Indiana Tribüne, Volume 24, Number 54, Indianapolis, Marion County, 11 November 1900 — Page 6

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Jndiana Tribüne, Sonntag, , R-vember j 900.

Im ZouffleurKasten. Erinnerung einer Sängerin. Hunah! Ich durfte in das Theater. Endlich! Das hatt aber auch Mühe gekostet, dem gestrengen Herrn Papa die Erlaubniß dazu abzuschmeicheln. Und weshalb sollte ich auch nicht? Floß nicht auch in mir Theaerblut? Der Vater gehörte als Opernsänger der Berliner Hofbühne an und war dabei noch einer der Auswählten, die. verehrt und beliebt bei Publikum und Collcgen. zu den ersten Kräften zählten. Wer hätte auch damals nicht den alten Bassisten Z. ... sannt? Hatte doch sogar König Friedrich Wilhelm IH. ihn für Zeit ftines Lebens dem königlichen Opernhaus gesichert. Die berühmte Wilhelmine SchröderDevrient sollte singen und zwar die Valentine in Meyerbeers Hugenotten". Der Vater hatte in heller Begeisierung von dieser großenSängerin der Mutter erzählt, und ich hatte zugehört mit offenem Munde und angehaltenem Athem. Woher ich eigentlich den Muth genommen. meinen Wunsch zu äußern. wußte ich gar nicht recht, denn wir Kinder fürchteten den Vater, der sehr sireng sein konnte. Aber nun war es ja geschehen, ich durfte wirklich in das Theater, in die Hugenotten". Den ganzen Tag ging ich umher und betete: .Lieber Gott. lß nur ja nichts dazwischen kommen." Und gerade, als ob ich so etwas gehnt hätte, kam der Vater an dem Tage der Vorstellung nach Hause, und ich hörte, wie er zur Mutter sagte, das ganze Haus sei ausverkauft, und er hätte Mühe gehabt, wenigstens ein Billet für die Mutter zu erlangen. Von mir war gar keine Rede. In der Kinderstube weinte ich bittre Thränen, als die Mutter in das Zimmer trat. Na ja, ich sag's ja. Da sitzt sie und greint. Geh' schnell und wasche Dich, damit es der Vater nicht merkt, es könnte ihn sonst noch gereuen, daß er Dich in's Theater mitnehmen will." Mit einem Satz sprang ich in die Höhe und der Mutter um den Hals. Ich ich gehe also doch?" Natürlich, Du Kindskopf. Vater hat mit seinem Freunde, dem Souffleur, gesprochen. Der will Dich mit in seinen Kasten nehmen, aber sehr brav mußt Du sein und still sitzen, damit Vater keinen Aerer hat." Ob ich das versprach! Ich war ja glückselig, daß ich überhaupt sehen und hören durfte, da war es mir ganz gleich, ob ich in einer Loge oder in einem Souffleurkasten saß. Die Stunde war da. Mit väterlichen und mütterlichen Ermahnungen reichlich versehen, kletterte :f an des gefälligen Souffleurs Hand durch die kleine, unterirdische Thür in den dun--feilt Souffleurtasten hinein. Neugierig beschaute ich mir das enge Behältniß, in dem ich ein paar Stunden zubringen sollte. Der Kasten war weich auswattirt. und darin stand eine Bank, auf die ich mich erwartungsvoll setzte und andächtig den großen gemalten Vorhang anstaunte. Natürlich sah ich weiter nichts, als dessen steife Falten, hinter denen es sich manchmal bewegte. Wahrscheinlich stand Jemand an dem kleinen Loch des V75Hangs. um sich von dem Dasein einer großen Zuschauermenge, die ich nicht sehen konnte, zu überzeugen. Hinter demKzsten machten sich allerHand Geräusche bemerkbar. Instrumente wurden gestimmt. Das quietschte, grollte und schwirrte durcheinander und mischte sich mit dem Summen und Brausen einer großen und erwartungsvollen Menge. D.izwischen klappten hin und wieder die Stühle. Jetzt ist der große Moment gekommen; es wird ganz still, man hört nur noch das leise Rascheln der Theaterzettel, der Kapellmeister klopft, und das Orchester setzt mit der Ouvertüre ein. Jetzt hebt sich der Vorhang. .Die Hugenotten" beginnen. Wie mir das Herz schlug und vor lauter Seben die Augen brannten. Ich war ja noch nie vorher im Theater geWesen, das war mir wie ein schönes Märchen. Ich saß mäuschenstill. Da oben inmitten der vielen geputzten Cavaliere befand sich auch mein Vater. Ich erkannte ihn erst, als er anfing zu fingen. Er sah recht alt aus in dem langen, grauen Bart und trug ein recht unansehnliches Lederkoller. Als das Publikum ihm aber nach seiner großen Arie tüchtig applaudirte, da freute ich mich sehr in meinem Kasten und war ganz stolz, die Tochter eines solchen Sängers zu sein. In die Schröder - Devrient aber verliebte ich mich sofort. Wie herrlich sie sang und spielte und wie sie aussah v rjt. . - i rf i

in oem lazleppenoen roiuen ammerkleide, dem federwallenden Hut! Wirklich wunderschön! Es erhob sich denn auch jedesmal, wenn der Vorhang fiel, ein solches Händeklatschen und Jubeln, daß ich mich in meinem engen Kasten Vrdentlich entsetzte. Ich bedauerte es. die begeisterten Menschen da draußen nicht sehen zu können. Dafür hatte ich aber denVorzug, die gefeierte Sängerin in allernächster Nähe bewundern zu dürfen, wenn sie aus der Gardine trat und alle die Kranze und Bouquets. die man ihr spendete, lächelnd in Empfang nahm. Wenn ich doch auch einmal Sängerin sein könnte!" wünschte ich alübend. izwchen t:z vierte am; die große, leidenschaftliche Scene zwischen Raoul und Valentine kam. Das packte mich- meine Augen wurden immer größer, unverwandt starrten sie die Schröder - Devrient an. die mit ausgelöstem Haar, in langem, weißem fchlepvenden Gewände sich in Todesverzweiflung an Raoul anklam merte. Bei Gott Raoul Du

darfst diese Schwelle nicht überschreiten," ringt es sich keuchend aus ihrer Brust. Der Athem stand mir fast still, in tiefer Erregung beuge ich mich unwillkürlich vor, meine Hände erfassen dabei etwas, was aus der Mauer hervorragt da was ist das! Plötzlich ist es finster, stockfinster in dem ganzen großen Raum. Eine kurze, athemlose Pause kaum weiß ich, was geschehen ist, als ich auch schon mit einer Vehemenz von meiner Bank fliege. Im nächsten Augenblick ist wieder Alles hell, das Orchester hat sich nicht aus der Fassung bringen lassen. Raoul vernahm durch die Finsterniß noch rechtzeitig Valentinens Liebesgc ständniß. um jetzt in schmelzenden Tönen sein Entzücken darüber zu äußern. Ich aber stehe noch ganz betäubt von meinem Fall, mit dem unerklärlichen Gefühl, etwas Dummes angerichtet zu haben, neben der Bank und reibe mein schmerzendes Bein. Einige Augenblicke später aber sollten mir auch die Wangen schmerzen, denn nach dem Aktschluß erschien mein Vater und erklärte mir, daß ich in meinem Gefühlsraptus an dem Apparat gedreht, womit der Souffleur sammtliche Lampen zu regeln pflegte, um damit Tag und Nacht zu fabriciren. Ich hatte ihm also, ohne es zu ahnen, in das Handwerk gepfuscht und dazu beigetragen, einen der höchsten Glanz punkte der ..Hugenotten" in die schönste Finsterniß zu setzen. Der auswattirte Souffleurkasten existirt heute wohl nicht mehr. ' Das alte Opernhaus wurde umgebaut und die Zeit, die alles Vergängliche mitnimmt, hat aus einer jungen Sängerin eine alte Frau gemacht, die nur noch in ihren Erinnerungen schwelgen kann. Diese aber bleiben ewig jung, vor allem das Andenken an die große Unvergeßliche. die berühmte Künstlerin Wilhelmine Schröder - Devrient.

Täumlinge. Zu den merkwürdigsten Erscheinvn gen in der deutschen Volksdichtung gehören die Zwerge, von denen die Sage wunderbare Dinge berichtet. Unaemein mannigfaltig ist der Märchenkranz, der sich um die Leutchen schlingt, und man könnte der Wissenschaft zürnen, daß sie den ztverghaften Wuchs auf körperliche Mißbildung zurückführt. Das muthet uns wie eine Kränkung des lieben Völkchens an, dessen Thun und Treiden, poetisch verklärt, das Ergötzen unserer Kinderzeit war. Wie viel haden wir von ihm gelesen in den sonnigen Jugendtagen, und wie tief prägten sich unserem Gedächtniß all' die heiteren oder geheimnißvollen Gestalten ein. die einen im wallenden Schleier der Romantik, die andern in der derben Realistik schlichter Volksanschauung. Fröhlich lacht uns aus dieser Gesellschaft ein keckes Bürschchen an, schmal und winzig, aber klug, gewandt und von frischem Wagemuth: Däumling heißt er im deutschen Märchen, auch T.umesdick oder Daumerling. DiedreiPiccolo. Wenn wir wollten, könnten wir nun von diesem drolligen Kerlchen den Ausgang zur tiefgründigsten Wissenschaft nehmen. Schon Herodot, der Vater der Geschichte", erzählt von Zwergvölkern im dunkeln Erdtheil, und wenn man ihm viele Jahrhunderte lang nicht recht geglaubt hat, so ist er doch durch Stanley undSchmeinsurth, der aus den Urwäldern von Central-Afrika ein Akka-Zwergpärchen nach Europa brachte, glänzend gerechtfertigt worden. Desgleichen kennen wir von Homer, der allerdings als ein zuoerlässiger Kriegsconcspondent nicht anerkannt ist, die Kämpfe zwischen den Pygmäen und Kranichen, auf die auch der ältere Plinius zurückgreift, aber mit diesem würdigen Manne dürfen wir wohl unsere archäologisch-littera-rische Reminiscenz abbrechen. Aus dem Bannkreise Roms gelangen wir freilich hiermit nicht, denn gerade die weltbeherrschende Stadt wurde die Zwergathleten. Förderin des Zwergencultus, der sich dann durch Jahrhunderte an den Höfen der Mächtigen fortsetzte. Kaiser Augustus, berichtet Sueton, ließ seinem Zwerg Lucius eine Bildsäule mit Augen in Edelstein errichten, seine Lieblinqstochter Julia erwies ihrem i Zwerge Canopas besondere Ehren, und ' von Tiberius wird mahlt, baß sein

Leibzwerg auf die Justizpslege emen unheilvollen Einfluß ausgeübt habe. Domitian hielt eine ganze Anzahl von Zwergen, die miteinanderGladiatorenkämpfe ausfechten mußten, und erst Alexander Seoerus machte dem grausamen Unfug am römischen Kaiserhofe ein Ende. Aber in anderer, wenngleich gemilderter Form Pflanzte sich die Unsitte fort. Einen Zwerg all Hofnarren zu haben, galt als Bedingniß eines fürstliehen Haushaltes, und hierin wetteiferte das Abendland mit dem Orient. Kathanna von Medici suchte sogar

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Fa t ma und S m a u n. durch Verheiratung kleiner Leutchen untereinander die Fortpflanzung von Zwergengeschlechtern zu sichern. Mit großem Pomp veranstaltete im Nooemder 1710 Far Peter der Große ine Zwergenhochzeit, zu der aus allenTheilen seines Reiches 72 Däumlinge" herbeigebracht waren. Das Fest bildete einen Theil der Lustbarkeiten zu Ehren einer fürstlichen Vermählung und bei dieser Gelegenheit gab auch Fürst Mnschikow in seinem Palast ein Gastmahl, bei welchem als Schauessen zwei mächtige Pasteten aufgetragen wurden. Als man sie genugsam bewundert hatte, schritt der Zar zur Fatma und Smaun als Brautpaar. Oeffnung der Tafelaufsätze, und einem jeden entstieg eine Zwergin. Zar Peter trug darauf das eine Däumelincheri von der Tafel des Gastgebers auf die des Brautpaares, und beide Geschöpfchen tanzten ein zierliches Menuett. An diesen Vorgang erinnern einigermaßen die Vorführungen der Däum linge von heute. Da sind, um aus der Fülle der Erscheinungen nur das Bemerkenswertheste herauszugreifen, die drei Piccolo. Auf der Bühne gewahrt man zunächst nur eine Anzahl von GeWichten; die größeren derselben (Attrappen) öffnen sich plötzlich, und ihnen entsteigen die drei Zwergathleten, die alsbald die kühnsten Stücke zum Besten geben, wie man sie nur von ausgewachsenen Kraftmenschen verlangen kann. Die Kolibris. Die Jmpresarien der Artistenzunft suchen ihre Kräfte aus allen Erdtheilen zu rekrutiren, und so wird uns auf weiteren Bildchen das kleinste Ehepaar der Wett" vorgeführt, nämlich Fatma und Smaun, beide aus Indien stammend. Wie groß" das Pärchen ist, erkennt man am Besten aus der Darstellung, die es neben einer Champagnerflasche zeigt, und weiter gewahren wir es in seinem Hochzeitsstaat, wobei dem Beschauer nicht entgehen wird, daß die Schöne ihrem Herrn Ge mahl ein wenig über den Kopf gewachsen ist. Uebrigens wirkt das Pärchen nicht bloß durch seinen Anblick, sondern thut sich auch in der Vorführung heimathlicher Tänz hervor; das kleine Herrchen ist außerdem ein gewandter Arveiter an den römischen Ringen". Endlich führen wir noch die Kolibris" vor Augen auch internatio-nalesMiniatur-Ensemble" genannt , eine Liliputgesellschaft von drei Männlein und wei Fräulein, die sich als Sänger hören lassen. Natürlich verfügen sie nicht über große" Stirn men. aber in der Art aller Kolibris liegt es ja, daß sie weniger durch Gesang als durch zierliche Erscheinung erfreuen. Kathederblüthe. Professor (das leidenschaftliche Aufbrausen und andrerseits die leichte Versöhnlichkeit der Italiener besprechend): Der Italiener, wenn er gereizt wird, zieht seinen Dolch, stößt seinen Gegner nieder und hernach sind sie die besten Freunde!" Der Pantoffelheld. A.: ..Was haben Sie denn da für Photo graphien, die Sie so zärtlich betrachten.'" B.: Ach. unter uns gesagt, es ist die Photographie meines Haus schlüssels!" T

Ans den Aleut.

Wie für diele andere Naturvölker, so bedeutete auch für die eingeborenen Meuten die Ankunft ler Weißen den Beginn ihres Untergangs. Die Naiurkinder mit ihren primitiven Lebensgewohnheiten wurden nur zu leicht eine Beute des Alkohols und die erheerungen diesesGiftes wurden noch durch die von den Weißen eingeschleppten Krankheiten verschlimmert. Durch Muth. Intelligenz und Unternehmungsgeist zeichneten sich, wie alle Entdecker einstimmig bekunden, die Eingeborenen vor allen andere Stämmen von Alaska aus und auch der Zahl nach übertrafen sie dieselben bei Weitem. Aber sie waren für die Laster der Weißen leider zu empfänglich und wahrscheinlich wären sie langst ausgestorben. wenn ihnen nicht von Seiten der Missionäre der griechischen Kirche Rettung gekommen wäre. Miö unermüdlichem Eifer wirkten diese und ihren Bemühungen ist es zuzuschreiben, daß dieser einst mächtige Stamm sich bis auf unsere Tage erhalten hat. Auf dem Festlande unweit von der Shumagin - Gruppe befindet sich heute eine Aleutenbewohner. der bedeutendsten Aleuten Niederlassungen, die den Namen Bellkofsky führt und an deren Spitze ein russischer Pope steht. Ehe die Amerikaner von dem Lande Besitz ergriffen, fanden sich in den dortigen Gewässern die SeeOttern sowie andere Pelzthiere in großer Zahl und die Jagd auf diese bildete die Hauptbeschäftigung der Eingeborenen. Da das Land keinerlei oegetabilische Nahrung hervorbringt, waren die Eingeborenen hinsichtlich dieser auf die russische Regierung angewiesen, welche ihnen allerlei Vorräthe im Austausch gegen Pelze lieferte. Die Ausrottung der Pelzthiere hat naturgemäß diese Nahrungsquelle zum Versiegen gebracht und die Eingeborenen müssen sich fast ausschließlich mit der Nahrung begnügen, die ihnen das Meer liefert. Daß ihre Existenz dadurch sehr schwierig geworden ist, liegt auf der Hand. Aber sie sind ebenso kühne wie geschickte Fischer, welche die besten Fangstellen genau kennen und während des kurzen Sommers dort ihre Vorräthe für den grimmigen Winter fangen. Insgesammt ziehen sie im Sommer an gewisse Punkte der Küste, wo sie temporäre Hütten aufschlagen und ihre Wintervorräthe samB i d a r k a. meln. Das als Nahrung wie Beleuchtungsmaterial dienende Lachsöl bewahren sie in Schläuchen auf, die aus ganzen Robbenfellen hergestellt sind, und die Fische werden auf Gestellen von Treibholz gedörrt. Die Häuser (soweit sich dieses Wort auf ihre primitiven Wohnungen überhaupt anwenden läßt) sind dem arktischen Klima in geschickter Weise angepaßt und recht comfortabel. Das Erdreich wird in der Tiefe von mehreren Fuß ausgegraben, ein Rahmengerüst aus Treibholz errichtet und die Wände sowie das Dach aus Rasen hergestellt. Damit die Erde nicht durch die furchtbaren Nordstürme davongeblasen werde, werden die Dächer mit Netzen aus Gras bedeckt und diese mittels starker Pflöcke befestigt. Großes Geschick bekunden die Eingeborenen bei der Herstellung ihrer Boote. Bidarkas genannt. Eine Bidarka besteht aus einem Rahmen von .Holz, der mit Seelöwenfellen überzogen wird, und als Fortbewegungsmittel dienen Doppelrüder; solch ein primitives Fahrzeug, in dem sie selbst dem furchtbarsten UnWetter Trotz bieten, ist für zwei oder drei Mann eingerichtet. Die Oeffnungen zum Einsteigen sind rund und derartig construirt, daß die Insassen des Bootes sich die Haut des Verdecks fest um die Taille binden können, so daß kein Wasser eindringen kann. Von der frühesten Jugend auf werden die Kinder in dem Gebrauch der Bidarka unIn der Piratenbucht. terwiesen und die höchsten Ehren eines Häuptlings werden dem besten Rüderer zu Theil. Die Thatsache, daß die Aleutenbewohner von Kindheit an einen großen Theil ihres Lebens in dem enaen Raume der Bidarka sinend zubringen, ist nicht ohne Folgen aus ihre körperliche Entwickelung geblieben. Oberhalb der Hüften ist ihr Körper kräftig und muskulös, wogegen ihre Beine mißgestaltet sind. Trotz der kümmerlichen Lebenslage der Eingeborenen befinden sich unter ihnen zahlreiche Weiße, die vollständige Stammesmitqlieder geworden sino. Von besonderem Interesse von . allen

Aleuten - Niederlassungen ist die Piratenbucht auf Popor - Eiland, wo sich eine Kabeljaufisch - Station befindet. Ihren Namen hat die Bucht von einem historischen, Ereigniß erhalten, das sich vor etwa 100 Jahren zugetragen hat. Damals hatte dort eine Bande Aleuten - Indianer ihre Schlupfwinkel und viele Jahre lang unternahmen diese Wilden von dort ihre Raubzüge, bis sie von einer russischen Expedition bis auf den letzten Mann niedergemetzelt wurden. Noch heute findet man an der Piratenbucht Gebeine und andere Ueberbleibsel der erschlagenen Piraten.

Oskar II. und sein Sohn. Vorgerücktes Alter uno andauerrrde Kränklichkeit haben den Köniz Oskar II. von Schweden und Norwegen genöthigt, die Regierung seinem Sohne Gustav Adolf anzuvertrauen. Oskar II., der am 21. Januar 1829 geboren wurde und seinem Bruder Karl IV. am 18. September 1872 folgte, ist nicht mit Unrecht der Gelehrte auf dem Throne genannt worden. Er hat seine Studien in Upsala gemacht und sich viel mit geschichtlichen Forschungen O s c a r II. sowie literarischen Studien beschäftigt. Außer trefflichen Uebersetzungen von Herder's Eid" und Göthe's Tasso" verfaßte er eine Serie von Abbandlungen über Schwedens Heer und Flotte unter dem Titel: Einige Beiträge zu Scbwedens Geschichte während der Jahre 171113". Im Jahre 1857 gewann er den Preis der schwedischen Akademie für seinen Gedichtcyklus Aus oen Erinnerungen der schwedischen Flotte". Später folgten Sammlungen von Gedanken und Gedichten" sowie Prosaarbeiten. Wissenschaft, Kunst und Industrie haben in &7 2M i vr Kronprinz Gustav Adolf. ihm stets einen wirksamen und theilnehmenden Förderer gefunden. Sein zukünftiger Nachfolger, der jetzige Regent, ist am 16. Juni 1858 geboren und seit dem 20. September 1881 mit der badischen Prinzessin Victoria vermählt. Der Kronprinz scheint von seinem gelehrten Vater die Vorliebe für die Wissenschaften nicht geerbt zu haben; er gilt vielmehr als großer Freund der Jagd und des Sports und ist Ehrenpräsident aller derart gen Gesellschaften in Schweden und Normegen. S p e c u l a t i v. Tante: Aber. Fritz, warum bringst Du mir denn immer die kleine Elsa, wenn ich singen will, sie schreit doch nur?" Fritz: Ja, aber Du hörst dann zu singen auf, und ich bekomme von Papa 5 Cts.!Ungenügend. A.: Der Wirth ist ein sehr ordentlicher Mensch!" B.: Mir wäre es lieber, wenn die Portionen ordentlich wä1 ren!" )

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Die hat was Feines im Korbe, das wie mein 2. Pfui Spinne! S o ' n e G em e i n h e i t! VorschlagzurGüte. Nein, Arthur, spar Dir die Mühe, bei Lebzeiten gibt es keinen Pfennig! Wenn ich allerdings 'mal die Augen zudrücke Na. so drück' doch vorläufig erst 'mal eins zu!" DftiVrV-Ai. ü Strohwittwer (der auf dem BahnHof seine Frau erwartet): DonnerWetter, das fehlte noch! Jetzt habe ich Während der ganzen Sommersaison, die meine Frau verreist war. den Ehering nicht angehabt inzwischen ist er mir zu klein geworden!" Das Beruhigungsmittel. Bauer: So, dös bring' i' meinem Weib vom Oktoberfest mit heim; vor her. aber laß' i' mich damit abphotvgraphiren und wenn mei' Weib wieder amal aufbegehr'n will, dann zeig' i' ihr dös Bildl. damit sie sieht, was i' für a' a u a t e r Mensch bin!" Verfängliche Frage. Geck: Geben Sie mir einen blauen Shlips, der zu meinen Augen paßt." Verkäufer: Bedaure. blau haben wir nicht, darf es nicht roth sein, zu Ihrer Nase passend?" ' .

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ti'.i Fritz: Du hast Prügel gekriezt und lachst?" Franz: Freilich, das ist ja zu k omisch, wenn mich mein Papa prügeln will, haut er sich immer selbst auf den Bauch!" Gelungene Ausrede. Vater: Franz. Dein Lehrer hat Dir schon wieder eine schlechte Censur gegeben!" Franz: Ach, das thut er nur, um Dich z u ärgern!" Baron: Wenn Sie mich lieben. Emma, so geben Sie den Diamantschmuck, den ich Ihnen versprochen, für die Ueberschwemmten." Fräulein: Das wäre sck-ön. 5err Baron, dann geben Sie lieber den Diamantschmuck mir und lieben Sie die Ueberschwemmten. Vom Kasernenhof. Unterofficier: Na Meier. Sie macben ja so ein trauriaes Gesicht wie Jupiter Pluvius. der auf dem Trockenen sitzt!" Furchtbare Drohung. Schneider: Herr Süffle, wenn Sie mich nicht binnen vierzehn Tagen be zahlen. heirathe ichJhre Erbtante!" Ein neues Wort. Sieh' nur. larigur, was oie uuein yaoen m gen. Ich beobachte Mama schon längste Zeit, wie sie lebhaft g rend zu Papa spricht, und Pav nur fortwährend mit dem Kopf Jawohl, der reine Papagode!" Die trauernde W i t Freundin: Beim Begräbniß 5 Mannes hat es ja so furchtbar net?" Junae Wittwe l seufzend) Gott ja, das neue Kleid und de . Hut sind ja hin, ich glaub. Tag werde vergessen!"

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