken ja nur zepuurpten!" G u t e r z c g e n. A.: Ich hätte den Herrn in einer rricbtigcn Anglc gent zu sprechen." Tiencr: Beduure, in wichtigen Angelegenheiten cuipfängt nur die gnädige frciu." Sonderbar. Professor (re? in seinem Lehrbuch der Naturgei'ckite eine lebende Wanze findet): Hrn. wie tykuut denn die unter die äuaethiere? Kellner -Witz. Gast: Nun trcrte ich schon eine halbe Stunde auf die Schildkrötensuppe! Kellner: Aber, mein Herr. Sie wissen doch, wie langsam die Schildkröten sind! Unter Freundinnen. ..Du der Mann der Mary ist aber dumm!" Hm! Ich hätte auch nichts dagegen, wenn meinZukünftiger dum?n wäre er dürfte nur nicht dumm ausschauen!"

Dr. J. A. Sulolittö,

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