Indiana Tribüne, Volume 24, Number 57, Indianapolis, Marion County, 14 November 1900 — Page 1
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etÄndiann Tribüne 1 V Mit nt ssnvtagöBlittt v . f. y l Scp nWsche 'Ä. i E 03rs4?chtt jeden Nct?,nittag und Ssnntap, Morgens. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Mittwoch, dm 14. November 1900. Rs. 57
Anslnnd Depeschen
Die Sage in China. r-i Va Mnnlich noch (finge ich! ; EiSr. Kleine Reibereien zwischen den Vcrbsmdeteu kommcn hnufiger vor. Weiteres über Grüuetthaten der Russen am Amur. 9iVuc Schchk h Ziidaftika. Der vr irische Schsktanzler, 2is Michael SZ-Beach Beredet dnsBol? ans utac Sie aererija hnqett vor. D.ls cifglifdjc Volk verlangt, daß die siid.iftikaiuschkn Mincndkfitzer i Die Knegsskstr:? tragen sölle. .W. Verschi-oenes aus den )?u:schen Reich. 21 u 2 c i) t n c. 2 o r : o n, 1 Rad. DK Londor.ern McrgerblV.: Drücken wieder Befürchtungen betreffs oer Stabilität oes Eluvelkehmens oer Mächte in Fhina a:ü. Dv ftaÜMNg Deutschlands und der Bereinigten Staaten erregt Mißfalle:., juaächft weil Graf Saldcrfcc ein rpeditin abgesandt bat. um die 03 i : Mwg Diznastie zu zerstören. welch Akt hier als eine unnöthize rasa '.teit angesehen oird; und oanr .nr.i die Äereinigten Staaten das Wanernch der Mächzu stören drohen. Der Daily VhrouZck bezeichnet die Haltung der Neremigt Staaten als rineri nichtssagenden Kompromiß, weltr unmöglich angwW werden tonne. Die Mornit i. ßoft" erklärt es für unvernünftig Qmntil cer Ver. Staaten, oas Konzert der Mächte siören zu wolZen. da sie keine Endschad verlangten. Die Mächte wären indessen Willens. die Einwäno? der Ver. Staaten in. Betracht zu ziehen. Falls die letztere:: indessen e aus eine neue Gruppi ihm der Mächi abgesehen hätten, so nritftkn Englano ur.: Deutschland in Ermangelung eine? allgemeinen Uebereinkommens. nach eigenem Jntereffe se'.bstsiändig liar.Sein. Die Haltung A.nerita's in ta: chinesischen ?raae sei zu vielen Schwankungen unterwarfen, um ernstlich derustchtigt werden zu fön. Ir. Mmeeison MC KorrcsponZT-.: der Statt? in i:ting, sagt, daß die chinesische Regie cunz alle in der Kollek- ' in Note geMÜ L .'dingungen ohne ZLgern annehmen roirt, mit Ausnahme der Hinrichtung der Prinzen und Würkstägtt. Lchter? Beomgung lasse sich nicht erfüllen. so (arge die Regierungsgewalt sich ir. den Händen eben dieser Leure befinde. London, 14. Nov. Eine Spezialdepesche aus Tien Tsin, vom 10. oember datirt, sagt, dah die Russen das nordöstlich oor. Aang Tsun gelezene Arsenal, ohne große Verluste zu erleiden, eingenommen haben. Die Chinesen verloren 200 Mann an Todeu und die Russen erbeuteten Waffen lud eine große burnrnt Geldes. i e n Tsin, via Shanghai, 14. )lot. Die Russen haben allen Aus'ünbern, die sieb in den Eisenbahngebäuden in Tona Ku befinden. Befehl gegeben, sofort ci; Gebäude zu verlassen. Die Briten baben daraufhin eine mpagnie Infanterie und 100 Mann c.mbaq-Kaoallerie abgeschickt, um die enbahngebäud: zu besetzen, unter allen Umständen dar: zu bleiben und das Eigenthum zu beschuhen, da die Eisenbahn das Eigenthum britischer Unterthanen ist. und Nuhland auch versproicn hat. sie dem Grafen Waloersee zu übergeben, der sie wiederum an die britiscben EizeniöLmer zurückerstatten soll. Peking, 11. November. Eine weitere kleine deutsche Expedition gebt am Montag nach dem Norden ab, obgleich diese Straerpedition hier als durchaus zwecklo:- bezeichnet werden. Gerüchte von dem angeblichen Tod der Kaiserm-Wittwe sind immer wieder im Umlauf, es fehlt aber jede offizielle Bestätigung. Der Verkehr mit dein Hof ist ein höchst schwieriger. Man neigt sich aber immer mehr der Ansicht pl, tofc die Kaiserin-Wittwe nie wieder nach Peking zurückkehren wird. Der chinesische Hof sagt jedenfalls die KZabrheit. wenn er die ErMnz ?e:
ftcrcciumj der Machte, Hsren, d.n Er - Gouverneur vvu Schantung, und
General Tung Fuh Siang sofort hinrichten zu lassen, als unnroglich bezeichnet. Beide Würdenträger sind die Hauptschuldigen an den Boxer - Auöschreitungen uns den Angriffen kaifer licher Truppen auf die Gesandtschaften im Allgemeinen. Aber der Hof ist geyenwiriig ganz in Tung Fuh Siang'S tzelvalt. der mit seinen Truppen die Mucht des Kaisers und der Kaiserin deckte und es ist nicht zu erwarten, daß Ux General sich freiwillig zur Erekution stellen wird. Der Krieg, wenn man ihn so rennen k?nn, wird unter diesen Verhältnissen ehne Zweifel fortgesetzt werden und es wird sehr energischen Auftretens der Mächte bedürfen, wenn sie jene beiden Rädelsführer unschädlich machen wolken. Die einzige Aussicht darauf, dah die Kaiserin Wittwe, die thatsächlich noch der leitende Geist ist, wenn auch alle Erlasse vom Kaiser Kwang Ssu erlassen sein sollen, sich zum NachgeSen gezwungen siebt, besteht darin, daß der Ausstand im Süder. die Eriftenz der Mandschu - Dynastie wirklich bedrohen mag. In dem Falle durfte die Kaiserin ihren Frieden mit den Fremden zu machen suchen, uin Herrin im eigenen Lande zu bleiben. Angesehene Ebinesen hab:n aber den Vorschlag gemach:, den Prinzen Ehing zum Rezenten zu ernennen, und die Kaiserin' und den Hof einfach ziehen zu lassen. Daß Letzterer von Singan Fu weiter nach der Provinz Sze EhUlM gehen wird, gilt jetzt o.e ausgemacht, nachdem Gf Waldersee die Äusdehnung der Operationen der Alliirten auf die Provinzen Ho-Nan und Schan -Li angeordnet bat. London. 14. Nov. Der ..Globederöffeniücht am Nachmittag ein Schreiben von einem Belgier, der über sie transsibirische Eisenbahn nach Peing ger?!''. war. In. diesem Schreiden. das oo 6. September datirt ist, beschreib der Betretende die entsetzlicken Metzeleien, deren sich die Russen am Amur schuldig gemacht haben. waz ich auf der dreitägigen Damoffahrt von Btazowe:schensk gesehen yave". schreibt der Gewährsmann, spottet jeder Beschreibung. Es war das SchluZztablea einer Tragödie, so furchtbar, wie sie die neuere Weltgeschichie nur wenig aufweift. Zweitausend Ehinesen sind im Morro ertränkt worden, zweitausend in Rabe und 8900 bei BlagalWtschenZk. so daß 12.000 Leiain. darunter diejenigen von Tansenoen von Frauen und Kindern. den Fluft binabschwammen. Die Leichen stauten sich an einigen Stellen im Flutz in solchen Massen an, daß die Schifffabrt deinabe unmöglich wurde. Viele der Elnnesen waren mit - e Zöpfen aneinandergebunden worden. el.e sie in den Fluß geworfen imroen. Die Ufer des Flusses waren buchstäblich mit Leichen bedeckt. . Kvisch Blagowetschensk und Aiaun. eine Strebe von 4?-Kilometer, stand früher c. Uf des Flusses zahlreiche blühend? Dörfer und Städte, ait einer Bevölkerung von vielleicht 100,l)00 Seelen. Aizun hatte allein Einwohner. Niemand lvird jemals erfahren, wie viele von oiesen hunoeriwusend Menschen erschossen, niedergesäbelr ooer ertränkt wurden. Nicht eines'oe? Dörfer ist stehen oeblieben. Ueberall herrscht Todtenstille und nur rauchende Trümmerhaufen sind sichtbar. Shanghai. 14. Nov. Es wir hin versichert, dah die Kaiserin-Witt we den Direktor des chinesischen ZollWesens. Sir Robert Hart, damit beauftragt habe, die Entschädiqungsfrage mit den Mächten zu arrangiren. In einem kaiserlichen Edikt wird Li Hung Ehang an Stelle des Generals Jung Lu zum Oberkommandeur der chinesischen Noroarmee ernannt. B e r l i n. 14. Nov. Die Berliner Zeitungen urtheilen günstig über das Abfassen einer Kollektiv - Note an die chinesische Regierung, glauben aöer.'datz es lange Zeit nehmen wird, ehe di; Zustimmung des Kaifers Kwang Su oder der Kaiserin - Wittwe zu den in der Note enthaltenen Forderunzen erfolgen wird. So schreibt der Lokal Anzeiger" : Die Mächte werden sich inGedulo üben müssen, ehe die der chinesischen Regierung unterbreiteten Bedingungen ratifizirt werden; da jedoch die militarischen Operationen weiter fortaesetzt werden, so sieht sich die chinesisch: Regieruna vielleicht zu einer Beschleun.igung der Angelegenheit veranlaßt." Die Kreuzzeitung" hofft, daß die Einigkeit der Mächte und die mäßiaen Forderungen, welche dieselben stellen, dtt Stimmung in China beruhigen werden. Die große Frage ist nur. wie dei Kaiser und die Kaiserin die Förderungen der Mächte beantworten werden. , Die Vossische Zeitung" bestreitet die von englischen Zeitungen gebrachte Nachricht, daß Graf Waldersee's Autorität nickt von den Russen resvettirt
... i t Z sf1 -M i3 . I . i . . . Anstatt nach Osten I ir au ziehen, beschlossen sie. Zoutpansberg zur neuen Hauptstadt zu machen. Dort wure ein Vo..sraad gebildet, de? Barend Vorster zum Präsidenten, den früheren Landrost Mumnick von Böcksburg zum Vicepräsidenten und den Anwalt Krause, Bruder des ehemaligen Kommandanten von Johannesburg, zum Staatssekretär erwählte. Paris. 14. November. Von gutunterrichteter Seite wird versichert, daß nach der Landung des Präsidenten Krüger in Marseille offiziell bekannt gegeben wird, daß derselbe mit außerordentlichen Vollmachten als Spezialgesandter Transvaal's und des Qranje-Freistaats nach Europa komme. UM in deren Interesse bei den Mächten vorstellig zu werden, und falls die Gelegenheit dazu sich biete, mit England Frieden sunterhandlungen zu beginnen, aut der Basis legislativer Autonomie für die beiden Republiken. London, 14. Nov. Holland soll sich bereit erklärt haben, im "camen des Präsidenten Krüger für die eiilirten Boeren einen Theil von Deutsch -West-Afrika zu kaufen. Auf eine diesbezügliche Anfrage des Prinzen von Wales hat Lord Roberts telegraphisch geantwortet, daß die von Lord Roßlyn in seinem Buch über den Krieg in Südafrika erhobene Änklaze, die britischen Offiziere hätten sich in der Sannas Post Affaire als feig ertoiesen, falsch und r.nwatlr sei. Trennung, n i ch t Sch e i d u n g. London 14. Nov. Die Worldsagt, daß die Prinzessin Ärioert von Anhalt, eine Enkeliu der Königin Victoria und Tochier des Prinzen Christian von SchleswigHolstein, eine gerichtliche Trennung, von ihrem Gatten erlangt habe und 'daß die Papiere während des Aufenthalts des Prinzen Christian in Berlin unterzeichnet worden seien. Eine formelle Scheidung wird nicht erfolgen. Prinz Aribert hatte keine Einwände oegen das von seiner Gattin eingeleitete Verfahren er hoben. Verrats' . ;; I Paris. 14. Nov. r Wij Jcurnal" erklärt es für )vah? daß, das Geheimniß der neuen 'französischen Feldgeschütze an eine auswäxuae Regierung (die Ver. Staaten) verrathen wo?den sei. Das Blatt ist der Ansicht. , daß die Veränderungen, die der Marquis de Gallifet im Kriegsministerium vorgenommen hat, an diesem Stand der Dinge Schuld sei, hauptsächlich, weil das Jnformations - Bureau unter das Detektiv - Departement gestellt wurde, wodurch die Armee - Geheimnisse inter nationalen Spionen preisgegeben würden. Aus dem deutschen Reich. Berlin. 14. Nov. Es wird versichert, daß der Kaiser die Baronin von Ketleler. Wittwe des in Peking ermordeten deutschen Gesandten, eingeladen habe, nach Berl'n zu kommen, damit er ihr persönlich nicht nur seine größte Anerkennung für die von ihrem Gatten geleisteten Dienste, sondern auch für den Muth ausdrücken könne, den sie selbst während der Belagerung der Gesandtschaften bewiesen. Der Kaiser soll außerdem die Ab-
luccuc. ai5 -otwtii oes wccixiqci. führt sie die Thatsache an. daß die Rus sen auf Graf Waldersee's Befehl die Eisenbahn von Taku nach ShanghaiKwan den Engländern überließen. Aus Südafrika. London. 14. November. Lord Roberts hat von Johannesburg aus, unterm Datum vom 12. November, wie folgt an das Kriegs-Departement telegraphirt : General Rundle stattet Bericht über kleine Gefechte ab. die er mit Boerenabtheiungen in den Har chsmith. Reih und Vredo Distrikten zu bestehen hatte. Die Kommandos scheinen unabhängig von einander zu overiren, mit keinem anderen Zweck, als die Briten so viel als möglich zu belästigen. Unser Verlust in diesen Gefechten belief sich auf zwei Töote und sieben Verwnndete. Gen. Douglas kam am 11. November von Zeer aus in Bentersdorp an. Er nahm auf dem Marsch 21 Boeren gefangen und erbeutete viele Rinder und Schafe. Bentersdorp. das bisher ein Voreathsdepot für die Boeren war. Wird jetzt von den Letzteren gesäubert werden. Pretoria. 11. November. Im Norden Transvaals ist eine neu.' Boe ren-Republik gegründet worden. Als Präsident Krüger den Regierungssitz von Pretoria nach Machadodorp verlegte, wurde das vielfach mißbilligt. Eine nich: kleine Partei erblickte darin das Aufgeben der Unabhängigkeit des Landes, da vorauszusehen war, daß Krüger von Lord Roberts über die portugiesische Grenze gedrängt werden würde. -
p.qr yaven, oer aronm den ouif. orten und dar Titel einer Gräfin zu verleihen. Auch soll sie zur Ehrendame der Kaiserin ernannt werden. Der Kars Wilhelm plant wieder eine Ueberraschung, wie aus 5rul Verichtet wird. Die Yacht .Hohenzollern" hat plötzlich Ordre erhalten, für eine Auslandreise bereit zu sein, anstatt für den Winter außer Dienst gestellt zu werden. Marin? kreise warteten allerdings feit einige? Zeit schon einen solchen Befehl, da die Außerdienftstellung . des Kaiser schiffes diesmal ungewöhnlich lange hinausgeschoben wurde. Wohin die Reilc des Kaisers gehen soll, wann dieselbe angetreten werden wird, darüber bestehen bisher nur Bermuthungen: Nach der einen wird der Kaiser mit der Hohenzollern direkt nach England gehen, um der Königin Victoria wieder einen Beuch abzustatten. der mit dem Besuch d Kaiserin Friedrich zusammenfallen soll, wenn letztere in nächster Zeit schon eine Reise unternehmen kann. Eine andere Versiou läßt den Kaiser einen Abstecher nach Schiveden beabsichtigen, wo er an großen Jagden in der Umgegend von Malmö theilnehmen wolle. Der Krönprinz dürfte feinen Vater auf dem Ausflug begleiten Eine. Depesche der Frankfurter Zeitung" aus Madrid enthält die Mitiheilung. daß Herr Krupp, von Essen, mit dem Bilbaoer Kapitalisten Martinez Rivas, sowie mit anderen spani schen Kapitalisten in Unterhandlung siehe um in Spanien eine Kompagnie u gründen, die nur Panzerschiff'' bauen und Kanonen fabriziren soll. Der Gräfin Lonvaa. ehemalige .'tronprlnzejZ.n Stephanie von Jtt. "eich-Ungacn, geboren Prinzessin von Belgien, soll eine Rangerhöhung zugedacht sein. Der Kaiser Franz Joseph stattete vor Kurzem seiner früheren Schwiegertochter in ihrer Villa m Kalksburg bei Wien einen längeren Besuch ab und hat ihr bei dieser Gelegenheii. nach Behauptung Wiener Blätter, mitgetheilt, er werde ste zur Hnzogin don Vodrog-Olassti ernennen? der letztere Name ist der eines Gutes des Grafen Elemer Lonyay im Zempliner Komuat. Standeserhohung, wie das Prädikat Hoheit, sollen auf die etwaigen Kinder des gräflichen Paares übergehen. Indessen behaupte! Graf Elemee selbst, seiner Gemahlin stehe sowieso als belausche Prinzessin das Prädikat Königliche Hoheit" zu, den ihr nur das belgische Parlament entziehen konne. Und auch von dem Herzogstitel will der Graf nichts wissen. Heftige Stürme. London, 14. November. - Ein heftiger Sturm wüthete am englischen Kanal und eine ganze Anzahl Schiffbrüche sind bereits gemeldet worden. Der britische Dampfer ..Hildegarde", nach Shields bestimmt, ist bei Weymouth gestrandet. Die Mannschaft wurde aber gerettet. Der Dampfer Ketch Georgina" ist mit Allen an Bord bei der Insel Hayling. an der Südküste von England,
mtt Allen an Boro untergegangen. England m u ß borgen. London. 14. Nov. Sir Michael 5)icks-Beach, der (chatzkanzler, hielt am Dienstag Abend in Bristol eine Rede, in der er Bedauern darüber ausdrückte, daß im nächsten Budget noch keine Steuer-Emäßigung eintreten könne, und daß, im Gegentheil, bei den riesigen Ausgaben der Regierung. Hauptsächlich in Südafrika und China, die Steuern leider nochmals höht werden müßten. Er fügte aber in emphatischer Weise hinzu., daß derReichthum des Transvaal späterhin zum Theil für die Ausgaben in Südafrika aufkommen muffe. Natürlich", fuhr Sir Michael fort. ; dürfen wir nicht die ganze Zukunft des Transvaal ruluiren, inoem wir ihm eine größere Last aufbürden, als .- .. es tragen rann. ?rr rvuroen uns dann selbst den Hals abschneiden. Die britischen Steuerzahler müssen deshalb s nothwendiaerweise einen größeren Theil der Kriegskosten tragen. Man hat noch keine Ahnung, wie viel . Geld die Regierung zu borgen gezwun- ' gen sein wird, man glaubt aber, daß es zwischen 25,000,000 und 550.000.- ' Ä . m . . . w cw v on r . i
; umj )tm Mlrv. "in ozx ore lvuroe i der Vorschlag gemacht, daß eine Transvaal - Anleine von 20,000,000 ! gder 30,000,000, die von der Regie- ! rung zu garantiren sei. aufgenommen werden solle. Es ist offenbar, daß Sir Michael Hicks Beach keine leichte Aufgabe vor sich hat. Die südafrikanischen Kapitalisten protestiren dagegen, daß dem Transvaal die Kosten des Krieges aufgeladen werden sollen, während auf der anderen Seite die britischen Steuerzähl dringend verlangen, daß die ; Pttnenbesitzer. für die der Krieg geführt worden ist, auch di: Kosten bezahlen I sollen.
Inland Depeschen.
-ri iif:-: Äfil l &fvlUC (nuiHWtl " I auch dem Präsidien McKinley Wadrttd seines Termins zur c t. Seite stehen. Der Praßdent kiiudigte öies in der gchrigen KabiuekDihmig an. G Soweit habe die Herren SetretSre weder best mt zugesagt noch abgelehnt. Politisches aus Kentucky. GonderneurBeckham wird am tl. Dez. inaugurirt werden. Die ofsizielle Zähkmg sinket am Z. Dezember statt. Die von dem Pianisten Dowie üichortirten elkgZlschen Spitzeumacher . !:.k. : i.. . rttt Dürfen Nicht in den Ber. Staaten lsndcu. Die Kabiners - S! hu n g. Washington, D. C., 14. Nov. In der gestrigen Kabinets Sitzung berieth sia der Vräsident mit seinen Sekretären hauptsäcklich über seine nächste Botschaft an den Kongreß. Jeder Se112 m f l Sv . C mUmm ii- , CaIma0 fr ictiui irgcc wwmmw icrnw rn der Ausarbeitung begriffenen Jahres berichtö vor und diese wurden bei der Bathung in Erwägung gezozm. Es tnurh vifi?j'irslh hfrfinffn Vvnf Kr IVUWV IHUlIHWtlW WIVM.VIIVI, VW ) WV Präsident w seiner Botschaft eine kleine Herabsetzung der Kriegssteuern besurWorten soll. so. daß die Einnahmen um ? ungefähr $15,000,000 verringert werj den. Wo die Reduktion eintreten soll, ist aber noch Nicht bestimmt. Die Botschaft wird sich ziemlich aIführlich mit dem Nicaragua Kanal beschäftiqen. die Vorschläge des Präsidenten sind aber noch nicht genau formnlirt. , . . . Die chinesische Frage wurde nur im Allgeiueine:' besprochen Der Präsident McKinlerz nahm ack die Gelegenheit wahr, den Wunsch auszudrücken, daß die sämmtlichen Sekretäre cuck in den nächsten 4 fahren seiner Administration feine Rathaeber blei- . .. r . " m.7r. ben sollten. Die Mitglieder des Kabinets aaben teine, bestimmten Zusiche- ' m- Mn i: TZ: . ien wollten, keiner von .ihnen leante 1 iMXnAAM X - tz, mm ,y C. rt . - k'.f? . I aber in oesimtloer Wee ab. Das heutige Anerbieten des Präsidenten enthebt die Mitglieder des Kabinets der Nothwendigkeit, dem Prä-! sidenten am Ende ihres Termins ihre ; Resignation einzureichen, es sei denn, daß sie aus persönlichen Gründen wünschen, aus dem Kabinet auszutre-, ten. Auch wird dadurch der Svekula-! iion darüber ein Ende gemacht, wie ; das nächste Kabine t zusammengesetzt sein wird. Das einzige Portefeuille, das v,leicht neu besetz, werden dürfte. I 2 ds Generlnwatts. denn es rst bei, daß Hm , Gnggs große ftmÄcke Opfer gebracht hat. als er bk ub?,und e I. uu " w.ui ,' Opfer zu bringen. Das Wahlresultat in Kent u ck y. F r a n k f o r t, Ky.. 14. Nov. Die Swats-Wahldehörde wird am 3. Dezemb zusammentreten, um das Wahlresultat in diesem Staate zu erMitteln und offiziell zu erklären. Obgleich die Republikaner die Wahl Beck' ham's zum Gouverneur zugestehen und dieselbe nicht beanftanten werden, so werden doch beide Parteien, Republikner und Demokraten bei der offiziellen Stimmenzählung durch Anwälte vertreten sein. Besonders scharf wird diese Aufsicht im dritten und neunten Kongreß Distrikt sein, wo die Kand:baten nahezu die gleiche Anzahl Stim- ! men erhielten. ! . Gouverneur Beckham wird am 11. ' Dezember inaugurirt werden. Man sagt, daß die beiden ersten of- ! fiziellev Dokumente, welche dem 1 neugewählten Gouverneur Durbin von Jndiana unterbreitet werden. Requifitionen von Gouv. Beckham behufs Auslieferung des früheren Gouver neurs Taylor von Kentucky und des früheren Staatssekretars Finley sein werden. Wie behauptet wird, soll
Gouverneur Durbin indessen beabsich . tigen. dem Beispiele seines organgers Sf5Sia5 JÄu" das Auslieftrunggesuch nicht zu berucksichtrgen.
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ie er. gli sehen Dow reiten dürfen nicht lande. Philadelphia. Pa 14. 00. , sunsunvzwanztg fünfundzwanzig Einwanderer, d als ttaiüten -Passagiere mit de Dampfer rn -w ' . m , . . .zaeslano yer anrame. vurfen nyz lÄ " wm m v - t r mmi-m wwj Ver. Staaten gebracht worden Lnd SZ sind dies sechs Mauner. zwetFrauei, . und siebzehn Kind. I Im Verhör vor der EkNivanderungs, Kommission gaben die Leuie zu. daß sie spltzenm.acher seien und aus Brastow, ein kleinen Fabrkkstadt bet komngham, England, kämen. Es wurde nachgewiesen, daß John Alexander Dowie von Chicago ihnrn ihre Neberfahrt t der ersten Sajilte bezahlt Hütte und fit st chverpflichtek hatten, ihren Äufentha in Zion" zu nehmen, dn Stadt, d5r Dowie bei Waukegan. IT., zu gründektz beabsichtigt, und wo er eine Spitzen f eikirabarilbenh fab'rik ctabliren will. Die Kommission erfuhr auch, daß sich cm ganzer App(l5 rat für die Spitzenfabrikatlon auf de Transport hierher besindei. Di? Kom Mission beschloßt d?ß die Senke depdrH tirt werden soll. . 4 Bcrnkeroii. 1 New Vor5. 14. Nov. Die ffir Grani Brothers, Börsen makler Uixt , rffemmt soi hier coursirenden fruchten zufolge uich Unterschlagungen ftitens einet stellten derFirma verursacht sein. i Diese Upterschlagungm sollen sich aus 150.000 bis M.OOi) belaufen. Die ' Mitglieder der Firma verneinte die Gerücht weder nach bestätigten sie es sagten aber, daß ihre Verbindlichkeiten nur $100,m vielleicht soaar nur die Hälfte obj :nme betragen. E 5 r e n v o'l I aus dem Ire: n f r , . r, r .nM,,f 5c.ffc ington, D. C, 14. ?)o. Oberst Leutnant RuffeU B. Hartison, lne?al-Jnspektor rm ?erw?mgenl . . , , . M ZM eWnooll aus dem Heer ent. lassen worden, da man sein Drenste nicht mehr bedarf. Obersts. Harrison ist ein 6shn de? frühnen Präsidenten Benz. Haifo und diente seit Ausbruch di spanisch amerikanilcyen Krieges ick Freiwilli ger.heer. x Arbeit für 4(M. 1 Canak Dover, O., 14. Von der Hauptoffice der America Steel Compana in New York V Be fehl eingetroffen, die große eeves'schi Fabrik in biesiqe? Stadt für sofortig Betriebsaufnahme bereit z machen, Ungefähr 400 Männer werden inner, bald einer Mach? Besckärtiauna bäl ,7 ' - , i. . , ten. 4 Feige Morder. Lerington. Ky., 14. ov. An : Boone's Z?ork des Kentucta luf Boon-'.s Fort des Kentucky Jluf. -& r ,d hrtrt ses, sechs Meilen von aiaent. Kv entfernt, drangen in der Sanntaß Nacht drei maskirt? Räuber in diß Wohnung der Frau Mnna Hak. diß schon ziemlich betagt ist, ein und ver langten Geld. Als die alte Frau sich weiaert. ihr bischen Geld herzugeben, schoß ihr einer der Räuber ohne Wei teres ciac Kuge! in den Kopf, sie au der Stelle iödtend. Ihre ohne'Joh und Henry stürzten sich dann auf di Räuber, aber im ächften Augenblick . 'dNch duH 1 h,,beigelck.. s7ch dem Ha, u rten. flohen die fifat in di, ' ' Letcher Cvunw definW S f Aufreauna und ein Lqnchg.richi brach auch Henry todtlich getroffen zu ;n r,..r H.n .3 ,!n, h.f S.iri habhaft zu werden l j V lUVf V V 55Vfcjl V WMfHVW Entrechtung der Neger, ' Atlanta, Ga.. 13. Nov. Im Unterhaus der Legislawr von Georgia wurde am Dienswg von dem Reprö sentanten Hardnnck von Washingto Eounty eine Vorlage eingereicht, der zufolge den Negern das Wahlrecht entt zogen werden soll. Eine ähnliche Vor kage war in der letzten Legislatur ei. aereicht, aber verworfen worden. m o x v. V o n i t a, La., 14. Naa. Zube A. Williams und F. F. Wellborn, pro minente Geschäftsleute, wurden am Dienstag in hiesiger Stadt von ihrem Geschäft stheilhaber P. S. Batchelor erschossen. Die drei Manner Ware Über Geschäfts - Angelegenheiten in Streit gerathen, der damit endete, dafr Batchelor seine beiden Partner todtete. Alle drei qehörten zven Vyibias-Rit-tern und Williams und Wellborn waren prominente Freimaurer. Batchelor ist unverheirathet, die beiden Getödte ten hinterlassen aber Frauen und Kinder. IMG In Alexandria. Aeghpten. sind zwei neue Erkrankungen an der Beu
lenvest angemeldet worden. Einbrecher stahlen in der Nacht zum Dienftnaus dem ekdschrane in ÄMn t2stst0 innr
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