Indiana Tribüne, Volume 24, Number 53, Indianapolis, Marion County, 10 November 1900 — Page 7

Jndinna Tribüne. SamMq, den lO,

A W I3AMII itt - I mtr r S F B III , ft II flcman von 31 0 leitet. (Fertftij.uug.) wntpunt noch leine Üut, auszu CZgehen. Zz phyfischt Behagen, so in en weichen Kisien zu ruhen und puisirende Leben in :en Adern zu verspülen, war ihm ein rnbejchreiblich wohlthuendes iliesühl. V'.nn man jung ist. empfindet inn die Mödigleit als et:vas AngenehmeS; erst im Ä'.ter erscheint sie 'einem so dumrs beoriidero. daß nur tafi enge Äctt unter dc? Srde Erlösung dasii; 0u bringen vermag. Endlich entschloß sich Carolain Izü aufzustehen. Gepäck hatte, er nietn mit sich eföhrt; aocr man halte, während er schlief, für ihn geszrgt. (?nn schmutzigen Slicse! waren so?:, dafür standen ein paar Morgenfchuhe vor seinem Seit. Auf dem Toiletientische fand er Kamm. Bürsten, kurz Alle-, dessen er zum Ankleben bedürfte. Carolath wc?r an einen gewissen Luxus gewöynt. Seine Kleider hiett er immer peinlich sauber, und jeyt lagen sie, sorgfältig gedürstet, aus einem SiuH. Mit einer ger.nssen Aefriedigung zog er sie an. enn ich nur nock einen reinen Krage"; hatte!" sagte er für sich und wunderte 'ch dann selbst, daß er der Mörder sich über seien eine Aeuheilichkeit beruhigen konnte. Als t.x feine Toilette beendet hc.:te, sah er trotz des nicht ganz sauberen Kragens doch frisch und hübsch traft. Sein klares Gesicht, die sanfter. Ang verliehen inrn etwas überaus Vympa thisches. Man hattt ihm pst gesagt, daß er hübsch sei, und er muht? es. ohn? sich besonders viel darauf einzubilden. Im Gegewatz zu den meisten jung l Leuten feiner Bekanntschaft hatte t: sich von allen gtmnsen, ftmlichen tt gnögungen ferngehalten. Freilich Haiti er sich -?.n.usirt. aber feine Zcl jiieu. i -aen waren i:nmer edlerer Ar: gewesen. Er bc.r.e ein wenig geraucht abn nur die besten Zigarren, er halte ein wenia oe:run!en aber nur Weine der besten Solle, er hatte Theater besucht aber nur die vornehme''en. Das Leben und Treiben in den Music Halls" halte ihn von jeher angewidert. Mochie er immerhin schlechte Eigenschafien besitzen von Nohheit und Gemeinheit lag nichts in seiner Natur. Sogar feine Beziehungen zu Cora waren rein geblieben. Er hatte sie n?ie sein Ideal oerehrt. Und sie war schlau genug gewesen, die Rolle, die er ihr zurrtheilt, auch- durchzuführen. Wi? die leibhaftige Unschuld benahm sie sich ihm gegenüber, und er hatte an sie aeglaubt. Ganz natürlich schier, ch dieser Glaube; wie sollte auch Zörperlichc Schönheit nicht das Gefäß moralischer Reinbeit sein? Er hatt: den sehnlichen Wunsch gehabt, Cora zu sner Frau zu machen. Aber b:- datnn wollte er sie nur anbeten wie seine Göitin. mit einer Verehrung, die all? niederen Instinkte ausschloß. Und deshalb hatte auch seine ganze Natur sich empört, als er die Angebetete in den Armen eines Anderen fand. Nicht nur niedrige Eifersucht hatte ihn in Äaferei versetzt; es war die Raserei der Verzweiflung. als er sein Götterbild in Trümmer stürzen sah. Mit einem Schlage war für ihn Alles verloren: Seine Illusionen waren zerstört, die Poesie seines Lebens vergiftet, das Le. den selbst erschien ihm plötzlich gemein und brutal. Alle Frauen beurthcilte er jetzt nach Cora und meinte, die niedrigste Behandlung sei nicht schlecht genug für sie. Auch jetzt fühlte er kein Mitleid für Cora; sie hakte ihr Schicksal verdient: nur sich selbst bedauerte und verwünschte er abwechselnd, weil er sich zu ihrem Mörder erniedrigt. Nur der feste Glaube, daß alle Frauen wären wie die Treulose, ließ ihn in die Ausführung des grausamen Planes willigen, der er sich nun widm? sollte. Beim Ankleiden hatte er nich: jer geffen die Schnur nzumenden, wie Dr. Vipan ihm gerathen. Er hatte sie gerade kurz genug gemacdt, um nur hinkend auftreten zu können. Iet öffnete er die Tyür feines Schlafzimmers und zuchle den Weg hinunter. VI. r. Jipan arbeitete, obwobl er so spät schlafen gegangen war, schon seit einigen Stunden in seinem Laboratolim. Gewöhnlich pflegte er um acht UU allein zu frühstücken, während die Dolden erst eine Stunde später erschienen Nur selten ließ er sich bei ihrem Frühstück blicken, und dann auch nur auf einige Augenollcle. wetzn ei seiner Schwester irgend eine Weif ung geben wollte. Aber heute Morgen wollte er das gemeinsame Frühstück n.cht versäumen. Seine Schwester erschien zuerst. Ihre Züge glichen denen des Bruders. Es war dasselbe raubvogelartlye Gesicht. dieselben durchdringenden Äugen. Ader wäbrend er nur mittelgroß war. erschien sie für eine Frau auffaUnd koch gewachsen, mit schmalen Schuld iern. Sie ging ern wenig nach virn gebeugt, wie" Jemand, der in der Jugend zu schnell gewachsen ist, leicht diese Haltung anzunehmen pflegt. Das graue, kurzgeschnittene Haar hing zimlich wild um das Gesicht. Die Lippen . . m. H S&itmrx dtinn und blUtleei. OtUNbai I 1 - - 4 mrn. mm mm ms, war ne eine ikxau, me einer re.oensenaftikche Liebe nicht fähig war. der man aber wch! jene hündische Annslichkit an einen stärkeren Chorak10 Muukn durvk. m da?

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tiLi iei tfsairen inOcl, oenen aKUirw Natur ine zarte -.beute Weiblich- ! . I

feit versagt ha:. er leine guren runoe, ne nicyi vou- mir einem unnaiimia) aronen opt Die Geschwister begrüßten eina- ' ständig ins Vertrauen zu ziehen. Und : und verschwommenen Gesicht ein Taher nhnr sonderliche NiliiUett. Die I schließlich, wenn sie, und wäre es auch blett herein, aus welchem Thee. Kaffee.

krmifT nrrnnp hpti nrr uuri n 5 , , . TO V m .:. sie that in ihrer kühlen, verständigen , Art, und der Tottor empfand, 10 weit r überhaupt imstande war, sich für et was anderes als feine Wissenschaft zu interessiren, eine Zuneigung für seine Schwester. Aber die Aeußerung einer Empfindung erschien beiden als etwas unsäglich Albernes. So nickten sie einander nur zu, indem sisich Guten Morgen" sagten. Ich dente. Du hast schon gehört, Sarah," begann Dr. Vipan, daß wir einen Gast im Hause haben." Ja wohl Mary hat es mir gesagt einen jungen Mann. Sie erzäblte auch, daß er kein Gepäck bei sich yätte, daß seine Stiefel sehr schmutzig und seine Kleider mit Staub bedeckt gewesen wären." Das stimmt alles. Er war auf dem Wege mich aufzusuchen, als ihm ein Unfall zustieß. Während er nicht weit von hier einen steilen Hügel hinabfuhr, stürzte er mit dem Awcira. schlug mit dem Kopf aus einen Stein und verlor das Bewußtsein. Als er wieder zur Besinnung kam. waren Zweirad und Mantelsack verschwunden. ?!ur mit größter Anstrengung versuchte er sich fortzufchlkppen. denn er hatte sich das eine Bein ernstlich verletzt. Zum Glück fand ich ihn zufällig und brachte ihn hierher." Du hast mir nicht erzählt, daß Tu ihn erwartetest," bemerkte Miß Vipan trocken. Ich wußte nicht, daß er kommen Würde. Er wollte mir ja auch nur einen Befuch machen. Aber nun habe ich ihn zum Bleiben überredet." So da wird er wohl für längere Zeit unser Gast sein?" Wir baben vereinbart, daß er hier bleibt, bis er wieder ganz hergestellt ist. Das wird wohl noch eine geraume Zeit dauern. Da er übrigens seinen Mantelsack schwerlich zurückbekommen wird, so müssen wir ihm wohl einige Sachen besorgen." Kann er sich denn nichts von Haufe kommen lasten?" Rein, er hat sich mit seiner Fam.lie entzweit und kam eigentlich, um

mich wegen seiner. Auswanderung uiir j Frühstuck hinunterzugehen, stieß er im Rath zu fragen. Du weiset ja. ich bin . Korridor aufTr. Vipan. der sich überbekannt für menschenfreundlich, und zeugen wollte, ooCarolath auch glaubkW Bekannter von ihm. den ich slüch- i würdig hinkte, tig kenne, hat ihm gerathen, mich auf-1 ..Guten Morgen." redete er den jun-

zusuchen. Ich jage Dir das alles nur. meine liebe Sarah, damit Du imstände bist, den Dienstboten zu erklären. wie er hierher kam und weshalb er nicht ausgehen kann. Er ist zwar so lahm, baß sich das von selbst erklärt. Jch verstehe." sagte Miß Vipan. In Wirklichkeit begriff sie nichts von all dem. Sie körte nur die Wünsche ihres Bruders heraus. Sie wutzte, daß er ihr andeuten ioollte, wie er die Angelegenheit aufgefaßt zu haben wünfch te. Daraus folgte für die Schwester noch keineswegs, daß der Bericht über den jungen Mann der Wahrheit entsprach. Zwischen den Geschwistern galt das stillschweigende Uebereinkommen, daß dasjenige, was der Bruder als Thatsache hinzustellen für gut befand, von der Schwester auch als solche ge nommen wurde. Dadurch vermied man nicht nur jeden Streit, der Schwester blieb auch allerhand überslüffiges Wissen erspart. Aber in dem gegenwärtigen Falle hielt sie es doch für nothwendig. über den jungen Mann etwas mehr zu erfahren, als das. was der Bruder für genügend befunden. Er wird natürlich viel mit Errima zusammen sein," bemerkte sie nach eier kurzen Pause. ..freilich, was schadet das? Im Gegentheil ..Ich verstehe. Sollte sie ihm qefasien. so würde er keinen Widerspruch von Deiner Seite zu furchten haben." .Durchaus nicht." Ich kalte daS leidcr nur für sehr unwahrscheinlich." sazte Miß Vipan zweifelnd. Wir l'aben es ja 'schon so ofi versucht. Sie ist zu wenig anziehend. Und dann scheinen die jungen Leu:? gar so bald mißtrauisch zu werden. Man ist heut zu Tage so übertrieb ben vorsichtig." Ja. das mag wohl sein. Aber in diesem Falle kabe ich guten Grund.

anzunehmen, daß der junge Mann sich ?r vollständig Invalide, der sich kaum so leicht nicht wird abschrecken lassen." vorwärts bewegen kann.- . So. wirklich Na. das freut mich; das bedauere ich unendlich.denn nun fängt die Sache bald an. sagte Mitz Vipan in einem Tone, als ernst zu werden. Kennt er Deine ' erführe sie eben etwas ganzUnerwarte-

Lage? Nicht ganz. Er weiß nur. daß er das Mädchen heiratben soll." ..Viel Zeit ist nicht medr zu verlieren." Nun, noch sind es fast drei Monate. und diesmal wird es uns, denke ich. endlich glücken. Der Zufall will uns wob!." Mih Vipan hätte gern noch mehr Fragen an ihren Bruder gerichtet. Wer der junge Mann war. woher er so plötzlich aufgetaucht? Wodurch der Vruder so großen Einfluß auf ihn geWonnen? Denn daß er nichts weiter war. als ein lahmer Patient, das hatte sie nicht einen Augenblick lanq ge- ! glaubt. Thatsächlich merkte sie auch an ,hres Bruders ganzer Art. daß er dieI ' . - sen Klauben von ihr nnr nirhf rrmnTs I" mmw 7 a7 " mmf mm, m : . W ., tete. ; Sie wußte jedenfalls aena. um ihr , Benehmen danach richten zu können. , und das genügte ja für's erste. Freilich ' HU( F;c gern ctQcfi wissen u.aaen sie

ro icuicüwmi frei vvn ftnciiajtr Neugier. Aber sicherlich hatte ihr Brur. ! i rT ? r 1 . I

noch so wenig, zu seinem Glücke und seiner Ruye beitragen konnte, so fühlte sie sich vollauf befriedigt. UebrigenS. wie heißt denn Dein Schützling?" fragte sie dann. Dr. kian hatte daS beinahe selbst veraessen. Aber durch eine gewaltsame Willensanstrengung vermochte er sich des Namens wieder zu erinnern. .Charles dwardes," entgegnete er hastig. Miß Vipan kannte ihren Bruder genugsam, um sofort zu merken, daß er idr einen falschen Namen' genannt. Aber sie ging ohne Weiteres darauf ein. ..Sag mal. wo ist denn heute die Zeitung?" fragte der Doktor. Miß Vipan reichte sie ihm hin und beobachtete, wie er sie eifrig suchend durchflog. Für gewöhnlich zeigte er sehr wenig Interesse für die TagesNeuigkeiten. Aber heute schien das anders. Als er schließlich seine Forschung beendet, fragte er nur: Willst Du sie lesen. Sarah? ' Mir liegt nicht viel daran. Dann nehme ich sie mit mir. Und paß' aus. Sarah: Sorge dafür, daß künftig die Zeitung nicht hier in die Zimmer kommt, oder lasse sie wenigstens nicht herumliegen. Sie könnt, mal etwas enthalten, was für unseren Gast zu erfahren schmerzlich wäre. In Deinem Zimmer magst Du sie natürlich lesen nach Herzenslust." Ich verstehe." sagte Miß Vipan wieder trocke?,. und bei sich selbst fügte sie hinzu: Wenn er mir den richtigen Namen des jungen Mannes genannt hätte, würde ich in der Zeitung .eroiß etwas über ihn herausfinden kön.ien." Jetzt trat Errima herein, und das verlrauliche Gespräch erreichte dc.mit sein Ende fYit frnisT iehi nrtsfi itn1rm ,,.va, ii'm ii um hiiivvmi wv.;4t i sehen." saate Dr. Vipan aber ich U haft er sobald nickt kerun- ! tertominen wird. Er war gestern Abend, als er zu Bette ging, sehr erschöpft." VN. Als Carolath die Thiir don seinem Schlafzimmer geöffnet hatte, um zum gen Mann an und fugte dann flu fternd hinzu: ,.e r j. y.li) haben doch die OOMUl uiigc.uuiuci i Freilich." entgegnete Carolath; .lzinke ich nicht ganz natürlich?"

. 1 r ,. . je . schlafen?" ..Sehr aut. danke." Was Carolath soeben bestätigen konnte, erschien ihm selbst höchst verwunderlich. Und dann fiel ihm ein, daß er schon oft gehört hatte, wie Verbrecher vor ihrer Hinrichtung gewöhnlich ruhig zu schlafen und mit gutem Appetit zu effen pflegen. War das auch bei ihm der Fall? Nein, ihm war vielmehr zu Muthe, wie einem, der einen bedrückenden Traum gehabt und nun im hellen Tageslichte schnell seine gute Laune wiederfindet. Wie etwas Traumhaftes. Unwahrscheinliches erschien ihm die jüngste Vergangenheit. Es war ja nicht denkbar, daß er so schwere Verbrechen begangen haben und sich trotzdem so wohl fühlen konnte. Nicht zum erstenmale sah er sich jenem wunderlichen Zwiespalt in seiner eigenen Natur gegenüber. Während er so die teppichbelegten Stusen des behaglich ausgestatteten Hauses hinunterschritt, konnte er sich wohl einbilden, bei einem Freurde au Gast zu f?in. D'e Thür des Steife, zimmers stand offen, und Dr. Vipan führte ihn sorgsam hinein. In der är.e eines der Fenster saß Miß Vi pan. zu welcher der Doktor jetzt seinen jungen Gast geleitete. ..Zarah," begann er. hier bringe ich Dir Mr. Edwardes. der einige. Zeit lang unser lieber Hausgenoffe lein wird. Du mußt Dich seiner nach Kräften annehmen, denn vorläufig ist tes. ..Aber ich hoffe. Sie werden hier i U.'. - s tlD. f?VTinrhi2 T-i; UUI1 V-UiU Ullit. I, JJ-. uiuiui:. -eil Luft in Hampstead iit außerordentlich gesund. Sie haben hoffentlich gut geruht und sich in Ihrem Zimmer dehaglich gesundend ..Jawohl, ich danke sehr." entgegnete . Carolath. ..Wir haben schon gefrühstückt." bemerkte Miß Vipan; wir dachten, es wäre freundlicher. Sie nicht wecken zu lassen. Ader jetzt wollen Sie gewiß etwas nehmen?" ..Ich fürchte, ich komme ungebührlich srci," sagte Carolatl? entschuldigend. ..Aber das ist ;a auch garnicht an ders möglich," meinte der Doktor qutmüthig. ..Wir haben gestern Abend bis spät in die Nacht hinein beisammen 1 nftn thTfm NUrr nfrlnnnt hi M TV ! 1 VT "V V " V J , Natur ivre deckte. (in Licht kann nicht von beiden Enden brennen . - - Sie meinen, es brennt an dem einen Ende schnell aenug herunter.sgme Earokatb lachend.

5J0 ja, toi; maaien yre caaic , un ciuiihucu, unu jui innen uiuucn recht gut. Aber es wäre das beste, Sie ' Blick befaß dieses Mädchen etwas Abnähmen jeyt noch meinen Arm den stoßendes. Sie mochte wohl schlank Weg Kinunter; das würde den Effekt und gut gewachsen .fein, aber sie hielt erhöhen. Wie haben Sie übrigens ge-! sich, als sie das Zimmer betrat, so

Vipan hatte inzwischen aelaukaltes Fleisch und eine warme Schüsscl standen. Mit Dr. Vipa: Hilfe ließ Carolath sich am Tifche nieder, während Miß Vipan ihm Kaffee einfchenkte. Mit gutem Appetit begann Caro lath sein Frühstück; er fühlt? sich ung? mein wohl hier im Bewußtsein der Sicherheit seiner Umgebung. Auch dem Doktor und seiner Schwester schien die Situation ganz behaglich. Sie plauderten mit .arakalh. als sei er ihnen ein alter Bekannter. Sie werden es hier recht trübselig finden in Ihrer unfreiwilligen Gefangenschast, fürchte ich. Mr. Edwardes." meinte Dr. Vipan. Aber wir haben hier wnigstens einen schönen Garten, in welchem Sie sich aufhalten und frische Luft schöpfen können. Er ist so groß, daß man kaum das Bedürfniß empfinden kann, seine Spaziergänge i!ver ihn hinaus auszudehnen." In diesem Augenblicke trat ein junges Mädchen so leise in'S Zimmer, daß Carolath ihr Erscheinen wohl kaum bemerkt haben lvürde, hätte er nickt der Thür gegenüber gesessen. Wohl oder übe! mußte er sie anschauen, und der Blick, den er ihr schenkte, war nicht frei von Neugier. Konnte er doch seiner: Augenblick darüber im Zweifel fein, wer dieses Mädchen wäre. Sie war diejenige, die ihm zur Gattin bestimmt war. Seine Gattin! ja. aber doch nur dem Namen nach. Und so war es schließlich gleich, wie sie aussah. Wie sie auch immer sein mochte, er war entschlossen, sie zu hassen als die Vertreterin ihres vcrabscheuenswertben Geschlechtes. Sie war jedenfalls jung. Man hatte ihm ja auch ihr Alter gesagt; in drei Monaten würde sie einundzwanzig Jahre. Aber in ihrer Erscheinung lag ein seltsamer Widerzpruch. durch den f , t0 , , . ... , .l5 jiklgtt .sah ls sie den Zähren nach war. Ein halb trauriger, halb finsterer Gesichtsaus druck erzählte davon, daß sie das Leben nicht mit jugendfrohen Augen ansah; man vermißte an ihr jene strahlende Glückseligkeit, welche sich im Antlitz sröhlicher. junger Menschen wiederzuspiezeln pflegt. Und andreri ieits lag etwas rn ikrer icheen. em wenig unbeholfenen Art. daß' man sie kaum zu den Erwachsenen zählen konnte. Hübsch war sie sicherlich nicht sie erschien dem prüfenden Augen Corolaths sogar entschieden häßlich. Von leiner Mutter hatte er sein ausgeoräat künstlerisches Empfinden geerbt; Farben und Formenfinn war lebhast für : c .' :j-Ti v r:: r.: 'iisjc. schlecht, daß diese Vorzüge, wenn sie sie überhaupt besaß, gar nicht zur Geltung kamen. Und nun gar ihr Gesicht! Das dunkle, auffallend starke, lockige Haar fiel ihr tief hinab in die Stirn und verlieh dadurch dem Gesicht einen düsteren Ausdruck. Als sie jetzt, nur einen Moment lang, die Augen aufschlug, zeigte ihr Blick etwas Scheues. Mißtrauisches; doch lag auch zugleich etwas Rührendes darin, er verrieth eine Natur, der es nicht vergönnt war. sich frei zu entfalten, die immer unterdrückt wurde, wenn sie sich offen geben wollte, und sich nur frei fühlen tonnte, wenn sie sich in sich selbst zurückzog; die. im Schattn groß geworden, sich jetzt doppelt nach dem Sonnenschein sehnte. Das Alles freilich bemerkte Carolath nicht sogleich. ii,iti mir hi ; iltli iinilr Er sagte nur bei sieb: Me finster das Mädchen aussieht?" Und dann streifte er mit finsterem Blick ihre Gesichtszüge, ie waren wohl etwas unregelmäßig, aber nicht gewöhnlich: die Haut war r.ii Sommersprossen übersät, der Mund, wenn auch nicht klein, so doch wohgeformt; aber die Lippen so fest

''-Mpan ianc inäiüin;cn pciuw i tet. und jetzt brachte ein junger Mensch ! A p I

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Carolath freute sich fast, daß ihm das Mädchen so wenig gefiel. Er war von vornherein entschlossen, sie z' dassen. und jetzt wuße er. daß es ihm nicht schwer fallen würde, seinen Entschluß durchzuführen. Wäre sie sehr hübsch und gewinnend gewesen, hätte er vielleicht anders empfunden. Aber sie war häßlich und abstoßend, wie er es gehofft. Dennoch war sie. unbewußt emPfand er es. eine Dame, wenn auch teine. wie er sie in Gesellschaften zu Dutzenden getroffen. Sie hatte die Art emes Menschen, der nicht daran gewöhnt ist. viel beachtet zu werden: wenn sie so unbeholfen in's Zimmer trat, gefchah es. weil es ihr gleichgil- ' jj war. welchen Eindruck sie machte. ' ' Als Carolath nch erhob und fich verneigte, erwiderte sie den Gruß nicht ohne Anmuth. (For:sej?ung folgt.) tetilA. aoiikanti ..Wissen . Sie mir nicht einen reck: schönen Titel für ein neues Mitte: aeaen den Rost. das ich erfunden yabe?". ristne!- ! ..Gewiß. Nennen Sie's dvch ..Alte Liebe"! D'.e rottet ;a dekanntich mk!" V o r w u r f. Mutter: ..Kind. 1 rf M mm sw t m I icv raoe CN UslOa W-Odi e'.ne ÜKtlCl l ' ' ' M. . W i f mm, ; nunoe iana aeoeien. er ioue eitauoen. r mmmm, ' rr M . r . r daß ich Dir ein Schaukelpferd kaufe. aber es half nichts." Söhnchen: ..Und nicht einmal et7O!nmcht konn:est Du Zü? mich rikkiren?-. ..

- - mrtf th UgUUjci: VJiiUUd tllUfl.

Pichn: arkt. : Indianapolis Union Viehhöfe, 10. Nov. Rindvieh. Auserlesene bis prinia Stiere, 1350 Pfd. und aufwärts $5.25 Gute bis mittlere Slicre 1350 Pfd. und aufwärts 4.00 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 5.75 5.25 Pfd 4.00 5.25 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Vid. Stiere Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd Gute bis gewählte Rinder. Mittlere bis gute Rinder. 4.15 4.00 4.00 3.75 3.35 4.50 4.75 3.05 3.15 4.25 3.50 0)ewölinIichc leichte Rinder 2.75 Gute bis gewählte Kühe.. 3.00 Mittlere bis gute Kübe.. 2.76 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.00 Kälber 5.00 2.50 6.50 Schwere Kälber 3.00 5.25 Prima bis fancy Export Bullen 3.35 4.00 Gute bis gewählte Schlack ter Bullen 3.35 3.05 Gewöhnliche bis aunBullen 2.50 3.15 Gute Kühe mit Kalb $30 40 GcwöhnlicheKühe mit Kalb 15 25 Schweine. Gute bis gewählte, mittlere und fchwere $4.95 4.95 Gcmischtcu.fchw.Packmg 4.75 4.85 Gute bis gewählte leichte 4.!5 4.90 Gewöhnliche leichte 4.75 4.80 s lias 4.00 4.50 Roughs 4.00 4.50 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.25 4.75 'Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3. 00 4.00 Gute bis gewählte Schafe 3.2.', 3.75 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 3 00' Stockers 2.00 3 25 Bocke, per 100 Pfd 2.00 3 00 Früchte und (Hemüse. Früchte. (Zitronen, $4.00-4.60 für 300-3C0. Vlevfel, .f2-$3 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1. 50-1. 75 per Bunch. Datteln, Persische 5 k-6c per Pfund. Kokusnüffe, 3.50-4.00 per Hundert. Trauben. l5oncord, 8 Pfund Korb, 13c; Telaware und Niagara, Crate von 4 Körben, 12c Birnen, hiesige, 75c per Bushel. Cranbcrries $2.25 per Vushe! Crate. Quitten. $1.00 per Bufhel. C rangen, merikanifche, $4.50 per Box. G e rn ü f e. Kraut, 90 per Faß. Zwiebeln , S panische $ 1 .50 per Crate; rotbe Globe 50c per Bufhel ; weiße Älobe $2.00 pcr Faß. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bunchcs. Kartoffeln, $1.25 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 40c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $2.75pcr Faß. Baltimore $1.60 per Faß. Sommer-Celcry, 15c per kl. Bunch. Salat 50c per Büschel. Spinat, 40c per Büschel. Weiße Rüben 40c per Büschel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 64-7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 74c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund Cc; Kühe 550 bis 50 Psund 7e; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hinterviertel 10c; Rind Hiniervierte! 9c; Rind Vorderviertel 6c; Kuh Vorderviertel 5c; ' Kuh Himerviertel e y Frisches Kalbflcifch Kälber 9c; Hini terviertel 12k; Vorderviertel 8c. Frisches Scbafflcisch Lämmer per Pfd. 8k; Schafe 7k; Schenke! 9 k; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c9k ? Cottaae Scbinken 7-vc ; ackäuIfi!' rfiii 1 1 .-rti 7 's fr'-irhf ,cfitiifrti 10 (Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured. Schinken Erste Quali tnt- 9si-1RÜifi!nh t(iei Isi Ütfunh 1 1c: 12-10 Pfund HJ.c; Zweite Qualität I - ' .w-p-i-- v -4 w 7 w w i 20-ld' Pfund 104lc; 15 Pfund 10jc; 12 Pfund 11c; 10 Pfund 11c. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund Tc; 10 bis 12 Pfund 74c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer Eglish Cured 14c; gewählter Sugar Cured 15ic; 6-7 Pfund im Turch'chnitt 13c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 13c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 12ctz! 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12fc. Speck, Enql. Gewählter, 8 bis 10 ! Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis I 4. ... Xf Jt. ii in.t ii 'suno iM urcoicynili, Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. jl r jl !u Ä.. fi irr .i rk im Durchschnitt, 9?c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 9c; Klare iBcllies, 25bis 30Pfd., 9Zc; 18bis22 j Pfd., fc; 14 bis 16Pfd.,10c; Klare , Rücken. 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis lPfd.,9,c; Klare Rücken tt bis 9 Pfd., 10e. ; Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8jc; 16 Pfund - w m m - - mm m ... R u ; im T UtCTinttt . 84c: 10 bis 1-2 fUflA I ' I ' 11 x-u ; Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen. ! loses Fancy Pig .D19.50; Klares Bean ! 19.00; Family 17.50; Short Clear ! ie.00; Rumpf 15.S0.

Gedörrtes Rindfleisch, Schinken, reg. Sets, 11c; Außenseiten je; Innen seilen 13jc; Knöchel 13c. Schmalz, in Tieres, 1. Qual'tät gfc 2. Qualität Sc; 3. Qualität 8 c. Würste , Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfurter , 8c; Wünerwuest 8:; Knackwurst 8c; Bologna in Darm? 6c, in Tuch 6jc. Butter, Eier und (cflügcl. 5)ändler befahlen folgende Preise : Butter, frifche, 14c Eier, 17c per Tuhcnd. 5)tthncr Ozc, SpringChickens ozcPfd. Turkey Hennen 7t, june Hähne 7 ., alte Hähne 5c; (r.:cr. 5-8cj Gänse wW. den verkauft zu 3.75-4.25 per Dtzd.

Fische, Äuftern und Wildpret. Handlcr-Preife: Clams Litlle Recks 75c per 100. Hummern 25c vcr Pfund. Austern BcsteBaltimore odcrStand aros, $1.00 per Gallone; beste Balti. timore Sclectö, $1.10 pcr Äallone; New 'gork Counts, $1.00 per Hundert; New Hork Culls, 70c per Hundert; Blue , Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New ?)ork Conti 35c; I. S. F. & Co. Selen 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. 18c; R. 15c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c; Häringc 4.;c; Pcrch 5c; Weißfisch 9k; See Forellen 94c; Red Snaoper 8.c; Kennebec Hechte 15c; Blausische 10c; Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfifch 10c; Ro. 1 Pickerel 9k; Ro. 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. ' Froschschenkel, $1.50-2 per Ttzd. . (Getreide. Weizen-Ro. 2 rother 72 auf den Heleisen, 72k von der Mühle ; Ro. 3 rother 68-7Öc; Roobr. 7.c aus den Geleisen; Wa.qenwei-.i 72c. Korn-7!o. 1 weiß 37k; Ro. 2 weiß 347c; Ro. 3 weiß 37c; No. 4 weiß 32l-35k; No. 2 wkiß gemischt :57c; Ro. 3 weiß gemischi 87cj No. 4 weiß gemischt 33-35-; No. 2 gelb 37 Zc; No. 3 gelb 37 c; No. 4 No. 2 gemischt 37c; gelb 33--35 je; No. 3 aemifedt 37c; 7!o. 4 gemiicht 33 - SS; an Kolben 35c. ' 5)afer-No. 2 weiner 24 je; No. 3 weißer 23c; No. '1 gemischter -J2.c; No. 3 gemischter 21c -deu-altes No. 1 Timothy 12.5013.00 No. 2 Timothy 11.00-12.00. Raffte. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 2G-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packctcn: Ariosa $12.75, Lion 11.75. Jersey 13.25, Caracas 13.25, Dillworth's 13.25, Dutch Java Blcnd 16.00, Mail Pouch 12.25, Gates Blended Java 11.75. Groeeries. Zucker Dominoes 6.17c; Stückzucker 6.32e; pulversirter 6.02c; pulverisirter 6.07c; Standard granulirter 5.92c; feiner granulirter 5.92c; granu lirter in 5 Pfund Säcken 6.07e; granulirter in 5 Pfund Cartons 6.07c; extta feiner granulirter 6.07c; Cubes 6.07c; Mold A 6.07c; Confectioners' A 5.72c; 1 Columbia A-Keystone A .567c; 2 Windfor A-American W 5.62c; 3 Ridgewood A-Centennial . 5.52c; 4 Phönix A-California A 5.47c; 5 Empire AFranklin B 5.42c; 6 Ideal Extra Golden C-Keystone B 5.37c; 7 Windfor Extra C-American B 5.27c; 8 Ridg. wood extra C-entenmal B 5.17c; 9 gelber extra C-California B 5.17c; IC gelber C-Franklin extra C 6.12c; 11 gelber-Keystone extra C. 5.12c; 12 gelber-American enra E 5.12c; 13 gel-ber-Centennial extra C 5.12c; 14 gelber -California extra C 6.12c; 15 gelber 5.12c; 16 gelber 5.02c. Eingemachte Früchte Blackbrrictz, 3 Piund, -N.10; Peches Stand. 3 Pf., 2-2.25; Scconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama 7 I w .1. - Ä , i nanas wi.w-z.u; Genevtk rv,en tl in li 7r. ! l. - Ot a.i t c $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrom 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomaioes, 3 Pfund, 90c$1.00;Fuckerkorn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c, Wolle. . Folgendes sind die Preise sür Wagen ladungen : Ungewaschene mittelmäßige Wolle 19-20c; feine Merino 15-17c; unge reinigte, von 3c bis 5c weniger; zuberge waschene 28-30c. Kohlen. Tonr yt Ztnne 3.65 2.40 2.15 2.15 2.15 2.15 2.15 1.90 Anthracits $7.00 ' Rauchlose 4.50 Jackfon 4.00 Pilisburg 4.00 Raymond City 4.00 Winifrede 4.00 Kanawha 4.00 Rührig 3.50 Brazil Block 3.50 1.90 1.65 1.65 1.15 Green County 3.00 ; Jndiana Lump 3.00 I mm, s . isttt Z.UU sT r t Bloßburg . , 5.00 2.65 Lumv tzoke 11c per Bush. $2.75 per 25 Bushel. $1.50 per 12 Bushel. Zerkleinerter Coke 13c verBu. tz3.25 per 25 Bu. 51.75 per 12z Bu.