Indiana Tribüne, Volume 24, Number 56, Indianapolis, Marion County, 13 November 1900 — Page 1

SW 1 ndiann IM 1 UW nt y f' SHntemm 2 0 -l- Z V M Ä .jiC iXPMe i I i irsdictttt jcden Nat,n,kttg und Konntag ZRorj,,. W Jahrgang 24. Indianapolis, Ind.. Dienstag, den 13. November 1900.

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Ausland Depeschen Sie Sage in China. Ae Mttin ita MW

Haben sich endlich auf die Bedingungen geeinigt. Kuter denen der Prittiminar Zriedeu abgeschiosten werden toll. Xie Kaiserin im weiter Köpfe abschlagen. Bö .-krieg in Eüdasrika. m Täglich finden neue Gefechte statt. Schluß der Iräfti Weltausstellung. D i e Lage in. E b n a . 58 l r ! i n , 13. New. Die folgende Depesche dem den Feldmarschall Graf von Wnldcrsec, vom 4. Nov. datirr, ist hier eittgetroffen: Mafct Vraham. mit Zwei Kompagnien VM erstem ostzs'citisckxn Jnfantetit9Uafrneiii, der zweite Sckwadron und der 'weiten Batterie, gingen von Tien Ts übe: Ehng-Mg, 60 Kilomeier nordttth nrn Zinken Ufer de PeiHo gelegen, ad :nd ist in Tung-Pa, 12 KiXowtU: Lftlich von Peking anzekommen. Bei Shunq ?iing hatte er ein kleinem Gefeckt mit verittenen Borern zu besiebei. ZmFischeTruppe hatten ein erfolgreichet Gefecht mit Borern nörolich von Sfyanai-ftrcjn. Tie Russen hatten ?:er Tafele und 61 Verwunde:?. Britische Kolonnen von Pas Tina Fu nai Pekina und Tien Tfrn zurüaoe'chrt. Die Tien Tstn Kolonne hat mefirere aaer der Boxer zerstört.' Der Lok.: Zeiger" veröffentlicht )i; folgende Depesche von feinem Kor"esvondenten in Shanghai : Au- Hankoiv zurückgekehrte chine'":'er Kaufleute saqen. dast die KaiserinWttwe eine ÄnAabl Te!egraphen-Be-zmten enthaupten lie, die ein? gebe:--ne Depesche von dem Kaiser Kwanz 2u an den Grafen von Waldersee anzenommen una befördert kalten, in ve'cher der Gras benachrichtigt wurde, )aß er. der Kaiser, thatsächlich ein &t'angener und nien; im S:and? sei, Peking paa&äythfytftL Auch sollen inoere Hrnrtchtnngen in Verbindung :nit dieser AngelegMheN stattaefunden jaden. London. I Nov. De? vekann:? Korrcspondeni Tr. Morrison telegia phirt der Z-' ? .' von Vekinz Felaendcs : Von den-. Seetangen eifüll:, tan jetzigen unhaltöaren Zustande so rasch wie möglich t:n link ,;u machen, haben sieh die Gesandte der l';ä5:e auf fs gende Beding u:..'?n geeinigt, welche in einer Collektiv ilsit der cuinesiscb? r Regierung als Bast- der F.ledenterkandlungen unterbreitet werden sollen : China l?u de'.r Baron von Kettele? an der Stelle, -jj er ermordet wurde, ein Denkma' errichten und einen tatserlichen Pnnzen nach Deutscklanv entsenden, um dort die Bitte um (5ntschuldigung vorzutragen. Elf Prinzen und Würdenträger, welche bereits vezeicvnet sind, sollen hingerichtet werden und die öffentlichen Prüfungen werden in den Provinzen, wo der Aufsi-lno stattgefunden, ins 5 Jahre su Spender: In Zukunft sollen all: Beamte, in deren Bezirken Au -drücke gegen die fremden ooNom.inen. entlassen unV bestraft werden. lDie ist ein Vor? ichlag des amerikanischen Gesandten Conger.) Entschädigungen sind an die Staten. Korporationen und Privatleute, welche durch oen. Aufstand betroffen wurden, zu bezahlen. Der Tsung Li Damen wird abg? schafft und sein? Funktionen einem Miaister dcS Aun?rtiaen übertragen. Die Forts oo. ru und die anderen Z rts an der Küste von ChiLi sollen aefthleift und der Import von Waffen und Kriegsmaterial verboten werden. Während der nächsten zweiJahre sollen im ganzen Lanoe kaiserliche Edikte gegen die Bor-r angeschlagen werden. , Die Entschäd:aungen sollen auch denwenigen Chinesen bezahlt tverden. die alZ Diener bei Fremoen durch den Aufstand ßefchädigt wurden. Aus dem oeutschen Reich. Berlin. 13. Nov. Ungefähr Dreihundert Repräsentanten der ;Vn dustrie. des Handels uns des Finanzwesens. die aö allen Theilen Deutschlaarbs hierhergekommen waren, orgartteten am SOn, eine Affociatio,

es Nch zur Ausgave macht, für die Bv Schaltung der jetzigen deutschen Zollpo- , ritt zu wirken und die Hochschutzzoll- , Bestrebungen der Aararier zu bekamjpfen. Die neue Organisation wir am Montag viel von der Abendpresse bej sprachen. Die Berliner Post und die uesken Nachrichten greifen die Organisation an, da diese Zeitungen anneh- ' nen, vak sie der (5rhhung der GeI iise - Steuern unter allen UmfiRnoea ! oppomren werde. Die Freisinnige Zei , tuuZ schließt sich dieser Ansicht an, weil e Organisation sich nicht in bestimm-

te? Weise ube diesen Punkt ai!5ge drückt hat. Die Tägliche Rundschau sagt, daß , Graf Bon Bülow. der Reichskanzler, '. Stellung gegen die Maximal - Zölle ge- ! nommen habe, und daß Graf von Pcsa- ! dcwsky - Wehner. der sie zuerst befür- ' wortet, seine bisherige Stellungnahme ausgegeben und uch den Ansichten des Grafen von Bülow angeschlossen habe. Der Konitzer Mordprozeß wird vorläufig im Sande verlaufen. wenig stens hat der (t.tsnwalt selbst m seinem Plaiooyer erklärt, die Ermoroung des Gymnasiasten Ernst Winter ' bleibe unaufgeklärt. Um das Gerichtsversaüren aber nicht ganz ergebnißlos zu lassen, wurde gegen die Angeklagten Mahloff und Andere die Schuldigsorechung beantragt. ! ' Theater Regisseur Meyer wurde in Bremen roegen eines Sittlichkeitsverbrechens zu vier Jahren Zuchthaus verurtheilt, und in Leipzig erhielt sein Kollege, der Opernsänger Georg Stein beck, eine Strafe von vier Monaten Ge- . fängniß wegen llrkun??nfä!fck'unz zu- , diktit. Herr Maximilian Harden macht uch , der ..Zukunft" über Len Grafen von 1 Jülow. als den gesct'.ickie:'. Handlan- : a.er des Kaisers Wilhelm" lustig, und ! :r fordert den Reichstag auf, das verlo- ; cene Vertrauen des deutschen Volkes . '.urtickzugewinnen. indem er der CainaPolitik oes Kaisers auf's Energischste ovoonirc. iFranzFerdinano- Verzicht P e st. IS. !ov. Regierung und II Position haben sich über die offizielle S:ellunz der Fürstin Sophie von Ho- , enstein, geborene Gräfin. Chotek, der . -.'r.zn.atischen Gattin des Thronfol- ! aers Erzherzog Fron; Fercinano. veriranocgr. Nachdenr die Regierung die im Abgeordnetenhause schwebend: Vorlage betreffs der Berzichtleiftung des ErzHerzogs auf alle Ansprüche an die ' Thronfolge sü? sein.? Gattin und seine ; Kinder aus dieser yt-t zmendirt hatte, i wurde dieselbe in zweiie? Lesung ange- ! nommen, so das; ihr Inkrafttreten aufeer Fraze steht. Die ZDppositisn unter Führung Kränz Kossuth's hatte dekanntlich An erkenn.ung der Fürstin Sophia als Kö- ' rcigin von Ungarn verlangt, die Amendirun.z der Vorlage seitens der Regie- . run.a ände: : z'oer nichts an dem arunosLHÜchen Verzicht ins die Tbron1 folge. T i e a in c r i k a n i ' cd e K o k u rr e n London. 13. Nov. In einer Verwmmlunjl der Hafen-Tru':?es von öwanfea sagte am Montag Sir John. , yjp.ti Jen! rns. Präsiden: der Metall- , Lorse ron. Swansea. daß die Einfuhr dan ameritanischen Stahlbarren die iifristznz der lokalen Stahl-Jndustrie )'?r?be und der Hasen-Trust dann die zroßen Einnahmen verlieren würde, , die er jetzt aus der Einfuhr von Eiener; erzielt. ' M a r i n e - O f f i z i e r : als Schmuggler. ! Alben. 1). November. Einen riesigen Skandal l)at es verursacht, daß zie Offiziere eines oon Kre:a zurückkehrenden Griechischen Kriegsschiffes da?ei erwischt wurden, als sie an einem abgelegenen Platz im Piräus. dem Seehafen oon Athen. Waaren verfthieoener Art an's Land zu schmuggeln Zersuchten. ; Der Krieg in Südafrika. London. 13. Noo. Das 5?riegsdeparlement t;a: die folgende Depesche . von Lord Roberts aus Johannesburg erhalten:. Methuen überraschte am Freitaa bei Lichtenburg die Kommandanten Snnman und Vermah. Dre? Boeren blieben todt auf dem Kampsplatz zurück, M Mann wurden gefangen genommen und mehrere Wagen wurden erbeute:. Tie Briten erlitten keine Verluste. Kelly - Kenny meldet, dak Major Mackintosh oon den Seaforth Hochlän- ! dern am 8. November Philippolis wiederbesetzte. Die Boeren flohen nach ailen Richtungen. Drei Verwundete wur- - den nach unserem Hospital gebracht. ' Ein Arzt und sieben Mann wurden verwundet. Lyttleton meldet, daß Gen. Kitche- ' ner in der Nacht vom 7. November die Boeren überraschte. Eine Abtheilung vom 19. Husaren Regiment und die Manchester berittene Infanter.ie griffen im Mondschein an uns hielten den

Fe:nd :m Lchach, vis y.t bei Tagesanbruch durch Infanterie und Artillerie verstärkt wurden. Der Feind ergriff dann die Flucht. Jn den kürzlichen. Gefechten sollen der General Fourie und Leommandmt Prinsloo getödtet, uns General Grabebeler verwundet worden fein. Kosten des südafrikanrs ch t n K r ie ge s. London, 13. Nov. Das Parlament wird am 3. Dezember zusammentreten, um Gelder für die Weiterführuna des Krieges in Südafrika zu be-

willigen, der setzt schon mehr als 1W, 000,000 gekostet hat. Vor Weihnachten wird sich das Parlament dann bis Ende Januar vertagen. Dampfer gestrandet.. London. 13. Nov. Der Dampfer Angelo" von der Wilfon Linie, von Christiania, Norwegen, nach Hull bestimmt, ist bei Withernsea. an der Küste von Yorkshire in der Nacht vom Scnntag auf Montag gestrandet. Der Dampfer hatte 100 norwegische Auswanderer für die Ver. Staaten a. Bord. Der Kapitän weigerte stch, Hilfe von einem Racketen - Apparat anzunehmen, und als Ebbe e'ntrat. wateten Passagiere und Mannschaft durch daS seichte Wasser ans Land. Die Männer trugen die Frauen und Kinder. Der Dampfer, der in Folge dichtn Nebels aus dem Kurs gerieth, befindet sick in gefährlicher Lage. Ein Theil der Ladung wird jetzt über Bord geworfen. Schluß der Pariser WeltAusstellung. Paris. 13. Nov. Die Pariser Weltausstellung erreichte am Montag, um Mitternacht, ein Ende. Es wrden fünf Einlaßkarten Person ver langt, obgleich dieselben aber zu einem Sou (1 Cent) das Stück, zu haben waren. war die Ausstellung am Tage nur ?on wenigenLeuten besucht. Am Abend waren die Gebäude nochmals brillant illuminirt. Mit dem Fortschaffen der Ausfiellungsgegenstände wurde schon um Mitternacht begonnen. Bon der Ausstellung werden nur die Kunst - Paläste und die großartigen Treibhäuser erhalten bleiben. Alle Gebäude auf den Champs de Mars und dem Trocadero sollen zerstört werden. Der mittlere Theil des lages soll als Parkanlage zur Verschönerung der Stadt beibehalten werden, der breite Rand darum für Bauzwecke oerkauft werden. Man glaubt, daß dort viele großartige Wohnhäuser und Hotels erbaut werden. In den letzten Tagen der Ausstellung waren die Gericktsbeamten sehr thätia indem sie das Eigenthum vieler Ko. zessions-Jnhaber mit Beschlag belege ten, namentlich von Refkaurant-Be-sitzern. etc., die ibren finanziellen Verpflichtunaen nickt nachgekommen waren. Die Ausstellung war im Ganzen von mehr als 50,000,000 Personen besucht worden, während diejenige vom Jahre 1839 nur von 25.121,975 besucht wurde. Während im ahre 189 von den ! Ausländern die Briten und Belgier ' r. r. . i i' . . . . u -3 am narrten oerirerLN wiren, waren r diesmal die Deutschen, die zahlreicher waren, dann kamen die Belgier und j als dritte erst die Engländer. Die Regierung hat mehr als hundert Millionen Francs für die Ausstellung ausgegeben, diese Summe haben aber die Octroi-Gebübren von Paris allein wieder eingebracht. Neue Anleihe. Kopenhagen. 13. Nov. Ein Snndikat von dänischen und sckwedischen Bankiers hat Unterhandlungen mit amerikanischen Bankiers in Bezug auf die Uebernahme einer Anleihe vor $15,000,000 seitens der Stadt KaoenHagen, angeknüpft. Der Schwarze A d l er " wieder erlangt. Berlin. 13. Nov. Nach einer Depesche aus 'Hongkong " sind der Schwarze Aolerorden des Kaisers Ssü und das Handschreiben Kaiser Wilhelm's an den chinesischen Herrscher, die bei der Plünderung von PeZng von utm russischenOffl'zier erbeutet und von diesem an den. Kapitän Potts von der Hongkon.g'e? Marim - Batterie für . $3000 kerkauft wurden, wieder oon dem deutschen Konsul erworben morden. Kapitän Pous soll $21000 dafür erhalten haben. Weitere Kra watlisten ver urtheilt, j Aston, C, 13. Nov. Vernanda ' Kempf. besser als ..der Kentuckier bekannt, und der ansHeinend der Rädelsführet bei den Krawallen vom 22. Zlugusi war. bekannte sich am Montag ; oes Mordangriffs schuldig. Kempf , hatte vorher ein schriftliches Gestände I nitz abgelegt, in dem er den Antheil. tzen er an dem Krawall genommen, schrieb. James Brannan. ein anderer der ! Krawallisten. hat sich des Einbruchs schuldig bekannt.

Inland Depeschen, fpteffiranä MalMff.Mo.

Viele Personen getödtet und verletzt. Marcns Dalu mid Henry Billard gtstsrbes. Sie meisten Per. Ktaaten EruP xen ans Porto Rico zurück' berufeu. 0 i Werde wahrscheinlich nach den Philippinen geschickt. Juwelen der Kaiserin Charlotte von Meriko In ew ?)sr? eiugeschzmlggelt. Weitere Akroncr Krawallisten vcrnrtheilt. Feuer. P o p l a r Bluff. Mo.. 13. Nov. Das Gisford Houfe in hiesiger Stadt, ein großes, dreistöckiges Gebäude, wurde am Montag Morgen durch Feuer zerstört und es kamen dabei vier Personen ums Leben,- z:vei sind tödtlich und eine ganze Anzahl weniger schwer verletzt. Die Verunglückten sind : Heck Clark, von. Doniphan, Mo., und Rebecca öwenö, Shelby D. Hart und Curley Perry. alle von Poplar Bluff, tödtlich verletz: sind: Etta Hargrove von Poplar Bluff und Winslow Stowe von Tennessee. Eugene Dalton von Hot Springs, Art., wird vermißt. Das Feuer kam um halb ein Uhr Morgens in einem Stall hinter dem Hotelgebäuve zum 7usbruch und schon nach wenigen Minuten stand auch das letztere scn in hellen Flammen. Es befanden sich zur Zeit ungefähr 43 Gäste in dem Hotel. Der Portier, de? allein in dem Gebäude wach war, als das Feuer zum Ausbruch kam. war nicht im Ttande, d?e Gäste zu alarmiren, da er nicht durch den Rauch und die Flammen in bis oberen Stockwerke hinauf konnte. Die Gäste, denen der Au weg übe? die Treppe abgeschnitten war, waren gezwungen, aus den Jenstern des zweiten und dritten Stockes zu springen und dabei ereigneten sich die verschiedenen Unglücksfalle. Benjamin Shelby zwang seine Frau, aus einem Fenster im zweiten Stock zu springen. Sie ist ziemlich schlimm verbrannt, wird aber mit dem Leben davon kommen. Her? Shelby versuchte, über die Tree zu entkommen, er wurde aber von dem Rauch iind den Flammen zurückgetrieben und sprang dann ebenfalls aus dem Fenster. Er behauptet, in dem Korridor zehn bis fünfzehn Personen geselln zu haben, die alle vom Rauch überwältigt wor den waren. Wenn sich die3 bewahrheitet. dann werden vielleicht noch ein Dutzend oder mehr Leichen in den Ruinen gefunden werden. Eine Anzahl der Gäste hatte ihr? Namen nicht im Fremdenbuch eingeschrieben und ihre Namen sind nicht bekannt. Jedes der 43 Zimmer in dem Hotel war besetzt. Es werden wahrscheinlich mehrere Tage vergehen, ehe die genaue Zahl der Verunglückten festgestellt werden kann. Das Gifford House war eins der ältesten Hotels im südöstlichen Missouri. Der Eigenthümer. W. P. Norrid. und seine Frau entkamen, sie haben aber ihre ganze Habe eingebüßt. Chicago. Jlls., 13. Nov. Das Innere des alten Ltzric" - Theaters wurde am Montag Morgen zum Betrage von $10,000 durch Feuer beschädigt, das wahrscheinlich in böswilliger Absicht angelegt morden ist. Ungefähr 10 bis 12 Personen schliefen zur Zeit in bem Gebäude und diesen gelang es nur mit knapper Noth, in den Nachtkleidern zu entfliehen. MarcusDalygestorben. N e w Y o r k. 13. Nov. Um 3 Uhr Montag früh starb in seiner Wohnung im Hotel Netherland in New Fork Marcus Daly. einer der öedeuterdsten Grubenbesitzer des Landes. HerzcrWeiterung und die Brightsche Nierenkrankheit sowie verschiedene damit rn Verbindung stehende Komplikationen waren die unmittelbare Todesursache. Während der letzten beiden Monate hatte er sehr gelitten, döH wa? sein Ende schme?zlos. E? erreichn cin Alter von 60 Jahren. Daly war ein Mann von ungewöhnlicher Thatkraft, der vollständig in seinen Geschäften aufging. Sein Aufenthalt in seinen Schmelzwerten und Minen, wo er die arsenikhaltigm Dämpfe einathmete und überhaupt das Verweilen in der dünnen Atmssphäre

ver yoyen Vergregronen yakren e'ne Gesundheit untergraben und er war nach New Aork gekommen, um Spezialisten von Ruf für sein Leiden zu konfultiren. ALle verordneten absolute Ruhe und Aufgeben der geschäftlichen Thätigkeit. Entgegen ihrem Rath begab sich Daly im Sommer nach Bad Nauheim in Deutschland, wo er Heilung zu finden hoffte. Die 5kur schlug indessen nicht gut an und als die dortigen Aerzte ihm mittheilten, daß sein Ableben nur noch eine Frage weniger Wochen seien, kehrte er nach New Aork zurück, wo er Mitte September wieder eintraf. Die Aerzte in New Jork tonten nur die Diagnose der deutschen Aerzte bestätigen und als Daly ernfay, daß sein Ende nahe war, ergab er sich resignirt in sein Schicksal und sprach nur den Wunsch aus, noch so lange zu leben, daß er seine Familie noch ein Mal sehen könnte. Zwei seiner Töch ter weilten zur Zeit in Europa, kehrten aber rechtzeitig zurück, um iyren Bater noch unter den Lebenden anzutreffen. Bei seinem Tode waren alle Mttalieder seiner Familie zugegen. Während der letzten zwei Monaie verfaßte er nock ein neues Testament, welches über seinen großen Nachlaß verfügt. Daly wa? einer der Haupt besitze? de? Anaconda Mining Co. f Henry Villard. f N e w Y o r t . 13. Nov. Henry Villard, der bekannte Eisenbahn-Magnat uno Financier, starb in seiner Som-mer-Residenz in Dobbs Ferry am Montag Morgen. Die Todes u?sache wa? ein Schlagansaü. de? ihn vor mehre?en Wochen betroffen hatte, und eine dazutreter: :e fthwere Erkaltung, die sei nen Tod beschleunigte. Seit letztem viurMm war er f ist immer bewußtlos. Bei seinem Tode toaxh feine ran. e'ne Tochter von William Lloyd ia??ison, seine beiden öhne Oswald and Ha?old, seine Schwäge?in und feine einzige Tochte?, F?au Bell ausD?es den. Deutschland, anwesend. Eine Schweste? Villa?ds ist die F?au des baye?ischen Gene?als von Xylande?. Hen?y Villard wurde als Heinrich Hilgard am 11. April 1835 in Speyer geboren als Sohn des Obergerichrsrath Hilgard in München. Sein Großonkel Theodor Hilgard war bereits im Jahre 1855 nach Amerika ausgewandert und hatte sich in Belloille, Jll.. niedergelassen. Theodor Hilgard's Sohn, Julius Hilgard. wurde späte? Superintendent de? Bundes-Küstenvermessung. so dak Henry Hilgard bei seiner Ankunft in Amerika bereits Angehörige vorfand. Henry Hilgard besuchte die Gamna sien von Zweibrücken, Pfalzburg und Speyer und entschloß sich im Jahre 1853 nach Amerika zu kommen. Sein Vater widersetzte sich diesem Vorhaben und Hilgard reiste unter dem Namen eines französisch.'n Schulgefährten incognito nach Amerika. Dieser Schulgefährte hieß Henry Billard und diesen damals adoptirten Namen hat er später beibehalten. Villard begab sich zuerst nach Belleville zu seinen Angehörigen, wo er eine Stellung als Berichterstatter an eine? Zeitung' annahm und er blieb im Zeitungsg'eschaft bis zum Jahre 1863. und war während dieser Zeit an verschiedenen Zeitungen und auch politisch thätig, besonders als Correspondent an verschiedenen großen Zeitungen (auch für den Eincinnati Commerckat. Wahrend der Lincoln Campagne. 1861, wurde erEigenthümer der ..New Vork Eveninz Post" und der Nation". Auf einer Reise nach Europa im Jahre 1871 begann er seine EisenbahnKarriere. Durch Verbindungen mit Frankfurter und Berliner Bankiers gelang es ihm. amerikanische Eisen bahn-Sekuritäten in großem Maßstabe in Deutschland zu placiren und mit deutschem Gelde die Oregon und California Eisenbahn-Gesellschaft und die Oregon Dampfschiff Eo. zugründen und später noch Kontrolle aber die Northern Pacific Co. zu erlangen. Durch den Zusammenbruch der letzten Gesellschaft und die Panik von 1893 verlor er den größten Theil seines Vermögens und von da an zog er sich gänzlich vom Eilenwbngeschaft zurück. Die Beerdigung Billard's wird am nächsten Mttwoch stattfinden. Werden wahrscheinlich nach Philippinen geschickt. Washington, D, C 13. Noo. De? folgende A?meebefebc wu?de am Montag vom Krieg -Departement betannt gemacht: Auf Befehl des Präsidenten wird das Departement von Porto Rico am 15. Dezember 1900 zu eriftiren aufhören und die Insel Porto Rico und die daza gehörigen kleineren Inseln und .Keys" werden von da an zu dem Departement des Ostens gehören und als Distrikt von Porto Rico" bezeichnet werden. Der Oberst. Oberst-Leutnant. der Stab, die Musikkapelle und ein Bataillon vom 11. Jnfanrerie-Regiment und die Schwadron vom 5. Kavallerre Reiment. die jetzt in Porto Rico stehen.

werden stch sovakd als möglich nachNew' York begeben, von wo aus sie flch nach rhrem ioeirer zu bezeichnenden Bepimmungsort zu verfugen haben. Brigade-General George W. Datzis, jetzt Kommandeur des DeprtnnetS von Porto Rico, wird nach Anfhebunß des Departements sich nach Manila be geben und sich dort bei dem kommandi renden General melden, um die Pfttch ten eines General-Jnspektors der Dt Vision von den Philippinen zu übernetz men. Elihu Root. Kriegssekretar." H Dieser Armeebefehl wurde nach fön gerer Berathung mit dem Gouverneur Allen von Porto Rico erlassen unv nachdem General Davis, der jetzt die Truppen auf der Insel befehligt, ge wine Empfehlungen gernacht hatte. Gouverneur Allen war der Ansicht, daß die Reduzirung der Strritkrafte in Porto Rico bei den Bewohner große Befriedigung verursachen würde und' die wenigen Truppen, die zurückbleiben, für alle Zwecke genügen würden. Es verbleiben setzt noch in Porto Rico: Das aus Eingeborenen zufaminengeschte Regiment. 850 Mann sta?k; ein Bataillon vom 1L Infanterie-Regiment und drei Batterien vom 5. Artillerie Regiment. Diese Truppen werden in Zukunft unter dem Kommata, des Oberst Leutnants JameS . Buchanan. dem Kommandeur des Einge borenen-Regiments, stehen. Es iff wahrscheinlich, daß die von Port, Rics zurückbeoederten Regimenter nach den Philippinen werden. Diamantenschmuggler ver haftet.' New 1m. 13. Nov. Zwei Mexikaner die lyre Vtamen als Velin M. Preza und Älejandro A. Maroucci angaben, toucoen am Montag auf dre Anklage hin verhaftet, einen Theil der Juwelen, de einst der unglücklichen Kaiserin Charlotte von Meriko gehöre ten, cinoeschmugaelt zu haben. Die Juwelen sotten einen Werth von $75, 000 haben. Sie befanden sich in zwei kleinen Packeten. Das eine enthielt zwei Diamantringe, von denen thtt einen Werth von mindestens $18,00 befitzt. Dos andere Päckchen enthielt einen Diamant-Stern, den die Kaiser rin Charlotte an einer Halskette aus Diamanten zu tragm pflegte. In der Mitte befindet sich ein großer Diamant von 33 Karat und er ist von 13 andere Diamanten, von denen jeder einen Ka rat wieqt. umgeben. Der Stem fjßk einen Werth von. $40,000. i Die Juwelen waren zur Aufbewah rung dem General Theobald übergebe und die Männer wurden für ihr Er scheinen vor dem Kommissär Shieldö am 17. November unter $5000 foztod $1700 Bürgschaft gestellt. Die Zollbeamten waren von eine bis jetzt noch nicht bekannten Person von dem Einschmuggeln der Diaman ten benachrichtigt tvorden, und aut Grund dieser Jnforniation wurden o Mexikaner auf der Straße verhaftet $)ie beigen Päckcuen befanden sich in koren; .BeLi',. Der Morman! wir bis zu fünfzig Prozent des Netto-EiN' kommens, das die Regierung in dem Falle haben wird, erhalten. 1 Marokko will nicht bezad 1 e n. Washington, D.C.,13.Nov. Die marokkanische Regierung hak sich.

auf's Neue geweigert, wegen der Ermordung eines anGri konischen Bürgers. Marcus Essaqin. durch einen Pö belhaufen, Schadenersatz zu bezahle. Die marokkanische Regierung bea sprucht, unter den Bedingungen dar zwischen Marokko und Spanien abßcschloffenen Konvention nicht für Scha denersatz verpflichtet zu sein. Das Staatsdepartement ist der An sicht, daß die Vorstellungen des Ver, St. Konsuls Gummer? mehr Gewkchr haben werden, wenn sie durch die AN Wesenheit eines KeieqsfchfffeS unrerstützt werden, und es ist wahrfcheiniM, daß binnen Kurzem ein solches nach Tanger geschickt werden wird. Gatkenmoro. Chicago. Jlls., 13. Nov. Frau Therese Josephine Schmnt hat am Sonntag Abend, zu später Stunde, ihren Gatten Peter Schmitt in ihrer Wohnung an Northfteld Ave. erschos sen. Frau Schmitt versuchte nicht j entkommen. Sie gab zu, ihren Man getödtet zu haben, sie fügte aber als Entschuldigung hmzu. daß der Man sie mit seinen Handlungen, zur Vorzweiflung gebracht habe. Ihr Man habe sie seit einiger Zeit veraachläfftGt er habe stets getrunken und andere Frauen Aufmerksam leiten erwiese. Als er am Sonntag Abend nach Hause gekommen, sei er wieder bet?unken geWesen Und als sie ihm deshalb Vor würfe machte, sei es zu einem Streit gekommen, der mit dem Mo?d endet. N e w V o r k, 12. Nov. Ang. : MaaS dam. von Rotterdam ; Cufic. oon Liver pool. Liverpool, II. Noo. Angek.: Stzlvania. von Boston.

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