Indiana Tribüne, Volume 24, Number 58, Indianapolis, Marion County, 15 November 1900 — Page 1

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Tribune j St $ Hk ftSonntags z Blatt 9 lvepWotdk y w k i Grjtxci,rt zedcn Ntx,nittg und Sonntcra Morgens. Jahrgang 24, Indianapolis, Jd.. Donnerftag, den 15. November 1900. Rs. 58

Jnuirttirt

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A Zaud Depefth

3te SelllMösMz Vo dem Kaiser WilheZ, in Person eröffnet. Die TKronredc. - . -- Vü- iibernle Vrffe mit den i Kiülunys örs Kaisers nicht zulrieden. Tas deutsche Reichs Budget. Brrschiedei: aus hiu7. "er 8ar am ltfto tdtmSt i f t n tt x i o e c c i 1 1 1 NarchstagO Berlin ANov. DerSteichstaG wurde am Mittwoch wie??: von dem Kais Wilhelm iu Pttfon öffnet: K der 3$i anrede sprach der Kaiser eingehend üöer die Erngniffe in China, bi: -iter den cIvKifirten Völkern so groß? Aufregung hervorgerufen habe Kftfe ec sagie bau::: rtanGtisäjer Hah und fwfiererAöcrlakfce. die von unfkrupulöfe Rathge betn .)?s Hofe genährt warben, haben Irregeleitete Messt do Chinesen oe:ay, die abfthenlichDen Grausamke.:cn an den JyrpoKen veMchtt Cilisati zu begelxn, wie auch an den SertreHer der djrifllmjni .Kirche, t friedlich in ihre? Mitte wohnten. URttn Gesano t :t vei einem milchigen Ulerfud), bec caiffietgenden Cev. ;r zu begegnen, meuchlings ermordet 'v.'iden. D Aeislande? in der chin?stich en Hauptstadt lefndn fch in der 'NJlen Lebensgefahr. Tiefe Schceikvsznftönde bereinigten die Auslänb in Peking und die Angehörigen alle: Rationalitaten schlössen sich enger aneinander und kämpften vereint, wie inch jetzt unsere Fnh neHeneinandn fi irlcrn. Und d Vegiernngen berank jetzt gemcs.'.fchafclich. wi: am fchneUKn geord:!e:e Zustände wi-.oer -. brigefulfti werde können, nachdem Dr Hauptschuldigen bestraft worden sind, und wie ähnliche Ereignisse in der Zukunft verhind:'. weiden können." In dem Satze :. txm der Kaiser bete ui, daß die Äeziebunzen Deutsch)s zu den Macht: der freundschaftr:m Art seien. giebt der Kaiser seium Schmerz über o':t Ermordung des ftinig Humbert von Italien AnAdenck md -.r fügte h'mz-i-. nar mein Äecb'.indeter und L::'jfr Fieund. und ist ?as Opfer eines teuflischen Verbrechens geworden." Tes Weit':- sagt dann der Rats : Ich würde den Reichstag früher bctreffs der in China ;u ccgreifertDe n ?jiafereaeln iu Jinlv gezogen haben, ronui nich: die Nothwendigkeit vornanDen gewesen vAxt', prompt .:u handeln, IND daß es damals auch schwer hielt, genaue Jnformat'on zu geben. Tie 5'zierunq war indeß überzeugt, daß : Reichstag die nöthigen Äertrilll Zangen nicht verweigern i'.'rde. wenn sie in die Lage komme. Voranschläge für die wuhr schädlichen Kosten oorle-i-können." 3rch den faUttCCI Angelegenheiten zuwendend, sagte der Kaiser, dah in .olge des natür!k.ne Anwachsens der Einkünfte und oc vom Reichstag in ön letzten Session bewilligten höheren steuern in ftzt atlen Jioeig der Reerung mehr Geld vorhanden sei w'e früher, namentt: für die andeZoerheidigung und ;um Besten der Ärbei id. (5in ZoÜ T würde wahr'cvein--ch während d' jetzigen Session dem L.:ndesrath i.:ieroreitet werden. Zum Schl'aJ .:ete der Kaiser metirere Vorlagen ar. die demnächst i:m Reichstag vor werden würden. .'coch Senlu der Thronre)? br.'' t?". die Anwesenden Hochrufe auf on Kaiser aus. Graf von Vüow ert lirre die . - : oann für eröffnet. Mehrere Ad":i? Zeitungen kündigen zn. dafc in den dem Bunde-rath nntervreiteten Reich- Budget die Äusgaden auf 2.240.S47, 301 Mark angegeben werden. In der Vorlage wird der Reichskanzler ermächtigt, eine Reichsanleine von 97,J8ri,384 Mark aufzunehmen und f.r 175.000.000 Mark Schatzamtsnoten auszugeben. Dem Reichstag wird eine Vorlage unterbreitet werden . in dem ein S'.wplemenlar Kredit für die China Expedition verlangt wird. Die Vorlage wird von einem Memorandum begleitet sein, in dem erklärt wird, daß der Aufstand in Cöina zuerst solcher Art 3ar, daß er leicht vo der chinesischen Regierung hätte unterdrückt werden können, aber bald so zu genommen habe, daß die ganz: auzländische Beoolkerunq bedroht wurye.

ES se: dann erst klar geworden, sah eZ

-ich darum t?andelte, e,ne schreckeHerrschaft zu inauzuriren. um alle Sremden aus China vertreibe,?. Wenn die chinesische Regierung vielleicht auch den Willen gehabt habe, die Bewegung zu unterdrücken, so sei jie och auf keine Fall fähig Wesen, dies zu thun, und die Mächte seien deshalb gezwungen gewesen, ihre Staatsangehörigen mit Waffengewalt zu deschützen. Den nulitärischen Opaatfo neu der Verbünoetm zetzt Einhalt zu ' tk,un. kvürde nur den Verlust neuer Mschkulebe zur solge haben: d Operationen hätten aber trotzdem nur , '. den Zweck, oie Ruhe in 'ihiwa wieder herzustellen. D.e Tcupper-. tcacdn sich nur darauf deschränken. offene Feindseligkeitcn zu unterdrücken und alle un- ' nöthigsn Angriffe auf da- innere Leben Chinas würden unterbleiben. In der Supplementär Aerwilligungsvorlzge werden M:?t für die China Expedition verlangt und ev wird angedeutet, daß China eventuell die ganzen K?iegZosten Deutschlznos bezahlen loerde. Die liberalen Zeitungen sind mit ' den (Gründen, die der Kaiser al(?ntschulvigung dafür angeführt lt. daß er den Reichstag ncht früher emoerufen hat. keineswegs zufrieden. 'Die Nationalieituna saat: Das Parlament wird natürlich oen verlang' te Kredit beialgen. ciz Regierung muß aber d??clich zu verstehen gegeben werden, daß ti in Zukunft eine andere Behandlung erwartet.'' Einlechkart zu oe: Eröffnung des 'Reichstags, die im Rittersaal des Königlichen Schwsses stattfand, wurden diesmal nichr an Vefuchee und Mitglieder der Presse ausgetheilt. i?l soll dieZ als Extra crskaü-iT-.aßrege! zum Schutz der Person ce: Kaisers aefchehen.feinl i I Am Nachmittag rz reifte ser Kaiser nach Schlesien al nw er eine Woche lana iaaen wird. In politischen Kreisen in man allgemein üöer die Farblosigteit der Thronrede enttanscht. Kosten für den Transport der ra;ven nach Chrna Sem des?coro- , deutschen ioy) und' der HamburgAmerikanischen Linie betrugen bis zum 25. Oktober schon ehr als 27.000.000 , J:azt. Unter cen neuen Regierungsvorla- j ' gen befindet r:i auch eine, derzufolge die aus China zurückkehrenden Jnvali- . oen, ooer die Angehörigen der in China , ' Gefallener, zu em doppelten Betrag, j ' wie die Soldaten oer regulären Armee, ' penstonirt wer oen sollen, i Das Kolonm'. 'Budget wird eine! ')öhe von Mark erreichen.' Davon entfallen 1249.000 Mart ans ' WttffA'mfrrftt. Dos Reich wird in dieser Summe 9.117.0 Mark beii steuern. I Au dem Budget geht auch hervor. d,,ß ßinO!t'e in Ost Afrik.' importirt werden sollen, um die Reisund Vuunwollkulwk eimuführen. e r s cd i e d .' n e s c u l dem! . deutschen Reich . Berlin, 14. Nov. Die Regie- ' runa bat den. ttolonialraib offiziell be nachrichtigt. daß sie bereitwilligst! 15.000 Tran.?.-a! Äoeren die Erlaub- j niß geben .ourde, durch die KalahariWüste naÄDei'.tfch'Süowest Afrika zu , ziehen. Es wer?.-:, ,: Soige dessen verer:s Arrangement getroffen, um die besiegten Boeren zu empfangen, die als ein werthvolles Beoolkecuna-Element für die Kolonie betrachtet werden. ! Der Lola'. Anzeiger weiü daraufhin. ' daß Fürst Visknnnk schon im Jahres 189 darauf hrnwies. d-zß es von Vor- j theil sein, würde, wenn Teutsch Süd -; tvesiafrika von Boeren besiedelt werden ' wuroe. Privatnachrten anö China zufolge! ist der deutsche katholische Mission -, Bischof Hammer in H'.c Tseng zuerst! in fürchterlicher Weise gemarrert und : dann lebendig oerd rannt war oen. ( Eine ganze Anzahl Briefe von dent-' schen Soldaten in China, in denen! haarsträndende Einzelheiten überMas-, sen'iinrichtungen von Cbines'n in I Llang Sian und p ftir.g angefübrt i werden, sind wieder eingetroffen, die Presse nimrnt aber iin Allgemeinen te: Notiz von diese Enthüllungen. ' Am Dienstag Abend war der Kaiser Wilhelm der Gast des MichskANz lecs Graf von Bülow. Anierdem waren anwesend: Genera! Graf von ! Huelsen-Haeseler, General v?n Kesse'. Professor Slary und Baron Berier. , der neue Leite? des Horn.burer Tbea ! ters. j Die Braunschweizer Hnoelskammer hat stch vec der vtti erung darüber . beklagt, daß Rußland die Vmfuk .-n , deutschen Würsten verboten lak. ! In den: Prozeß gegen den Bantier Sternberz. der grober Sittlitoergehen anzetlaz: :''t. hat da Gericht angeordnet, daß Frau Margarethe Fischer, die Hauotbelaftunzeugin. die

Nch letzt' in. 'hm mit oe.'mdet. per Ka

bel nufgeforoert .verden soll, nach Berlin zurückzukehren, und ihr auf demselben Wege ihre Unkosten bezahlt werden sollen. Die Influenza breite? sich wieder in ganz Deurschlaild aus, und ist besonders heftig in Berlin aufgetreten. In den bayerischen Mpen, in Schlesren. und den östlichen Provinzen hat es in den letzten Tagen stark geschneit. Vom t. Dezember an wird dreimal wöchentlich ein Luruö Zug' zwischen Berlin und Mentone, an der Rio'era, via Frankfurt nM. fzhren. Die Maire des Grafeii ion Posdowsw Wehner scheint im Sande 3 verlaufen; der Ansturm der soziatdeOkrdtische Blätter ist wirkungslos gedlieben. Cin Opfer wird das deutfche Pojmpnn" allerdings forderii, da der Direktor Dr. von Wödtke im Reichsamt oes Innern, wie es heißt, als Rcierungsvräsiden: nach Gumbinnen, versetzt iverden wird. Graf Vosadowsky selbst soll unschuldig an dern Mark -Skandal fein, denn als diese Forderung an den Central verband deutscher Industrieller zue Durchdringung der Zächthausoorlage" von Dr. von Wodtke gestellt wurde, befand sich sein Chef auf Urlaub. Der Vorwäris", das Organ oer Sozialoemo traten, sagt, daß der öiaiser angeblich sehr ungehalten über die Briefe von Soldaten aus China sei. in denen Wer. die von den deutschen Soldaten verübten Grausamkeiten berichte wird, und oaß er eine Untersuchung angeordnet habe. Ein diesbezüglicher Armecvefeyl soll demnächst erlassen werden. Die Zeitung fügt dann hinzu : Es ist indeß unverständlich, daß diese Briefe in Armeekreisen Unzuftiedenheit erregen, sollten, denn es geht aus ihnen nur hervor, daß die Soldaten in getreuer Weise die Befehle ausgeführt haben, die sie von ihren. Barg setzten erhalten haben." H i l s n e r zum Tode t : i : theilt. Wien, 15. Nod. Nach anderthalb Jahren ist am Mitnooch in Pisek. Böhmen, ein Mordprozeß zum Abschluß gelangt, der in der ganzen dortigm Gegend ungeheures Aufsehen erregt und zu einem heftigen Konflikt zwischen den Antisemiten und den Iuden geführt hatte. Leopold Hilsner. ein Jude, der angeklagt war, : Jahre $M, kurz vor oen luolsazen. nern, ein junges Mädchen auf der Landstraße von Kuttenberg nach Prag ermordet zu haben, wurde heute oer Mitschuld an dem Mord schuldig befunden und zu Toe durch den Strang ver-; urtheilt. Die Geschworenen füoten ' hinzu, oaß es sich hier nickt um einen Ritual-Mord. sonder um einen Lustmord gehandelt habe. Leopold Hilsner wurde im, April, des Jahres 1899 in Polna in der Iudenstadt verhaftet und vor das Kreisgericht in Kuitenoerg unter oer Anklage gestellt, einen Mord an der Mhertn Hruza begangen zu haben. In den Tagen vom 1:2. bis Seplember vorigen Jahres fand i .utienverg der erste Prozeß statt. Durcr sqn, Wahr-. spruch dec Geschworenen wurde Hilsner schuldig gesprochen, die 'Agnes Hruza cm Klem-Bezfiiz ermordtt zu kjaben. Das Urtheil lautete auf Tod duraz cen Strang. Der Vertkeidiger meldete die icktigke-''.'eschwerde an. Hilsner hat:e während der ganzen VerHandlung entschieden eleugtlet. Um, so größec.':- Auslebe" rief daher "die j W.iihrirlhi tvrnrtr hnh svf4rtir r'rn Qr: 1 ker ein Ges:än)niß abgelegt habe. Im Kuttenberger .Kreiszer'chtse' bäuoe wurden enovrrunaSSroerri durchgeführt, und das Härnmern uAo Klopfen wurde, - )ie Zellen - Sträflinge gehört. Es verbreitete 'sich .dqs Gerückt, es weroe der Galgen für Httsner lusgefiellt. Zellenqenoffen machten oem Hilsner die Mittheilun i. Als Hilsner lwrte. es werde für ihn die. Richtstä::e 'vorbereitet, g'rieth er in große Ausregung und verlangte, man möge ibn oen- Staatsanwatt vorfü!:ren. D'.e:- geschah und HllSner legte' ein Geständniß ab. Ueber 7." ndalt dteses ..Gestand-! nissrs" sind begreiflicher Weife nur spärliche 'Nachrichten in die Oeffentliä' keit gelangt. Thatsache ioar, daß bald darauf in Folq: eine Stetbriefes d:r ! Kuttenberger Staatsanwaltschaft zwei, . svr i.r. v 1 r juucn, yjua vriuinai'.n uuu ouiuinon Wassermann, unter bern Verdachte der Mitschuld an dem Verbrechen des Hilsner verhaket wurden. Die Untersuchung wurde aber bald eingestellt, beide Verhafteten wurden auftreten Fuß gestellt, da sich die Zkltzaben Hitsn.er's als erlogen erwiesen. Im März ds. Jrs. beschSftigk sich der Oberste Gerichtshof in geheimer Sitzung mit der eingebrachten Wichtigkeits - Beschwerde, und nach längerer Beröik'dluna ve? aii 5er (Stenrinroa kurator ;ue;oen war. wurde das T-m desurtheil ce'sqerichtes Kutten berz .,r.c kl uatt Hilsner zuc!

neuerliMn Aecya.tung dem relgeriei'te Pisek überwiesen. Zur neuen Verhandlung wurde ein

ztveiter Mord in die Anklage hineinyezogen. Bald nach der Auffindung der Leiche der Hruza nn aide ' .Brezina" wurde im Walde Mesnik das Ge rippe -einer Frauensperson gefunden. Später wurden auch Fragmente von Kleidungsstücken gefunden die als Ci genthum des seit dem Jahre 1698 spurlos verschwundenen Mädchens Maria Klima identifizirt wurden. Hilsner wird nun beschuldigt, auch dieies Mädchen ermorde. ben. Te Mordthat an der Klima hat eine grof)Aehnlichkeit mit der an der Hruza be gagenen That, und es wurde nachgewiesen, daß Hilsner inehrinals ganz dicht bei der Stelle gesehen wurde, an der das Gerippe ine DiaicM lag. das wiederholt mit Laub. Mix1 und Rei sig zugedeckt worden war. Die Geschworenen beschäftigten sich ' 1 ' 0 ' aber nur mü der Ermordung der Hruza, da das Beweismaterial für diesen Fall vollauf genügend für die Ueberführunq und Verurtbeilung des Hilöner war. Die Lage in China. Tien Tsin. 15. &. Es wird versichert, daß ern kaiserliches Cdikt erlassen ioorden ist. in dem angekündigt mird. daß der Kaiser Kwang Su und oie Kaiserin Wittwe nach Peting zurückkehren würden. Eine russische .ioicune von ?9 Mann mir vier Geschützen, die am 4. November von hier abging, ist am 9. November zurückgekehrt. Zci Hisia Tfang hatten die Russen ein Gefecht mit 2000 Chinesen, die sie auseinander trieben und von denen sie 200 tcdteten. Die Russen erlitten keine Verluste. Die Bevölkerung von. Tien Tun b? steht jd;t wieder aus 000,000 Chinesen und die Verbündeten verstärken jetzt die Garnison, um gegen jede mögliche Ueverraschung vorbereitet zu sein. Man glaubt daß der dritte Theil der Einwohner Boxer sind. Berlin. 15. Nov. Das' Kriegsamt hat die folgende Depesche von dein Grafen von Waldersee. aus Pek'.ng. 11. November oatirt. erhalten : D frühers ckinefifche Garnison von Peking befindet sich ietzt zwischen Huat at und Ksuen Hua. b2 vezw. 89 Meilen nordwestlich von Peking. Aus diesem Grunde, und auch auf Ersuchen des Bischofs Favier. daß die Katholiken beschützt würden, die in jenem Distrikt bedroht sind, ist eine Erpedition unter dem Grafen von Wartenberg abgeschickt worden, die aus dem ersten Bataillon von: ersten Regiment unter dem Oberst Jaeger. einer Kompagnie von der zweiten Schwadron, einem Train von Gebiras - Artillerie, einer Kompagnie Oesterreich??, einem Bataillon Italiener und einer reitenden Batterie besteht." London. 15. )lov. Dr. Morrison meldet der ..Times " aus Peking

über die Ezpevitlon der Deutschen nach um neun Uhr aus. ls ist werng Aus -den Gräbern der .Ninq-Dynastie und sicht vorhanden, e wieder flott zu beKasgan Folgendes : Die öffentliche kommen, so lange der Wind nicht um Meinung hier verurlbeill die Zerstö- schlägt. rung der Grabstätten, obgleich keine ; Die ..Slockton" ist eins der neuen den Chinesen ertheilte Leition in An- Torpedodoote und war im Begriff, die betracht der entseZlichen von ihnen be- erste Probefahrt zu machen. Das Jn gangensn Gräuelthaten zu schlimm sein spektions Zlommittee befand sich an kann. So z. B. brannten sie einem Bord, englischen Missionar mit glühenden! Feuer.

Jatz-'taven veide Augen aus und der Tung Fu Hsiang eine Revolution unter den unzufriedenen Mühamedanern im westlichen China anzetteln könne. D r ; Zar a in T v p ii u 1 e r -! r a n t l. St. Petersburg. 15. Rovbr. Der Zar. der seit einigen Tagen an de.' Influenza gelitten hat. ist jetzt ernstlich am Typhus erkrankt. Dem am Mit: woch ausgegebenen Bulletin zufolge, verläuft die Krantveit in befriedigender Weise Der Thronfolger, Großfürst Georg, der sich m Kopenhagen vesand. hat am Mittwoch die Rückreise nach Rußland . angetreten. 7 7'.,, . Telegrapllljmc .'iotlcn. Der Rev. John E. Bauch von der katholischen St. Jobns Kirche m Con cn Cs iir rtm ll4l Tirti in 'f?T cord. N. H-. llt am Anttwock in !1iew

llngluttltche erlag nach 6 (stunden Virginia College, eine Erziehungsan- - , r , f L S e n

fernen icyreatrazen uuaiem statt für junqe Damen, gerade außer-' 'r ty0 ' In chinesischen Kreisen spricht man halb der Stadtgrenze gelegen, ist am ' . w ' ju, hr WÄffiirfit. h.ife iapr.-.r ?mitu mu.. ... t:.u ri w-1 i et c i li). tlov ke yalialye.

V k W W m j f W

Jork vor dem Astor House von einer in der Nacht zum Mittwoch von seiner Broadwan Kabelcar überfahren und Frau erschossen, als er versuchte, in deauf der Srelle qetödtet worden. ren Wohnung einzubrechen. King war Die Postämter von Malta. O.. ein Gewobnheitssäufer und seit mehreund Cbarleston. Ind.. bisher vierter ren Jahren von seiner Frau geschieden. Klasse, sind zu Postämtern dritter i Zu viel Whisky. Klasse gemacht worden. Die Postmei- j Louisville. Ki;., 15. Nov. fier werden demgemäß ietz: vom Prasi- ' Der Zagen des am Dienstag Verstor-

denten ernannt werden. Dem Einwanderung Kommis sär Fitchie in New Zwrk zufolge sind ! seit dem 1. Juli durchschnittlich 1000 , Einwanderer m den Ver. Staaten an-1 gekommen.

Inland Depeschen.

Kfc Ermordung Ser l'öNtsc Frost i :n c.:', ,5, in Limon, Co!. . i Der l6jä!;riye Aegcr Zoljtt Porter Gefteht ei das -verbrechen vegangen zu haben. Das nrttc orvkdnboot Zkocklsu" gestrandet. D i e B e 0 ö l k e r : n 1 da V h ea. Washington. D. C Nov. Der neuen Census - Aufnahme zufolge, belauft sich die Bevölkerung des Staa kes Ohw auf 4.157.545 gegen 3.672.r. rv.ic. i(va rcz. n . 316 im Jahre 1890. Es ist dies eine auf .188.002. sodaß die Zunahme von 1880 bis 1890 im Ganzen 474,254 oder 14 VrszW! ltrua. Reif für den Galgen. Denver. Col.. 15. Nov. Nachdem er allen Versuchen der Beamten, ihn zu einem Geständniß zu bewegen. vierTage lang stoischen Gleichmuth entgegcngeletzt hatte, legte der 16 Jahre alte Far : ? E2 w t .J das Geständniß ab, daß er die lljaMe Loutse nrost :n der Mhe von Ltmon. do!.. ermordet Hab5 Das Madchen war ,, : , "V. .. vr: 1 1 r. im t. t die Tochter eines Vieriüoiters. welcher lier m, v.:v ?imOT ronlini imh nin und durch 14 Messerstiche qetödtet. Am Sonntag wurde der Farbige Preston. Porter und seme beiden Söhne Arthur uns John, welche an der Eisenbahn in der Nähe von Limon arbeiteten. auf den Verdacht bin verhaftet, das Verbrechen begangen, zu haben. Es konnten gegen John Porter nur Umstandsbeweise erbracht toerden und dieselben wuroen zuletzt so gravirend, daß Porter sein hartnäckiges Leugnen misi gab und sein Verbuchen gestand' Die Pclizei schickte infolgedessen zwei Beamten nach Limon. um durch Besichtigung des Thatortes die Aussagen Porter's zti verifiziren. da sie absolut sicher fein will, ob derselbe schuldig ist, ehe sie ihn nach Limon zurücktransportiren läßt, da er dort ohne Ziveisel sofort gelyncht wird. E i n Torperoboot gestrand e t. Washington. D. C.. 15. Nov. Das Marine Departenient ist von Annapoli-' aus benachrichtigt worden.. daß das Torpeooi'oot ..Stockton" an den 5wn oint SboalS aestrandet ist. Das Boot fuhr am Dienstag Abend ! R 0 a n 0 k e. Ba.. 15. Nov. Das y;iuiiuui4 j-tw.yiii ,-ju luiju sumirt 1 rr;' -1- 3:...;nlewgebra nen entkamen ohne Schwierigkeit, viele 000 und die Versicherung auf $25.009. Der Mayor von E l m u r i , N. Y., verhaftet. E l m y r a . '.'t t& Nov. Dr. ??rank L. ?vlood. der Manor btesmer

Zunahme von 485.229 oder 13.2 Pro- )as vounanoige ossleue orum von zent M den letzten zehn Jahren. Im Delaiva füt die beiden Präsidentabre 180 belief sich die Bevölkerung fchufts Kandidaten ist folgendes:

in ett-Ori mr eVle S 7ml unI 'cl (c!?eut V tasffi iiS' wurde in rMnaewng von $1000 womit ich ein?" Wachen benunte. Am i" c cz raz c c:Mittwoch vor 8 Tagen wurde sie aus urgscyast tN S Gefängniß geschickt. ihrer Fahrt übersatten, vergewaltig i 1 U o t a 1 1 st 1 .

aber nur in ihren Nachtkleidern und TTTJlZ' jTTL l all büßten ihre sämmtlichen Effekten W ??TLZX ein. Der Verlust beläuft sich aus $75.-. "b JSSJ

... , , - , ' I soll gewisse Besitztitel fälscht haben. Er wurde unter $10,000 Bürgschaft ' "für sein Erscheinen vor den Großae ' schworenen gestellt. Dr. Flood i't 4 Jahre alt und e::r prominentester. Aerzte der Stadt. Erschossen. M a n s f i e'.l d , Ohio. 15. Nov. Jrvina Kma. ein alter Soldat, wurde denen James Davis wird gegenwärtig von einem trzte chemisch untersucht. um die Todesursache festzustellen. Da vis soll durch Whisky vergiftet worden sein, der ihm und einer Anzahl Freun de am Wahltag in Salem. Ind., ver anrelckt wurde.

Stadt, ist. der Fälschung im ersten gen dtrelte ÄUSlunst, ov es 110 um erGrad anaeklaat. verhaftet worden. Er i nen Verrath handle oder nicht.

zwanzig Männer insgesammt Vol

ten sich in einer Scheune zu Salem delufiigt i nd sich verpflichtet haben, der Abstimmung hei der Präsidentenwahl sich zu enthaUen. falls man ihnen so viel Whisky, als verlangt, gäbe. Es fanV auf alle 'Mlle ein viehisches Gelage statt. Am andereii Morgen tvälzten sich alle in schrecklichen Z?!agenkrämpfc!t und Dadis starb daran.' Verhaftungen stehen bevor. , Ein M a s s e v e r w a c k e c er! n a n iik.' New York. 11. Höv. Der Ricffker Andrews vom Supreknegericht hak Herrn Edward A. Treat zum MasseVerwalter für die Firma W. L. Strongj & Co. ernannt. Cs ist dies geschehen um die Geschäfte der alten Firma abzuwickcln. Das 0 f f i z ie l l e B 0 t u m v 0 n D e l aw a r e. W i i in i n a t 0 tl, Del'.. 15. koo. McKinley 22.457. Bryan 18:856. McKinletss Pluralität 3601. Vor vier Jahren belf sich die Pluralität McKinley's aus 716. Das Ticket der Prohibirionisten et hielt Tk.;7 Stimmen und dasjenige de Sozial Demokraten 57 Stimmen. Ein falscher R h e i n ft r 0 n New Vork. 17. Nov. Ein Mann jv r' j-' Nnm-ns Joseph Rheinstrom wurde am mziloch hier verhaftet und anaeklogt, pch Zs Mitglied 'oer Firma Meink' mSin '''7" IZZ ' TTjr l. nu-gcuci. uuc rocnnm je i Washington. D. E.. 15. 0. Die Bevöllertng von Georgia 5lquft sich, dem n Census zufolge, auf 2.216.&S1 Seelen gegen 17,353 im takre 1890. (5s ist dies eine unabriie von 378.978 oder. 2ßS Prozent in den letzten zchn Jahren. n c 0 l sc n st ch d e n De m k r a t eu anschlteken. i nne a v ol is. Min.. 16. Nos, M yerren . yarleö A. owne, Bors'tzer des Natwnalkommtttees der Su her - Republikaner, George H. Shibkey von Illinois und E. S. Corser. von. lper. Schatzmeister bey Kvmmittee?. hatten am. Mittwoch 'eine lange Konfermz in Bezug auf die Zukunft der Par tei. Sie sollen beschlossen haben, einen Aufruf zu erlassen, in dem fle fcte Än ficht ausdrücke .daH es am besten set. die ParteioegattisattSn cNiMffen. und kn dem fer:r denMiigliedern derPartei gerathen wird, sich der demokratischen Partei anzuschließen.. Alle Silber und' Lincoln - Republikaner sollen aufgesordert iverden. regillare Demokraken zu werden. u s S v a n , e n. Madrid. 15. Nov. Die Koni- , gin Regentin entpfing am Mittwoch die Delegaten zum spanisch amerikanischen Kongreß und ihre Frauen. Sekior Zandivar. der Repräsentant von Salvador, erklärte im Namen der Spanisch Amerikaner, daß die letzteren die innioste Liebe für ihr Mutterland hegten. ..dessen Ruhm und dessen Leiden sie theilten.1 u. , , ta v;. artst.,. dak die er. Staaten me onzrruktionspläne für das-neue französische "Zstt 'e. uLl nek. Man zerbricht sich jetzt den Kopf, darüber, welchihr französische Offizier die Pläne überliefert habe. Verschiedene Blätter, wie der ..Matin". di .Patrie". der nlransigeant". oerlan- .. . . c-. , l k Den Ber. Staaten wird im Besorr ! deren kern snvurs gemacnr, nur oer Abgeordnete Millevohe läßt sich in foi ( rtfM. -k m gender Weise aus: Der frühere amerikanische Militär-Astach rn Par.ls wurde von seiner Regierung abberufen, als es 'klar wurde, daß er in eine Berschw'orung zur Auslieferung militärischer Geheimnisse an Deutschland verwickelt war. Möglicherweise mag ein anderer amerikanischer Militär-Ajta-ch6 das Geheimniß unseres Geschützes für fein Land gestohlen haben, aber ein französischer Offizier muß es preisgegeben haben, so daß ein neuer DreyfusFall vorliegt." Gerüchtsweise heißt es. der nach China beorderte Militär -- Attach6 SitMtz habe sich mehr, als schicklich : war, um französische marine -militari-fche Angelegenheiten, gekümmert. Der Botschafter Porter erklärt aber, es läge keine offizielle Korrespondenz als Be- . weis dafür vor. Er selbst verläßt P ris mit lanaerem Urlaub.

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