Indiana Tribüne, Volume 24, Number 58, Indianapolis, Marion County, 15 November 1900 — Page 7

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Liebes Novellen

Rtz von Noy T,MIci. Fortsetzung.) XIII. Einige Tage vergingen ohne jeden Zwlschenfall. Carolatt) begann sich an die neue Lebensweise zu gewöhnen. 6r führte natürlich dss Dasein eines Elnsiedlers. Mih Bipan war viel ans und empfing auch häusig Besuch im Hause. Carolath bekam freilich keinen fremden zu Gesicht, da er es sorqsältig vermied, das Empfangszimmer zu betreten; er hielt sich meist in den rückwärts gelegenen Wohnräumen aus. Die Täuschung mit dem lahmen Bein hatte er beibehalten, was ihm nicht gerade schwer fiel, da er durch des Doktors einfaches Hilfsmittel gezwungen war. zu hinken, er mochte wollen oder nicht. Er hatte m Erfahrung gebracht, daß Srrima vor feiner Ankunft auch ziemlich häufig in Gesellschaft gegangen war; wahrscheinlich hatte man sie dau gezwungen. Ob sie thatsachlich menschenscheu, mußte Carolath nicht, aber darüber konnte er nicht im Zweife! bleiben, daß sie im höchsten Grade zurückhaltend und unzugänglich war. Seitdem er jedoch hier lebte, nahm die Tante sie fast nie mehr mit. weder zu Versammlungen noch in Gesellschaft. Carolath bemerkte dies wohl und verstand auch nur zu grn die Absicht. Errinu sollte von allen äußeren Zerstrcuungcn so viel als möglich fern gehalten werden, damit sie Carolath's &c)tü schafr desto mehr schätzen lernte. Die oeideu jungen Leute mußten, da .die Tante viel aus, und der Doktor säst beständig in seinem Laboratorium beschäftigt war, oft allein mit einander bleiben. Wenn Carolath noch die Absicht gehabt hätte, sich die Zuneigung des Mädchens zu erwerben, so wäre jetzt Gelegenheit dazu genug vorhanden gewesen. Da er aber nicht mehr die geringste Lust verspürte, den Doktor in seinem Plane zu unterstützen, so fand er sich, wie er sich selber eingeftand. in einer höchst peinlichen Lage. Ein ständiges tÄte a, tete mit ein und derselben Person, und wäre sie noch so geistvoll wird auf die Dauer langweilig. Und wie viel oder nun war die Aussicht auf ein Wochen-, ja vielleicht monatelangeä Zusammensein mit einem häßlichen Mädchen, das immer nur einsilbige Antworten gab! Run, so gar häßlich war sie ja eigentlich nicht (er mußte ihr trotz allem Gerechtigkett widerfahren lassen); ein Mädchen mit so wunderbaren Augen durfte man nicht kurzweg häßlich" nennen. Aber uninteressant war sie sicherlich. Der Doktor kam mitunter zu den MahlzeUen, aber sonst ließ er sich nicht oft blicken. Obgleich er seine Zeit fast nur der Wissenschaft widmete, schloß er sich doch nicht völlig ab von der Welt. Besuche machte er freilich nie das schien ihm eine unvernünftige Zeitverschmendung, die er seiner Schwester überlieh doch unternahm er dann und wann einen Spaziergang durch die Heide. Mitunter wohnte er auch einer wissenschaftlichen oder philantroviscken Berlammluna bei. Er besuchte sogar manchmal die Kirche, wo er mit angestrengter Aufmerksamkeit den Predigten eines guten Vikars zu folgen schien. Daß er dabei freilich kein Wort bavon vernahm, weil sein Geist mit der Durcharbeitung irgend eines schmierigen Problems beschäftigt war. daö kümmerte ja Nlemanden. Im Ganzen war er beliebt bei den Nachbarn. mau war stolz auf ihn. weil er in der wissenschaftlichen Welt einen hohen Rang einnahm, und seine großmüthigen Beiträge zu allerlei lokalen Sammlungen vermehrten nur seine BeZiebtheit. Ban hatte mit dem Schachspielen .gönnen. Tr. Bipan war ein vortrefflicher Spieler, aber er hatte keine Freude am 'Spiel. Als er eirmal besonders gesprächig ausgelegt war. erHarte er auch seine Gründe, b;e ihn aci das Spiel einnahmen. Es rft ganz ungeheuerlich." meinte er. für ein bloßes Spiel einen Aufwand von Zeit und geistiger Anstrengung zu erübriaen. oer. richtig angewendet, der Wissen jchaft von große:.-! Nutzen fein könnte. " Trotzdem 's viel te er dann und wann einige Spiele mit Carolath und .gewann regelmäßig mit größter Leichtig'it. karolaih war zu sehr Träumer. a! daß er ein guter Spieler hätte sein körben. Gerade bei den wichtigften Momenten brachte er es fertig, seine Gedanken wandern zu lassen, und verlor dann natürlich. Miß Bipan spielte nicht Schach. Ihrer Meinung nach lag qar zu wenig rinn daiin. Sie kannte die Züge und meinte, daß sie einer Reform bedürf:en. Weshalb mußte der Springer mmer auf Irrwegen wandern? Darin lag doch keuie Konsequenz; Im Uedrigen bedürfte sie keiner Zerstreuung; die einfache Pflichterfüllung aenügte ihr. So ko ei, w:e ti woh: auch von Anfang au beabsichtigt war. daß E? xima und Carolath gewöhnlich mit eminde? spielten. Das jung? Mädchen verstand da? Schachspiel übrigens weit deger, a!s Carolath vermuthet yatte, wenngleicv sie sich ebenso theile iahmto dabei zeigt?, wie bei allem .'lnderen, was sie that. Sie ertoovte 5arolarh ost beim Träumen und 9?; wann die Paine, wenn er seines Siees ttüni 5 Zier ,u sein alaubt'.

Merkwürdig büev nur. vag arolath bei dem täglichen Heben gar leine Fortschritte machte. Er und Errima waren naturgemäß beim Spie! nahe beisammen. Sie saßen gewöhnlich an einem kleinen, viereckigen Tischchen, das gerade Platz genug für das Schachbrett hatte. Wenn sie sich nach vorn neigten, waren ihre Gesichter kaum einen Fuß weit von einander getrennt, und Carolath gewahrte dabei mit Staunen, wie zart Errimas Teint war. Bon Weitem hatte er nur die Sommersprossen zu erkennen vermocht, aber jetzt bemerkte erdaß nur die übergroße Zartheit der Haut die leichten Sommersprossen fo deutlich hervortreten lassen konnte. Und die Entdeckung machte ihm Vergnügen. Ihr Wesen jedoch interessirte ih gar nicht. Sie' spielte, als wäre es eine ihr aufgedrungene Pficht, bei deren Erfüllung sie auch nicht die mindeste Freude empfand. Für gewöhnlich mußte erst Miß Bipan das Spiel anregen, und zwar in ziemlich entschiedcner Weise. Mr. EdwardeS." so begann sie gewöhnlich, ich weiß, daß Errima gern eine Partie Schach mit I'.nen spieen möchte; Sie thun ihr doch den Gefallen?" Und ohne eine Antwort abzuwarten, fügte sie hinzu: Errima, geh', hole das Schachbrett!" War das Spie auf diese Weise in Gang gebracht, so vilegte Miß Bipan ihre Arbeit zur Haud zu nehmen. Meist war sie derart, wk weniger starkgeistige Frauen sie anderen Leuten nicht zu zeigen pflegen. Carolath gab sich redlich Mühe, nicht hinzuschauen, aber Miß Bipan war eine geschworene Feinbin aller Plüderle und fuchtelte ihm wie ihm schien, nicht ohne Absicht dirett damit vor den Augen herum. Nützlichkeit kommt der Göttlichkeit nahe bemerkte sie eines Abends, als sie einen großen, braunen Strumpf voller Löcher hin- und herschwenkte. Mit dem Worte Göttlichkeit will ich natürlich nur Gutmüthigkeit oder meinetwegen Güte bezeichnen," fügte sie hinzu. Wenn man nur wüßte, was darunter zu verstehen ist," rief Carolath. Nun, es ist die Absicht. Anderen Gutes zu thun. Ich übe sie jetzt in bescheiden Weise, indem ich für meinen Bruder diese Strümpfe stopft. Die Leute stellen gern die Behauptung auf. daß Frauen, die, wie ich, in der Oeffentlichkeit stehen, ihre häuslichen Pflichten zu vernachlässigen pflegen. Sie müssen zugeben, Mr. Edwardes, daß Sie das an mir noch nicht bemerkt haben." S?ein," entgegnen Carolath ernsthaft, .Sie schrecken vor keiner Pflicht zurück, sei sie auch noch so häuslicher Natur." Miß Bipan schien sich über das Kompliment zu freuen; offenbar hatte sie auf seinen Doppelsinn nicht geachtet. Schachmatt." sagte plötzlich Errima gleichgittig. Carolath. der. um mit Miß Bipan reden zu können, sich umgewendet hatte. warf jetzt einen Blick auf das Schachbreit. Nicht möglich!" rief er dabei. Oh, ich halte das für sehr möglich," sagte Miß Bipan trocken. Wissen Sie. Mr. Edwardes. ich glaube. Sie sind gar nicht im Stande, Ihre Gedanken zu konzentriren." Aber Sie waren es ja. die meine Aufmerksamkeit ablenkte. Miß Bipan!" Ich würde mich nie ablenken lassen." meinte die Dame, indem sie mit erstaunlicher Energie die Nadel durch den dicken wollenen Strumpf gleiten

ließ. Errima wird Ihnen Revanche geden." fügte sie hinzu. Und schon schickte das junge Mädchen sich an. die Figureu wieder auszustellen. Er hätte es gern für sie aethan. aber sie liefz ihm gar keine Zeit dazu. Osfnbar wünschte sie keinerlei Aufmerksamkeit von seiner Seite. Sie hatte dem Befehl der Tante, mit dem Gaste Scbach zu spielen, zu sollen; und sie g.ho.chie dem Bcr.ancen. Carolath selbst wußte nicht recht, ob er noch ein Spie! machen sollte oder nicht. Aber man !ieß ihm ja aar keine Wahl. Dieses Mol werde ich sicherlich gewinnen." sagte er. seine Partnerin anschauend. iSrräna schwieg. Sie begannen das Spie!, und eine Zeitlang blieb Carolath im Vortheil. Aber dann plötzlich war es wieder vorbei mit seiner Sammlung; seine Aufmerksamkeit wurde abgelenkt. Die beiden Spieleaden hatten sich zu gleicher Zeit nach ohn geneigt, und dabei hatte Errimas Haar leicht seine Stirn gestreift. Bei der Berührung erschrak er fast. Wieder hatte er eine Entdeckung gemacht. Das dichte, dunkle Haar, das ihr so schwer in die Stirn hinein siel, fühlte sich weich an wie gesponnene Seide. Bei der flüchtigen Berührung empfand er ein sonderbares Woblgefühl. Jetzt schaut-, e, dem Mädchen m's Teficht; es trug anscheinend den Ausdruck müder Gleichailtigkeit. Carolath war wüthend auf sick. Was für ein Schwächling e? doc? war, sich durch solch einen neörnsäcblichen Zwischenfaö gleich aus der ?assung bringen zu lassen.' Was lünv merke ihn denn das Mädchen oder ihr Haar! Waren ihn niedt all? Frauen verhaßt, und dieses Geschöpf, dem d,c Natur Liebeuswürdigkeit und Anmuth reisog: hatte, nicht ganz desonders? Haben Sie schon den Strumvf mit den fünf Zehen acsehen, Mr. Edwardes?" vaate WM Bipan rlötli. .

Jndia Tribr. Tounerstaq

Carolath fuhr em wenig ertairectl auf. Miß Bipans Organ war rauh und laut, und Carolath's Gedanken waren weit ab von allen Strumpsangelegenheiten. jfern," entgegnen er, welchen Vorzug soll er haben?" Sein Vorzug ist. daß er die Jndividualität fördern hilft. Dies; Strümpfe sind charakteristisch für unser Zeitalter." Für wessen Alter?" sragte C.irolath zerstreut, für das des Trägers oder das der Strümpfe?" Nichts von Beioem." antwortet Miß Vipan ärgerlich, ich meine unsere Zeit, das Zeitalter, in welkem wir leben. Die Anerkennung der bisher unterdrückten Individualität ist für unser; Zeit besonders charakteristisch. Sehen Sie sich doch nur die Frauenbemegung an. Meine Sie, daß die Frauen sich mit abgesonderten Sttumpfzehen des ser beivegen werden? Miß Aipan lächelte nicht einmal, als sie entgegnete: Sie sind noch sehr jung. Mr. Edwardes. und die Jugend pflegt nun e.ama! Alles leicht zu nehmen. iba man kann aus Allem eine Lehre ziehen. wenn man nur darauf asgei,t. Schauen Sie einmal hierher!" Sie hielt den langen braunen Strumpf mit einer Hand hoch empor, während sie mit der anderen auf die Sohl: wies. Schauen Sie," wiederholte sie da bei. Wie unvernünftig das ist! Ein Sack für fünf Zehen! Als Masse sind sie versorgt, aber ihrer Einzelexistenz wird gar keine Beachtung geschenkt. Den Frauen geht es gerade so!" Mih Vipans letzter Ausspruch war so vielsagend und rätb.selhast zugleich, daß Carolath die Nothwenoigleit empsand, um nähere Aufklärung zu bitten. Ich dächte, meine Aeußerung Ware Hil rt,m,fMi mini die U&UlflU ijuiujj vjuwvjv... ...... Dame streng. Sind die Frauen bisher nicht immer nur als Frauen" behandelt worden?" Ich hoffe doch. Miß Vipan!" Sie folgen offenbar meinem Gedankengang nicht. Sind sie nicht behandelt worden, als wären sie alle gleich?" Nun, im Allgemeinen kann man das wohl sagen. nw vJx flstin ' 'Z V auß ci uuö . ur 1 ' 7 ganz anderes. Was denn? fragte Carolath ein wenig neugierig. Nun, eine Individualität.Ach so sagte Carolath nur. Ein ganz selbständiges, eigenen tiges Wesen für sich." Manchmal sicherlich," meinte der junge Mann, indem er auf das eigeuartiae Wesen." mit dem er eben redete, einen flüchtigen Blick richtete. Nicht nur manchmal, sondern stetZ. rr-. W.n r-ri.fl tmm V.. . I , Mr. tLdwardcs. seldtt tn den unichein barsten Fällen. Sogar Errima hat immerhin ihren eigenartigen Charal ter." Errima blickte von ihrem Schachbrett , auf. Bin ich an der Reihe?" fragte Carolath. Bfea Carolath machte seinen Zug. ' v'v Die Zivilisation ist im raschen Fortschreiten begriffen," führte Miß Vipan belehrend aus, ..sie bringt uns zweifellos viel Gutes, aber sie droht, die Individualität zu verdrängen. Zum "Glück melden sich Zeichen einer Reaktion, und ewes davon ist der fünfzehige Strumpf." Aber wenn wir nicht gewobnt sind, die fünf Zehen einzeln zu gebrauchen, so begreife ich nicht, was jeder einzelne mit der Bewegungsfreiheit anfangen soll." Das ift eben vielleicht nur Gemohnheitssache. Man muß es auf den Versuch ankommen lassen. Wer weiß, zu welche, Selbftftändigkeit sie sich vielleicht entwickeln würden, wenn man die Natur nicht vergewaltigen woll:e." ..schachmatt'." ertönte da wieder Errimas Stimine. rniroichcn war es spät geworden. Carolath wünsch den Damen ..gut.' Nacht" und humpelte aus dem immer Erst als er lange lchon im Vette laa und das Licht verlöscht loar. trat vor seinen Geist wieder der Gedanke. der nur och wie em matter rua aus - . & ons w ,

ihm la tete: oay er ein 'cocoer war. , . Jmmn wieder muhte er sich darüber LtI l. 6 Nch tU Wundern, wie leichtihm das Vergessen Unschuldiger zum Antntt mier emiah- . ' rigen Gefangnttzstraße bereit erklart, j ohne gegen das unrichtige Urtheil Re XTV. Vision einzulegen, ist in Essen vorgeCarolath's Mutter hatte den Kna- ! kommen. Der Bergmann Gogolta den zeichnen gelehrt, und die atur ! aus Hüllen bei Essen sollte im verganhatte ihm einen lebhaften Farbensinn genen Winter den Fabrikarbeiter Kurz oerliehrn. ZRalen war stets seine lieb- j durch Messerstiche in den Rücken lestc Beschäftigung gewesen. Trotzdem bensgefährlich verletzt haben. Er wurhätten er und seine Eltern es als eine , de deshalb im Februar d. Js. vor die Thorheit betrachtet, wenn er die Kunst ; Strafkammer des Landgerichts Essen als seinen Beruf erwählt haben würde, j gestellt und. trotzdem er die That leugZu Wenige reichen darin wirklich et- mit, in Würdigung der Zeugenaussawas Großes, die Meisten gehen an , gen zu einem Jahr Gefängniß verurihren Mißerfolgen zu Grunde. Da er i tbeilt. Merkwürdiger Weile legte er fük seines Vaters Amt wenig Neigung ! geaen d'.esee Urtheil eine Revision ein. spürte, das Rechtsftudium an die Kasse ! sondern trat die Straie an. rst als seines Vaters aber zu große Anforde- ! eine Anzahl neuer Zeugen sich ihm zur

rungen stellte. o wählte er mt Dritte Fakultät und wurde Mediziner, obgleich er für dieses Fach weder viel Sympathie noch Fähigkeit zeigte. Jl Gegentheil, es war ihm von Anbeginn zuwider gewesen; da er Kraft und Schönheit liebte, konnte ihn die nl . ... , . , . Kranckheit mit all ihren unausbleibl:cvn olgeuschkttiungen nr mit Abscbeu erfüllen. Das ntneffe für die

den IS. November 1900.

Wissenschaft fehlte ihm vollständig; er sah nur die Oberfläche und trug kein Verlangen danach, tiefer in die Natur einzudringen und die Gesetze kennen zu lernen, infolge deren die Abnormitäten erst zu interessanten Erscheinungen werden. Hier in seiner erzwungenen Abgeschlossenheit erwachte die Liebe zur Kunst von Neuem in ihm. In einem der oben gelegenen Räume batte er eine Stafselei und Leinwand mit allen dazu gehörigen Malutensilien entdeckt, und nun fragte er den Doktor, ob er sich ihrer wohl bedienen dürfte. Natürlich." entgegnete Dr. Bipan. ..Wir hatten die Sachen für Errima gekauft; sie hat eine Zeitlang Malunterricht genommen, seit Kurzem aber wieder aufgehört." Carolath dankte dem Hausherrn, beschloß aber doch. Errimas Erlaubniß einzuholen, ehe er die Gegenstände beutzen wollte. ..Ich höre. Sie malen. Miß Raven sha.v." begann er eines Tages, um die Angelegenheit zur Sprache zu bringen. Nein," erwiderte sie, ich habe es wohl versucht, gab es aber gleich wieder auf." Hätten Sie etwas daaeaen, wenn ich Ihr Material benutzte?" Das Madchen schaute ihn mit unverkennbarer Verwunderung an. So um Erlaubnis; gefragt zu werden, daran war sie nicht gewöhnt. Die Sachen gebören nicht mir; mir gehört überhaupt nichts," saate sie dann langsam. Aber man hat sie doch für Sie angeschafft!" Ja, aber dadurch sind sie doch nicht mein Eigenthum geworden." Jedenfalls haben Sie also nichts dagegen, wenn ich mich ihrer bediene?" Weshalb sollte ich etwas dagegen haben? Ich babe ja nichts mehr mit ihnen zu schaffen." ."rn den geben. Damlt mutzte Carolath sich zufrreSo werde ich gleich morgen früh beginnen," meinte er. Errima hielt eine Entgegnung für überflüssig, da Carolath ja keine Frage an sie gerichtet hatte. Das nächste für Carolath war nun, welchen Gegenstand er wählen sollte. Er sah voraus, daß wenn er sich Tagelang zurückziehen wollte, um feiner Kunst zu leben, Dr. Vipan höchst un u neuen cui uutuc. uuk ci kuku r;s. cj vc r W Um Abmachung so schlecht I KnrAffihW (Znltneher n durchführte. Entweder also mußte er seine Mal-Jdee aufgeben, oder auf irgend eine Weife Errimas Anwesenheit bei seiner Beschäftigung bewirken. Aber wie sollte er das anfangen! Er blickte zu ihr hinüber. Sie saß in einem großen Lehnstuhl nahe am Fenfier. den Kopf tief auf ein Buch geneigt, in welchem sie eifrig zu lesen fchsen. War es die vornüber geneigte Haltung, oder etwas Aufregendes in dem Buche, was ihre Wangen so Itbrathet hatte, jedenfalls drückte ! z ' 15 . ' 7 . ' . ' . sich mehr Lebendigkeit in ihrer Erscheinung aus, als man sonst an ihr zu bemerken gewohnt war. Das dicke widerspenstige Haar bedeckte die ganze Stirn. Obgleich diese Stellung nicht so war. daß er sie hätte künstlerisch verwerthen mögen, konnte Carolath doch nicht umhin, die natürliche Anmuth der biegsamen. schlanken Form zu bewundern. Wenn ich sie malte!" fuhr es ihm plötzlich durch den Sinn. (Fortsetzung folcu.) t n ausregender Zwi , l" " " X w schenfall sptelte sich wahrend der Vo - stellung lm Zheater des Par er Vorrrr. IM ron 1 0 rt n IVa rnif fM PITt ortes Grenelle ad. wuroe ein Schauerdrama aufgeführt, das schon im ersten Akte einen Mord vor Augen führt. Der Schauspteler, der die Rolle des Mörders inne hatte, stürzte sich mit einem Messer so ungestüm auf seinen von dem ..Heldenvater" Huberville dar - gestellten Gegner, daß er ihm eine tcyivere tlcywunce an oer nrn oeini c . n cr . . c r l ä . . c.ir oracuie. m oas uoiuum mvi . .. . rf-rf Pi strt - des Mörsers vtuluoer,lromi zu ooen sinken sah. brach es. ganz begeistert von ' W, nnrr Ährfk in tttsnd,n , um imvui3nnvii wr.v., ... ' I:ess Hl OlrtsVv nhaT TtitrViOTi Xio Zuschauer ihres Irrthums gewahr. tllUU U U. uiu uui vw.vv viv denn der Regisseur trat vor und tun diäte an, daß m Vorstellung wegen i der sehr ernsten Verwundung ! Schauspielers Huberville nicht zu Ende eführt werden könne. t " ' 'ugung iteute. Die einen cnocren Bergmann jener Strafthat beschuldigten. beantragte er d:e Wieverauniayine de Verfahrens. In der neuen w ti c-r ... ryanotung iarn ver V2)tua;iri)uf zu der ! ederzeuauna. van ?er anoere ri3mmm bäckst wabrcbelnl:ck der i r "7 II ' ' ' , zter war, und sprach Goaolta unter Uebernahme derKoften auf die Staats - von der Straie frei.

Lagllchcr Muttlkerlchl Viehmarkt. Indianapolis Union Viehhöse, 15. Nov. Rindvieh. Auserlesene bis prima Stiere, 1350 Pfd. und aufwärts 55.10 5.65 Gute bis mittlere Stiere 135 Pfd. und aufwärts 4.5 5.10

Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd Hute bis mittlere 1150 bis 1300 Vfd. Stie Mittlere ois gute ticre 900 bis 1100 Pfd ... . Gute bis gewählte Rinder. Mittlere bis gute Rinder. 4.50 5.15 4.00 4.50 4.00 3.75 3.25 4.50, 4.50 3.50 3.00 4.25 3.35 2.25 6.25 5.00 4.00 3.50 3.00 40 25 Gewöhnliche leichte Rinder 2.50 Hute bis gewählte Kühe. . 3.50 Mittlere bis gute Kühe.. 2.50 ;wöhnlichc alle Kühe.. 1.00 Kälber 5.00 schwere Kälber 3.00 Lrima bis fancn Export Bullen 3.65 Üute bis gewählte Schleich ter Bullen 3.25 ''wohnliche bis guleBullen 2.50 ute Kühe mit Kalb 30 HcwöhnlicheKühe mit Kalb 15 S cd w c i n e. Vule bis gewühlte, mitllerc und schwere $4.80 Gemischte u. schw. Packing 4.70 )ulc bis gewählte leichte 4.75 Gewöhnliche lachte 4.70 4.00 ioughs 4.0s) Schafe. 'jutc bis gewählte Lämmer 4. 50 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 mc bis gewählte Schafe 3.40 rdinäre bis gute Schafe 2.50 -tockers . . 2.00 ocke.pcr 100 Pfd 2.00 4.90 4.80 4. 2 4.75 4.76 4.50 5.25 4.25 3.85 3.25 3.50 2.75 Früchte nd Gemüse. Früchte. Citronen, H4.0O-4.50 für 300-360. Aevfcl, $-3-$3 per Faß. Feigen, lSc-15c. Bananeu, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln. Persische 5c-6c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Trauben, Concord, 8 Pfund Korb, 1 3c; Delaware und Niagara, Crate on 4 Körben, 12 $c Birnen, hiesige. 75c per Bufhel. Cranberries .2.50 per Bufhel Crate. Quitten, $1.00 per Bufhel. Orangen, mexikanische, $4.50 per öor. Gemüse. Kraut. 9oc per Faß. Zwiebeln , Spanische $1 .50 per Crate; rothe Globe 50c per Bufhel ; weiße Älobc $2.00 per Faß. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bunbes. Kartoffeln, $1.25 per Faß; prima 'urbanks und runde weiße 40c per öushcl; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $2.75 per Faß. , Baltimore $1.50 per Faß. Sommer-Celery, 15c per !l. Bunch. Balat 50c per Büschel. Spinat, 40c per Büschel. Äeiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere (v-7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 74c-74c; W9e ? 4ÜU 015 ddOPfuno 4c; ,Kühe 550 bis 650 Pfund 7c; Stier Borderviertel 7c; Stier 5)interviertcl I m 4. . , cn i. m hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; 10c; IKiitD Jpmtm.imel yc; RtNd Bor v -.. nr v . i . m i ocroienci c; uy zoroervierle: vc; Kuh Hinterviertel 8c. Frisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hin. terviertel 12c; Vorderviericl 8c. rlcves cnamelim Kammer per , 8ic; Scbafc 74c: Schenkel kurz, 16c. Ni Fisches Sckweineflcisck'. Loins SieI ' ' 9x: . tzottaae Schinken 7 ; : achzutctc Schultern 7c, frische Schinken, 18 L hfAnitt in.- , 7. Z " 101N5 iöi ; spare Jiwt , ' ,'c. Geräuchertes Fleisch. Pfund 11c; 10 Pfund Califsrnische Schinken 6 bis 8 Pfund 7; 10 bis 12 Pfund 7Zrz 12 i bis 14 Pfund. Frühstück Bptd K'.arer English j Cured 14c; gewählter Sugar Curcd 13k; Q-7 Pfund im Durchschnitt 13c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 1 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 12; I 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12; j 6 Pfund im D.,rch schnitt, schmal, 12. , Speck, Euql. Gewühlter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt. 13c: 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt. 12c. SpeckKlare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9c, KlarcSeiten. 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9c; Klare Seiten. 20 bis 50 Pfd. 2c; Klare Bellies,'25bis 30Pfd.,9?c; 18 bis 22 Pfd.. 9c;14dis lePfd.. 10!-c; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd.. 9c; Rücken 12 bis 1 Pfd. .9; Klare Nuckcn 6 bis !Pfv., ioc. , Schultern. Snal. ured ZO bis 20 Pfnd im Durchschnitt 8c; 1 Pfund - . ' 7.. . L . ; tm TurchschUitt, 8; 10 tS 12 sund SU ,' Qr r.ncr . vniui..i . ....... v. , .... ,, - loses Famy Pig tz!9.50; Klares Bea 1 1.50; Family 17.00; Sherl Clear 15.00; Rumpf 16.00.

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tat: 20 18 pfunö lOyc; 15 Pfund 11c; '1 r:

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20-18 Pfund 10; 15 Pfund 10; 12 fii sZLSZ

Gedörrtes Rindfleisch Schinken, ,eg. Sets, 11c; Außenseikea dc; Innen feiten 13c; Knöchel 13c. Schmalz, in Tierces, 1. Qualität 8$c; 2. Qualität 8c; 3. Qualität 8c. Wurste, Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfurter 8c; Wicncrwucst 8c; Knackwurst 8c; Bologna in Därmen ee, ;n Tuch 6jc. Butter, Eier msd eflngek. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c ' Eier. 18c per Dutzend. Hühner 7c, Spring Chickcns 7c Pfd. Turkey Hennen 6c, junge Hähne 8, alte Hähne 5c; Enteu 5-8c;Gänse erden rerkaust zu 3.75-4.25 per Ttzd.

Fische, Aaftern nd ildpret. Händler-Preife: tzlams Little Nt-cks 75: per 1k. Hummern 25c per Pfund. Austern Beste Baltimore oderStand ards, $1.00 per Gallone; beste Balti. timore Selects, $1.10 per Gallone; New York b'ounts, $1.00 per Hundert; New Po:! lsuUs, 70c per Hunderi; Blue Points in Schalen, 75c ver Hundert. Austern in Kannen Ne $orf Eounts 35c; I. S. F. fc Co. Selccts 32c; Standard 26c; F. Brand 22c; O. K. 18c; R. 15c. See-Fische. Knochenlcsc Haringe 7c; Öäri:isie 4?c; Perch 5c; Weißfisch 9jc; See Forellen 9.c; Ncd Snappcr 8jc; Kennebcc Rechte 15c; Blaufische 10c Halib'ät 15c; Stockfisch c; Haddock 8 1, Catftsch 10c; Ro. I Pickcrc! 94c; ? ? Picke! ode? Bluc Pilc ci; Vlack Baß 15c. Froschschenkel, $1.50-2 per Dyd. (Hetreidc. Wt".;.r.-No. 2 rothe? 71 auf den Geleisen, 71c von der Mühle ; Na. 3 rother 70-72c; Novbr. 74c auf den Geleisen; Wagcnweizcn 74c. Kcrn-No. 1 weiß 37$c; No. 2 weiß 37c; No. 3 weiß 37; No. 4 weiß 33i-35c; No. 2 weiß gemischt 36c; No. o we,ß gemischt 30, c; No. 4 weiß gemischt 324 ,-; No. 2 gelb 37c; No. 3 gclb 37c; No. 4 gelb 3-35c; No. 2 gemischt 86fj No. 3 qcmischt 30, c; No. 4 gemischt 3233; c:; Kolben 24.1c Haser-No. 2 weißer 25ic; No. 3 weiter 24c; No. 2 gim;sch:cr 26k; No. 3 gemischter '2M ' Heu-altes No. 1 Zimnhy 12.5013.00 No. 2 Timothy ll.v0-12.00. Kaffee. Folgendes, sind die Indianarcli Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fanev 26-27c; Golden Rio 23-26; Jara 28-31:. )n Pscketen: Anosa 12.75, Lion 11.75. Jersey K:.ir. Caracas 13.25, Tillwcrth's 13.25, Durch Java Blc7.d 16.00, Mail jPouch 12.25, Gates P!c7.ded :v2 11.75. Groceries. Jucktt Dominoes 6.17:: nickzucker 6.31; puwersirtcr 6.02c; AW pu! verisir:cr 6.07c; Standard granulnter 5.; 2c; seiner granulirt.i S.S2c; granu lirter kl 5 Pfund Süäin 6.07c; qranu lir:er in 5 Pfund Cartons 6.07c; ezka feiner granulirter 6.07c; Cubes 6.07c; Meld A 6.07c; Confec.i.ers' A 5.72c; I Columbia A-Kcyftone A .567c; 2. WindscrA-AmcricanA 5.62c; 3 Ridge wocd A-Centennial A. 5,62c; 4 Plzönir A-California A 5.47c; 5 EmpireFranklw B 5.42c; 6 Ideal Erna fe!. den C-Keystone B 5.37c; 7"Windscr - itra -American B 5.27c: 8 Ridae. ö wood ertra C-Centennia! B 5.17c; 9 lber extra C-California B 5.17c; IC qclbe? C-Franklin ertra C 6.12c; 11 ' gelbir-Keyftone cztra C. 5.12c; 12 . c.i!lc:.''Zmerican ertra 5.12c: 13 ae'.. ; ker-entenniul extra C 5.12c; 14 gelier -California extra C 5.12c; 15 gelber 12c; 16 gelber 5.02;. Eingemachte Früch:? Blackberrics, 3 ,nb i i0- rocaU s,crs 3 rni : 7 t! JSlaJr J?" -r---.. , cunvs o P,unv -tx.ou $1.65; Pic $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, 51.65-1.90; See Tomatocs , 3 Pfund, .00;Zuc!crkorn bk $1.10; Apfclbuttcr, ver Duzend, 3 Pfund, 95c. Wollt. Folgendes sind die Preise sür Vage laduttgcn : Ungewaschene mittelmäßige Welle 19-20c; feine Merino 15-1 7c; unge reinigte, von 3c bis 5c wcniacr; zubergc i'8-30c. Kohlen. T-..e t xtnrt ..17.00 3.65 ihr.ccite Rauchlos Jackson.., .. 4.50 . . 4.00 .. 4.00 2.40 2.15 2.15 2.15 2.15 2.15 1.90 1.90 1.6b 1.65 1.15 Pittsbura ' Raymond City 4.00 i Winisrcdc 4.00 Kar.awka 4.00 9 ! 'uyrta o.ou razu io . ö.ok) Grccn cunty 3.00 ! Ändtana .'umv 3.00 Slack 2.0) Ploßburc 5.00 2.66 Lump t5o!e 11c v? Bush. $2.75? 25 Lushe!. $1.50 ver 12z Bufhel. Zttkleinerter Coke 13c pBu. ßL.2ö per 25 51.75 per 12 j Bu.