Indiana Tribüne, Volume 24, Number 58, Indianapolis, Marion County, 15 November 1900 — Page 2

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KKl Kar? SfS rr Tndiana Tribune. Donnerstag, den 15. November lKh WE&

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tevesgunft dnrch erproben. Mehr ober weniger unheimliche Feuerprobe zu allerhand Zwecken rna ten und sind bekanntlich bei manchen Naturvölkern üblich, und auch die (Beschichte unserer deutschen Vorvater, bis in das MHtelaltcr hinein, bietet ja ebenfalls Beispiele hierfür. Von der nach stehenden Feuerprobe aber dürften nur Wenige jemals gehört haben; sie ist bei gewissen Jndianerfiämmen im Innern Mezicos noch heute zu Hause, obwohl sie sich im Laufe der Zeiten etwas gemildert haben soll. Weit südlich von Chapala-See in .ckrico haust ein Stamm, der gleich manchen anderen Stämmen im fernen üdweften des nordamerikanischen Kontinents blutwenig von seinen uralten Bräuchen abgewichen ist und darin ein Gemisch von Heidenthum und oberflächlichem Christenthum zeigt. Staatsbehörde sowie Priester halten es für unklug, radical in das Leben dieserNaturmenschen einzugreifen, und haben sich damit begnügt, einize der. bedenklichsten und rohesten Auswüchse nach und nach zu beseitigen; auch gaden sie zu. daß manche jener Bräuche unter den Umständen auch ihr Gutes haben können und sozusagen ein Stück Idealismus dieses Volkes bilden, dessen es nicht gewaltsam beraubt werden sollte, ehe es für einen entsprechenden Ersatz reif ist, womit es inoetz noch gute Wege zu haben scheint. Dahin gehört auch die. für Unsereins sehr barbarisch erscheinendeFeuerprobe für junge Männer, durch deren sieghaftes Bestehen sie sich ein Anrecht auf die Gunst der Schönen des Stammes erwerben. Ein weißer Jefe Politico". welcher den betreffenden District jahrelang als Vertreter der Staats - Autorität vorstand und K ni Ostens ein einziges Mal Zeuge eine? solchen Feuerprobe war, erzählt darüber: Von mehreren Seiten war mir nahegelegt worden, diesen Brauch zu unterdrücken. Einige Priester beschrieben mir ihn schaudernd. Ich wollte aber einmal die Geschichte mit eigene Augen sehen; daher ging ich tief in'sLand hinein nach dem Wohnort jenes Stammes, gerade als derselbe sein jährliches Hauptscft abhielt. Man empfing mich gastfreundlich und lud mich ohne Weiteres ein. bis zu Ende dazubleiben und einen jungen Stammeshelden den Thunn besteigen" zu sehen. Was dser Ausdruck zu bedeuten hatte, erfuhr ich sehr bald. Es wurde ein hölzerner Thurm errichtet, ungefähr 60 Fuß hoch, mit ri ner Plarform oben, von welcher ein starker Pfosten emporragte. Ein hochgeivachsener. helläugiger junger Mann stellte sich ein und ließ sich oben an dem Pfosten mit Lederriemen festbinden. Unten herum drängte sich der ganze Stamm, einschließlich aller jungen Mädchen, die ihren schönsten Putz angelegt hatten. Man sah lauter feierlich dreinblickende Gesichter, und Alles sprach uur von Jofe so hieß jener junge Mann und ob er die Probe überstehen werde. Es wurden Jorbereitungen getroffen, den Angebundenen in eine ganze Wolke von Feuerwerken zu hüllen, die längere Zeit anhalten sollten. Auf ein gegebenes Zeichen stiegen Alle, welche dem Thurm erklettert hatten. außer Jose und dem Leiter der Ceremonien wieder herab; der Letztere fetzte die Feuerwerke in Brand und ließ sich dann ebenfalls sehr haftig herunter, um nicht von den Flammen erfaßt zu werden. Mit schrecklichen Getöse gingen die Feuerwerke oben los. Feuerräder. Raketen und allerlei curiose Dinger. Alles dicht an dem Pfosten. Es war zur Zeit dunkel, und man konnte Jose manchmal in rothen und gelben Flammenschein sehen und seine männliche Haltung bewundern ; manchmal aber auch verhüllte ihn eine dicht? Rauchwolt qänzlich unseren Blicken. In höchste? Spannung blirttc Alles starr hinauf; niemals sah man den jungem Dulder zucken, niemals hörte man einen Klagelaui. Und doch unterschied sich die Procedur bis zu einem gewissen Grade nur wenig von einer Verbrennung am Scheiierhaufen! Mit frohlockendem Stolz priesen Jose's Angehörige ihren wackeren Junaen. während manchen Anderen, die Solches doch wohl nicht zum ersten Mal scnen, oas Scnauspie! so schrecklich vorkam, daß sie baten, ihm ein Ende zu machen! Aber Jose hielt aus. bis die feftgesetzte Zeit vorüber war. und JlleFeuerwerk? aufgebrannt waren. Das dauerte eine kalbe Stunde; mir kam es abt: oid langer vor. und ich ängstigte ckicr, 27,' an das Leben des jungen Ma:.ne-z und fühlte mich stark verar: laß:. Vertreter des Gesetzes einz'schreiten. Aber ich sagte mir wiederim, daß ich das Ende abwarten muffe, da dies aucd für mich ein ..Teftfall" war. Die Feu:rwcrte varen alle verloschen, die Sterne glänzten am Himmel, und die Mondsichel beleuchtete eigen thümlich die zauberische Scene. Grich behenden Matrosen kletterten Kuu ältere Jnrwne? das Thurmgerüft hinaus. .:nd wir sahen, wie sie Jose'Vand löste r . Sie stießen eine Ruf cn nicht verstand; aber die 'Ner.ge irrüdi in ein Jubelgescbrei aus. und eine 5ingebo?enenkapelle machte Musik. Jose hatte die Probe glänzen bestanden ; er schwang sich leicht herab nd wurde mir vorgeführt. Auf7 tiiche Brsndmaten. die nicht tief

ren. aber vielleicht verhängnihvoll fj'dU ten werden können, wenn die Geschichte noch einige Minuten länger gedauert hätte, lvar er sonst wohlbehalten, und seine Augen funkelten vor Vergnügen. Alle Jndianermädchen vergötterten ihn, und am nächsten Tage beim Festmahl erkor er sich unter ihnen eine Braut. Das Ehe - Leben in diesem Stamm ist. nebenbei bemerkt, ein mufterhaftes. Uebrigens bewarben sich noch Andere um die Ehre der Feuerprobe; aber ich hatte genug davon gesehen. Es wurde mir noch gesagt, daß die Probe nur sehr selten tödtlich verlaufe. Sie scheint in so hohem Maße zur Selbstachtüng dieser Menschen beizutragen, daß ich mich nicht entschließen konnte, kie thatsächlich zu unterdrücken, obwohl h der Form halber dem Stammesältesten sagen ließ, daß das Gesetz Solches nicht erlaube, und sie eine andere Methode ersinnen müßten, den Muth der jungen Männer zu beweisen. SerchS.egesAtze.

Mit Parfümerien haben schon Viele gelegentlich Erfahrungen gemacht, die ihnen räthselhaft waren und nicht nothwendigerweise einen Beweis für schlechte Qualität diefer Parfümerien bildeten Einiges zur Erklärung diese? Erfahrungen dürfte Manchen nicht unerwünfch! sein. Den berühmten Philosophischen Grundsatz, daß Widerspruch zum Wesen der Dinge gehört, kann man gerade bei Parfümerien oft sehr bestätigt finden. Aber es ist einfach die Un, Vollkommenheit unserer Sinne, welche diese Widersprüche erzeugt. Ein bemerkenswerther Unterschied zwischen unseren sogenannten chemischen Sinnen nämlich Geruch und Geschmack und den übrigen besteht darin, daß ein stärkerer Rei auf die ersteren keinesweqs einen stärkeren Eindruck hervorbringt, sondern oft sogar einen ganz verschiedenen, oder auch gar keinen Eindruck. (Letzteres kommt zwar auch bei den anderen Sinnen vor, aber nur infolge von Abstumpfung derselben nach und nach.) Nehmen wir z. B. den künstlichen Veilchen-Wohlgeruch, welches das sögenannte Ionen zugrunde liegt. Einige Gran dieses Stoffes (d. h. soviel, wie man aus Hunderten von Pfund Vielchen gewinnen könnte) lassen sich in einem offenen Gefäß erhitzen und zu vollständiger Verdunstung bringen, ohne auch nur die schwächste Spur von Veilchenduft zu erzeugen, außer sofort bei Beginn des Verfahrens. Wird andrnrfeits das Veilchen - Parfüm in gewöhnlicher Weise immer stärker durch die Luft hin verbreitet, so wird der besondere Veilchen -Geruch nicht nur im selben Verhältniß schwächer, sondern auch schließlich durch einen ganz anderen ersetzt, nämlich durch den Geruch von Himbeeren. Hält man indeß ein Fläschchen reines Jnon an die Nase, so riecht man weder etwas von Veilchen, noch von Himbeeren, sondern bekommt vielmehr den Geruch von Cedernholz. Es mag noch hinzugefügt werden, daß viele Proben künstlichen VeilchenExtractes. welche unmittelbar für das Publikum bestimmt sind, wirklich den Geruch von Himbeeren haben, und zroar einfach deshalb, weil die betr. Fabrikanten zu dick aufgetragen haben, statt ihren Kunden wenig genug für ihr Geld zu geben Sehr selten bleibt aber der Umstand, daß die genannten Erscheinungen sich durchaus nicht auf dem umgekehrten Weg ebenfalls entsprechend ausweisen lassen! Man mag Cedern-Oel noch so sehr verdünnen, und es erhält doch niemals irgend etwas vom Veilchen - Geruch; und ebenso wenig ist es jemals gelungen, aus dem Geruchs - Princip der Himbeeren irqendwie Vielchenduft hervorzulockm. Solche Beifpiele ließen sich noch gar manche anführen. V lchon bei einer früheren Geleklenheit bemerkt, kann man viele unerträgliche ..Gestanke" kwed) entsprechende Auslösung in angenei.c Wohlqerück verwandeln. Der folgende Fall, der vielen Liebhabern von Parfümcrien noch unbekannt fcin dürfte, aber besonders dezeichnenv ist. möge als Zeranschaulichung nicht unerwaynt bleiben: Wenn gewisse nächtliche Plagethierchen. deren Geruch einer der allerverrufenften ist. mit Zucker gerieben werden, welcher 2mn in einer großen Quantität Wasser aufgelöst wird, so entsteht ein sehr lieblicher .Hyacinthen - Dust! Andererseits setz: sich der herrliche Jasmin - Geruch, wie die chemische Untersuchung ergeben hat. aus mehreren Stofftn zusammen, und einer dieser ist ein bekannte-- FäulnißProduct. nämlich Jndol! Unter den vielen Wohlger chä-Stos-fen durchaus nicht allen welcke bei starker Concentrirung vollständig oder beinahe geruchslos sind, seien bin nur künstliche? Moschus. Vanillin. Heliotrop-Parfüm. der Geruch der ecr ien deutschenSchmarotzerpflanze Walr meister, die das Maiwein-Aroma lieseit, und endlich der Geruch von frisch qemäbtem Heu erwähnt. Die 15jährige Dienstmagd Fanny Schuster in Pforzheim versuchte das Kid ihres Dienst b?rrn. rei Gbriicntat Emil Bauer, mit Schwefelsäure zu- vergiften, :rlcf sie Ittnbe durch das SsugZIösebchen vabrackle. Dem Arzt gelang es durch eneraiicd. Eingreifen das Kind zu Ititai, Die Magd, welche geflüchtet jjai, .rrde Verhaftet.

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Hanna o Wütten-Avenieuer. Nicht der vielgenannte Senator Mark Hanna, wohl aber ein Vetter von ihm, I. B. Hanna, hat unlängft ein schreckliches husten - Abenteuer im Südwesten j. bestehen gehabt, ist aber wenigstens noch lebendig aus demselden hervorgegangen, im Gegensatz zu so manchen anderen Unglücklichen. Dieser Hanna ist nämlich überausseher der Forst - Reserven für Arizona und New Mexico, und in Begleitung von A. F. Hermann, Supervisor des berühmten Grand Canyon vom Coloradosluß, und eines Führers Namens Pierce wollte er sich eiie Tour vom Colorado aus bis ncch der Grenzlinie von Utah leisten. Alle Drei waren anWüsten und Hochgebirge gewöhnt, und mit ihren ausdauernden Mauleseln, reichlicher Nahrung in den Satteltajchen und die an den Sätteln hängenden Demijohns" mit Wasser gefüllt, schien die Expedition für diese Praktikusse" leicht genug .?u sein. Doch der unabsehbare Wüstensand, der sich von Los Angeles ostwärts durch Arizona und Colorado hin erstreckt, hat auch schon manchen Erfahrenen in unheimliche Situationen gebracht! Als die Drei an ihrer ersten nächtlichen Lagerstätte erwachten, da sahen sie absolut nichts, als röthlich glühenden Sand rings um sich, und ihre Maulesel mit fast allen Vorräthen und dem Wasser waren verschwunden! Entsetzen befiel sie. Denn was sie an Speise und Trank unmittelbar bei sich trugen, reichte nur für einen Tag. Erbarmungsloser schien ihnen dieSonne noch niemals aufgegangen zu fein, als an diesem Morgen; es war. als leuchte sie ihnen wirklich zu frühem Tod." Natürlich entschlossen sie sich, schleunigft nach denMauleseln zu suchen, und sie schoben los. ohne sich weiter um dic Lagerstätte und um das, was sie dort zurückließen, zu kümmern. Viele Stunden spähten sie umher, ohne eine Spur von den Thieren zu entdecken, und als sie endlich die Suche als ganzlich hoffnungslos aufgaben, und wieder nach dem Lager zurückkehren wollten, konnten sie auch dieses nicht mehr finden! Sie hatten sich in dem Wüstenmeer mit seiner unheimlichen Gleichförmigkeit vollständig verlaufen, und wenn kein Wunder passirte. waren sie verloren wie so Viele, deren Gebeine im Sande verstreut sind. Drei trostlose Wanderer, irrten sie ziellos herum, in der dämonischen blendenden Hitze und dem Staub und Alkali; sie schliefen, wo die Nacht sie gerade überraschte, in dem Sande, und wanderten dann wiederum blindlings weiter. Das sich oft in Wolken erhebende Alkali brannte sich förmlich in ihre Haut ein. ihre Lippen sprangen auf und schälten sich ad, und ihre Augen entzündeten sich immer bösartiger und drangen weit hervor. Und dazu die tantalusmähigen Durft - Hollenquälen! WUstenbilder erhoben sich vor ihrem Fiebcrblick und ve:scknanden wieder. .Hanna war de: Elfte, der vollständig schachmatt wurde und sich nicht mehr weiterschlepven konnte. Hermann machte dem Ohnmächtigen ein Sandtissen zurechi. schob seinen Hut über seine Augen und taumelte dann Zveiter. um zurückzukehren, wenn er vielleicht irgend welche unerwartete Hilfe gefunden hätte, oder andernfalls 2n irgend einer anderen Stötte das Ende seiner Jrrwanderung zu sehen und de:: Tod zu erwarten. Doch diesmal begünstigte da Schicksal seine wankenden Schritte. Gerade als die Dunkelheit hereinzubrechen begann. sah er eme, mit Salbei-Gestrüpv bewachsene Anhöhe vor sich. Erst traute er seinen Ä.igen nicht; aber da Bild schien ihm doch nichi wäe eine Fa: ' Morgana auszusehen. Er machte einige Schritte weiter, und zu seiner höchsten Freude stieß er auf f e u ch t e n Sand! Die Ursache dieser Erscheinung weite? verfolgend, fand er endlich eine Quelle. Nachdem er seinen glühenden Durst so weit gestillt hatte, wie er es unter den Umständen ivagte. füllte er seinen Hut mit Wasser und eilte zu Hanna zu rück. Es wurde 10 Uhr Nachts, bis er ihn wiederfand, und Hanna hatte o.-.r Delirium im höchsten Grade. Als er wieder leidlich zu sich gebracht war. gab man sich der Nachtruhe hin. Am nachsten Morgen kam ein meittaniscbei Hirtenbursche des Weges daher galopviri und brachte die Beidu, nach einein L7Cj. Aber wo war der Dritte im Sunde, der Führer der Partie? Die Geretteten suchten ihn dorn Loser aus u.nd wurden

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Man hüte sich djjfjct G gUbt zwei Stibtn, 14k vittttidtt ei xiftrn Schmerzen Nerurfache nd bekannt find IS Hüften- und Nückenfchmerze. ifl ach besamst, fcrg St. Mobs Hel let best Heilmittel , ist.

leiner enducy anitcyttg. aver sie hatten einen Rasenden vor sich, der bei ihrer Annäherung wie ein Wilder floh ' und mit dem Lasso eingefangen und gebunden werden mutzte! Noch tagelang murmelte er von den kleinen grauen Hunden", die ihn in feinem Fieberwahn verfolgten. Schließlich kehrte die ganze Partie nach Flagstazs. Anz.. zurück. S hatten genug Wüsten - Abenteuer sur ihr ganzes Leben, besonders aber Hanna! Zwischen Lipp' und KclchesranV. Unftr Lvrgerkrieg hat n.'ch ga? manche denkwürdige Rebm-Eyissden gehabt, di? nicht zu den eigentlichen Kriegsoorgängen gehören und wenig bekannt sind. Von einer erschütternten Ep'.sod? dieser Art erzählt neuerdings eine Mitarbeiterin einer unserer Frauen-Zeitschriften. und die Geschichte ist eines Plätzchens im )edächtniß der Nachwelt werth. , Der Schauplatz war das Amtsgebäude des Gouverneurs von Süd-Ca-rolina, und die Zeit nicht sehr lange vor Schluß des Krieges. In jenem Gebäude sollte die schöne Tochter des Gouverneurs Pickens mit dem Con-föderirten-Lieutenant Le Rochelle getrau! werden. Am Nachmittag vor dem Abend, auf welchen die Vermählungsseierlichkeiten anberaumt waren, begann die nördliche Armee, Columbia zu bombardiren, doch ließ man sich dadurch keinen Augenblick abhalten, die Vorbereitungen für die Hochzeit fortzusetzen. Genau zur angesagten stunde waren alle Hochzeitsgäste versammelt, und der Geistliche begann, die TrauungsCeremonie zu vollziehen. Er hatte gerade die rechten Hände des schmucken, glücklichen Paares in einander gelegt. da gab es einen furchtbaren Lkrach! Eine Kugel aus einer Kanone des Feindes war in das Gebäude eingeschlagen und platzte mitten in dem Trauungs-Zimmer. ihre Verderbensboten nach allen Seiten umherschleudernd!Tas ganze Haus bebte, die Wände schwankten hin und her, die großen Spiegelscheiben zersprangen, viele Frauen wurden ohnmächtig, und Geschrei und Stöhnen erfüllte die blumenduftbeladene Atmosphäre. Das Allerschrecklichfte aber wurde man gewahr, als die erste Verwirrung sich gelegt hatte. Nur eine Person in der zahlreichen Gesellschaft war tödtlich getroffen, und das war die liebreizende Braut felbft! Sie lag theils auf dem Fußboden, theils in den Armen ihresBräutigams. eine Blume, die ein Wetterstrahl hoffnungslos geknickt hotte. Auf ihrem, schon todtenblassen Antlitz ruhte ein besonderer Schönheitsschimmer. und ihr Brautkleid war von warm?m Blute getränkt, das einer großen, klaffenden Wunde in der zui entnrömte. Ganz .lßer sich oor mildem ! Schmerz. legte ihr Bräutigam vie :erdende auf ein Soia und siebte sie dan in allen Ausdrücken der ZärtliSU: an. die Fortsetzung der TrauungsCeremonie zu aestattcn. Mit schwack?r Stimme erklärte sie sich hierzu bereit, und während üe nur nocd stoßweise c:'qmm tonnte, ihr Gcsick.t so weiß wie die Kamelien Um BiautBouquets war. und da Blu: noch imnicr aus ihrer Wunde branc, murmelte sis ihr ..Ja" zu den Worten des Geistlichen und erhielt von ihrem uvermählten 'den ersten Kuß! Einen Augenblick nocd. und AleS war vorüber. Die Holbzeii-i-gesellschaft fianb in einem Todtengemacb. Unter Magnolien wurde der schöne Leichnam begraben, und der Bräutigam kehrte zu seinem Regiment zurück: ein völlig gebrochener Mann. Das ist der Krieg . , . Mit Zustimmung der betreffenden Eltern ift in 'Jersey City. N. , wieder mal eine Kinderehe geschlossen worden und zwar zwischen der 16jährigen Mary Edith Colbes und dem um ein Jahr älteren Charles Renwick. Wie lange wird dieser Bund für's Leben" wohl Bestannd haben! Nichtwenigerals28Stimmen hat in Monroe Townihip. Ind.. eine einziae Familie abgegeben, und zwar aNe für McKinley. Der 77ja rige Garrett Gibson dortselbst, ein waschechter Jreemont - Republikaner. hat nämlich bei sich auf seinem Anwesen acht Söhne, einen Schwiegersohn und dreizehn volljährige Enkel wohnen, die zusammen an die Wahlurne träte:: und republikanisch stimmten.

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